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Letzte Änderung für Artikel Altshausen: 11.02.2006 21:17

Altshausen

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Wappen Karte
Wappen Deutschlandkarte, Position von Altshausen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : T├╝bingen
Landkreis : Ravensburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 47┬░ 56' N, 09┬░ 33' O
47┬░ 56' N, 09┬░ 33' O
H├Âhe : 582 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 20,48 km┬▓
Einwohner : 4718 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 230 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 6,0 %
Postleitzahl : 88361
Vorwahl : 07584
Kfz-Kennzeichen : RV
Gemeindeschl├╝ssel : 08 4 36 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hindenburgstr. 3
88361 Altshausen
Website: www.altshausen.de
E-Mail-Adresse: info@gvv-altshausen.de
Politik
B├╝rgermeister : Kurt K├Ânig

Altshausen ist eine Gemeinde im n├Ârdlichen Landkreis Ravensburg zwischen Donautal, Schw├Ąbischer Alb und Bodensee.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gegend um Altshausen war schon in der Fr├╝hgeschichte stark besiedelt. Neben keltischen Grabh├╝geln s├╝dlich von Altshausen wurden auch im 19. Jahrhundert Spuren einer r├Âmischen Stra├če und eines r├Âmischen Gutshof entdeckt. In den Jahren 1246 und 1264 erhielt der Deutsche Orden Besitz in Altshausen und Umgebung und trat damit die Besitznachfolge der Grafen von Altshausen-Veringen an. Herrschaftsmittelpunkt bildete die Burg Altshausen. In den folgenden beiden Jahrhunderten gelang es dem Deutschen Orden, eine kleine arrondierte Herrschaft um den Herrschaftsmittelpunkt Altshausen aufzubauen. Seit 1440 residierte der Landkomtur der Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund in Altshausen. Im 18. Jahrhundert lie├č der Deutsche Orden ein weitl├Ąufiges Barockschloss errichten, das jedoch unvollendet blieb (siehe Schloss Altshausen).

Die Kommende Altshausen umfasste zun├Ąchst den zentralen Ort Altshausen mit acht dazugeh├Ârigen Weilern und H├Âfen: die Weiler Ragenreute und Reute, je zwei H├Âfe in Hirschegg (bei Altshausen) , Hangen und Baltshaus , sowie je einen Hof in H├Ąusern, Hundsr├╝cken und Zwirtenberg. In Altshausen und Umgebung lagen vier gro├če Pachth├Âfe: Maierei Altshausen, Lichtenfeld, Tiergarten und Arnetsreute. Dar├╝ber hinaus z├Ąhlten zur Kommende die Pfarrd├Ârfer Ebersbach mit dem Weiler Ried; Hochberg mit dem Weiler Luditsweiler ; Fleischwangen; Pfrungen ; und die D├Ârfer Eichstegen; Kreenried mit dem Weiler K├Ąfersulgen; Mendelbeuren .

Ansichtskarte von Altshausen ca. 1920
Ansichtskarte von Altshausen ca. 1920
Torgeb├Ąude des Schlosses Altshausen
Torgeb├Ąude des Schlosses Altshausen
Marktplatz
Marktplatz
Schloss- und Pfarrkirche St. Michael
Schloss- und Pfarrkirche St. Michael

Insgesamt lebten 1806 bei der Aufl├Âsung des Ordens 1.683 Untertanen in der Herrschaft. In diesem Gebiet nahm der Deutsche Orden s├Ąmtliche Herrschaftsrechte wahr; nur beim Zehnten gab es noch andere Berechtigte. Au├čerdem befanden sich zw├Âlf Lehenh├Âfe im Besitz anderer Grundherrschaften, und das Dorf Mendelbeuren hatte der Deutsche Orden vom Bistum Konstanz als Reichenauisches Lehen inne. Dagegen besa├č der Orden in anderen Herrschaften ebenfalls eigene Leheng├╝ter. Zur Kommende Altshausen geh├Ârten die Herrschaften Hohenfels, Ellhofen, Arnegg, Achberg und das Gut Illerrieden an der Iller. Daneben verf├╝gte sie ├╝ber ein Haus in Ravensburg, ├╝ber Besitz in Sipplingen und Immenstaad am Bodensee sowie ├╝ber Weinberge am Bodensee in Hinterhausen und Wallhausen. Auf zwei ordenseigenen Alpen im Bregenzer Wald , der Rindbergalp und der Hirschgundalp bei Sibratsgf├Ąll, wurde Vieh gehalten und eine Sennerei betrieben.

Im Jahr 1806 fiel die Kommende Altshausen im Zuge der S├Ąkularisation und Mediatisierung zun├Ąchst an Bayern; nur das Dorf Pfrungen wurde von zwei badischen Soldaten besetzt. Es gelang jedoch im darauffolgenden Jahr K├Ânig Friedrich von W├╝rttemberg auf dem Verhandlungswege, die Kommende in seinen Besitz zu bringen. Er ├╝bernahm das Schloss als Privateigentum. 1810 erwarb er die Herrschaft Altshausen durch Tausch gegen die w├╝rttembergische Herrschaft Weiltingen bei Dinkelsb├╝hl (die an Bayern fiel) ebenfalls f├╝r sein Privatverm├Âgen. Zur Verwaltung der Besitzungen wurde in Altshausen ein Hofkameralamt eingerichtet, das bis 1965 bestand und dann nach Friedrichshafen verlegt wurde.

