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Letzte Änderung für Artikel Offenburg: 16.02.2006 16:53

Offenburg

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Wappen Karte
Wappen von Offenburgs Deutschlandkarte, Position von Offenburg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : S√ľdlicher Oberrhein
Landkreis : Ortenaukreis
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 28' N, 07¬į 56' O
48¬į 28' N, 07¬į 56' O
H√∂he : 160 m √ľ. NN
Fläche : 78,39 km²
Einwohner : 58.821 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte : 750 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 9,7 %
Postleitzahlen : 77601-77656 (alt: 7600)
Vorwahl : 0781
Kfz-Kennzeichen : OG
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 17 096
Stadtgliederung: Kernstadt und
11 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 90
77652 Offenburg
Offizielle Website: www.offenburg.de
E-Mail-Adresse: info@offenburg.de
Politik
Oberb√ľrgermeisterin : Edith Schreiner ( CDU )

Offenburg ist eine Stadt im Westen Baden-W√ľrttembergs, etwa 20 km s√ľd√∂stlich von Stra√üburg . Sie ist die Kreisstadt und gr√∂√üte Stadt des Ortenaukreises und bildet nach dem Landesentwicklungsplan seit 1996 ein Oberzentrum innerhalb der Region S√ľdlicher Oberrhein.

Seit 1. April 1956 ist Offenburg Große Kreisstadt . Mit den Gemeinden Durbach, Hohberg, Ortenberg und Schutterwald hat die Stadt Offenburg eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Offenburg liegt etwa in der Mitte zwischen Karlsruhe, ca. 66 km im Norden und Freiburg, ca. 54 km im S√ľden der Stadt. Sie wird auch als "Tor zum Schwarzwald" bezeichnet und liegt an der M√ľndung des Kinzigtales in den Rheingraben . Die Kinzig betritt vom Schwarzwald kommend im S√ľdosten unweit des Stadtteils Elgersweier das Stadtgebiet durchflie√üt dann in n√∂rdlicher Richtung die Offenburger Kernstadt, dann zwischen den Stadtteilen Weier und B√ľhl hindurch, um es dann westlich des Stadtteils Griesheim im Nordwesten in Richtung Rhein wieder zu verlassen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Offenburg. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Appenweier, Durbach, Ohlsbach, Ortenberg (Baden), Berghaupten, Hohberg, Schutterwald, Kehl und Willstätt.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Offenburgs gliedert sich in die Kernstadt und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden und heutigen Stadtteile Bohlsbach, B√ľhl, Elgersweier, Fessenbach, Griesheim, Rammersweier, Waltersweier, Weier, Windschl√§g, Zell-Weierbach und Zunsweier.

Alle 11 Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung, das hei√üt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu w√§hlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.

Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr wenige Einwohner haben, inzwischen aber teilweise auch schon mit dem Hauptort zusammen gewachsen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen gehören folgende Wohnplätze zu den Stadtteilen:

  • zu Fessenbach: Albersbach, Maisenhalder Hof und Rie√ühof
  • zur Kernstadt: Am Kalbsbrunne, Bleiche, Gro√üer Deich, Kreuzschlag, Laubenlindle, Pumpwerk, Spitalhof, Weingarten und Ziegelhof
  • zu Weier: Im Gottwald
  • zu Zell-Weierbach: Hasengrund und Riedle
  • zu Zunsweier: Hagenbach, Kieswerk und R√ľtihof

Raumplanung

Offenburg wurde nach dem Landesentwicklungsplan 1996 vom Mittelzentrum zum Oberzentrum aufgestuft, dem die Mittelzentren Achern, Haslach/Hausach/Wolfach, Kehl und Lahr/Schwarzwald zugeordnet sind. Es ist damit neben Freiburg das zweite Oberzentrum der Region S√ľdlicher Oberrhein.

