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Letzte Änderung für Artikel Rottenburg am Neckar: 19.02.2006 12:16

Rottenburg am Neckar

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Wappen Karte
Wappen Deutschlandkarte, Position von Rottenburg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : T├╝bingen
Region : Neckar-Alb
Landkreis : T├╝bingen
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 29' N, 08┬░ 56' O
48┬░ 29' N, 08┬░ 56' O
H├Âhe : 349 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 142,26 km┬▓
Einwohner : 42.899 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 302 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 72101-72108 (alt: 7407)
Vorwahlen : 07472, 07478, 07457, 07073
Kfz-Kennzeichen : T├ť
Gemeindeschl├╝ssel : 08 4 16 036
Stadtgliederung: Kernstadt und 17 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 18
72108 Rottenburg
Offizielle Website: www.rottenburg.de
E-Mail-Adresse: stadt@rottenburg.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Klaus Tappeser (CDU)
Rottenburg um 1910
Rottenburg um 1910

Rottenburg am Neckar (bis 10. Juni 1964 nur Rottenburg) ist eine Stadt etwa 12 km s├╝dwestlich von T├╝bingen in Baden-W├╝rttemberg. Sie ist nach der Kreisstadt T├╝bingen die zweitgr├Â├čte Stadt des Landkreises T├╝bingen und bildet ein Mittelzentrum f├╝r die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Rottenburgs ├╝berschritt im Rahmen der Gemeindereform Anfang der 1970er Jahre die Grenze von 20.000. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt , was die Landesregierung von Baden-W├╝rttemberg dann mit Wirkung vom 1. Mai 1972 beschloss. Mit den Gemeinden Hirrlingen, Neustetten und Starzach hat die Stadt Rottenburg am Neckar eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die R├Âmer- und Bischofsstadt liegt am ├ťbergang des Neckars aus dem engen Tal des Oberen G├Ąus in ein weites Tal zwischen den H├Âhen des Sch├Ânbuchs im Norden und dem Rammert im S├╝den. Der Neckar betritt von Horb und Starzach kommend im S├╝dwesten das Stadtgebiet unweit des Stadtteils Bieringen, den er zun├Ąchst durchflie├čt. Anschlie├čend flie├čt er in nord├Âstlicher Richtung an den Stadtteilen Obernau, Schwalldorf und Bad Niedernau vorbei und erreicht dann die Kernstadt. Diese durchflie├čt er ebenfalls in nord├Âstlicher Richtung (die Altstadt liegt am linken Ufer), um anschlie├čend n├Ârdlich des Stadtteils Kiebingen das Stadtgebiet in Richtung T├╝bingen wieder zu verlassen. Er durchflie├čt das Stadtgebiet auf einer L├Ąnge von 14,5 km.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Rottenburg, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und geh├Âren zum Landkreis T├╝bingen beziehungsweise zu den Landkreisen Freudenstadt ┬╣, Calw ┬▓ und B├Âblingen ┬│: Ammerbuch, T├╝bingen, Du├člingen, Ofterdingen, Bodelshausen, Hirrlingen, Starzach, Eutingen im G├Ąu ¹, Nagold ┬▓, Neustetten, M├Âtzingen ┬│, Bondorf ┬│ und G├Ąufelden ┬│.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Rottenburgs besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Bad Niedernau, Baisingen, Bieringen, Dettingen, Eckenweiler, Ergenzingen, Frommenhausen, Hailfingen, Hemmendorf , Kiebingen, Obernau, Oberndorf, Schwalldorf, Seebronn, Weiler, Wendelsheim und Wurmlingen.

Die eingemeindeten Orte sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung , das hei├čt, sie haben einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu w├Ąhlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.

Zu einigen Stadtteilen geh├Âren teilweise r├Ąumlich getrennte Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben. Ferner gibt es auch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen ist hier zu nennen:

  • zu Baisingen: B├╝hlhof, Fichtenhof und Jungholzhof
  • zu Bieringen: Hennental
  • zur Kernstadt: D├╝rrbachh├Âfe, Eratskirche, Hammerwasen, Heuberger Hof, Kalkweil, Oberw├Ârthaus, Papier- oder Bronnenm├╝hle, Schadenweiler, Weggental
  • zu Weiler: Katzenbacher Ziegelh├╝tte

Raumplanung

Rottenburg am Neckar bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Neckar-Alb, zu dessen Mittelbereich neben Rottenburg selbst die Gemeinden Hirrlingen, Neustetten und Starzach des Landkreises T├╝bingen geh├Âren.

Geschichte

Rottenburg liegt in einer seit vorgeschichtlicher Zeit dicht besiedelten Region (siehe Ur- und Fr├╝hgeschichte zwischen Alpen und Maingebiet ). In den vergangenen Jahren wurden Grabungen in Fundstellen des Mesolithikum (in Siebenlinden), des Neolithikums und der Hallstattzeit durchgef├╝hrt.

Vermutlich im Jahre 98 n. Chr. mit der Errichtung des Neckar-Odenwald-Limes unter Trajan kam das Gebiet um Rottenburg unter r├Âmische Herrschaft. Die Datierung dieser Eroberung auf die Chattenkriege Domitians in den Jahren 83 und 85 gilt heute als ├╝berholt, auch wenn das Gebiet wohl bereits seit dem Bau der Kinzigtalstra├če im Jahre 73/74 unter r├Âmischem Einfluss stand (vgl. Alblimes, Kaiser Vespasian ).

Das genaue Gr├╝ndungsjahr der r├Âmischen Siedlung Sumelocenna ist unbekannt, eine Gr├╝ndung im Jahre 98 gilt - analog zur Gr├╝ndung Rottweils im Jahre 73 - als plausibel. Sumelocenna lag an der r├Âmische Fernstra├če Cannstatt - Rottweil ( Arae Flaviae ) - H├╝fingen ( Brigobanne ) - Schleitheim (Iuliomagus) - Windisch/CH ( Vindonissa ). Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde Sumelocenna Hauptort einer Civitas . Diese Gebietsk├Ârperschaft ist in ihrer Bedeutung ungef├Ąhr mit einem Regierungsbezirk vergleichbar und umfasste im Falle von Rottenburg wohl das gesamte mittlere Neckarland. Der Name Sumelocenna stammt ├╝brigens aus dem Keltischen. Vermutlich bedeutete er "Die Leute des Sumelo", einer damaligen keltischen Sippe.

