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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Donaueschingen: 04.02.2006 23:36

Landkreis Donaueschingen

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Wappen
Das Wappen des Landkreises Donaueschingen
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : S√ľdbaden
Verwaltungssitz : Donaueschingen
Fläche : 770 km²
Einwohner : 76.400 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte : 99 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen : DS
Kreisgliederung: 59 Gemeinden
darunter 8 Städte
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-DS.png

Der Landkreis Donaueschingen war ein Landkreis in Baden-W√ľrttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel√∂st wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Donaueschingen lag im S√ľdwesten Baden-W√ľrttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Norden Villingen, Rottweil, Tuttlingen, Stockach, Konstanz, Kanton Schaffhausen ( Schweiz ), Waldshut, Hochschwarzwald und Emmendingen.

Geografisch hatte der Landkreis Donaueschingen Anteil an den Ausläufern des Schwarzwaldes und des Schwäbischen Alb. Das mittlere Kreisgebiet zählte zur Landschaft Baar. Die Kreisstadt Donaueschingen lag etwa in der Mitte des Kreisgebiets.

Geschichte

Das Gebiet des sp√§teren Landkreises Donaueschingen geh√∂rte vor 1800 zu verschiedenen Herrschaften, darunter das F√ľrstentum F√ľrstenberg. 1806 kam das Gebiet an Baden, das zun√§chst mehrere √Ąmter , darunter die √Ąmter bzw. Bezirks√§mter Blumberg, Br√§unlingen, H√ľfingen, M√∂hringen und Triberg bildete, die sich im Laufe der Geschichte mehrmals ver√§nderten bzw. teilweise aufgel√∂st wurden. Aus dem Amt H√ľfingen ging 1844 das Amt Donaueschingen hervor, das zum Seekreis geh√∂rte. Das Amt Triberg geh√∂rte seinerzeit zum Oberrheinkreis. Ab 1864 geh√∂rten beide im sp√§teren Kreisgebiet noch bestehenden Bezirks√§mter zum Landeskommiss√§rbezirk Konstanz . 1924 wurde das Bezirksamt Triberg aufgel√∂st und einige Gemeinden kamen zum Bezirksamt Donaueschingen. 1936 kamen weitere Gemeinden zum Bezirksamt Donaueschingen, doch gab es auch einige Gemeinden ab und 1939 erhielt dieses die Bezeichnung Landkreis Donaueschingen.

Nach der Bildung des Landes Baden-W√ľrttemberg 1952 geh√∂rte der Landkreis Donaueschingen zum Regierungsbezirk S√ľdbaden. Durch die Gemeindereform ab 1970 ver√§nderte sich das Kreisgebiet in mehreren F√§llen. Zun√§chst vereinigte sich am 1. Januar 1971 die Gemeinde Nordhalden, Landkreis Konstanz mit der Stadt Blumberg und wechselte somit den Landkreis. Am 1. September 1971 wurden die Gemeinden Biesingen, Oberbaldingen und √Ėfingen, am 1. Januar 1972 die Gemeinden Hochemmingen und Sunthausen und am 1. April 1972 die Gemeinde Unterbaldingen mit der Stadt Bad D√ľrrheim, Landkreis Villingen, und verlie√üen damit den Landkreis Donaueschingen. Am 1. April 1972 verlie√ü die Gemeinde Tannheim ebenfalls den Landkreis Donaueschingen, als diese in die am 1. Januar 1972 neu gebildete Stadt Villingen-Schwenningen eingegliedert wurde.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Donaueschingen aufgel√∂st. Seine Gemeinden gingen √ľberwiegend im neu gebildeten Schwarzwald-Baar-Kreis auf, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Donaueschingen wurde. Einige Gemeinden wurde dem vergr√∂√üerten Landkreis Tuttlingen angegliedert. Je eine Gemeinde kam zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und zum Landkreis Konstanz. Alle Kreise geh√∂ren seitdem zum Regierungsbezirk Freiburg.

Politik

Landrat

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Bezirksamts bzw. Landkreises Donaueschingen 1844 - 1972 :

  • 1844 - 1849 : Karl Leo
  • 1849 - 1852 : Johann Speer
  • 1852 - 1854 : August W√§nker
  • 1854 : Felix Behagel, Amtsverweser
  • 1855 - 1861 : Johann Nepomuk
  • 1861 - 1866 : Karl Haas
  • 1866 - 1870 : Carl Lang
  • 1871 - 1877 : Alexander Wallau
  • 1877 - 1881 : Richard Bensinger
  • 1881 - 1887 : Karl Heil
  • 1887 : Julius Becker
  • 1887 - 1888 : Franz Weber
  • 1888 - 1891 : Albert Muth
  • 1891 - 1896 : Karl Krems
  • 1896 - 1899 : Moritz Seubert
  • 1899 - 1900 : Eduard Seldner
  • 1901 - 1904 : Otto Flad
  • 1904 - 1913 : Lukas Strauss
  • 1914 - 1920 : Alexander Schaible (ab1914 von Georg Herrmann und ab 1918 von Theodor Leutwein vertreten)
  • 1920 - 1922 : Otto Weitzel
  • 1922 - 1928 : Gustav W√∂hrle
  • 1928 - 1933 : Friedrich Pfaff
  • 1933 - 1934 : Johannes Duntze
  • 1934 - 1937 : Felix Becker
  • 1937 - 1945 : Rudolf Binz
  • 1945 : Erwin Trippel (Amtsverweser)
  • 1945 : Max Egon Prinz zu F√ľrstenberg
  • 1945 : Fritz Mauthe
  • 1945 - 1972 : Robert Lienhart

Wappen

Das Wappen des Landkreises Donaueschingen zeigte in einem von Blau und Gold gespaltenen Schild vorne drei goldene √Ąhren nebeneinander, hinten √ľbereinander zwei schwarze Zahnr√§der. Das Wappen wurde vom Innenministerium Baden-W√ľrttemberg am 11. Juni 1956 verliehen.

