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Letzte Änderung für Artikel Ravensburg: 19.02.2006 19:58

Ravensburg

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Wappen Karte
Wappen Karte Ravensburg in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : T√ľbingen
Region : Bodensee-Oberschwaben
Landkreis : Ravensburg
Gemeindeart Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 47' N, 09¬į 37' O
47¬į 47' N, 09¬į 37' O
H√∂he : 450 m √ľ. NN
Fläche : 92,04 km²
Einwohner : 49.129 (30. Sept. 2005)
Bevölkerungsdichte : 534 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 11,2 %
Postleitzahlen : 88181‚Äď88214 (alt: 7980)
Vorwahlen : 0751
Kfz-Kennzeichen : RV
Gemeindeschl√ľssel : 08 4 36 064
Stadtgliederung: Kernstadt und Ortschaften Eschach, Schmalegg, Taldorf
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marienplatz 26
88212 Ravensburg
Website: www.ravensburg.de
E-Mail-Adresse: rathaus@ravensburg.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Hermann Vogler ( CDU )
Landkreiskarte
Position von Ravensburg im Landkreis Ravensburg
Ansicht von Westen am Tag...
Ansicht von Westen am Tag...
... und in der Nacht
... und in der Nacht

Ravensburg ([ ňą ĀaňźvnŐ©sb ä Āk ] oder [ ňą ĀaňźfnŐ©sb ä Āk ]) ist eine Mittelstadt sowie Kreisstadt und gr√∂√üte Stadt des gleichnamigen Landkreises im s√ľdlichen Oberschwaben. Sie liegt im Schussental in der N√§he des Bodensees und wurde fr√ľher auch als "das Schw√§bische N√ľrnberg" bezeichnet. Seit 1. April 1956 ist Ravensburg Gro√üe Kreisstadt .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Burg Veitsburg (oberhalb der Altstadt von Ravensburg) liegt auf einem H√∂henr√ľcken, der das Schussental-Becken im Osten begrenzt. Dieses Becken ‚Äď das nicht durch die vergleichsweise kleine Schussen, sondern durch eine eiszeitliche Gletscherzunge geformt wurde, die sich von den Alpen √ľber den Bodensee nach Norden vorschob ‚Äď verengt sich bei Ravensburg, um sich n√∂rdlich von Weingarten wieder etwas zu weiten, bis es in das enge Schussen tobel √ľbergeht. N√∂rdlich des Burgbergs durchbricht die tief eingeschnittene Schlucht des Flappachtals den H√∂henr√ľcken. Das Flappachtal bietet eine vergleichsweise sanften Aufstiegsm√∂glichkeit ins Allg√§u, so dass hier schon fr√ľh eine f√ľr den Fernhandel wichtige Route nach Wangen im Allg√§u verlief.

Die Stadt Ravensburg entstand auf halber H√∂he unterhalb der Veitsburg auf dem Abhang zur Schussen hin; der Flappach wurde als Stadtbach teilweise durch die Stadt, teilweise durch den n√∂rdlichen Stadtgraben geleitet. Au√üerhalb der Stadtmauern befand sich im Flappachtal die M√ľhlenvorstadt und unterhalb der Stadt am Auslauf des Flappachs zur Schussen das Gerber- und F√§rberviertel Pfannenstiel. Auf dem der Stadt gegen√ľberliegenden Westhang des Schussentals befand sich im Mittelalter die Galgenhalde genannte Richtst√§tte sowie n√∂rdlich davon das Sennerbad. Oberhalb davon entstand Mitte des 20. Jahrhunderts das Neubaugebiet ‚ÄěWeststadt‚Äú.

Gleichzeitig wuchs die Stadt nach Norden und S√ľden hin, so dass sich auf der Ostseite des Schussentals ein durchgehendes Siedlungsband von Baindt im Norden √ľber Baienfurt, Weingarten und Ravensburg bis Eschach im S√ľden gebildet hat.

Nachbargemeinden

Folgende St√§dte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ravensburg. Sie werden im Uhrzeigersinn von West √ľber Nord nach S√ľd aufgez√§hlt:

Horgenzell, Weingarten, Schlier, Gr√ľnkraut und Bodnegg (alle Landkreis Ravensburg) sowie Tettnang, Meckenbeuren, Friedrichshafen und Oberteuringen (alle Bodenseekreis).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Ravensburgs besteht aus der Kernstadt (mit der historischen Altstadt und Stadterweiterungen im Norden, S√ľden und Osten sowie dem Neubaugebiet Weststadt) und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten ehemaligen Gemeinden Adelsreute im S√ľdwesten, Eschach im S√ľden, Schmalegg im Westen und Taldorf im S√ľdwesten der Kernstadt.

Die eingegliederten Gemeinden sind (mit Ausnahme von Adelsreute, das zu Taldorf geh√∂rt) heute zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung, das hei√üt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu w√§hlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jedem der Ortschaften gibt es eine Ortsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort", dessen Leiter der Ortsvorsteher ist.

Zu fast allen Stadtteilen und zur Kernstadt gehören noch viele räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen:

  • in der Kernstadt: Albertshofen, Allewinden, Bibenloch, Brielh√§usle, B√ľchel, Burach, Deisenfang, Ergathof, Felz, Friedberg, Heimbrand, Hinzistobel, Hochberg, Hochweiher, H√∂ll, Hub, Ittenbeuren, Karmeliterhof, Knollengraben, Krebsergut, Krebser√∂sch, Langgut, Locherhof, Lumper, Molldiete, Neubau, Pelzm√ľhle, St. Christina, Schmalzgrub, Strauben, Ummenwinkel, Veitsburg, Vogelh√§usle
  • zu Eschach: Aich, Bauren, Benzenhof, Blaser, Bottenreute, Brugger, Fidazhofen, Fildenmoos, Furt, Gornhofen, Gutenfurt, H√∂llholz, H√ľttenberg, Karrer, Kemmerlang, K√∂gel, Lachen, Mariatal, Neuberg, Obereschach, Oberhofen, Obersulgen, Obertennenmoos, Rahlen, Rasthalde, Schw√§rzach, Sickenried, Strietach, Tennenmoos, Teuringer, Torkenweiler, Untereschach, Vordersolbach, Waidenhofen, Weiherstobel, Weingartshof, Wei√üenau
  • zu Schmalegg: Aich, Aulwangen, B√§che, Bernhofen, Briel, Brielh√§usle, Bronnetsholz, Burgm√ľhle, Buttenm√ľhle, Eschau, Funkenhausen, Ganter, Geratsberg, Greckenhof, Gringen, Hagenbach, Hasenwinkel, Hinterwei√üenried, Hochst√§tt, H√ľbscher, J√§gerhaus, Kr√§henhof, K√ľbler, Lu√ü, Mocken, M√ľhlsteig, Nessenbach, Nestb√ľhl, Neuaulwangen, Neuhagenbach, Oberhagenbach, Obermeckenhof, Okatreute, Schlegel, Schmucker, Schwarzensteg, Trutzenweiler, Untermeckenhof, Unterwaldhausen, Unterwolfsberg, Vorderwei√üenried, Wippenreute, Wolfsberg, Zinsl√§nder
  • zu Taldorf: Adelsreute, Albersfeld, Alberkirch, Bandeleshaus, Bavendorf, Bergle, Bonhausen, D√ľrnast, Eggartskirch, Erbenweiler, Ettmannsschmid, Georgshof, Herrgottsfeld, H√∂ll, Hotterloch, H√ľtten, Metzisweiler, Oberkl√∂cken, Oberweiler, Oberzell, Rappenhaushof, Rasthalde, Renauer, Reute bei Oberzell, Reute bei Taldorf, Riesenhof, Schaufel, Schuhmacher, Sederlitz, Segner, Unterkl√∂cken, Vogler, Waidhalden, Weiherhofbauer, Wernsreute.

Raumplanung

Ravensburg bildet zusammen mit Weingarten und Friedrichshafen das Oberzentrum der Region Bodensee-Oberschwaben. Dieses √ľbernimmt f√ľr den Einzugsbereich Ravensburg/Weingarten auch die Funktion des Mittelbereichs . Dieser umfasst die s√ľdlichen Gemeinden des Landkreises Ravensburg, im Einzelnen die St√§dte und Gemeinden Baienfurt, Baindt, Berg, Bodnegg, Fronreute, Gr√ľnkraut, Horgenzell, Schlier, Vogt, Waldburg, Weingarten, Wilhelmsdorf, Wolfegg und Wolpertswende.

