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Letzte Änderung für Artikel Crailsheim: 09.02.2006 20:01

Crailsheim

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Crailsheim Deutschlandkarte, Position von Crailsheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Regionalverband : Heilbronn-Franken
Landkreis : Schw├Ąbisch Hall
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 49┬░ 08' N, 10┬░ 04' O
49┬░ 08' N, 10┬░ 04' O
H├Âhe : 432 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 109,08 km┬▓
Einwohner : 32.344 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 297 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 8,3 %
Postleitzahlen : 74551-74564 (alt: 7180)
Vorwahl : 07951
Kfz-Kennzeichen : SHA
Gemeindeschl├╝ssel : 08 1 27 014
Stadtgliederung: Kernstadt und 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
74564 Crailsheim
Offizielle Website: www.crailsheim.de
E-Mail-Adresse: info@crailsheim.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Andreas Raab

Crailsheim ist eine Stadt im Nordosten des Bundeslandes Baden-W├╝rttemberg, etwa 32 km ├Âstlich von Schw├Ąbisch Hall bzw. 40 km s├╝dwestlich von Ansbach. Sie ist nach Schw├Ąbisch Hall die zweitgr├Â├čte Stadt des Landkreises Schw├Ąbisch Hall und bildet ein Mittelzentrum .

Seit 1. Januar 1972 ist Crailsheim Gro├če Kreisstadt . Mit den Gemeinden Frankenhardt, Satteldorf und Stimpfach hat die Stadt Crailsheim eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Crailsheim liegt malerisch auf der Hohenloher Ebene zu beiden Seiten der Jagst, einem rechten Nebenfluss des Neckars.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Crailsheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Satteldorf, Kre├čberg, Fichtenau, Stimpfach, Frankenhardt, Vellberg, Ilshofen und Kirchberg an der Jagst.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Crailsheims gliedert sich in die Kernstadt und die 8 Stadtteile Goldbach, Jagstheim, Onolzheim, Ro├čfeld, Tiefenbach, Triensbach, Westgartshausen und Beuerlbach, die erst im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingemeindet wurden. Die Stadtteile (ohne Beuerlbach) sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung , d.h. sie haben einen Ortschaftsrat , dem ein Ortsvorsteher vorsteht. Die Ortschaftsr├Ąte werden bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bev├Âlkerung der Ortschaft gew├Ąhlt.

Die Stadtteile bzw. Ortschaften gliedern sich teilweise in weitere Wohngebiete bzw. -bezirke oder Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen. Dabei handelt es sich um die 1940 eingemeindete, im S├╝den der Kernstadt gelegene, ehemals selbst├Ąndige Gemeinde Ingersheim, zu deren Gemeindegebiet auch Altenm├╝nster und Rodm├╝hle geh├Ârten sowie um Wohngebiete, die nach 1945 neu entstanden sind. Die weitere Gliederung der Stadtteile ist teilweise in der Hauptsatzung der Stadt geregelt.

Die Wohnbezirke in der (weiteren) Kernstadt sind: Innenstadt, Schie├čberg (im Volksmund auch "Hexenbuckel" genannt), Kreuzberg (seit den 1950er Jahren im Osten und S├╝den aufgebauter Stadtteil, mittlerweile der gr├Â├čte Stadtteil), T├╝rkei (aus einer ehemaligen Gastarbeiter-Siedlung, daher der Name, entstandener Stadtteil im S├╝den), Fliegerhorst (auf dem ehemaligen, 1945 zerst├Ârten Flugplatz-Areal im Westen, heute Gewerbegebiet), Sauerbrunnen (in der Nachkriegszeit errichtete Siedlung im Westen), Roter Buck (haupts├Ąchlich in den 1960er und 1970er Jahren erbaute Siedlung im Nordwesten) und der am 1. Januar 1975 von der Gemeinde Satteldorf umgemeindete Stadtteil Beuerlbach im Nordosten.

