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Letzte Änderung für Artikel Tuttlingen: 19.02.2006 17:32

Tuttlingen

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Wappen Karte
Das offizielle Wappen der Stadt Tuttlingen Deutschlandkarte, Position von Tuttlingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : Schwarzwald-Baar-Heuberg
Landkreis : Tuttlingen
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 47┬░ 59' N, 08┬░ 49' O
47┬░ 59' N, 08┬░ 49' O
H├Âhe : 644 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 90,48 km┬▓
Einwohner : 34.940 (30. September 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 386 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 18,1 %
Postleitzahlen : 78501 - 78532 (alt: 7200)
Vorwahl : 07461
Kfz-Kennzeichen : TUT
Gemeindeschl├╝ssel : 08 3 27 050
Stadtgliederung: Kernstadt und
3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstra├če 1
78532 Tuttlingen
Offizielle Website: www.tuttlingen.de
E-Mail-Adresse: info@tuttlingen.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Michael Beck ( CDU )
Die Donau in Tuttlingen 1910
Die Donau in Tuttlingen 1910

Tuttlingen ist eine Stadt im S├╝den Baden-W├╝rttembergs. Sie ist die Kreisstadt , die gr├Â├čte Stadt des Landkreises Tuttlingen und ein Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, zu dessen Mittelbereich alle 36 St├Ądte und Gemeinden des Landkreises geh├Âren. Die Einwohnerzahl Tuttlingens ├╝berschritt 1949 die 20.000-Einwohnergrenze. Deshalb wurde Tuttlingen bereits mit Inkrafttreten der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Gro├čen Kreisstadt erkl├Ąrt. Bislang ist sie die einzige Gro├če Kreisstadt im Landkreis Tuttlingen. Mit den Gemeinden Emmingen-Liptingen, Neuhausen ob Eck, Rietheim-Weilheim, Seitingen-Oberflacht und Wurmlingen hat die Stadt Tuttlingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Die n├Ąchstgr├Â├čere Stadt Villingen-Schwenningen liegt etwa 30 km nordwestlich von Tuttlingen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Tuttlingen liegt im oberen Donautal beidseits an der noch jungen Donau. Die Stadt wurde am Fu├č des Honbergs erbaut, eines Umlaufberges der Urdonau , die sich hier durch die Kalksteinformationen ihren Weg bahnte. Heute schlie├čt die Stadt den Berg vollkommen ein. Obwohl die Burg Honberg vollst├Ąndig zerst├Ârt wurde, ist das wiedererrichtete Denkmal mit seinen zwei charakteristischen T├╝rmen zum Wahrzeichen der Stadt geworden.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Tuttlingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
M├╝hlheim an der Donau, Fridingen an der Donau, Neuhausen ob Eck, Emmingen-Liptingen, Immendingen, Talheim, Seitingen-Oberflacht, Wurmlingen (alle Landkreis Tuttlingen).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden M├Âhringen, Nendingen und E├člingen.

Die eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von ┬ž 67ff der Gemeindeordnung , das hei├čt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu w├Ąhlenden Ortschaftsrat , mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.

Zu einigen Stadtteilen geh├Âren weitere r├Ąumlich getrennte Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:

  • zur Kernstadt: Aichhalder Hof, ├äu├čerer Talhof, Bleiche, Gallertalhof, Innerer Talhof, Lohhof, Ludwigstal, Maiental, Papierm├╝hle, Wenigsbronner Hof, W├╝rttemberger Hof
  • zu M├Âhringen: Brunnerhof, Engelberthof, Lindenhof, Vorstadt
  • zu Nendingen: Altental, Neum├╝hle

Geschichte

Tuttlingen fand 797 erstmals Erw├Ąhnung und geh├Ârte kurze Zeit sp├Ąter zum Kloster Reichenau. Der Ort erhielt um 1250 das Stadtrecht und geh├Ârte seit dem 14. Jahrhundert zu W├╝rttemberg.

Mit dem Bau der Festungsanlage auf dem Honberg wurde Tuttlingen durch Eberhard im Bart um 1460 zu einer Grenzfestung ersten Ranges ausgebaut.

Als befestigter s├╝dlicher Au├čenposten W├╝rttembergs war es im drei├čigj├Ąhrigen Krieg stets umk├Ąmpft, Hauptereignis war am 24. November 1643 die Schlacht bei Tuttlingen , bei der die gesamte franz├Âsische Armee durch die vereinigten kaiserlich -bayerischen Truppen unter Hatzfeldt , Mercy und Werth aufgerieben wurde.

