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Letzte Änderung für Artikel Lahr/Schwarzwald: 15.02.2006 21:10

Lahr/Schwarzwald

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Wappen Karte
Alle Rechte: Stadt Lahr Bild:Lahr im Schwarzwald (Karte).png
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : S√ľdlicher Oberrhein
Landkreis : Ortenaukreis
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 20' N, 07¬į 52' O
48¬į 20' N, 07¬į 52' O
H√∂he : 202 m √ľ. NN
Fläche : 69,79 km²
Einwohner : 43.810 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 625 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 10,0 %
Postleitzahl : 77901-77933
(alt: 7630)
Vorwahl : 07821
Kfz-Kennzeichen : OG
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 17 065
Stadtgliederung: Kernstadt und
7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 4
77933 Lahr/Schwarzwald
Website: www.lahr.de
E-Mail-Adresse: lahrinfo@lahr.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Dr. Wolfgang G. M√ľller

Lahr/Schwarzwald (bis 30. September 1978 nur "Lahr") ist eine Stadt im Westen Baden-W√ľrttembergs, etwa 38 km n√∂rdlich von Freiburg im Breisgau und 100 km s√ľdlich von Karlsruhe. Sie ist nach der Kreisstadt Offenburg die zweitgr√∂√üte Stadt des Ortenaukreises und bildet ein Mittelzentrum im Ortenaukreis, zu dem au√üer Lahr noch die St√§dte und Gemeinden Ettenheim, Friesenheim (Baden), Kappel-Grafenhausen, Kippenheim, Mahlberg, Mei√üenheim, Ringsheim, Rust (Baden), Schuttertal, Schwanau und Seelbach (Schutter) geh√∂ren.

Die Einwohnerzahl der Stadt Lahr/Schwarzwald √ľberschritt Mitte der 1950er Jahre die 20.000-Grenze. Daher wurde die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Gro√üen Kreisstadt erkl√§rt. Mit der Gemeinde Kippenheim hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lahr/Schwarzwald liegt am Westrand des Schwarzwaldes, auf der √∂stlichen Seite der Rheinebene an den Ausl√§ufern des Schuttertals. Die Schutter betritt vom Schwarzwald kommend im S√ľdosten das Stadtgebiet, durchflie√üt dann in nordwestlicher Richtung die Stadtteile Reichenbach und Kuhbach, anschlie√üend die Kernstadt (die Altstadt liegt am rechten Ufer des Flusses) und den Stadtteil Dinglingen, wo sich der Fluss nach Norden wendet, dann den Stadtteil Hugsweier durchflie√üt, um das Stadtgebiet dann wieder zu verlassen. Unweit von Dinglingen zweigt der Schutterentlastungskanal ab.

Nachbarstädte

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Lahr/Schwarzwald. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Friesenheim (Baden), Seelbach (Schutter), Kippenheim, Kappel-Grafenhausen und Schwanau

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Lahrs gliedert sich in die Kernstadt , zu der heute auch der 1899 eingemeindete Ort Burgheim sowie die 1933 eingegliederte Gemeinde Dinglingen, die beide heute mit Lahr zusammengewachsen sind, gehören und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden und heutigen Stadtteile Hugsweier, Kippenheimweiler, Kuhbach, Langenwinkel, Mietersheim, Reichenbach und Sulz.

Die erst bei der j√ľngsten Gemeindereform eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung, das hei√üt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu w√§hlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Jede Ortschaft hat eine Ortschaftsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort".

Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr weinige Einwohner haben, inzwischen aber teilweise auch schon mit dem Hauptort zusammen gewachsen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen gehören folgende Wohnplätze bzw. Siedlungen zu den Stadtteilen:

  • zu Kuhbach: Brudertal
  • zur Kernstadt: Galgenberg, Schutterlindenberghof, Waldfrieden
  • zu Reichenbach: Eichberg, Gereut, Giesenhof, Langeck, Poche, Schindelh√∂fe
  • zu Sulz: Dammenm√ľhle, Ernethof, Hohberg, Langenhard

Geschichte

Lahr 1909
Lahr 1909

Die Siedlung entstand um eine Tiefburg der Geroldsecker aus dem Jahre 1220 und wurde vermutlich 1278 zur Stadt erhoben. Das 1377 erneuerte Stadtprivileg bildete bis zum Ende des Alten Reichs den Eckpfeiler der städtischen Freiheiten und erlaubte im 18. Jahrhundert wegen seiner deutlichen Steuerprivilegien den Aufschwung der Stadt als Handelszentrum.