Die 7 Stadtteile, zugleich Ortschaften, sind:

  • Goldbach im Osten, fr├╝her hohenlohisches Lehen und Rittergut, fiel 1729 an Ansbach
  • Westgartshausen mit Lohr, Mittelm├╝hle, Ofenbach, O├čhalden, Sch├╝ttberg, Wegses, Wittau (im S├╝dosten). Teilweise fr├╝her zur Freien Reichsstadt Dinkelsb├╝hl geh├Ârig, der Hauptort Westgartshausen war jedoch ab 1399 im Besitz der Burggrafen zu N├╝rnberg . Ehemalige Burg der Herren von Lohr
  • Jagstheim mit Alexandersreut, Burgbergsiedlung (Neubausiedlung), Eichelberg, St├Âckenhof, Kaihof und Jakobsburg (im S├╝den). Fr├╝her extrem zersplitterter Grundbesitz (u.a. in Teilbesitz der Freien Reichsstadt Schw├Ąbisch Hall, ab 1796 preu├čisch. Ehemalige Pfannenburg.
  • Onolzheim mit Hammerschmiede (im S├╝dwesten); h├Ąufig wechselnde Besitzer, seit 1399 ├╝berwiegend zu Ansbach geh├Ârig.
  • Ro├čfeld mit Maulach, Hagenhof, ├ľlhaus und Hof Sauerbrunnen sowie Teilen des zum Wohngebiet umgebaute ehemalige US-amerikanische St├╝tzpunkt McKee Barracks (im Westen). Fr├╝her zur Grafschaft Fl├╝gelau geh├Ârig, danach mehrmals wechselnde Besitzer, ab 1399 weitgehend im Besitz Ansbachs. Ehemalige Burg Fl├╝gelau.
  • Tiefenbach mit Wollmershausen, R├╝ddern und Weidenhausen (im Nordwesten). Fr├╝her im Besitz von Ansbach, Hohenlohe , Dinkelsb├╝hl u. a., teilweise auch des Hochstifts W├╝rzburg, kam 1797 zu Preu├čen
  • Triensbach mit Buch, Erkenbrechtshausen, Heinkenbusch, Saurach und Weilershof (im Nordwesten). Fr├╝here Besitzer waren dieselben wie in Tiefenbach. Wasserschloss von Erkenbrechtshausen.

Raumplanung

Crailsheim bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Heilbronn-Franken, in der Heilbronn als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Crailsheim geh├Âren neben Crailsheim die St├Ądte und Gemeinden im nord├Âstlichen Teil des Landkreises Schw├Ąbisch Hall, und zwar Blaufelden, Fichtenau, Frankenhardt, Gerabronn, Kirchberg an der Jagst, Kre├čberg, Langenburg, Rot am See, Satteldorf, Schrozberg, Stimpfach und Wallhausen.

Geschichte

Das Gebiet um Crailsheim war im fr├╝hen Mittelalter Teil des zum Herzogtum Franken geh├Ârigen Maulachgaus. Die Stadt selbst hat ihren Ursprung in einer fr├Ąnkischen Siedlung aus dem 7. Jahrhundert in der N├Ąhe eines Jagst├╝berganges. Die erste urkundliche Erw├Ąhnung von Crailsheim datiert von 1136 , damals hie├č es noch "Cr├Âwelsheim", sp├Ąter "Krawelsheim". F├╝hrende Adelsfamilien in dieser Zeit waren die Herren von Lohr und von Fl├╝gelau. 1316 erhielt Crailsheim das Marktrecht, 1338 das Stadtrecht. Zu dieser Zeit war er im Besitz der Grafen von ├ľttingen. Nach der Verh├Ąngung der Reichsacht ├╝ber den Grafen von ├ľttingen wurde Crailsheim 1310 als Reichslehen eingezogen und 4 Jahre sp├Ąter als Lehen an die Edelherren von Hohenlohe ├╝bergeben. 1388 gelangte Crailsheim unter die Herrschaft der Grafen von Leuchtenberg, die es 1399 an die Burggrafen zu N├╝rnberg aus dem Haus Hohenzollern verkauften, die sp├Ąter zu Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wurden. 1792 ging es an Preu├čen ├╝ber; 1806 infolge der napoleonischen Kriege an Bayern. 1810 wurde es von Bayern an W├╝rttemberg abgetreten. W├╝rttemberg machte Crailsheim zum Sitz eines Oberamtes , 1817 kam das Oberamt Crailsheim zum neugegr├╝ndeten w├╝rttembergischen Jagstkreis.

