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Letzte Änderung für Artikel Baienfurt: 24.01.2006 18:10

Baienfurt

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Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Baienfurt hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : T√ľbingen
Landkreis : Ravensburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 50‚Ä≤ N, 09¬į 39‚Ä≤ O
47¬į 50‚Ä≤ N, 09¬į 39‚Ä≤ O
H√∂he : 460 m √ľ. NN
Fläche : 16,02 km²
Einwohner : 7.296 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 455 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 12,5 %
Postleitzahl : 88255
Vorwahl : 0751
Kfz-Kennzeichen : RV
Gemeindeschl√ľssel : 08 4 36 011
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
88255 Baienfurt
Website: www.baienfurt.de
E-Mail-Adresse: info@baienfurt.de
Politik
B√ľrgermeister : Robert Wiedemann

Baienfurt ist eine Gemeinde in Oberschwaben am Rande des Schussentals. Sie ist Teil des geschlossenen Siedlungsgebiets im mittleren Schussental, das sich von Eschach im Ravensburger S√ľden √ľber die St√§dte Ravensburg und Weingarten bis nach Baienfurt und Baindt im Norden erstreckt. Die Gemeinde geh√∂rt zum Gemeindeverwaltungsverband Mittleres Schussental.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Durch Bodenfunde sind keltische Siedlungsspuren im Gemeindegebiet belegt. Aus der Hallstattepoche gibt es einen Grabh√ľgel . Auf dem Gebiet der heutigen Teilorte Rain und Kickach gab es r√∂mische Landg√ľter.

Die Siedlung Baienfurt ist wahrscheinlich im 9. Jahrhundert entstanden. Der Name Baienfurt, in fr√ľhen Dokumenten auch Baier, Beierfurt oder Paigerfurt geschrieben, geht auf eine Furt durch die Wolfegger Ach zur√ľck. Baien wird von baie, beige (= √Ėffnung) abgeleitet, andere Quellen nennen eine Herkunft von Bai (= Riedgras).

Wahrscheinlich vor 1090 unter Welf IV. erhielten die Herren von Waldburg den Ort als Lehen. 1143 wird der Ort Binningen erstmals als Eigentum des Klosters Weingarten urkundlich genannt, Kickach wird 1148 erstmals urkundlich erw√§hnt. 1278 wurde eine Blasiuskapelle in Briach errichtet. 1525 waren Baienfurt und seine Umgebung ein Schauplatz des Deutschen Bauernkriegs . Die Truchsessen von Waldburg hatten die Herrschaft bis 1587 inne, als sie die Landeshoheit in einem Vergleich der vorder√∂sterreichischen Landvogtei Schwaben mit Sitz im benachbarten Altdorf (heute Weingarten) √ľbertrugen. Baienfurt wurde Kameralort der Landvogtei, Grundbesitz hatten neben der Landvogtei aber auch die Kl√∂ster Weingarten und Baindt. 1806 wurde Baienfurt mit der Landvogtei Schwaben Teil des K√∂nigreichs W√ľrttemberg ( Oberamt Ravensburg, Amt Um-Altdorf).

1826 wurde der Ort zusammen mit anderen Teilen des ehemaligen Amtes Um-Altdorf und der Siedlung um das Kloster Baindt zur Gemeinde Baindt vereinigt, deren Schultheissensitz Baienfurt war. Schon 22 Jahre sp√§ter hatten die stetigen Bem√ľhungen der Baienfurter um Selbst√§ndigkeit jedoch Erfolg, als die Gemeinde am 20. September 1848 zur selbst√§ndigen Schulthei√üerei ernannt wurde.

Mit der Entstehung einer Papierfabrik ab 1870 wurde das bis dahin bäuerlich geprägte Dorf Industriestandort und wuchs seither stetig.

1970 - 1977 wurde ein modernes Ortszentrum mit Rathaus, Gemeindehalle, Marktplatz und Hallenschwimmbad errichtet. Eine zunächst vorgesehene Fusionierung der Gemeinde mit Ravensburg, Weingarten und Baindt im Zuge der Gemeindereform 1975 kam wegen mangelnder Zustimmung der Bevölkerung im Schussental nicht zustande.

Bevölkerungsentwicklung

  • 1849: 800 Einwohner
  • 2004: 7247 Einwohner

Wappen

Wappenbeschreibung: In Gr√ľn eine goldene (gelbe) Weberkardel.

Von 1850 bis ca. 1918 wurden in Baienfurt Kardeln (Weber disteln ) angebaut. Kardeln dienten zum Aufrauhen von Leinentuchen und wurden bei einem eigenen Kardelnmarkt in Baienfurt verkauft, der durch das Aush√§ngen von blau-wei√üen Fahnen angek√ľndigt wurde. Der Kardel wurde im Juli 2000 auf dem Platz vor der evangelischen Kirche ein bronzenes Denkmal gesetzt.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Kunst, Musik, Theater

  • Im denkmalgesch√ľtzten Speidlerhaus von 1673 veranstaltet der Kulturverein Manufaktur seit 1997 Konzerte, Theaterauff√ľhrungen, Kleinkunstveranstaltungen und Ausstellungen.

