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Letzte Änderung für Artikel Donaueschingen: 20.02.2006 00:58

Donaueschingen

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Wappen Karte
Bild:Wappen Ds.jpg Deutschlandkarte, Position von Donaueschingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : Schwarzwald-Baar-Heuberg
Landkreis : Schwarzwald-Baar-Kreis
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 47┬░ 57' N, 08┬░ 30' O
47┬░ 57' N, 08┬░ 30' O
H├Âhe : 677 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 104,63 km┬▓
Einwohner : 21.513 (31. Dezember 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 206 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 8,7 %
Postleitzahlen : 78151 - 78168 (alt: 7710)
Vorwahl : 0771
Kfz-Kennzeichen : VS
Gemeindeschl├╝ssel : 08 3 26 012
Stadtgliederung: Kernstadt und
7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
78166 Donaueschingen
Offizielle Website: www.donaueschingen.de
E-Mail-Adresse: stadt@donaueschingen.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Thorsten Frei (CDU)

Donaueschingen ist eine Stadt im S├╝dwesten von Baden-W├╝rttemberg. Sie ist nach der etwa 13 km n├Ârdlich gelegenen Kreisstadt Villingen-Schwenningen die zweitgr├Â├čte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises und ein Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, zu dessen Mittelbereich noch die Gemeinden Blumberg , Br├Ąunlingen und H├╝fingen geh├Âren. Die Einwohnerzahl Donaueschingens ├╝berschritt 1992 die 20.000-Einwohnergrenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt , was die Landesregierung von Baden-W├╝rttemberg dann mit Wirkung vom 1. Juli 1993 beschloss. Die Stadt ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands "Donaueschingen", dem die St├Ądte Br├Ąunlingen, Donaueschingen und H├╝fingen angeh├Âren. Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 war Donaueschingen Kreisstadt des Landkreises Donaueschingen (Kfz.-Kennzeichen DS) und geh├Ârt seitdem zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die n├Ąchstgr├Â├čeren St├Ądte sind neben Villingen-Schwenningen noch Tuttlingen, etwa 24 km ├Âstlich, Singen (Hohentwiel) etwa 34 km s├╝d├Âstlich und das in der Schweiz gelegene Schaffhausen, etwa 30 km s├╝dlich von Donaueschingen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt auf dem Hochplateau der Baar, am Ostrand des s├╝dlichen Schwarzwaldes in einer Talfalte der Brigach, deren Zusammenfluss mit der Breg in der N├Ąhe von Donaueschingen als der eigentliche Beginn der Donau gilt. Eine gefasste Karstaufsto├čquelle im Schlosspark wird als "Donauquelle" bezeichnet.

Der Musikantenbrunnen in Donaueschingen, vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg erschaffen. Fotograf: Roland Nonnenmacher
Der Musikantenbrunnen in Donaueschingen, vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg erschaffen. Fotograf: Roland Nonnenmacher

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Donaueschingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:
V├Âhrenbach, Brigachtal, Bad D├╝rrheim (alle Schwarzwald-Baar-Kreis), Geisingen (Landkreis Tuttlingen) sowie Blumberg , H├╝fingen und Br├Ąunlingen (alle Schwarzwald-Baar-Kreis).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet besteht aus der Kernstadt , den in den 1930er Jahren eingegliederten Orten Allmendshofen und Aufen und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Aasen, Gr├╝ningen, Heidenhofen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen.

Die zuletzt eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von ┬ž 67ff der Gemeindeordnung , das hei├čt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu w├Ąhlenden Ortschaftsrat , mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Zahl der Ortschaftsr├Ąte betr├Ągt je nach Einwohnerzahl zwischen sechs und zehn.

Zu einigen Stadtteilen geh├Âren weitere r├Ąumlich getrennte Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:

  • zur Kernstadt: D├╝rrheimer Landstra├če, Fohrenh├Âfe und In den Tannen├Ąckern, J├Ągerhaus, Karlsruher Kindersolbad sowie Bruch- und Schluchsiedlung und Neue Heimat
  • zu Neudingen: Auf Teil, Gnadental und Mariahof
  • zu Pfohren: Immenh├Âfe
  • zu Wolterdingen: Hintere Schand, Letten├Ącker und Zindelstein

Geschichte

Donaueschingen um 1900
Donaueschingen um 1900

Donaueschingen wurde 889 als "Esginga" erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Von 1101 bis ins 15. Jahrhundert geh├Ârte der Ort zu einer ├Ârtlichen Adelsfamilie, die vermutlich Dienstleute der Reichenau waren. Im 13. Jahrhundert waren es die Herren von Blumberg, die ├╝ber den Ort herrschten, dann folgten bis 1465 die Ritter von Stein.