F√ľr die umliegenden Gemeinden √ľbernimmt das Oberzentrum Offenburg auch die Funktion des Mittelbereichs. Im Einzelnen geh√∂ren folgende St√§dte und Gemeinden im Ortenaukreis zum Mittelbereich Offenburg: Appenweier, Bad Peterstal-Griesbach, Berghaupten, Biberach (Baden), Durbach, Gengenbach, Hohberg, Lautenbach, Neuried (Baden), Nordrach, Oberharmersbach, Oberkirch , Ohlsbach, Oppenau, Ortenberg (Baden), Schutterwald und Zell am Harmersbach. Dar√ľber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem Raum Stra√üburg in Frankreich .

Geschichte

Offenburg 1920
Offenburg 1920

Die erste urkundliche Erwähnung Offenburgs stammt aus dem Jahr 1148 . Bereits 1240 wurde Offenburg Freie Reichsstadt , war aber später mehrmals verpfändet. 1689 wurde die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg fast vollständig zerstört. 1701 bis 1771 war Offenburg mit der Landvogtei an den Markgrafen von Baden-Baden zu Lehen gegeben.

Im Jahre 1803 verlor Offenburg seinen Status als Freie Reichsstadt und wurde dem Land Baden zugeteilt, das 1806 zum Großherzogtum erhoben wurde. Offenburg wurde Sitz eines Amtes, später Bezirksamtes.

Im Vorfeld der Badischen Revolution , einem Teil der M√§rzrevolution 1848 / 49 , wurden im Gasthaus Salmen am 12. September 1847 bei der radikaldemokratischen Offenburger Versammlung die Forderungen des Volkes in Baden proklamiert. Neben der Lossagung von den Karlsbader Beschl√ľssen wurden auch Grund- und Menschenrechte wie die Pressefreiheit und eine progressive Einkommensteuer gefordert.

Am 19. M√§rz 1848 fand die 2. Offenburger Volksversammlung mit 20.000 Teilnehmern statt, die die Forderungen von 1847 best√§tigte und erweiterte. Unter anderem wurde die Forderung ins Land getragen, in jeder Gemeinde einen "vaterl√§ndischen Verein" zu gr√ľnden, desses Aufgabe es sei, f√ľr die Bewaffnung, die politische und soziale Bildung des Volkes sowie seiner ihm zustehenden Rechte Sorge zu tragen. Dieser Aufforderung verhallte nicht. Nach vorsichtigen Sch√§tzungen bestanden ein Jahr sp√§ter zwischen 420 und 430 Volksvereine mit etwa 35-40.000 Mitgliedern. Zusammen mit den Turn-, Gesang- und Sch√ľtzenvereinen war ein politischer Mobilisierungsgrad erreicht, der einzigartig in der Geschichte Badens ist. In der ersten Landesversammlung der Badischen Volksvereine, am 12.-13. Mai 1849 , trafen sich die demokratischen Kr√§fte im "Bethlehem Badens", von wo aus, nach Bekanntwerden der Meuterei der Badischen Truppen in Rastatt, der Landesausschuss der Badischen Volksvereine am 13. Mai nach Karlsruhe zog, um dort die politische Macht zu √ľbernehmen, als erste republikanisch-demokratische Regierung auf deutschem Boden.

1939 wurde Offenburg Sitz des Landkreises Offenburg, der aus dem bisherigen Bezirksamt hervorging.

Ende der 1930er Jahre √ľberschritt die Einwohnerzahl der Stadt Offenburg die 20.000-Grenze. Daher wurde die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 zur Gro√üen Kreisstadt erkl√§rt.

In den fr√ľhen 1970er Jahren wurden im Zuge der Gemeindereform 11 ehemals selbst√§ndige Gemeinden in die Stadt eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung. Am 1. Januar 1973 wurde Offenburg Sitz des aus mehreren Landkreisen neu gebildeten Ortenaukreises.

1980 fanden in Offenburg die Heimattage Baden-W√ľrttemberg statt.