Stadt und gleichnamige Herrschaft blieben bis 1426 im Besitz der Herren von Geroldseck . Ihre Erben waren die Herren von Moers-Saarwerden , welche die halbe Herrschaft 1442 an das Land Baden verpf√§ndeten. Dieses kaufte 1497 seinen Teil. Die andere H√§lfte gelangte 1522 an das Haus Nassau -Saarbr√ľcken. Beide Herrschaften f√ľhrten die Reformation ein und verwalteten die Stadt und ihr Umland als Kondominat bis 1629 , als Lahr ganz zu Nassau kam. Schon sehr fr√ľh wurde Lahr Amtsstadt.

Nach starken Bev√∂lkerungsr√ľckg√§ngen im Drei√üigj√§hrigen Krieg wurde die Stadt 1677 w√§hrend des Holl√§ndischen Kriegs von franz√∂sischen Truppen unter dem Marschall Chr√©quy in Brand gesetzt. Wichtigste Ereignisse im 18. Jahrhundert sind die verschiedenen "Lahrer Prozesse" der B√ľrgerschaft gegen ihre eigene Landesherrschaft, die 1726 und 1778 zu Gunsten der B√ľrger entschieden wurden und in der Stadt das von der Herrschaft intendierte absolutistische System verhinderten.

Lahr im Schwarzwald: Burgheimer Kirche
Lahr im Schwarzwald: Burgheimer Kirche

1803 kam Lahr mit seinem Umland an Baden und die Stadt wurde Sitz eines badischen Amtes, das im Laufe der Geschichte mehrmals verändert wurde.

Im 19. Jahrhundert war Lahr eine bedeutende Druckerstadt. So hat auch der Burda-Verlag , der heute im benachbarten Offenburg beheimatet ist, den Ursprung seiner Firmengeschichte z.T. in Lahr. Schon zwischen 1898 und 1919 sowie 1936 bis 1945 war Lahr Garnisonsstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lahr St√ľtzpunkt franz√∂sischer Streitkr√§fte (bis zum NATO-Austritt Frankreichs ). Von 1969 bis in die 1990er Jahre hatte das Hauptquartier der kanadischen NATO-Steitkr√§fte in Europa hier seinen Sitz. Durch den anschlie√üenden Zuzug ehemaliger Russlanddeutscher bzw. Sp√§taussiedler , insgesamt 9000 Menschen, und von ca. 4000 Menschen anderer Nationalit√§ten hat derzeit etwa jeder vierte B√ľrger Lahrs einen Geburtsort in dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Nach dem Abzug der kanadischen Streitkr√§fte blieb eine kleine Gemeinde kanadischer B√ľrger - ca. 200 meist ehemalige Zivilangestellte des Milit√§rs - in Lahr zur√ľck.

Bereits 1939 war Lahr Kreisstadt des aus dem bisherigen Bezirksamt Lahr hervorgegangenen Landkreises Lahr geworden, der später das Kfz-Kennzeichen "LR" bekam. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Lahr aufgelöst und seine Gemeinden dem neu gebildeten Ortenaukreis zugeordnet.

Auch die Stadtteile Lahrs haben eine lange Geschichte. Die meisten gehörten zur Herrschaft Lahr (Hugsweier, Burgheim, Dinglingen, Langenwinkel, Mietersheim und Sulz) und teilten folglich die Geschicke der Stadt. 1803 kamen sie an Baden und waren Gemeinden im Amtsbezirk Lahr, bevor sie in die Stadt Lahr eingegliedert wurden. Hugsweier wurde 1341 als "Hugeswilre", Burgheim 1035 als "Burcheim", Dinglingen 961 als "Tuntelinga", Mietersheim 762 als "Mutherisheim" und Sulz 1270 als "Sulz" erstmals erwähnt.

