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Letzte Änderung für Artikel Fridingen an der Donau: 19.02.2006 23:47

Fridingen an der Donau

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Wappen Karte
fehlt noch Deutschlandkarte, Position von Fridingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Landkreis : Tuttlingen
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 01' N, 08¬į 56' O
48¬į 01' N, 08¬į 56' O
H√∂he : 626 m √ľ. NN
Fläche : 22,47 km²
Einwohner : 3273 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 146 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 6,9 %
Postleitzahl : 78567
Vorwahl : 07463
Kfz-Kennzeichen : TUT
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 27 016
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 2
78567 Fridingen an der Donau
Website: www.fridingen.de
E-Mail-Adresse: info@fridingen.de
Politik
B√ľrgermeister : Stefan B√§r

Fridingen an der Donau ist eine kleine Stadt im Landkreis Tuttlingen in Baden-W√ľrttemberg, Deutschland .

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Fridingen liegt inmitten des Naturpark Obere Donau etwa 12 km nordöstlich von der Kreisstadt Tuttlingen donauabwärts in einem Talkessel vor dem Durchbruch der Donau durch die Schwäbische Alb.

Nachbargemeinden

nach aufsteigender Entfernung sortiert:

Buchheim | M√ľhlheim an der Donau | Beuron | Kolbingen | B√§renthal | Neuhausen ob Eck | Irndorf | Leibertingen | Renquishausen | Mahlstetten | Tuttlingen | Emmingen-Liptingen

Geschichte

Vorgeschichte

In den 1970er Jahren wurden bei arch√§ologischen Grabungen in der J√§gerhaush√∂hle im Donautal unterhalb von Schloss Bronnen Funde gemacht, die auf eine kontinuierliche Besiedelung des Oberen Donautals in der fr√ľhen Mittelsteinzeit schlie√üen lassen.

Mittelalter und Neuzeit

Alamannische Gr√§berfunde auf der rechten Donauseite gegen√ľber des heutigen Stadtkerns beweisen eine Besiedlung im fr√ľhen Mittelalter. Auch der Name der Stadt (vgl. -ingen ) deutet auf eine alamannische Gr√ľndung hin.

Der Name Fridingen wurde erstmals im Jahre 861 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erw√§hnt. Die Erhebung zur Stadt erfolgte 1372 . Vom hohen Mittelalter bis in die Napoleonische Zeit war das zur Grafschaft Hohenberg geh√∂rige Fridingen meist Teil von Vorder√∂sterreich. Es behielt seinen Charakter als Ackerb√ľrgerstadt mit seinem bis heute erhaltenen schlichten aber zweckm√§√üigen Fachwerkh√§usern, die innerhalb der engen Stadtmauer sowohl als Bauern-, Handwerker- und Wohnh√§user dienten, bis ins fr√ľhe 20. Jahrhundert.

Zun√§chst war das mittelalterliche Ifflinger-Schloss innerhalb der Stadtmauer Sitz der oberhohenbergischen Verwaltung. Das zwar st√§dtische, jedoch sehr abgelegene Fridingen verlor seine politische Bedeutung mit der Verlegung des Verwaltungssitzes in das d√∂rfliche, jedoch wesentlich verkehrsg√ľnstigere Spaichingen w√§hrend des 17. Jahrhunderts. 1806 / 07 fiel Fridingen an W√ľrttemberg und geh√∂rte fortan zum w√ľrttembergischen Oberamt Spaichingen bzw. sp√§ter zum Oberamt/Landkreis Tuttlingen.

Partnerschaften

Fridingen unterhält seit 1987 partnerschaftliche Beziehungen zu der französischen Gemeinde Nanteuil-lès-Meaux an der Marne , etwa 45 km von Paris entfernt.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Naturdenkmäler

Zwischen Fridingen und Beuron liegt der vom Verkehr unber√ľhrt gebliebene und nach weit verbreiterter Ansicht sch√∂nste Teil des Donaudurchbruchs durch die Schw√§bische Alb mit seinen hoch aufragenden wei√üen Kalkfelsen. Die ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete sind Reservate f√ľr zahlreiche vom Aussterben bedrohte Vogelarten und Pflanzen. Der auf den zahlreichen Kalksteinfelsen vorhandene Trockenrasen z√§hlt zu den seltenen Biotopen, die seit der j√ľngsten Eiszeit weitgehend unver√§ndert erhalten geblieben sind.