Geschichte der Stadtteile

Auch die Stadtteile Offenburgs haben eine lange Geschichte. Sie geh√∂rten fast alle seit dem Sp√§tmittelalter zur Landvogtei Ortenau Vorder√∂sterreichs und waren den Gerichten Griesheim bzw. Ortenberg unterstellt. Windschl√§g wurde 1656 durch den √∂sterreichischen Regenten Erzherzog Ferdinand an Carl von Neveu √ľbergeben. Die Familie herrschte √ľber den Ort bis 1805 , als Windschl√§g wie alle anderen Stadtteile (au√üer Teile von Zunsweier) an Baden kamen und dem Amtsbezirk Offenburg zugeordnet wurden. In Zunsweier hatten die Herren von Geroldseck Anteile. Ihre V√∂gte residierten im "Leyenschen Hof". Ihr Anteil am Ort Zunsweier gelangte erst 1819 an Baden. Die Stadtteile wurden wie folgt erstmals urkundlich erw√§hnt:

Bohlsbach 960 als "Badelsbach", B√ľhl 1242 als "villa Buhele", Elgersweier 1242 als "villa Ergerswilre", Fessenbach 1245 als "rivus Vessenbach", Griesheim 1242, Rammersweier 1242 als "Romeswilre", Waltersweier 777 als "Waltharisvillare", Weier 1308 als "Wilre", Windschl√§g 1111 bzw. 1114 als "Windisleh" und Zunsweier 1136 als "Zunswilre". Zell-Weierbach entstand 1820 durch Vereinigung mehrerer Orte, darunter Zell, das 1242 als "Celle" und Weierbach, das 1235 als "Weyerbach" erstmals erw√§hnt worden war, ferner Hasengrund, das 1655 von Weierbach getrennt worden war.

Religionen

Offenburg geh√∂rte zun√§chst zum Bistum Stra√üburg und war dem Archidiakonat Ortenau unterstellt. Schon 774 war Offenburg Sitz eines Dekans f√ľr das gesamte Umland. Eine eigene Pfarrei ist erstmals 1182 genannt. Dabei handelt es sich wohl um die heutige Heilig-Kreuz-Kirche, die im 13. Jahrhundert errichtet und nach dem Stadtbrand von 1689 ab 1700 neu gebaut wurde. 1280 wurden Franziskaner nach Offenburg gerufen. Sie gr√ľndeten ein Kloster, das ebenfalls nach dem Stadtbrand neu gebaut wurde. 1396 wurde im benachbarten Weingarten die Filialkirche Zu Unserer Lieben Frau errichtet. Ab 1497 gab es noch das B√ľhlwegkirchlein in K√§fersberg. Die Pfarrkirche Offenburgs hatte ab 1350 bis zu 11 Kaplaneien.

Nach 1525 trat die Stadt zur Reformation √ľber, doch kehrte sie nach 1530 wieder zum alten Glauben zur√ľck und blieb danach √ľber Jahrhunderte eine ausschlie√ülich katholische Stadt. 1591 verbot der Rat der Stadt sogar die Aufnahme nichtkatholischer B√ľrger. Nach Aufhebung des Bistums Stra√üburg 1803 geh√∂rte die Kirchengemeinde zun√§chst zum Bistum Konstanz bevor diese 1821 /27 Teil des neu gegr√ľndeten Erzbistums Freiburg wurde. Auch hier wurde Offenburg Sitz eines Dekanats , zu dem alle katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet geh√∂ren. Neben den bereits genannten Gemeinden entstanden 1917 die Dreifaltigkeitspfarrei (Kirche von 1906 ) und 1960 die Heiliggeistpfarrei (Josefskirche im Stadtteil Hildboltsweier von 1938 /39; Heilig-Geist-Kirche im Stadtteil Albersb√∂sch 1973) und die Pfarrkirche St. Fidelis. Auch in den Stadtteilen Bohlsbach, B√ľhl, Elgersweier, Griesbach, Rammersweier, Waltersweier, Weier, Weingarten (Zell-Weierbach), Windschl√§g und Zunsweier gibt es jeweils eine katholische Gemeinde (zu den zugeh√∂rigen Kirchen vgl. bei Bauwerke). Fessenbach geh√∂rt zur Gemeinde Weingarten.

Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten nach Offenburg. 1847 wurde die evangelische Gemeinde gegr√ľndet. Anfangs konnte sie in der ehemaligen Klosterkirche des Kapuzinerklosters ihre Gottesdienste abhalten, bis 1857 die evangelische Stadtkirche erbaut wurde. Zur Gemeinde geh√∂rten auch die Protestanten der heutigen Stadtteile Offenburgs, sofern es dort damals √ľberhaupt Protestanten gab. 1912 wurde eine 2. Pfarrei in der Stadtkirchengemeinde errichtet. 1927 entstand die Auferstehungsgemeinde, die heute auch f√ľr den Stadtteil Fessenbach zust√§ndig ist (ihre heutige Kirche ist ein Beton-Neubau). Nach dem 2. Weltkrieg wurden weitere evangelische Gemeinden gegr√ľndet und zwar die Erl√∂sergemeinde 1958 mit Kirche von 1963 (daraus entstand dann 1970 die Christusgemeinde unter anderem f√ľr den Stadtteil Elgersweier und 1995 die Lukasgemeinde in Schutterwald), die Johannes-Brenz-Gemeinde ( 1975 unter anderem f√ľr Rammersweier, Zell-Weierbach, Durbach und Ebersweier) und die Matth√§usgemeinde ( 1980 f√ľr die Stadtteile Bohlsbach, B√ľhl, Griesheim, Waltersweier, Weier und Windschl√§g). Somit geh√∂ren zu den Offenburger Kirchengemeinden auch die Protestanten der Nachbargemeinden Durbach, Ortenberg und Schutterwald. Alle Kirchengemeinden geh√∂rten zun√§chst zum Kirchenbezirk Lahr der Evangelischen Landeskirche in Baden . Heute ist Offenburg Sitz eines eigenen Dekanats, zu dem die Gemeinden geh√∂ren.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ) und die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten . Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche ist in Offenburg vertreten.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Offenburg eingemeindet:

  • 1. Januar 1971 : Fessenbach, Zell-Weierbach
  • 1. Dezember 1971 : B√ľhl, Elgersweier, Griesheim, Rammersweier, Waltersweier, Weier
  • 1. Januar 1973 : Zunsweier
  • 1. Januar 1975 : Bohlsbach, Windschl√§g

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1802 2.390
1825 3.564
1852 4.226
1. Dezember 1871 5.754
1. Dezember 1880 ¬Ļ 7.274
1. Dezember 1900 ¬Ļ 13.664
1. Dezember 1910 ¬Ļ 16.848
16. Juni 1925 ¬Ļ 16.613
16. Juni 1933 ¬Ļ 17.976
17. Mai 1939 ¬Ļ 20.133
1946 ¬Ļ 19.574
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¬Ļ 22.560
6. Juni 1961 ¬Ļ 27.569
27. Mai 1970 ¬Ļ 33.051
31. Dezember 1975 51.553
31. Dezember 1980 50.486
27. Mai 1987 ¬Ļ 51.311
31. Dezember 1990 52.964
31. Dezember 1995 56.045
31. Dezember 2000 57.455
31. März 2005 58.821

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

  • CDU 17
  • SPD 9
  • Gr√ľne 5
  • FW 5
  • FDP 4

B√ľrgermeister

An der Spitze der Freien Reichsstadt Offenburg stand der Rat mit dem Schulthei√ü (B√ľrgermeister). Der Rat hatte 12 Mitglieder. Ab etwa 1300 gab es daneben noch einen "jungen Rat" der Z√ľnfte. Im 14. Jahrhundert wurden die B√ľrgermeister von 4 "Stettmeistern" verdr√§ngt. Nach dem √úbergang an Baden leiteten der B√ľrgermeister und Gemeindeart sowie der B√ľrgerausschuss die Stadt. Neben dem B√ľrgermeister gab es ab 1898 einen zweiten B√ľrgermeister. Seit 1903 tr√§gt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister . Dieser wird heute f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats . Seine allgemeinen Stellvertreter sind der Erste Beigeordnete und der Zweite Beigeordnete, jeweils mit der Amtsbezeichnung "B√ľrgermeister".

