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Letzte Änderung für Artikel Waldshut-Tiengen: 17.02.2006 11:16

Waldshut-Tiengen

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Wappen Karte
Wappen von Waldshut-Tiengen Deutschlandkarte, Position von Waldshut-Tiengen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : Hochrhein-Bodensee
Landkreis : Waldshut
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 37' N, 08¬į 13' O
47¬į 37' N, 08¬į 13' O
H√∂he : 339 m √ľ. NN
Fläche : 77,98 km²
Einwohner : 22.586 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 290 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 11,4 %
Postleitzahlen : 79741 - 79761 (alt: 7890)
Vorwahlen : 07751, 07741
Kfz-Kennzeichen : WT
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 37 126
Stadtgliederung: 2 Kernstädte und 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kaiserstr. 28-32
79761 Waldshut-Tiengen
Website: www.waldshut-tiengen.de
E-Mail-Adresse: stadt@waldshut-tiengen.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Martin Albers (CDU)

Waldshut-Tiengen ist eine Stadt im S√ľdwesten Baden-W√ľrttembergs unmittelbar an der Schweizer Grenze. Sie ist die Kreisstadt und zugleich gr√∂√üte Stadt des Landkreises Waldshut und ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums L√∂rrach/Weil am Rhein, zu dessen Mittelbereich die meisten St√§dte und Gemeinden des Landkreises Waldshut (mit Ausnahme von sieben Gemeinden im Raum Bad S√§ckingen) geh√∂ren. Dar√ľber hinaus gibt es grenz√ľberschreitende Verflechtungen mit den Kantonen Aargau, Schaffhausen und Z√ľrich in der Schweiz.

Die im Rahmen der Gemeindereform 1975 neu gebildete Stadt √ľberschritt mit dem Datum der Gr√ľndung die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt , was die Landesregierung von Baden-W√ľrttemberg dann mit Wirkung vom 1. Juli 1976 beschloss. Mit den Gemeinden Dogern, Lauchringen und Weilheim (Baden) hat die Stadt Waldshut-Tiengen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Waldshut-Tiengen liegt am Rande des s√ľdlichen Schwarzwaldes, direkt am Rhein und der Grenze. Die Waldshuter Kernstadt liegt etwa 2 km westlich der Einm√ľndung der Aare in den Rhein. Tiengen liegt nahe der Einm√ľndung der Wutach in den Rhein am √úbergang in den Klettgau . Neben der Wutach sind noch die Fl√ľsse Steina und Schl√ľcht zu nennen, die im Stadtgebiet in die Wutach m√ľnden. Daher wurde Tiengen fr√ľher auch als "Viert√§lerstadt" bezeichnet.

Nachbarstädte

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Waldshut-Tiengen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:

Dogern, Albbruck, Dachsberg (S√ľdschwarzwald), Weilheim (Baden), √úhlingen-Birkendorf, Wut√∂schingen, Lauchringen und K√ľssaberg (alle Landkreis Waldshut) sowie jenseits des Rheins Koblenz, Leuggern und Full-Reuenthal (alle Kanton Aargau/Schweiz).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Waldshut-Tiengen besteht aus den beiden Kernstädten Waldshut und Tiengen/Hochrhein und den im Rahmen der Gemeindereform in diese beiden ehemaligen Städte eingegliederten bzw. mit diesen beiden Städten zusammengeschlossenen ehemaligen neun Gemeinden Aichen (mit Gutenburg), Breitenfeld, Detzeln, Eschbach , Gurtweil, Indlekofen, Krenkingen, Oberalpfen und Waldkirch (mit Gaiß und Schmitzingen).

F√ľr alle neun ehemals selbst√§ndigen Gemeinden sowie zus√§tzlich f√ľr den zur Gemeinde Waldkirch geh√∂rigen Ortsteil Schmitzingen wurden Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung eingerichtet, das hei√üt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu w√§hlenden Ortschaftsrat , mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Namen der Ortschaften sind identisch mit den Namen der fr√ľheren Gemeinden. Abweichende Ortschaftsnamen sind Aichen-Gutenberg (f√ľr das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Aichen), Gai√ü-Waldkirch (f√ľr die beiden Wohnbezirke der ehemaligen Gemeinde Waldkirch) und Schmitzingen (ehemals zur Gemeinde Waldkirch geh√∂rend). Die Zahl der Ortschaftsr√§te betr√§gt in allen Ortschaften sechs, in Gurtweil jedoch zehn.