Langenwinkel ist ein recht junges Dorf. Es wurde zun√§chst ab 1787 auf der Gemarkung Dinglingen im nassauischen Waldgebiet, das hierf√ľr gerodet wurde, angelegt. 1790 wurde das erste Haus errichtet und 1797 wurde Langenwinkel eine selbst√§ndige Gemeinde, die mit Lahr 1803 an Baden kam. Nach 1951 wurde in der unmittelbaren Nachbarschaft der Flugplatz der kanadischen Streitkr√§fte angelegt. Dies f√ľhrte zu einer erheblichen Belastung f√ľr die Einwohner Langenwinkels. 1965 beschloss daher das Bundesverteidigungsministerium, den Ort zu verlegen. Er wurde einige Kilometer s√ľd√∂stlich unweit des Hurster Hofes zwischen 1968 und 1971 neu angelegt.

Kippenheimweiler wurde 1417 als "Wilre" bzw. 1462 als "Kippenwiler" erstmals erwähnt. Es war ein Ausbauort Kippenheims und kam mit diesem 1629 an die badische Herrschaft Mahlberg, ab 1810 zum Amt Ettenheim und erst nach dessen Auflösung 1924 zum Bezirksamt Lahr.

Kuhbach wurde 1035 als "Cuobach" erstmals erwähnt. Es gehörte zunächst den Geroldseckern und kam bei dessen Teilung 1278 an Hohengeroldseck (Vogtei Seelbach). Kirchlich gehörte es zunächst zur Burgheim, dann zur Pfarrei Lahr. Nach der Gegenreformation in Hohengeroldseck wurde der Ort wieder katholisch. Der Ort kam erst 1819 an Baden und wurde dann dem Bezirksamt Lahr zugeordnet.

Reichenbach wurde 1270 als "Richenbach" erstmals erw√§hnt. Der Ort war im zwischen Geroldseck und Tiersberg geteilt. Der Tiersberger Teil kam im 14. Jahrhundert √ľber Schwarzenberg und Ettendorf, Hummel von Staufenberg nach und nach an Baden, die den Ort an die R√∂der zu Lehen gaben. Der hohengeroldseckische Teil kam √ľber die Cronberg an die Grafen von der Leyen. Reichenbach war zun√§chst evangelisch, wurde aber ab 1658 wieder katholisch. Der baden-r√∂dersche Teil kam 1806 an die Grafschaft Geroldseck, wurde mit dieser 1815 √∂sterreichisch und wurde 1819 an Baden (Amt Hohengeroldseck) abgetreten. Erst 1832 kam Reichenbach zum Bezirksamt Lahr.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Lahr/Schwarzwald eingemeindet:

  • 1899 : Burgheim
  • 1933 : Dinglingen
  • 1. Januar 1972 : Hugsweier, Kippenheimweiler, Kuhbach, Langenwinkel, Mietersheim, Reichenbach und Sulz

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1804 4.753
1815 4.371
1852 6.939
1. Dezember 1871 9.173
1. Dezember 1880 ¬Ļ 11.152
1. Dezember 1900 ¬Ļ 16.068
1. Dezember 1910 ¬Ļ 17.919
16. Juni 1925 ¬Ļ 16.609
16. Juni 1933 ¬Ļ 16.807
17. Mai 1939 ¬Ļ 18.100
1946 16.662
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¬Ļ 19.530
6. Juni 1961 ¬Ļ 22.599
27. Mai 1970 ¬Ļ 24.725
31. Dezember 1975 35.570
31. Dezember 1980 35.465
27. Mai 1987 ¬Ļ 33.141
31. Dezember 1990 34.719
31. Dezember 1995 42.021
31. Dezember 2000 42.555
31. März 2005 43.639

