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Letzte Änderung für Artikel SAP AG: 08.02.2006 07:49

SAP AG

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SAP AG
Stammdaten
Branche : Standardsoftware
ISIN : DE0007164600

[1] [2] [3] [4]

WKN / Valor : 716460
StĂŒcke: 316 Mio.
Nennwert: 1 EUR
Streubesitz : 67,80 %
Marktkapitalisierung : 51,26 Mrd. EUR
GeschÀftsjahr : 31. Dezember
Bilanz 2004
Umsatz : 7,5 Mrd. EUR
Mitarbeiter : 32.205
Eigenkapital : 4,594 Mrd. EUR
Bilanzsumme : 7,585 Mrd. EUR
EBIT : 2,016 Mrd. EUR
KGV : 31,20
KCV : 27,40
Leitende Positionen
Vorstand :
  • Prof. Henning Kagermann (Sprecher)
  • Shai Agassi
  • Leo Apotheker
  • Dr. Werner Brandt
  • Dr. Claus E. Heinrich
  • Gerhard Oswald
  • Dr. Peter Zencke
Aufsichtsrat :
  • Prof. Dr. h.c. Hasso Plattner (Vorsitzend.)
  • Helga Classen (stellv. Vorsitzend.)
  • Pekka Ala-PietilĂ€
  • Willi Burbach
  • Dr. Wilhelm Haarmann
  • Bernhard Koller
  • Christiane Kuntz-Mayr
  • Lars LamadĂ©
  • Dr. Gerhard Maier
  • Hartmut Mehdorn
  • Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer
  • Dr. Barbara Schennerlein
  • Dr. Erhard Schipporeit
  • Stefan Schulz
  • Dr. Dieter Spöri
  • Dr. Klaus Tschira

Die SAP AG ist der grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Softwarehersteller mit Hauptsitz in Walldorf (Baden).

Inhaltsverzeichnis

Unternehmen

SAP wurde 1972 von fĂŒnf ehemaligen Mitarbeitern der IBM ( Claus Wellenreuther , Hans-Werner Hector , Klaus Tschira , Dietmar Hopp und Hasso Plattner ) unter dem Namen „SAP Systemanalyse und Programmentwicklung“ in Weinheim (Bergstraße) gegrĂŒndet, das erste BĂŒro war in Mannheim. Heute steht SAP fĂŒr „Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung“ bzw. „Systems Applications Products in Data Processing“. Allerdings wurde diese Auflösung des FirmenkĂŒrzels durch Beschluss der Hauptversammlung 2005 aus der Satzung des Unternehmens getilgt. Damit ist „SAP AG“ die offizielle Firma des Unternehmens und nicht deren AbkĂŒrzung. 1976 wurde die SAP GmbH gegrĂŒndet, und ein Jahr spĂ€ter zog sie nach Walldorf um.

Die Softwareprodukte des Unternehmens bilden alle wesentlichen internen AblĂ€ufe in einem Unternehmen ab, wie Rechnungswesen, Vertrieb, Produktion, Personal- und Warenwirtschaft. Die Software ist in der Regel auch an die jeweilige nationale Gesetzgebung anpassbar. Die rund 29.800 Kunden sind vorwiegend mittlere und große Unternehmen. SchĂ€tzungsweise 12 Millionen Benutzer arbeiten mit SAP-Produkten, von denen es etwa 100.600 Installationen gibt.

SAP hat weltweit rund 35.000 BeschĂ€ftigte (Stand 2005, davon etwa 10.600 Mitarbeiter in der Software-Entwicklung) und erwirtschaftete 2004 einen Umsatz von 7,514 Mrd. EUR und einen JahresĂŒberschuss von 1,311 Mrd. EUR. Die Aktie gehört zum DAX und wird unter anderem an der Frankfurter (seit 1988 ) und der New Yorker Börse (seit 1998 ) gehandelt.

Das Unternehmen betreibt neben dem Entwicklungszentrum am Unternehmenssitz in Walldorf noch weitere Entwicklungsstandorte in den USA , Frankreich , Kanada , Israel , Indien , Australien , Japan , der Volksrepublik China , Bulgarien , der Slowakei und Ungarn .

