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Letzte Änderung für Artikel Gamshurst: 27.01.2006 19:00

Gamshurst

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Wappen Karte
Wappen von Gamshurst
Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Position von Achern-Gamshurst hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg (Deutschland)
Regierungsbezirk : Freiburg
Landkreis : Ortenaukreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 39' n. Br., 08┬░ 01' ├Â. L.
48┬░ 39' n. Br., 08┬░ 01' ├Â. L.
H├Âhe : 133 - 130 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 11,7 km┬▓
Einwohner : 1.667 (Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 142,5 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 77855
(alt: 7590)
Vorwahl : 07841
Kfz-Kennzeichen : OG
Gemeindeschl├╝ssel : 08 3 17 001
Adresse der
Ortsverwaltung:
Lange Stra├če 130
77855 Achern-Gamshurst
Website: www.achern.de
E-Mail-Adresse: ov.gamshurst@achern.de

Gamshurst ist ein Ortsteil der gro├čen Kreisstadt Achern im Norden des Ortenaukreises im Schwarzwald.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Gamshurst liegt im n├Ârdlichen Ortenaukreis (Baden-W├╝rttemberg) im nord-westlichen Bereich der Stadt Achern. Das Dorf liegt in unmittelbarer N├Ąhe zur Autobahnanschlussstelle Nr. 53 (Achern) der A5 und nur wenige Kilometer vom Rhein├╝bergang Rheinau-Freistett / Gambsheim nach Frankreich entfernt. Insgesamt umfasst die Gemarkung des Dorfes 1.170 Hektar . Die Acher (auch Feldbach genannt) zieht sich durch das ganze Dorf, das mit etwa 3 km L├Ąnge auch ├╝berwiegend entlang diesem kleinen Fluss seine Urspr├╝nge hat. Au├čerdem geh├Âren zu Gamshurst noch die Ortsteile Ziegelh├╝tte im S├╝den, Litzloch im Osten und Michelbuch im Norden.

Blick auf Gamshurst
Blick auf Gamshurst

Geschichte

Wann genau Gamshurst bev├Âlkert wurde, ist bislang unklar - vielleicht sogar schon vor Christi Geburt: In den Jahren 1810 bis 1885 wurden mehrfach gallische Goldm├╝nzen auf Gamshurster Gemarkung gefunden. Eine davon, die heute im M├╝nzkabinett des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe zu sehen ist, zeigt den K├Ânig Philipp II. (Philippeus) von Macedonien , der von 359 bis 336 vor Christus regierte.

Am 21. Februar 902 ├╝bergaben Graf Luitfried und dessen S├Âhne in Gamshurst dem "Kloster Sankt Trudpert" mehrere G├╝ter und best├Ątigte die dem Kloster fr├╝her gemachten Stiftungen. Dies gilt als bisher erste bekannte urkundliche Nennung von Gamshurst, damals noch als "Hurst des Gaman" erw├Ąhnt.

In der Zeit von 1198 bis 1217 gab es in Gamshurst ein Hospital "des heiligen Simon und Judas", das dem Kloster Allerheiligen angeh├Ârte. Der Name des Dorfes machte im Lauf der Jahrhunderte einige Ver├Ąnderungen mit:

In einer p├Ąpstlichen Bulle von 1216 wird das Dorf als "Gamesh├╝sh" erw├Ąhnt - sp├Ąter wurde der Name als "Gamelshurste" oder auch "Gambshurst" angegeben. Eine weitere Nennung des Dorfnamens stammt aus dem Jahre 1332 mit der Bezeichnung "Gameneshurst".

In der Gr├╝ndungsurkunde vom 27. Juli 1355 wurde durch den Abt von Schuttern eine st├Ąndige Priesterstelle in Gamshurst geschaffen - hier wurde auch erstmals die Nikolauskapelle erw├Ąhnt.

Mit diesem ersten Ortsgeistlichen wurde auch die Trennung von der Mutterpfarrei Sasbach vollzogen: Der Ort sei "recht weit entfernt und wegen der S├╝mpfe ist nur schwer hinzukommen" hie├č es in der Begr├╝ndung. Dies war wohl auch der Anlass, warum man als Patron der Pfarrei den heiligen St. Nikolaus w├Ąhlte, der zur Hilfe in Wassersn├Âten angerufen wird.

Aufzeichnungen von 1428 ist zu entnehmen, dass in diesem Jahr die Leibeigenschaft im Dorf abgeschafft wurde.

