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Letzte Änderung für Artikel Oberndorf am Neckar: 16.02.2006 21:38

Oberndorf am Neckar

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Oberndorf am Neckar
Deutschlandkarte, Position von Oberndorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Landkreis : Rottweil
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 17‚Ä≤ N, 08¬į 34‚Ä≤ O
48¬į 17‚Ä≤ N, 08¬į 34‚Ä≤ O
H√∂he : 506 m. √ľ. NN
Fläche : 55,93 km²
Einwohner : 14.736 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 263 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 9,0 %
Postleitzahlen : 78720 - 78727
Vorwahl : 07423
Kfz-Kennzeichen : RW
Gemeindeschl√ľssel : 08 3 25 045
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Klosterstraße 3
78727 Oberndorf am Neckar
Offizielle Website: www.oberndorf.de
E-Mail-Adresse: stadt@oberndorf.de
Politik
B√ľrgermeister : Hermann Acker

Oberndorf ist eine Stadt am oberen Neckar.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Im besonders reizvollen Teil des oberen Neckartals, zwischen Schwarzwald und Schw√§bischer Alb liegt Oberndorf a. N. in 450 bis 700 Meter H√∂he. Die Autobahn A 81 verbindet Oberndorf im Norden mit der Landeshauptstadt Stuttgart und im S√ľden mit dem Bodenseegebiet und der Schweiz . Die Ausfahrt Oberndorf a. N. liegt auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Bodensee. Beide Ziele sind innerhalb von 45 Minuten erreichbar. Die Bahnlinie Stuttgart - Z√ľrich - Mailand f√ľhrt direkt durch Oberndorf. Verbindungen nach Stuttgart oder Singen (Hohentwiel) k√∂nnen st√ľndlich wahrgenommen werden.

Stadtgliederung

Die Stadt Oberndorf besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Altoberndorf, Aistaig, Boll, Bochingen, Beffendorf und Hochmössingen.

Geschichte

Vor- und Fr√ľhgeschichte

  • Um 3000-1800 v.Chr.: Jungsteinzeitliche Siedlungsspuren bei Beffendorf.
  • 800-400 v.Chr.: Siedlungsspuren der Hallstattzeit auf dem Scheibenb√ľhl bei Altoberndorf.
  • Um 200 v.Chr.: Keltische Siedlung in Oberndorf bei der Kreissparkasse.
  • 100 v.Chr.-1 v.Chr.: Keltische Kultst√§tten ( Viereckschanzen ) im Eichwald bei Oberndorf und in der Flur "Burgstall" bei Boll.
  • 70 n.Chr.: Vorsto√ü der R√∂mer in das Gebiet des oberen Neckars. Bau von Stra√üen vom Kastell Rottweil zu den Kastellen Sulz und Waldm√∂ssingen. Teilst√ľcke bei Bochingen und Hochm√∂ssingen.
  • Um 100 n.Chr.-200 n.Chr.: R√∂mische Gutsh√∂fe bei Bochingen und Hochm√∂ssingen. Einzelfunde aus Aistaig, Beffendorf und Oberndorf.
  • Ab 260 n.Chr.: Die Alamannen √ľberrennen den Limes und dringen in das Gebiet vor.
  • Ab 600 n.Chr.: Alamannische Urd√∂rfer und fr√§nkische Ausbausiedlungen in Aistaig, Altoberndorf, Beffendorf, Hochm√∂ssingen und Oberndorf. Reihengr√§ber mit reichen Beigaben.