Tuttlingen war schon fr├╝h Sitz eines Obervogteiamtes und wurde 1755 Sitz eines w├╝rttembergischen Oberamtes , das im Laufe seiner Geschichte mehrmals ver├Ąndert wurde.

Am 1. November 1803 brannte Tuttlingen innerhalb der Stadtmauern v├Âllig ab. Die Stadt wurde ab 1804 nach einem Plan des Landesbaumeisters Carl Leonhard Uber mit klassizistisch rechtwinkligen Stra├čen und quadratisch angelegten H├Ąuserquartieren neu erbaut. Als Dachform war der Kr├╝ppelwalm vorgeschrieben.

1830 wurden die beiden w├╝rttembergischen Exklaven innerhalb Badens, Bruderhof (267 ha) und Hohentwiel (116 ha), der Tuttlinger Stadtflur zugeordnet und geh├Ârten ab 1851 als Teilgemeinden zur Stadt Tuttlingen.

1924 wurde das Oberamt Tuttlingen in den Landkreis Tuttlingen ├╝berf├╝hrt, der 1938 um den aufgel├Âsten Landkreis Spaichingen vergr├Â├čert wurde. 1945 geh├Ârte er zum Land W├╝rttemberg-Hohenzollern und nach Bildung des Landes Baden-W├╝rttemberg 1952 zum Regierungsbezirk S├╝dw├╝rttemberg-Hohenzollern. 1956 wurde Tuttlingen Gro├če Kreisstadt . Bei der Kreisreform 1973 erhielt der Landkreis Tuttlingen seine heutige Ausdehnung. Gleichzeitig wurde er dem nunmehrigen Regierungsbezirk Freiburg zugeordnet. Die beiden Tuttlinger Exklaven, Bruderhof und Hohentwiel, waren bereits 1967 bzw. am 1. Januar 1969 in die Stadt Singen (Hohentwiel) eingegliedert worden.

Auch die Stadtteile Tuttlingens haben eine lange Geschichte.

E├člingen wurde 1225 als "Esselingen" erstmals erw├Ąhnt. Als Bestandteil der Herrschaft M├Âhringen gelangte der Ort im 16. Jahrhundert an das F├╝rstentum F├╝rstenberg und kam 1806 an Baden. Zun├Ąchst geh├Ârte E├člingen zum Oberamt M├Âhringen, ab 1813 zum Amt Engen, ab 1824 erneut zum Amt M├Âhringen, ab 1844 erneut zum Amt Engen und ab 1849 zum Amt bzw. Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Mit der Eingemeindung in die Stadt Tuttlingen am 1. Juni 1972 kam der Ort zum Landkreis Tuttlingen.

M├Âhringen wurde 786 als Mereingen erstmals erw├Ąhnt. Um 973 kam der Ort an die Reichenau, welche ihn an verschiedene Adelsgeschlechter verliehen. Im 13. Jahrhundert war M├Âhringen Sitz eines Vogteiamtes der Reichenau. Um 1300 wurde M├Âhringen vermutlich durch Heinrich von Klingenberg, Bischof von Konstanz, zur Stadt erhoben. Im 15. Jahrhundert ging die Gerichtsbarkeit auch auf die Klingenberg ├╝ber, welche die Stadt 1527 mit den D├Ârfern E├člingen und Ippingen an die F├╝rstenberger verkauften. 1806 kam M├Âhringen an Baden und geh├Ârte zun├Ąchst zum Oberamt M├Âhringen, ab 1813 zum Amt Engen, ab 1824 erneut zum Amt M├Âhringen, ab 1844 erneut zum Amt Engen und nach dessen Aufl├Âsung 1936 zum Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Mit der Eingemeindung in die Stadt Tuttlingen am 1. Januar 1973 kam M├Âhringen zum Landkreis Tuttlingen.

Nendingen wurde 1092 erstmals erw├Ąhnt, doch wurde der Ort wohl wesentlich fr├╝her gegr├╝ndet. Er war im Besitz der Grafen von Nellenburg, die ihn an die Hirscheck-Konzenberg, diese an die von Wartenberg weitergaben. Schlie├člich kam er ├╝ber die Grafen von Zollern an die Herrschaft von Weitingen. 1411 war Nendingen Teil der Herrschaft M├╝hlheim, doch hatten zahlreiche Kl├Âster Besitz im Ort. Mit M├╝hlheim kam Nendingen 1805 an W├╝rttemberg und wurde dem Oberamt Tuttlingen zugeordnet.