Geschichte

Bis 1803 geh√∂rte Waldshut zu Vorder√∂sterreich, Tiengen/Hochrhein (bis 2. September 1964 Tiengen (Oberrhein)) war Residenz der Landgrafen von Klettgau , die in der fr√ľhen Neuzeit zun√§chst den Grafen von Sulz , nach deren Aussterben 1687 den F√ľrsten von Schwarzenberg geh√∂rte. Gurtweil geh√∂rte zun√§chst der F√ľrstabtei St. Gallen, sp√§ter dem Kloster Rheinau, seit dem 30-j√§hrigen Krieg dem Kloster St. Blasien.

Im Waldshuter Krieg von 1468 wurde Tiengen durch die Eidgenossen eingenommen, während die Stadt Waldshut belagert und teilweise zerstört wurde.

Waldshut wurde 1805 badisch und Sitz eines Amtes, das im Laufe seiner Geschichte mehrmals ver√§ndert und 1939 in den Landkreis Waldshut √ľberf√ľhrt wurde, der bei der Kreisreform 1973 auf sein heutiges Gebiet vergr√∂√üert wurde.

Tiengen wurde 1806 ebenfalls badisch und gehörte ab zum Amt Klettgau und 1812 zum Bezirksamt Tiengen, das 1819 aufgelöst wurde. Seither gehörte die Stadt zum Bezirksamt Waldshut.

Eingemeindung

Das Gebiet der Stadt Waldshut-Tiengen hat sich wie folgt entwickelt:

  • Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Breitenfeld und Detzeln in die Stadt Tiengen/Hochrhein eingemeindet. Ihnen folgten am 1. Juli 1974 die Gemeinden Aichen und Krenkingen.
  • Am 1. Juli 1971 wurden die Gemeinden Eschbach, Indlekofen, Oberalpfen und Waldkirch (mit den 1935 eingegliederten Gemeinden Gai√ü und Schmitzingen) in die Stadt Waldshut eingemeindet.
  • Am 1. Januar 1975 wurden die beiden St√§dte Waldshut und Tiengen/Hochrhein mit der Gemeinde Gurtweil zur neuen Stadt Waldshut-Tiengen vereinigt.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1974 handelt es sich um Zahlen der Stadt Waldshut. Die Zahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1400 ca. 1.000
1650 ca. 400
1811 1.111
1834 1.263
1852 1.435
1. Dezember 1871 2.130
1. Dezember 1880 ¬Ļ 2.468
1. Dezember 1900 ¬Ļ 3.587
1. Dezember 1910 ¬Ļ 4.270
16. Juni 1925 ¬Ļ 5.226
16. Juni 1933 ¬Ļ 6.460
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¬Ļ 6.554
13. September 1950 ¬Ļ 8.255
6. Juni 1961 ¬Ļ 10.883
27. Mai 1970 ¬Ļ 10.669
31. Dezember 1975 22.046
31. Dezember 1980 21.410
27. Mai 1987 ¬Ļ 21.264
31. Dezember 1990 21.913
31. Dezember 1995 22.140
31. Dezember 2000 22.139
31. März 2005 22.578