Crailsheim 1914
Crailsheim 1914

Mit Er├Âffnung der Eisenbahn, insbesondere der Linie Stuttgart-N├╝rnberg 1875 wurde die Stadt Eisenbahnknotenpunkt und Grenzbahnhof. Die Eisenbahn brachte einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung. In den 1930er Jahren wurde zudem ein Flugplatz der Luftwaffe im Westen der Stadt errichtet. 1938 wurde das Oberamt Crailsheim in den Landkreis Crailsheim ├╝berf├╝hrt.

Flugplatz und Eisenbahn waren f├╝r die Alliierten ab 1944 Grund f├╝r Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg . Nachdem die Stadt bereits Anfang April 1945 von den Amerikanern eingenommen worden war, zwangen deutsche Gegenangriffe w├Ąhrend der Schlacht um Crailsheim die Amerikaner noch einmal zum R├╝ckzug. Im Zuge der zweiten Eroberung Crailsheims wurde die Stadt am 20. April 1945 durch US-amerikanische Luftangriffe zu 80%, die historische Innenstadt zu 95% zerst├Ârt. Der Wiederaufbau Crailsheims nach 1945 erfolgte nicht nach historischem Vorbild, sondern im Rahmen einer Generalplanung nach "modernen" Gesichtspunkten (d.h. nach Gesichtspunkten, die 1945 modern erschienen). So hat sich das Stadtbild stark gewandelt.

Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Crailsheim dem Landkreis Schw├Ąbisch Hall zugeordnet. Bereits mit der ersten Eingliederung von Nachbargemeinden 1971 ├╝berschritt die Einwohnerzahl der Stadt Crailsheim die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt , was die baden-w├╝rttembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1972 beschloss.

Religionen

Das Gebiet der Stadt Crailsheim geh├Ârte urspr├╝nglich zum Bistum W├╝rzburg und war dem Archidiakonat Kapitel Crailsheim zugeordnet. 1522 begann mit der erste evangelischen Predigt durch Adam Wei├č die Reformation in der Stadt, die sich bald vollst├Ąndig durchsetzte ( 1525 neue Kirchenordnung). Die Stadt wurde alsbald auch Sitz eines Dekanats innerhalb der Markgrafschaft Ansbach. Danach war Crailsheim ├╝ber viele Jahrhunderte eine ├╝berwiegend protestantische Stadt. Seit dem ├ťbergang an W├╝rttemberg geh├Ârt die Kirchengemeinde zur Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg . Auch hier wurde Crailsheim Sitz eines Dekanats , zu dem heute die Kirchengemeinden des gesamten Umlands geh├Âren. Im Stadtgebiet Crailsheim gibt es heute folgende Kirchengemeinden: Gesamtkirchengemeinde Crailsheim, bestehend aus der Johanneskirchengemeinde und der Christuskirchengemeinde (Sauerbrunnen/Roter Buck), ferner Kirchengemeinden in Altenm├╝nster, Goldbach, Ingersheim, Jagstheim, Onolzheim, Ro├čfeld, Tiefenbach, Triensbach und Westgartshausen.