Klimatische Verhältnisse

Durch die Lage in einem sich zum Bodensee hin weitenden Talbecken wird das lokale Klima sehr stark durch den Bodensee bestimmt. Der rund 250 m tiefe See hat in den meisten Jahren eine stark ausgleichende Wirkung auf das regionale Mikroklima, da er als jahreszeitlicher Temperaturspeicher wirkt. Daher fallen Winterfr√∂ste deutlich schw√§cher aus als im Umland; andererseits h√§lt der Winter auch l√§nger an, wenn der See in besonders kalten Wintern (wie zuletzt 1963 ) zufriert. Eine Nebenwirkung der W√§rmetemperierung sind die h√§ufigen Bodenseenebel in der kalten Jahreszeit, wenn die vom See heraufziehenden w√§rmeren und daher feuchteren Luftschichten auf die k√§ltere Umgebungsluft treffen. Wie das gesamte Voralpenland kennt auch Ravensburg das Ph√§nomen des F√∂hnwindes , der warme Luft aus dem Mittelmeergebiet √ľber die Alpen bringt, die dann als Fallwind ins Rheintal abf√§llt und √ľber den Bodensee auch Ravensburg erreicht. Mitunter erreicht der F√∂hn auch orkanartige Geschwindigkeiten. Die besonderen klimatischen Bedingungen haben jahrhundertelang den Weinbau trotz der H√∂henlage (zwischen 450 und 500 m √ľber NN) beg√ľnstigt; eine vor√ľbergehende Klimaverschlechterung im 19.Jhdt. bereitete dem aber ein Ende.

Geschichte

Gr√ľndung

Ravensburg wurde 1088 erstmals urkundlich erw√§hnt und war bis 1803 eine freie Reichsstadt . Der Kern der heutigen Stadt entstand nach aktuellem Wissensstand als Burgsassen -Siedlung unterhalb der m√§chtigen Stammburg der Welfen auf dem H√∂henr√ľcken zwischen Flappach- und Schussental.

Die erste Burg der Welfen stand in Altdorf-Weingarten, bevor sie um 1050 eine neue, gr√∂√üere Burg, die ‚ÄěRavensburg‚Äú, errichteten (heute Veitsburg nach der St. Veit geweihten Burgkapelle). Grabungsbefunde legen nahe, dass der Standort der Burg schon in der Keltenzeit als Fluchtburg planiert und vom Rest des H√∂henr√ľckens durch einen Graben abgetrennt worden war. Die welfische, sp√§ter staufische Burg nahm den hinteren Teil des Plateaus ein, w√§hrend der vordere als Turnierplatz diente.

Der letzte Welfe auf der Ravensburg war Welf VI., Herzog von Spoleto. Nach dem Tod seines Sohnes vermachte er das Schussengau mit Ravensburg und Altdorf per Erbvertrag seinem Neffen, dem Staufer Friedrich I. Barbarossa , und enttäuschte damit seinen anderen Neffen, Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen (der 1129 eventuell auf der Ravensburg geboren wurde). Fortan gehörte Ravensburg zum Hausbesitz der Staufer. Angeblich brach Konradin , der letzte Staufer, von hier zu seinem verhängnisvollen Italienzug auf.

Freie Reichsstadt

Mit dem Untergang der Staufer endete auch das Herzogtum Schwaben als politische K√∂rperschaft. Wie viele andere St√§dte Schwabens regierte sich Ravensburg fortan selbst, die Burg wurde Reichsbesitz. 1278 best√§tigte der Habsburger Kaiser Rudolf I. die reichsst√§dtischen Privilegien Ravensburgs. Auf der Burg sa√ü fortan der kaiserliche Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben. Zur √úberwachung der Vorg√§nge in der Reichsburg errichtete die Reichsstadt an der h√∂chsten Stelle des Stadtgebiets den √ľber 50 m hohen St.-Michaels-Turm, benannt nach der damals noch dort stehenden Michaelskapelle, der √§ltesten Kirche der Stadt. Im Volksmund hie√ü dieser Turm bald Mehlsack, als Verballhornung des offiziellen Namens wie auch unter Bezug auf die mehlwei√üe Farbe des Turms. Dass der Turm zeitweise auch als Mehlspeicher genutzt wurde, ist vermutlich ins Reich der Legenden zu verweisen. Heute ist ‚ÄěMehlsack‚Äú der offizielle Name dieses einzigen Rundturms der Stadtbefestigung.

Große Ravensburger Handelsgesellschaft und Stadterweiterungen

Im Sp√§tmittelalter war Ravensburg Sitz der Gro√üen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals f√ľhrenden deutschen Handelsgesellschaft , die in ganz Europa Niederlassungen hatte (noch vor den Fuggern ).

Die rasante wirtschaftliche Entwicklung hatte vor allem im 14. Jahrhundert zu mehrfachen Erweiterungen des Stadtgebiets gef√ľhrt. Am markantesten ist dabei die Einbeziehung der so genannten Unterstadt in die Stadtbefestigung und der Abri√ü der alten Stadtmauer zwischen den beiden Stadtteilen ( 1330 ‚Äď 1370 ). Dabei entstand auf der Fl√§che des alten, zugesch√ľtteten Stadtgrabens der heute noch das Stadtbild pr√§gende Platz ‚Äď heute Marienplatz genannt ‚Äď zwischen Frauentor im Norden und dem (im 19. Jahrhundert abgerissenen) K√§stlinstor im S√ľden.

Um 1530 ging die Gro√üe Ravensburger Handelsgesellschaft sang- und klanglos unter. Neben anderen Ursachen hatten die ‚ÄěRegenten‚Äú der Handelsgesellschaft wohl unzureichend auf die ver√§nderten Handelswege nach der Erschliessung Amerikas durch Kolumbus reagiert.

Reformation und Parität

Nach Einf√ľhrung der Reformation entwickelte sich ein parit√§tisches Regierungssystem (Gleichberechtigung und exakte √Ąmterverteilung zu gleichen Teilen zwischen Katholiken und Protestanten), was durch den Westf√§lischen Frieden 1648 f√ľr die vier so genannten Parit√§tischen Reichsst√§dte Ravensburg, Augsburg, Biberach an der Ri√ü und Dinkelsb√ľhl best√§tigt wurde und bis ins 19. Jahrhundert galt.

Die ohnehin schon ‚Äď unter anderem durch die Verlagerung der Handelsrouten nach Augsburg ‚Äď wirtschaftlich geschw√§chte Stadt erlebte im Drei√üigj√§hrigen Krieg einen starken Bev√∂lkerungsr√ľckgang vor allem durch Hunger und Seuchen . Davon erholte sie sich in den folgenden Jahrhunderten nur sehr langsam. Dadurch kam es bis in die Neuzeit zu keinen weiteren Stadterweiterungen, das Stadtbild blieb bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unver√§ndert.

Gegen Ende des Drei√üigj√§hrigen Krieges wurde auch die Burg √ľber der Stadt ‚Äď nun auch schon zur Unterscheidung von der Stadt Ravensburg Veitsburg genannt ‚Äď von schwedischen Truppen geschleift. Nur einige Wirtschaftsgeb√§ude blieben stehen. Der Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben residierte daher ab 1647 in Altdorf-Weingarten.

Ende der reichsstädtischen Selbständigkeit

1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die Reichsunmittelbarkeit der meisten Reichsst√§dte aufgehoben ( Mediatisierung ) und kirchlicher, bisher ebenfalls reichsunmittelbarer Grundbesitz verstaatlicht ( S√§kularisierung ). Beide Ma√ünahmen diente unter anderem der territorialen Entsch√§digung von Reichsf√ľrsten, die durch die napoleonischen Siege linksrheinische Gebiete verloren hatten.

Die Stadt wurde zun√§chst Bayern zugeschlagen. Da die umliegenden habsburgischen Lande zu W√ľrttemberg kamen, die Reichskl√∂ster Weingarten und Wei√üenau wiederum anderen Reichsf√ľrsten zugeordnet wurden, entstand eine Enklavensituation, die wirtschaftlich sehr abtr√§glich war. Erst 1810 kam Ravensburg nach einem Gebietstausch im Allg√§u ‚Äď best√§tigt durch den Wiener Kongress 1815 ‚Äď zum K√∂nigreich W√ľrttemberg, das zuvor auch schon die ausgedehnten Territorien von Weingarten (einschlie√ülich des heutigen Schlosses in Friedrichshafen) erworben hatte.

Ravensburg 1921
Ravensburg 1921

Neuzeitliche Entwicklungen

19. Jahrhundert

Mit der Zugeh√∂rigkeit zum K√∂nigreich W√ľrttemberg begann eine allm√§hliche wirtschaftliche Erholung. Die industrielle Entwicklung st√ľtzte sich vor allem auf die lange Tradition in der Nutzung der Wasserkraft. Bereits 1402 war in Ravensburg eine der ersten Papierm√ľhlen n√∂rdlich der Alpen entstanden; auch f√ľr andere industrielle Zwecke wurden seit langem Wasserm√ľhlen eingesetzt. Ein weiteres Standbein war die Textilherstellung. Mit dem Bau der Bahnstrecke Ulm‚ÄďFriedrichshafen trug ab 1847 dieses neue Verkehrsmittel erheblich zum Aufschwung bei.