Sumelocenna geh├Ârte zu den bedeutendsten R├Âmerst├Ądten im heutigen Baden-W├╝rttemberg. Das r├Âmische Sumelocenna wurde ├╝ber eine 7 km lange Wasserleitung mit Quellwasser aus dem Rommelstal versorgt. Im Stadtgebiet gab es mehrere ├Âffentliche B├Ąder. Im sp├Ąten 2. oder fr├╝hen 3. Jahrhundert nach Christus wurde die Stadt zum Schutz gegen Angriffe der Alemannen und anderer germanischer St├Ąmme ummauert. Nur in zwei weiteren St├Ądten in S├╝dwestdeutschland ist eine r├Âmische Stadtmauer belegt, n├Ąmlich in Ladenburg ( Lopodunum ) und in Bad Wimpfen im Tal. Die ummauerte Fl├Ąche umfasste in Rottenburg wie in Ladenburg rund 32 Hektar, in Wimpfen waren es ca. 19 Hektar.

Nach dem Sturm der Alamannen auf den Limes im Jahre 259/260 n.Chr. ging das r├Âmische Sumelocenna unter. Der Bischofssitz in Rottenburg stammt erst aus dem 19. Jahrhundert und ist deswegen (anders als bei anderen R├Âmerst├Ądten wie etwa Chur oder Worms) kein Hinweis auf eine Siedlungskontinuit├Ąt in der V├Âlkerwanderungszeit .

In alamannischer Zeit verlagerte sich das Siedlungszentrum etwas nach Osten, wo der Ort S├╝lchen entstand. Die Herleitung des Ortsnamens S├╝lchen aus einer vulg├Ąrlateinischen Form Sulocenna gilt als m├Âglich. Im alten r├Âmischen Stadtgebiet sind zwar einige alamannische Sonderbestattungen, aber keine Siedlungsreste bekannt. Offenbar verfiel die alte R├Âmerstadt.

Im deutschsprachigen Raum gibt es mehrere St├Ądte mit dem Namen Rottenburg. Meistens bedeutet dieser Name "rote Burg" bzw. "rote Stadt" (ahd. burg = <ummauerte> Stadt). Mit zwei t geschrieben kann dieser Name aber auch "zerst├Ârte, verfallene Stadt" bedeuten, was im Falle von Rottenburg am Neckar f├╝r die mutma├čliche Entstehungszeit des Namens im fr├╝hen Mittelalter durchaus passt (vgl. Rottweil und die nach ehemaligen R├Âmerkastellen benannten St├Ądte Neckarburken und Osterburken).

Im 12. und 13. Jahrhundert erlangte Rottenburg durch die Herren von Hohenberg erneut Bedeutung. 1381 wurde die Stadt als Teil der Grafschaft Hohenberg an die Habsburger verkauft. Rottenburg wurde in der zweiten H├Ąlfte des 15. Jahrhunderts ein bedeutendes kulturelles Zentrum, als Mechthild von der Pfalz die Stadt nach dem Tod ihres zweiten Ehemanns, Erzherzog Albrecht VI. von ├ľsterreich (ÔÇá 1463 ), des Bruders von Kaiser Friedrich III. , zu ihrem Witwensitz erkor. Sie richtete dort einen Musenhof ein, sammelte Dichter, Musiker, Gelehrte und K├╝nstler um sich. Der Glanz erlosch mit ihrem Tod 1482 . Bis es 1805 an W├╝rttemberg fiel, war Rottenburg vorder├Âsterreichische Oberamtsstadt. In w├╝rttembergischer Zeit wurde Rottenburg Sitz des Sechsten Kreises, ab 1810 der Landvogtei am mittleren Neckar und ab 1817 Sitz eines w├╝rttembergischen Oberamtes, das 1924 in Kreis Rottenburg umbenannt, dann aber 1938 aufgel├Âst wurde. Seither geh├Ârt die Stadt mit ihrem Umland zum Landkreis T├╝bingen.

Geschichte der Stadtteile

Bad Niedernau wurde 1127 erstmals erw├Ąhnt. Das Dorf unter der Oberhoheit der Grafen von Hohenberg wurde 1381 an ├ľsterreich verkauft. Seit dem 15. Jahrhundert geh├Ârte es zu ├Âsterreichischen Landschaft Niederhohenberg. 1805 kam Niedernau zu W├╝rttemberg und wurde dem Oberamt Rottenburg zugeordnet. Bei dessen Aufl├Âsung 1938 kam Niedernau zum Landkreis T├╝bingen. Bereits 1938 erhielt der Ort die Bezeichnung "Bad", nachdem der bereits in der R├Âmerzeit und dann im Mittelalter als "Sauerbrunnen" bekannte Heilquelle f├╝r Kureinrichtungen genutzt wurde.

Baisingen wurde 1258 als "B├Âzzingen" erstmals urkundlich erw├Ąhnt. F├╝r das 13. und 14. Jahrhundert sind Angeh├Ârige einer niederadeligen Familie bekannt, die sich nach dem Ort nannten. ├ťber die Grafschaft Hohenberg kam Baisingen 1381 unter die Oberhoheit ├ľsterreich, doch war der Ort zwischen 1380 und 1505 an die Herren von G├╝ltlingen verpf├Ąndet. Nach dem 30j├Ąhrigen Krieg hatten die Herren von Wernau und die Schenken von Stauffenberg den Blutbann inne. 1805 kam Baisingen an W├╝rttemberg und wurde dem Oberamt Horb (ab 1938 Landkreis Horb) zugeordnet. Mit der Eingliederung nach Rottenburg 1972 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Bieringen wurde 1275 als "B├╝ringen" erstmals erw├Ąhnt. Seit dem 13. Jahrhundert tauchen immer wieder Personen auf, die sich nach dem Ort benennen. ├ťber die Grafen von Hohenberg gelangte der Ort 1381 an ├ľsterreich. Ab 1454 war der Ort an die Herren von Eichern verliehen, die in 1476 an die Herren von Ehingen verkauften. Diese bauten sich ein kleines Herrschaftsgebiet auf, doch gelangte Bieringen an verschiedene Eigent├╝mer, darunter die Herren von Wernau und Ow, dann die Grafen von Attems und ab 1788 die Freiherren von Ra├čler. 1805 wurde der Ort w├╝rttembergisch und dem Oberamt Horb (ab 1938 Landkreis Horb) zugeteilt. Mit der Eingliederung nach Rottenburg 1972 kam Bieringen zum Landkreis T├╝bingen.

