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Letzte Änderung für Artikel Villingendorf: 04.12.2005 10:24

Villingendorf

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Wappen Karte
Bild:Wappen_villingendorf_kr_rottweil.png Deutschlandkarte, Position von Villingendorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Landkreis : Rottweil
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 12' N, 08¬į 35' O
48¬į 12' N, 08¬į 35' O
H√∂he : 621 m √ľ. NN
Fläche : 9,33 km²
Einwohner : 3262 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 350 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 6,6 %
Postleitzahl : 78667
Vorwahl : 0741
Kfz-Kennzeichen : RW
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 25 060
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 2
78667 Villingendorf
Website: www.villingendorf.de
E-Mail-Adresse: info@villingendorf.de
Politik
B√ľrgermeister : Karl-Heinz Bucher

Villingendorf ist eine Gemeinde in Baden-W√ľrttemberg und geh√∂rt zum Landkreis Rottweil.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Villingendorf liegt am Ostrand des mittleren Schwarzwalds zwischen 501 und 718 Meter H√∂he √ľber dem oberen Neckartal etwa 6 km von der Kreisstadt Rottweil entfernt.

Geschichte

Das Dorf geht auf eine alemannische Gr√ľndung aus dem Anfang des 5. Jahrhundert zur√ľck. Dies belegen die Ausgrabungen des alemannischen Friedhofs im Gewann Teichwiesen im Jahr 1996. Die √§lteste Funde datieren in die Zeit um 425. Die herausragenden Funde dieser Ausgrabung waren ein Reitergrab und ein Grab, das eine Goldgriffspata (besonderer Schwerttyp) enthielt. Bisher sind nur wenig mehr als 20 Goldgriffspathen im schw√§bisch-alemannischen Raum gefunden worden. Die Geschichte Villingendorfs ist √§u√üerst kompliziert, wie die der meisten D√∂rfer der n√§heren Umgebung. Es mu√ü hier zwischen der politischen Oberherrschaft, der Grundherrschaft, den Zehntrechten und dem Patronatsrecht, d.h. das Recht den Pfarrer einzusetzen, unterschieden werden. Diese Besitztitel waren sicherlich in der Fr√ľhzeit noch wesentlich konzentrierter als sie sich zum Ausgang des Mittelalters darstellen. In der fr√ľhen Geschichte kann auch aufgrund der Urkundenlage kaum zwischen politischer Oberherrschaft und Zehntrechten unterschieden werden.