Bauwerke

  • Kirche St. Mari√§ Himmelfahrt (Marienkirche). Die katholische Pfarrkirche wurde 1925 - 1927 von Otto Linder erbaut. Der Eisenbetonbau mit charkateristischem Parabelgew√∂lbe ist nicht zuletzt durch die gut erhaltene, von dunkelblauen T√∂nen gepr√§gte stimmungsvolle Ausmalung von Alois Schwenk ein einzigartiges Beispiel der Kirchenbaukunst des Expressionismus der 1920er Jahre. Der Turm wurde erst 1953 vollendet.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Die Begeisterung der Baienfurter f√ľr die schw√§bisch-alemannische Fasnet seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist wohl von den nahen Fasnetshochburgen Bad Waldsee und Weingarten beeinflusst. Am Fasnetssamstag findet in Baienfurt ein Narrensprung statt. Die Blumen- und Vogelmasken der 1936 begr√ľndeten Baienfurter Narrenzunft ‚ÄěHenkerhaus‚Äú wurden nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffen. Seit 2004 ist sie Mitglied der Vereinigung Schw√§bisch-Alemannischer Narrenz√ľnfte. Die Zunft wurde nach dem historischen Henkerhaus der Reichsabtei Weingarten benannt. Als die Landvogtei Schwaben die Hohe Gerichtsbarkeit √ľber Baienfurt im sp√§ten 17. Jahrhundert gegen ein Darlehen f√ľr zwanzig Jahre an den Weingartener Abt verpf√§ndete, erbaute dieser einen Galgen und ein gro√üz√ľgiges Wohnhaus f√ľr den Henker. Schon 1705 zog der Henker wieder in die Siedlung Altdorf unterhalb des Klosters Weingarten, und in das Henkerhaus zogen Klosterknechte ein - daher hei√üt der Standort heute noch "Knechtehaus". Das Haus selbst fiel 1972 einem Brand zum Opfer.
  • Der Weingartener Blutritt am Tag nach Christi Himmelfahrt , eine Reiter prozession mit knapp 3000 Pferden, f√ľhrt auch durch Baienfurt.
  • Marktplatzfest, j√§hrlich im Juli

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben wenigen landwirtschaftliche Betrieben (mit Dauergr√ľnland, Ackerland und Obstbau) und Forstwirtschaft (etwa 20% der Gemeindefl√§che sind Waldgebiet) ist der Ort weitgehend von Industrie, Handwerk und Handel gepr√§gt. Schon im 13. Jahrhundert wurden an der Wolfegger Aach drei M√ľhlen betrieben. Im 19. Jahrhundert war der Fluss Grundlage f√ľr die Entstehung einer Papierfabrik ( 1870 - 1873 ), die heute zur finnisch-schwedischen Stora-Enso-Gruppe geh√∂rt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden au√üerdem eine Zigarrenfabrik und eine Eisen- und Metallgie√üerei.

Verkehr

  • Baienfurt liegt an der Bundesstra√üe 30 Ulm ‚Äď Friedrichshafen, der wichtigsten Nord-S√ľd-Verbindung in Oberschwaben. Nachdem die Lebensqualit√§t in der Gemeinde durch den Durchgangsverkehr auf dieser vielbefahrenen Stra√üe mitten im Ort im 20. Jahrhundert immer st√§rker beeintr√§chtigt wurde, hat sich die Verkehrssituation seit 2001 durch die Er√∂ffnung der Umgehungsstra√üe B30 neu merklich entspannt.
  • 1911 wurde eine 2,4 km lange Erweiterung der elektrischen Stra√üenbahnstrecke Ravensburg ‚Äď Weingarten (er√∂ffnet 1888 , 4,2 km lang, Spurweite 1000 mm) nach Baienfurt er√∂ffnet. Am 23. Februar 1959 wurde die Strecke Ravensburg‚ÄďWeingarten stillgelegt, im Juni 1959 folgte die Reststrecke Weingarten ‚Äď Baienfurt.
  • Im Teilort Niederbiegen gibt es einen Haltepunkt der Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG . Die Gemeinde ist mit einigen Buslinien u.a. mit Bad Waldsee, Weingarten und Ravensburg verbunden. Sie geh√∂rt dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Bildung

  • Grund- und Hauptschule Aachtalschule
  • F√∂rderschule Wilhelm-Hoffmann-Schule (benannt nach einem Wegbereiter der Sonderschulp√§dagogik in Baden-W√ľrttemberg)
  • Au√üenstelle Baienfurt der Volkshochschule Ravensburg-Weingarten

Literatur

  • Baienfurt St. Maria. Kunstf√ľhrer Nr. 1427. Schnell und Steiner, M√ľnchen 1983
  • Baienfurt. Bilder aus vergangenen Tagen. Geiger, Horb 1986 ISBN 3-924932-84-0
  • Baienfurt. Im Wandel der Zeit. Geiger, Horb 1989 ISBN 3-89264-336-9
  • Siegfried Diercks: Hinterlassene Spuren. Begegnung mit tausend Jahren Baienfurter Geschichte. 900 Jahre K√∂pfingen. Festschrift zum Jubil√§um. Gemeinde Baienfurt, Baienfurt 1994

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