Schon im Jahr 1283 belehnte Rudolf von Habsburg den Grafen Heinrich von F├╝rstenberg mit der Grafschaft Baar und Donaueschingen. Damit war auch das Recht verbunden, Bier zu brauen. Hier hat die F├╝rstlich F├╝rstenbergische Brauerei ihren Ursprung.

Im Jahre 1488 ging der Ort Donaueschingen durch Kauf in den Besitz der Grafen von F├╝rstenberg ├╝ber. 1653 w├Ąhlte Ferdinand Friedrich von F├╝rstenberg Donaueschingen als Residenz. Seit 1716 ist der Ort Hauptsitz der F├╝rsten von F├╝rstenberg . 1801 wurde Donaueschingen Sitz eines Obervogteiamtes der Herrschaft F├╝rstenberg. Doch kam der Ort im Jahr 1806 an das Gro├čherzogtum Baden und wurde ein Jahr sp├Ąter Sitz eines Amtes, das jedoch 1810 wieder aufgel├Âst wurde. Daf├╝r erhielt Donaueschingen 1810 das Stadtrecht. 1813 wurde das Amt Donaueschingen wieder errichtet, 1818 erneut aufgel├Âst und 1849 zum zweiten Mal wieder errichtet und sp├Ąter zum Bezirksamt erhoben. 1908 fiel ein gro├čer Teil der Stadt einem Brand zum Opfer. Aus dem Bezirksamt Donaueschingen ging 1939 der Landkreis Donaueschingen hervor, der bei der Kreisreform 1973 aufgel├Âst wurde. Die meisten seiner Gemeinden und mit ihm die Kreisstadt Donaueschingen wurden dem neu gebildeten Schwarzwald-Baar-Kreis zugeordnet. Infolge der Eingliederung von sieben Nachbargemeinden entwickelte sich Donaueschingen zur zweitgr├Â├čten Stadt des Kreises und wurde schlie├člich 1993 zur Gro├čen Kreisstadt erhoben.

Auch die Stadtteile Donaueschingens haben eine lange Geschichte. Sie geh├Ârten meist zum F├╝rstentum F├╝rstenberg und kamen 1806 an Baden. Zun├Ąchst zum Oberamt H├╝fingen, 1813 zum Amt Donaueschingen, 1819 wieder zum Amt H├╝fingen und seit 1849 erneut zum Amt Donaueschingen, sp├Ąter Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Gr├╝ningen kam jedoch erst 1936 zum Bezirksamt Donaueschingen.