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Religionen

Das Lahrer Umland geh√∂rte zun√§chst zum Bistum Stra√üburg . Die Stadt wurde urspr√ľnglich von den Pfarreien Dinglingen und Burgheim betreut. In der Stadt gab es nur eine Kapelle zu Unserer Lieben Frau. 1259 wurde ein Augustinerkloster gegr√ľndet, das 1349 in die Dinglinger Vorstadt verlegt und 1482 in ein Kollegiatstift umgewandelt wurde. 1492 wurde die Pfarrei Burgberg nach Lahr verlegt. Damit wurde aus der Kapelle zu Unserer Lieben Frau die Pfarrkirche Lahrs (Stiftskirche). Nach Einf√ľhrung der Reformation 1558/67 wurde das Stift 1588 aufgehoben. Lahr war danach √ľber Jahrhunderte eine ausschlie√ülich evangelische Stadt. Die Stiftskirche wurde in badischer Zeit Sitz eines Dekans f√ľr das gesamte Umland. Aus der Stiftsgemeinde entstanden weitere Kirchengemeinden und zwar die Christusgemeinde und die Friedensgemeinde. Diese schlossen sich sp√§ter zu einer Gesamtkirchengemeinde zusammen. Zu dieser geh√∂ren auch die Johannesgemeinde Sulz, die Luthergemeinde, Paulusgemeinde und Melanchtongemeinde in Dinglingen bzw. Lahr-West und die Petrusgemeinde Burgheim. Weitere evangelische Kirchengemeinden gibt es in den Stadtteilen Hugsweier, Kippenheimweiler und Langenwinkel, w√§hrend Langenwinkel von der Pfarrei Hugsweier und Kippenheimweiler von der Nachbarpfarrei Kippenheim betreut wird. Die Protestanten aus Kuhbach und Reichenbach werden von der Gemeinde Seelbach und die von Mietersheim von Lahr betreut. Alle protestantischen Kirchengemeinden geh√∂ren zum Dekanat Lahr der Evangelischen Landeskirche in Baden . Auch Liebenzeller Gemeinschaften sind in Lahr ans√§ssig.

Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch wieder Katholiken nach Lahr. 1843 wurde die katholische Pfarrei gegr√ľndet und ab 1846 wurde die eigene Kirche St. Peter und Paul erbaut. Die 2. Pfarrei wurde St. Marien 1960 (Kirche von 1954/56). Weitere katholische Gemeinden gibt es in Dinglingen (Hl. Geist mit Filialkirche St. Martin Hugsweier), Kuhbach (Mariae Himmelfahrt und Kapelle Unserer Lieben Frau), Reichenbach und Sulz (St. Peter und Paul). In Sulz bestand zwischen 1773 und 1959 ein Simultaneum zwischen evangelischer und katholischer Gemeinde. Die katholischen Gemeinden geh√∂ren zum Dekanat Lahr des Erzbistums Freiburg.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Lahr auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter Evangelisch-freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ), Evangelisch-methodistische Gemeinden ( Methodisten ) und eine Freie Christengemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Lahr vertreten.

Politik

Oberb√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt standen anfangs vier Ratsmitglieder, die "Vierer", ab 1377 12 gew√§hlt Ratsfreunde, darunter vier B√ľrgermeister . Daneben gab es einen Stadtamtmann bzw. Vogt oder Schulthei√ü , der zwischen der Herrschaft und der Stadt vermittelte. Im 19. Jahrhundert gab es einen B√ľrgermeister und einen Rat mit 11 Mitgliedern. 1888 wurde die St√§dteordnung eingef√ľhrt. Seither gibt es einen Oberb√ľrgermeister an der Spitze der Stadt. Dieser wird heute von der Bev√∂lkerung auf acht Jahre gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der oder die 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster B√ľrgermeister" bzw. "Erste B√ľrgermeisterin" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "B√ľrgermeister".