Politische Oberherrschaft

Vermutlich bereits im 8. oder 9. Jahrhundert kam ein Teil des Dorfes zum Kloster St. Gallen , ein anderer Teil zum Kloster Gengenbach. Der Besitz des Klosters St. Gallen in Villingendorf ist urkundlich nur schwer zu fassen. 793 schenkte der alemannische Graf Berthold einen umfangreichen Besitz, darunter auch die nahe Neckarburg, an das Kloster St. Gallen und erhielt dieses Besitz gegen einen j√§hrlichen Zins vom Kloster wieder zur√ľck. Villingendorf wird in dieser Urkunde nicht genannt, d√ľrfte aber zu dieser Zeit zur Herrschaft der nahegelegenen Neckarburg geh√∂rt haben. Das St. Gallus-Patrozinium der Dorfkirche und ein besonderer Zehntanteil, der sog. "Portzehnt", der an den Pf√∂rtner des Kloster St. Gallen ging, belegen jedoch Besitztitel dieses Klosters in Villingendorf. Der "Portzehnt" wurde 1278 vom Kloster St. Gallen an die Rottweiler B√ľrger Konrad, Trutwin und Ulrich die Blez gegen 2 Konstanzer Schillinge Jahreszins weiter verliehen. In der Folge wurde dieser Zehntanteil weiter vererbt und auch weiter aufgeteilt. Der "Portzehnt" ist auch aus dem √∂stlich des Neckar gelegenen Dietingen bekannt, das damit ebenfalls zum Besitzkomplex der Neckarburg geh√∂rt haben d√ľrfte. Seit 1315 war Reinher I v. R√ľti im Besitz der nahen Neckarburg und damit wahrscheinlich auch im Besitz (von Teilen?) von Villingendorf. Die Niederadelsfamilie v. R√ľti wird 1251 zum erstenmal urkundlich genannt. Sie stammte von dem abgegangenen Dorf Reutin bei Oberndorf und trug die drei Sterne im Wappen, die heute auch Bestandteil des Villingendorfer Gemeindewappens sind. Reinher I war Ortsherr von Villingendorf, und ihm geh√∂rte zumindest auch ein gro√üer Hof, der Ruprechtshof. Da sein Enkel Albrecht Villingendorf und den Ruprechtshof ohne Zustimmung der Grafen von Sulz an Wernher von Zimmern verpf√§ndete, k√∂nnen diese Besitztitel keine Lehen gewesen, sondern Allod (oder Eigenbesitz) gewesen sein. Zwischen 1315 und 1352 wurde die Herrschaft Neckarburg dann unter die S√∂hne des Reinher (I), Reinher (II) und Peter (I) geteilt. Die Linie des Reinher (II) besa√ü die vordere Burg, w√§hrend Peter (I) die hintere Burg bekam. Zur Herrschaft der vorderen Burg geh√∂rte vermutlich Villingendorf, zwei H√∂fe in Neckarburg, die Kirche in Dietingen und je die H√§lfte des Burgstalles Hohenstein und des Dorfes Irslingen. Dieser Besitz kam dann in den Besitz des Albrecht v. R√ľti, dem Sohn Reinher's (II), der anscheinend in chronischen Geldn√∂ten war. 1350 mu√üte er den Ruprechtshof in Villingendorf zun√§chst an Burk v. Kirneck verpf√§nden, 1353 dann das Dorf Villingendorf und den Ruprechtshof an den Grafen Wernher von Zimmern. Dadurch wurde Albrecht v. R√ľti zum Lehensmann des Wernher v. Zimmern. Bis 1451 waren die Herren von Zimmern in den (geteilten?) Besitz von Villingendorf gekommen.
In der ersten urkundlichen Erw√§hnung von Villingendorf in einer Urkunde des Klosters Gengenbach aus dem Jahre 1139 lie√ü sich das Kloster nicht weiter spezifizierten Grundbesitz in Villingendorf best√§tigen. 1140 bei der Schenkung eines Gutes in Niedereschach samt der dortigen Pfarrkirche an das Kloster Gengenbach sind 40 anwesende Edelfreie aus der n√§heren Umgebung Zeuge dieser Besitz√ľbertragung. Unter diesen werden als Gengenbacher Amtstr√§ger auch ein Leo und Wernher von Villingen(dorf) erw√§hnt. Aufgrund der Urkundenlage und des (erst sp√§ter sicher nachgewiesenen Grundbesitzes) kann es als sicher gelten, da√ü Teile von Villingendorf zusammen mit Beffendorf, Irslingen und Niedereschach zu einem Ausstattungsgut des Klosters Gengenbach geh√∂rte. Zu diesem Besitz geh√∂rte eine sogenannte "Curie", ein Verwaltungshof (sp√§ter meist Fronhof genannt) sowie die Dorfvogtei und wahrscheinlich noch andere G√ľter. 1393 verpf√§ndete Konrad Bock (I), B√ľrger zu Rottweil, seine von Junker Egenolf von Wartemberg genannt von Wildenstein gekauften G√ľter samt Vogtrecht zu Villingendorf, die ein Lehen des Klosters Gengenbach waren, gegen 40 Mark Silber Rottweiler Gewichts an seinen Sohn Johann Bock, behielt sich aber die Wiederlosung vor. 1428 wurde Konrad Bock (II) mit dem Besitz seines verstorbenen Bruders Johannes Bock, der es bis zum Ritter gebracht hatte, belehnt. Darunter befanden sich nicht weiter ausgef√ľhrte Lehen des Klosters Gengenbach und das Vogtrecht.
1447 verkaufte Konrad Bock (III), der Sohn des oben genannten Konrad Bock (II), die Vogtrechtszinsen sowie Zinsen aus verschiedenen kleineren G√ľtern, die er zuvor als Gengenbacher Lehen innegehabt hatte, an Abt Egenolf und den Konvent des Klosters Gengenbach zur√ľck. Aus den Jahren 1498 und 1528 liegen zwei Urbare (G√ľter- oder Besitzbeschreibungen) der Gengenbacher G√ľter vor. Das Urbar von 1528 beschreibt auch die Rechte, die das Kloster in Villingendorf hatte, u.a. das Gericht, das 3 mal j√§hrlich stattfand. Vermutlich lag dieser Gerichtsplatz in den Fronwiesen auf dem K√§ppeleb√ľhl, der noch 1528 eine besondere Bedeutung hatte. Der Besitzkomplex des Klosters Gengenbach an Hofst√§tten, G√§rten und Wiesen lag wahrscheinlich geschlossen im n√∂rdlichen Teil der Ortsflur beiderseits des "Stettener Weges", heute Teuffenstra√üe und Schellenwasen. Erst 1536 verkaufte das Kloster Gengenbach diesen Besitz an das Spital in Rottweil, das durch diesen Kauf zum gr√∂√üten Grundherrn in Villingendorf aufstieg. Die Vogt- und Gerichtsrechte scheinen an die Stadt Rottweil √ľbergegangen zu sein.
Im Jahre 1513 hatten die Herren von Zimmern bereits ihren Teil von Villingendorf an die Freie Reichsstadt Rottweil verkauft, so dass nun die nahegelegene Reichsstadt das alleinige Sagen hatte (Vogtrechte, Gerichtsrechte, Steuern, Wehrdienstpflicht der Bauern). Villingendorf blieb im politischen Besitz Rottweils bis zur Angliederung Rottweils an W√ľrttemberg geh√∂rte.

