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Letzte Änderung für Artikel Oberkirch (Baden): 09.02.2006 19:06

Oberkirch (Baden)

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Wappen Karte
Wappen Oberkirchs Deutschlandkarte, Position von Oberkirch hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : S√ľdlicher Oberrhein
Landkreis : Ortenaukreis
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 32' N, 08¬į 05' O
48¬į 32' N, 08¬į 05' O
H√∂he : 201 m √ľ. NN
Fläche : 69,14 km²
Einwohner : 20.262 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte : 293 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 6,3 %
Postleitzahlen : 77695-77704 (alt: 7602)
Vorwahl : 07802
Kfz-Kennzeichen : OG
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 17 089
Stadtgliederung: Kernstadt und
9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Eisenbahnstr. 1
77704 Oberkirch
Offizielle Website: www.oberkirch.de
E-Mail-Adresse: stadt@oberkirch.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Matthias Braun ( CDU )

Oberkirch ist eine Stadt im Westen Baden-W√ľrttembergs, etwa 12 km nord√∂stlich von Offenburg. Sie ist nach der Kreisstadt Offenburg und den St√§dten Lahr/Schwarzwald, Kehl und Achern die f√ľnftgr√∂√üte Stadt des Ortenaukreises und geh√∂rt zum Mittelbereich Offenburg im gleichnamigen Oberzentrum .

Die Einwohnerzahl der Stadt Oberkirch √ľberschritt 2002 die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt , was die Landesregierung von Baden-W√ľrttemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 2004 beschloss. Mit der Stadt Renchen und der Gemeinde Lautenbach hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Oberkirch liegt am Rande der Oberrheinischen Tiefebene am Eingang des Renchtals in den Schwarzwald.

Blick von der Ruine Schauenburg auf Oberkirch
Blick von der Ruine Schauenburg auf Oberkirch

Die Rench betritt im S√ľdosten vom Schwarzwald kommend das Stadtgebiet, durchflie√üt dann in nordwestlicher Richtung die Kernstadt (die Altstadt befindet sich am rechten Ufer), anschlie√üend den Stadtteil Stadelhofen und verl√§sst das Stadtgebiet dann im Nordwesten in Richtung Rhein wieder.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Oberkirch. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Renchen, Kappelrodeck, Lautenbach, Oppenau, Nordrach, Durbach und Appenweier (alle Ortenaukreis).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Oberkirch gliedert sich in die Kernstadt und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Stadtteile Bottenau, Butschbach, Haslach, Nu√übach, √Ėdsbach, Ringelbach, Stadelhofen, Tiergarten und Zusenhofen.

Die Stadtteile mit Ausnahme von Butschbach sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung, das hei√üt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu w√§hlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Ortschaftsr√§te haben zwischen 6 und 10 Mitglieder, je nach Gr√∂√üe der Ortschaft.

Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr weinige Einwohner haben. In Oberkirch gibt es sehr viele Wohnplätze, da einige Stadtteile ausgesprochene Streusiedlungen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen gehören folgende Wohnplätze zu den Stadtteilen:

  • zu Bottenau: Buseck, Diebersbach, Froschhof, Herbstkopf, Hummerswald, Kaltenhof, Kernenhof, Korberg, Lerchenlochhof, Maisenb√ľhl, Rohrbach, Rottelshalt, Saalengrund, Schlatten
  • zu Butschbach: Albersbach, Eckenberg, F√ľrsteneck, Hesselbach, In der Rot, K√∂belesberg, Schafhof
  • zu Haslach: Waldeck
  • zu Nu√übach: Herztal, M√ľllen (teilweise), Neubergerhof, Weierhof
  • zu Oberkirch: Gaisbach, Hilzen, Oberdorf, Schlo√ühof, Waldhof, Wolfhag
  • zu √Ėdsbach: Bergle, Fiegenbach, Giedensbach, Gnadhof, Grimmersbach, Gr√ľndle, Hanselbach, Hengstbach, Heuberg, Hochkopf, Holdersberg, Laibach, Lendersbach, L√∂chle, Mooshof, √Ėtsch, Rank, Rotenga√ü, Schermatt, Sieferspring, Steinhof, St√∂ckert, Unrechtenbach, Vordere Allmend, W√§ldenstra√üe, Weierhof
  • zu Tiergarten: Hubeneck, Niederlehen, Springh√∂fe, Tanzberg
  • zu Zusenhofen: M√ľllen (teilweise)