Seit in den 1820er Jahren die ersten Hopfenanlagen angelegt wurden, entwickelte sich Altshausen zu einem bedeutenden Anbaugebiet f├╝r hochwertigen Hopfen. Durch die Konkurrenz mit billigem Hopfen aus dem Ausland verlor der Hopfenanbau jedoch seine Bedeutung und wurde um 1960 eingestellt.

Im Jahr 1837 wurde eine Zuckerfabrik errichtet. Die Bauern ermutigte man zum R├╝benanbau, der sich jedoch als ├Ąu├čerst arbeitsaufwendig und nicht allzu gewinntr├Ąchtig erwies. Zeitweise besch├Ąftigte die Zuckerfabrik in der Saison fast 1000 Arbeitskr├Ąfte, darunter viele Tagl├Âhner. Nachdem die Firma 1854 in Konkurs ging, wurde sie von der badischen Zuckerfabrik ├╝bernommen. Im Jahr 1892 gab man die Fabrik endg├╝ltig auf. Heute ist in dem gro├čen ehemaligen Fabrikgeb├Ąude ein Altersheim der Franziskanerinnen von Reute untergebracht.

W├Ąhrend der Zeit des K├Ânigreichs kamen die Monarchen nur gelegentlich nach Altshausen, entweder ├╝ber Nacht auf der Durchreise oder zur Jagd. Als jedoch K├Ânig Wilhelm II. von W├╝rttemberg im November 1918 abdankte, ├╝berlie├č er das Schloss als Wohnsitz dem pr├Ąsumptiven Thronfolger Herzog Albrecht von W├╝rttemberg (1865-1939), der als Generalfeldmarschall einer der h├Âchsten deutschen milit├Ąrischen F├╝hrer im Ersten Weltkrieg gewesen war. Nach dem Tod des K├Ânigs fiel Schloss Altshausen mit dem gesamten Hofkammergut an diese, im 19. Jahrhundert katholisch gewordene Linie des Hauses W├╝rttemberg.

Albrecht lie├č das Schloss herrichten und 1927 an der R├╝ckseite der Schloss- und Pfarrkirche eine Gruft errichten, wohin er die verstorbenen Mitglieder seiner Familie ├╝berf├╝hren lie├č. Bis heute ist diese Gruft Familiengrablege des Hauses W├╝rttemberg. Nach seinem Tod trat Philipp Albrecht Herzog von W├╝rttemberg (1893-1975) die Nachfolge an. Heute residiert dessen Sohn Carl Herzog von W├╝rttemberg (*1936) mit seiner Familie in Schloss Altshausen. Dieser ist seit 1960 verheiratet mit Diane (*1940), geborene d┬┤Orl├ęans, die als K├╝nstlerin bekannt geworden ist. Einige ihrer Kunstwerke sind im Schlosspark zu sehen. Das Schloss selbst ist nicht ├Âffentlich zug├Ąnglich.

Seit 1972 geh├Ârt Altshausen zum Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 11 Sitze
├Âdp 3 Sitze

Wappen

Wappenbeschreibung: In einem von Gold (Gelb) und Schwarz gevierten, silbern (wei├č) bordierten Schild ein silbern (wei├č) bordiertes schwarzes Kreuz mit Tatzenenden (Deutschordenskreuz).

Das Gemeindewappen von Altshausen von 1930 erinnert mit einem schwarzen Kreuz an die Herrschaft des Deutschen Ordens bis 1806; die Farben Schwarz und Gold erinnern an das Wappen des Hauses W├╝rttemberg, dessen Hauptwohnsitz das Schloss Altshausen seit 1919 ist.

Verkehr

Die Gemeinde ist mit einigen Buslinien u.a. mit Aulendorf und Ravensburg verbunden und geh├Ârt dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Altshausen liegt an der Zollernalbbahn, welche von T├╝bingen ├╝ber Balingen, Sigmaringen und Herbertingen nach Aulendorf f├╝hrt.

S├Âhne und T├Âchter der Gemeinde

  • Hermann von Reichenau (1013-1054), M├Ânch, Komponist, Wissenschaftler und Schriftsteller
  • Gustav Mesmer (1903-1994), Flugfahrradbauer
  • Carl von W├╝rttemberg (*1936), Unternehmer

Literatur

  • Bernhard Rue├č: Geschichte von Altshausen. Der Marktflecken Altshausen, sein einstiges Grafengeschlecht und seine einstige Deutschordenskommende. Rottenburg am Neckar 1935

Weblinks

Commons: Altshausen ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien

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Wikipedia

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