  • Aasen wurde 973 als "Usin" erstmals erw├Ąhnt. Ab 1094 ist ein ├Ârtlicher Adel genannt, von deren Burg ist aber nur noch der Burgstall erhalten.
  • Allmendshofen wurde 870 als "Aleuuigeshouun" erstmals erw├Ąhnt. Auch hier ist ein Ortsadel genannt, von deren Burg jedoch nichts mehr erhalten ist. Wohl ├╝ber die Herrschaft Blumberg und von Schellenberg kam der Ort an F├╝rstenberg.
  • Aufen wurde 889 als "Uffheim" erstmals erw├Ąhnt. Es handelt sich wohl um einen Ausbauort von Donaueschingen, der im 14. Jahrhundert in Unteraufen (sp├Ąter Niederaufen), Suntheim und Oberaufen aufgeteilt war. ├ťber Barbara von Habsberg gelangte der Ort mit Donaueschingen 1488 an die Herren von F├╝rstenberg.
  • Gr├╝ningen wurde 1109 als "Gr├Âningen" erstmals erw├Ąhnt. Im 13. Jahrhundert gab es einen Ortsadel, doch gelangte der Ort dann an F├╝rstenberg und mit dem Verkauf von Villingen 1326 an ├ľsterreich (Vorder├Âsterreich). 1805 kam Gr├╝ningen an W├╝rttemberg und wurde 1806 im Tausch an Baden abgegeben. Der Ort geh├Ârte dann zum Obervogteiamt bzw. Bezirksamt Villingen und kam erst 1936 an das Bezirksamt/Landkreis Donaueschingen.
  • Heidenhofen wurde 759 /60 als "Heidinhova" erstmals erw├Ąhnt. Das Kloster St. Gallen hatte Besitzungen. Im 10. Jahrhundert gelangte der Ort an die Reichenau. 1447 wurde Heidenhofen an die Herrschaft F├╝rstenberg verkauft.
  • Hubertshofen wurde 1440 als "Humbrachtzhoven" erstmals erw├Ąhnt. Anders als die anderen Stadtteile geh├Ârte Hubertshofen zur Nachbargemeinde Br├Ąunlingen und teilte die Geschicke mit dieser Stadt. Bis 1805 blieb der Ort daher ├Âsterreichisch. Die F├╝rstenberger erkannten sp├Ątestens 1686 die Landeshoheit ├╝ber den Ort an. 1805 an W├╝rttemberg kam Hubertshofen 1806 an Baden und war dann zun├Ąchst dem Amt Villingen, ab 1813 dem Amt H├╝fingen, 1832 dem Stabsamt und 1840 dem Amt Villingen zugeordnet, kam dann aber 1849 zum Amt Donaueschingen.
  • Neudingen wurde 870 als "Niginga" erstmals erw├Ąhnt. Der Ort war wohl Mittelpunkt eines K├Ânigsguts in der Baar. 949 wurde der Ort an die Reichenau verschenkt. Ab 1108 ist eine Adelsfamilie genannt, doch kam der Ort Anfang des 13. Jahrhunderts an F├╝rstenberg. Von hier aus wurde die Burg F├╝rstenberg angelegt. Eine Tiefburg wurde 1503 an das Kloster Mariahof verkauft. Der zu Neudingen geh├Ârige Weiler Mariahof wurde 1274 als "Capella dicta super Curiam" erstmals erw├Ąhnt. Wohl im 13. Jahrhundert wurde ein Kloster gegr├╝ndet. Die Klosterkirche wurde 1274 von der Neudinger Pfarrkiche getrennt. Anschlie├čend wurde das Kloster durch Beginen aus Neudingen besiedelt. Das Nonnenkloster stand unter den Dominikanern aus Rottweil. 1337 wurde das Kloster als Grablege der F├╝rstenberger gew├Ąhlt. W├Ąhrend der Reformation wurde das Kloster aufgegeben, 1562 bzw. 1584 jedoch wieder besiedelt und dem Kloster Fiedenweiler inkorpiert. 1802 wurde es s├Ąkularisiert und 1852 wurde die Kirche durch einen Brand zerst├Ârt. Daraufhin errichteten die F├╝rstenberger dort eine Gruftkirche.
  • Pfohren wurde 817 als "ad Forrun" erstmals erw├Ąhnt. Anf├Ąnglich hatte das Kloster St. Gallen Besitzungen, ab 1086 ist eine Adelsfamilie genannt. Wohl ├╝ber die Z├Ąhringer kam der Ort im 13. Jahrhundert an die F├╝rstenberger.
  • Wolterdingen wurde 772 als "Wuldartingas" erstmals erw├Ąhnt. Im 10. Jahrhundert wurde der Ort an die Reichenau verschenkt. Um 1102 ist ein Ortadel genannt. Schon fr├╝h war Wolterdingen wohl ├╝ber die Wartenberger an die F├╝rstenberger gekommen. Diese gaben den Ort an die Tusser von Lanzenhofen zu Lehen, l├Âsten ihn jedoch vor 1450 wieder ein. Der zu Wolterdingen geh├Ârige Weiler Zindelstein wurde 1225 als "Sindelstein" erstmals erw├Ąhnt. Der kleine Ort kam schon fr├╝h an die F├╝rstenberger, wurde dann aber mehrmals an verschiedene Herrschaften zu Lehen gegeben. 1525 wurde der Ort im Bauernkrieg zerst├Ârt. 1533 erwarben die F├╝rtenberger nur noch Ruinen. Zu jener Zeit waren auch drei Maierh├Âfe hier genannt. Im 17. Jahrhundert gab es nur noch einen Hof der im 30-j├Ąhrigen Krieg abging. Die G├╝ter wurden dann im 17. Jahrhundert mehrfach verliehen. Hieraus entstanden dann die heutigen Ober- und Unterzindelstein.