Geschichte

Oberkirch wurde im 11. Jahrhundert als Obernchirchen erstmals erw√§hnt. Die Siedlung wurde wohl von den Z√§hringern angelegt und lag n√∂rdlich der heutigen Stadt. Wohl nach 1218 kam der Ort an das Reich und wurde den Markgrafen von Baden zu Lehen gegeben. 1225 wurde es als civitas und sp√§ter als oppidum erw√§hnt. 1246 wurde der Ort niedergebrannt und danach an heutiger Stelle neu erbaut. √úber die F√ľrstenberger kam Oberkirch 1303 an das Bistum Stra√üburg . 1326 wurden ihm die Stadtrechte verliehen. Bis auf wenige Unterbrechungen wurde es von den Stra√üburger Bisch√∂fen beherrscht, doch war es teilweise zu Lehen vergeben ( 1604 bis 1634 und 1649 bis 1665 an W√ľrttemberg und 1683 bis 1697 an Baden). Im 15. Jahrhundert wurde Oberkirch Sitz eines Vogts , dem mehrere Gerichte im Umland unterstanden. Im 30-j√§hrigen Krieg wurde es stark zerst√∂rt, ebenso 1689 (bis auf die Kirche), danach aber wieder aufgebaut. 1803 kam Oberkirch zu Baden und wurde Sitz eines Amtes, das 1936 aufgehoben wurde. Sein Gebiet wurde √ľberwiegend dem Bezirksamt Offenburg zugeordnet, aus dem 1939 der Landkreis Offenburg hervorging.

Nach dem 2. Weltkrieg geh√∂rte der Landkreis Offenburg zum Land Baden und ab 1952 zum Regierungsbezirk S√ľdbaden. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Offenburg aufgel√∂st. Er wurde dem neu gebildeten Ortenaukreis zugeordnet. Die Eingliederung von neun umliegenden Gemeinden Anfang der 1970er Jahre schaffte die Voraussetzungen, dass die Einwohnerzahl 2002 die 20.000-Grenzearke √ľberschreiten konnte. So wurde Oberkirch am 1. Januar 2004 zur f√ľnften Gro√üen Kreisstadt im Ortenaukreis erhoben.

Auch die Stadtteile haben eine lange Geschichte. Sie geh√∂rten fast alle zum Gericht Oberkirch des Bistums Stra√üburg (Gaisbach war vor 1805 ein ritterschaftlicher Ort (Schauenburg), Nu√übach und Zusenhofen geh√∂rten zu Vorder√∂sterreich), kamen alle mit Oberkirch 1805 an Baden und geh√∂rten danach meist zum Amtsbezirk Oberkirch. Maisenb√ľhl, Nu√übach, Stadelhofen und Zusenhofen geh√∂rten zun√§chst zum Amt Appenweier und kamen erst 1819 zum Bezirksamt Oberkirch, Ringelbach geh√∂rte zum Amt Achern und kam ebenfalls 1819 zum Bezirksamt Oberkirch. Bei der Aufl√∂sung des Bezirksamts Oberkirch 1936 kamen alle Gemeinden zum Bezirksamt Offenburg sowie 1939 zum Landkreis Offenburg.

Bottenau wurde erst 1935 als selbst√§ndige Gemeinde gebildet. Der namensgebende Ort war 1296 als Botnowe estmals erw√§hnt worden und geh√∂rte bis 1935 zur Gemeinde Durbach. Die zu Bottenau geh√∂rigen Weiler Diebersbach ( 1381 als Diepolczbach erw√§hnt) und Schlatten ( 1381 als "in dem Slatten" erw√§hnt) geh√∂rten bis 1935 zur Gemeinde Butschbach sowie Maisenb√ľhl ( 1432 als "uff der Egesen" erw√§hnt) zur aufgel√∂sten Gemeinde Herztal. Herztal ( 1346 "zu Hetzelis" erstmals erw√§hnt und heute zum Stadtteil Nu√übach geh√∂rig), war seit 1846 der Name der Gemeinde Maisenb√ľhl, als diese aus mehreren Weilern neu gebildet worden war.

Butschbach wurde 1360 als Buspbach by Fursteneck, Haslach 1247 als Hasilach, √Ėdsbach im 11. Jahrhundert als Ongisbach, Ringelbach 1225 als "in dem Ringelbach" Stadelhofen 1347 als Stadelhoven und Tiergarten 1319 als "in dem Thiergarten" erstmals erw√§hnt und waren fr√ľh Teil des Hochstifts Stra√üburg, Gericht Oberkirch bzw. Oppenau.