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Religionen

Waldshut geh√∂rte zun√§chst zum Bistum Konstanz. Im Jahr 1524 wollte Dr. Balthasar Hubmaier die Reformation einf√ľhren. Doch konnte sich diese nicht durchsetzen. Infolge der Zugeh√∂rigkeit zu Vorder√∂sterreich blieb Waldshut und sein Umland bis in 19. Jahrhundert √ľberwiegend katholisch. Die Stadt war schon seit dem 12. Jahrhundert Sitz eines Dekanats. Auch die Nachbarstadt Tiengen und ihr Umland blieb √ľberwiegend katholisch, wenngleich es dort ebenfalls Anh√§nger von Hubmaier und dessen Lehre der Wiedert√§ufer gab. Seit 1821 geh√∂ren die katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet Waldshut-Tiengens zum Erzbistum Freiburg und zwar zu den beiden Dekanaten Waldshut und Wutachtal. Sie sind zu drei Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. Die Seelsorgeeinheit Maria Bronnen umfasst die Gemeinden St. Marien Waldkirch, St. Sebastian Aichen und St. Simon und Judas Gurtweil sowie die Nachbargemeinden St. Peter und Paul Weilheim, St. Stephan Weilheim-N√∂ggenschwiel, St. Pankratius Berau und St. Laurentius Brenden (beide in der Gemeinde √úhlingen-Birkendorf). Die Seelsorgeeinheit Waldshut umfasst die Liebfrauengemeinde und die Nachbargemeinde St. Klemens in Dogern. Im Dekanat Wutachtal geh√∂ren die beiden Gemeinden Mari√§ Himmelfahrt Tiengen und St. Nikolaus Krenkingen zusammen mit der Nachbargemeinde Herz Jesu Lauchringen-Unterlauchringen zur Seelsorgeeinheit Tiengen.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Waldshut und Tiengen. Die Waldshuter Protestanten wurden zun√§chst von S√§ckingen aus betreut. 1870 erhielt Waldhsut einen eigenen Pfarrer und 1890 wurde eine Filialkirchengemeinde gegr√ľndet. 1921 wurde die Gemeinde eine eigene Pfarrei. Zur Gemeinde Waldshut geh√∂ren heute auch die Protestanten der Stadtteile Eschbach, Indlekofen und Waldkirch und einiger Nachbargemeinden. Auch in Tiengen entstand 1871 eine Gemeinde, die zun√§chst Filiale von Kadelburg war. Die Christuskirche wurde 1905 errichtet. Eine eigene Pfarrei gibt es dort seit 1926 . Zur evangelischen Gemeinde Tiengen geh√∂ren heute auch die Protestanten der Stadtteile Aichen, Breitenbach, Detzeln, Gurtweil und Krenkingen sowie einige Nachbargemeinden. Die Protestanten aus dem Stadtteil Oberalpfen geh√∂ren zur Nachbargemeinde Albbruck. Die beiden Gemeinden Waldshut und Tiengen geh√∂ren zum Kirchenbezirk Hochrhein der Evangelischen Landeskirche in Baden .

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ) mit der Balthasar-Hubmaier-Kirche und die Alt-Katholische Kirche .

Politik

Der Gemeinderat von Waldshut-Tiengen besteht aus 26 ehrenamtlichen Stadtr√§tinnen und Stadtr√§ten, deren Vorsitzender der Oberb√ľrgermeister ist. Die letzte Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004 ergab die folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze
CDU 13
SPD 6
Freie Wähler 3
GR√úNE 2
FDP 2
Gesamt 26

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt Waldshut stand ein Schulthei√ü , dem ein aus acht Mitgliedern bestehender Rat zur Seite stand. Beide wurden gew√§hlt. 1527 wurde der Schulthei√ü vor√ľbergehend durch den Landesherren eingesetzt. Neben diesem gab es noch Ratsherren ("Innerer Rat") bestehend aus vier "alten" und vier "neuen" R√§ten. Der erste war der Schulthei√üenamtsstatthalter, also der eigentlich B√ľrgermeister der Stadt. Als Vertreter der B√ľrger gab es einen "√§u√üeren Rat" mit Zunftmeistern. Der innere Rat hat im 16. Jahrhundert eine andere Zusammensetzung: Neben dem Schulthei√üen geh√∂rten der Schulthei√üeanamtsstatthalter, der Stadtschreiber und 5 R√§te dazu. Der √§u√üere Rat hatte dann 6 Mitglieder. Seit 1789 gab es einen B√ľrgermeister, anstelle des Schulthei√üenamtsstatthalters.

In Tiengen gab es zunächst einen Schultheißen und 6 Räte, ab 1422 einen gewählten Schultheißen und die Räte sowie einen vom Landesherrn eingesetzten Vogt. Die Statuten wurden dann mehrmals geändert. 1703 trug das Stadtoberhaupt den Titel Stadtvogt.

Seit der Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt 1976 tr√§gt das Stadtoberhaupt von Waldshut-Tiengen die Amtsbezeichnung " Oberb√ľrgermeister ". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung " B√ľrgermeister ".