Mittelalter und Neuzeit

  • 782: Erste urkundliche Erw√§hnung Oberndorfs in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen: "actum Obarindorf villa publice". Die Schenkung, die die Orte Brittheim und Bickelsberg betraf, fand vermutlich auf dem Oberndorfer K√∂nigshof im Tal statt, zu dem auch die Remigiuskirche geh√∂rte.
  • Um 900: Bischof Salomon von Konstanz erh√§lt den Oberndorfer K√∂nigshof mit Taufkirche (St. Remigius) und gibt ihn an das Kloster St. Gallen, dessen Abt er ebenfalls ist, weiter.
  • 912: K√∂nig Konrad I. best√§tigt die von Bischof Salomon an St. Gallen gemachte Schenkung.
  • 948: Erneute Best√§tigung durch K√∂nig Otto I.
  • Um 1100: St. Gallen √ľbergibt den Klosterbesitz am oberen Neckar als Schenkenlehen an die Herz√∂ge von Z√§hringen .
  • Um 1187: Die Herz√∂ge von Teck spalten sich von den Z√§hringern ab und erhalten den Besitz am oberen Neckar.
  • Um 1250: Herzog Ludwig von Teck gr√ľndet die Stadt Oberndorf auf der Kalktuffplatte links des Neckars (1246 wird ein Z√∂llner genannt, 1251 ein ehemaliger Schulthei√ü , 1254 B√ľrger ).
  • 1264: Das neu gegr√ľndete Frauenkloster im Tal wird in den Orden der Augustiner - Eremiten aufgenommen.
  • 1272: Das Dominikanerinnenkloster bei der Michaelskapelle erh√§lt von Herzog Ludwig von Teck Privilegien .
  • 1295: Das Geschlecht der Maier von Waseneck wird erstmals genannt. Sie waren mit dem Bau und der Verwaltung der Burg Waseneck bei Altoberndorf als Wohnsitz der Oberndorfer Teck-Linie sowie des Gutshof (Unteraichhof) beauftragt.
  • 1298: K√§mpfe zwischen Graf Albert von Hohenberg und Herzog Otto von Baiern bei Oberndorf bzw. Leinstetten, bei denen Graf Albert, der Minnes√§nger , f√§llt.
  • 1300: Herzog Hermann von Teck best√§tigt der Stadt ihre alten Rechte und Freiheiten.
  • 1346: In den Thronstreitigkeiten zwischen Kaiser Ludwig d. Baiern und dem neu gew√§hlten K√∂nig Karl IV. verschw√∂ren sich 18 Adelige in Oberndorf gegen den Kaiser. Die Stadt kommt in die Reichsacht , woraus sie K√∂nig Karl 1348 wieder l√∂st.
  • 1363: Nach dem Tod Herzog Hermanns von Teck, dem letzten der Oberndorfer Linie, f√§llt die Burg Waseneck mit den vier D√∂rfern Altoberndorf, Beffendorf, Bochingen und Waldm√∂ssingen an seine Tochter Beatrix bzw. deren Sohn Herzog Konrad von Urslingen. Herzog Friedrich von Teck (Owener Linie) kann dagegen die Stadt behaupten.
  • 1371: Herzog Friedrich von Teck erwirbt von Konrad von Urslingen die Burg Waseneck mit den vier dazugeh√∂rigen D√∂rfern.
  • 1374: Herzog Friedrich von Teck verkauft die Herrschaft Oberndorf an Graf Rudolf III. von Hohenberg, der vom Abt von St. Gallen mit der Stadt belehnt wird.
  • 1381: Graf Rudolf von Hohenberg verkauft seine ganze Grafschaft - darunter die Herrschaft Oberndorf - um 66000 Gulden an Herzog Leopold von √Ėsterreich .
  • 1384-1409: Markgraf Bernhard von Baden , der mit Margarethe, der Tochter des Grafen Rudolf von Hohenberg verheiratet ist, erh√§lt Oberndorf und Waseneck als Pfand.
  • 1392: Herzog Leopold von √Ėsterreich verpf√§ndet die vier Herrschaftsd√∂rfer an die Grafen von Sulz . Sie kommen erst 1462 wieder zu der Stadt.
  • 1410: Die Stadt wird von Friedrich XII. von Zollern und dessen Helfern belagert.
  • 1416-1462: Die Grafen von W√ľrttemberg erhalten Oberndorf und Waseneck als Pfand.
  • 1445: Die ganze Stadt einschlie√ülich der Michaelskirche brennt bis auf neun H√§user ab.
