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Letzte Änderung für Artikel Fleischwangen: 23.01.2006 21:01

Fleischwangen

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Wappen Karte
Wappen Position von Fleischwangen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : T├╝bingen
Landkreis : Ravensburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 47┬░ 53' N, 09┬░ 29' O
47┬░ 53' N, 09┬░ 29' O
H├Âhe : 628 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 5,8 km┬▓
Einwohner : 635 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 109 Einwohner je km┬▓
Postleitzahl : 88373
Vorwahl : 07505
Kfz-Kennzeichen : RV
Gemeindeschl├╝ssel : 08 4 36 032
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstra├če 19
88373 Fleischwangen
Website: www.fleischwangen.de
E-Mail-Adresse: gde-fleischwangen@t-online.de
Politik
B├╝rgermeister : Bernd Schick
Pfarrkirche in Fleischwangen
Pfarrkirche in Fleischwangen

Fleischwangen ist eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-W├╝rttemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde liegt im Nordwesten des Landkreises Ravensburg im Quellengebiet der Ostrach, am Rande des Landschaftsschutzgebiets Pfrunger Ried .

Geologie

Bei Fleischwangen gibt es Erdgasvorkommen .

Geschichte

Fleischwangen wurde erstmals 808 im Zusammenhang mit einer Besitz├╝bernahme des Klosters St. Gallen als Flinxwangun erw├Ąhnt. Seit 1092 hatte das Kloster zu Allerheiligen in Schaffhausen im Ortsgebiet Besitz. 1116 erscheint der Name als Flinswangin in einer Urkunde (von Flins = Kieselgestein und wang = Feld).

Von 1281 bis 1391 ist ├Ârtlicher Adel nachgewiesen. Nachfolger dieser Herren von Fleischwangen waren die Herren von Ringgenburg (mit Sitz auf der Ringgenburg bei Esenhausen, heute zu Wilhelmsdorf). 1296 schenkte Johannes von Ringgenburg den Ort und das Patronat ├╝ber die Pfarrkirche St. Felix und Adauktus sowie den Ort Esenhausen dem Deutschen Orden , der den Besitz sp├Ąter der Kommende Altshausen einverleibte. Johannes machte dem Orden das Geschenk aus Dankbarkeit daf├╝r, dass zwei S├Âhne in den Orden aufgenommen worden waren. Der Sohn Johannes von Ringgenburg d. J. ist 1361 als Komtur in Altshausen belegt. 1363 wurde Esenhausen an das Kloster Weingarten verkauft, Fleischwangen hingegen blieb f├╝r die n├Ąchsten Jahrhunderte Teil der Deutschordenskommende.

1647 brannte der Ort zum gro├čen Teil ab.

Im Zuge der S├Ąkularisation wurde das Gebiet der Kommende Altshausen 1806 zun├Ąchst Teil des K├Ânigreichs Bayern, 1810 dann Teil des K├Ânigreichs W├╝rttemberg. Die heutige Gemeinde Eichstegen wurde um 1825 gebildet.

1829 wird die Parzelle Zippern erstmals erw├Ąhnt (heute Zipperhof).

Bis 1972 geh├Ârte Eichstegen zum Landkreis Saulgau, nach dessen Aufl├Âsung wurde die Gemeinde am 1. Januar 1973 Teil des Landkreises Ravensburg.

Die Gemeinde ist seit 1. Januar 1972 Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Religionen

Fleischwangen ist wie die gesamte Region r├Âmisch-katholisch gepr├Ągt. Die katholischen Einwohner geh├Âren zur zwei r├Âmischen M├Ąrtyreren geweihten Pfarrei St. Felix und Adauctus, die zum Dekanat Saulgau der Di├Âzese Rottenburg-Stuttgart geh├Ârt. Ihr Einzugsgebiet reicht ├╝ber die politische Gemeinde Fleischwangen hinaus. Die Kirche wurde 1275 erstmals in einem Steuerregister erw├Ąhnt.

Die evangelischen Christen der Gemeinde geh├Âren zur Kirchengemeinde Altshausen im Kirchenbezirk Biberach der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg .

Einwohnerentwicklung

  • 1825: 203 Einwohner
  • 1900: 316 Einwohner
  • 1975: 430 Einwohner
  • 2004: 635 Einwohner

Wappen

Wappenbeschreibung: In Silber schr├Ąggekreuzt aus schwarzem Boden wachsend zwei gr├╝ne ├ähren, dar├╝ber ein schwarzes Deutschordenskreuz.