Die B√ľrgermeister und Oberb√ľrgermeister

  • 1801 - 1803 : Leopold Witsch
  • 1803 - 1832 : Johann Nepomuk Lihl und Josef Sebastian Gottwald
  • 1832 - 1840 : Karl Josef Burger
  • 1840 - 1845 : Landolin L√∂ffler
  • 1845 - 1849 : Gustav R√©e
  • 1849 - 1859 : August Wiedemeyer 1849-51 als Amtsverweser
  • 1860 - 1875 : Bernhard Schaible
  • 1875 - 1890 : Franz Volk
  • 1893 - 1921 : Fritz Herrmann
  • 1921 - 1934 : Josef Holler
  • 1934 - 1945 : Dr. Wolfram Rombach
  • 1945 : Hermann Isenmann, kommissarisch
  • 1945 - 1946 : Ludwig He√ü, kommissarisch
  • 1946 - 1947 : Gustav Ernst, kommissarisch
  • 1947 - 1948 : R. Mo√übrugger, kommissarisch
  • 1949 - 1975 : Karl Heitz
  • 1975 - 1989 : Martin Gr√ľber
  • 1989 - 2002 : Dr. Wolfgang Bruder
  • 2003 -heute: Edith Schreiner

Bundestagsabgeordneter

Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Sch√§uble hat f√ľr die CDU ein Direktmandat im Deutschen Bundestag . Des weiteren vertreten - gew√§hlt √ľber die jeweilige Landesliste - Elvira Dobrinski - Wei√ü (SPD) sowie Stadtr√§tin Sibylle Laurischk (FDP) den Wahlkreis und damit auch Offenburg in Berlin.

Wappen

Das Wappen der Stadt Offenburg zeigt in Silber eine rote Burg mit ge√∂ffneten goldenen Torfl√ľgeln, aufgezogenem schwarzen Fallgatter und einem beknauften spitzen Dach zwischen zwei Zinnent√ľrmen. Die Stadtflagge ist wei√ü-rot. Das Wappensymbol ist schon in den Siegeln seit 1284 nachweisbar. Es handelt sich um ein so genanntes "redendes Wappen". Im 18. Jahrhundert war auch ein Adler als Symbol der Reichsstadt in Verwendung. Die Blasonierung ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt.

Städtepartnerschaften

Offenburg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft :

  • Lons-le-Saunier , Frankreich seit 1959
  • Weiz, √Ėsterreich , seit 1964
  • Borhamwood Elstree , Vereinigtes K√∂nigreich , seit 1982
  • Altenburg, Th√ľringen, seit 1988
  • Olsztyn , Polen , seit 1999

Außerdem unterhält der Stadtteil Zell-Weierbach seit 1964 mit der französischen Stadt St. Jean de Losne sowie seit 1993 der Stadtteil Bohlsbach mit der Stadt Perrigny eine Städtepartnerschaft.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Theater und Museen

Theaterdarbietungen gibt es in der Reithalle Offenburg.

Das Museum im Ritterhaus zeigt Objekte aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Natur und Kunst.

Bauwerke

Offenburg: Dreifaltigkeitskirche
Offenburg: Dreifaltigkeitskirche

Offenburg ist f√ľr einige historische Bauten und Pl√§tze bekannt. Am Marktplatz steht das barocke Rathaus. Auf dem Platz befindet sich die St. Ursulas√§ule von 1961, die der Schutzpatronin Offenburgs gewidmet ist. Am Fischmarkt gibt es die Hirschapotheke, den L√∂wenbrunnen und das Salzhaus zu sehen. Weitere bedeutende Bauwerke sind der Salmen, ein ehemaliges Gasthaus, in dem 1847 die "Forderungen des Volkes in Baden" verfasst wurden, das j√ľdische Ritualbad, das Ritterhaus, der ehemalige K√∂nigshof, die Einhornapotheke und das Becksche Haus. Mitte der Neunziger Jahre wurde die Skulptur M√§nnlich/Weiblich von Jonathan Borowsky, gestiftet von der Offenburger Eherenb√ľrgerin Aenne Burda, in der Offenburger Oststadt (Platz der Verfassungsfreunde) eingeweiht.