Zwischen den Weltkriegen

Bau des Wohngebiets Mittelösch in der Weststadt, 1960er-Jahre
Bau des Wohngebiets Mittelösch in der Weststadt, 1960er-Jahre

Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts

Insbesondere seit den 1950er-Jahren wurde die Stadt in allen Richtungen durch Wohngebiete erweitert, deren gr√∂√ütes die Weststadt ist, die inzwischen den einwohnerreichsten Stadtteil bildet. Nachdem die Einwohnerzahl bereits in den 1930er Jahren die Grenze von 20.000 √ľberschritten hatte, wurde die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Gro√üen Kreisstadt erkl√§rt.

In den 1970er -Jahren wuchs die Stadt durch die Eingemeindung einiger D√∂rfer des Umlands, vor allem im S√ľden und Westen (die heutigen Ortsteile Eschach, Schmalegg und Taldorf).

1982 fanden in Ravensburg die Heimattage Baden-W√ľrttemberg statt.

Eingemeindungen

In die Stadt Ravensburg wurden folgende Gemeinden eingegliedert. Sie geh√∂rten vor der Kreisreform √ľberwiegend zum Landkreis Ravensburg, Adelsreute geh√∂rte bis 1. Januar 1969 noch zum Landkreis √úberlingen und wurde dann dem Landkreis Ravensburg eingegliedert.

  • 1939 : Weingarten (W√ľrttemberg) (seit 1946 wieder selbst√§ndige Stadt)
  • 1. Januar 1972 : Schmalegg
  • 1. Februar 1972 : Taldorf
  • 1. Februar 1974 : Eschach
  • 1. Oktober 1974 : Adelsreute

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand (jedoch ohne Weingarten 1939). Die Zahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1300 ca. 1.500
1500 ca. 4.500
1648 ca. 2.000
1789 3.381
1823 3.770
1855 5.961
1. Dezember 1871 ¬Ļ 8.433
1. Dezember 1880 ¬Ļ 10.550
1. Dezember 1900 ¬Ļ 13.453
1. Dezember 1910 ¬Ļ 15.594
16. Juni 1925 ¬Ļ 17.012
16. Juni 1933 ¬Ļ 18.930
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¬Ļ 21.995
13. September 1950 ¬Ļ 25.889
6. Juni 1961 ¬Ļ 31.269
27. Mai 1970 ¬Ļ 32.068
31. Dezember 1975 42.725
31. Dezember 1980 42.269
27. Mai 1987 ¬Ļ 43.913
31. Dezember 1990 45.650
31. Dezember 1995 46.620
31. Dezember 2000 47.768
30. September 2005 49.129

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Ravensburg geh√∂rte anfangs zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Allg√§u Landkapitel Ravensburg unterstellt. Eine Marienkirche wird bereits um 1250 als Filiale von Altdorf erw√§hnt. 1275 wurde sie Pfarrkirche und ab 1279 der Abtei Weingarten inkorporiert. 1340 bis 1380 wurde die Pfarrkirche Liebfrauen an der Stelle der alten Marienkirche neu erbaut, sp√§ter gab es mehrere Umbauen. Die Kirche blieb bis 1802 beim Kloster Weingarten. Im 14. Jahrhundert wurde St. Jodok als zweite Pfarrkirche Ravensburgs durch das Kloster Wei√üenau und dem st√§dtischen Rat erbaut. Sie war f√ľr die Unterstadt zust√§ndig und war bis 1802 dem Kloster Wei√üenau inkorporiert. Im Weiler St. Christina wurde im 13. Jahrhundert eine weitere Pfarrei errichtet, nachdem dort bereits im 12. Jahrhundert eine gleichnamige Kirche erw√§hnt ist, die 1253 neu erbaut wurde. Diese Pfarrei war f√ľr den S√ľden und Westen Ravensburgs zust√§ndig.

1544 wurde auf Druck der Z√ľnfte die Reformation eingef√ľhrt. Dabei gab es zun√§chst gro√üe Differenzen zwischen den Anh√§nger Martin Luthers und Zwinglis. Doch konnten sich die Lutheraner schlie√ülich durchsetzen. Ferner gab es auch Anh√§nge von Caspar von Schwenkfeld. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ab 1547 regte sich jedoch Widerstand gegen die Reformation und es setzte eine Rekatholisierung gro√üer Teile der Bev√∂lkerung ein. Die Folge war eine faktische Parit√§t beider Konfessionen, die aber erst nach dem 30j√§hrigen Krieg 1649 formell festgelegt wurde. Zahlenm√§√üig hatten die Katholiken die Mehrheit. Die protestantische Gemeinde erhielt als Gotteshaus das Langhaus der Karmeliterkirche, die fortan als Stadtkirche bezeichnet wurde. Der Chor der Kirche blieb jedoch bis 1806 noch im Besitz des Karmeliterordens, der bereits 1349 gegr√ľndet worden war. Weitere Kl√∂ster im Stadtgebiet waren das Franziskanerinnenkloster St. Michael (13. Jahrhundert) und das Kapuzinerkloster (gegr√ľndet 1629). 1806 wurden die drei Kl√∂ster s√§kularisiert. Weitere kirchliche Einrichtungen waren das Spital zum Hl. Geist, das im 15. Jahrhundert erbaut wurde (Spitalkapelle von 1498), die Kapelle St. Leonhard (bereits im 15. Jahrhundert profaniert) und die M√ľhlbrugg-Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die 1812 abgebrochen und 1929 neu erbaut wurde.

Die katholischen Gemeinden geh√∂rten bis 1802 noch zum Bistum Konstanz. 1808 wurden die Gemeinden dem Ordinariat Ellwangen unterstellt, aus dem 1821/27 das neu gegr√ľndete Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) hervorging. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden zu den drei bisherigen katholischen Gemeinden (Liebfrauen, St. Jodok und St. Christina) noch zwei weitere Gemeinden, Christus K√∂nig (Kirche von 1952) und Zur heiligsten Dreifaltigkeit (Kirche von 1965). Weitere katholische Kirchengemeinden gibt es in den Stadtteilen und zwar St. Columban Bavendorf (1737 neu erbaut auf Resten der Vorg√§ngerkirche), St. Antonius von Padua Oberzell (1974 erbaut, alte Kirche St. Maria von 1749/50), St. Nikolaus Schmalegg (erbaut 1702, doch ist eine Kapelle schon 1477 erw√§hnt), St. Petrus Taldorf und St. Petrus (1746 neu erbaut, der Turm ist im Kern noch aus dem 13. Jahrhundert) und Paulus Wei√üenau (ehem. Klosterkirche). Zur Pfarrei Taldorf geh√∂ren auch die Katholiken aus Adelsreute. Die Katholiken aus Eschach geh√∂ren zu verschiedenen Nachbargemeinden. Ferner gibt es in einigen Stadtteilen Ravensburg noch weitere katholische Filialkirchen oder Kapellen, z.B. St. Walburg und Ottilia Gornhofen (erbaut 1729/46 unter Einbeziehung eines Vorg√§ngerbaus), St. Maria und Nikolaus Mariatal (romanisch mit sp√§teren Ver√§nderungen und T√ľrmchen von 1765), St. Johann Obereschach (1750/52 mit romanischen Resten), St. Georg Untereschach (1616), St. Gallus Eschau (sp√§tgotisch mit Umbauten im 17. Jahrhundert), Kapelle zur Schmerzhaften Mutter Gottes Alberskirch (14. Jahrhundert, erneuert 1727, war bis ca. 1600 noch Pfarrkirche, seither Filiale von Taldorf), St. Isidor Eggartskirch (1739/45 auf √§lteren Resten) und St. Gallus Wernsreute (13. Jahrhundert).

Alle katholischen Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Ravensburg des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Die evangelische Kirchengemeinde Ravensburg blieb bis 1802 selbst√§ndig und wurde dann in die Evangelische Landeskirche in W√ľrttemberg eingegliedert. Ravensburg wurde dann Sitz eines Dekanats. Die evangelische Stadtkirche Ravensburg erhielt 1842/45 einen Turm. Eine zweite evangelische Kirche gab es bereits ab 1628. Dabei handelte es sich um ein ehemaliges Kornhaus, das zur Dreifaltigkeitskirche umgebaut worden war. Diese Kirche wurde aber 1852 abgebrochen. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden dann zwei weitere Kirchengemeinden, die Johannesgemeinde mit Kirche von 1963 f√ľr die Weststadt und die Kirchengemeinde Eschach f√ľr die s√ľdlichen Stadtteile Ravensburg. Diese drei Kirchengemeinden bilden heute die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg, zu der auch die Protestanten nahezu aller Stadtteile geh√∂ren. Lediglich Bavendorf hat noch eine eigene Kirchengemeinde. Die zugeh√∂rige Kirche wurde urspr√ľnglich 1887 erbaut, die heutige stammt jedoch aus dem Jahr 1926. Diese Gemeinde war zun√§chst Filiale von W√§lde-Winterbach und hat seit 1968 eine eigene Pfarrei. Alle genannten evangelischen Kirchengemeinden geh√∂ren zum Dekanat Ravensburg. Ferner gibt es in Ravensburg den Hensoltsh√∂her Gemeinschaftsverband e.V. (Landeskirchliche Gemeinschaft Ravensburg).