  • 1462-1594: Die Freiherren (seit 1538 Grafen) von Zimmern erhalten die Herrschaft Oberndorf als Pfand.
  • 1488: Johann Werner von Zimmern wird vom Kaiser ge√§chtet und verliert die Pfandschaft Oberndorf, die den Grafen von Werdenberg zugesprochen wird.
  • 1496: Veit Werner von Zimmern entrei√üt die Stadt mit Hilfe der Rottweiler durch einen √úberfall den Werdenbergern. Auf dem Reichstag von Augsburg 1504 wird Oberndorf endg√ľltig den von Zimmern zugesprochen.
  • 1525: Im Bauernkrieg versucht Thomas Mayer von Vogelsberg, der Anf√ľhrer des Bauernhaufens "vorm Wald" vergeblich, die Oberndorfer gegen ihre Herren aufzuwiegeln.
  • 1533: Der "Teufel von Schiltach" - eine Frau die den Stadtbrand von Schiltach durch Hexerei verursacht haben soll - wird in Oberndorf hingerichtet.
  • 1540: In der Landenberger Fehde verunsichert Christoph von Landenberg die Gegend und z√ľndet Beffendorf und Hochm√∂ssingen an.
  • 1548-1563: Graf Froben Christoph von Zimmern , Verfasser der br√ľhmten Zimmerischen Chronik , ist Stadtherr von Oberndorf.
  • 1559: Das Fauenkloster im Tal wird mit Augustinerm√∂nchen besetzt.
  • 1594: Nach dem Tod des Grafen Wilhelm von Zimmern , dem letzten seines Geschlechts, f√§llt Oberndorf an das Haus √Ėsterreich.
  • 1600: Wegen Zauberei und Hexenwerk werden zwei M√§nner und f√ľnf Frauen aus Oberndorf und Altoberndorf hingerichtet.
  • 1609-1618: Markgraf Karl von Burgau, ein Sohn Erzherzog Ferdinands von √Ėsterreich, erh√§lt Oberndorf als Lehen.
  • 1612: Bei einem Stadtbrand werden 30 H√§user einge√§schert, darunter das Rathaus.
  • 1615: Wgen Zauberei werden drei M√§nner und drei Frauen aus Oberndorf, Altoberndorf und Bochingen hingerichtet.
  • 1618-1648: Dei√üigj√§hriger Krieg : von 1632 bis 1634 wird die Grafschaft Hohenberg von Schweden und W√ľrttembergern besetzt; 1635 herrscht eine Pestwelle am oberen Neckar; Oberndorf z√§hlt 1636 nur noch 96 B√ľrger und 11 Witwen. Bis Kriegsende mu√ü die Stadt Kontributionen nach dem Hohentwiel, Breisach , Rottweil und Albeck leisten.
  • 1638: Wegen Zauberei werden ein Mann und f√ľnf Frauen aus Oberndorf und Bochingen hingerichtet.
  • 1652: Erzherzog Ferdinand von √Ėsterreich best√§tigt der Stadt ihre alten Rechte und Freiheiten.
  • 1657-1764: Die Freiherren von Hohenberg - illegitime Nachkommen des Markgrafen Karl von Burgau - haben die Herrschaft Oberndorf als Pfand inne.
  • 1688-1697: Pf√§lzischer Krieg : 1688/89 mu√ü die Stadt Kontributionen an die Franzosen leisten; erh√§lt sp√§ter wiederholt Einquartierungen.
  • 1701-1714: Spanischer Erbfolgekrieg : die Stadt erleidet Einquartierungen.
  • 1715: Hinrichtung von zwei M√§nnern aus Altoberndorf wegen Kirchenraub und Viehdiebstahl, bei der 8000 Menschen anwesend sind.
  • 1726: Friedrich Wilhelm von Hohenberg verungl√ľckt t√∂dlich nach einem Gelage im Pfarrhaus. Die Pfandschaft geht an seine Witwe Maria Charlotta geb. von Gleispach (+ 1764) √ľber.
  • 1740-1748: √Ėsterreichischer Erbfolgekrieg: die Stadt wird mit Requisitionen und Einquartierungen beschwert.
  • 1764-1782: Die Freiherren von Pflummern haben die Herrschaft Oberndorf als Pfand inne.
  • 1766: Johann Franz Meinrad von Pflummern l√§√üt ein neues Amtshaus ( Pfalz ) bauen.
  • 1772-1779: Die Augustiner bauen ein neues Kloster samt Kirche.
  • 1780: Gro√üer Stadtbrand: 87 H√§user brennen ab, darunter Rathaus, Schulhaus, Pfarrhaus, Kirchturm und Dominikanerinnenkloster.