Eingemeindungen

In die Stadt Donaueschingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

  • 1933 : Allmendshofen
  • 1935 : Aufen
  • 1. Dezember 1971 : Wolterdingen
  • 1. Januar 1972 : Gr├╝ningen, Pfohren
  • 1. Februar 1972 : Aasen
  • 1. April 1972 : Heidenhofen
  • 1. Juli 1972 : Hubertshofen
  • 1. Januar 1975 : Neudingen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1750 1.800
1812 2.032
1830 3.023
1852 3.012
1860 2.980
1. Dezember 1871 3.109
1. Dezember 1880 ┬╣ 3.522
1. Dezember 1900 ┬╣ 3.758
1. Dezember 1910 ┬╣ 4.077
16. Juni 1925 ┬╣ 5.002
16. Juni 1933 ┬╣ 6.260
17. Mai 1939 ┬╣ 8.901
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ┬╣ 7.941
6. Juni 1961 ┬╣ 10.715
27. Mai 1970 ┬╣ 11.648
31. Dezember 1975 17.578
31. Dezember 1980 17.762
27. Mai 1987 ┬╣ 18.196
31. Dezember 1990 19.341
31. Dezember 1992 20.141
31. Dezember 1995 20.716
31. Dezember 2000 21.265
30. Juni 2005 21.434
31. Dezember 2005 21.513

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Religionen

Donaueschingen geh├Ârte zun├Ąchst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "vor der Wald" zugeordnet. Da die Landesherren, die F├╝rsten von F├╝rstenberg die Reformation nicht einf├╝hrten, blieben Donaueschingen und sein Umland bis ins 19. Jahrhundert ├╝berwiegend katholisch. Ebenso Gr├╝ningen, das jedoch 1326 an Vorder├Âsterreich kam und 1805 ├╝ber W├╝rttemberg 1806 an Baden kam. Seit 1821 bzw. 1827 geh├Âren die katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet zum Erzbistum Freiburg und waren zun├Ąchst dem Landkapitel Villingen zugeordnet. Seit 1933 war Donaueschingen Sitz eines Landkapitels. Das Dekanat Donaueschingen wurde 1977 errichtet. Zu ihm geh├Âren alle heutigen katholischen Pfarreien im Stadtgebiet. Sie sind zu drei verschiedenen Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen umfasst die beiden Pfarreien St. Johann (Kirche von 1724 /47 mit Filialkirche St. Jakobus Allmendshofen, erbaut 1721 (mit ├Ąlterem Chor) und St. Marien (Kirche von 1927 /28) mit Filialkirche St. Vitus Aufen, erbaut 1756 . Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Wolterdingen umfasst die Gemeinden St. Kilian Wolterdingen (Kirche 1903 im neugotischen Stil erbaut), St. Mauritius Gr├╝ningen (Kirche aus dem 14. Jahrhundert und Turm aus dem 16. Jahrhundert) und St. Sebastian Hubertshofen (Kirche aus dem 17. /18. Jahrhundert mit Erweiterung von 1885) . Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Pfohren umfasst die Gemeinden St. Johannes d. T. Pfohren (Kirche von 1767 neu errichtet), St. Blasius Aasen (Kirche aus dem Jahr um 1100 , 1725 /26 barock erweitert), St. Hilarius Heidenhofen (Kirche aus dem 15. Jahrhundert ) und St. Andreas Neudingen (Kirche aus dem sp├Ąten 18. Jahrhundert ).

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Donaueschingen. 1875 wurde die evangelische Kirchengemeinde gegr├╝ndet. Eine eigene Kirche wurde 1912 erbaut. Diese wurde im 2. Weltkrieg zerst├Ârt und 1949 wieder aufgebaut. Zur Evangelischen Kirchengemeinde Donaueschingen geh├Âren heute auch die Protestanten der Stadtteile Aasen, Gr├╝ningen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen. Die Protestanten des Stadtteils Heidenhofen und des zu Pfohren geh├Ârigen Weilers Immenh├Âfe geh├Âren zur Nachbarkirchengemeinde Oberbaldingen und Biesingen (Stadt Bad D├╝rrheim). Alle genannten Kirchengemeinden geh├Âren zum Dekanat Villingen der Evangelischen Landeskirche in Baden .

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen geh├Âren, darunter eine Freie Evangelische Gemeinde. Auch die Jehovas Zeugen sind in Donaueschingen vertreten.