Eingemeindungen

In die Stadt Tuttlingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

  • 1. Juli 1972 : E├člingen
  • 1. Januar 1973 : M├Âhringen und Nendingen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1622 1.560
1739 1.960
1803 3.560
1849 6.066
1861 6.397
1. Dezember 1871 7.181
1. Dezember 1880 ┬╣ 8.313
1. Dezember 1900 ┬╣ 13.530
1. Dezember 1910 ┬╣ 15.862
16. Juni 1925 ┬╣ 16.281
16. Juni 1933 ┬╣ 17.225
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ┬╣ 18.010
13. September 1950 ┬╣ 21.271
6. Juni 1961 ┬╣ 24.874
27. Mai 1970 ┬╣ 26.353
31. Dezember 1975 32.342
31. Dezember 1980 31.531
27. Mai 1987 ┬╣ 31.620
31. Dezember 1990 33.543
31. Dezember 1995 34.983
31. Dezember 2000 34.707
30. September 2005 34.940

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Religionen

Tuttlingen geh├Ârte zun├Ąchst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "ante nemus" (Kapitel Me├čkirch) zugeordnet. Infolge der Zugeh├Ârigkeit zum Herzogtum W├╝rttemberg wurde hier, wie im ├╝brigen W├╝rttemberg, ab 1535 die Reformation eingef├╝hrt. Danach war Tuttlingen ├╝ber viele Jahrhunderte eine ├╝berwiegend protestantische Stadt. Sie wurde auch bald Sitz eines Dekanats innerhalb der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg . Die evangelische Hauptkirche ist die Stadtkirche St. Peter und Paul, urspr├╝nglich eine kleine Kapelle, die mehrmals erweitert wurde und nach der Reformation Pfarrkirche wurde. Die Vorg├Ąngerpfarrkirche war die Martinskirche, die bei der b├Ąuerlichen Vorg├Ąngersiedlung Tuttlingens, vor der Stadt, lag. Diese wurde bei der Schlacht von Tuttlingen 1643 zerst├Ârt und 1862 durch eine kleine Kapelle ersetzt. Die Stadtkirche brannte 1803 ab und wurde danach wieder aufgebaut. Als die Gemeinde durch Zuzug stark anwuchs, wurden 1958 die Martinskirche, 1966 die Auferstehungskirche und sp├Ąter noch die Vers├Âhnungskirche im Wohngebiet Lohmehlen gebaut. An den vier Kirchen wirken mehrere Pfarrer. Die Gemeinden bilden zusammen mit der Erl├Âserkirchengemeinde Wurmlingen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen.

Die Stadtteile Tuttlingens blieben infolge der Zugeh├Ârigkeit zu F├╝rstenberg bzw. zur Johanniterkommende Villingen ├╝berwiegend katholisch. Doch gibt es dort heute auch protestantische Gemeindeglieder. Im Stadtteil E├člingen geh├Ârten sie zun├Ąchst zur Gemeinde ├ľfingen ( Evangelische Landeskirche in Baden ), wurden jedoch 1977 in die Gemeinde Talheim (W├╝rttemberg) umgepfarrt. Die M├Âhringer Protestanten geh├Âren zur Pfarrei Immendingen, doch gibt es seit 1952 eine eigene Kirche. Die Nendinger Protestanten geh├Âren zur Gemeinde M├╝hlheim, doch gibt es auch hier seit 1970 eine eigene Kirche "Krippe Christ". Seit der Zuordnung der E├člinger Protestanten zur Pfarrei Talheim geh├Âren alle evangelischen Einwohner im Stadtgebiet Tuttlingen zur Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Tuttlingen. 1868 bis 1872 wurde in die katholische Kirche St. Gallus gebaut, die 1873 zur Pfarrei erhoben wurde. Nach dem Bau der Kirche Maria K├Ânigin 1961 wurde dort 1965 eine zweite Pfarrei errichtet. In Nendingen wurde die dortige katholische Kirche seit 1366 von der Johanniterkommende Villingen unterhalten. Anstelle der alten Kirche wurde die heutige Kirche St. Peter und St. Jakobus 1755 neu erbaut. Der Turm wurde erst 1863 erg├Ąnzt. Die Gemeinden in Nendingen und die beiden Tuttlinger katholischen Gemeinden geh├Âren zum Dekanat Tuttlingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Die katholischen Gemeinden in E├člingen und M├Âhringen geh├Âren jedoch zum Dekanat Donaueschingen des Erzbistums Freiburg, weil beide Gemeinden ab 1806 zu Baden geh├Ârten. Die E├člinger Kirche St. Jakob der ├ältere und Andreas wurde 1494 erbaut und 1854 vergr├Â├čert. Die Kirche St. Andreas M├Âhringen wurde im Ende des 16. Jahrhunderts erbaut, doch gab es zuvor bereits eine Kirche. Der Turm wurde 1934 angef├╝gt.