Produkte

SAP-Firmenzentrale in Walldorf
SAP-Firmenzentrale in Walldorf

GegenwĂ€rtig bietet die SAP mit dem Produkt „ SAP NetWeaver “ eine Plattform an, mit deren Hilfe unterschiedliche Business-Anwendungen integriert werden können. Technisch handelt es sich um die Möglichkeit zur Vereinigung aller SAP-Produkte. Hier sind der Web Application Server („Web AS“), das Business Information Warehouse (eine Data-Warehouse -Lösung), das SAP NetWeaver Portal und die SAP Exchange Infrastructure (XI) zu nennen. DarĂŒber hinaus können auch externe so genannte „Non-SAP“-Produkte angebunden werden.

Mit NetWeaver soll der zunehmenden KomplexitĂ€t der von Unternehmen installierten Systeme Rechnung getragen werden. Wo es vor einigen Jahren nur eine quasi monolithische ERP -Software mit unterschiedlichen Modulen gegeben hat ( SAP R/3 ), gibt es heute eine breite Palette an unterschiedlichen Produkten - die sogenannte "mySAP Business Suite", die ERP , CRM , SCM , SRM und PLM -Systeme und anderes umfasst. Um die unterschiedlichen SAP-Produkte und Nicht-SAP-Produkte miteinander kommunizieren zu lassen, wurde die NetWeaver-Technologie entwickelt. DarĂŒber hinaus bietet die SAP fĂŒr eine Reihe von Branchen spezielle Lösungen an, die als Industrielösungen eingefĂŒhrt sind (z. B. „SAP for Retail“).

SAP bietet des weiteren auch fĂŒr Mittelstandsunternehmen CRM - und ERP-Lösungen an. Die Produktbezeichnungen fĂŒr diese Mittelstandslösungen lauten SAP Business One und SAP All-in-one.

SAP Business One ist eine Lösung fĂŒr kleine bis mittelstĂ€ndische Unternehmen (ca. 5-150 Mitarbeiter, wobei nicht alle Anwender sein mĂŒssen, bis ca. $10 Mio Umsatz). Sie wurde 2002 von SAP eingefĂŒhrt und basiert auf der Software TopManage des israelischen Herstellers TopManage Financial Solutions LTD. TopManage war eines der Unternehmen, die das jetzige SAP-Vorstandsmitglied Shai Agassi zusammen mit seinem Vater Reuven Agassi 1993 gegrĂŒndet hatte und wurde im ersten Quartal 2002 von SAP ĂŒbernommen. Damit tritt die SAP AG vermehrt auch in Konkurrenz zu Anbietern, die auf Klein- und Mittelbetriebe spezialisiert sind, wie oxaion , BĂ€urer mit B2, Lexware , Sage und insbesondere Microsoft mit Navision .

Die andere Smart Solution, SAP All-In-One, ist quasi ein vorkonfiguriertes kleines R/3 fĂŒr „grĂ¶ĂŸere“ MittelstĂ€ndler oder Tochterunternehmen großer Konzerne, das fĂŒr ab ca. 200.000 Euro die Vorteile eines ERP-Systems bei voller KompatibilitĂ€t zum „großen“ SAP der Konzernmutter bietet.

Unter dem Begriff OSS ( Online Service System ) bietet die SAP ihren Kunden die Möglichkeit, mit Problemen der Software umzugehen. Dabei werden in „Hinweisen“ (engl. SAP-Notes) Fehlerbeschreibungen und die entsprechenden Lösungen zur VerfĂŒgung gestellt. Außerdem können die Kunden ĂŒber dieses System Service-Meldungen erfassen und bearbeiten.

Parallel zum OSS bietet SAP seit mehreren Jahren den Service Marketplace an. HierĂŒber kann der Kunde ebenfalls auf die SAP-Notes zugreifen und Meldungen erfassen. ZusĂ€tzlich werden hier Informationen wie White-Papers, PrĂ€sentationen, Software-Downloads usw. angeboten. Mittlerweile ist die Schließung des OSS fĂŒr etwa Mitte 2006 geplant. Nachdem sich der Service Marketplace - nunmehr unter seinem neuen Namen 'SAP Support Portal' (SSP) - ĂŒber die Jahre zu einer ausgereiften Alternative entwickelt hat, deren Nutzung ĂŒber einen einfachen Internet-Browser nur zeitgemĂ€ĂŸ ist, verlĂ€sst SAP auch auf diesem Gebiet die eingeschrĂ€nkte Welt des R/3 und trĂ€gt der selbstverstĂ€ndlichen Nutzung des Internet auf globaler Ebene Rechnung.

Seit 1999 befassen sich im SAP Linux Lab SAP-Mitarbeiter, Distributoren und Hardware-Hersteller gemeinsam mit der Herstellung von SAP-Produkten speziell fĂŒr Linux . Zum Stand Mitte 2005 werden SuSE , Redhat und RedFlag unterstĂŒtzt. Andere Linux-Derivate sind durch die SAP nicht zertifiziert.

