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Letzte Änderung für Artikel Bonndorf im Schwarzwald: 25.01.2006 16:40

Bonndorf im Schwarzwald

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Wappen Karte
fehlt noch Deutschlandkarte, Position von Bonndorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Landkreis : Waldshut
Geografische Lage :
Koordinaten: 47┬░ 49' N, 08┬░ 20' O
47┬░ 49' N, 08┬░ 20' O
H├Âhe : 845 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 76,03 km┬▓
Einwohner : 6848 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 90 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 7,7 %
Postleitzahlen : 79844 - 79848
Vorwahl : 07703
Kfz-Kennzeichen : WT
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Martinstr. 8
79848 Bonndorf im Schwarzwald
Offizielle Website: www.bonndorf.de
E-Mail-Adresse: stadt@bonndorf.de
Politik
B├╝rgermeister : Michael Scharf

Die 'L├Âwenstadt' Bonndorf im Schwarzwald ist eine Stadt im Kreis Waldshut. Sie ist bekannt f├╝r ihr Schloss mit den Narrenstuben und den Japanischen Garten. Sie beherbergt die zweit├Ąlteste Sparkasse Deutschlands , die 1765 von F├╝rstabt Martin II. Gerbert gegr├╝ndet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Bonndorf liegt im S├╝dwesten der Bundesrepublik Deutschland in 700 bis 900 Meter H├Âhe. Die Gemeinde liegt 18 Kilometer von der Schweizer Grenze (St├╝hlingen/Schleitheim) entfernt. Sie liegt im Nordosten des Landkreises Waldshut und s├╝dlich der Wutach, zu der sie ├╝ber die Wutachschlucht im Ortsteil Boll Zugang hat. Der Schluchsee liegt etwa 15 Kilometer westlich von Bonndorf.

Der Bonndorfer Hausberg ist der Lindenbuck.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Bonndorf grenzt im Westen an die Gemeinde Schluchsee, im Nordwesten an die Gemeinde Lenzkirch und im Norden an die Gemeinde L├Âffingen (alle Landkreis Hochschwarzwald). Im Osten grenzt sie an die Gemeinde Wutach, im S├╝dosten an St├╝hlingen und im S├╝den an Grafenhausen (alle Landkreis Waldshut).

Stadtgliederung

Zu Bonndorf (Stadtgebiet: 4.803 Einwohner) geh├Âren die Ortsteile Boll (124), Brunnadern (83), Dillendorf (293), Ebnet (79), G├╝ndelwangen (553), Holzschlag (180), Wellendingen (531) und Wittlekofen (201).

Geschichte

Das Rathaus der Stadt Bonndorf mit den Wappen aller Ortsteile
Das Rathaus der Stadt Bonndorf mit den Wappen aller Ortsteile
Die evangelische Pauluskirche von Bonndorf, Neubau von 1953
Die evangelische Pauluskirche von Bonndorf, Neubau von 1953
Das Bonndorfer Schloss
Das Bonndorfer Schloss
Die alte Bonndorfer Sparkasse
Die alte Bonndorfer Sparkasse
Die katholische Kirche von Bonndorf, Neubau von 1850
Die katholische Kirche von Bonndorf, Neubau von 1850
Die Schlosskapelle im Stadtgarten, Ort der fr├╝hen Versammlungen der Protestanten in Bonndorf
Die Schlosskapelle im Stadtgarten, Ort der fr├╝hen Versammlungen der Protestanten in Bonndorf
Japanischer Garten
Japanischer Garten

Das Gebiet um Bonndorf war schon in der Steinzeit besiedelt, worauf Funde in der Gemarkung Bonndorf hinweisen.

Nach der Besiedelung durch Kelten und Germanen wurde um 260 das Gebiet von den Alemannen in Besitz genommen. 1877 wurde in Bettmaringen , das heute zur Stadt St├╝hlingen geh├Ârt, eine Fibel aus dieser Zeit gefunden, daneben wurden alemannische Plattengr├Ąber mit Grabbeilagen entdeckt.