Gaisbach, 1225 "in dem Geißbach" erstmals erwähnt, entwickelte sich am Fuße der Schauenburg, die ein eigenständiges Territorium der Ritterschaft Ortenau ausmachte und kam 1805 an Baden.

Nußbach wurde 994 als Nuzbach und Zusenhofen im 12. Jahrhundert als Uzzenhöfen erstmals erwähnt. Diese Dörfer gehörte zur Landvogtei Ortenau, die vorderösterreichisch war.

Religionen

Oberkirch geh√∂rte zum Bistum Stra√üburg . Die erste Pfarrkirche ist seit 1225 nachweisbar. Da Oberkirch auch politisch beim Bistum Stra√üburg blieb, konnte die Reformation keinen Fu√ü fassen. Oberkirch und sein Umland blieben deshalb √ľber Jahrhunderte ausschlie√ülich katholisch. 1803 kamen die Orte zum Bistum Konstanz bevor diese 1821 /27 Teil des neu gegr√ľndeten Erzbistums Freiburg wurden. Die Gemeinden geh√∂rten dann zum Dekanat Oberkirch. Heute geh√∂ren alle Gemeinden im Oberkircher Stadtgebiet zum Dekanat Acher-Renchtal. Es gibt folgende katholische Gemeinden (zu ihren Kirchen vgl. bei Bauwerke): St. Cyriak Oberkirch (mit Butschbach und seit 1937 auch mit Ringelbach), St. Sebastian Nu√übach (mit Bottenau), St. Jakob der √Ąltere √Ėdsbach (eigene Pfarrei seit 1932 ), St. Wendelin Stadelhofen (eigene Pfarrei seit 1887 ), St. Urban Tiergarten (eigene Pfarrei 1875 ) und St. Joseph Zusenhofen (eigene Pfarrei seit 1961 ). St. Aloysius Haslach war eine Filialgemeinde von Renchen-Ulm und ist heute Teil der Seelsorgeeinheit Oberkirch.

Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten nach Oberkirch. Eine eigene Kirche erhielt die evangelische Gemeinde 1866 . Zur Gemeinde geh√∂ren auch die Protestanten der Stadtteile Bottenau, Butschbach, √Ėdsbach, Ringelbach und Tiergarten. Haslach und Stadelhofen geh√∂ren zur Gemeinde Renchen, Nu√übach und Zusenhofen zu Appenweier. Alle Kirchengemeinden geh√∂ren zum Kirchenbezirk Kehl der Evangelischen Landeskirche in Baden .

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Oberkirch eingemeindet:

  • 1827 : Oberdorf
  • 1837 : Wolfhag
  • 1872 : Fernach
  • 1936 : Gaisbach
  • 1939 : Winterbach (nur teilweise, der Rest verblieb bei der Gemeinde Lautenbach)
  • 1. Januar 1971 : Butschbach (mit der 1837 eingegliederten Gemeinde Hesselbach)
  • 1. Juli 1971 : Haslach
  • 1. Juli 1972 : Ringelbach
  • 1. Januar 1974 : Stadelhofen, Tiergarten, Zusenhofen
  • 1. Juli 1974 : Nu√übach (mit Teilen der 1935 aufgel√∂sten Gemeinde Herztal)
  • 1. Januar 1975 : Bottenau (1935 aus einigen Weilern, darunter Teile der aufgel√∂sten Gemeinde Herztal, gebildet) und √Ėdsbach

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1825 1.859
1834 1.524
1847 1.970
1. Dezember 1871 2.878
1. Dezember 1880 ¬Ļ 3.052
1. Dezember 1900 ¬Ļ 3.584
1. Dezember 1910 ¬Ļ 4.369
16. Juni 1925 ¬Ļ 4.721
16. Juni 1933 ¬Ļ 4.865
17. Mai 1939 ¬Ļ 5.350
1948 ¬Ļ 6.121
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¬Ļ 6.365
6. Juni 1961 ¬Ļ 7.654
27. Mai 1970 ¬Ļ 8.418
31. Dezember 1975 16.371
31. Dezember 1980 16.550
27. Mai 1987 ¬Ļ 16.711
31. Dezember 1990 17.619
31. Dezember 1995 18.935
31. Dezember 2000 19.879
31. März 2005 20.262

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 20 Sitze
FW 8 Sitze
SPD 5 Sitze

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt Oberkirch stand der vom Bischof eingesetzte Schulthei√ü . Daneben ist seit 1327 ein Rat nachweisbar. In badischer Zeit leiteten B√ľrgermeister und Gemeinderat die Stadtverwaltung. Seit Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt 2004 tr√§gt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister . Dieser wird f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats . Sein allgemeiner Stellvertreter ist der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "B√ľrgermeister".