Die Kirchen der Kernstadt sind die Heilig-Kreuz-Kirche, die auf den Grundmauern einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert nach dem Stadtbrand von 1689 ab 1700 neu errichtete, katholische Hauptkirche der Stadt, die Dreifaltigkeitskirche (zweite katholische Pfarrkirche, erbaut 1906 bis 1908), das Kapuzinerkloster mit Kirche (erbaut 1641 bis 1647, diente nach Aufl√∂sung des Klosters ab 1847 als evangelische Kirche, ab 1873 altkatholische Kirche), das Franziskanerkloster (nach dem Stadtbrand von 1689 wieder aufgebaut ), die 1700 barock erneuerte Kirche des ehemaligen Andreasspitals und die evangelische Stadtkirche (erbaut 1857 bis 1864). 1938/39 wurde noch die katholische St. Josefs-Kirche und 1960 die Pfarrkirche St. Fidelis errichtet, sowie 1973 die Heilig-Geist-Kirche im neuentstandenen Stadtteil Albersb√∂sch. F√ľr die Protestanten entstand 1963 die Erl√∂serkirche mit Gemeindezentrum.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:
Katholische Kirche St. Laurentius Bohlsbach (erbaut 1666), katholische Kirche St. Peter B√ľhl (erbaut 1861/62 im neogotischen Stil), katholische Kirche St. Marcus Elgersweier (erbaut 1761 mit wahrscheinlich √§lterem Chor sowie Westturm von 1881), katholische Kirche St. Nikolaus Griesheim (erbaut 1740 in barockem Stil mit altem Chorturm), katholische Kirche Herz-Jesu Rammersweier (erbaut 1955), katholische Kirche St. Johannes Nepomuk und Quirin Waltersweier (erbaut 1748 wohl auf √§lteren Fundamenten, 1878 vergr√∂√üert), katholische Kirche St. Johannes der T√§ufer Weier (erbaut 1862/1880 unter Einbeziehung des Chores der 1531 geweihten fr√ľheren Kirche), katholische Kirche St. Pankratius Windschl√§g (erbaut 1835/37 im neuromanischen Stil unter Verwendung des Turms der 1350 erstmals genannten Vorg√§ngerkirche), katholische Kirche zu den Hl. Philipp und Jakob Weingarten in Zell-Weierbach (erbaut im 16./17. Jahrhundert mit Chor aus dem 15. Jahrhundert wurde 1880 vergr√∂√üert. Die Vorg√§ngerkirche war 1396 zu Unserer Lieben Frau geweiht worden.) und katholische Kirche St. Sixtus Zunsweier (erbaut 1736/43 in barockem Stil auf √§lteren Fundamenten einer bereits 1136 erw√§hnten Kirche). Evangelische Kirchen sind die Christuskirche Elgersweier von 1970, die Johannes-Brenz-Kirche von 1975 und die Matth√§uskirche von 1980 . Dar√ľber hinaus steht im Stadtteil Zell-Weierbach die Wahlfahrtskirche Maria Schmerzen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Fastnacht mit Offenburger Narrentag (seit 1978)
  • Stadtmarathon Anfang Mai
  • Samba Festival Offenburg Open-Air Musikfestival j√§hrlich im Juli in der Innenstadt
  • Bergfest auf der Lindenh√∂he Ende Juni
  • Nordweststadtfest Ende Juli/Anfang August beim Fidelis
  • Freiheitsfest am 12. September in der Innenstadt und im Salmen
  • Oberrhein-Messe im Herbst (seit 1924)
  • ORFA (Verbrauchermesse) im Fr√ľhjahr
  • Euro Cheval
  • Weihnachtsmarkt (seit 1975)
  • Badische Weinmesse (seit 1872)

Wirtschaft und Infrastruktur

Offenburg ist vor allem bekannt als Sitz des Burda-Verlages. Durch die Oberrhein-Messe ist die Stadt auch eine bedeutende Messestadt Baden-W√ľrttembergs.