496 gerieten die Alemannen in die Abh├Ąngigkeit fr├Ąnkischer K├Ânige, woraufhin ihr Stammesgebiete in Gaue unterteilt wurde. Bonndorf geh├Ârte zum Albgau, dessen Gaugrafen von Gurtweil aus regierten.

Die erste urkundliche Erw├Ąhnung findet sich 1223 . Sie befindet sich heute im Staatsarchiv in Basel. Die Gaugrafen waren mit den Herren von Bonndorf durch das Lehnswesen verbunden. Nach 1290 ging Bonndorf durch Heirat oder Verkauf in den Besitz verschiedener fremder Herren ├╝ber. Mit dem Aussterben des Geschlechts derer von Lupfen 1582 entstand eine Erbstreitigkeit ├╝ber das Gebiet, die schlie├člich von Kaiser Rudolf II. entschieden wurde.

1609 bereits wurde Bonndorf vom Kloster St. Blasien gekauft. Durch diesen Erwerb der reichsunmittelbaren Herrschaft Bonndorf wurde der Abt des Klosters weltlicher Herrscher und erhielt Sitz und Stimme im Schw├Ąbischen Reichstag ( 1638 ).

1699 wurden die Herrschaften Bonndorf, Gutenburg ( 1480 von St. Blasien gekauft), Bettmaringen ( 1418 an St. Blasien verschenkt) und Blumegg ( 1433 durch St. Blasien gekauft) zur Grafschaft Bonndorf vereinigt.

1746 wurde der Abt von St. Blasien in den Reichsf├╝rstenstand erhoben. Die Grafschaft Bonndorf wurde damit zum F├╝rstentum .

1803 wurde das Eigentum des Klosters St. Blasien s├Ąkularisiert . 1806 kam Bonndorf schlie├člich - nach kurzer Herrschaft des Malteserordens (1803- 1805 ) und des K├Ânigreichs W├╝rttemberg (1805-1806) - an das Gro├čherzogtum Baden.

1815 wurde Bonndorf Badisches Bezirksamt; die hierzu erforderlichen ├ämter wie das Amtsgericht , das Notariat oder das Forstamt kamen in den folgenden Jahren hinzu und nahmen gr├Â├čtenteils ihren Sitz im Bonndorfer Schloss.

Erst 1924 wurde das Bezirksamt Bonndorf aufgel├Âst und dem Landkreis Neustadt zugeordnet. Dieser Landkreis Hochschwarzwald wurde im Zuge der Gebietsreform ( 1967 - 1975 ) wieder aufgel├Âst; Bonndorf fiel an den Landkreis Waldshut. Gleichzeitig kamen die heutigen (2004) Ortsteile zu Bonndorf.

Der Name der Stadt kommt - der Legende zufolge - von den Bohnen , mit denen die B├╝rger des Ortes in Abstimmungen ihre Meinung bekundet haben sollen. Andere Quellen gr├╝nden den Namen der Stadt auf das keltische buona, welches entweder vom Wort baunos (gebaut, bewohnt) oder von den W├Ârtern boum, b├┤m, b├┤n (vom keltischen bona - Baum) herr├╝hren soll. Nach der zweiten Deutung ist Bonndorf also das Dorf bei den B├Ąumen.

Das Stadtrecht bekam Bonndorf 1891 verliehen, 1935 wurde es wieder entzogen. 1951 erhielt Bonndorf das Stadtrecht vom badischen Staatspr├Ąsidenten Leo Wohleb zur├╝ck.

Religionen

Bonndorf ist seit jeher katholisch . Erst seit dem 19. Jahrhundert gibt es Protestanten , ab 1875 wurden Israeliten gemeldet. Heute hat Bonndorf neben den beiden gro├čen christlichen Gemeinden auch eine muslimische Gemeinde mit einem eigenen Gebetsraum. Zudem sind die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas in Bonndorf vertreten.