Dettingen wurde 1275 erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Der Ort kam ├╝ber die Grafschaft Hohenberg 1381 an ├ľsterreich und 1805 an W├╝rttemberg. Dann wurde Dettingen dem Oberamt Rottenburg zugeordnet. Bei dessen Aufl├Âsung 1938 kam Der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Eckenweiler wurde um 1120 als "Eckenwiler" erstmals erw├Ąhnt. In jener Zeit erhielt das Kloster Hirsau von den Pfalzgrafen von T├╝bingen einige Besitzungen im Ort. Im 13. Jahrhundert war der Ort Hohenbergisch und 1362 wurde Eckenweiler an die Pfalzgrafen von T├╝bingen verkauft, die ihn es 1382 an W├╝rttemberg verkauften. Schon bald wurde der Ort dem Amt Herrenberg zugeordnet. Ab 1808 wurde er dem Oberamt Rottenburg angegliedert und nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam Eckenweiler zum Landkreis Horb. Mit der Eingemeindung nach Rottenburg 1972 kam Eckenweiler zum Landkreis T├╝bingen.

Ergenzingen wurde um 777 als "Corgozsinga" erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Die Oberhoheit lag im 12. Jahrhundert bei den T├╝binger Pfalzgrafen, seit dem sp├Ąteren 13. Jahrhundert bei den Grafen von Hohenberg. 1381 wurde Ergenzingen ├Âsterreichisch und 1805 kam der Ort an W├╝rttemberg und wurde dem Oberamt Rottenburg zugeordnet. Bei dessen Aufl├Âsung 1938 kam Ergenzingen zum Landkreis Horb und mit der Eingemeindung nach Rottenburg 1972 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Frommenhausen wurde 1258 als "Frumhusen" erstmals erw├Ąhnt. Das Dorf geh├Ârte zur Grafschaft Hohenberg und kam mit dieser 1381 an ├ľsterreich. Das Gericht unterstand dem Nachbarort Schwalldorf. 1805 wurde Frommenhausen w├╝rttembergisch und dem Oberamt Rottenburg zugeordnet. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam Frommenhausen zum Landkreis T├╝bingen.

Hailfingen wurde 1093 als "Hadelvinga" erstmals erw├Ąhnt. ├ťber die Grafschaft Hohenbeg kam der Ort 1381 an ├ľsterreich und 1805 an W├╝rttemberg. Hier geh├Ârte der Ort zum Oberamt Rottenburg. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam Hailfingen zum Landkreis T├╝bingen.

Hemmendorf wurde um 1120 als "Hemmindorf" erstmals erw├Ąhnt. Im 12. Jahrhundert sind Edelfreie von Hemmendorf erw├Ąhnt, die als Wohlt├Ąter der Kl├Âster Zwiefalten und Hirsau auftraten. 1258 erwarb das in unbekannter Zeit gegr├╝ndete Johanniterspital die Besitzungen des Klosters Hirsau und besa├č danach die Rechte am gesamten Ort. Ab 1281 ist eine Komtur nachweisbar. Diese erwarb in der Folgezeit zahlreiche Eink├╝nfte der umliegenden D├Ârfer. 1805 kam der Ort an W├╝rttemberg, das die Kommende aufhob. Danach geh├Ârte Hemmendorf zum Oberamt Rottenburg und nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Kiebingen wurde 1204 als "Chubingen" erstmals erw├Ąhnt. Im Jahre 1342 wurde s├╝dlich des Ortes das Kloster Rohrhalden als Einsiedelei der Pauliner Eremiten gegr├╝ndet. Das Kloster durchlebte im Laufe der Jahrhunderte Bl├╝te und Niedergang, bis es im Jahre 1748 aufgel├Âst und im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde. Bereits 1381 kam Kiebingen von der Grafschaft Hohenberg an ├ľsterreich und geh├Ârte sp├Ąter zur Landschaft Niederhohenberg. 1805 kam Kiebingen an W├╝rttemberg und wurde 1808 dem Oberamt Rottenburg zugeordnet. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Obernau wurde 1145 als "Owa" erstmals erw├Ąhnt. 1245 tauchen Edelfreie von Ow auf, ab 1275 die Herren von Wachendorf, Hirrlingen und Bodelshausen, dann auch Roseck, ├ľschingen, Wurmlingen, Hechingen, Pf├Ąffingen und Rottenburg. Neben der Herrschaft Ow tauchen auch die Grafen von Hohenberg als Ortsherren auf. Beide Herrschaften teilten sich den Ort. Im 15. Jahrhundert waren die Besitzverh├Ąltnisse mehrfach aufgesplittert. Die Herren von Ehingen vereinigten den Besitz. 1698 waren die Herren von Ra├čler in Lehnsherren. 1805 wurde Obernau w├╝rttembergisch u nd kam zum Oberamt Rottenburg. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Oberndorf wurde 1292 erstmals erw├Ąhnt. Im 14. Jahrhundert teilten sich die Grafen von Eberstein und die Herren von Hailfingen den Ort. 1550 waren ├ľsterreich, W├╝rttemberg und Eberstein zu je einem Drittel die Besitzer. Nach den Ebersteinern waren im 16. Jahrhundert die Ehinger die Ortsherren, anschlie├čend die Herren von Wolkenstein und im 18. Jahrhundert Freiherr von Ulm zu Erbach. Das ├Âsterreichisch-w├╝rttembergische Kondominat wurde 1805 ganz w├╝rttembergisch und ab 1810 Teil des Oberamts Herrenberg. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Schwalldorf wurde um 1120 als "Swaldorff" erstmals erw├Ąhnt. Sp├Ątestens ab 1304 geh├Ârte der Ort den Grafen von Hohenberg, die 1377 auch die Ow'schen Rechte erwarben. 1381 fiel der Ort an ├ľsterreich und geh├Ârte sp├Ąter zur Landschaft Niederhohenberg. 1805 wurde Schwalldorf w├╝rttembergisch und dem Oberamt Rottenburg zugeteilt. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Seebronn wurde 1182 bzw. 1263 als "Sebrunnen" erstmals erw├Ąhnt. ├ťber die Grafschaft Hohenberg kam der Ort 1381 an ├ľsterreich und geh├Ârte sp├Ąter zur Landschaft Niederhohenberg. 1805 wurde Seebronn w├╝rttembergisch und dem Oberamt Rottenburg zugeteilt. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Weiler wurde 1244 als "Wilaere" erstmals erw├Ąhnt. ├ťber die Grafschaft Hohenberg kam der Ort 1381 an ├ľsterreich und geh├Ârte sp├Ąter zur Landschaft Niederhohenberg. 1805 wurde Weiler w├╝rttembergisch und dem Oberamt Rottenburg zugeteilt. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Wendelsheim wurde um 1180 als "Winolfheim" erstmals erw├Ąhnt. ├ťber die Pfalzgrafen von T├╝bingen kam der Ort an die Grafschaft Hohenberg mit dieser 1381 an ├ľsterreich. Diese gaben den Ort mehrfach zu Lehen aus, so dass er in der Folgezeit stark zersplittert war. Unter anderem waren die Herren von Suntheim beg├╝tert. Nach 1762 wurden alle Lehen eingezogen und verteilt. 1805 fiel der Ort an W├╝rttemberg und geh├Ârte dann zum Oberamt Rottenburg. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen.