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Tuttlingen auch Freikirchen , darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Immanuelskirche). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Tuttlingen vertreten.

Politik

Bei der Gemeinderatswahl 2004 erreichten die einzelnen Parteien folgende Sitze:

CDU  : 15 Sitze, 41,7 %
SPD  : 8 Sitze, 22,2 %
LBU  : 6 Sitze, 16,7 %
Freie W├Ąhler  : 5 Sitze, 13,9 %
FDP /FW  : 2 Sitze, 5,6 %

B├╝rgermeister

An der Spitze der Stadt Tuttlingen standen seit dem 14. Jahrhundert die "Zw├Âlf", dem der Schulthei├č, der B├╝rgermeister und 10 weitere Mitglieder des Gerichts angeh├Ârten. Dazu gab es 12 Ratsmitglieder. Sp├Ąter war der Oberamtmann Tuttlingens zugleich B├╝rgermeister der Stadt. Er wurde von der Herrschaft eingesetzt. Ab 1822 gab es einen gew├Ąhlten Stadtschulthei├čen und den Gemeinderat.

Seit 1903 tr├Ągt das Stadtoberhaupt von Tuttlingen die Amtsbezeichnung " Oberb├╝rgermeister ". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten f├╝r eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew├Ąhlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung " Erster B├╝rgermeister " und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "B├╝rgermeister".

B├╝rgermeister von Tuttlingen seit 1829

  • 1829 - 1866 : Jakob Friedrich Schnekenburger, Stadtschulthei├č
  • 1866 - 1876 : Julius Friedrich Walter Schad, Stadtschulthei├č
  • 1877 - 1903 : Christian Storz, Stadtschulthei├č
  • 1903 - 1908 : Dr. Julius Keck, Oberb├╝rgermeister
  • 1908 - 1938 : Paul Friedrich Scherer, Oberb├╝rgermeister
  • 1938 - 1945 : Max Haus, B├╝rgermeister
  • 1945 : Gustav Zimmermann, kommissarischer B├╝rgermeister
  • 1945 - 1946 : Franz Heinkele, kommissarischer B├╝rgermeister
  • 1946 : Fritz Fleck, kommissarischer B├╝rgermeister
  • 1946 - 1951 : Otto Fink, B├╝rgermeister
  • 1951 - 1980 : Walter Balz, Oberb├╝rgermeister
  • 1980 - 2004 : Heinz-J├╝rgen Koloczek, Oberb├╝rgermeister
  • 2004 -heute: Michael Beck , Oberb├╝rgermeister

Wappen

Das Wappen von Tuttlingen zeigt im goldenen, silbern bordiertem Schild drei liegende schwarze Hirschstangen ├╝bereinander. Die Flagge ist blau-gelb.

In den Siegeln der Stadt war seit dem 18. Jahrhundert eine Lilie abgebildet. Dabei handelt es sich um ein Symbol auf Marksteinen. Zuvor waren jedoch nur die Hirschstangen der W├╝rttemberger abgebildet. Diese setzte man im 16. Jahrhundert in einen gr├Â├čeren Schild, weshalb man heute einen bordierten Schild findet. Diese Siegel setzte sich dann als Wappen der Stadt durch. Das Lilien-Wappen wurde dann nicht mehr verwendet.