  • 1792-1806: Franz√∂sische Revolutionskriege : seit 1796 hat die Stadt Requisitionen und Einquartierungen zu erdulden. Der franz√∂sische General Vandamme kommt 1799 auf dem R√ľckzug durch Oberndorf, das dabei gepl√ľndert wird.
  • 1805: Durch den Frieden von Pressburg gelangt die vorder√∂sterreichische Grafschaft Hohenberg an W√ľrttemberg.
  • 1806: Inbesitznahme der Herrschaft Oberndorf durch W√ľrttemberg. Aufhebung des Augustiner- und Dominikanerinnenklosters. Die Stadt hat 1043 Einwohner.
  • 1807: Einrichtung eines Postamtes.
  • 1810: Oberndorf wird Oberamtsstadt mit 27 Amtsorten.
  • 1811: K√∂nig Friedrich von W√ľrttemberg l√§√üt im ehemaligen Augustinerkloster eine Gewehrfabrik einrichten.
  • 1820: Konstituierung einer Evangelischen Gemeinde .
  • 1823: Einrichtung einer Lateinschule ; die Realschule kommt 1861 hinzu.
  • 1837: Wilhelm Brandecker erwirbt den 1835 in Sulz gegr√ľndeten Schwarzw√§lder Bote und verlegt ihn in seine Heimatstadt Oberndorf.
  • 1842: Einem Stadtbrand fallen 35 H√§user in der Altstadt zum Opfer.
  • 1848/49: Deutsche Revolution : Bildung einer B√ľrgerwehr und demokratischer Vereine. Einzelne Oberndorfer nehmen an den gescheiterten Aufst√§nden teil.
  • 1852: Einrichtung einer Suppenanstalt wegen der allgemeinen Not. Die Auswanderungswelle nach Amerika erreicht ihren H√∂hepunkt. Bev√∂lkerungsr√ľckgang von 1864 Einwohnern auf 1688 Einwohner.
  • 1857: Gr√ľndung der Oberamtssparkasse, der sp√§teren Kreissparkasse.
  • 1862: Gr√ľndung der freiwilligen Feuerwehr, Gr√ľndung des Spar- und Hilfsvereins, sp√§ter Gewerbebank bzw. Volksbank.
  • 1865: Umwandlung des st√§dtischen Armenhauses in ein Spital .
  • 1867: Durch den Bau der oberen Neckarbahn erh√§lt Oberndorf Bahnanschlu√ü.
  • 1872: Die Gebr√ľder Wilhelm und Paul Mauser errichten eine eigene Gewehrfabrik auf der Bitze und erwerben 1874 die K√∂niglich W√ľrttembergische Gewehrfabrik.
  • 1895: Die Bev√∂lkerung ist von 2000 Einwohner (1871) auf √ľber 4000 Einwohner angestiegen.
  • 1914: Fertigstellung des neuen Volksschulgeb√§udes im Grauben.
  • 1914-1918: Erster Weltkrieg : der gewaltige Ausbau der Mauserwerke macht die Verlegung des Neckars notwendig, zeitweilig sind √ľber 6000 Personen besch√§ftigt; neue Arbeitersiedlung rechts des Neckars. Bau der evangelischen Kirche .
  • 1925/26: Umbau der Michaelskirche.
  • 1934: Grundsteinlegung f√ľr die Siedlung auf dem Lindenhof.
  • 1937: Beginn der neuen Vorstadt im Webertal.
  • 1938: Nach Aufl√∂sung des Oberamts Oberndorf kommt die Stadt zum Kreis Rottweil.
  • 1939: Eingemeindung von Aistaig (1156 Ew.) und Altoberndorf (639 Ew.), Oberndorf selbst hat 6652 Ew. Die Eingemeindungen werden 1950 wieder r√ľckg√§ngig gemacht.
  • 1939-1945: Zweiter Weltkrieg : die Mauserwerke besch√§ftigen st√§ndig rund 10000 Personen, darunter viele ausl√§ndische Zivilarbeiter, aber auch Zwangsarbeiter . Gegen Kriegsende werden durch Bombenangriffe die Fabrikanlagen und Teile der Stadt besch√§digt.
  • 1972: Die Stadt erwirbt die Klosterkirche und das Konventsgeb√§ude, in dem die Stadtverwaltung und das Polizeirevier untergebracht werden.
  • 1973: Die Stadt erwirbt den Schwedenbau zur Unterbringung ihrer kulurellen Einrichtungen und des Werkhofs.
  • 1975: Im Zuge der Gemeindereform bildet Oberndorf zusammen mit Aistaig, Altoberndorf, Bochingen, Boll und Hochm√∂ssingen die neue Stadt Oberndorf a.N.