Sp├Ątestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken nach Crailsheim. Seit 1877 gibt es wieder eine eigene Pfarrei und 1886 /87 wurde die Kirche St. Bonifatius erbaut, die jedoch 1966 durch einen turmlosen Neubau ersetzt wurde. Die zweite Pfarrei "Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit" wurde 1964 gegr├╝ndet und im selben Jahr erhielt die Gemeinde eine eigene neue Kirche. Beide Kirchengemeinden bilden heute die Seelsorgeeinheit Crailsheim im Dekanat Schw├Ąbisch Hall innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Beide Gemeinden betreuen alle Katholiken im Stadtgebiet Crailsheim. Neben den beiden Kirchen der Kernstadt gibt es noch drei weitere katholische Kirchen im Stadtgebiet und zwar in Onolzheim (Christus K├Ânig), Jagstheim (St. Peter und Paul) und Westgartshausen (Heilig-Geist).

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Crailsheim auch Freikirchen , darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde , ein Evangelisch-methodistische Kirche , eine Freie Christliche Gemeinde, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags- Adventisten , die Selbst├Ąndige Evangelisch-Lutherische Kirche , den S├╝ddeutschen Gemeinschaftsverband und das Christliche Zentrum der Volksmission .

Ferner sind eine Katholisch-Apostolische Kirche , die Neuapostolische Kirche in Goldbach und Jagstheim sowie die Zeugen Jehovas in Crailsheim vertreten.

Eingemeindungen

  • 1940 : Ingersheim mit Altenm├╝nster und Rodm├╝hle
  • 1. Januar 1971 Tiefenbach
  • 1. August 1971 Onolzheim
  • 1. Januar 1972 Ro├čfeld
  • 1. M├Ąrz 1972 Jagstheim
  • 1. Januar 1973 Westgartshausen
  • 1. Januar 1975 : Goldbach, Triensbach und Ortsteil Beuerlbach der Gemeinde Satteldorf

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Sch├Ątzungen, Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1737 ca. 2.400
1823 2.688
1843 3.012
1855 2.854
1. Dezember 1871 3.688
1. Dezember 1880 ┬╣ 4.642
1. Dezember 1900 ┬╣ 5.251
1. Dezember 1910 ┬╣ 6.101
16. Juni 1925 ┬╣ 6.420
16. Juni 1933 ┬╣ 6.444
17. Mai 1939 ┬╣ 8.940
Jahr Einwohnerzahlen
Dezember 1945 8.202
13. September 1950 ┬╣ 10.133
6. Juni 1961 ┬╣ 14.387
27. Mai 1970 ┬╣ 16.540
31. Dezember 1975 24.506
31. Dezember 1980 24.685
27. Mai 1987 ┬╣ 26.083
31. Dezember 1990 27.917
31. Dezember 1995 31.222
31. Dezember 2000 32.063
30. Juni 2004 32.352

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Crailsheim hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 39 Mitglieder, die den Titel "Stadtr├Ątin/Stadtrat" f├╝hren. Sie geh├Âren folgenden Parteien an:

  • CDU 18 Sitze
  • SPD 9 Sitze
  • AWV 8 Sitze
  • UGL 4 Sitze

B├╝rgermeister

An der Spitze der Stadt stand zun├Ąchst der Vogt , der f├╝r die hohe Gerichtsbarkeit zust├Ąndig war. Die niedere Gerichtsbarkeit oblag dem Rat , den beiden B├╝rgermeistern und 12 Richtern. Dem Rat geh├Ârten ab 1338 7 dann 9 M├Ąnner an. Sp├Ąter gab es einen Oberen und einen Unteren Rat. Der Rat wurde mehrfach ver├Ąndert. In w├╝rttembergischer Zeit stand der Stadtschulthei├č an der Spitze der Stadt, der nach Einf├╝hrung der Deutschen Gemeindeordnung 1935 die Amtsbezeichnung B├╝rgermeister erhielt. Nach 1972 , als Crailsheim Gro├če Kreisstadt wurde, tr├Ągt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb├╝rgermeister . Dieser wird von der wahlberechtigten Bev├Âlkerung auf 8 Jahre direkt gew├Ąhlt. Er hat zwei hauptamtliche Stellvertreter, die Beigeordneten. Der 1. Beigeordnete tr├Ągt die Amtsbezeichnung "Erster B├╝rgermeister". Dieses Amt hat Harald Rilk von den Freien W├Ąhlern inne. Der weitere Beigeordnete und 2. Stellvertreter des Oberb├╝rgermeisters tr├Ągt die Amtsbezeichnung "B├╝rgermeister" und ist u. a. f├╝r Bauangelegenheiten ("Baub├╝rgermeister") zust├Ąndig. Diese Amt hat seit 2002 Herbert Holl inne.

B├╝rgermeister bzw. Oberb├╝rgermeister

  • 1810 - 1813 : Georg Adreas Eychm├╝ller
  • 1813 - 1815 : Baumann, Amtsverweser
  • 1815 - 1856 : Johann Friedrich Faber
  • 1856 - 1867 : Gottlob Nagel
  • 1867 - 1899 : Leonhard Sachs
  • 1899 - 1910 : Hugo Sachs
  • 1911 - 1945 : Friedrich Fr├Âhlich
  • 1945 - 1946 : Wilhelm Gebhardt
  • 1946 - 1948 : Fritz Schatz
  • 1948 - 1962 : Wilhelm Gebhardt
  • 1962 - 1982 : Hellmut Zundel
  • 1983 - 1991 : Karl Reu
  • 1991 - 1999 : Georg Schlenvoigt
  • 1999 -heute: Andreas Raab

Wahlergebnisse

  • Landtagswahl 2001 : CDU 41,88%; SPD 31,12%; FDP/DVP 12,33%; Gr├╝ne 4,36%; REP 7,96%; Sonstige 2,36%; Wahlbeteiligung 54,23%
  • Bundestagswahl 2002 (Zweitstimmen): CDU 47,7; SPD 33,3%; FDP/DVP 6,0%; Gr├╝ne 8,3%; REP 1,5%; Wahlbeteiligung 67,1%
  • Europawahl 2004 : CDU 44,9%; SPD 20,9%; FDP 8,3%; B90/Gr├╝ne 12,2%; REP 2,9%; Wahlbeteiligung 50%

Wappen

Das Wappen der Stadt Crailsheim zeigt in Gold drei gest├╝rzte schwarze Kesselhaken ("Kr├Ąuel" oder "Craile") nebeneinander. Die Stadtflagge ist schwarz-gelb.

Es handelt sich um ein so genanntes "redendes Wappen". Die Kr├Ąuel sind schon im Siegel um 1310 nachweisbar. Anfangs waren sie im gebrauchsf├Ąhigen Zustand abgebildet. Ab 1434 erscheinen sie aber in gest├╝rzter Form. Im 19. Jahrhundert wurde die Blasonierung festgelegt.

St├Ądtepartnerschaften

Crailsheim unterh├Ąlt seit 1947 eine St├Ądtepartnerschaft mit Worthington , Minnesota ( USA ); dies war die erste deutsch-amerikanische St├Ądtepartnerschaft ├╝berhaupt. Seit 1969 ist Crailsheim zudem Partnerstadt von Pamiers (S├╝d frankreich ); seit 2000 auch von Jurbarkas ( Litauen ) und Bilgoraj ( Polen ).

Wirtschaft und Infrastruktur

Ans├Ąssige Unternehmen betreiben u. a. Maschinenbau ( Voith Turbo ), stellen Konsumg├╝ter her ( Procter & Gamble ) oder sind in der Lebensmittelindustrie t├Ątig (Zimmermann Brotfabrik). Im Umland wird Landwirtschaft betrieben. Durch seinen recht hohen Einzugsbereich von rund 100.000 Menschen ist Crailsheim, die "Einkaufsstadt" und zugleich wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region. Die Crailsheimer Unternehmen besch├Ąftigen insgesamt ├╝ber 20.000 Arbeitnehmer.