F├╝r den Ortsadel des 13./14. Jahrhunderts ist ein Wappen nachgewiesen, das zwei gekreuzte H├Ąmmer zeigt. Als 1975 der Gemeinderat der bis dahin wappenlosen Gemeinde Fleischwangen auf Betreiben des ├Ârtlichen Musikvereins die Schaffung eines Wappens anregte, wurde ein Vorschlag des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, das Wappen des Ortsadels zu ├╝bernehmen, nicht verwirklicht.

Das letztlich 1976 verliehene Wappen zeigt ein Deutschordenskreuz (das auf die ├╝ber 500j├Ąhrige Zugeh├Ârigkeit zur Deutschordenskommende Altshausen verweist) sowie zwei gr├╝ne ├ähren, die den b├Ąuerlichen Charakter der Siedlung illustrieren sollen.

Die Entscheidung der 1970er Jahre erscheint in der R├╝ckschau letztlich verfehlt, da durch den wirtschaftlichen Strukturwandel der Gemeinde im sp├Ąten 20. Jh. heute das Handwerk das Wirtschaftsleben des Orts pr├Ągt, was durch das Aufgreifen des traditionellen Ortsadelswappen mit zwei H├Ąmmern ironischerweise durchaus passend illustriert worden w├Ąre.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Neben der Landjugend, der Freiwilligen Feuerwehr und kirchlichen Gruppierungen wie dem Kirchenchor oder der Blutreitergruppe (der Teilnehmer an der j├Ąhrlichen Reiterprozession ÔÇ×BlutrittÔÇť in Weingarten) sind vor allem folgende Vereine im gesellschaftlichen Leben Fleischwangens aktiv:

  • Der 1923 gegr├╝ndete Musikverein Fleischwangen e. V. tritt bei weltlichen und kirchlichen Anl├Ąssen auf.
  • Der Sportverein Fleischwangen e. V. (gegr├╝ndet 1956) bietet neben Fu├čball (Kreisliga B, Stand 2006) auch eine Abteilung f├╝r Freizeitsport.
  • Der Narrenverein Bure-Meckeler Fleischwangen e. V. (Anf├Ąnge 1975, offizielle Gr├╝ndung 1996) mit etwa 120 Mitgliedern gestaltet die Schw├Ąbisch-alemannische Fasnet .

Bauwerke

  • Pfarrkirche St. Felix und Adauctus (gotisch, mit sp├Ątgotischem Wandtabernakel, Hochaltar mit Wappen des Deutschen Ordens)
  • Friedhofskapelle St. Anna

Wirtschaft und Infrastruktur

Wichtigster Wirtschaftszweig ist das Handwerk mit zahlreichen ortsans├Ąssigen Betrieben. Das Ortsbild Fleischwangens ist noch weitgehend von der Landwirtschaft gepr├Ągt (508 ha von 580 ha Gesamtfl├Ąche, Stand: 1975). Neben Obstbau wird Schweinezucht betrieben. Zwei typische Landgasth├Âfe bieten schw├Ąbische Spezialit├Ąten.

Verkehr

Seit 1925 ist die Gemeinde per Bus (zun├Ąchst ÔÇ×KraftpostÔÇť) erreichbar. Eine Busverbindung verbindet Fleischwangen heute u. a. mit Wilhelmsdorf, Ebenweiler, Guggenhausen, Unterwaldhausen und Altshausen. Die Gemeinde geh├Ârt zum Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo).

Bildung

Die Grundschule Fleischwangen wurde 1836 begr├╝ndet und erhielt 1905 ein neues Haus. Heute wird in einem Schulgeb├Ąude von 1965 unterrichtet. 1976ÔÇô1990 wurde die Schule als Teil der Grunschule Riedhausen betrieben. Seit 1990 ist die kleine Schule mit etwa 50 Sch├╝lern wieder selbst├Ąndig. Zum Einzugsbereich geh├Âren auch mehrere Teilorte und Weiler umliegender Gemeinden.

Weiterf├╝hrende Schulen gibt es im nahen Altshausen.

Sonstiges

Bekannt ist Fleischwangen seit jeher durch besondere Kinderfreundlichkeit: 1900 war Fleischwangen das kinderreichste Dorf im K├Ânigreich W├╝rttemberg. Noch heute hat Fleischwangen das niedrigste Durchschnittsalter der Gemeinden im Landkreis Ravensburg.

Literatur

  • Chronik des Kreises Ravensburg. Landschaft, Geschichte, Brauchtum, Kunst. Chroniken-Verlag Boxberg, Hinterzarten 1975
  • Oskar Sailer (Hrsg.): Der Kreis Ravensburg. Theiss, Stuttgart 1976 ISBN 3-8062-0145-5

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