Die B√ľrgermeister und Oberb√ľrgermeister

  • 1816 - 1821 : Xaver Schrempp
  • 1821 - 1827 : T. Fischer
  • 1827 - 1832 : Xaver Schrempp
  • 1832 - 1833 : M√∂√üner
  • 1834 - 1839 : Xaver Schrempp
  • 1840 - 1841 : Karl Friedrich Kappler
  • 1842 - 1848 : Gottfried Braun
  • 1848 - 1849 : Christian Fischer
  • 1849 : Heinrich Zachmann
  • 1849 - 1851 : Fidel Selnach
  • 1851 - 1859 : Michael Doll
  • 1859 - 1861 : Ignaz Braun
  • 1862 - 1870 : Christian Fischer
  • 1870 - 1871 : Dr. Sigmund Schneider
  • 1871 - 1876 : Karl Friedrich Kappler jun.
  • 1877 - 1878 : Markus Becker
  • 1878 - 1908 : Josef Geldreich
  • 1908 - 1922 : Dr. Karl Neff
  • 1923 - 1934 : Robert Fellhauer
  • 1934 - 1936 : Karl Rombach
  • 1936 : Hans Knab
  • 1936 - 1941 : Karl Doll
  • 1942 - 1945 : Dr. Theodor Seiberlich
  • 1945 : Max Ruh (kommissarisch)
  • 1945 : Wilhelm Eitel
  • 1946 - 1947 : Karl Kraut
  • 1948 : Xaver Ziegler
  • 1948 - 1981 : Erwin Braun
  • 1981 - 1998 : Willi St√§chele (sp√§ter Minister in Baden-W√ľrttemberg)
  • 1998 -heute: Matthias Braun (1. Oberb√ľrgermeister von Oberkrich)

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Oberkirch zeigt unter rotem Schildhaupt, worin ein silberner Schr√§gbalken, gespalten von Blau und Gold, vorn auf gr√ľnem Dreiberg eine silberne Kirche mit Dachreiter, hinten ein schwarzer L√∂we √ľberdeckt mit einem durchgehenden, vielz√§hnigen roten Turnierkragen. Die Stadtflagge ist rot-wei√ü-rot. Das Wappen wird seit 1896 gef√ľhrt, doch wurde es in seiner heutigen Form erst 1968 festgelegt. Die Flagge ist seit 1926 im Gebrauch.

Die Kirche als so genanntes "redendes Wappen" ist schon im Siegelabdruck von 1338 enthalten. 1570 erlaubte der damalige Bischof von Stra√üburg Johann IV. Graf von Manderscheid-Blankenheim die F√ľhrung seines Wappens als Stadtwappen. Doch wurde die Form erst im 19. Jahrhundert festgelegt. Der Schr√§gbalken ist das Wappen des Bistums Stra√üburg, der L√∂we das der Herren von Blankenheim.

Städtepartnerschaften

Oberkirch unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft

  • Draveil/Essonne , Frankreich seit 1971
  • Haverfordwest , Wales , Vereinigtes K√∂nigreich seit 1989
  • Oosterzele in Flandern , Belgien , seit 1991

Daneben unterhält Oberkirch freundschaftliche Kontakte zu Oberkirch LU (Kanton Luzern) ( Schweiz ) und Radeberg in Sachsen.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

Im alten Rathaus befindet sich das Heimat- und Grimmelshausenmuseum. Es informiert unter anderem √ľber die Stadtgeschichte sowie das Leben des Dichters Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen, der in Oberkirch sein Werk "Simplicissimus" schrieb.

Bauwerke

Oberkirch: Bachanlage mit M√ľhlbach
Oberkirch: Bachanlage mit M√ľhlbach
Oberkirch: Ruine Schauenburg
Oberkirch: Ruine Schauenburg

Wahrzeichen Oberkirchs ist die aus dem 11. Jahrhundert stammende Ruine Schauenburg , die 200 Meter √ľber dem Ort steht. Ferner gibt es die Ruine F√ľrsteneck.