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Ravensburg auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde) und die BFP Freie Christengemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Ravensburg vertreten.

Weiterhin gibt es zwei islamische Gemeinden in Ravensburg.

Politik

Die Stadt Ravensburg ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Mittleres Schussental.

Gemeinderat

Bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU - 41,88 - 17 Sitze
  • GR√úNE - 16,61 - 6 Sitze
  • SPD - 16,27 - 6 Sitze
  • FW - 15,48 - 6 Sitze
  • B√ľrger und B√ľrgerinnen f√ľr Ravensburg - 9,77 - 3 Sitze

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt Ravensburg standen ab dem 13. Jahrhundert der Ammann, der bis 1348 das alleinige Stadtoberhaupt war, dann gab es den B√ľrgermeister, der Ammann war dann nur noch Vorsitzender des Gerichts. Um 1220 ist auch ein Rat genannt. 1531 erhielt die Stadt eine neue Ratsordnung. Somit gab es drei B√ľrgermeister, die mit zwei geheimen R√§ten den Geheimen Rat bildeten. Nach dem 30j√§hrigen Krieg gab es zwei B√ľrgermeisetr und vier geheime R√§te, die parit√§tisch (evangelisch und katholisch) besetzt waren. 1803 wurde die bayerische und ab 1810 die w√ľrttembergische Verwaltung eingesetzt. Danach gab es einen Stadtschulthei√ü und den Rat. Seit 1935 wurde aus dem Stadtschulthei√ü der B√ľrgermeister, der seit der Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt 1956 die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister tr√§gt. Heute wird der Oberb√ľrgermeister f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Der Oberb√ľrgermeister hat zwei Beigeordnete als hauptamtliche Stellvertreter. Der Erste Beigeordnete tr√§gt die Amtsbezeichnung "Erster B√ľrgermeister", der Zweite Beigeordnete tr√§gt die Amtsbezeichnung "B√ľrgermeister".

Die B√ľrgermeister bzw. Oberb√ľrgermeister seit 1804:

  • 1804 ‚Äď 1819 Josef Emanuel von Ortlieb
  • 1804 ‚Äď 1817 Johann Jakob Merkel
  • 1819 ‚Äď 1820 Johann Jakob Motz
  • 1821 ‚Äď 1856 Franz von Zwerger
  • 1856 ‚Äď 1863 Karl Friedrich Zaisser
  • 1863 ‚Äď 1870 Jakob Halder
  • 1870 ‚Äď 1880 Albert Khuen
  • 1880 ‚Äď 1885 Anton Schule
  • 1886 ‚Äď 1904 Martin Springer
  • 1904 ‚Äď 1921 Andreas Reichle
  • 1922 ‚Äď 1932 Hans Mantz
  • 1932 ‚Äď 1945 Rudolf Walzer
  • 1945 ‚Äď 1946 Ludwig Steimle
  • 1946 ‚Äď 1966 Dr. Albert Sauer
  • 1966 ‚Äď 1987 Karl W√§schle
  • seit 1987 Hermann Vogler

Wappen

Stadtwappen am Rathauserker von 1571
Stadtwappen am Rathauserker von 1571

Das Motiv des Stadtwappens von Ravensburg ist 1267/1268 erstmals auf Stadtsiegeln belegt. Es zeigt ein offenes Stadttor zwischen zwei Wehrt√ľrmen und symbolisiert damit zugleich Wehrhaftigkeit und Offenheit der Freien Reichsstadt.

Wappenbeschreibung: In Silber auf gemauerter Konsole eine doppelt√ľrmige blaue Burg mit hochgezogenem Fallgatter; zwischen den Zinnent√ľrmen ein blauer Schild, darin ein silbernes Kreuz mit Tatzenenden.

Vom 19. Dezember 1940 bis zum Fr√ľhjahr 1946 f√ľhrte die Stadt Ravensburg ein leicht abge√§ndertes Wappen, auf dem statt dem blauen Schild mit silbernem Kreuz ein roter Welfenl√∂we mit einem roten Schildchen (mit silbernem Querbalken) dargestellt war. Diese Farben und Symbole entstammen dem Wappen der damals eingemeindeten Nachbarstadt Weingarten.

Die Ravensburger Ortschaften f√ľhren kein amtliches eigenes Wappen, verwenden aber inoffiziell die Wappen der ehemals selbst√§ndigen Gemeinden Eschach, Schmalegg und Taldorf (dort zusammen mit dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Adelsreute).

Flagge

Die Stadtflagge ist blau-weiß und wird meist mit dem Stadtwappen verwendet.

Städtepartnerschaften

Ravensburg unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

  • seit 1964 : Mont√©limar ( Frankreich )
  • seit 1983 : Rivoli ( Italien )
  • seit 1989 : Brest ( Wei√ürussland ); diese Partnerschaft besteht gemeinsam mit Weingarten, Baienfurt, Baindt und Berg (Schussental)
  • seit 1990 : Coswig, Sachsen
  • seit 1993 : Rhondda Cynon Taff , Wales ( Vereinigtes K√∂nigreich )
  • seit 1993 : Huehuetenango ( Guatemala ); inoffiziell
  • seit 2002 : VaraŇĺdin ( Kroatien )

Partnerschaftliche Beziehungen von Ortsteilen:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ravensburg liegt an einem Kreuzungspunkt der Bundesstra√üen B 30, B 32 und B 33 etwa 15 km n√∂rdlich von Friedrichshafen, wo ein Verkehrsflughafen zur Verf√ľgung steht. Ravensburg verf√ľgt seit 1847 √ľber einen Bahnhof an der S√ľdbahnstrecke Ulm‚ÄďFriedrichshafen, die Teil der so genannten Schw√§bischen Eisenbahn und damit der √§ltesten Bahnstrecke W√ľrttembergs ist. Die n√§chsten Autobahnzug√§nge liegen bei Ulm (A 7, A 8) und bei Lindau ( A 96 ). Ravensburg geh√∂rt dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Straßenbahn Ravensburg - Weingarten - Baienfurt

Im Jahre 1888 wurde eine 4,2 km lange dampfgetriebene Stra√üenbahnstrecke (Spurweite 1000 mm) zwischen Ravensburg und Weingarten er√∂ffnet, die 1910 elektrifiziert wurde. 1911 erfolgte eine 2,4 km lange Erweiterung bis Baienfurt. Am 23. Februar 1959 wurde die Strecke Ravensburg‚ÄďWeingarten stillgelegt, im Juni 1959 folgte die Reststrecke Weingarten‚ÄďBaienfurt.

Ansässige Unternehmen

Der Name der Stadt ist nicht zuletzt durch die hier ans√§ssige Firmengruppe Ravensburger AG weltber√ľhmt geworden. International bekannt und erfolgreich sind besonders die Produkte der Ravensburger Spieleverlag GmbH und ihrer zahlreichen Schwesterunternehmen, die u. a. Gesellschaftsspiele und Puzzles herstellen, der vor allem f√ľr Kinder- und Jugendb√ľcher bekannte Ravensburger Verlag sowie das Ravensburger Spieleland (in der Nachbargemeinde Meckenbeuren).

Tekrum (die Theodor Krumm GmbH & Co. KG) ist ein √ľber die Grenzen der Stadt hinaus bekannter Hersteller von ‚ÄěPremium-Geb√§ck-Spezialit√§ten‚Äú. Seit Januar 2005 ist Tekrum eine hundertprozentige Tochter des Griesson-de Beukelaer-Konzerns.

OMIRA (Oberland Milchverwertung Ravensburg GmbH) ist Hersteller von Milchprodukten aller Art, die zum Teil in ganz Deutschland und Teilen Europas erhältlich sind. Letzteres trifft insbesondere auf die unter der Marke MinusL vertriebene laktosefreie Milch zu.

Ansonsten ist die Region stark vom Maschinenbau gepr√§gt, der sich aus der ausgepr√§gten M√ľhlentradition (Korn-, Papier-, S√§ge- und andere M√ľhlen) und dem Bedarf der fr√ľhindustriellen Papier- und Textilindustrie entwickelt hat. Wichtigste Vertreter dieser Branche in Ravensburg sind die heute zu Voith bzw. VA Tech geh√∂renden Unternehmen, die aus dem 1856 er√∂ffneten Betrieb des Schweizer Escher-Wyss-Konzerns (seit 1969 Sulzer ) hervorgegangen sind. Weitere Maschinenbauunternehmen sind u. a. die Arnold GmbH & Co, die Bezner Maschinen GmbH, die LCM-Schokoladenmaschinen GmbH, die Rugel Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und die Schuler Konstruktionen GmbH & Co.