Zehntgeschichte und Patronat

Der Zehnt war urspr√ľnglich zur Besoldung des Pfarrers und zum Unterhalt der Kirche jedem Christen auferlegt worden. Er bestand aus dem Gro√üen und Kleinen Zehnten sowie dem Blutzehnten. Sp√§ter kam diese Abgabe aber auch in den Besitz von Laien (siehe oben "Portzehnt") und von anderen Institutionen. In Villingendorf war der "Portzehnt" durch Erbteilung und Verkauf an die verschiedensten Besitzer gekommen. Mindestens eine Sechstelung mancher Anteile l√§√üt sich urkundlich nachweisen. Einer dieser Zehntanteile kam um 1400 in den gemeinsamen Besitz der Rottweiler Bruderschaft, Heiligkreuz, der Dominikaner und der Johanniter.
Bereits 1360 hatten die Johanniter mit dem Kauf des Ruprechtshofes von Albrecht von R√ľti bereits den gro√üen und kleinen Zehnten dieses Hofes erworben. Danach erwarben die Johanniter nach und nach fast den gesamten Villingendorfer Zehnt. 1789 wird aber noch explizit ein kleiner Zehntanteil erw√§hnt, der an den Besitz der Neckarburg gekn√ľpft war ("Neckarburger Zehnt") und f√ľr den die Johanniter eine kleine Ausgleichszahlung zu leisten hatten. Daf√ľr hatten die Johanniter das Patronat (= Recht den Pfarrer vorzuschlagen) und die Pflicht den jeweiligen Pfarrer zu besolden. Dazu mu√ü allerdings gesagt werden, dass vor allem im 17. Jahrhundert gar kein Pfarrer in Villingendorf war, sondern sehr h√§ufig Rottweiler Ordensgeistliche die Gemeinde versorgen.