Im Ortsteil Tiergarten befindet sich die Ruine Ullenburg. Dort war der Verfasser des " Simplicissimus " Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen nach dem Dreißigjährigen Krieg als Burgverwalter tätig.

Die Altstadt hat noch einige historische Fachwerkhäuser sowie einige Barockbauten. Die katholische Pfarrkirche ist hingegen erst 1863 im neuromanischen Stil anstelle eines abgebrochenen Vorgängerbaus erbaut worden. Die evangelische Stadtkirche wurde 1866 an der Stelle des 1847 abgebrochenen ehemaligen Kapuzinerklosters errichtet.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen und Kapellen:

Wendelinskapelle Bottenau (1756 erbaut), katholische Kirche St. Aloysius Haslach (erbaut 1866), katholische Kirche St. Martin (erbaut 1827, der Chorturm der Vorg√§ngerkirche dient heute als Chor), katholische Jakobskapelle √Ėdsbach (gotisch), katholische Kirche St. Jakob der √Ąltere (erbaut 1911/12), katholische Wendelinuskapelle Ringelbach (erbaut 1863 im neoromanischen Stil), katholische Pfarrkirche St, Wendelin (erbaut 1882 im neoromanischen Stil anstelle eines Vorg√§ngerbaus von 1780), katholische Pfarrkirche St. Urban Tiergarten (erbaut 1871, eine Kapelle St. Urban ist schon seit 1780 bezeugt) und katholische Kirche St. Joseph Zusenhofen (erbaut 1933/34).

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Landwirtschaft Oberkirchs ist durch Wein - und Obstbau geprägt. Daneben gibt es Papier - und Textilindustrie sowie Maschinenbau .

Verkehr

Die Stadt ist √ľber eine Bahnlinie von Offenburg aus √ľber Appenweier erreichbar. Die Stadt geh√∂rt dem Tarifverbund Ortenau an, der den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) durch mehrere Buslinien bedient. Seit neustem gibtes auch den Ringbus. Dieser bef√§hrt die Stadt mit 3 Linien.

Ansässige Unternehmen

Medien

√úber das lokale Geschehen in Oberkirch berichtet als Tageszeitung die Acher-Rench-Zeitung der Mittelbadischen Presse.

Gericht und Einrichtungen

Oberkirch ist Sitz eines Amtsgerichts , das zum Landgerichtsbezirk Offenburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe geh√∂rt, sowie eines Notariats . Der Ortenaukreis unterh√§lt in Oberkirch mit dem Amt f√ľr Waldwirtschaft eine Au√üenstelle sowie ein Kreiskrankenhaus.

Bildung

Oberkirch hat ein Gymnasium (Hans-Furler-Gymnasium), eine Realschule (Realschule Oberkirch), eine F√∂rderschule (Altstadtschule), eine Hauptschule (August-Ganther-Hauptschule), zwei Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (in Nussbach und √Ėdsbach) sowie f√ľnf Grundschulen (Johann-W√∂lfflin-Grundschule und je eine in den Stadtteilen Bottenau, Tiergarten/Haslach, Stadelhofen und Zusenhofen).

Der Ortenaukreis ist Tr√§ger der Renchtalschule f√ľr Sprachbehinderte.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1862 , 9. M√§rz , August Ganther , + 1938 in Freiburg im Breisgau, Dialektdichter (zum Beispiel das Volksst√ľck "Der Klostersch√ľtz")
  • 1916 , 29. M√§rz Karl Schrempp , + 4. M√§rz 1919 in Baden-Baden, Brauereidirektor, Wohlt√§ter und Stifter sowie Ehrenb√ľrger von Karlsruhe

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Oberkirch hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • 1841 : Johann Nepomuk Fauler, Oberamtmann
  • 1878 : Conrad Huber, Lehrer
  • 1908 : Josef Geldreich, B√ľrgermeister von Oberkirch
  • 1937 : August Ganther , Dichter
  • 1962 : Hans Furler , Pr√§sident des Europaparlaments
  • 1968 : Maximilian Ruh, Pfarrer
  • 1981 : Erwin Braun, B√ľrgermeister von Oberkirch

Literatur

  • Badisches St√§dtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959

Weblinks

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