Die Wappensymbole stehen f√ľr die Landwirtschaft und die Industrie im Kreisgebiet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f√ľhrte keine Bundesautobahn . Daher wurde der Kreis nur durch die Bundesstra√üe B 31 und mehrere Kreisstra√üen erschlossen.

Städte und Gemeinden

Zum Landkreis Donaueschingen gehörten ab 1936 zunächst 51 Gemeinden und 8 Städte.

Am 7. M√§rz 1968 stellte der Landtag von Baden-W√ľrttemberg die Weichen f√ľr eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St√§rkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m√∂glich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr√∂√üeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Donaueschingen machte am 1. April 1970 die Gemeinde Sumpfohren, die sich mit der Stadt H√ľfingen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Donaueschingen schlie√ülich 1973 aufgel√∂st wurde.

Größte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Donaueschingen, kleinste Gemeinde war Mistelbrunn.

Die Gemeinden des Landkreises Donaueschingen vor der Gemeindereform.

fr√ľhere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis Einwohnerzahl
am 6. Juni 1961
Aasen Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 760
Achdorf Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 452
Aulfingen Geisingen Tuttlingen 492
Behla H√ľfingen Schwarzwald-Baar-Kreis 290
Biesingen Bad D√ľrrheim Schwarzwald-Baar-Kreis 359
Blumberg, Stadt Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 5.883
Bräunlingen, Stadt Bräunlingen Schwarzwald-Baar-Kreis 3.142
Döggingen Bräunlingen Schwarzwald-Baar-Kreis 810
Donaueschingen, Stadt Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 10.715
Emmingen ob Egg Emmingen-Liptingen Tuttlingen 1.197
Epfenhofen Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 294
Eßlingen Tuttlingen Tuttlingen 260
F√ľrstenberg, Stadt H√ľfingen Schwarzwald-Baar-Kreis 358
F√ľtzen Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 758
Furtwangen, Stadt Furtwangen im Schwarzwald Schwarzwald-Baar-Kreis 7.404
Geisingen, Stadt Geisingen Tuttlingen 1.878
Gr√ľningen Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 387
G√ľtenbach G√ľtenbach Schwarzwald-Baar-Kreis 1.506
Gutmadingen Geisingen Tuttlingen 682
Hammereisenbach-Bregenbach Vöhrenbach Schwarzwald-Baar-Kreis 481
Hattingen Immendingen Tuttlingen 585
Hausen vor Wald H√ľfingen Schwarzwald-Baar-Kreis 342
Heidenhofen Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 197
Hintschingen Immendingen Tuttlingen 230
Hochemmingen Bad D√ľrrheim Schwarzwald-Baar-Kreis 453
Hondingen Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 450
Hubertshofen Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 221
H√ľfingen, Stadt H√ľfingen Schwarzwald-Baar-Kreis 3.441
Immendingen Immendingen Tuttlingen 3.265
Ippingen Immendingen Tuttlingen 318
Kirchen und Hausen
bzw. Kirchen-Hausen
Geisingen Tuttlingen 669
Kommingen Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 230
Langenbach Vöhrenbach Schwarzwald-Baar-Kreis 230
Leipferdingen Geisingen Tuttlingen 710
Linach Furtwangen im Schwarzwald Schwarzwald-Baar-Kreis 170
Mauenheim Immendingen Tuttlingen 321
Mistelbrunn Bräunlingen Schwarzwald-Baar-Kreis 64
Möhringen, Stadt Tuttlingen Tuttlingen 2.576
Mundelfingen H√ľfingen Schwarzwald-Baar-Kreis 640
Neudingen Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 697
Neukirch Furtwangen im Schwarzwald Schwarzwald-Baar-Kreis 799
Oberbaldingen Bad D√ľrrheim Schwarzwald-Baar-Kreis 644
√Ėfingen Bad D√ľrrheim Schwarzwald-Baar-Kreis 647
Pfohren Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 974
Riedböhringen Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 723
Riedöschingen Blumberg (Schwarzwald) Schwarzwald-Baar-Kreis 797
Rohrbach im Schwarzwald Furtwangen im Schwarzwald Schwarzwald-Baar-Kreis 386
Schönenbach Furtwangen im Schwarzwald Schwarzwald-Baar-Kreis 585
Stetten Engen Konstanz 245
Sumpfohren H√ľfingen Schwarzwald-Baar-Kreis 234
Sunthausen Bad D√ľrrheim Schwarzwald-Baar-Kreis 556
Tannheim Villingen-Schwenningen Schwarzwald-Baar-Kreis 897
Unadingen Löffingen Breisgau-Hochschwarzwald 731
Unterbaldingen Bad D√ľrrheim Schwarzwald-Baar-Kreis 494
Unterbränd Bräunlingen Schwarzwald-Baar-Kreis 172
Vöhrenbach Vöhrenbach Schwarzwald-Baar-Kreis 2.418
Waldhausen Bräunlingen Schwarzwald-Baar-Kreis 131
Wolterdingen Donaueschingen Schwarzwald-Baar-Kreis 1.077
Zimmern Immendingen Tuttlingen 326

Wikipedia

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