Unweit von Fridingen befinden sich mehrere Versickerungsstellen der Donauversickerung . Im Sommer und Herbst versickern hier bis zu 400 Liter Wasser pro Sekunde im Kalkgestein der Alb. Es kommt im rund 16 km entfernten Aachtopf wieder zum Vorschein. Das versickernde Donauwasser √ľberwindet hier die Europ√§ische Wasserscheide , in dem es √ľber den Bodensee der Nordsee zuflie√üt - im Gegensatz zum eigentlichen Verlauf der Donau, die in das Schwarze Meer m√ľndet.

Bauwerke

Im von Fachwerkhäusern geprägten Stadtkern befindet sich auch das in den 1980er Jahren renovierte Schloss.

Die St.-Martinskirche wurde im 19. Jahrhundert im neoromanischen Stil errichtet.

Etwa 4 Kilometer donauabwärts liegt auf einem Felsvorsprung das aus dem Mittelalter stammende Schloss Bronnen, das sich in Privatbesitz befindet und nicht besichtigt werden kann.

Theater

W√§hrend der Sommermonate (Ausnahme Schulferien) finden seit den 1960er Jahren im Steint√§le, einem engen felsigen Tal oberhalb des Stadtkerns, viel besuchte Freilicht-Theaterauff√ľhrungen statt.

Museum

Im Schloss befindet sich das Heimatmuseum.

Narren der Narrenzunft Fridingen
Narren der Narrenzunft Fridingen

Fasnet

Aufgrund eines (f√ľr vormals vorder√∂sterreichische St√§dte typischen) anti-w√ľrttembergischen Reflexes im 19. Jahrhundert und eines sehr ausgepr√§gten Heimatbewusstseins hat sich das Brauchtum der schw√§bisch-alemannischen Fasnet in weitgehend unverf√§lschter Weise erhalten. Die Fastnachts-Figuren (‚ÄěNarren‚Äú), tragen grobe Leinengew√§nder, die mit oft kunstvollen N√§hereien besetzt sind, dazu einen Fuchsschwanz. Ihre Masken (‚ÄěLarven‚Äú) sind handgeschnitzte Unikate. Die Narrenzunft Fridingen ist Mitglied der Vereinigung schw√§bisch-alemannischer Narrenz√ľnfte .

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Seine schwere Erreichbarkeit im Durchbruchtal der Donau versetzte Fridingens Entwicklung immer wieder R√ľckschl√§ge. Eine wesentliche Verbesserung ergab sich 1890 als die Donautalbahn fertiggestellt war. Der Fridinger Bahnhof, deutlich au√üerhalb des Stadtkerns gelegen, ist heute in das Ringzug-Konzept des Landkreises und in ein vertaktetes Busnetz integriert.

Die gro√üen Stra√üen f√ľhren auch heute noch an Fridingen vorbei. Die Bundesstra√üe 311 verl√§uft durch die s√ľdliche Nachbargemeinde Neuhausen ob Eck, die n√§chste Autobahnauffahrt zur A 81 ist ca. 25 km entfernt und √ľber die Kreisstadt Tuttlingen zu erreichen.

Sonstiges

Der ehemalige Bundesau√üenminister Joschka Fischer hat f√ľr sein 1999 angenommenes Wappen die Farben des Fridinger Stadtwappens Rot und Silber gew√§hlt, weil er davon ausging, dass seine Familie aus Fridingen stammt. Mittlerweile konnte aber nachgewiesen werden, dass die beauftragte Ahnenforschungsgesellschaft fehlerhaft recherchiert hatte und dass Fischers Vorfahr Jakob Fischer 1731 sicherlich nicht von Fridingen an der Donau, sondern wohl eher von Friedingen bei Langenenslingen aus nach Ungarn ausgewandert war (vgl. "Gesammelte Aufs√§tze zur Fridinger Geschichte", 2005).

Weblinks

Commons: Fridingen ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien

Wikipedia

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