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004

  • CDU 37,73% - 8 Sitze
  • FWV 30,25% - 7 Sitze
  • SPD 27,08% - 6 Sitze
  • UBU 4,94 - 1 Sitz

Wappen

Es zeigt die Rauten des Wappens der Herz√∂ge von Teck , die die Stadt gegr√ľndet haben. Das Tecker Wappen war ab dem 13. Jahrhunder auch Stadtsiegel. Im oberen Bereich ist eine Wolfsangel dargestellt, da W√∂lfe in der Gegend stark verbreitet waren und sie mit Hilfe der Wolfsangel bejagt wurden.

Das Wappen wurde am 10. April 1979 durch das Landratsamt Rottweil neu verliehen.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Oberndorf ist Hochburg der schw√§bisch-alemannischen Fasnacht . Das Fasnachtstreiben konzentriert sich haupts√§chlich auf den Fasnachtsdienstag. Oberndorf verf√ľgt √ľber eine traditionelle Fastnacht. Neben Rottweil, Elzach und √úberlingen ist Oberndorf Teil des sogenannten Viererbundes .

Museen

Bauwerke

Augustinerklosterkirche

Das Augustinerkloster war eine Gr√ľndung des hohen Mittelalters. Um 1260 lie√ü sich eine kl√∂sterliche Frauengemeinschaft im Tal nieder und schloss sich dem Augustinerorden an. Den Nonnen folgten 1559 M√∂nche des Ordens nach. Nach drei Vorg√§ngerbauten (1281, 1323, 1619/60) errichteten die Augustiner von 1772 bis 1779 die sp√§tbarocke Vierfl√ľgelanlage mit Kirche und Konvent. Der Kirchenbau stammt von Christian Gro√übayer , die Steinmetzarbeiten wurden von Johann Georg Weckenmann geschaffen. Neben den kunstvollen Deckenfresken des Malers Johann Baptist Enderle , verleihen Stuckarbeiten von Andreas Henckel der Klosterkirche ihr einzigartiges Erscheinungsbild. Die 1978 renovierte, ehemalige Augustiner-Klosterkirche mit ihren barocken Fresken ist heute w√ľrdiger Raum f√ľr kulturelle Veranstaltungen, das ehemalige Kloster wird heute als Rathaus genutzt.