Grundherrschaft

Sehr komplex ist auch die Grundherrschaft in Villingendorf. Im 18. Jahrhundert gab es 11 gro√üe Bauernh√∂fe in Villingendorf. Zehn Bauernh√∂fe waren Lehenh√∂fe und nur ein Hof war ein Eigenhof. Ein Lehenhof (= geliehener H√∂fe) waren nicht Eigentum des jeweiligen Lehenbauern, sondern eines Grundherrn. Er bekam den Hof gegen eine j√§hrliche, etragsunabh√§ngige Fixabgabe, meist in Form von Geld, Getreide und Kleinvieh (H√ľhner und Eiern) geliehen. Insgesamt gab es 22 Lehen (bzw. 23, falls die Heiligenfelder aus einem urspr√ľnglichen Lehen entstanden sein sollten), die von den 10 Lehenbauern bewirtschaftet wurden. Das bedeutet, dass die meisten Lehenbauern nicht nur ein Lehen hatten, sondern mehrere auf sich vereinigen konnten. Bereits in der fr√ľhen Neuzeit waren die Lehenh√∂fe in Erblehen √ľbergegangen, d.h. der Grundherr griff in der Regel nicht in die Lehenabfolge ein und die H√∂fe wurden meist an den Sohn oder einen Schwiegersohn weiter verkauft. Selbst der Verkauf an einen Familienfremden war m√∂glich. Die Entlassung eines Bauern aus dem Lehensverh√§ltnis war zwar theoretisch m√∂glich, sie war jedoch in der Praxis mit solchen Hindernissen gespickt, da√ü aus der n√§heren Umgebung kein Fall einer derartigen "Abmeierung" bekannt ist. Die "Abmeierung" eines Bauern konnte nur in einem sogenannten "Caduzit√§tsproze√ü" vor einem ordentlichen Gericht durchgesetzt werden. Der Grundherr mu√üte dabei sehr grobe Verfehlungen seines Lehenbauern nachweisen. Vers√§umnisse bei der Zinszahlung etwa bei schlechten Ernten und selbst Mi√üwirtschaft z√§hlten nicht als solche Gr√ľnde. Es war eher das Gegenteil der Fall, denn im 17. und 18. Jhrt n√§herten sich die b√§uerlichen Besitzrechte immer mehr dem "zinsbelasteten Volleigentum" an. Dies f√ľhrte sogar dazu, da√ü z.B. das Spital in Rottweil als Grundherr 1696 ein eigenes, um 200 J gro√ües Lehengut f√ľr den verh√§ltnism√§√üig hohen Betrag von 2450 fl zur√ľckkaufte und das Gut fortan als Drittelhof betrieb, dessen h√∂herer Ertrag (verglichen mit dem Lehenhof) anscheinend den hohen Kaufpreis rechtfertigte. Da die abzulieferenden Grundzinsen seit etwa dem 16. oder 17. Jhrt nicht mehr willk√ľrlich ge√§ndert werden konnten und stabil blieben, waren die Erblehen ein wertvoller Besitz. Mit verbesserten Anbaumethoden und zunehmender Bev√∂lkerung stieg auch der Wert der Erblehen, die z.T. zu sehr hohen Preisen ver- und gekauft wurden, obwohl die Bauern, rechtlich gesehen, nicht Eigent√ľmer von Grund und Boden waren. Die Bauern hatten sich allerdings um den Unterhalt der Hofst√§tten selber zu k√ľmmern. Mit Zustimmung des Grundherrn konnten sogar Parzellen des Lehens verkauft werden; bei gleichbleibenden Abgaben versteht sich. Es gab "gute" Lehen, mit verh√§ltnism√§√üig geringer Belastung pro Jauchert und weniger gute Lehen mit hoher Grundbelastung.
Eine Variante der Erblehen war das Fall-Lehen. Es unterlag zwar dem Erblehen-Recht, jedoch mußte im Veränderungsfalle (Tod des Lehenträgers oder Verkauf) der "Hof-Fall" oder "Weglösung" entrichtet werden. Das einzige bisher nachgewiesene Fall-Lehen in Villingendorf war das Alpirsbacher Lehen. Der Betrag von 50 Gulden, der im Veränderungsfall entrichtet werden mußte, war vergleichsweise sehr hoch.
Vor allem mit Ende des 17. und Beginn des 18. Jahrhunderts bem√ľhten sich die Grundherren, von der "Leihewirtschaft" wegzukommen und die H√∂fe unter eigene Bewirtschaft zu nehmen. So mu√üten 1696 zwei Villingendorfer Bauern wegen √úberschuldung ihre H√∂fe an Rottweiler Institutionen (Spital und Pr√§senz) verkaufen. Ein weiterer Hof kam um 1760 in den Besitz eines Rottweiler B√ľrgers. Diese H√∂fe wurden in sogenannte "Bestandsh√∂fe" oder, als besondere Form, die "Drittelh√∂fe" √ľberf√ľhrt und in der Regel auf 4 bis 10 Jahre an einen Bauern verpachtet, entweder gegen einen hohen Festbetrag oder, was ebenfalls vorkam und wie der Name Drittelhof impliziert, durch Abgabe eines Drittels des Ertrages. Daf√ľr war nun der Besitzer und nicht der P√§chter f√ľr den Unterhalt der Hofst√§tte verantwortlich. Um einem Interessenskonflikt vorzubeugen, wurden gerne Tagl√∂hner mit sehr geringem Eigenbesitz oder gar Ortsfremde auf diese H√∂fe geholt ("in Bestand vergeben"). Die Bestandsbauern waren nicht mehr durch das Erblehenrecht abgesichert und konnten jederzeit nach Ablauf ihres Pachtvertrages entlassen werden. Die Verh√§ltnisse Grundherr/Bestandsbauer waren durch die Bestandsvertr√§ge genauestens geregelt und Willk√ľrakte waren auch hier nahezu ausgeschlossen. Auch in der Abfolge der Pacht- bzw. Bestandsbauern (z.B. des Spital-Drittelhofes) lie√ü sich wenig Fluktuation beobachten. In der Regel wurden die Bestandsvertr√§ge immer wieder mit demselben Bauern abgeschlossen (wenn dieser gut gewirtschaftet hatte), und nach dem Tod des Bestandsbauern wurden neue Pachtvertr√§ge in der Regel mit dem Sohn oder Schwiegersohn abgeschlossen. Die Pachtvertr√§ge hatten einen hohen √∂konomischen Wert, und ein derartiger Pachtvertrag oder Bestandsvertrag gen√ľgte oft schon als Sicherheit bei der Aufnahme eines Darlehens.
In Villingendorf wurden die Lehenh√∂fe bis weit in das 18. Jahrhundert hinein unzerteilt an einen j√ľngeren Sohn oder Schwiegersohn verkauft. Der Verkaufserl√∂s wurde unter den Kindern des Lehenbauern aufgeteilt. Das Lehenbauernpaar behielt sich ein Leibgeding vor (meist ein paar Felder oder Naturalleistungen sowie freie Unterkunft auf dem Lehenhof). Erst um 1760 kam es zur Teilung von zwei gro√üen Villingendorfer Lehenh√∂fen. In anderen Gemeinden der n√§heren Umgebung mit Realteilung kam es dagegen oft zur v√∂lligen Zersplitterung der Lehen.


