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Letzte Änderung für Artikel Ebenweiler: 13.02.2006 10:34

Ebenweiler

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Wappen Karte
Wappen Position von Ebenweiler hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-WĂĽrttemberg
Regierungsbezirk : TĂĽbingen
Landkreis : Ravensburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 47° 54′ N, 09° 31′ O
47° 54′ N, 09° 31′ O
Höhe : 592 m ü. NN
Fläche : 10,13 km²
Einwohner : 1099 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 108 Einwohner je km²
Postleitzahl : 88370
Vorwahl : 07584
Kfz-Kennzeichen : RV
GemeindeschlĂĽssel : 08 4 36 024
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterwaldhauser Str. 2
88370 Ebenweiler
Website: gvv-altshausen.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@ebenweiler.de
Politik
BĂĽrgermeister : Hermann Heigle
Ebenweiler
Ebenweiler

Ebenweiler ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg, im nördlichen Landkreis Ravensburg gelegen, zwischen Schwäbischer Alb, Donau und Bodensee.

Die Gemeinde ist seit 1972 Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Ebenweiler liegt etwa 19 km nördlich von Ravensburg, 13 km südlich von Bad Saulgau und 5 km westlich von Altshausen. Am westlichen Ortsrand befindet sich der 149 ha große Ebenweiler See , auch Ebenweiler Weiher genannt.

Gliederung

Zur Gemeinde gehören außerdem die außerhalb des Ortes gelegenen Teile Groppach , Mauren , Oberholz und Oberweiler . Sie erstreckt sich insgesamt über eine Markungsfläche von 1013 ha. Der Großteil davon wird landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte

Die älteste Urkunde, in der Ebenweiler erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1105 . Demzufolge überließen Bischof Gebhard von Konstanz und ein gewisser Heinrich von Ebenweiler dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen 9 Mansen Güter in Mauenheim im Hegau. Aus dem Jahr 1145 existiert ein Dokument, worin König Konrad III. in Worms die Freiheiten und Besitzungen des Klosters Allerheiligen zu Schaffhausen bestätigt. Darin findet sich der Satz „item predium Henrici de Evenwilare“ ( lat. , „auch ein Besitztum des Heinrich von Ebenweiler“). Im Jahr 1510 wütete die Pest in Ebenweiler und forderte zahlreiche Opfer.

Einwohnerentwicklung

Erste Siedlungsspuren in der Nähe von Ebenweiler sind bei Ruprechtsbruck aus der jüngeren Steinzeit (ca. 2500 v. Chr.) gefunden worden. Zwei Ringwälle in der näheren Umgebung Ebenweilers (in Oberaichen und Oberholz) lassen auf eine keltische Bevölkerung im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. schließen. Beim Ebenweiler Teilort Mauren ist schließlich ein römischer Wohnplatz bezeugt.

Jahr Einwohner
1829 348
1960 576
1980 708
1986 822
2004 1099
2006 1114

BĂĽrgermeister seit 1824

Jahre BĂĽrgermeister
1824–1837 Fetscher
1837–1862 Paul Birkhofer
1862–1894 Baumann
1894–1906 Benedikt Rimmele
1906–1931 Paul Heller
1931–1946 Richard Linz
1946–1957 Paul Ziegler
1957–1992 Josef Eisele
seit 1992 Hermann Heigle

Wappen

Das Wappen von Ebenweiler zeigt auf rotem Grund einen silbernen (weiĂźen) Ritterhelm mit einer Adlerschwinge als Helmzier.

Gemeindepartnerschaft

Ebenweiler unterhält seit dem Jahr 1974 eine Partnerschaft mit Thiron Gardais in Frankreich , westlich von Chartres gelegen. Damals handelte es sich um die kleinsten Gemeinden, die eine Partnerschaft eingingen.

Vereine

Ebenweiler verfügt für ein Dorf seiner Größe über ein äußerst reges Vereinsleben. Im Jahre 2001 konnte der Musikverein Ebenweiler sein 200-jähriges Bestehen feiern, 1871 wurde der Veteranenverein Kyffhäuser gegründet, 1958 folgten ein Sportverein, ein Schützenverein (1961) und 1974 der Skiclub Ebenweiler. 1992 wurde die Narrenzunft Ebenweiler Galgenweible gegründet. Maske und Häs des Galgenweibles gehen auf einen Ebenweiler Hexenprozess im Jahre 1672 zurück.

Bauwerke

Die Grundsteinlegung zum Bau der jetzigen Kirche St. Urban erfolgte am 24. August 1830. Sie enthält einen Hochaltar (Bemalung durch den Aulendorfer Kunstmaler Sauter (1834)) und Deckenmalereien aus den 1920er Jahren von Viktor Mezger aus Überlingen. Das Geläut der Kirche verfügt über historisch bedeutende Glocken aus dem 13. - 16. Jahrhundert, die sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden mussten und von Einschmelzung bedroht waren, was glücklicherweise ausblieb.

Natur

Der Ebenweiler See entstand im Jahre 1485 durch Stauung des Mühlbachs. Somit handelt es sich genaugenommen um einen Weiher. In einer Urkunde aus jenem Jahr heißt es, Marquardt von Königsegg „hätt einen wier in Ebenweiler zu machen angefangen“. Der Damm lässt auf die Bauweise des Deutschordens schließen.

Überregionale Bedeutung in naturkundlicher Hinsicht hat der Ebenweiler See noch heute: Er ist Brutplatz der großen Rohrdommel und der Rohrweihe . Desweiteren ist das ausgedehnte Schilfgebiet die Heimat von extrem seltene Pflanzenarten, wie mittlerem Sonnentau , rundblättrigem Sonnentau , Kammfarn , Preußischem Laserkraut , Fieberklee , Sumpfläusekraut , Sumpf-Herzblatt , Gemeines Fettkraut , Mehlprimel , Zungenhahnfuß , rostrotem und schwarzem Kopfried , kümmelblättriger Silge sowie einiger Orchideen, darunter das Fleischfarbene Knabenkraut , die Sumpf-Stendelwurz , die Mücken-Händelwurz und das Große Zweiblatt .

Literatur

  • Chronik des Kreises Ravensburg. Landschaft, Geschichte, Brauchtum, Kunst. Chroniken-Verlag Boxberg, Hinterzarten 1975
  • Oskar Sailer (Hrsg.): Der Kreis Ravensburg. Theiss, Stuttgart 1976 ISBN 3-8062-0145-5
  • Walter Held: Ebenweiler Heimatbuch. Geiger, Horb am Neckar 1986, ISBN 3-89264-048-3

Weblinks

Commons: Ebenweiler – Bilder, Videos oder Audiodateien

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