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Letzte Änderung für Artikel Ulm-Jungingen: 19.02.2006 08:15

Ulm-Jungingen

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Wappen Karte
Lage Jungingen (Ulm) in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Landkreis : Ulm
Einwohner : 3.200
Fläche : 1400 ha
Postleitzahl : 89081
Vorwahl : 0731
Kfz-Kennzeichen : UL
UN/LOCODE : DE ULM
Adresse der
Stadtverwaltung:
Albstraße 6
89081 Ulm-Jungingen
Website: www.jungingen.ulm.de
Buslinien: 44, 45, 46, 47, 585
Politik
Ortsvorsteher : Christoph Schulz
ev. Kirche Ulm-Jungingen
ev. Kirche Ulm-Jungingen

Jungingen ist ein Stadtteil im Norden der Kreisfreien Stadt Ulm. Es grenzt an den Autobahnanschlussstellen Ulm-Ost und Ulm-West der Bundesautobahn 8 zwischen Stuttgart und M√ľnchen. Hier hat die Drogeriemarktkette M√ľller Ltd. & Co. KG ihr Zentrallager.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Anfänge

Nach dem durch den gro√üen Alemanneneinfall 259/260 n. Chr. der Limes √ľberrannt worden war und sich die R√∂mer zur√ľckgezogen hatten, lie√üen sich die Alemannen nach und nach in S√ľddeutschland nieder. Es wird angenommen, dass Jungingen um etwa 700 nach Christus herum besiedelt wurde. Ortsnamen mit der Endung "ingen" (was auf den alemannischen Hintergrund schlie√üen l√§sst), werden meist mit einem Personennamen gebildet. Im Falle Jungingens finden wir den Namen eine Oberhauptes oder Anf√ľhrers namens "Jungo". Alemannische Funde wurden in Jungingen bis heute jedoch nicht gemacht. Jungingen wird das erste Mal 1275 in einer Abgabenliste im Pfarrstellenbuch des Schw√§bischen Bistums Konstanz erw√§hnt. Mit den Abgaben, die Jungingen neben vielen anderen Orten leistete, wurde im Rahmen der Kreuzz√ľge eine Feldzug von Karl von Anjou im Auftrag des Papstes finanziert. Die Siedlung Jungingen entstand vermutlich um einen Maierhof herum. Es ist anzunehmen, dass es in der Junginger Umgebung mehrere kleine Siedlungen gab, die nach und nach in Jungingen aufgegangen sind, um mehr Fl√§che landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Noch heute erinnern Flurnamen an diese abgegangenen Orte. In den Jahren zwischen 1500 und 1800 vergr√∂√üerte Jungingen sich aufgrund einer entsprechenden Baupolitik nicht. Es gab zwar immer wieder Bauantr√§ge, diese wurden aber meist abgelehnt, da √ľberbaute Fl√§chen nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und somit nicht mehr mit Abgaben belegt werden konnten. Aus dem Jahr 1445 ist eine Dorfordnung aus Jungingen erhalten (die √§lteste im ulmischen Gebiet), welche das Zusammenleben im Ort regelte. Alle zwei Jahre wurde so ein Gremium gew√§hlt, welches sich zur H√§lfte aus Bauern und zur anderen H√§lfte aus Seldnern (landwirtschaftliche Hilfskr√§fte) bestand. 1601 wurde der Ulmer Rat auf die Ordnung aufmerksam und f√ľhrte die Ulmer Dorfordnung ein.

Jungingen im 17. Jahrhundert

Das 300 Einwohner ( Leibeigene ) starke Jungingen bestand aus ca. 40 bis 50 Wohn- und 11 Bauernh√§usern, welche mit Stroh bedeckt waren. Einzig das Dach der Kirche war nicht aus Stroh, was allerdings nicht verhinderte, dass es Mitte des 17. Jahrhunderts einst√ľrtze. Daraufhin bekam sie das noch heute erhaltene Zwiebeldach. Nach wie vor lebten die Junginger von der Landwirtschaft. Angebaut wurde auf Jungingens fruchtbaren Feldern Roggen , Dinkel , Hafer , Gerste und Flachs . Vieh wurde nur wenig gehalten. Neben den Landwirten gab es noch verschiedene Arten von Handwerkern (z.B. Schmiede oder Wagner ), welche aber meist einen landwirschaftlichen Nebenerwerb in ihrem Garten betrieben. Dazu gab es noch die Kr√§uterg√§rten, welche sich noch heute am s√ľdlichen Ortsausgang befinden. Es gab eine B√ľrgerwehr mit eigenem Sch√ľtzenheim, mehrere Brunnen, zur Wasserversorgung, ein Backhaus und √ľberdachte Waschstellen (Tr√∂ge neben den Brunnen). Zum Tr√§nken des Viehs gab es neben Tr√∂gen, die mit Wasser aus den Brunnen bef√ľllt wurden, noch drei oder vier Dorfteiche, genannt Lachen, welche umz√§unt waren. Wichtig waren die Lachen auch als L√∂schwasserresservoire. Einmal im Jahr wurden diese Lachen von den B√ľrgern gereinigt, da sie oft durch Mist verunreinigt wurden, wobei derjenige einen finanziellen Beitrag leisten musste, dessen Haus am n√§chsten an der Lache gelegen war. Zum Schutz gegen Wild und streunende Tiere war Jungingen umz√§unt. Wer es im evangelischen Jungingen vers√§umte den Gottesdienst zu besuchen, wurde verd√§chtigt, sektiererische Gedanken zu hegen. Nach den Predigten traf man sich im Wirtshaus und diskutierte den Gottesdienst, was aber schnell vom Ulmer Rat unterbunden wurde.