Erw√§hnenswert sind au√üerdem der Automobilzulieferer Nothelfer GmbH (ein Unternehmen der ThyssenKrupp Automotive ), die Verpackungshersteller Autobar Packaging (fr√ľher Zach Verpackungen) und Moosmann & Co. , die Werkzeugfabrik Hawera Probst und das aus einer traditionsreichen Ravensburger Apotheke hervorgegangene Pharmaunternehmen Vetter Pharma .

Die Firmen pro solar Energietechnik GmbH und Pro Solar Solarstrom GmbH sind bedeutende Anbieter von thermischen Solaranlagen bzw. photovoltaischen Anlagen .

Die im Teilort Schmalegg ansässige Firma Carthago ist ein bekannter Hersteller von Wohnmobilen .

In den 1920er -Jahren erlangte die Firma Hermann Spohn mit exkluxiven Karosserien, die meist auf Maybach -Fahrgestelle montiert wurden, einiges Ansehen. Verschiedene Mitglieder der Industriellenfamilie Spohn ‚Äď t√§tig in der Textil-, Maschinenbau- und Baubranche ‚Äď traten in Ravensburg seit Ende des 19. Jahrhunderts als gro√üz√ľgige Spender auf und stifteten u. a. das Konzerthaus und das Geb√§ude f√ľr das humanistische Gymnasium, heute Spohn-Gymnasium. Auf dem Hauptfriedhof hat die Familie eines der aufw√§ndigsten Familiengr√§ber.

Das Munzinger-Archiv ist ein Anbieter von politischen, statistischen und biographischen Daten insbesondere f√ľr Presse und Rundfunk, die online im Internet sowie als Loseblattwerke vertrieben werden.

Die dwp eG ist ein 1988 von mehreren Weltl√§den in der Region Oberschwaben gegr√ľndeter Importeur von Fairen Handel -Produkten. dwp vertreibt seine Waren √ľber Weltl√§den, Regionalverteiler, Gro√üverbraucher und Naturkostl√§den in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, Luxemburg , Frankreich , Schweiz , Tschechien und √Ėsterreich .

F√ľr Informationen zum Rundfunksender ‚ÄěRavensburg‚Äú siehe: Horgenzell

Radioteleskop Weißenau

Im Stadtteil Weißenau wurde 1960 ein Radioteleskop mit 26 Meter Durchmesser errichtet. Die radioastronomischen Beobachtungen wurden 1992 eingestellt und die Anlage ist inzwischen demontiert.

Landwirtschaft

Im Mittelalter wurde an den H√§ngen des Schussentals Wein angebaut. Im Laufe der zweiten H√§lfte des 19. Jahrhunderts wurden aber die meisten Weinberge aufgelassen; angeblich verdr√§ngten Importweine den einheimischen Wein, der qualitativ nicht mithalten konnte. Inwieweit die sich damals ausbreitende Reblaus oder der zunehmende Bierkonsum hierbei auch eine Rolle spielten, ist derzeit nicht bekannt. Heute herrschen dagegen ‚Äď vor allem im S√ľden der Stadt ‚Äď Obstbau und Hopfeng√§rten vor, jedoch wird vereinzelt immer noch Wein angebaut.

Medien

Die Schwäbische Zeitung sowie das Wochenblatt betreiben in Ravensburg eine Lokalredaktion.

In Ravensburg befinden sich au√üerdem Sendestudios der Radiosender Radio 7 und SWR4 Baden-W√ľrttemberg sowie ein B√ľro des Regionalfernsehsenders Euro 3 Bodenseefernsehen .

Behörden, Gerichte und Einrichtungen

Als Kreisstadt des Landkreises Ravensburg beherbergt Ravensburg dessen Verwaltung. Ravensburg ist Sitz einer Agentur f√ľr Arbeit . Das Finanzamt Ravensburg hat seinen Sitz in Weingarten.

Ravensburg ist Sitz des Amtsgerichts Ravensburg, des Landgerichts Ravensburg, verschiedener Kammern des Arbeitsgerichts Ulm, der Staatsanwaltschaft Ravensburg sowie der Justizvollzugsanstalt Ravensburg im Stadtteil Hinzistobel.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Ravensburg der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg und des Dekanatsverbands Ravensburg-Waldseee des Bistums Rottenburg-Stuttgart, dem die Dekanate Ravensburg und Waldsee angeh√∂ren.

Die Deutsche Bundesbank hatte bis 31.03.2005 eine Niederlassung in Ravensburg.

Bildungseinrichtungen

Hoch- und Fachschulen

Ravensburg beherbergt eine der acht Berufsakademien in Baden-W√ľrttemberg ( Berufsakademie Ravensburg ). Ferner gibt es eine Schule f√ľr Gestaltung (Freie Kunstschule), ein Institut f√ľr Soziale Berufe Ravensburg in katholischer Tr√§gerschaft sowie eine Zweigstelle der W√ľrttembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie.

Die Hochschule Ravensburg-Weingarten hat ihren Sitz in Weingarten.

Schulen und Kindergärten

In Ravensburg gibt es drei städtische allgemein bildende Gymnasien (Albert-Einstein-Gymnasium, Spohn-Gymnasium, Welfen-Gymnasium), eine Realschule , zwei Grund- und Hauptschulen (GHS Obereschach und Grund- und Hauptschule Oberzell), zwei selbständige Hauptschulen (Hauptschule Kuppelnau und Hauptschule Neuwiesen), sechs selbständige Grundschulen (Grundschule Klösterle, Kuppelnau, Neuwiesen, Schmalegg, Weißenau und Weststadt) und eine Förderschule .

Der Landkreis Ravensburg ist Tr√§ger der drei Beruflichen Schulen (Edith-Stein-Schule - Haus- und Landwirtschaftliche Schule, unter anderem mit Ern√§hrungswissenschaftlichem, Agrarwissenschaftlichem und Biotechnologischem Gymnasium, Gewerbliche Schule, unter anderem mit Technischem Gymnasium und Humpisschule - Kaufm√§nnische Schule, unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium) sowie der Martinusschule f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten.

Ferner gibt es die Staatliche Schule f√ľr Kranke Weissenau am Zentrum f√ľr Psychiatrie, eine Krankenpflegeschule am Zentrum f√ľr Psychiatrie Weissenau und eine Fachschule f√ľr Landwirtschaft.

Ravensburg beherbergt daneben eine Reihe von Privatschulen, darunter das Bildungszentrum St. Konrad FKS mit Grund-, Haupt- und Realschule sowie dem Katholischen Freien Gymnasium St. Konrad, die Theresia-Gerhardinger-Grund- und Realschule (ehemals "Kl√∂sterle"), eine Freie Waldorfschule, eine Abendrealschule, das Institut f√ľr sozialp√§dagogische Berufe, die Josef-Wilhelm-Schule (Private Berufsschule des Berufsbildungswerks Adolf Aich), das Kolping-Kolleg (mit Kolping-Abendgymnasium und Kolping-Berufskolleg), die Krankenpflegeschule und Kinderkrankenpflegeschule am Krankenhaus St. Elisabeth, die Krankenhausschule St. Nikolaus, die Private Kaufm√§nnische Schule Schindele und die H√∂r-Sprachzentrum gGmbH mit Heimsonderschule f√ľr Geh√∂rlose, Schwerh√∂rige und Sprachbehinderte.

Daneben bietet Ravensburg insgesamt 1.700 Kindergartenpl√§tze in 32 Kinderg√§rten in √∂ffentlicher, kirchlicher oder privat-gemeinn√ľtziger Tr√§gerschaft (darunter unter anderem ein Waldorf-Kindergarten sowie ein Waldkindergarten ) und erf√ľllt damit die gesetzlichen Vorgaben. 11 Einrichtungen in Ravensburg und Weingarten bieten dar√ľber hinaus Betreungspl√§tze f√ľr Kinder unter drei Jahren an.

Soziale Einrichtungen

Zum K√∂rperbehinderten-Zentrum Oberschwaben (KBZO), gegr√ľndet durch eine Elterninitiative, geh√∂ren sowohl Wohnheime als auch Werkst√§tten.

Ihren Ursprung in der Sozialarbeit der katholischen Kirche haben das Berufsbildungswerk Adolf Aich und die Einrichtungen der Behinderten- und Altenhilfe der Stiftung Liebenau.