Verkehr

Crailsheim hat eine Anschlusstelle an der Bundesautobahn 6 Heilbronn-N├╝rnberg. Unweit ├Âstlich der Stadt liegt auch das Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim, an welchem die A 6 die A 7 Ulm-W├╝rzburg kreuzt. Die Stadt ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Hier vereinen sich die Obere Jagstbahn von Aalen und die Murrbahn von Stuttgart und Schw├Ąbisch Hall und f├╝hren weiter nach N├╝rnberg. Die Taubertalbahn f├╝hrt ├╝ber Blaufelden-Weikersheim nach Lauda und dann weiter ├╝ber Wertheim nach Aschaffenburg. Den ├Âffentlichen Personennahverkehr ( ├ľPNV ) bedienen mehrere Buslinien. Die Stadt geh├Ârt dem Verkehrsverbund KreisVerkehr Schw├Ąbisch Hall an.

Umwelt

Im neu erschlossenen Wohn- und Mischgebiet Hirtenwiesen (ehemaliges Milit├Ąrgel├Ąnde der Amerikaner und Deutschen), entsteht zurzeit die gr├Â├čte zusammenh├Ąngende Solaranlage Deutschlands mit im Endausbau 10000 qm Kollektorfl├Ąche. Dieses Projekt wurde in die engere Auswahl der "Leuchtturmprojekte" von Bundeskanzler Gerhard Schr├Âder einbezogen. Durch diese Solaranlage sollen im neuen Baugebiet j├Ąhrlich, im Vergleich zu herk├Âmmlichen W├Ąrmeversorgungssystemen, ├╝ber 50% der C02-Emission vermieden werden.

Medien

In Crailsheim erscheint als Tageszeitung das "Hohenloher Tagblatt", eine Lokalausgabe der S├╝dwestpresse aus Ulm. Als Wochenblatt erscheint au├čerdem das "Crailsheimer Stadtblatt", der Herausgeber ist die st├Ądtische Verwaltung.

Gerichte, Beh├Ârden und Einrichtungen

Crailsheim verf├╝gt ├╝ber ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Ellwangen und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh├Ârt, ├╝ber einige Kammern des Arbeitsgerichts Heilbronn sowie ein Notariat. Ferner gibt es eine Aussenstelle des Finanzamts Schw├Ąbisch Hall, eine Au├čenstelle des Landratsamts Schw├Ąbisch Hall und ein Flurneuordnungsamt.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Crailsheim der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg .

Bildung

Crailsheim hat zwei Gymnasien (Albert-Schweitzer-Gymnasium und Lise-Meitner-Gymnasium), zwei Realschulen (Realschule am Karlsberg und Realschule zur Fl├╝gelau), eine F├Ârderschule (K├Ąthe-Kollwitz-Schule), vier Grund- und Hauptschulen , teilweise mit Werkrealschule (Eichendorffschule, Geschwister-Scholl-Schule Ingersheim, Grund- und Hauptschule Altenm├╝nster und Leonhard-Sachs-Schule) sowie zwei Grundschulen (Astrid-Lindgren-Schule und Reu├čenbergschule Grundschule Tiefenbach).

Der Landkreis Schw├Ąbisch Hall ist Tr├Ąger der drei Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule mit technischem Gymnasium, Kaufm├Ąnnische Schule mit Wirtschaftsgymnasium und Eugen-Grimminger-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) sowie der Schule f├╝r Sprachbehinderte.