B√ľrgermeister von Waldshut

  • - 1810 : Karl Josef Haitz
  • 1810 - 1817 : Iganz Staubhaar
  • 1817 - 1819 : Martin B√§hr
  • 1819 - 1830 : Johann Jakob Soder
  • 1830 - 1834 : Anton B√§hr
  • 1834 - 1840 : Balthasar Merzler
  • 1840 - 1865 : Vinzenz B√ľrgi
  • 1865 - 1878 : Gustav Straubhaar
  • 1878 - 1885 : Karl Frowin Mayer
  • 1885 - 1894 : Alois Lang
  • 1894 - 1910 : Leopold B√ľchele
  • 1910 - 1923 : Leopold Kupferschmid
  • 1924 - 1931 : Dr. Paul Horster
  • 1932 - 1942 : Albert Wild
  • 1942 - 1945 : August Birkenmeier
  • 1945 - 1957 : Hermann Dietsche
  • 1965 - 1975 : Dr. Friedrich Wilhelm Utsch

B√ľrgermeister von Tiengen

  • - 1824 : Melchior Rutschmann
  • 1824 - 1838 : Xaver Kaiser
  • 1839 - 1861 : Franz Xaver Rutschmann
  • 1861 - 1873 : Ludwig Thoma
  • 1873 - 1879 : Franz Joseph Seeger
  • 1879 - 1885 : Joseph Bindert
  • 1885 - 1907 : Heinrich Maier
  • 1907 - 1917 : Karl Pfister
  • 1919 - 1927 : Wilhelm Hai√ü
  • 1927 - 1934 : Dr. Josef Frantzen
  • 1935 - 1945 : Wilhelm Gutmann, NSDAP
  • 1945 : Ernst Herion
  • 1945 - 1946 : Alois Multerer
  • 1946 - 1948 : Alfons Kirchg√§√üner (1947-48 suspendiert, deshalb f√ľhrte Josef H√ľrst die Amtsgesch√§fte)
  • 1948 - 1951 : Josef H√ľrst
  • 1951 - 1961 : Georg M√∂llmann
  • 1961 - 1975 : Franz Schmidt

B√ľrgermeister von Waldshut-Tiengen seit 1975

  • 1975 - 1994 : Franz-Joseph Dresen, B√ľrgermeister, ab 1976 Oberb√ľrgermeister
  • 1994 -heute: Martin Albers, Oberb√ľrgermeister

Wappen

Das Wappen von Waldshut-Tiengen zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold ein linkgsgewendeter blaugekleideter Mann, den Hut an einer √ľber die Schulter gelegten Schnur auf dem R√ľcken, die Rechte an der Hutschnur, in der Linken einen blauen Knotenstock haltend, hinten in Blau auf einer steigenden goldenen Mondsichel stehend die golden gekleidete, gekr√∂nte und nimbierte Madonna, auf der Linken das golden gekleidete und nimbierte Kind haltend. Die Flagge ist blau-gelb. Wappen und Flagge wurden vom Regierungspr√§sidium Freiburg am 2. November 1981 verliehen.

Das Wappen ist eine Kombination der beiden bisherigen Wappen von Waldshut und Tiengen. Das Waldshuter M√§nnle ist seit dem 13. Jahrhundert als Siegelabdruck bekannt. Er wird als Waldh√ľter gedeutet und ist somit ein sogenanntes "redendes Wappen". Die Madonna mit dem Kind ist schon in den alten Tiengener Siegeln abgedruckt. Die Blasonierung wurde jedoch gegen√ľber den bisherigen Farben ver√§ndert.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Waldshut-Tiengen unterhält seit 30. Juni 1963 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Blois an der Loire und seit 1973 mit der englischen Stadt Lewes in der Grafschaft Sussex .

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt Waldshut-Tiengen besitzt neben etwas mittelständischer Maschinenbau- und Möbelindustrie heute keine nennenswerten Industrieniederlassungen mehr. Ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung der Stadt arbeitet daher in der nahe gelegenen Schweiz ( Grenzgänger ).

Im Norden des Stadtteils Tiengen befindet sich seit 1930 ein gro√ües Umspannwerk f√ľr 380/220/110 kV der RWE AG . An dieser Anlage endet der westliche Zweig der von Herbertingen her kommenden Nord-S√ľd-Leitung .