Katholische Stadtkirche St. Michael

Sp√§testens 1272, Baureste stammen aus noch fr√ľherer Zeit, wurde in der Oberstadt eine Kapelle dem Erzengel Michael geweiht. Diese und Nachfolgebauten fielen verschiedene Stadtbr√§nden zum Opfer. In ihrer heutigen Gestalt ist die Kirche durch den Umbau und die Erweiterungen von 1926 gepr√§gt, wobei der Kirchenbaumeister Otto Linder vor allem im Turmbereich noch alte Elemente mit einbezogen hat. Der Grundriss zeigt heute ein Kreuz mit drei etwa gleich gro√üen Schiffen. Das √Ąu√üere mit seinem Bruchsteinmauerwerk mutet zwar mittelalterlich an, aber die Parabeln von Tor- und Fensterb√∂gen sowie der Fries unter der Dachttraufe sind Formen des Jugendstils . Der Jugendstil pr√§gt auch im Innern die dreifach gegliederte Kuppel und die Tonnengew√∂lbe. Die Neugestaltung des Altarbereichs und der Bestuhlung von 1969 tr√§gt der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils Rechnung. Die bemerkenswerten Glasfenster der Jugendstil-K√ľnstlerin Maria Hiller-F√∂ll thematisieren die Legenden der Erzengel.

Evangelische Stadtkirche

In die einst vorder√∂sterreichische rein katholische Stadt brachten nach dem √úbergang an W√ľrttemberg die zuziehenden Arbeiter der Gewehrfabrik ein neues evangelisches Element ein. In der sonst als Lager genutzten Augustinerklosterkirche richtete man einen Betsaal ein. Ein Jahrhundert sp√§ter, 1916, bezog die Evangelische Gemeinde ihre eigene Kirche. Durch seine exponierte Hanglage dominiert der Bau das Bild der Stadt mehr als die katholische Kirche. Die Evangelische Stadtkirche ist ein Werk des ber√ľhmten Architekten Martin Elsaesser . Er bringt mittelalterlich anmutende Muster, Jugendstil -Elemente und die Formensprache der Neuen Sachlichkeit in Gleichklang. Der Kirchenraum ist als dreischiffige Wandpfeilerkirche gegliedert. Die Quertonnengew√∂lbe der Seitenschiffe strecken den Raum in die Breite, w√§hrend die Seitenemporen die L√§ngsachse strecken. An der halbhohen Wand hinter dem Altar befinden sich Wandgem√§lde von Rudolf Yelin . Das Schnitzwerk an der Kanzel erz√§hlt die Sch√∂pfungsgeschichte. Leider kaum zug√§nglich sind die vielgestaltigen Glasmalereien von K√§te Schaller-H√§rlin .

Bergkapelle

Bevor man sich dem Alten Rathaus n√§hert, lohnt ein Blick hinauf zur Bergkapelle oben auf dem Lindenhof, die Paul Mauser 1910 als Ersatz f√ľr die Bitzekapelle stiftete. Die klassizistische Rundkapelle wurde von Baumeister Wilhelm Rohr nach einem Entwurf von Prof. W.P. Laur errichtet. Sie weist eine ungefa√üte Kreuzigungsgruppe von strenger Bildlichkeit auf.

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus Oberndorf stammt in der heutigen Form aus dem Jahr 1783, im spätbarocken Stil errichtet vom Baumeister der Augustinerklosterkirche, Christian Großbayer . Mehrere Vorgängerbauten waren verschiedenen Stadtbränden zum Opfer gefallen. Ein steinerner Rathausbau an dieser Stelle ist seit 1497 belegt.

Wie in fr√ľheren Zeiten allgemein √ľblich, wurde im Rathaus der Handel mit Getreide, Brot und Salz abgewickelt; die Tore (rechts noch sichtbar) f√ľhrten zur Brotlaube und zur Getreideschranne. Im hinteren Teil lagerte Feuerl√∂schger√§t und waren Arrestzellen eingerichtet. Heute befindet sich eine Speiserestaurant im ersten Stock, sodass das alte Treppenhaus mit den Gem√§lden der Wappen der fr√ľheren Stadtherren zug√§nglich ist.