Napoleonische Zeit

Am 11. Oktober 1805 trafen vor Jungingen (bei Haslach) napol√©onische und √∂sterreichische Truppen in einem Vorgefecht der Schlacht von Elchingen aufeinander. Die √∂sterreichischen Truppen kamen √ľber Bayern, die napoleonischen √ľber G√ľnzburg und Augsburg in Richtung Ulm. Napoleon vermutete in Ulm die √∂sterreichische Hauptmacht und lie√ü eine Division unter General Dupont vom Gro√üen Gehrn (ein Wald n√∂rdlich von Jungingen) bis an die Blau aufstellen. Am 11. Oktober 1805 sollte Ulm angegriffen werden, Dupont musste aber feststellen, dass die √∂sterreichische Hauptmacht n√∂rdlich von Ulm, von B√∂fingen √ľber √Ėrlingen nach Jungingen stand. Dupont lie√ü sich entgegen seinen Befehlen auf einen Kampf gegen die √úbermacht ein. Die erhoffte Verst√§rkung kam zu sp√§t. Dennoch konnten die Franzosen die zahlenm√§√üige √úberlegenheit durch ihre bessere Ausbildung aufwiegen. Die √Ėsterreicher wurden aus Jungingen vertrieben und der Ort besetzt. Jedoch verloren die Franzosen den Ort aber wieder, nachdem die √Ėsterreicher ein neues Regiment in den Kampf einbrachen. Am h√§rtesten umk√§mpft war der Ortskern. Die evangelische Kirche wechselte an diesem Tag f√ľnfmal den Besitzer und wurde schwer besch√§digt. Bis 21 Uhr dauerten die K√§mpfe an diesem verregneten und verschneiten Tag und endeten in der Flucht der Franzosen. Es starben vermutlich 3000 Menschen, 1100 verwundete √∂sterreichische Soldaten wurden am n√§chsten Tag in Ulm gez√§hlt und die √Ėsterreicher erbeuteten 23 Artelleriewagen, neun Kanonen und 2 Fahnen. Gefangene wurden auf beiden Seiten gemacht. Besonders hervorgetan hatte sich auf √∂sterreichischer Seite der General Schwarzenberg, an den in Jungingen noch heute eine Stra√üe erinnert. Die Geschichte, dass Napolen in Oberhaslach in einem G√ľllefa√ü √ľbernachtet habe geh√∂rt ins Reich der Legende. Wahr ist aber, dass sich Napoleon in Oberhaslach aufgehalten hat und der B√§uerin einen Louis d'or , also ein Goldst√ľck geschenkt hat, welches sich noch heute im Besitz der Familie befindet. Die Sch√ľtzengr√§ben im Wald Gro√üer Gehrn stammen nicht, wie oft vermutet von 1805, sondern wurden 1800 w√§hrend des 2. Koalitionskrieges von oder gegen franz√∂sische Soldaten ausgehoben.

Jungingen wird bayrisch

Als Entsch√§digung f√ľr an Frankreich verlorene Gebiete erhielt das Kurf√ľrstentum Bayern Ulm. Die Junginger Bev√∂lkerung d√ľrfte das allerdings nur am Rande interessiert haben, als sie vom Ende der Ulmer Reichshoheit und von der Eingliederung nach Bayern im Jahr 1802 erfuhren, da sich f√ľr sie nur wenig ver√§nderte. Acht Jahre sp√§ter im Jahre 1810 wurde Jungingen dann schlie√ülich w√ľrttembergisch.