Die private Abendrealschule Crailsheim rundet das Schulangebot Crailsheim ab.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Das Kulturangebot in Crailsheim ist mit einem vielseitigen Spektrum in Musik, Literatur, Theater und bildenden K├╝nsten gef├Ąchert. Dabei gibt es sowohl st├Ądtische wie auch b├╝rgerliche Kulturveranstaltungen. Das St├Ądtische Museum befindet sich im ehemaligen Spital in Crailsheim. Eines der H├Âhepunkte ist das Kulturwochenende, das jedes Jahr im Sommer veranstaltet wird. Das seit 1994 stattfindende Kulturfestival wird von der Stadt zum gro├čen Teil finanziert und ist f├╝r jeden Besucher kostenlos.

Bauwerke

Johanneskirche
Johanneskirche

Crailsheim wurde aufgrund des strategisch wichtigen Eisenbahnknotens im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert und zu 80% zerst├Ârt. An historischen Geb├Ąuden erhalten blieb bzw. wieder aufgebaut wurden die 1393 geweihte Liebfrauenkapelle, die Johanneskirche ( 1398 - 1440 erbaut) und das Spital zum heiligen Geist von 1400 . Wahrzeichen der Stadt ist jedoch der 57,5 m hohe Rathausturm. Er wurde im Jahre 1717 zur 200. Wiederkehr der Reformation erbaut und gilt bis heute als "h├Âchstes Reformationsdenkmal" der Welt.

Interessant ist auch der Wasserturm, der 1912 erbaut wurde, um die Dampfloks mit Wasser aus der Jagst zu versorgen. Heute ist darin eine Kneipe untergebracht.

Neben der Johanneskirche und der Liebfrauenkapelle gibt es in der Kernstadt noch die Friedhofskapelle auf dem alten Friedhof (erbaut 1580 mit Turm von 1586), die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius (erbaut 1886/87, doch 1966 durch einen turmlosen Neubau ersetzt) und die katholische Kirche Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit (erbaut 1964).

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen: Evangelische Kirche Altenm├╝nster, erbaut 1790 anstelle einer alten Kirche von 1444; evangelische Kirche Ingersheim, erbaut im sp├Ątgotischen Stil mit Turmchor und Wandmalereien von 1607 und 1701, das Schiff wurde 1961/62 neu angebaut; evangelische Kirche Goldbach von 1725 mit ├Ąlteren Teilen; evangelische Kirche Jagstheim von 1764/65 mit Turm von 1719 sowie katholische Kirche St. Peter und Paul Jagstheim; evangelische Kirche Onolzheim von 1755, 1863 verl├Ąngert sowie katholische Kirche Christus K├Ânig Onolzheim; evangelische Kirche Ro├čfeld, 1714 umgebaut; evangelische Kirche Tiefenbach mit mittelalterlichem Chor und Schiff von 1512, 1707 und 1969 vergr├Â├čert; evangelische Kirche Triensbach mit sp├Ątbarockem Schiff von 1725; evangelische Kirche Westgartshausen mit sp├Ątmittelalterlichem Turmchor und Schiff von 1610 sowie katholische Kirche Heilig-Geist Westgartshausen.

Horaffensage

Stolz sind die Crailsheimer auf ihre Stadtsage vom "Horaffen": bei einer monatelangen Belagerung durch die verb├╝ndeten St├Ądte Schw├Ąbisch Hall, Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsb├╝hl im 14. Jahrhundert gingen die Lebensmittel der Crailsheimer zur Neige. Mit dem letzten Mehl buken die Frauen die traditionellen H├Ârnchen (Horaffen genannt, die Crailsheimer wurden damals auch von ihren Nachbarst├Ądten abwertend als "Horaffen" bezeichnet) und warfen sie den Belagerern ├╝ber die Stadtmauer. Dann bestieg die B├╝rgermeistersgattin, die dickste Frau der Stadt, die Stadtmauer und zeigte den Belagerern ihr ausladendes, blankes Hinterteil. In Angesicht von so viel ├ťberfluss erkannten die Belagerer die Aussichtslosigkeit ihres Tuns und zogen ab. Heute noch wird am Stadtfeiertag das Horaffengeb├Ąck an alle Schulkinder verteilt. Die Form des Horaffens (etwa ein rundes W) soll dabei an das Hinterteil der B├╝rgermeistersfrau erinnern. Es geht auf ein altes keltisches Abwehrzeichen zur├╝ck, welches fr├╝her auch ├╝ber Haust├╝ren angebracht wurde.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