St├Ądtepartnerschaften

Tuttlingen unterh├Ąlt mit folgenden St├Ądten eine St├Ądtepartnerschaft :

  • Bex, franz├Âsische Schweiz seit 1979
  • Draguignan , Frankreich , seit 1989

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Tuttlingen liegt an der G├Ąubahn von Singen (Hohentwiel) nach Stuttgart. Auf dieser Strecke ist Tuttlingen Halt f├╝r die ICE -Z├╝ge zwischen Z├╝rich und Stuttgart sowie der Cisalpino -Z├╝ge zwischen Mailand und Stuttgart. Aus Cisalpino- und ICE-Verbindungen ergab sich bis zum Fahrplanwechsel 2005 f├╝r Tuttlingen ein 2-Stunden- Takt im Fernverkehr , der nun durch den Wegfall eines Zugpaares aufgegeben wurde. Zus├Ątzlich verkehren zeitversetzt Regionalexpress -Z├╝ge zwischen Singen und Stuttgart im 2-Stunden-Takt, von denen Tuttlingen ebenfalls profitiert. In Tuttlingen trifft die G├Ąubahn auf die Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. Es verkehren im 2-Stunden-Takt Regionalexpress-Z├╝ge nach Ulm und Neustadt (Schwarzwald). Dar├╝ber hinaus ist Tuttlingen an das Ringzug-System angeschlossen, das Tuttlingen mit Immendingen und ├╝ber die Wutachtalbahn mit Zollhaus-Blumberg, ├╝ber die Donautalbahn mit Fridingen und ├╝ber die G├Ąubahn mit Rottweil verbindet. Insgesamt verf├╝gt Tuttlingen mit einer Kombination aus Fernverkehr, schnellem Nahverkehr und Ringzug ├╝ber ein gutes Angebot im Schienenverkehr. Der heutige Tuttlinger Bahnhof wurde 1934 erbaut und liegt au├čerhalb des Tuttlinger Stadtkerns. Gut getaktete Stadtbusse verbinden den Bahnhof mit dem Omnibusbahnhof in der Innenstadt. Neben dem Bahnhof Tuttlingen mit seiner herausgehobenen Bedeutung als Eisenbahnknoten und Fernverkehrsbahnhof verf├╝gt die Stadt Tuttlingen au├čerdem ├╝ber insgesamt weitere sieben Ringzug- Haltepunkte und ist Ausgangspunkt zahlreicher Buslinien. Tuttlingen ist in den Verkehrsverbund TUTicket eingegliedert.

Die n├Ąchsten Autobahnanschl├╝sse sind Geisingen oder Tuningen und f├╝hren auf die A81 (Stuttgart - Singen). Tuttlingen wartet schon lange auf Umgehungen, da die B311 (Ulm - Donaueschingen) und die B14 (Stockach - Rottweil) direkt durch die Stadt verlaufen. F├╝r die B311 soll dieses Ziel durch eine Untertunnnelung von der Alexanderstra├če bis in die N├Ąhe des Aesculap-Platzes erreicht werden (Kreuzstra├čentunnel). Die engen Stra├čen in der Tuttlinger Innenstadt machen eine logische Verkehrsf├╝hrung schwer. Daher verirren sich Ortsfremde oft in dem Einbahnstra├čen -Gewirr.

Durch Tuttlingen f├╝hrt der Donauradweg von Donaueschingen nach Wien. Der Abschnitt von Tuttlingen nach Sigmaringen gilt als einer der sch├Ânsten der Strecke.

Unternehmen

Durch die Vielzahl an f├╝hrenden Chirurgiebetrieben in und um Tuttlingen versteht sich die Stadt als "Weltzentrum der Medizintechnik". Wichtige Arbeitgeber sind ferner der Maschinenbau und das Bauhandwerk. Bis vor einigen Jahren galt Tuttlingen au├čerdem als Schuh-Stadt.

Liste wichtiger Tuttlinger Unternehmen :

  • Aesculap ist das ├Ąlteste und renommierteste Unternehmen der Chirurgiebranche in Tuttlingen. Die Geb├Ąude der Firma Aesculap pr├Ągen das Stadtbild am Bahnhof. Der gro├če Kreisverkehr, an dem sich die Bundesstra├čen 14 und 311 kreuzen, ist der "Aesculap-Platz", der zwischenzeitlich ganz von Firmengeb├Ąuden umringt wird. Im S├╝den schm├╝ckt ihn die alte Fabrik und Hauptgeb├Ąude. Links davon f├╝gt sich das Aesculapium (Pr├Ąsentations- und Informationseinrichtung der Firma) an. Es folgen Vertrieb und technischer Dienst.
  • KARL STORZ (spezialisiert auf Endoskopie)
  • Micromed (Hochfrequenzchirurgie)
  • Gebr├╝der Martin
  • MEDICON
  • Henke-Sass Wolf
  • Berchtold
  • Binder
  • Chiron (Maschinenbau, CNC-Maschinen)
  • Schw├Ąbische H├╝ttenwerke (Bremsscheiben)
  • COMEG Endoskopie GmbH & Co. KG
  • Ceatec Medizintechnik
  • Gimmi Endoscopic Technology
  • Rieker (Schuhhersteller)
  • ILVO Harmonie (Musik/Reiki)
  • Hettich-Zentrifugen
  • Stengelin Anlagenbau GmbH & Co. KG