Lahr im Schwarzwald: Storchenturm
Lahr im Schwarzwald: Storchenturm
  • 1889 - 1899 Dr. Gustav Schlusser
  • 1899 - 1928 Dr. Gustav Altfelix
  • 1928 - 1929 Rudolf Binz
  • 1929 - 1933 Heinrich Wolters
  • 1933 - 1945 Dr. Karl Winter
  • 1945 - 1952 Dr. Paul Waeldin
  • 1952 - 1961 Dr. Heinrich Friedrich
  • 1961 - 1981 Dr. Philipp Brucker
  • 1981 - 1997 Werner Dietz, CDU
  • 1997 -heute: Dr. Wolfgang G. M√ľller, SPD

Gemeinderat

Der aktuelle Gemeinderat hat folgende Sitzverteilung:

CDU 11 Sitze
SPD 7 Sitze
FWG 6 Sitze
Die Gr√ľnen 4 Sitze
FDP 3 Sitze
Fraktionslos 1 Sitze

Wappen

Das Wappen der Stadt Lahr/Schwarzwald zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold ein roter Balken, hinten in Blau eine durchgehende silberne Mauer mit drei Zinnen, offenem Tor und hochgezogenem silbernem Fallgatter. Die Stadtflagge ist blau-wei√ü. Das Wappensymbol ist schon in den Siegeln seit 1305 bezeugt. Es handelt sich das Wappen der Stadtgr√ľnder derer von Geroldseck sowie um das damals √ľblich Symbol f√ľr St√§dte, die Mauer. Letztere wurde im 15. Jahrhundert durch einen Zinnenturm ersetzt. Von 1898 bis 1958 zeigte das Wappen lediglich den Zinnenturm mit einem Engelskopf als Schildhalter. Diese Darstellung war seit dem 18. Jahrhundert bekannt, doch kehrte man 1958 wieder zur alten Wappendarstellung zur√ľck.

Städtepartnerschaften

Lahr unterhält seit 1962 mit Dole in Frankreich und seit den 1990er Jahren mit Belleville in Kanada eine Städtepartnerschaft .

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Lahr verf√ľgt mit der ehemaligen NATO - Airbase √ľber einen Flughafen , dessen Start- bzw. Landebahn von 3 km L√§nge und 45 m Breite zu einer der gr√∂√üten in Deutschland z√§hlt.

Lahr verf√ľgt √ľber eine Autobahnanbindung an die A5 Karlsruhe-Basel und ist Kreuzungspunkt der Bundesstrassen B3, B36 und B415 .

Lahr besitzt einen Bahnhof an der Rheintalbahn der Deutschen Bahn. Der ehemalige innerstädtische Bahnhof und die Gleise der Nebenbahn von Seelbach (Schutter) nach Kehl sind mittlerweile vollständig abgebaut.

Ortsansässige Unternehmen

Größter industrieller Arbeitgeber in Lahr ist die INA Schaeffler AG , welche Maschinenteile herstellt. Es folgen die Friedrich Grohe AG (sanitäre Armaturen, Thermostate) und die Berger Lahr GmbH ( Antriebstechnik , Elektronik).

Heute in Lahr beheimatete Verlage: Ernst Kaufmann-Verlag, Verlag Moritz Schauenburg (Jahreskalender des Lahrer Hinkenden Boten ) und Johannis-Verlag (evangelisches Verlagshaus seit 1896).

Behörden, Gericht und Einrichtungen

In Lahr ist die IV. Bereitschaftspolizeiabteilung untergebracht. Hier werden junge Polizistinnen und Polizisten auf Ihren Dienst vorbereitet. Ferner gibt es in Lahr ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Offenburg geh√∂rt, Kammern des Arbeitsgerichts Freiburg, ein Finanzamt , eine Agentur f√ľr Arbeit und ein Notariat. Auch der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Baden-W√ľrttemberg hat hier seinen Hauptsitz. Ferner ist Lahr Sitz des Dekanats Lahr der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Lahr innerhalb der Region Ortenau des Erzbistums Freiburg.