Politik

Nach der Gemeinderatswahl 2004 hat das Gremium folgende Besetzung:

CDU  : 16 Sitze
FDP /FW  : 7 Sitze
SPD  : 7 Sitze
Gemeinschaft unabh├Ąngiger B├╝rger  : 5 Sitze
B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen  : 4 Sitze

B├╝rgermeister / Oberb├╝rgermeister

An der Spitze der Gemeinde Donaueschingen stand seit dem 13. Jahrhundert ein Ortsvogt sowie ein B├╝rgermeister und das Gericht (Gemeinderat). Ab 1807 gab es ein B├╝rgermeister und 8, sp├Ąter 9 Gemeinder├Ąte. Ab 1821 gab es ferner einen B├╝rgerausschuss. Sowohl Gemeinderat und B├╝rgerausschuss wurden f├╝r vier Jahre gew├Ąhlt. Ab 1935 gab es einen B├╝rgermeister und zwei ehrenamtliche Beigeordnete.

Seit der Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt 1992 tr├Ągt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung " Oberb├╝rgermeister ". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten f├╝r eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew├Ąhlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung " B├╝rgermeister ".

B├╝rgermeister von Donaueschingen seit 1800

  • 1800 - 1811 : Johann Hirt
  • 1811 - 1817 : Johann Engesser
  • 1817 - 1820 : Johann Georg Seyfried
  • 1820 - 1826 : Josef Heinemann
  • 1826 - 1828 : von W├╝rthenau
  • 1828 - 1833 : Johann Georg Seyfried
  • 1833 - 1838 : Josef Heinemann
  • 1840 - 1848 : Johann Raus
  • 1848 : Albert Willibald
  • 1849 : Johann Raus
  • 1849 - 1852 : Nikolaus Gall
  • 1852 - 1854 : Ludwig Kirsner
  • 1854 - 1866 : Karl Gleichauf
  • 1866 - 1885 : Heinrich Ganter
  • 1885 - 1909 : Hermann Fischer
  • 1909 - 1919 : Friedrich Sch├Ân
  • 1919 - 1934 : Friedrich Fischer
  • 1934 - 1945 : Eberhard Sedelmeyer
  • 1945 - 1953 : Leopold Messmer
  • 1953 - 1973 : Robert Schrempp
  • 1973 - 2004 : Dr. Bernhard Everke
  • seit 2004 : Thorsten Frei

Wappen

Das Wappen von Donaueschingen zeigt in einem von Silber und Blau geteilten Schild ein sechsspeichiges Rad in verwechselten Farben. Die Flagge ist wei├č-blau. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1895 angenommen.

In den Siegeln des Ortes ist ab 1790 das Fleckenzeichen, das Sester , abgebildet. Anfang des 19. Jahrhunderts nahm man den f├╝rstenbergischen Adler mit dem Sester in den F├Ąngen in das Siegel auf. Teilweise ist auch das badische Staatswappen in Kombination mit dem Sester zu finden. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Sester das alleinige Symbol des Stadtsiegels. 1895 wurde das heutige Wappen auf Vorschlag des Generallandesarchivs Baden angenommen. Dabei griff man auf das Rad zur├╝ck, das als Wappen der Herren von Eschingen zur├╝ckgeht. Die Blasonierung wurde in den f├╝rstenbergischen Farben blau-wei├č gew├Ąhlt.

St├Ądtepartnerschaften

Die Stadt Donaueschingen unterh├Ąlt mit folgenden St├Ądten eine St├Ądtepartnerschaft :

  • Saverne ( Frankreich , seit 1964 )
  • V├íc ( Ungarn , seit 1993 )
  • Kaminoyama ( Japan , seit 1995 )

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Donaueschingen ist ein wichtiger regionaler Eisenbahnknoten , an dem sich insgesamt vier Bahnlinien treffen. Donaueschingen ist Durchgangsbahnhof auf der Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz und Beginn der H├Âllentalbahn von Donaueschingen ├╝ber Neustadt nach Freiburg im Breisgau. Diese beiden Strecken der Eisenbahn gelten als technisch au├čergew├Âhnlich Bauwerke . Donaueschingen ist ebenfalls Anfangspunkt der Donautalbahn nach Ulm sowie der Bregtalbahn nach Br├Ąunlingen (fr├╝her bis Furtwangen). Die Stadt geh├Ârt zum Gebiet des Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar und ist an das Ringzug-System angeschlossen. Donaueschingen ist Intercity -Halt und hat so beispielsweise durchgehende Verbindungen nach Dortmund und Hamburg.