1402 wurde der Stadt von Rudolf von Wohlfurt und seiner Gattin das Paulinerkloster gestiftet, dessen Angeh├Ârige die Seelsorge der Stadtb├╝rger ├╝bernahmen. Das aus 10 bis 12 Patres bestehende und zum Bistum Konstanz geh├Ârende Kloster lag im heutigen Martinsgarten in Bonndorf. Der Konstanzer Bischof befreite das Kloster von allen Lasten und Dienstleistungen. Diese Entscheidung wurde vom auf der Konstanzer Konzil gew├Ąhlten Papst Martin V. 1417 best├Ątigt. Nach dem Kauf der Herrschaft Bonndorf durch das St. Blasier Kloster ├╝bernahm der St. Blasier Abt auch die Herrschaft ├╝ber das Bonndorfer Kloster. 1731 wurde das Klostergeb├Ąude neu gebaut und auch erweitert. Anfang des 19. Jahrhunderts war das schon traditionell arme Kloster auch zunehmender Klosterfeindlichkeit ausgesetzt. Schlie├člich wurde das Kloster im Zuge der S├Ąkularisation 1807 aufgel├Âst. Heute erinnern die Paulinerstra├če, die vom ehemaligen Kloster zum Schloss f├╝hrt, und das 1975-1977 erbaute Paulinerheim oberhalb der katholischen Kirche an das Paulinerkloster.

Die evangelische Gemeinde wurde 1873 gegr├╝ndet und war die gr├Â├čte evangelische Diaspora -Gemeinde Deutschlands. Sie hielt ihre Versammlungen zun├Ąchst in der 1727 erbauten Schlosskapelle im Stadtgarten ab. 1934 wurde die Gemeinde zur Pfarrei erhoben, 1953 die heutige Pauluskirche mit Gemeindesaal und Pfarrhaus errichtet.

Einwohnerentwicklung

1855 hatte Bonndorf 1.212 Einwohner. Diese Zahl stieg im Laufe der Jahre stetig an (1.600 im Jahr 1900 , 2.100 im Jahr 1950 , 3.400 im Jahr 1970 , 5.364 im Jahr 1980 ).

Politik

B├╝rgermeister seit 1945

  • 1945 : Fritz G├Âggel
  • 1. August 1945 : Erwin Leser
  • 1946 - 1957 : Leo Speck
  • 1958 - 1972 : Oskar St├Âckle
  • 1973 - 1992 : Peter Folkerts (* 19. Oktober 1946 ; ÔÇá 16. Juni 1992 )
  • 1992 - 2006 : Michael Scharf (* 1964)

Wappen

Die urspr├╝nglichen Herren von Bonndorf verwendeten als Schild einen Stern ├╝ber einem Dreiberg.

Der silberne L├Âwe auf blauem Grund, der heute das Gemeindewappen darstellt, erschien erstmals im Jahr 1304 . Zwischen 1434 und 1891 jedoch wurde als Siegel eine Puffbohne mit Schoten verwendet. Erst zur Verleihung der Stadtrechte 1891 erinnerte man sich wieder an das alte Wappen. Man nahm an, dass der L├Âwe von den Herren von Krenkingen komme, doch ein L├Âwe wurde von den Krenkingern in Wirklichkeit nie gef├╝hrt. Vermutlich geht das Wappentier auf den Habsburger L├Âwen zur├╝ck.

St├Ądtepartnerschaften

Seit 1975 besteht eine Partnerschaft mit der franz├Âsischen Gemeinde liegt.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bonndorf ist eine Hochburg der Fastnacht , die Bonndorfer Pflumeschlucker sind eine bekannte Narrenzunft .

Museen

Die im Bonndorfer Schloss befindlichen Narrenstuben beherbergen eine gro├če Ausstellung von Narrenfiguren und anderen Ausstellungsst├╝cken aus der Narrenzeit.

Kulturzentrum Schloss Bonndorf, in dem das ganze Jahr ├╝ber bedeutende Ausstellungen, Konzerte und Lesungen stattfinden.

Im Ortsteil Boll findet sich eine Museums m├╝hle aus dem Jahr 1610 , die einmal pro Woche und am Deutschen M├╝hlentag besichtigt werden kann.