Verkehr

Offenburg ist f√ľr den Eisenbahnpersonenverkehr ein Knotenpunkt mit Ausgangspunkt der Schwarzwaldbahn nach Konstanz. Seine fr√ľhere wirtschaftliche Bedeutung als Eisenbahnerstadt hat es jedoch infolge Stillegung des Ausbesserungswerkes und der geplanten Teilstillegung des Rangierbahnhofes verloren.

Die Bild:AB-AS.svg 55 Offenburg der Bundesautobahn 5 ist knapp 5 km von der Stadtmitte entfernt.

Die Stadt ist auch f√ľr ihre Fahrradfreundlichkeit bekannt.

Ansässige Unternehmen

Die Stadt ist Sitz des Burda -Verlages, Vivil, Meiko, Hobart, Messe Offenburg-Ortenau GmbH, Markant Handels und Service GmbH, Edeka -S√ľdwest, Printus GmbH, Spedition ABX-Logistics und MediClin AG.

Seit 20. November 1998 ist Offenburg auch Sitz des Briefzentrums 77 der Deutschen Post AG.

Weinbau

Offenburg liegt in der Weinanbaugebiet Baden . Gelegen in der Vorbergzone des mittleren Schwarzwaldes, reifen hier und in den Ortsteilen Fessenbach, Zell-Weierbach und Rammersweier vor allem Riesling -Weine.

Medien

In Offenburg erscheint als Tageszeitung das Offenburger Tageblatt. Auch das regionale Wirtschaftsmagazin Econo, hat seinen Sitz in Offenburg.

Behörden, Gerichte und Einrichtungen

Offenburg ist Sitz des Landratsamts Ortenaukreis. Ferner gibt es hier ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Offenburg geh√∂rt, eine Agentur f√ľr Arbeit , ein Finanzamt , eine Polizeidirektion und ein Notariat. Die Stadt ist ferner Sitz des Kirchenbezirks Offenburg der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Regionalb√ľros Ortenau des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Offenburg, Acher-Renchtal in Achern, Lahr und Kinzigtal in Wolfach geh√∂ren.

Offenburg ist auch Sitz des Ern√§hrungszentrums S√ľdlicher Oberrhein (er√∂ffnet 1997), eines von vier solcher Zentren in Baden-W√ľrttemberg. Dieses ist dem Landratsamt Ortenaukreis in dessen Funktion als Untere Landwirtschaftsbeh√∂rde angegliedert.

Bildung

An der Offenburger Hochschule (ehemals: Ingenieurschule) werden technische, wirtschaftswissenschaftliche und medienspezifische Studiengänge angeboten.

Ferner gibt es ein Staatliches Seminar f√ľr Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen) in Offenburg.

An allgemeinbildenden Schulen gibt es in Offenburg drei Gymnasien (Schiller-Gymnasium, Grimmelshausen-Gymnasium und Oken-Gymnasium), zwei Realschulen (Erich-Kästner- und Theodor-Heuss-Realschule), eine Förderschule (Waldbach-Schule II), 10 Grund- und Hauptschulen (Eichendorffschule, Georg-Monsch-Schule, Konrad-Adenauer-Schule, Lorenz-Oken-Schule Bohlsbach und Waldbach-Schule I sowie je eine Grund- und Hauptschule in den Stadtteilen Elgersweier, Weier, Windschläg, Zell-Weierbach und Zunsweier) sowie vier Grundschulen (Anne-Frank-Grundschule und je eine Grundschule in den Stadtteilen Fessenbach, Griesheim und Rammersweier).

Der Ortenaukreis ist Tr√§ger der drei Beruflichen Schulen (Friedrich-August-Haselwander-Gewerbeschule mit Technischem Gymnasium, Kaufm√§nnischen Schule mit Wirtschaftsgymnasium und Haus- und Landwirtschaftliche Schule Offenburg mit Ern√§hrungswissenschaftlichem und Biotechnologischem Gymnasium) sowie der Hansjakob-Schule f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten, der Schule f√ľr Kranke am Klinikum Offenburg und der Schule f√ľr K√∂rperbehinderte mit Schulkindergarten.