Die Höfe und die Lehen

Insgesamt konnten in Villingendorf im Zeitraum 1549 bis etwa 1836 22 Lehen nachgewiesen werden bzw. 23, wenn die "Heiligenfelder" der St. Gallus-Pfr√ľnde als urspr√ľngliches Lehen interpretiert werden. Zur Unterscheidung wurden sie nach Grundherr und Gr√∂√üe oder Alter benannt. Die meisten Lehenbauern konnten, wie bereits oben erw√§hnt, nicht nur ein Lehen, sondern mehrere auf sich vereinigen. So sind es in Villingendorf nur 10 Lehenbauern, die die 22 bzw. 23 Lehen unter sich aufteilten. Dazu kam noch ein gro√ües Eigengut, das unzerteilt weitervererbt wurde. Jeder dieser 11 Bauern bewirtschaftete im Durchschnitt √ľber 127 J (oder etwas √ľber 37 ha), G√§rten, Felder, Wiesen und Wald. Die Geschichte der Lehen ist √§u√üerst kompliziert, da sie nicht an einen bestimmten Hof gebunden wurden, d.h. der Bauernhof, von dem aus das Lehen bewirtschaftet wurde, konnte im Laufe der Zeit wechseln. Zu einigen Lehen geh√∂rte im 16. Jahrhundert noch ein Hofgeb√§ude, das dann zur Mitte des 17. Jahrhundert (und sp√§ter) nicht mehr nachweisbar ist. Auch die Lehens- bzw. Grundherrn eines Lehens wechselten h√§ufig. Die Lage der meisten H√∂fe konnte aber bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts relativ sicher rekonstruiert werden.


1. Hof (Lehen)
Bruderschaft-Lehen
Altes Spital-Lehen
(ab ca. 1760 geteilt)
Betriebsgröße: ca. 160 J

2. Hof (Drittelhof) Spital-Drittelhof (bis 1536 Kl. Gengenbach, bis 1696 Lehen)
Betriebsgröße: ca. 197 J

3. Hof (Lehen)
Großes Spital-Lehen (bis 1536 Kl. Gengenbach)
Kleines Spital-Lehen (bis 1536 Kl. Gengenbach)
(ab 1760 geteilt)
Betriebsgröße: ca. 198 J

4. Hof (Lehen)
Alpirsbacher Lehen (ab 1792 Spital)
Betriebsgröße: ca. 112 J

5. Hof (Lehen)
√Ąlteres Johanniter-Lehen
Lehen von St. Michael/Neckarburg (wechselnde Besitzer, 1768 abgelöst)
Großes Witticher Lehen (vor 1738 an Alpirsbach, 1792 Spital)
Betriebsgröße: ca. 92 J

6. Hof (Lehen)
J√ľngeres Johanniter Lehen
Widum (Eigentum der Johanniter Kommende Rottweil, ab 1798 in Bestand vergeben)
Kleines St. Gallus-Lehen
Betriebsgröße: ca. 81 J

7. Hof (Lehen)
Großes St. Gallus-Lehen
√Ąlteres Rottenm√ľnster Lehen (ab 1768 Eigen)
Betriebsgröße: ca. 71 J

8. Hof (Lehen)
√Ąlteres Dominikaner-Lehen
Lehen von St. Jakobus/Heiligkreuz in Rottweil
J√ľngeres Rottenm√ľnster-Lehen (ab 1768 Eigen)
Betriebsgröße: ca. 117 J

9. Hof (Lehen)
J√ľngeres Dominikaner-Lehen
Kleines Witticher Lehen (1683 an Kloster Alpirsbach, 1792 Spital)
Mittleres St. Gallus-Lehen
Betriebsgröße: ca. 101 J

10. Hof (Pachthof)
Spital-Lehen der Präsenzverwaltung (bis 1696 Lehen)
St. Gallus-Lehen der Präsenzverwaltung (bis 1696 Lehen)
Betriebsgröße: ca. 166 J

11. Hof (Eigen)
Das "Zoppen"-Eigengut
Betriebsgröße: ca. 108 J

"Heiligenfelder"
(diese waren auf mehrere Bauern bzw. Taglöhner verteilt)
Betriebsgröße: ca. 8 J