Auch die Inquisition machte vor dem Dorf nicht halt - am 27. Mai 1628 wurde eine Frau bei lebendigem Leib als Hexe verbrannt.

Im Juli 1675 brandete der franz├Âsische Feldherr Turenne mit seinen Truppen das Dorf. Die K├Ąmpfer kamen zuvor ├╝ber den Rhein vom heutigen Elsass und lagerten in Gamshurst westlich der Acher. Tags darauf, am 27. Juli , wurde Turenne in Sasbach get├Âtet.

Zur Napoleonischen Zeit lebten in Gamshurst etwa 1.200 Menschen und im Jahr 1825 z├Ąhlte man 1.542 Einwohner.

Bis 1807 geh├Ârte Gamshurst zur "Kaiserlichen Reichslandvogtei Ortenau" und war dem Gericht Achern unterstellt. Anno 1807 wurde Gamshurst dem Obervogteiamt Achern zugeteilt und geh├Ârte daraufhin dem Landkreis B├╝hl an.

Die wechselvolle Geschichte von Kriegen und Hungersjahren f├╝hrte im Jahr 1854 dazu, dass 344 Einwohner von Gamshurst nach Kanada , vorwiegend in die Gegend um Quebec , auswandern mussten. Es handelte sich bei diesen B├╝rgern um die "Ortsarmen", die von der Gemeinde weggeschickt wurden - f├╝r die Kosten der Auswanderung musste Gamshurst damals sogar einen Kredit aufnehmen. Die ├ťberfahrt dauerte lang und so mancher kam niemals an, weil er unterwegs qualvoll starb; vor allem Kinder und Frauen waren betroffen.

Bei der Volksz├Ąhlung am 1. Dezember 1905 hatte das Dorf 1.229 Einwohner.

Nach einem Blitzschlag brannte am 6. Mai 1926 ein Gro├čteil der Kirche ab. Das Gotteshaus wurde wieder aufgebaut und ab Weihnachten 1927 fanden wieder Gottesdienste darin statt.

Am 13. April 1945 wurde das Dorf von Luftbeobachtern unter Beschuss genommen, nachdem die Angreifer glaubten, noch deutsche Soldaten im Dorf zu sehen - ein Irrtum, es handelte sich dabei um Gefangene. Ein Anwesen im Dorf brannte bei diesem Angriff ab.

Im Jahr 1973 wurde Gamshurst als Stadtteil der gro├čen Kreisstadt Achern eingemeindet und geh├Ârt seither zum Ortenaukreis.

Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat der Strukturwandel das Dorf stark ver├Ąndert. Vom Handwerk bis zum Industriebetrieb bietet Gamshurst insgesamt etwa 900 Arbeitspl├Ątze.

Die Landwirtschaft im Ort wird heute weitestgehend im Nebenerwerb betrieben - Anfang 2006 gab es noch einen Vollerwerbslandwirt im Dorf. Aus der ehemals rein b├Ąuerlichen Gemeinde ist ein schmuckes Dorf mit etwas mehr als 1.650 Einwohnern (Stand: Januar 2006)geworden.

Wappen

In einem gespaltenen Schild sind auf der linken Seite drei goldene Bischofskugeln auf blauem Hintergrund zu sehen, die rechte Seite zeigt auf einem schwarzen Dreiberg eine ebenfalls schwarze Hecke auf silbernem Hintergrund. Die drei goldenen Kugeln, Attribute des heiligen St. Nikolaus, stehen f├╝r Geld und Gaben, die der beliebte Nothelfer den Armen gab. Der heilige Nikolaus von Myra ist auch Schutzpatron der katholischen Kirchengemeinde des Dorfes. Die Dornenhecke spielt auf den Ortsnamen an: "Hurst" wird als Hecke bzw. Busch gedeutet. Das Wappen stammt aus einer Empfehlung des Generallandesarchivs vom Januar 1913 , ein historisch bestimmtes und den Ortsnamen symbolisierendes Wappen anzunehmen.

Freizeit

In Gamshurst gibt es 17 Vereine / Organisationen:

  • Altenwerk
  • Anglergemeinschaft
  • DRK-Ortsverband
  • F├Ârderverein der ├Ârtlichen Grundschule
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Fu├čballverein
  • Hundesportverein
  • Kameradschaftsbund
  • Kirchenchor
  • Landjugend
  • Motorradclub
  • Musikverein
  • Narrenzunft "Litzlocher Moorhexen"
  • S├Ąngerbund
  • Sportverein
  • Tischtennisverein
  • Verein f├╝r Ortsgeschichte

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