H├Âhepunkt im Jahresablauf und die so genannte f├╝nfte Jahreszeit in Crailsheim ist das " Fr├Ąnkische Volksfest ", das j├Ąhrlich ├╝ber 250.000 Besucher anzieht. Es dauert vier Tage und beginnt traditionell am Freitag vor dem zweitletzten Montag im September. Das seit 1841 durchgef├╝hrte Volksfest zeichnet sich durch zwei Festz├╝ge (samstags und sonntags) und zahlreiche Viehpr├Ąmierungen aus; wichtigster Bestandteil ist der 40.000 Quadratmeter gro├če Vergn├╝gungspark mit Fahrgesch├Ąften, Buden und den zwei gro├čen Bierzelten.


Weitere regelm├Ą├čige Veranstaltungen sind:

  • Der Onolzheimer Hammeltanz immer am 3.Sonntag im Oktober (lokale Aussprache: "Hammeldanz")
  • Goldbacher Lichterfest
  • Ro├čfelder Sichelhenket
  • Parkfest der B├╝rgerwache

Alle Veranstaltung sind auf der Stadthomepage unter Kultur,Bildung & Freizeit zu finden.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Die Stadt Crailsheim hat folgenden Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen:

  • 1884 : Alois Paradies, Forstmeister und Vorsitzender des Versch├Ânerungsvereins
  • 1906 : Heinrich Krauss, Eichmeister und Gemeinderat, langj├Ąhriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr
  • 1912 : Richard Blezinger, Botaniker und Apothekenbesitzer
  • 1923 : Friedrich Hummel, Stadtpfarrer und Dekan, Historiker
  • 1955 : Friedrich Fr├Âhlich, Stadtschulthei├č und B├╝rgermeister
  • 1987 : Theodora Cashel, Gr├╝nderin der Patenschaft mit Worthington
  • 2002 : Robert J. Demuth, B├╝rgermeister a.D. von Worthington, Minnesota, USA

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • um 1480 , Adam Wei├č, ÔÇá 25. September 1534 in Crailsheim, Reformator
  • 1802 , 29. Januar , Karl Fr├Âhlich, ÔÇá 22. Januar 1882 in Schachen, Botaniker
  • 1917 , 11. August im Stadtteil Ingersheim-Altenm├╝nster, Inge Aicher-Scholl , ÔÇá 4. September 1998 in Leutkirch im Allg├Ąu, Kulturschaffende und Schriftstellerin
  • 1918 , 22. September im Stadtteil Ingersheim; Hans Scholl, am 22. Februar 1943 gemeinsam mit seiner Schwester Sophie Scholl, beide Mitglieder der Wei├čen Rose, einer Gruppe von Widerstandsk├Ąmpfern gegen die Nationalsozialisten, in M├╝nchen hingerichtet.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Hotel Post Faber 74564 Crailsheim http://www.postfaber.de  07951 / 965-0
Landhotel R├Âssle 74597 Stimpfach http://www.landgasthof-roessle.com  07967 / 9004-0
Schwarzer Bock 74564 Crailsheim   07951 / 93600
Rose 74564 Crailsheim   07951 / 6459
Hotel Zum Hirsch 74564 Crailsheim http://www.stirn-hotel.de  07951 / 97 20-0
Landgasthof-Hotel Zum Hirsch 74594 Marktlustenau http://www.landgasthof-hotel-hirsch.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 307957 / 216

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Wikipedia

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