Der erste Weltkrieg

Im ersten Weltkrieg wurden 73 Junginger eingezogen von denen 31 nicht zur√ľckkehrten. Da bef√ľrchtet wurde, dass Ulm Schauplatz des Krieges und als Garnisonsstadt Ziel feindlicher Angriffe werden k√∂nne, erschienen 5. August 1914 1300 Arbeiter und 250 Ersatzreservisten, um Gr√§ben auszuheben, Unterst√§nde und Bunker zu bauen. Die Gr√§ben wurden bald wieder zugesch√ľttet, als klar wurde, dass der Krieg nicht nach Jungingen kommen w√ľrde und 1916 wurden ein gro√üteil der Unterst√§nde gesprengt, da man sie nicht auf den Feldern haben wollte. 1920 wurde an der n√∂rdlichen Friedhofsmauer ein Denkmal f√ľr die Gefallenen und Vermissten angebracht. Dieses wurde aber sp√§ter bei Renovierungsarbeiten abgenommen.

Jungingen bis heute

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl Jungingens durch hinzuziehende Kriegsfl√ľchtlinge im Besonderen aus Ungarn um fast das doppelte. Da es sich bei dem Gro√üteil der Zugezogenen um Katholiken handelte wurde 1964 eine katholische Kirche eingeweiht. 1971 wurde Jungingen nach Ulm eingemeindet, woraufhin die Einwohnerzahl durch ein Neubaugebiet wieder anstieg, eine Mehrzweckhalle gebaut wurde und die Kanalisation mit der der Stadt Ulm zusammengeschlossen wurde. Es entstanden neue Gemeindeh√§user der Kirchengemeinden , ein neuer Kindergarten und ein L√§rmschutzwall zur Abd√§mmung des L√§rms der naheliegenden Eisenbahn.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten Jungingens geh√∂rt die evangelische Kirche mit ihrem markanten Zwiebelturm und die Schapfenm√ľhle, Ulms zweit√§ltester Betrieb.

Mit dem Henninger Turm "streitet" sich das neue (2005) Getreidesilo Schapfenm√ľhle um den Titel des h√∂chsten Getreidesilos der Welt, da der Henninger Turm zwar h√∂her ist, aber nicht mehr als Silo verwendet wird. Das Silo ist mit seinen 114,6 m das dritth√∂chste Bauwerk der Ulmer Umgebung (nach dem Fernmeldeturm Ermingen mit 162 und dem Ulmer M√ľnster mit 161,53 m), aber das zweith√∂chste Geb√§ude.

Vereine

  • Sportverein SV Jungingen Homepage
    Geschäftsstelle
    Lehrer Straße 1
    89081 Ulm-Jungingen
  • Musikverein Jungingen
  • Gesangsverein Jungingen

Bildung

Schulen

  • Gutenberg Grundschule
    Gutenberg Hauptschule mit Werkrealschule

Kindergärten

  • Evangelischer Kindergarten "Fr√∂belstra√üe"
  • Evangelischer Kindergarten "Unterer Br√ľhl"
  • St√§dtischer Kindergarten

Kirchengemeinden

  • Evangelische Gemeinde "Peter und Paul"
  • Katholische Gemeinde " St. Josef "

Museen

  • Heimatgeschichtliche Sammlung Jungingen im alten Feuerwehrhaus

Sendeanlage des S√ľdwestrundfunks

Mittelwellesendemast am Ortsrand
Mittelwellesendemast am Ortsrand


Koordinaten: 48¬į 26' 32" N, 9¬į 58' 52" O

N√∂rdlich von Ulm-Jungingen betreibt der SWR bei 48¬į26'32" n√∂rdlicher Breite und 9¬į58'52" √∂stlicher L√§nge eine Sendeanlage f√ľr Mittelwelle (Frequenz 711 kHz, Sendeleistung 5 Kilowatt) zur Verbreitung des Programms SWR.ContRa. Als Sendeantenne wird ein gegen Erde isolierter abgespannter Stahlfachwerkmast mit quadratischem Querschnitt verwendet.

Weblinks

Literatur

Dr. Thomas Hirth: Jungingen - Das Dorf und seine Menschen. Heimatgeschichtliche Sammlung Jungingenn Vorlage:Kandidat (Lesenswert)

Informationen aus der Umgebung

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Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
M√∂venpick 89231 Neu-Ulm http://www.moevenpick-ulm.com/  0731 / 80110
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Landgasthof Hirsch Minotel 89233 Neu-Ulm http://www.hirsch-nu.de/   0731 / 970744
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Silence-Landhof Meinl 89233 Neu-Ulm http://www.landhof-meinl.de/  0731 / 70520
Zur Post 89233 Neu-Ulm http://www.post-schwaighofen.de/  0731 / 97670
Hotel Stern 89073 Ulm http://www.hotelstern.de  0731 / 1552-0
Hotel Goldenes Rad Ulm 89073 Ulm http://www.goldenes-rad.com  0731 / 800-184
Hotel-Gasthof Hirsch 89081 Ulm http://www.hirsch-ulm.de  0731 / 937 93 0
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Brauhaus Barf√ľ√üer 89231 Neu-Ulm http://www.barfuesser-brauhaus.de/  0731 / 974480
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