Die Lehen des Rottweiler Spital

1786 war das Rottweiler Spital der gr√∂√üte Grundbesitzer in Villingendorf. Der Grundbesitz umfa√üte knapp 500 J, urspr√ľnglich verteilt auf 5 Lehen, von denen aber ein Lehen an die Rottweiler Pr√§senzverwaltung gefallen war und in Bestand bewirtschaftet wurde. Ein Lehen war vom Spital aufgekauft worden war und wurde als Drittelhof bewirtschaftet. 1792 kam mit dem Erwerb der Alpirsbacher Lehen (davon 2 urspr√ľnglich im Besitz des Klosters Wittichen) noch 3 weitere Lehen mit einer Gesamtgr√∂√üe von 170 J in den Besitz des Spitals. Diese werden jedoch unter den urspr√ľnglichen Grundbesitzern; dem Kloster Alpirsbach und dem Kloster Wittichen abgehandelt. Die ertragsunabh√§ngigen Grundabgaben des Spitals betrugen 1786 in Villingendorf immerhin 23 mtr 14 vrt Vesen, 6 mtr 11 vrt Hafer, 1 Huhn, 12 Schillinge, 4 Kreuzer. Die zus√§tzlichen ertragsabh√§ngigen Abgaben des Spitaldrittelhofes k√∂nnen nicht pauschal beziffert werden. W√§hrend vier der f√ľnf Spital-Lehen von 1786 erst 1536 in den Besitz des Spitals kamen, ist das urspr√ľngliche sog. "Alte Spital-Lehen" bereits seit 1310 im Besitz des Spitals. Das Lehen umfa√üte zusammen 1786 ca. 89 J. Zu diesem Lehen geh√∂rte 1786 keine Hofstatt mehr. Es wird lediglich noch ein Garten beschrieben, der Hofstattrecht hatte und an der Stelle des heutigen Rathauses lag. 1549 wird dagegen noch eine Hofstatt an dieser Stelle erw√§hnt. Wann dieses Geb√§ude zerst√∂rt oder abgerissen worden und danach nicht mehr aufgebaut worden ist, lie√ü sich aus den vorhandenen Urkunden nicht mehr rekonstruieren. Das Alte Spital-Lehen war zusammen mit dem Bruderschaft-Lehen in einer Hand vereinigt und wurde sp√§ter geteilt. Zum letzteren Lehen geh√∂rte eine Hofstatt im nord√∂stlichen Teil der Jockenwiesen (heutiges Anwesen Gasthaus Krone, Rottweilerstr.2). Die Geschichte dieses Lehenl√§√üt sich bis 1310 zur√ľckverfolgen als Konrad von Balingen ("Cunrat von Balgingen") ein halbes Gut den "erbaren armen Luten in dem armen Spittal ze Rotwil" schenkte. Die andere H√§lfte geh√∂rte Benzen B√§sgen und kam sp√§ter in den gemeinsamen Besitz der St. Gallus-Pfr√ľnde in Villingendorf, der Pr√§senz und der Petrus und Paulus-Pfr√ľnde in Heiligkreuz in Rottweil. Es war also aus der Teilung eines urspr√ľnglich gr√∂√üeren Gutes hervorgegangen.


Das Kloster Gengenbach

Die √ľbrigen vier Lehen des Spitals geh√∂rten zum urspr√ľnglichen Besitz des Klosters Gengenbach. In der ersten urkundlichen Nennung von Villingendorf in einer Gengenbacher Urkunde vom 28.2.1139, lie√ü sich das Kloster nicht n√§her bezeichnete G√ľter in Villingendorf durch Papst Innozenz best√§tigen. Es kann als sicher gelten, da√ü Villingendorf zusammen mit Beffendorf, Irslingen und Niedereschach zu einem Ausstattungsgut des Klosters Gengenbach geh√∂rte. Kernst√ľck des Gegenbacher Besitzes war der Fronhof, der urspr√ľnglich in zwei H√§lften geteilt war. Aus ihm ging dann der sp√§tere Spital-Drittelhof hervor, der der gr√∂√üte Hof in Villingendorf war. Die drei √ľbrigen Lehen blieben Lehen. Jedoch kam eines in den Besitz der Pr√§senz (siehe unten), die das Lehen zusammen mit einem Lehen der St. Gallus-Pfr√ľnde als Pr√§senzhof in Bestand bewirtschaften lie√üen. Vermutlich entstanden sie z.T. durch die Zusammenlegung kleinerer G√ľter. Die ersten einigerma√üen sicheren Nachweise der drei Lehen gelangen in einer Urkunde von 1460. 1536 verkaufte das Kloster seinen Besitz an das Spital in Rottweil (siehe oben).