Verkehr

Die Stadt liegt an der Hochrheinbahn zwischen Basel und Schaffhausen und stellt mit ihrem Bahnhof einen wichtigen Knotenpunkt f√ľr die Eisenbahn dar.

Die 1859 er√∂ffnete grenz√ľberschreitende Eisenbahnstrecke nach Koblenz im Kanton Aargau ist die √§lteste rheinquerende Strecke zwischen Deutschland und der Schweiz. Die Wutachtalbahn hat ihren s√ľdlichen Endpunkt in Waldshut-Tiengen. Den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) bedienen mehrer Buslinien. Die Stadt geh√∂rt dem Waldshuter Tarifverbund an.

Auf der Stra√üe ist Waldshut-Tiengen aus √∂stlicher und westlicher Richtung √ľber die Bundesstra√üe B34 und aus n√∂rdlicher Richtung √ľber die B 500 erreichbar. Die Rheinbr√ľcke nach Koblenz gew√§hrleistet einen Anschluss an das schweizerische Stra√üennetz.

Lediglich dem lokalen Personenverkehr dient eine Fährverbindung in die Schweizer Gemeinde Full.

Behörden und Gerichte

Waldshut-Tiengen ist Sitz des Landratsamt des Landkreises Waldshut. Die Stadt hat ein Amtsgericht und ein Landgericht sowie ein Notariat und ein Finanzamt . Ferner ist die Stadt Sitz des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee . Dar√ľber hinaus ist sie Sitz des Kirchenbezirks Hochrhein der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Waldshut innerhalb der Region Hochrhein des Erzbistums Freiburg.

Medien

√úber das lokale Geschehen in Waldshut-Tiengen berichten als Tageszeitungen der S√ľdkurier (Sitz in Konstanz) und der Alb-Bote, der ebenfalls Teil der S√ľdkurier-Gruppe ist. Der S√ľdwestrundfunk ist mit einem Regionalb√ľro ans√§ssig.

Bildungseinrichtungen

In Waldshut-Tiengen gibt es zwei allgemeinbildende Gymnasien ( Hochrhein-Gymnasium Waldshut und Klettgau-Gymnasium Tiengen), zwei Realschulen (Robert-Schuman-Realschule Waldshut und Realschule Tiengen), eine Förderschule (Waldtor-Schule), eine weitere Förderschule mit Sprachheilschule (Langenstein-Schule), eine Grundschule (Johann-Peter-Hebel-Grundschule Tiengen) und vier Grund- und Hauptschulen (Grund- und Hauptschule Gurtweil, Hans-Thoma-Schule Tiengen, Heinrich-Hansjakob-Grund- und Hauptschule und Theodor-Heuss-Schule).

Der Landkreis Waldshut ist Tr√§ger der Gewerbeschule Waldshut (unter anderem mit Technischem Gymnasium ), der Justus-von-Liebig-Schule - Hauswirtschaflich-Sozialp√§dagogische und Sozialpflegerische Schule (unter anderem mit Biotechnologischem und Ern√§hrungswissenschaftlichem Gymnasium), der Kaufm√§nnischen Schule (unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium ), der Carl-Heinrich-R√∂sch-Schule f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten f√ľr Geistigbehinderte und der Wutachschule f√ľr K√∂rperbehinderte mit Schulkindergarten f√ľr K√∂rperbehinderte.

Das private Hochrhein- Bildungs- und Beratungszentrum HBBZ (www.HBBZ.de), die private Berufsfachschule f√ľr Maskenbildner und Make Up Spezialeffekte, die Christliche Schule Hochrhein (Grundschule), die Fachschule f√ľr Landwirtschaft und die Schule f√ľr Erziehungshilfe am Heim K√ľssaberg runden das schulische Angebot Waldshut-Tiengens ab.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Bauwerke

In Waldshut

Das Obere Tor, auch Schaffhauser Tor genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Es ist das östliche Stadttor und wurde auf Fundamenten aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Bis 1864 diente es als Stadtgefängnis.

Die Kaiserstraße (Fußgängerzone) ist die Hauptstraße Waldshuts. In deren Mitte fließt der Stadtbach. Ferner gibt es hier drei Brunnen mit Brunnenfiguren.