Dar√ľber hinaus unterh√§lt die aus der evangelischen Sozialarbeit entstandene BruderhausDiakonie Einrichtungen der Altenhilfe und der Sozialpsychiatrie. Die Zieglerschen Anstalten betreiben ein Sprachheilzentrum und bieten Betreutes Wohnen (Behindertenhilfe) an.

Krankenhäuser

Ravensburg ist Sitz des Krankenhauses ‚ÄěSt. Elisabeth‚Äú mit Abteilung f√ľr Kinder- und Jugendmedizin ‚ÄěSt. Nikolaus‚Äú und des Heilig-Geist-Spitals (geriatrischer Schwerpunkt), die unter Tr√§gerschaft der gr√∂√ütenteils landkreiseigenen Oberschwabenklinik gGmbH stehen.

Im ehemaligen Kloster Wei√üenau und umliegenden Neubauten ist das Zentrum f√ľr Psychiatrie "Die Wei√üenau" (Anstalt des √∂ffentlichen Rechts unter Gew√§hrstr√§gerschaft des Lands Baden-W√ľrttemberg) untergebracht. Im nahen Rahlenhof, der ehemaligen Sommerresidenz der Wei√üenauer √Ąbte, wird eine zugeh√∂rige Fachlinik f√ľr abh√§ngigkeitskranke M√§nner betrieben.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Stadt der T√ľrme und Tore

Das historische Stadtbild konnte trotz eines Teilabbruchs der alten Stadtmauer , deren Steine im 19. Jahrhundert zum Bau des Bahnhofs verwendet wurden, erhalten werden. Im Zweiten Weltkrieg blieb Ravensburg dank seiner strategischen und r√ľstungsindustriellen Bedeutungslosigkeit und auch dank eines gro√üen von Schweizern gef√ľhrten Versorgungszentrums des Roten Kreuzes von gr√∂√üeren Angriffen der alliierten Luftwaffe verschont. In den 1980er -Jahren wurde die Altstadt aufw√§ndig saniert und vom Durchgangsverkehr befreit.

Ravensburg nennt sich der vielen mittelalterlichen T√ľrme und Tore und der noch streckenweise erhaltenen historischen Stadtmauer (mit Resten alter Befestigungsanlagen) wegen auch Stadt der T√ľrme und Tore. Nur das K√§stlinstor (s√ľdliches Stadttor) wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. Die Steine dienten unter anderem zum Bau des Kirchturms der evangelischen Stadtkirche.

Sehensw√ľrdigkeiten

Marienplatz, Blaserturm mit Waaghaus (links) und Rathaus (rechts)
Marienplatz, Blaserturm mit Waaghaus (links) und Rathaus (rechts)
Veitsburg (links oben), Obertor (Mitte) und Mehlsack (rechts)
Veitsburg (links oben), Obertor (Mitte) und Mehlsack (rechts)
Konzerthaus
Konzerthaus
Ehemalige Abteikirche Weißenau
Ehemalige Abteikirche Weißenau
Ottmar Hörl: Das Blaue Haus
Ottmar Hörl : Das Blaue Haus
  • Die Historische Altstadt ist bis auf wenige Sanierungs-Baus√ľnden (vor allem der 1970er -Jahre) in weiten Teilen noch erhalten; der Marienplatz teilt sie in die Oberstadt, die vor allem durch gro√üe Patrizierh√§user gekennzeichnet ist, und die mit Ausnahme der Bachstra√üe weitgehend geometrisch angelegte Unterstadt mit kleineren Handwerker-H√§usern. Im Zentrum befindet sich das Ensemble aus Rathaus (mit reichgeschm√ľckten historischen Ratss√§len) und Waaghaus (st√§dtisches M√ľnz- und Eichamt sowie Kaufhalle) mit Blaserturm, dem das Lederhaus (Zunft- und Kaufhaus der Lederinnung) gegen√ľber liegt. Am s√ľdlichen Ende des Marienplatzes steht das Kornhaus, vormals Sitz der oberschw√§bischen Fruchtb√∂rse, heute Stadtb√ľcherei. Das Verkehrsamt mit dem Touristikb√ľro befindet sich im Weingartener Hof, dem ehemaligen Stadthaus des Reichsklosters Weingarten (W√ľrttemberg) an der Ecke Herren-/Kirchstra√üe gegen√ľber der Liebfrauenkirche am n√∂rdlichen Stadttor, dem Frauentor.

Die bekanntesten T√ľrme und Tore sind:

  • Mehlsack, 51 Meter hoher Turm, das Wahrzeichen der Stadt
  • Blaserturm, ebenfalls 51 Meter hoch; vor der Stadterweiterung im 14. Jahrhundert Teil der Stadtbefestigung, danach zentraler Wachturm in der Stadtmitte, in einem Sturm 1552 eingest√ľrzt und im italienischen Renaissancestil 1553 ‚Äď 1556 neu errichtet
  • Frauentor, Stadttor Richtung Norden
  • Obertor, Stadttor Richtung Osten
  • Sauturm oder Spitalturm, s√ľdwestlicher Eckturm der ehemaligen Stadtbefestigung, der als Stallung f√ľr das st√§dtische Heilig-Geist-Spital diente und daraus einen seiner beiden Namen ableitet
  • Untertor, Stadttor Richtung Westen
  • Gemalter Turm, nordwestlicher Eckturm mit aufw√§ndiger ornamentaler Bemalung
  • Gr√ľner Turm, nord√∂stlicher Eckturm der Unterstadt, durch die ehemalige st√§dtische Bauh√ľtte mit dem Frauentor verbunden; die Namensgebung geht auf die gr√ľn glasierten Dachziegel zur√ľck
  • Schellenbergerturm, nord√∂stlicher Eckturm der Oberstadt; auf Grund eines Blitzschlags mit nachfolgendem Brand teilweise zerst√∂rt, im Volksmund als Katzelieselesturm bekannt (nach einer legend√§ren Bewohnerin)
  • dazu kommen mehrere kleinere Turmbastionen, die als Gesch√ľtzstellungen die langen Seiten der Stadtmauer unterteilen, sowie die Kircht√ľrme der drei Altstadt-Kirchen (Liebfrauenkirche, Sankt-Jodok-Kirche und Evangelische Stadtkirche).

Weitere Sehensw√ľrdigkeiten:

  • Veitsburg, ehemals eine gro√üe Burg namens Ravensburg √ľber der Stadt. Sie wurde um 1050 zum Stammsitz der schw√§bischen Linie der Welfen (zuvor in Weingarten-Altdorf ans√§ssig), bevor sie durch Erbvertrag an den Staufer Friedrich Barbarossa fiel und nach Untergang der staufischen Dynastie in Reichsbesitz √ľberging. Der sp√§tere Name Veitsburg leitet sich von der Sankt Veit geweihten Burgkapelle ab. Im Drei√üigj√§hrigen Krieg wurde die Burganlage jedoch weitestgehend zerst√∂rt. Nur ein Teil des Bergfrieds blieb √ľbrig, der 1751 im Auftrag des Stadtrates durch Johann Caspar Bagnato zu einem Schl√∂sschen umgestaltet wurde. Arch√§ologische Funde legen nahe, dass das umgebende Plateau schon zu keltischer Zeit als Fluchtburg genutzt wurde und bereits damals planiert war.
  • Das Alte Theater in der Marktstra√üe, auch Brotlaube, ein barocker Multifunktionsbau mit Markthalle im Erdgescho√ü und st√§dtischem Theater (heute St√§dtische Galerie) im Obergescho√ü.
  • Humpisviertel, ein H√§userblock nahe dem Obertor, der einst der Familie Humpis geh√∂rte; wird derzeit saniert und zum Stadtmuseum umgebaut.
  • Konzerthaus, erbaut 1896‚Äď-1897 vom im mitteleurop√§ischen Theaterbau f√ľhrenden Wiener B√ľro Fellner & Helmer (Architekt: Ferdinand Fellner d. J. )
  • die barocke ehemalige Pr√§monstratenserabtei Wei√üenau in der s√ľdlichen Ortschaft Eschach
  • Das Blaue Haus, eine Plastik von Ottmar H√∂rl am westlichen Stadteingang ( B 33 )

Weitere Kirchen siehe Abschnitt Religionen.

Sport

Der EV Ravensburg spielt nach kurzem Aufenthalt in der zweiten Eishockey-Liga derzeit in der Eishockey - Oberliga .

Die U20männlich des TSB Ravensburg (Abteilung Baketball) spielt seit der Saison 2005 in der Jugend Oberliga, der höchsten Spielklasse Deutschlands.