Mehrere Privatschulen runden das schulische Angebot Offenburgs ab. Darunter eine Freie Waldorfschule (seit 1982), ein Abendgymnasium, eine Abendrealschule, das M√§dchengymnasium und die M√§dchenrealschule am Kloster Unserer Lieben Frau, die Freie Schule Spatz f√ľr Erziehungshilfe, das Haus Fichtenhalde mit einer Schule f√ľr Erziehungshilfe, die CJD Christophorusschule Offenburg, eine Evangelische Altenpflegeschule, eine Fachschule f√ľr Landwirtschaft, eine Krankenpflegeschule am Klinikum und am St. Josefskrankenhaus sowie eine Schule f√ľr Kinder und Jugendliche in l√§ngerer Krankenhausbehandlung an der Klinik an der Lindenh√∂he.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Offenburg hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • 1836 : Franz Kern, Oberamtmann
  • 1836 : Franz Anton Freiherr von Neveu, Oberforstmeister
  • 1847 : Franz Br√ľckner, Finanzrat und Dom√§nenverwalter
  • 1853 : Karl Ruppert, Postrat
  • 1862 : Franz Freiherr von Reggenbach
  • 1928 : Fritz Hermann
  • 1951 : Josef Holler
  • 1963 : Senator Dr. Franz Burda , Verleger
  • 1976 : Karl Heitz
  • 1977 : Eugen End
  • 1979 : Henri Auger, Lons-le-Saunier
  • 1989 : Aenne Burda , Verlegerin
  • 2000 : Dr. Hubert Burda

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1779 im Stadtteil Bohlsbach, Lorenz Oken ; bedeutender Naturforscher und Gr√ľndungsrektor der Universit√§t Z√ľrich ‚Ć 1851
  • 1810 , 16. November , Gustav R√©e, ‚Ć 7. August 1869 in Freiburg im Breisgau, badischer Politiker
  • 1909 , 28. Juli , Aenne Burda , ‚Ć 3. November 2005 in Offenburg, deutsche Verlegerin von Zeitschriften
  • 1915 , 1. Mai , Hanns-Martin Schleyer , ‚Ć 18. Oktober 1977 bei Mulhouse , Frankreich , deutscher Manager und Wirtschaftsfunktion√§r

Weitere Persönlichkeiten

  • Franz Burda (* 24. Februar 1903 in Philippsburg; ‚Ć 30. September 1986 in Offenburg) war ein deutscher Verleger und Begr√ľnder des Burda-Verlages.
  • Lothar von Seebach (*26. M√§rz 1853 in Fessenbach; gest. 23. Sept. 1930 in Stra√üburg) war ein Kunstmaler (Monografie und Werkverzeichnis von Brigitte Wilke 2003; "Der oberrheinische Impressionist")
  • J√ľrgen E. Schrempp war bis Ende 2005 Vorstandsvorsitzender von DaimlerChrysler. Schrempp studierte an der Ingenieurschule in Offenburg.

Literatur

  • Badisches St√§dtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959

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Offenburg und Umgebung

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Mercure Am Messeplatz 77656 Offenburg http://www.accorhotels.com/mercure_offenburg_am_messeplatz.htm  0781 / 505-0
Golden Tulip Hotel Palmengarten 77652 Offenburg http://www.hotel-palmengarten.com/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40781 / 208-0
Centralhotel 77652 Offenburg http://www.centralhotel-offenburg.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30781 / 72004
Hubertus 77656 Offenburg   0781 / 61350
Gasthaus zur Sonne 77654 Offenburg http://www.gasthaus-zur-sonne.de  0781 / 9388-0
Rebenhof 77654 Offenburg http://www.rebenhof-offenburg.de/  0781 / 468-0
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Gasthof Engel 77767 Appenweier http://www.gasthof-engel.de/  0 78 05 / 91 91 81
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