Die Präzenz

Die Pr√§senz war die Gemeinschaft der Kapl√§ne von Heiligkreuz in Rottweil. 1786 hatte die Pr√§senzverwaltung einen Hof in Villingendorf, den Pr√§senzhof, der in Bestand vergeben wurde. Der Pr√§senzhof bestand aus zwei Lehen, eines des Spitals und eines gemeinsamen Lehens der St. Gallus-Pfr√ľnde in Villingendorf, der Pr√§senzverwaltung selbst und der Apostel Petrus und Paulus-Pfr√ľnde im Rottweiler M√ľnstern. Die beiden Lehen waren (mindestens) seit 1549 in einer Hand und kamen 1696 an die Pr√§senzverwaltung in Rottweil.


Kirchenpfr√ľnde St. Gallus in Villingendorf

Die Kirchenpfr√ľnde St. Gallus in Villingendorf besa√ü 1786 insgesamt 4 Leheng√ľter und etliche sogenannte "Heiligenfelder" auf der Gemarkung. Ein Lehen war 1696 zusammen mit einem Spital-Lehen an die Pr√§senzverwaltung in Rottweil verkauft worden, die es dann in Bestand bewirtschaften lie√ü. Alle Lehen sind sehr schlecht dokumentiert. Besitztitel der St. Gallus-Kirchenpfr√ľnde k√∂nnen bereits in den Jahren 1321 und 1324 nachgewiesen werden.


Die Johanniter-Kommende in Rottweil

Die Johanniter-Kommende in Rottweil hatte 1786 den großen Fruchtzehnten, den Heu-, Klein- und Blutzehnten in Villingendorf, außerdem das Jus Patronatus, also das Recht den Pfarrer vorzuschlagen. Den Johanniter gehörten außerdem zwei Erblehen sowie die Widum, das Pfarrgut als Eigentum. Besitztitel der Johanniter können bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts nachgewiesen werden. Das zweite Erblehen wurde zwischen 1528 und 1549 erworben.


Kloster Alpirsbach

Das w√ľrttembergische Klosterpflegeamt Alpirsbach in Rottweil als Rechtsnachfolger des Benediktinerklosters Alpirsbach im Schwarzwald besa√ü 1786 insgesamt 3 Lehen in Villingendorf, von denen zwei kleinere urspr√ľnglich dem Kloster Wittichen im Schwarzwald zinsten (siehe dort). Das erstere Lehen war nachweislich seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts. im Besitz des Klosters Alpirsbach. Es wird zwar nicht unter den Ausstattungsg√ľtern des Klosters bei der Gr√ľndung im Jahr 1088 erw√§hnt, d√ľrfte jedoch nicht sehr viel sp√§ter in dessen Besitz gelangt sein. Es war zwar ein Erblehen, als Besonderheit ist hier jedoch zu nennen, dass der Ver√§nderungsfall bzw. die "Wegl√∂sung" (Tausch, Erbfall oder Verkauf) 50 Gulden kostete, ein verh√§ltnism√§√üig sehr hoher Betrag.


Kloster Wittichen

1549 besa√ü das Clarissinnen-Kloster Wittichen im Schwarzwald zwei kleinere Erblehen in Villingendorf. Diese beiden Lehen gingen vor 1738 in den Besitz des Klosters Alpirsbach √ľber. Nach der Kurz-Chronik des Kloster Wittichen brannte der gr√∂√üte Teil des Klosters 1663 nieder. 1683 wurden die beiden Lehen an das Kloster Alpirsbach verkauft, um Geld f√ľr den Wiederaufbau des Klosters zu bekommen. Wann die Lehen in den Besitz der Klosterfrauen kamen, konnte nicht rekonstruiert werden.


Rottweiler Bruderschaft

Die Rottweiler Bruderschaft, ein mildtätige Vereinigung, besaß 1786 ein größeres Lehengut in Villingendorf, das bereits seit 1495 nachgewiesen werden konnte. Das Lehenhaus stand an der Stelle des heutigen Gasthauses zur Krone.


Das Dominikanerkloster in Rottweil

1786 hatten die Rottweiler Dominikaner zwei Lehen in Villingendorf, wobei das eine bereits 1420 und das andere nicht viel sp√§ter in ihren Besitz kam. Die beiden Lehen werden daher als das √Ąltere und das J√ľngere Dominikaner-Lehen bezeichnet. Nach der Besetzung Rottweils durch w√ľrttembergische Truppen im Jahre 1802 wurde den Rottweiler Dominikanern am 29. Dezember 1802 die Aufhebung ihres Klosters mitgeteilt. Die Predigerkirche wurde geschlossen und die M√∂nche r√§umten das Kloster bis zum 2. Januar 1803.