Regelmäßige Veranstaltungen

Rutenfest

Darstellung eines Transports der mittelalterlichen Großen Ravensburger Handelsgesellschaft beim Rutenfestzug
Darstellung eines Transports der mittelalterlichen Großen Ravensburger Handelsgesellschaft beim Rutenfestzug

Die Hingabe, mit der die Ravensburger und ehemaligen Ravensburger dieses Fest f√ľnf Tage lang feiern, geht oft weit √ľber √§hnliche st√§dtische Volksfeste hinaus. Nur halb im Scherz wird das Rutenfest daher gern auch als Ravensburger Nationalfeiertag bezeichnet. Die T√ľrme und H√§user der Altstadt, aber auch die meisten Privath√§user selbst in modernen Wohngebieten und sogar viele Autos sind mit tausenden von Fahnen in den st√§dtischen Farben blau-wei√ü geschm√ľckt. Trommelgruppen der Ravensburger Schulen (seit dem 17. Jahrhundert belegt) und andere Trommelgruppen sowie Fanfarenz√ľge ziehen durch die Stadt, um die Familien Ihrer gegenw√§rtigen und ehemaligen Mitglieder sowie Freunde und F√∂rderer "anzutrommeln", so dass die Stadt tagelang von allgegenw√§rtigem Trommelklang und vielen privaten Gartenfesten gepr√§gt ist.

Die offiziellen Programmpunkte, die von der Rutenfestkommission in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stadtverwaltung veranstaltet werden, ziehen auch viele Besucher aus der Region an.

Sch√ľtzenk√∂nig beim Adlerschie√üen 2004
Sch√ľtzenk√∂nig beim Adlerschie√üen 2004

Höhepunkte des Rutenfests sind

  • der Frohe Auftakt in der Altstadt mit zehntausenden Besuchern
  • die Vorstellungen des von Sch√ľlern dargebotenen Rutentheaters (seit 1697 belegt)
  • der Historische Rutenfestzug durch die historische Altstadt Ravensburgs mit ca. 5.500 Mitwirkenden
  • die Schie√üwettbewerbe f√ľr Sch√ľlerinnen und Sch√ľler, deren √§ltester das von Sch√ľlern selbst organisierte Adlerschie√üen ist (seit 1823 belegt, zuletzt etwa 1000 Teilnehmer). Beim Adlerschie√üen schie√üen Gymnasiasten mit der Armbrust auf die Insignien und Federn eines h√∂lzernen, eink√∂pfigen Reichsadlers ; Sch√ľtzenk√∂nig ist der Sch√ľtze des Reichsapfels . Seit 2003 existiert auch ein Schie√üwettbewerb f√ľr die Gymnasiastinnen, der parallel zum Adlerschie√üen der Jungen stattfindet. Au√üerdem gibt es ein Bogenschie√üen der Realsch√ľler und Realsch√ľlerinnen und ein Armbrustschie√üen der Hauptsch√ľler und Hauptsch√ľlerinnen (Wappenschie√üen).
  • Beim Altenschie√üen alle f√ľnf Jahre kommen tausende ehemaliger Ravensburger Gymnasiasten aller Altersstufen aus nah und fern nach Ravensburg, um bei einem eigenen Schie√üwettbewerb erneut auf den Adler zu zielen. Auch beim Bogenschie√üen gibt es inzwischen ‚Äď gegen√ľber dem Altenschie√üen auf den Adler um ein Jahr verschoben ‚Äď einen eigenen Schie√üwettbewerb der Ehemaligen. In diesen ‚ÄěAltsch√ľtzenjahren‚Äú reisen auch viele nach √úbersee ausgewanderte Ravensburger wieder in ihre ehemalige Heimat zur√ľck.
  • der mittlerweile zur Tradition gereifte Auftritt am Rutendienstag des sehr gesch√§tzten Uwe, der in der Mittagssonne das Publikum im B√§rengarten mit Liedern von Frank Sinatra begl√ľckt. Hierbei tr√§gt auch stets die musikalische Unterst√ľtzung von Rudi H√§mmerle & Band zu einem gelungenen Auftritt bei.

Siehe auch: Ravensburger Rutenfest

Fasnet

Papierkrattler der Schwarze-Veri-Zunft
Papierkrattler der Schwarze-Veri-Zunft

Seit den 1960er -Jahren wird in Ravensburg auch wieder die mit Einf√ľhrung der Parit√§tsverfassung abgeschaffte schw√§bisch-alemannische Fasnet mit Umz√ľgen und typischen Masken gefeiert. Treibende Kraft ist die nach einem R√§uber des 19. Jahrhunderts benannte Schwarze-Veri-Zunft mit R√§ubern, Hexenlieseln und Papierkrattlern (einer Figur, die auf die fr√ľhe Papiermacherei in Ravensburg ab 1402 Bezug nimmt und die angebliche Hochn√§sigkeit der Papiermacher karikiert). Hauptanziehungspunkt ist der gro√üe Narrensprung am Fasnetsmontag , an dem auch viele Z√ľnfte der Umgebung teilnehmen. Die Schwarze-Veri-Zunft ist Mitglied des Alemannischen Narrenrings. In allen Ravensburger Teilorten gibt es ebenfalls Narrenz√ľnfte.

Schon 1908 wurde die Fasnetsgesellschaft Milka e. V. gegr√ľndet, die sich aber auf Saalveranstaltungen konzentriert. Der Name ist auf eine unpopul√§re Milchpreiserh√∂hung zur√ľckzuf√ľhren und steht f√ľr den Spottnamen ‚ÄěMilch-Kommandit-Aktien-Gesellschaft‚Äú. Unter diesem Motto fand damals ein Umzug statt, auf dem der ganze Produktionszweig von Milch, Butter und K√§se in origineller Aufmachung dargestellt wurde.

Andere Veranstaltungen

Die Oberschwabenschau ist eine alljährlich im Oktober stattfindende, traditionelle regionale Produktmesse mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt.

Das Karate Sommercamp des KJC Ravensburg ist ein allj√§hrliches Ereignis f√ľr Freunde der Kampfkunst das seit 1982 im Karate Bundesleistungszentrum Ravensburg stattfindet. Im Schnitt kommen mehr 1000 nationale und international G√§ste zu dieser Veranstaltung.

Neuere jährliche Veranstaltungen sind das Spielefest Ravensburg spielt, der Stadtlauf Ravensburg läuft, das Jazzfestival Jazz in town und die Inlineveranstaltung Ravensburg rollt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

(sortiert nach Geburtsjahren, soweit bekannt)

  • Heinrich der L√∂we (1129‚Äď1195), Herzog von Sachsen und Bayern, angeblich auf der Ravensburg geboren
  • Ladislaus Sunthaym (um 1440‚Äď1512/1513), Historiker und Geograph
  • Franz Joachim Beich (1665‚Äď1748), bayerischer Hofmaler
  • Anselm Erb (18. Jahrhundert), Abt des Klosters Ottobeuren
  • Gustav R√ľmelin (1815‚Äď1889), Politiker, Sozialwissenschaftler und Statistiker
  • Moriz Schlachter (1852‚Äď1931), Bildhauer und Altarbauer
  • Otto Robert Maier (1852‚Äď1925), Verlagsgr√ľnder
  • Gebhard Fugel (1863‚Äď1939), Maler
  • Theodor Schnell d. J. (1870‚Äď1938), Bildhauer und Kirchenausstatter
  • Karl Erb (1877‚Äď1958), Tenor
  • Julius Herburger (1900‚Äď1973), Maler
  • Bernhard Bauknecht (1900-1985), Politiker und Bauernfunktion√§r
  • Hermann Waibel (* 1925), K√ľnstler
  • Hans Mayer (1931‚Äď2001), Puppenspieler, bekannt als Kasperle-Mayer
  • Manfred Hepperle (* 1931), Mundartdichter, Zeichner und Kabarettist
  • Klaus Schwab (* 1938), Gr√ľnder des Weltwirtschaftsforums
  • Albert Bouley (* 1949), Koch des Jahres 1990 (Gault Millau)
  • Erich Buck (* 1949) und Angelika Buck (* 1950), Europameister im Eistanzen
  • Robert Schad (* 1953), Bildhauer
  • J√ľrgen Bretzinger (* 1954), Film- und Fernseh-Regisseur (u. a. Tatort , Polizeiruf 110 , Wolffs Revier); Stadtrat
  • Uwe Str√ľbing (*1956), Komponist
  • Bertram Kaes, Spieleerfinder
  • Gregor Amann (* 1962), Bundestagsabgeordneter f√ľr den Wahlkreis Frankfurt am Main I
  • Kai Diekmann (* 1964), Chefredakteur und Herausgeber der Bild-Zeitung
  • Stefanie Dimmeler (* 1967), Biologin, Leibniz-Preistr√§gerin

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Ravensburg hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Verleihung.