Lahr im Schwarzwald: Altes Rathaus
Lahr im Schwarzwald: Altes Rathaus

Medien

In Lahr erscheinen als Tageszeitung die "Lahrer Zeitung", eine Lokalausgabe des Schwarzwälder Boten sowie die Lokalausgabe der "Badischen Zeitung" aus Freiburg (ehemals "Lahrer Anzeiger").

Das "Offenburger Tageblatt - Zeitung f√ľr Lahr" berichtet au√üerdem als Tageszeitung mit einem umfangreichen Lokalteil aus Lahr und seiner Region.

Bildung und Forschung

Lahr beherbergt die staatlich anerkannte Privatuniversität der AKAD Privathochschulen. Das Klinikum Lahr ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg.

Die Stadt Lahr hat zwei Gymnasien (Max-Planck-, Scheffel-Gymnasium), eine Realschule (Otto-Hahn-Realschule), eine Förderschule (Gutenbergschule), acht Grundschulen (Eichrodt-Grundschule, Geroldseckerschule, Johann-Peter-Hebel-Schule, Luisenschule, Schutterlindenberg-Schule, Grundschule Kuhbach, Grundschule Langenwinkel, Schulhaus Kippenheimweiler und Grundschule Mietersheim), zwei Grund- und Hauptschulen (in Reichenbach und in Sulz) und zwei Hauptschulen (Friedrich-Hauptschule und Theodor-Heuss-Hauptschule Dinglingen).

Der Ortenaukreis ist Tr√§ger der Gewerblichen Schulen Lahr, der Kaufm√§nnischen Schule Lahr (unter anderem mit dem Integrierten Beruflichen Gymnasium Lahr, das eine sozialp√§dagogische und eine wirtschaftswissenschaftliche Richtung hat), der Beruflichen Schule im Mauerfeld (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule), der Br√ľder-Grimm-Schule f√ľr Sprachbehinderte mit Pinocchio- Schulkindergarten f√ľr Sprachbehinderte und der Georg-Wimmer-Schule f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten f√ľr Geistigbehinderte.

Weitere öffentliche Schulen sind das Clara-Schumann-Gymnasium (Staatliches Aufbaugymnasium mit Heim), die Badische Malerfachschule und die Krankenpflegeschule am Klinikum Lahr.

Zahlreiche Privatschulen runden das schulische Angebot Lahrs ab. Es gibt unter anderem ein Abendgymnasium , eine Abendrealschule , die Altenpflegeschule der Arbeiterwohlfahrt am Ludwig-Frank-Haus, eine Berufsfachschule f√ľr Kosmetik, die Ferdinand-Fingado-Schule f√ľr Erziehungshilfe, eine Freie Evangelische Schule (Grund-, Haupt- und Realschule), eine Hebammenschule und eine Physiotherapeutenschule der Deutschen Angestellten Akademie e.V. und die Sprachheilschule am Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Sehensw√ľrdigkeiten

Der Storchenturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich um den Rest der ehemaligen Tiefburg derer von Geroldseck, der ebenso wie Reste der alten Stadtmauer noch erhalten ist.

Sehenswert ist auch der Stadtpark mit Museum in der Villa Jamm und die Hammerschmiede im Stadtteil Reichenbach.

Das Neue Rathaus der Stadt Lahr, einst als Industriellenvilla erbaut, besitzt eine Fassade von Friedrich Weinbrenner .