Wurmlingen wurde um 1100 urkundlich erw├Ąhnt. ├ťber die Grafschaft Hohenberg kam der Ort 1381 zu ├ľsterreich. Danach war Wurmlingen mehrfach verpf├Ąndet, so unter anderem an die Freiherren von Hohenberg und an die Herren von Ra├čler. 1805 wurde Wurmlingen w├╝rttembergisch und dem Oberamt Rottenburg zugeordnet. Nach dessen Aufl├Âsung 1938 kam der Ort zum Landkreis T├╝bingen. Auf dem Kapellenberg befindet sich die zur Zeit von Papst Leo IX. erbaute Sankt-Remigius-Kapelle, auch Wurmlinger Kapelle genannt.

Religionen

Rottenburg am Neckar geh├Ârte anfangs zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "ante nemus", Landkapitel S├╝lchen-Wolfenhausen unterstellt. Zun├Ąchst gab es nur die Pfarreien S├╝lchen und Ehingen, deren Kirchen au├čerhalb der Stadtmauern lagen. Die Kirche in S├╝lchen wurde 1213 erstmals erw├Ąhnt, doch soll sie bereits 1118 erbaut worden sein. 1293 wird sie als Kirche St. Martin, ab 1513 als St. Johann Baptist bezeichnet. In jener Zeit waren die Pfarrrechte bereits auf die Kirche am Markt (St. Martin) ├╝bertragen worden. Der Ort S├╝lchen ging danach mehr und mehr ab, seine Bewohner siedelten nach Rottenburg um. Die Kirche in S├╝lchen wird heute als Friedhofskirche genutzt. 1513 war sie umgebaut und 1660 erneuert worden. 1885 erhielt sie ein Turmobergeschoss und ab 1868 war sie Grablege der Bisch├Âfe. Die urspr├╝nglich 2. Pfarrkirche in Ehingen am rechten Neckarufer wurde 1275 erstmals erw├Ąhnt. 1339 taucht sie als St. Remigius-Kirche auf. Die urspr├╝ngliche Kirche wurde 1711 abgebrochen und durch einen Neubau, der heutigen Klausenkapelle, ersetzt. Die Pfarrechte dieser Kirche waren bereits 1364 auf die Stiftskirche St. Moritz ├╝bertragen worden, die um 1300 erbaut und bis 1433 vollendet war. Die Kirche St. Martin am Markt, seit Ende des 14. Jahrhunderts Pfarrkirche f├╝r den Sprengel am linken Neckarufer, wurde im 15. Jahrhundert neu erbaut. Die Vorg├Ąngerkapelle wurde bereits 1318 erw├Ąhnt.

In den ersten Jahren der Reformation konnte die neue Lehre in Rottenburg zun├Ąchst viele Anh├Ąnger finden, doch wurde sie durch Erzherzog Ferdinand von ├ľsterreich bek├Ąmpft. Daher blieb Rottenburg fast ausschlie├člich katholisch. Die beiden Pfarreien St. Martin und St. Moritz geh├Ârten zun├Ąchst weiterhin zum Bistum Konstanz. Nach dessen Aufhebung wurde in Rottenburg 1817 ein Generalvikariat eingerichtet. 1821 wurde das neue Bistum Rottenburg errichtet. Zu dessen Dom wurde die Pfarrkirche St. Martin erhoben. Rottenburg wurde auch Sitz eines Dekanats.

Auch die heutigen Stadtteile Rottenburgs (mit Ausnahme von Eckenweiler) blieben nach der Reformation katholisch. Daher gibt es jeweils eine katholische Kirchengemeinde und eine Kirche. Die Gemeinden, die alle auch zum Dekanat Rottenburg geh├Âren, sind (in Klammer das Baujahr der heutigen Kirchen, doch gab es meist schon Vorg├Ąngerbauten): St. Konrad Bad Niedernau (18. Jahrhundert mit ├Ąlteren Teilen), St. Anastasia Baisingen (1755 mit Erweiterung und Turm von 1890), St. Peter und Paul Bieringen (gotischer Bau mit Ver├Ąnderungen von 1788 und 1891), St. Dionysius Dettingen (1911), Heilig Geist Ergenzingen (1964/67 mit gotischem Turm und Chor), St. Vitus Frommenhausen (1770 mit Erweiterung von 1933), St. Laurentius Hailfingen (1515/19 mit Ver├Ąnderungen 1780), St. Johannes Baptist Hemmendorf (gotischer Bau mit Verl├Ąngerung von 1894/95), Heilig Geist Kiebingen (15. Jh. mit Erweiterung 1897/99; neue Kirche von 1961), St. Peter und Paul Obernau (1805 im klassizistischen Stil), St. Ursula Oberndorf (um 1439 mit Schiff von 1778/79), St. Andreas Schwalldorf (1733 und Erweiterung von 1936), St. Jakobus Seebronn (1755 mit Turm von 1705), St. Wolfgang Weiler (1828, Vorg├Ąngerbau von 1475), St. Katharina Wendelsheim (1895 neugotischer Umbau eines ├Ąlteren Vorg├Ąngerbaus) und St. Briccius Wurmlingen (Kapelle aus dem 15. Jh. mit Erweiterung von 1821). Die Wurmlinger Kapelle auf dem Berg war die ins 16. Jahrhundert die Pfarrkirche des Ortes.

Weitere Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet sind die 1737 wieder errichtete Antoniuskapelle, die 1682 bis 1695 erneuerte Wallfahrtskirche St. Marien sowie die ehemaligen Klosterkirche des Karmeliterklosters aus dem 18. Jahrhundert, die allerdings seit 1817 profaniert ist.

Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Rottenburg. 1818 wurde eine eigene Pfarrei errichtet, die zun├Ąchst mit dem Nachbarort Remmingsheim in Personalunion gef├╝hrt wurde. 1831 erhielt Rottenburg einen eigenen Pfarrverweser und 1841 einen st├Ąndigen Pfarrer. 1855/56 konnte die Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen. Die Gemeinde geh├Ârt zum Dekanat T├╝bingen der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg . Sie betreut auch die Protestanten in den heutigen Rottenburger Stadtteilen Bad Niedernau, Dettingen, Frommenhausen, Kiebingen, Obernau, Schwalldorf, Weiler, Wendelsheim und Wurmlingen. Die Gemeinde gliedert sich heute in drei Pfarrbezirke (S├╝d, Ost und West). Im Stadtteil Eckenweiler wurde infolge der fr├╝hen Zugeh├Ârigkeit des Ortes zu W├╝rttemberg die Reformation eingef├╝hrt. Der einzige ├╝berwiegend evangelische Stadtteil Rottenburgs hat daher eine eigene evangelische Kirchengemeinde und Kirche (erbaut 1787/88). Die Gemeinde betreut auch die Protestanten in Bieringen. Fr├╝her geh├Ârte auch Ergenzingen zur Gemeinde. Dort wurde inzwischen jedoch eine eigene Kirchengemeinde gegr├╝ndet. Eine evangelische Kirche gibt es in Ergenzingen bereits seit 1966. Die Protestanten in Hemmendorf werden von der Nachbarkirchengemeinde Bodelshausen und in Seebronn von der Kirchengemeinde Remmingsheim (Gemeinde Neustetten) betreut. Auch diese drei Kirchengemeinden (Ergenzingen, Bodelshausen und Remmingsheim) geh├Âren zum Dekanat T├╝bingen.