  • 1875 Raimund Heh, Realschullehrer und Rektor
  • 1877 Joseph Ruetz, Pfarrer
  • 1884 Karl Stempfle, Stadtpfarrer und Dekan
  • 1897 Julius Spohn, Fabrikant
  • 1905 Joachim Gans Edler Herr von Putlitz, Intendant des Stuttgarter Hoftheaters
  • 1934 Dr. Georg Spohn, Fabrikant
  • 1950 Richard Spohn, Fabrikant
  • 1957 Karl Erb, Kammers√§nger
  • 1966 Dr. Albert Sauer, Oberb√ľrgermeister
  • 1970 Dr. Alfons Dreher, Stadtarchivar
  • 1970 Karl Spohn, Fabrikant
  • 1987 Karl W√§schle, Oberb√ľrgermeister

Sonstige Persönlichkeiten

  • Heinrich der Schwarze, Herzog von Bayern, starb in Ravensburg
  • Ulrich von Schmalegg-Winterstetten , Minnes√§nger aus Schmalegg
  • J√∂rg Amann , Stadtarzt und Autor eines Pestb√ľchleins
  • Johannes Susenbrot , Lateinlehrer in Ravensburg und europaweit beachteter Lehrbuchautor
  • Heinrich Institoris , Verfasser des Hexenhammers , f√ľhrte seinen ersten Hexenprozess in Ravensburg
  • Johann Caspar Bagnato , Baumeister, heiratete 1729 die Ravensburgerin Maria Anna Walser und erwarb die B√ľrgerrechte
  • Heinrich Hansjakob , badischer Politiker und Heimatschriftsteller, besuchte in seiner Zeit als Pfarrer von Hagnau am Bodensee oft und gerne die heute noch bestehende Kneipe R√§uberh√∂hle in Ravensburg
  • Theodor Schnell d. √Ą. , Bildhauer und Kirchenaustatter, Gr√ľnder und Leiter eines ‚ÄěAteliers f√ľr christliche Kunst‚Äú in Ravensburg
  • Peter Scherer , Fotograf in Ravensburg
  • Horst Kalbhenn , Maler und Bildhauer
  • Theophil Wurm , evangelischer Bischof, 1913‚Äď1920 Pfarrer in Ravensburg
  • Helmut Thielicke , evangelischer Theologe, 1941‚Äď1942 Pfarrer in Ravensburg
  • Ernst J√ľnger , Schriftsteller, wohnte zeitweise in Ravensburg
  • Karl Aloys Schenzinger, Unterhaltungs-, Sachbuch- und NS-Propagandaautor, wuchs in Ravensburg auf
  • Hans Gradmann , Botaniker, zeitweise Lehrer in Ravensburg
  • Josef W. Janker , Schriftsteller, lebt in Ravensburg
  • Ulrich M√ľller , November 1998 bis Juli 2004 Minister f√ľr Umwelt und Verkehr; November 2004 bis April 2005 Minister des Staatsministeriums und f√ľr europ√§ische Angelegenheiten, lebt in Ravensburg
  • Wolfgang Volz , Fotograf von Christo und Jeanne Claude, ging in Ravensburg zur Schule
  • Heiner Gei√üler, Politiker, lebte als Kind einige Jahre in Ravensburg
  • Willi Burth , f√ľr die Erfindung des Burth¬īschen Tellers mit dem "Oscar" ausgezeichnet, lebte ab 1934 in Ravensburg

Literatur

  • Erich Keyser: W√ľrttembergisches St√§dtebuch; Band IV Teilband Baden-W√ľrttemberg Band 2 aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1961
  • Johann Georg Eben: Versuch einer Geschichte der Stadt Ravensburg von Anbeginn bis auf die heutigen Tage. 2 B√§nde. Gradmann, Ravensburg 1835 (Nachdruck: Genth, Oggelshausen 1987)
  • Tobias Hafner: Geschichte der Stadt Ravensburg. Dorn, Ravensburg 1887
  • Aloys Schulte: Geschichte der grossen Ravensburger Handelsgesellschaft. 3 B√§nde. Stuttgart und Berlin 1923 (Nachdruck: Steiner, Wiesbaden 1964)
  • Alfons Dreher: Geschichte der Reichsstadt Ravensburg und ihrer Landschaft von den Anf√§ngen bis zur Mediatisierung 1802. 2 B√§nde. Dorn, Ravensburg 1972 ISBN 3-87437-084-4 (Band 1) und ISBN 3-87437-085-2 (Band 2)
  • Rudi Holzberger: Ravensburg. Ansichten und Profile. Oberschw√§bische Verlagsanstalt, Ravensburg 1987 ISBN 3-926891-00-9
  • Alfred Lutz: Ravensburg. Portr√§t einer ehemaligen Freien Reichsstadt. 2. Auflage, Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1991 ISBN 3-924489-37-8
  • Helmut Binder, Alfred Lutz, Markus Glonegger: Das Ravensburger Rutenfest in Geschichte und Gegenwart. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1997 ISBN 3-924489-87-4
  • Peter Eitel (Hrsg.): Ravensburg im Dritten Reich. Beitr√§ge zur Geschichte der Stadt. Oberschw√§bische Verlagsanstalt, Ravensburg 1997 ISBN 3-926891-19-X
  • Albert Schmid (Hrsg.): Fasnacht in Ravensburg. Ein Streifzug von 1353 bis heute. Oberschw√§bische Verlagsanstalt, Ravensburg 2000 ISBN 3-926891-25-4
  • Peter Eitel: Ravensburg im 19. und 20. Jahrhundert: Politik, Wirtschaft, Bev√∂lkerung, Kirche, Kultur, Alltag. Thorbecke, Ostfildern 2004 ISBN 3-7995-0138-X
  • Alfred Lutz: Zwischen Beharrung und Aufbruch. Ravensburg in den Jahren 1810 bis 1847. (Zugleich Dissertation der Eberhard-Karls-Universit√§t T√ľbingen, 1999). Aschendorff, M√ľnster 2005 ISBN 3-402-05912-6

Weblinks

Commons: Ravensburg ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien

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Haus Hubertus 88276 Berg http://www.haushubertus.com/  0751 / 5 07 40
Storchen 88212 Ravensburg http://www.hotel-storchen.com/  0751 / 977190
Obertor 88212 Ravensburg http://www.hotelobertor.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30751 / 3667-0
Romantik Hotel Waldhorn 88212 Ravensburg http://www.waldhorn.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40751 / 36120
Gasthof zum Engel 88212 Ravensburg http://www.engel-ravensburg.de/  0751 / 23484
M√∂venpick 88250 Weingarten http://www.moevenpick-weingarten.com/  0751 / 504-0
Akzent-Hotel Altdorfer Hof 88250 Weingarten http://www.altdorfer-hof.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40751 / 50090
Gasthof Bären 88250 Weingarten http://www.baeren-weingarten.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30751 / 56120-0
Art-Hotel Bayrischer Hof 88250 Weingarten http://www.art-hotel-bayrischer-hof.de/  0751 / 5573838
Rebgarten 88214 Ravensburg http://www.hotel-rebgarten.de/  0751 / 362330
Krone 88289 Waldburg http://www.waldburg.com/  07529 / 9980
Goldene Uhr 88212 Ravensburg http://www.goldene-uhr.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30751 / 36290
Sennerbad 88212 Ravensburg   0751 / 362470
Waldhorn 88250 Weingarten   0751 / 44279
Landvogtei 88213 Ravensburg http://www.landvogtei.de/  07546 / 92310
Zum Br√§uhaus 88214 Ravensburg   0751 / 62063
Gasthof Ochsen 88212 Ravensburg http://www.ochsen-rv.de/  0751 / 25480
Residenz 88212 Ravensburg http://www.residenz-ravensburg.de/  0751 / 36980
Hotel-Garni Baur 88212 Ravensburg   0751 / 25616
Weinstube M√ľller 88213 Ravensburg http://www.weinstube-mueller.de/  0751 / 61280
Gasthof Br√§uh√§usle 88255 Baienfurt   0751 / 5683172
Gasthof Lindenhof 88255 Baienfurt http://www.gasthoflindenhof.de/  0751 / 561620
Gasthof Zur Kardel 88255 Baienfurt http://www.gasthofzurkardel.de/  0751 / 41334
Hotel - Caf√© M√ľller 88255 Baienfurt   0751 / 42319
Baindter Hof 88255 Baindt http://www.baindter-hof.de/  07502 / 94100
Akademie der Di√∂zese Rottenburg-Stuttgart 88250 Weingarten http://www.weingarten-rs.de/  0751 / 5686-100
Hotel-Gasthof R√∂ssle 88250 Weingarten http://www.roessle-weingarten.de/  [0751] / 50925-0
Hotel-Restaurant Sonne 88250 Weingarten http://www.sonnehotel.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3[0751] / 560790
Gasthof Zur Ibs M√ľhle 88263 Horgenzell http://www.ibs-muehle.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 307504 / 448
Landgasthof Wilhelmsh√∂he 88263 Horgenzell http://www.gasthof-wilhelmshoehe.de/  (07504) / 72 55

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