Gericht, Beh├Ârden und Einrichtungen

Tuttlingen ist Sitz des Landkreises Tuttlingen. Ferner gibt es hier ein Finanzamt , ein Notariat und ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Rottweil und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh├Ârt.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Tuttlingen der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg und des Dekanats Tuttlingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Medien

├ťber das lokale Geschehen in Tuttlingen berichtet als Tageszeitung der "Gr├Ąnzbote", eine Lokalausgabe der Schw├Ąbischen Zeitung. Der H├Ârfunksender Radio 7 hat ein Studio in der Stadt. Seit mehreren Monaten sendet auch der regionale Fernsehsender Euro 3 im dortigen Kabelnetz.

Bildungseinrichtungen

Tuttlingen hat zwei Gymnasien ( Otto-Hahn-Gymnasium und Immanuel-Kant-Gymnasium), zwei Realschulen (Hermann-Hesse-Realschule und Ludwig-Uhland-Realschule ), eine F├Ârderschule (Albert-Schweitzer-Schule), drei Grund- und Hauptschulen (M├Âhringen, Nendingen und Wilhelmschule), vier Grundschulen (Grundschule im Holderst├Âckle, Karl-Grundschule, Schildrain-Grundschule und Schroten-Grundschule) sowie eine Hauptschule mit Werkrealschule (Schiller-Hauptschule mit Werkrealschule).

Der Landkreis Tuttlingen ist Schultr├Ąger der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule (Gewerbliche Schule, unter anderem mit Technischem Gymnasium ), der Kaufm├Ąnnischen und Hauswirtschaftlichen Schule Tuttlingen (unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium ), der Krankenpflegeschule der Kreiskliniken Tuttlingen und Spaichingen und der Johann-Peter-Hebel-Schule f├╝r Geistigbehinderte.

Die private Gotthilf-Vollert-Schule f├╝r Erziehungshilfe und der private Schulkindergarten f├╝r Geistigbehinderte runden das schulische Angebot in Tuttlingen ab.

Freizeit- und Sportanlagen

  • Freizeit- und Thermalbad "TuWass" mit staatlich anerkannter Heilquelle und gro├čz├╝giger Saunalandschaft
  • Kinopalast "Scala" - modernes Gro├čraumkino mit 5 S├Ąlen

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Stadthalle

Kulturzentrum von Tuttlingen ist die Stadthalle. Theater und Konzerte, sowohl klassische als auch Pop & Rock, konzentrieren sich auf diesen Ort. Als die Alte Festhalle am Stadtgarten zu klein wurde um K├╝nstler von internationler Gr├Â├če gewinnen zu k├Ânnen, wurde an der W├Âhrdenbr├╝cke die neue Stadthalle erbaut. Da Tuttlingen nicht ├╝ber eine eigene Theater-Gruppe verf├╝gt, gastieren K├╝nstler, die durch ein professionelles Management engagiert werden.

Museen

  • Im Fruchtkasten und im Tuttlinger Haus in der Innenstadt finden sich stadtgeschichtliche Museen mit beachtlicher Ausstattung.
  • Deutsches Dampflok- und Modelleisenbahnmuseum
Im fr├╝heren Bahnbetriebswerk des Stadtteils M├Âhringen, am alten Lokschuppen, bietet Tuttlingen ein pittoreskes Eisenbahnmuseum mit Drehscheibe und 26 historischen Dampflokomotiven.

Bauwerke

Die evangelische Stadtkirche verleiht dem Stadtbild etwas Charakteristisches. Da die Innenstadt 1803 komplett abgebrannt ist, fehlen historische Geb├Ąude. Die sch├Âne Stadtkirche wurde mit gro├čen M├╝hen und vielen Spenden errichtet und ist ein Lichtblick in der sonst so engen Innenstadt. Ihre reich gegliederte Jugendstilfassade gilt als eine der sch├Ânsten in S├╝ddeutschland. Die katholische Pfarrkirche St. Gallus wurde 1869 bis 1873 von Georg Morlock erbaut und 1937 bis 1939 umgebaut. Weitere Kirchen sind die evangelische Martinskirche ( 1958 ), die evangelische Auferstehungskirche ( 1968 ) und die evangelische Vers├Âhnungskirche sowie die katholische Kirche Maria K├Ânigin ( 1961 /63).