Die Protestanten in Baisingen werden von der Nachbargemeinde M├Âtzingen, in Hailfingen von der Kirchengemeinde Bondorf und in Oberndorf von der Kirchengemeinde Reusten (Gemeinde Ammerbuch) betreut. Diese drei Kirchengemeinden geh├Âren zum Dekanat Herrenberg.

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Rottenburg auch die Neuapostolische Kirche .

Schon f├╝r das Jahr 1596 sind j├╝dische Einwohner im jetzigen Stadtteil Baisingen bezeugt. Nach der Vertreibung aus den gro├čen St├Ądten, aus Vorder├Âsterreich und dem Herzogtum W├╝rttemberg waren die Juden gezwungen, sich auf dem Land eine neue Bleibe zu suchen. Sie fanden sie in reichsritterschaftlichen D├Ârfern unter dem Schutz der Ortsherren; in Baisingen waren dies seit 1696 die Schenken von Stauffenberg. Sie wiesen die Juden in Schutzh├Ąuser ein, deren Zahl sich mit dem Anwachsen der j├╝dischen Bev├Âlkerung vermehrte. Bereits 1843 waren 235 von 727 Einwohner Baisingens Juden, sp├Ąter ging die Zahl wieder zur├╝ck, 1933 lebten jedoch immer noch 86 Juden in dem Ort. Etwa 60 wanderten in der Zeit der Verfolgung aus, die Zur├╝ckgebliebenen wurden in die Vernichtungslager deportiert. 1784 wurde eine Synagoge errichtet, die heute zu den best erhaltendsten Landsynagogen Deutschlands z├Ąhlt. Sie wurde von einem 1989 gegr├╝ndeten F├Ârderverein erhalten und restauriert, ohne sie aber in ihren urspr├╝nglichen Zustand zur├╝ck zu versetzen, Alle wichtigen Spuren ihrer Geschichte sollten bewahrt werden.

Eingemeindungen

In die Stadt Rottenburg am Neckar wurden folgende Gemeinden eingegliedert. Soweit nicht anders angegeben geh├Ârten die Gemeinden alle zum Landkreis T├╝bingen:

  • 1. Dezember 1971 : Bad Niedernau, Eckenweiler (Landkreis Horb), Kiebingen, Weiler, Wurmlingen
  • 1. Januar 1972 : Frommenhausen, Hailfingen, Hemmendorf, Obernau, Schwalldorf, Seebronn
  • 1. Februar 1972 : Wendelsheim
  • 1. Dezember 1972 : Baisingen, Bieringen und Ergenzingen (alle Landkreis Horb)
  • 1. April 1974 : Oberndorf
  • 1. Januar 1975 : Dettingen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1394 3.768
1581 2.750
1681 2.875
1764 3.158
1810 4.620
1834 6.356
1849 6.829
1861 5.996
1. Dezember 1871 ┬╣ 6.145
1. Dezember 1880 ┬╣ 7.136
1. Dezember 1900 ┬╣ 7.027
1. Dezember 1910 ┬╣ 7.604
16. Juni 1925 ┬╣ 7.652
Jahr Einwohnerzahlen
16. Juni 1933 ┬╣ 7.654
17. Mai 1939 ┬╣ 7.750
13. September 1950 ┬╣ 9.446
6. Juni 1961 ┬╣ 10.786
27. Mai 1970 ┬╣ 12.965
31. Dezember 1975 30.583
31. Dezember 1980 31.770
27. Mai 1987 ┬╣ 33.108
31. Dezember 1990 36.006
31. Dezember 1995 39.689
31. Dezember 2000 41.336
30. Juni 2005 42.899

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU - 17 Sitze
  • SPD - 8 Sitze
  • Gr├╝ne - 4 Sitze
  • FDP - 3 Sitze
  • WiR - 3 Sitze
  • BFH - 2 Sitze

B├╝rgermeister

In Rottenburg ist ab 1304 erstmals ein Stadtschulthei├č genannt. Dieser war der von der Herrschaft eingesetzte Stadtvorstand. Daneben gab es einen Stadt- bzw. Amtsvogt. Neben dem Stadtschulthei├čen gab es zwei vom Rat gew├Ąhlte B├╝rgermeister und 24 R├Ąte. Diese wurden zun├Ąchst von der Herrschaft eingesetzt, sp├Ąter von der B├╝rgerschaft gew├Ąhlt. 12 R├Ąte bildeten zugleich das Gericht. Ab 1555 gab es vier B├╝rgermeister, einen gro├čen Rat mit 48 Mitgliedern und den alten Rat mit 24 Mitgliedern. Ab 1751 wurde ein Stadtmagistrat eingerichtet. Die zu Rottenburg sp├Ątestens seit dem 14. Jahrhundert geh├Ârige Siedlung Ehingen hatte ein eigenes Meiergericht mit einem hohenbergischen Rentmeister .

Nach dem ├ťbergang an W├╝rttemberg leitete ein B├╝rgermeister, sp├Ąter Stadtschulthei├č, die Stadtverwaltung, wobei Jakob Holzer bis 1819 zun├Ąchst als einziger den Titel " Oberb├╝rgermeister " verliehen bekam. Mit der Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt 1972 erhielten alle Stadtoberh├Ąupter die Amtsbezeichnung " Oberb├╝rgermeister ". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten f├╝r eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew├Ąhlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung B├╝rgermeister.