Die Reichsabtei Rottenm√ľnster

1738 besa√ü das Frauenkloster Rottenm√ľnster zwei Lehen in Villingendorf, die 1767 an die jeweiligen Lehentr√§ger zu Eigen verkauft wurden. Ein weiteres Lehen kam 1739 vom Kloster St. Georgen an das Kloster Rottenm√ľnster, das Lehen von St. Michael/Neckarburg (siehe dort). Von den zwei urspr√ľnglichen Lehen war eines seit 1327 im Besitz des Klosters Rottenm√ľnster, w√§hrend das andere Lehen erst nach 1500 in dessen Besitz kam.


Die Apostel Jacobus-Pfr√ľnde zu Heiligkreuz in Rottweil

Die Apostel Jakobus-Pfr√ľnde zu Heiligkreuz in Rottweil wurde 1352 von Mechthild die Steinin mit einigen G√ľtern in Villingendorf versehen, vermutlich das sp√§tere Erblehen dieser Altarpfr√ľnde. Diese Pfr√ľnde steht im Zusammenhang mit einem Jakobus-Pilgerweg, der von Balingen √ľber Rottweil in die Schweiz f√ľhrte (und von dort weiter √ľber Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela/Galizien).


St. Michael/Neckarburg

Ein sehr altes Lehen ist das Lehen von St. Michaelspfr√ľnde zu Neckarburg, das bereits 1460 urkundlich belegt ist. Au√üerdem ging der Zehnte von einem Streifen Felder, insgesamt etwa 10 J an die St. Michaelspfr√ľnde zu Neckarburg. Anscheinend war die Pfr√ľnde an den Besitz der Neckarburg gekoppelt, denn mit dem Verkauf der Neckarburg durch die Grafen von Sulz in der 1. H√§lfte des 16. Jahrhunderts ging die Pfr√ľnde zun√§chst an die Rottweiler Familie M√∂ck und nach kurzzeitigen Besitzerwechseln an das Kloster St. Georgen im Schwarzwald √ľber. 1739 wurde es dann an das Klosten Rottenm√ľnster verkauft, das das Lehen dann an den damaligen Lehenbauern zu Eigen verkaufte.

Das Zoppen-Eigengut

Neben den vielen Leheng√ľtern lie√ü sich √ľber die Jahrhunderte hinweg nur ein gr√∂√üeres Eigengut in Villingendorf nachweisen, das hier nach dem ersten Besitzer Hans Zopp (auch ein Nachkomme hie√ü wieder Hans Zopp) als "Zoppen"-Eigengut bezeichnet wird. 1786 hatte es eine Gr√∂√üe von ca. 108 J und wurde von Johannes Schanz bewirtschaftet. Der Hof befand sich in der heutigen Oberndorfer Stra√üe 5. Das dortige Haus ist vermutlich nach dem 30-j√§hrigen Krieg erbaut worden und somit eines der √§ltesten H√§user in Villingendorf.

Quellen

Ungedruckte Quellen: Auswertungen sämtlicher Urkunden im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, dem Stadtarchiv Rottweil und dem Gemeindearchiv die Villingendorf betreffen (Zusammenstellung als "Villingendorfer Urkundenbuch").

Gedruckte Quellen (kleine Auswahl der wichtigsten Publikationen): Eith, Christian, Ortschronik der Gemeinde Villingendorf, 90 p., Villingendorf 1957

G√ľnther, Heinrich Urkundenbuch der Stadt Rottweil. W√ľrttembergische Geschichtsquellen (Hrsg. Dietrich Sch√§fer), Bd. 3, 788 p., Stuttgart, Verlag von W. Kohlhammer.

Hecht, Winfried Die Johanniterkommende Rottweil. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Rottweil, Bd.2, 247 p., Rottweil 1971.

Hecht, Winfried Das Dominikanerkloster Rottweil (1266-1802). Veröffentlichungen des Stadtarchivs Rottweil, Band 13, 216 p., Rottweil 1991.

Ohngemach, Ludwig. Stadt und Spital - Das Rottweiler Hl.-Geist-Spital bis 1802. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Rottweil, Band 16, 718 p., Rottweil 1994 (1995).

Reichenm√ľller, Margareta. Das ehemalige Reichsstift und Zisterziensernonnenkloster Rottenm√ľnster. Studien zur Grundherrschaft, Gerichts- und Landesherrschaft. Stuttgart 1964.

Weber, Edwin Ernst. Städtische Herrschaft und bäuerliche Untertanen in Alltag und Konflikt: Die Reichsstadt Rottweil und ihre Landschaft vom 30jährigen Krieg bis zur Mediatisierung. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Rottweil, Band 14, 826 p., Rottweil, 1992.

Partnerschaften

Villingendorf pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Reinhardtsgrimma in Sachsen .

Wikipedia

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