Die Stadt liegt an der A 864 , einem Zubringer zur A 81 Stuttgart-Singen (Hohentwiel). Des Weiteren schneiden sich in der Stadt die Bundesstra├čen B 27 Stuttgart-Schaffhausen ( Schweiz ), die B 31 Freiburg im Breisgau-Lindau und die B 33 Offenburg-Konstanz.

Weiterhin gibt es den Verkehrslandeplatz Donaueschingen.

In Donaueschingen beginnt der Donauradweg, einer der touristisch bekanntesten und l├Ąngsten Radwanderwege in Europa.

Gerichte und Beh├Ârden

Donaueschingen ist Sitz eines Amtsgerichts , das zum Landgerichtsbezirk Konstanz geh├Ârt, sowie eines Notariats und hat ferner Au├čenstellen des Finanzamts Villingen-Schwenningen und des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis. Au├čerdem hat Donaueschingen einen Dienstsitz des Regierungspr├Ąsidiums Freiburg im Breisgau, der f├╝r Bundesautobahnen und Bundesstra├čen im Bereich der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zust├Ąndig ist.

Medien

├ťber das lokale Geschehen in Donaueschingen berichten als Tageszeitungen eine Lokalausgabe des S├╝dkurier und eine Lokalausgabe des Schwarzw├Ąlder Boten.

Bildungseinrichtungen

In Donaueschingen gibt es ein Gymnasium (F├╝rstenberg-Gymnasium), eine Realschule (Realschule Donaueschingen), eine F├Ârderschule (Heinrich-Feurstein-Schule), eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (Eichendorffschule), drei Grundschulen (Erich-K├Ąstner-Schule] mit Aussenstellen in Allmendshofen und Gr├╝ningen, Grundschule Pfohren mit Aussenstelle Aasen und Grundschule Wolterdingen).

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Tr├Ąger der beiden Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schulen Donaueschingen und Kaufm├Ąnnische und Hauswirtschaftliche Schulen unter anderem mit einem Wirtschaftsgymnasium) sowie der Karl-Wacker-Schule f├╝r Kinder mit geistiger Behinderung mit einem Schulkindergarten.

Die Abendrealschule, die Altenpflegeschule des Caritasverbandes f├╝r die Erzdi├Âzese Freiburg e.V. und die Fachschule f├╝r Landwirtschaft runden das schulische Angebot in Donaueschingen ab.

Ferner ist Donaueschingen einer der vier Standorte der Landesakademie f├╝r Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (fr├╝her staatliche Akademie f├╝r Lehrerfortbildung). Die zust├Ąndige Aufsichtsbeh├Ârde dieser "rechtsf├Ąhigen Anstalt des ├Âffentlichen Rechts" ist das Ministerium f├╝r Kultus, Jugend und Sport Baden-W├╝rttemberg.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Kulturgeschichte

Bereits Thomas Mann verewigte Donaueschingen in seinem Roman Doktor Faustus als Zentrum neuer Musik literarisch . Donaueschingen ist seit den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Ort europ├Ąischer Musikgeschichte . Unter der Schirmherrschaft des F├╝rsten von F├╝rstenberg fanden hier seit 1921 die Festtage Neuer Tonkunst unter dem Titel "Donaueschinger Kammermusik-Auff├╝hrungen zur F├Ârderung zeitgen├Âssischer Tonkunst" statt, auf denen zahlreiche Vertreter der europ├Ąischen Avantgarde ihre Werke vorstellten.

Museen

  • F├╝rstlich F├╝rstenbergische Sammlungen
  • F├╝rstlich F├╝rstenbergisches Schloss
  • Das Fastnacht-Museum der Narrenzunft Frohsinn e.V. Donaueschingen
Donauquelle um 1900
Donauquelle um 1900
Donauquelle 2005
Donauquelle 2005

Musikalische Einrichtungen

  • Jugendmusikschule Donaueschingen
  • Stadtkapelle Donaueschingen
  • Fanfarenzug Donaueschingen
  • Musikvereine in den Ortsteilen Aufen, Aasen, Hubertshofen, Neudingen, Gr├╝ningen, Pfohren und Wolterdingen.