B├╝rgermeister bzw. Oberb├╝rgermeister von Rottenburg am Neckar seit 1801

  • 1801 - 1812 : Sebastian Halder, Johann Michael Liebermann, L. Xaver Gl├╝ckher, Josef Anton Hornstein und Ignaz Kapferer mit unterschiedlichen Amtszeiten
  • 1812 - 1823 : Jakob Holzherr
  • 1824 - 1831 : Friedrich Erath
  • 1832 - 1848 : Ignaz Hofmeister
  • 1848 - 1851 : Franz Orgeldinger
  • 1852 - 1865 : Karl Schnitzler
  • 1865 - 1872 : Josef Wiech
  • 1872 - 1886 : Michael Holzherr
  • 1886 - 1896 : Florian Steiner
  • 1896 - 1923 : Alfons Winghofer
  • 1923 - 1933 : Josef Schneider
  • 1933 - 1945 : Wilhelm Seeger
  • 1945 - 1946 : Hugo Schneider
  • 1946 - 1954 : Franz Adis
  • 1954 - 1959 : Karl M├╝ller
  • 1959 - 1979 : Egbert Regenbrecht
  • 1979 - 1995 : Dr. Winfried L├Âffler
  • 1995 -heute: Klaus Tappeser

Wappen

Das Wappen der Stadt Rottenburg am Neckar zeigt einen von Silber und Rot geteilten Schild. Die Stadtflagge ist wei├č-rot.

Schon das ├Ąlteste bekannte Siegel der Stadt aus dem Jahr 1282 zeigt den geteilten Wappenschild der Grafen von Hohenberg. Es ├╝berdauerte alle Herrschaftswechsel und ist bis heute im Gebrauch.

St├Ądtepartnerschaften

Rottenburg am Neckar unterh├Ąlt seit 1979 mit Saint Claude in Frankreich eine St├Ądtepartnerschaft . Der Stadtteil Wendelsheim hat ebenfalls seit 1979 eine Partnerschaft mit der franz├Âsischen Gemeinde Ablis. Die Ortschaft Kiebingen ist mit Lion-sur-mer verpartnert.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Rottenburger Fasnet

Rottenburger Ahland

Der Rottenburger Ahland ist eine Teufelsgestalt, die erstmals 1929 in der Rottenburger Fasnet ( Narrenzunft Rottenburg ) zu sehen war. Als Vorbild f├╝r die Larve diente eine Sandsteinfratze, deren Alter und Herkunft umstritten sind. Zun├Ąchst hie├č diese Narrenfigur "Rottenburger Originalmaske", erst seit 1950 setzte sich nach und nach die Bezeichnung "Ahland" durch. In Rottenburg bezeichnete das Wort Aland urspr├╝nglich eine "vermummte Person an der Fastnacht, namentlich ein maskiertes Kind", "Aland gehen" stand f├╝r "vermummt gehen", hatte also keinen Bezug zu einer bestimmten Verkleidung, sondern diente als Sammelbegriff f├╝r eine Maskierung an sich.

├ťber die Herkunft des Wortes spekulierte Hermann Fischer in seinem Schw├Ąbischen W├Ârterbuch: wenn "dieses ganz lokal ├╝berlieferte Wort nicht eine specielle Entstehungsursache" habe, so k├Ânnte Aland eine "euphemistische Entstellung" des mittelhochdeutschen v├ólant ('Teufel') sein. In der lokalgeschichtlichen Literatur Rottenburgs wurde diese beil├Ąufig ge├Ąu├čerte Vermutung Fischers dann sp├Ąter ungepr├╝ft als eine wahre Tatsache ├╝bernommen. Diese Herleitung ist jedoch aus sprachgeschichtlichen Gr├╝nden unm├Âglich, da ein konsonantischer Anlaut nicht einfach wegfallen kann.

Der Begriff Aland/t bezeichnet zun├Ąchst allgemein eine Karpfenfischart, eine w├╝rzhaltige Kr├Ąuterpflanze, sowie verschiedene europ├Ąische Fl├╝sse und ist auch als Familienname verbreitet. Es ist anzunehmen, dass der Familienname j├╝ngeren Datums ist und auf einer der anderen Bedeutungen basiert. Der Flussname Alant geht zur├╝ck auf indogermanisch al(a) ('Quelle'), der zu den Wei├čfischen geh├Ârende Aland auf mittelhochdeutsch alant < althochdeutsch alunt < germanisch *alunda, *alundaz < idg. *al-, *alou- ('wei├č, gl├Ąnzend'), die Pflanze Alant auf germ. *alan ('sich n├Ąhren'), gotisch al-an* ('wachsen, sich n├Ąhren') < idg. *al- ('wachsen, n├Ąhren'). Zudem kann Alant auch 'Alaun' (Kalium-Aluminium-Sulfat; ein Beizmittel in der Gerberei, Papierleim) bedeuten.

Dies erkl├Ąrt nun aber nicht, wie Aland in Rottenburg zu einem Synonym f├╝r eine vermummte Person werden konnte. Hierzu w├Ąre eine genaue vergleichende Erforschung aller Quellen vor Ort n├Âtig, in denen der Begriff in dieser Bedeutung verwendet wird. Gegen die durchaus denkbare Erkl├Ąrung, dass der Fisch Aland in Rottenburg als eine besondere Delikatesse am Aschermittwoch galt und sich der Name auf die den Fisch verzehrenden Personen ├╝bertrug, spricht, dass dieser Fisch nur im Donaugebiet, in Oberschwaben und am Bodensee Aland hie├č, am Neckar aber als Schuepfisch ('Schupp(en)fisch') bezeichnet wurde. Eine andere M├Âglichkeit w├Ąre, dass sich die Rottenburger in alantleder ('mit Alaun gegerbtes Leder') h├╝llten und der Name des Stoffes metonymisch auf die den Stoff tragenden Personen ├╝berging. Oder sie stellten vielleicht mit ihrer Verkleidung eine stadtbekannte Pers├Ânlichkeit mit dem Namen Aland dar. Die Heilpflanze Echter Alant galt im Volksglauben als d├Ąmonenabwehrende Pflanze; als Amulett um den Hals getragen sollte sie vor Behexen sch├╝tzen.

Museen

Di├Âzesanmuseum

Einen gro├čen Einblick in christliche Kunst gibt das 1862 gegr├╝ndete Di├Âzesanmuseum, das seit 1994 im umgebauten Kirchenschiff des ehemaligen Karmeliterklosters und heutigen Priesterseminars eine neue Heimat gefunden hat. Das Di├Âzesanmuseum besitzt eine hervorragende Sammlung von Plastiken und Tafelbildern des 13. bis 18. Jahrhunderts, Messgew├Ąndern des 15./16. Jahrhunderts, Kruzifixen und Altarger├Ąt des Mittelalters, Werken barocker Gold- und Silberschmiedekunst sowie Zeugnissen der Volksfr├Âmmigkeit. In der Schatzkammer befindet sich das ├Ąlteste Exponat: das Bursa-Reliquiar von Ennabeuren, ein einzigartiges Zeugnis aus der Zeit der Christianisierung (um 650 - 700). Herausragend unter den Zeugnissen aus der Zeit der Romanik sind die Bronze-Kruzifixe von Amrichshausen und Wolpertswende.

