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Letzte Änderung für Artikel Hohe Karlsschule: 02.12.2005 17:44

Hohe Karlsschule

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Die Hohe Karlsschule in Stuttgart (auch "Carlsschule Stuttgart") wurde 1745 von Herzog Karl Eugen (W├╝rttemberg) als milit├Ąrische Pflanzschule gegr├╝ndet und befand sich anfangs im herzoglichen Lustschloss Solitude. 1795 kam sie in den Bereich hinter dem Neuen Schlo├č. Das Gel├Ąnde ist auf einer Schautafel neben dem Akademiebrunnen dargestellt. Ab 1781 war sie "Karls Hohe Schule" und wurde 1794 von Herzog Ludwig Eugen wieder geschlossen. Sie diente als Milit├Ąrakademie , Kunstakademie und sp├Ąter als Allgemeine Hochschule und war als Eliteschule f├╝r S├Âhne aus angesehenen w├╝rttembergischen Familien gedacht, um sie in unbedingtem Gehorsam an den Hof zu binden und zur F├╝hrungselite heranzubilden.

Ber├╝chtigt war sie f├╝r ihre autorit├Ąren Erziehungsmethoden, die den Widerstand mancher Sch├╝ler provozierten. F├╝r die Z├Âglinge herrschte Uniformzwang. Per├╝ckentragen war Vorschrift.

Modell neben dem Akademiebrunnen
Modell neben dem Akademiebrunnen

Nach den ├╝berlieferten Dokumenten l├Ąsst sich f├╝r die Sch├╝ler auf Solitude folgender Tagesablauf rekonstruieren:

Aufstehen sommers 5 Uhr, winters 6 Uhr, danach Musterung, Rapport, Fr├╝hst├╝ck, danach Unterricht 7-11 Uhr,11-12 Uhr Monturs├Ąubern und Musterung durch den Herzog. 13 Uhr Mittagessen, anschlie├čend abteilungsweiser Spaziergang in Gegenwart von Aufsehern und erneut Unterricht von 14-18 Uhr. An eine Erholungsstunde von 18-19 Uhr schlossen sich Musterung, Rapport und Abendessen um 19.30 Uhr an. Schlafengehen war f├╝r 21 Uhr anberaumt. An Sonntagen waren gr├Â├čere Spazierg├Ąnge unter Aufsicht von Offizieren m├Âglich. Besuche der Angeh├Ârigen wurden ebenso selten gestattet wie Urlaub. Ferien gab es keine.(Zit. n. Heinz Stade: Unterwegs zu Schiller. Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 2005. S. 34)
Hohe Karlsschule hinter dem Neuen Schloss
Hohe Karlsschule hinter dem Neuen Schloss

1775 wurde die Schule nach Stuttgart verlegt, 1781 von Kaiser Joseph II. zur Universit├Ąt ernannt, aber nach dem Tod Herzog Karl Eugens von dessen Bruder und Nachfolger Ludwig Eugen (W├╝rttemberg) 1794 aufgel├Âst. Das hinter dem Neuen Schloss gelegene Schulgeb├Ąude wurde im Zweiten Weltkrieg gr├Â├čtenteils von Bomben zerst├Ârt und 1959 restlos abgerissen, heute steht dort das Landtagsgeb├Ąude.

Zu den Sch├╝lern der Hohen Karlsschule z├Ąhlten au├čer Friedrich Schiller der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker (der auch als Professor an der Karlsschule lehrte), der Maler Joseph Anton Koch und der Arzt und politische Publizist Johann Georg Kerner .

  • Weitere bekannte Sch├╝ler und Lehrer: Johann Heinrich Ferdinand Autenrieth , Johann Rudolf Zumsteeg , Antonio Boroni , Ferdinando Mazzanti , Ludwig Abeille , Johann Gottlieb S├Ąmann , Christian Zais , Adam Albert Graf Neipperg , Gottlieb Schick , Georges Cuvier , Johann Christoph Friedrich Haug , Nikolaus Friedrich von Thouret .

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