Bauwerke

Das F├╝rstlich F├╝rstenbergische Schloss und die dazu geh├Ârige ├Âffentliche Parkanlage ist wohl die Hauptsehensw├╝rdigkeit der Stadt. Das Schloss wurde 1723 als langgestreckter Zweckbau errichtet. 1893 /96 wurde es im Stil des Neobarock umgestaltet und mit einer Kuppel versehen. Der zugeh├Ârige Marstall wurde 1850 von Theodor Dibold errichtet. Ein weiteres Geb├Ąude des Schlosskomplexes ist die 1732 bis 1735 als Regierungsgeb├Ąude errichtete Hofbibliothek und das Archiv. Im 1869 errichteten Karlsbau sind heute die F├╝rstlich F├╝rstenbergischen Sammlungen untergebracht.

Im 1763 bis 1819 als Landschaftsgarten angelegten Schlosspark befindet sich die gefasste "Donauquelle".

Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde 1724 bis 1747 im b├Âhmischen Barockstil erbaut. Die beiden T├╝rme pr├Ągen das Stadtbild Donaueschingens und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Die katholische Kirche St. Marien wurde 1927 /28 erbaut. Die evangelische Christuskirche stammt aus dem Jahr 1949 , doch wurde die Vorg├Ąngerkirche bereits 1912 erstellt.

In den Stadtteilen gibt es meist alte katholische Kirchen (siehe hierzu Abschnitt Religionen).

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Hansel und Gretel
Hansel und Gretel
  • Die schw├Ąbisch-alemannische Fastnacht wird in Donaueschingen von der Narrenzunft ÔÇ×FrohsinnÔÇť betrieben. Die wichtigsten Narrenfiguren sind ÔÇ×HanselÔÇť und ÔÇ×GretelÔÇť.
  • Konzertreihe Donaueschinger Musiktage mit zeitgen├Âssischer Tonkunst (jedes Jahr am dritten Wochenende im Oktober)
  • Reitturnier CHI Donaueschingen
  • Donaueschinger Drachentage (alle 2 Jahre treffen sich Anfang Mai Drachenbauer aus ganz Deutschland, Frankreich und der Schweiz)

Sport

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Die Stadt Donaueschingen hat folgenden Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen:

  • 2005 : Dr. Bernhard Everke, Oberb├╝rgermeister (bis Okt. 2004)
  • 1974 : Elisabeth Rothweiler, Lehrerin und Wohlt├Ąterin
  • 1973 : Joachim F├╝rst zu F├╝rstenberg
  • 1956 : Prinz Max Egon zu F├╝rstenberg
  • 1953 : Georg Mall, Beigeordneter
  • 1923 : Max Egon II. F├╝rst zu F├╝rstenberg
  • 1918 : Monsignore Carl Scheu, Pfarrer
  • 1913 : Dr. Wilhelm Lukas Strau├č, Geheimer Regierungsrat
  • 1908 : Hermann Fischer, B├╝rgermeister
  • 1896 : Prof. Hermann G├Âtz, Direktor der Gro├čherzoglichen Kunstgewerbeschule
  • 1840 : John Ruegger, Hofmeister

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1770 , 10. April , Joseph von La├čberg, ÔÇá 15. M├Ąrz 1855 in Meersburg, deutscher Germanist und Schriftsteller
  • 1901 , 17. Mai , Karl Hahn , † 6. M├Ąrz 1982, deutscher Politiker ( CDU ), MdB
  • 1902 , 6. Januar , Max G├╝de, ÔÇá 29. Januar 1984, deutscher Jurist und Politiker
  • 1945 , 8. M├Ąrz , Anselm Kiefer, deutscher Maler und Bildhauer
  • 1946 , 29. November , Karin Rehbock-Zureich, deutsche Politikerin

Literatur

  • Donaueschingen , in: Meyers Konversationslexikon , 4.Aufl. 1888-89, Bd.5, S.56.
  • Badisches St├Ądtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • Deutscher St├Ądteatlas; Band: III; 2 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums f├╝r vergleichende St├Ądtegeschichte e. V. und mit Unterst├╝tzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob ÔÇá, Wilfried Ehbrecht, J├╝rgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Donaueschingen, Autor: Wilfried Ehbrecht. ISBN 3-89115-002-4 ; Dortmund-Altenbeken, 1984.

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