Bauwerke

Das Bonndorfer Schloss wurde 1592 / 1594 als Wasserschloss errichtet und 1723 - 1726 durch den F├╝rstabt des Klosters St. Blasien barockisiert . Das Geb├Ąude wurde in den 1970er -Jahren restauriert und beherbergt heute die Narrenstuben, das Notariat , Kulturzentrum Schlo├č Bonndorf - Kreismuseum, Stadtbibliothek und einen Konzertraum.

Dem Schloss gegen├╝ber liegt die Alte Sparkasse. Das im 19. Jahrhundert erbaute Haus beherbergte bis zum Umzug des Geldinstituts in einen Neubau neben dem Rathaus die Sparkasse.

Die heutige katholische Kirche war zun├Ąchst Klosterkirche des Paulinerklosters. In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 1842 brannte sie ab und wurde 1850 von Josef Berckm├╝ller im Auftrag des Gro├čherzogtums Baden im sp├Ątromanischen-fr├╝hgotischen Stil neugebaut. Die 1906 vollendete Inneneinrichtung wurde von 1972 bis 1974 renoviert. Die Kirche liegt oberhalb der Stadt im Norden Bonndorfs.

Die Schlosskapelle wurde 1727 von Abt Blasius III. in der N├Ąhe des Schlosses erbaut und vom Konstanzer Bischof geweiht. Als Patrone gelten der heilige Blasius von Sebaste und der heilige Nikolaus . Die Kapelle wurde Anfang des 19. Jahrhunderts abgebaut und an ihrem heutigen Standort in der N├Ąhe der Grundschule wiederaufgebaut. Ab 1873 diente sie den Bonndorfer Protestanten als Raum f├╝r ihren Gottesdienst.

Parks

Bei der Renovierung des Schlosses wurde der Schlossgarten neu angelegt, der heute in den Japanischen Garten ├╝bergeht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bonndorf liegt an der Bundesstra├če 315 .

Ans├Ąssige Unternehmen

Die Adler OHG, einer der wichtigsten Hersteller von Schwarzw├Ąlder Schinken , ist in Bonndorf beheimatet.

Bildung

Bonndorf ist Standort einer Grundschule und einer Haupt- und Realschule . Der Einzugsbereich umfasst die Gemeinden Bonndorf und Wutach sowie Teile der Gemeinden Grafenhausen und ├ťhlingen-Birkendorf. Der Versuch, einen Teil der Unterstufe des Gymnasiums Kolleg St. Blasien nach Bonndorf zu holen, scheiterte um das Jahr 2000 . Ferner gibt es eine Sonderschule in Bonndorf.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Ehrenb├╝rger sind der ehemalige stellvertretende B├╝rgermeister, Gerhard Schw├Ârer, sowie der fr├╝here B├╝rgermeister Oskar St├Âckle.

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Konstantin Fehrenbach (* 1852 , ÔÇá 1926 ), deutscher Reichskanzler von 1920 bis 1921, wurde in Wellendingen, heute ein Ortsteil von Bonndorf, geboren.

Weblinks

Literatur

Stadt Bonndorf im Schwarzwald (Hrsg.): Bonndorf. Stadt auf dem Schwarzwald. Verlag Karl Schillinger, Freiburg, Bonndorf im Schwarzwald 1980, ISBN 3-921340-11-X

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Schwarzwaldhof Nicklas 79848 Bonndorf im Schwarzwald http://www.schwarzwaldhof-nicklas.de/  07653 / 803
Gasthof Sommerau 79848 Bonndorf im Schwarzwald http://www.sommerau.de/  07703 / 670
Hotel Tannenm├╝hle 79865 Grafenhausen http://www.tannenmuehle.de/  +4907748 / 215
Reichenb├Ąchle 79848 Bonndorf http://www.ferienziel-reichenbaechle.de/  07653 / 18 20
Landhaus Waldheim 79848 Bonndorf http://www.waldheim-schwarzwald.de  07653 / 502

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Wikipedia

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