Besondere Geb√§ude in Waldshut sind das Schulthei√üschen Haus, das Greiffenegg-Schl√∂ssle, die Waldvogtei, das Untere Tor, oder Basler Tor (westliches Stadttor), das Roll¬īsche Haus und das Rathaus. Die Gottesackerkapelle wurde 1683 erbaut. Der Hexenturm ist ein Rundturm der inneren Stadtbefestigung, der zeitweise als Gef√§ngnis f√ľr Glaubensabtr√ľnnige diente.

Die Katholische Stadtpfarrkirche Liebfrauen wurde 1804 im klassizistischen Stil erbaut. Der gotische Chor aus dem 13. Jahrhundert ist dabei mitverwendet worden. Daneben das katholische Pfarrhaus von 1749. Die evangelische Versöhnungskirche wurde erst 1977 erbaut.

In Tiengen

Wahrzeichen ist der Storchenturm, ein Eckpfeiler der alten Stadtbefestigung, erbaut um 1300 . Er diente teilweise als Gefängnis (Diebsturm). Die 1899 aufgesetzte Haube trug einmal ein Storchennest, daher hat er seinen Namen.

Das alte Schloss ist ein ehemaliger Wohnturm der alten Burg Tiengen. Das Neue Schloss war landgräflich sulzisches Residenzschloss. Das kleine Schloss wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut.

Das Rathaus wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Die Heilig-Kreuz-Kapelle wurde 1509 als Wallfahrtskapelle erwähnt, aber in ihrer heutigen Form erst 1631 erbaut. Die ehemalige Stadtvogtei ist ein spätgotisches Patrizierhaus, erbaut 1568

Die Friedhofskapelle wurde 1691 erbaut. Ferner sind noch Teile der ehemaligen Stadtmauer erhalten. Die katholische Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wurde von Peter Thumb 1753 bis 1755 im Barockstil errichtet. Der Turmunterbau ist jedoch aus der Gotik. Die evangelische Kirche wurde 1905 im neugotischen Stil erbaut.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

Katholische Kirche Aichen (erbaut 1973), Kapelle Allmut (erbaut 1886), St. Georg Breitenfeld (erbaut 1861), St. Oswald Detzeln (16. Jahrhundert), St. Pankratiuskapelle Eschbach (um 1500), St. Konrad Gurtweil (urspr√ľnglich 1612, jedoch 1740 bis 1747 neu erbaut), St. Josephskapelle Indlekofen (erbaut 1877), Kirche Krenkingen (erbaut 1766), Kapelle Johannes der T√§ufer (erbaut um 1730), Kirche Maria Himmelfahrt Waldkirch (erbaut 1758), Michaelskapelle Gai√ü (1830), Josephskapelle Schmitzingen (1953).

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Juni Stadtfest "Hallo Nachbar" in Waldshut; Stra√üenfest am Samstag und Sonntag auf der Kaiserstra√üe mit viel Unterhaltung, Musik und Tanz.
  • Juli Schwyzertag in Tiengen mit Festumzug
  • August "Waldshuter Chilbi" mit Festumzug
  • September/Oktober Erntefest Tiengen

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Waldshut-Tiengen bzw. die beiden fr√ľheren St√§dte haben folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen (die Liste ist bislang noch sehr l√ľckenhaft):

  • 1964 : Hermann Dietsche, B√ľrgermeister a.D.

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1939 , 8. September : Peter Straub, Landtagspr√§sident des Landes Baden-W√ľrttemberg und Pr√§sident des europ√§ischen Ausschuss der Regionen
  • 1944 : Berthold Riese , deutscher Ethnologe und Arch√§ologe im Bereich der Altamerikanistik
  • 1981 , 21. Mai im Stadtteil Krenkingen: Max Mutzke , deutscher S√§nger und Schlagzeuger. Erreichte beim Eurovision Song Contest im Jahr 2004 den 8. Platz.

Sonstige Persönlichkeiten

Balthasar Hubmaier ( 1485 - 1528 ) ein bedeutender T√§ufer , war zun√§chst katholischer Pfarrer in Waldshut und sp√§ter Begr√ľnder der Waldshuter T√§ufergemeinde. Er wurde in Wien als Ketzer verbrannt.

Literatur

  • Badisches St√§dtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959

Weblinks

Wikipedia

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