Sumelocenna-Museum

Eine Dauerausstellung zum Alltagsleben in Sumelocenna, dem r├Âmischen Rottenburg - in die Ausgrabungen sind Teile der antiken Stadt integriert. Der beeindruckendste Geb├Ąudeteil ist eine 32 Meter lange Toilettenanlage, deren luxuri├Âse Ausstattung noch erkennbar ist. F├╝r jeden, der sich ├╝ber die Hygieneverh├Ąltnisse und die gro├čartigen Ingenieurs- und Handwerkerleistungen r├Âmischer Zeit informieren will, lohnt sich ein Besuch des Sumelocenna-Museums. Besonders die regelm├Ą├čigen Sonderausstellungen, die meist die praktischen Aspekte des damaligen Lebens zeigen, erfreuen sich gro├čer Beliebtheit, genauso wie das alle zwei (ungeraden) Jahre am letzten Wochenende im August stattfindende R├Âmerfest.

Stiftsmuseum

Im gotischen Saal (Obergeschoss) der Ulrichskapelle der ehem. Stiftskirche und heutigen Morizkirche ist das Stiftsmuseum untergebracht. Es beherbergt kirchliche Kunst aus der Zeit des Chorherrenstifts (15. bis 18. Jahrhundert ), Holzskulpturen aus der Morizkirche und aus der Altstadtkapelle barocke Sakralger├Ąte .

Vereine

Bauwerke

Dom zu Rottenburg
Dom zu Rottenburg
Bisch├Âfliches Palais 1903
Bisch├Âfliches Palais 1903

Der Rottenburger Dom St. Martin gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die heutige Kirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Die Vorg├Ąngerkapelle wurde bereits 1318 erw├Ąhnt.

Weitere alte Kirchen in Rottenburg sind die zwischen 1300 und 1433 erbaute Stiftskirche St. Moritz, die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche St. Johann Baptist (diese Bezeichnung seit 1513), die sp├Ąter mehrfach ver├Ąndert wurde und heute als Friedhofskirche dient, sowie die im 18. Jahrhundert erbaute Klausenkapelle. Ferner gibt es die 1737 wieder errichtete Antoniuskapelle, die 1682 bis 1695 erneuerte Wallfahrtskirche St. Marien (Weggentalkirche), einen Kranz von anderen Kapellen rund um die Kernstadt sowie die ehemaligen Klosterkirche des Karmeliterklosters aus dem 18. Jahrhundert , die allerdings seit 1817 profaniert ist. Die Evangelische Kirche Rottenburg wurde 1855 /56 erbaut.

Sehenswert ist auch die Altstadt mit ihren engen Gassen und mittelalterlichen T├╝rmen. Das Bisch├Âfliche Ordinariat ist im ehemaligen Jesuitenkolleg aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Das durch Glasscheiben zu betrachtende R├Âmerbad zeigt die Ausgrabung einer r├Âmischen Therme, ├╝ber welcher das Eugen-Bolz-Gymnasium errichtet wurde.

Die Weilerburg im Stadtteil Weiler ist der Rest einer Burg aus dem 11. Jahrhundert. Hier befindet sich ein Aussichtsturm aus dem Jahr 1874 , der als "Sieges- und Minnes├Ąngerdenkmal" erbaut wurde. Der Wasserturm mit eckigem Wasserbeh├Ąlter im Ortsteil Eckenweiler hat die geografischen Koordinaten: 8┬░48'45" ├Âstliche L├Ąnge, 48┬░28'11" n├Ârdliche Breite.

Zu den Kirchen in den Stadtteilen Rottenburgs siehe den Abschnitt Religionen. Die ├╝berregional bekannteste Kirche ist die sogenannte Wurmlinger Kapelle auf dem Kapellenberg. Sie wurde in der Zeit von Papst Leo IX. als Sankt-Remigius-Kapelle erbaut. Sie diente dem Dichter Ludwig Uhland als Vorbild f├╝r sein Gedicht Droben stehet die Kapelle (1805), das sp├Ąter vertont wurde und heute als Volkslied bekannt ist.

Puerta Suevica: das ├╝ber 50 km von bewaldeten H├Ąngen eng begrenzte Neckartal zwischen Sulz und Rottenburg (Neckar-Erlebnis-Tal) ├Âffnet sich Richtung T├╝bingen.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • Rottenburger Fasnet: Wie oben zu lesen, hat die Fasnet einen besonderen Stellenwert in Rottenburg. Der gr├Â├čte Teil der Veranstaltungen findet zwischen dem "schmotzigen Daoschdig" ("schmutziger Donnerstag") und dem Aschermittwoch an vielen verschiedenen Lokalit├Ąten in Rottenburg statt. H├Âhepunkte sind unter Anderem der gro├če "Ommzug" am Mittag des Faschingssonntages, sowie die "Fasnetsverbrennung" vor dem Rathaus in der Nacht auf den Aschermittwoch.
  • Neckarfest: Dieses Stadtfest, bei dem sich die Vereine Rottenburgs pr├Ąsentieren, lockt j├Ąhrlich am letzten Juniwochenende zahlreiche Besucher in die Stadt. Highlights sind unter Anderem der Flohmarkt in der Innenstadt sowie die abendlichen Feuerwerke.
  • ROGATA: Die Gemeinschaft der Rottenburger Wirte l├Ądt jeweils am letzten Wochenende im Juli zu den dreit├Ągigen Rottenburger Gastronomietagen ein.
  • Goldener Oktober: Jeweils am ersten Sonntag im Oktober pr├Ąsentieren die Ortsteile der Stadt Rottenburg Most aus ihrem Anbaugebiet.
  • Auf dem Nikolausmarkt am Dom, der jeweils am ersten Wochenende im Dezember stattfindet, pr├Ąsentieren ├╝ber 100 Aussteller ihre weihnachtlichen Angebote.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof Rottenburg
Bahnhof Rottenburg

Die A 81 Stuttgart - Singen f├╝hrt an der Anschlussstelle 29 direkt nach Rottenburg. ├ťber die B 27 ist Rottenburg direkt an T├╝bingen / Reutlingen sowie in Richtung Flughafen Stuttgart bzw. ab 2007 an die Neue Messe Stuttgart angebunden.

Die Neckar-Alb-Bahn Stuttgart - T├╝bingen - Horb f├╝hrt durch die Stadt und mehrere Ortsteile.

Der Stadtteil Ergenzingen liegt an der G├Ąubahn Stuttgart - Singen.

Der ├ľffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gew├Ąhrleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 112. F├╝r die Stadt selbst gilt der Stadttarif 12. Buslinien verkehren in alle Stadt- und Ortsteile.