√Ąlter als der Rathausbau war der Brunnen davor. Der heutige Trog und die Brunnens√§ule sind ein Nachbau des in den 1970er-Jahren durch einen Unfall zerst√∂rten Originalbrunnen aus der Sp√§trenaissance um 1617.

Pfalz und Stadtmauer

Das Geb√§ude in der Kameralstra√üe wurde 1766 als Amtshaus, ebenfalls im Stil des Sp√§tbarock, erbaut, als der Freiherr von Pflummern das vorder√∂sterreichische Oberndorf als Pfandherrschaft nahm. Ob an diesem Platz wirklich die "Pfalz", also der in einer Urkunde aus dem Jahr 912 erw√§hnte K√∂nigshof lag, ist nicht gesichert. Vermutlich war es die Wohnung der Herz√∂ge von Teck. Dies wird best√§tigt durch Einzelfunde und Reste von sehr massiven Steinbauten aus fr√ľheren Jahrhunderten, die auch belegen, dass der Platz um die sogenannte Pfalz bereits seit karolingischer Zeit besiedelt war. M√∂glicherweise war dieser fr√ľhe Siedlungskern von einer Mauer und Graben umgeben. Rechtsgeschichtlich bedeutet dies, dass die Hofstatt der Pfalz als ein eigener Friedensbereich aufzufassen ist, in dem der "Burgfrieden" und das "Burgrecht" galten. Wenig sp√§ter √ľbernahmen die Stadtmauer und der Stadtgraben die gleiche Funktion. Unmittelbar neben dem Pfalzgeb√§ude trifft man auf die besterhaltenen Reste der Stadtmauer. Sie entstand im sp√§ten 13. Jahrhundert nach der Stadterhebung. Die 984 m lange Befestigung √∂ffnete sich an drei Toren: Obertor, Kirchtor und M√ľhlt√∂rle.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schw√§bisch-alemannische Fasnet (vgl. Narrenzunft Oberndorf )

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt liegt an der Autobahn A 81 mit der gleichnamigen Anschlu√üstelle. Auch die Bundesstra√üe B 14 f√ľhrt durch die Stadt.

Die Eisenbahnlinie Stuttgart-Singen (Hohentwiel)-Z√ľrich f√ľhrt durch das Stadtgebiet.

Ansässige Unternehmen

Gericht, Behörden und Einrichtungen

Oberndorf verf√ľgt √ľber ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Rottweil und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh√∂rt. Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Oberndorf des Bistums Rottenburg-Stuttgart, das zum Dekanatsverband Rottweil-Oberndorf geh√∂rt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1834 , Wilhelm Mauser , ‚Ć 1882 , Waffenkonstrukteur und Fabrikant
  • 1838 , 27. Juni , Paul Mauser , ‚Ć 29. Mai 1914 , Waffenkonstrukteur und Fabrikant
  • 1866 , 29. Juni , Ignaz Rohr , ‚Ć 7. Februar 1944 , Neutestamentler
  • 1877 , 21. November , Sigfrid Karg-Elert , ‚Ć 9. April 1933 , Orgelkomponist
  • 1930 , 3. M√§rz , Heiner Gei√üler, Politiker der CDU

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
R√∂ssle 72275 Alpirsbach http:// www.roessle-alpirsbach.de/  07444 / 95 60 40
Waldhorn 72275 Alpirsbach   07444 / 9 51 10
Adler 72275 Alpirsbach   07444 / 22 15
Gasthof Krone 72275 Alpirsbach   07444 / 26 52
Hotel-Gasthof Löwen 72175 Marschalkenzimmern http://www.hotel-gasthof-loewen.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 307455 / 9395-0
Schwanen-Post 72275 Alpirsbach http://www.schwanen-post.de/  0 74 44 / 22 05

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Wikipedia

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