Ruine Honberg 1911
Ruine Honberg 1911

Die sp├Ątmittelalterliche Burg Honberg wurde im 30-j├Ąhrigen Krieg bis auf die Grundmauern zerst├Ârt. Die beiden T├╝rme, die heute zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind, errichtete erst wieder ein F├Ârderverein durch Spenden im 19. Jahrhundert. Die weitl├Ąufigen Mauernreste der Festung beherbergen heute immer wieder Veranstaltungen wie den Honberg-Sommer und bieten den besten Ausblick auf die Innenstadt.

"Tuttlinger Hut" bezeichnet eine Dachform, die f├╝r Tuttlingen typisch ist. Es handelt sich um ein Walmdach, das einen neuen Stadtbrand verhindern sollte. Bei der Neugestaltung der Innenstadt nach dem Stadtbrand 1803 wurde diese spezielle Dachform zum Standard in der Innenstadt.

Auch in den Stadtteilen gibt es alte katholische Kirchen sowie zwei neue evangelische Kirchen. Siehe hierzu den Abschnitt Religionen.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • In den Sommermonaten wartet Tuttlingen beim Honberg-Sommer mit internationalen K├╝nstlern auf, deren Repertoire von Jazz ├╝ber Rock & Pop bis hin zu Alternative reicht.
  • Seit dem Jahr 2000 schreibt die Stadt Tuttlingen den s├╝dwestdeutschen Kleinkunstpreis ÔÇ×Die Tuttlinger Kr├ĄheÔÇť aus, einen mit 7.000 ÔéČ dotierten Preis mit ├╝ber 100 Bewerbern f├╝r die Finalrunde.
  • Seit dem Jahr 1996 beginnt der Circus Sapperlot seine Tournee am 1. Samstag im August im Tuttlinger Stadtgarten.
  • Im Mai/Juni findet j├Ąhrlich das Volksfest statt
  • Alle zwei Jahre findet im Herbst die Verbrauchermesse "Tuttlinger Herbst" statt.
  • Am Fastnachtsamstag findet seit 1976 j├Ąhrlich ein Fastnachtsumzug statt

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Die Stadt Tuttlingen hat folgenden Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen:

  • 1888 : Johann Gottfried Stengelin, Stiftungsgr├╝nder
  • ?: Christian Storz, Stadtschulthei├č
  • 1927 : Christian Scheerer, Kommerzienrat und Mitbegr├╝nder der Firma "Aesculap" ehem. "Jetter und Scheerer"

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1890 , 13. Mai , Dr. Reinhold Teufel, Landgerichtsdirektor und Landgerichtspr├Ąsident a.D.
  • 1888 , 27. Januar , Maria Teufel, Ehefrau von Dr. Reinhard Teufel, gr├╝ndete mit ihrem Gatten die "Reinhard und Maria-Teufel-Stiftung" zur F├Ârderung der wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung hochbegabter junger Wissenschaftler auf den Gebieten der Rechtswissenschaften und der Biologie an der Eberhard-Karls-Universit├Ąt T├╝bingen
  • 1947 , 28. M├Ąrz , Herbert Moser , Politiker MdL Baden-W├╝rttemberg 1976 bis 1992, Vorsitzender des Finanzausschusses, heute Vorsitzender der Landesstiftung Baden-W├╝rttemberg
  • 1963 , Michael Alber, Dirigent, Chordirektor der Staatsoper Stuttgart

Literatur

  • Joseph St├Âckle : F├╝hrer durch Tuttlingen und Umgebung (Reisehandbuch). W├╝rzburg & Wien: Verlag Leo Woerl, 1888.
  • W├╝rttembergisches St├Ądtebuch; Band IV Teilband Baden-W├╝rttemberg Band 2 aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Landgasthof Kreuz 78194 Immendingen   07462 / 62 75
Hauser 78194 Immendingen   07462 / 62 68
Berggasthof Windegg 78194 Immendingen   07462 / 84 52

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Wikipedia

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