Ans├Ąssige Unternehmen

Beh├Ârden, Gerichte und Einrichtungen

Rottenburg am Neckar hat ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk T├╝bingen und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh├Ârt, sowie ein Notariat .

In Rottenburg gibt es eine Justizvollzugsanstalt , nach ihrer Adresse auch "Schloss 1" genannt.

Die Abteilung Landwirtschaft des Landratsamt T├╝bingen hat ihren Sitz in Rottenburg.

Die Stadt ist auch Sitz Bistums Rottenburg-Stuttgart sowie eines Dekanats dieses Bistums.

Medien

├ťber das lokale Geschehen in Rottenburg berichten als Tageszeitungen das Schw├Ąbische Tagblatt und der Schwarzw├Ąlder Bote. Die Stadtverwaltung gibt w├Âchentlich das Amtsblatt "Rottenburger Mitteilungen" heraus.

Bildung

Rottenburg am Neckar ist Sitz der Katholischen Hochschule f├╝r Kirchenmusik , des Priesterseminares der Di├Âzese Rottenburg-Stuttgart und der Fachhochschule Rottenburg - Hochschule f├╝r Forstwirtschaft .

Die Stadt Rottenburg am Neckar ist Tr├Ąger des Eugen-Bolz-Gymnasiums und eines Zweiten St├Ądtischen Gymnasiums (f├╝r das noch ein "richtiger" Name gesucht wird), der Realschule im Kreuzerfeld , der Weggentalschule (F├Ârderschule), der Hohenberg-Schule (Grund- u. Hauptschule), je einer Grund- und Hauptschule in Ergenzingen, Wendelsheim und Kiebingen sowie der Kreuzerfeld-Grundschule und je einer selbst├Ąndigen Grundschule in den Stadtteilen Bad Niedernau, Baisingen, Dettingen, Oberndorf, Seebronn, Wurmlingen, Schwalldorf-Frommenhausen und Hailfingen (Sophie-Scholl-Schule).

Der Landkreis T├╝bingen ist Tr├Ąger der Gewerblich-Kaufm├Ąnnischen-Hauswirtschaftlichen Schule (Berufliche Schule) und der Lindenschule f├╝r Geistigbehinderte mit Schulkindergarten f├╝r Geistigbehinderte und Erziehungshilfe.

An Privatschulen gibt es das Katholische Freie Sankt-Meinrad-Gymnasium , die Private M├Ądchen-Realschule St. Klara, die Carl-Joseph-Leiprecht-Schule (Freie Katholische Grund- und Hauptschule), die Liebfrauenschule der Sch├Ânst├Ątter Marienschwestern (Fachschule f├╝r Sozialp├Ądagogik), das Musische Internat Martinihaus , das Kolping-Berufskolleg (Kaufm├Ąnnische Schule) und die Abendrealschule Rottenburg.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Die Stadt Rottenburg am Neckar bzw. die fr├╝heren Gemeinden haben folgenden Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen:

  • 1901 : Hermann Friedrich Wittich, Regierungsrat
  • 1904 : Gustav Holzherr, Privatier
  • 1909 : Monsignore Karl Bitzenauer, Stadtpfarrer
  • 1924 : Dr. Paul Wilhelm von Keppler , Bischof
  • 1930 : Karl Landsee, Kaufmann
  • 1931 : Alois Kremmler, Oberstudiendirektor
  • 1931 : Dr. Eugen Anton Bolz , 1881 - 1945 (hingerichtet in Berlin-Pl├Âtzensee), Politiker und Widerstandsk├Ąmpfer
  • 1947 : Dr. Johannes Baptista Sproll , Bischof
  • 1947 : Dr. Max Kottmann, Generalvikar
  • 1949 : Josef Schneider, B├╝rgermeister und Kanzleidirektor a.D.
  • 1958 : Franz Anton Buhl, Oberlehrer und Heimatforscher
  • 1961 : Prof. Dr. h.c. Josef Eberle , Dichter und Verleger
  • 1967 : Dipl.-Ing. Alfred Planck, Fabrikant
  • 1968 : Dr. Carl Joseph Leiprecht , Bischof

Ergenzingen

  • 1919 : Hieronymus Baur, B├╝rgermeister
  • 1961 : Alfons Leykauf, Pfarrer
  • 1965 : Maximilian Schier, Oberlehrer

Frommenhausen

  • ?: Rudolf Franziskus de Paula Joseph Fidel Freiherr von Wagner, w├╝rttembergischer Kriegsminister
  • 1908 : Ludwig Franz Freiherr von Wagner, Generalleutnant

Kiebingen

  • 1938 : Karl Franz Ferdinand Viktor Osterwald, Betriebsleiter des Elektrizit├Ątswerks

Obernau

  • ?: Ignaz Kleiner Pfarrer
  • 1947 : Otto Heine, Pfarrer

Wurmlingen

  • 1905 : Sebastian Bauer, Dekan
  • 1953 : Dr. Franz Josef Fischer, Weihbischof
  • 1968 : Monsignore Prof. Dr. Stefan Kruschina, Pfarrer

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • Franz Anton Hoffmeister (1754ÔÇô1812), Komponist
  • Ottilie Wildermuth (1817ÔÇô1877), Schriftstellerin
  • Theodor Schnell d. ├ä. (1836ÔÇô1909), Bildhauer und Kirchenausstatter
  • Josef Eberle (auch bekannt als Sebastian Blau, 1901ÔÇô1986), Publizist, Dichter und Zeitungsverleger (Stuttgarter Zeitung)
  • Walter Bader (1901ÔÇô1986), Arch├Ąologe und Denkmalsch├╝tzer
  • Ewald Bucher (1914ÔÇô1991), Politiker ( FDP / DVP ), MdB , Justizminister, Wohnungsbauminister
  • Winfried Hermann (* 1952), deutscher Politiker ( GR├ťNE ), MdB

Pers├Ânlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Ab 1463 richtete Mechthild von der Pfalz (* 7. M├Ąrz 1419 im Heidelberger Schloss; ÔÇá 22. August 1482 daselbst) hier ihren Witwensitz ein und berief bedeutende K├╝nstler und Gelehrte um sich.

Am 21. Mai 1527 wurde der ehemalige Benediktinerprior und sp├Ątere T├Ąuferf├╝hrer Michael Sattler (geboren um 1495 in Staufen im Breisgau) wegen seines Glaubens auf grausame Weise hingerichtet.

Literatur

  • W├╝rttembergisches St├Ądtebuch; Band IV Teilband Baden-W├╝rttemberg Band 2 aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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Lamm 72119 Ammerbuch http://www.hotel-ami.de/hotels/lamm  0 7073 / 3050
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