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Letzte Änderung für Artikel Ebersbach-Musbach: 06.02.2006 15:30

Ebersbach-Musbach

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Wappen Karte
Wappen Position von Ebersbach-Musbach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : T√ľbingen
Landkreis : Ravensburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 58‚Ä≤ N, 09¬į 35‚Ä≤ O
47¬į 58‚Ä≤ N, 09¬į 35‚Ä≤ O
H√∂he : 580 - 705 m √ľ. NN
Fläche : 26,86 km²
Einwohner : 1802 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 67 Einwohner je km²
Postleitzahl : 88371
Vorwahl : 07584
Kfz-Kennzeichen : RV
Gemeindeschl√ľssel : 08 4 36 093
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 4
88371 Ebersbach-Musbach
Website: www.ebersbach-musbach.de
E-Mail-Adresse: info@ebersbach-musbach.de
Politik
B√ľrgermeister : Roland Haug

Ebersbach-Musbach ist eine oberschw√§bische Gemeinde im Nordwesten des Landkreises Ravensburg in Baden-W√ľrttemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die ‚ÄěAtzenberger H√∂he‚Äú auf dem Gemeindegebiet ist Teil der Europ√§ischen Wasserscheide (Rhein-Donau-Wasserscheide).

Ebersbach-Musbach lag urspr√ľnglich in einer Hochmoor -Landschaft, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zur Torfgewinnung genutzt wurde. Das Landschafts- und Naturschutzgebiet ‚ÄěMusbacher-Booser Ried‚Äú ist Lebensraum von seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Geschichte

Im heutigen Gemeindegebiet wurden beim Torfstechen Tonscherben, Knochen und Rinderz√§hne gefunden, die auf eine Besiedlung bereits in der j√ľngeren Steinzeit schlie√üen lassen. 1921 wurde ein Steinbeil gefunden, das etwa 2200 v. Chr. entstanden ist.

Geschichte der Teilorte bis 1971

Ebersbach

1269 wurde Ebersbach urkundlich erstmals erwähnt, als Ulrich von Gundelfingen den Ort und das Kirchenpatronat an die nahe Kommende Altshausen des Deutschen Ordens verkaufte. Die Kommende erwarb in der Folge noch mehr Landbesitz in der unmittelbaren Umgebung. In Lichtenfeld saß der Landkomtur der Kommende, in der Parzelle Tiergarten wurde ein Lusthaus errichtet (1699 in einen Hof umgewandelt) sowie ein Tiergehege eingerichtet (1699 aufgehoben).

Mit der S√§kularisierung kam Ebersbach 1806 an das K√∂nigreich W√ľrttemberg . 1825 wurde die politische Gemeinde Eberbsach begr√ľndet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die bis dahin zu Altshausen geh√∂renden Orte Arnetsreute, Lichtenfeld und Tiergarten eingemeindet; im Tausch wurden Stuben und Ober-Atzenberg an Altshausen bzw. Renhardsweiler zugeschlagen.

Musbach

Musbach wurde erstmals 1286 urkundlich erw√§hnt, als die Kommende Altshausen H√∂fe verkaufte. In Musbach hatten sp√§ter haupts√§chlich der Stift Buchau und das Kloster Baindt Grundbesitz, den sie nach und nach bis 1788 den Grafen von K√∂nigsegg verkauften. Mit der Mediatisierung kam der Ort Anfang des 19. Jahrhunderts zum K√∂nigreich W√ľrttemberg . Am 27. Juli 1842 wurde Musbach, das bis dahin zur k√∂nigseggischen Residenz Aulendorf geh√∂rte, zur selbst√§ndigen Gemeinde. Ebenfalls 1842 kam es vom w√ľrttembergischen Oberamt Waldsee zum Oberamt Saulgau. 1967 wurde die Gemeinde Geigelbach eingemeindet.

Geigelbach

1231 bestand im Pfarrdorf Boos (damals Bohoz, Boz oder Boss geschrieben) ein Kloster der Zisterzienserinnen , dessen Konvent 1240 in das neu gestiftet Kloster Baindt verlegt wurde. 1374 wurde die Pfarrei Boos dem Kloster inkorporiert. Sp√§ter ist ein ‚ÄěAmt Geigelbach‚Äú der vorder√∂sterreichischen Landvogtei Schwaben belegt, das aus Geigelbach, Boos, Ingenhard sowie den Gemeinden Altshausen und Ebisweiler bestand. 1796 wurde der Ort von franz√∂sischen Truppen gepl√ľndert. 1806 gelangte das Amt Geigelbach mit der Mediatisierung zum K√∂nigreich W√ľrttemberg. Unter dem Namen des ehemaligen Amtes ‚Äď Geigelbach ‚Äď wurde eine politische Gemeinde gebildet, deren gr√∂√üter Ort das Pfarrdorf Boos war. 1967 wurde die bis dahin selbst√§ndige Gemeinde Geigelbach nach Musbach eingemeindet.