Die heutige Hauptkirche der Stadt ist die evangelische Stiftskirche, ehemals zu Unserer Lieben Frau, eine sp√§tgotische dreischiffige Basilika mit 1874 errichtetem Westturm. √Ąlter ist jedoch die Burgheimer Kirche (auch Peterskirche), die eine der √§ltesten Kirchen rechts des Rheins ist. Zwischen 1877 und 1880 wurde die Christuskirche Lahr als zweite evangelische Kirche der Stadt errichtet. Dabei handelt es sich um einen Kuppelbau im Stil der italienischen Renaissance. Die Friedenskirche wurde 1956 errichtet. Die erste katholische Kirche St. Peter und Paul wurde 1846 im neoromanischen Stil errichtet und hat zwei T√ľrme. Die zweite Pfarrkirche St. Marien wurde 1954 bis 1956 erbaut und 1967 erweitert.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen und Kapellen:
Evangelische Petruskirche Burgheim (romanische Chorturmkirche mit gotischen Wandmalereien), evangelische Martinskirche Dinglingen (erbaut 1784), evangelische Melanchthonkirche Dinglingen (erbaut 1979), evangelische Kirche Hugsweier (ehemals St. Margarethen, erbaut 1755 bis 1790), katholische Filialkirche St. Martin Hugsweier (erbaut 1966 ), evangelische Filialkirche Kippenheimweiler (erbaut 1902 ), katholische Kapelle zu Unserer Lieben Frau in Kuhbach (erbaut im 14. /15. Jahrhundert), katholische Kirche Mariae Himmelfahrt in Kuhbach (erbaut 1956 ), evangelische Kapelle Mietersheim (erbaut im 16. /17. Jahrhundert), katholische Kirche Reichenbach (erbaut 1846 bis 1848 im neoromanischen Stil), katholische Kirche St. Peter und Paul in Sulz (erbaut 1864 im neoromanischen Stil) sowie evangelische Johanneskirche Sulz (erbaut 1960 ).

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Chrysanthema - eine dreiw√∂chige, in Deutschland einzigartige Blumenaustellung. Diese findet j√§hrlich im Sp√§tjahr statt und lockt tausende Blumeninteressierte aus ganz Deutschland und den Nachbarl√§ndern in die aufwendig geschm√ľckte Altstadt. Website Chrysanthema Lahr

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1789 , 12. November , Philipp Jakob Siebenpfeiffer , † 14. Mai 1845 in B√ľmpliz, Initiator und Hauptredner des Hambacher Festes
  • 1809 , Christian Wilhelm Jamm , † 1875 in Lahr, Gro√ühandelskaufmann in Kuba , Stifter des Stadtparkes und der Stadtbibliothek, Erbauer der Villa Jamm.
  • 1827 , 2. Februar in Durlach , Ludwig Eichrodt , † 2. Februar 1892 in Lahr, Dichter, von ihm stammt der Begriff des Biedermeier
  • 1860 , 9. Dezember , Carl Bader , † 25. August 1918 Wuppertal, Gr√ľnder und Direktor des Diakoniewerk " Bethesda " in Wuppertal
  • 1865 , 23. Juli , Ludwig S√ľtterlin , † 20. November 1917 in Berlin, Erfinder und Gestalter der S√ľtterlinschrift
  • 1875 , 12. Oktober Emil Rudolf Weiss , † 7. November 1942 in Meersburg, Maler und Schriftgestalter, Weiss'sche Schrifttype
  • 1902 , 13. August , Felix Wankel , † 9. Oktober 1988 in Heidelberg, Erfinder des Wankelmotors
  • 1904 , 5. Juni , Hans Furler , † 29. Juni 1975 in Oberkirch , Politiker ( CDU ), MdB , MdEP , Pr√§sident des Europ√§ischen Parlaments 1960 - 1962
  • 1924 , 2. September , Philipp Brucker , Alt-Oberb√ľrgermeister, Heimatdichter
  • 1930 , 14. M√§rz , Dieter Schnebel , Komponist experimenteller Musik, Theologe
  • 1966 , 8. Oktober , Tabea Zimmermann , Bratschistin , Professorin an der Musikhochschule Berlin
  • 1890 , Albert Nestler , † 1961 in Lahr, Fabrikant; zeitweise Weltmarktf√ľhrer f√ľr Rechenschieber und Zeichentische .

Literatur

  • Badisches St√§dtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • Stadt Lahr (Hrsg.), Geschichte der Stadt Lahr
    • Band 1: Von den Anf√§ngen bis zum Ausgang des Mittelalters, Lahr 1989
    • Band 2: Vom Drei√üigj√§hrigen Krieg bis zum Ersten Weltkrieg, Lahr 1991
    • Band 3: Im 20. Jahrhundert, Lahr 1993

Weblinks

Wikipedia

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