Die Funktionen der SAP R/3-Software sind in der SAP-eigenen Programmiersprache ABAP programmiert (Der Kern selbst wurde in C/C++ und Assembler entwickelt). Diese Sprache hat sich seit R/2 (1979) stĂ€ndig fortentwickelt. In neueren ReleasestĂ€nden (ab ca. 2003) kann auch in Java programmiert werden. Mit diesen Programmiersprachen können individuelle Änderungen an der ausgelieferten Standardsoftware durch den Kunden vorgenommen werden.

Ein Großteil der NetWeaver-basierenden Anwendungen werden ĂŒber die von SAP entwickelte Grafische BenutzeroberflĂ€che SAP GUI bedient. Je nach Komponente sind aber diverse weitere Clients möglich: Web-Browser, WAP, Java Web Start. Business One hat ebenfalls eine eigene PrĂ€sentationstechnologie. Erprobt werden derzeit auch die Möglichkeiten, inwieweit sich OpenOffice.org als Frontend fĂŒr R/3-generierte Berichte nutzen lĂ€ĂŸt.

Unter dem Markenzeichen Mendocino entwickelt SAP zusammen mit Microsoft eine Software, die beide Welten verbinden soll. Redundante Arbeitsschritte, die momentan noch jeweils in Desktop und GeschĂ€ftsanwendungen getĂ€tigt werden mĂŒssen, können so vermieden werden. Beispielsweise können EintrĂ€ge, die im Outlook-Kalender getĂ€tigt werden, ohne zusĂ€tzliche Interaktion des Benutzers in das SAP-Zeitmanagement-System einfließen. Die erste Programmversion soll im Q4 2005 verfĂŒgbar sein.

Computing Center Management System (CCMS) ist eine Managementsoftware von SAP. Sie bietet Werkzeuge zur Kontrolle und zum Monitoring eines Rechenzentrums in R/3.

Plattformen

R/3 bzw. mySAP unterstĂŒtzt serverseitig alle gĂ€ngigen Plattformen wie die AS/400 ( ISeries ), AIX , HP-UX , Solaris , Linux , z/OS sowie Windows NT . Die kleine Lösung Business One ist nicht plattformunabhĂ€ngig und unterstĂŒtzt derzeit nur Windows. Allerdings deutete die Vertriebsleiterin Donna Troy an, dass Linux "sehr helfen wĂŒrde".

Datenbanken

Der SAP Web Application Server als Basis der meisten SAP-Produkte unterstĂŒtzt viele der gĂ€ngigen Datenbanken , dazu gehören u.a. DB2 , Informix , MaxDB , Microsoft SQL-Server sowie Oracle . Die aktuell unterstĂŒtzten Betriebssystem/Datenbank-Kombinationen finden sich in der sog. Platform Availability Matrix (PAM), die der Kunde ĂŒber den Service-Marketplace einsehen kann.

Lizenzpolitik

Die Preis- bzw. Lizenzierungspolitik der SAP ist relativ komplex. Die Kosten der R/3- bzw. mySAP-Lizenz hĂ€ngen von der Anzahl der namentlich benannten User im System ab (Das Minimum der zu zahlenden User-Lizenzen ist abhĂ€ngig von der eingesetzten Lösung) und auch davon, welche Arbeiten im System verrichtet werden. Hinzu kommen zusĂ€tzlich kostenpflichtige Module (z. B. HR = Human Resources), Zusatzfunktionen, kostenpflichtiger Support und weitere Regeln fĂŒr die unterschiedlichen Produktlinien.

Vergleichsweise ĂŒbersichtlich sind dagegen die Lizenzbedingungen der kleinen ERP-Lösung Business One.

Siehe auch

  • Allgemein:
    • ERP , CRM , SCM , HCM
  • Produkte:
    • SAP R/3 , NetWeaver , ABAP , SAP Knowledge Warehouse , MaxDB (ehemals SAP DB) wird nun "betreut" von MySQL
  • SAP-Hilfesystem:
    • SAP-OSS
  • Forschungspartnerschaften

Literatur

  • Gerd Meissner: SAP - die heimliche Software-Macht. Wie ein mittelstĂ€ndisches Unternehmen den Weltmarkt eroberte. 2. Auflage. Hoffmann und Campe, Hamburg 1997, ISBN 3-455-11194-7

Weblinks

Wikipedia

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