Geschichte der Gesamtgemeinde

Die Gemeinde entstand am 1. September 1971 als Zusammenschluss der vorher selbständigen Gemeinden Ebersbach und Musbach.

Die Gemeinde ist seit 1. Januar 1972 Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Mit der Auflösung des Landkreises Saulgau wurde Ebersbach-Musbach am 1. Januar 1973 Teil des Landkreises Ravensburg.

Religionen

Ebersbach-Musbach ist wie ganz Oberschwaben römisch-katholisch geprägt. In der Gemeinde gibt es zwei Pfarreien, die zum Dekanat Saulgau gehören: die Pfarrei St. Michael in Ebersbach und die Pfarrei St. Valentinus in Boos.

Die evangelischen Christen der Gemeinde gehören zur Kirchengemeinde Altshausen im Kirchenbezirk Biberach.

Einwohnerentwicklung

  • 1975: 1169 Einwohner
  • 2004: 1802 Einwohner
  • 2005: 1805 Einwohner

Wappen

Wappenbeschreibung: In Silber (Wei√ü) ein doppelreihig von Rot und Silber (Wei√ü) geschachteter Schr√§gbalken (Zisterzienserbalken), √ľberdeckt mit einem durchgehenden schwarzen Tatzenkreuz (Deutschordenskreuz).

Das am 30. August 1974 verliehene Gemeindewappen erinnert an die jahrhundertelange Zugeh√∂rigkeit des Gemeindegebiets zu geistlichen Grundherrschaften: das ‚ÄěDeutschordenskreuz‚Äú steht f√ľr die Kommende Altshausen, zu der Ebersbach lange geh√∂rte; der ‚ÄěZisterzienserbalken‚Äú f√ľr die Beziehungen zum Zisterzienserkloster Baindt.

Die gleichzeitig verliehene Gemeindeflagge hat die Farben Rot-Weiß (Rot-Silber).

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Bauwerke

  • Pfarrkirche St. Valentin, Boos: Die sp√§tmittelalterliche Kirche wurde 1888 bis auf den Chor abgerissen und durch einen Neubau im Stil der Neugotik ersetzt. 1929 und 1966 wurde im Rahmen von Renovierungen die historistische Ausstattung wie vielerorts v√∂llig entfernt. Die Kanzel ging dabei verloren, die Alt√§re wurden jedoch auf dem Dachboden der √∂rtlichen Schule aufbewahrt. So konnten der neugotische Hochaltar und die beiden Seitenalt√§re nach einem grundlegenden Wandel in der Bewertung neugotischer Kirchenausstattung im Rahmen einer Restaurierung 1987‚Äď1990 wieder in der Kirche aufgestellt werden. Auch der Kreuzwegzyklus von 1888 fand wieder an seinen Platz zur√ľck. Die Kirche beherbergt au√üerdem ein Wand tabernakel , ein Kruzifix und eine Piet√† aus dem sp√§ten 15. Jahrhundert.
  • Pfarrkirche St. Michael, Ebersbach: 1754 von Johann Caspar Bagnato erbaut, 1870 und 1927 umgebaut.
  • Pfarrscheuer, Ebersbach: ehemalige Zehntscheuer , heute Veranstaltungsraum
  • Kapelle, Musbach: Glocke von 1534, Turm und Geb√§ude wohl wesentlich √§lter

Sport

Der Sportverein Ebersbach e. V. mit den Abteilungen Fußball, Aerobic, Badminton, Basketball, Skigymnastik und Turnen ist in der Seebachhalle in Ebersbach und den umliegenden Sportanlagen beheimatet.

Der Tennisclub Ebersbach betreibt zwei Tennisplätze in Ebersbach und hat 130 Mitglieder.

Verkehr

Buslinien verbinden Ebersbach mit Altshausen und den Kurstädten Aulendorf und Bad Buchau. Die Gemeinde gehört zum Tarifgebiet des Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbunds (bodo).

Bildung

Die Grundschule Ebersbach hat etwa 100 Sch√ľler. Weiterf√ľhrende Schulen gibt es im nahen Altshausen. In Musbach wurde 1832 eine Schule eingerichtet, die bis 1970/1971 bestand; in Boos bestand von 1833 bis 1970 eine Schule.

Literatur

  • Chronik des Kreises Ravensburg. Landschaft, Geschichte, Brauchtum, Kunst. Chroniken-Verlag Boxberg, Hinterzarten 1975
  • Oskar Sailer (Hrsg.): Der Kreis Ravensburg. Theiss, Stuttgart 1976 ISBN 3-8062-0145-5
  • Doris Bl√ľbaum: Die neugotische Einrichtung der Pfarrkirche St. Valentin in Boos/Ebersbach-Musbach. In: Sakrale Kleinode aus dem Landkreis Ravensburg. (= Kleinode; Band 6). Kreissparkasse Ravensburg, Ravensburg 1999, S. 30-31

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