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Letzte Änderung für Artikel Sersheim: 10.02.2006 23:57

Sersheim

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Wappen Karte
Wappen der Gemeinde Sersheim Deutschlandkarte, Position von Sersheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Landkreis : Ludwigsburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 58ÔÇ▓ N, 09┬░ 01ÔÇ▓ O
48┬░ 58ÔÇ▓ N, 09┬░ 01ÔÇ▓ O
H├Âhe : 217 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 11,48 km┬▓
Einwohner : 5.098 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 444 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 12,2 %
Postleitzahl : 74372
Vorwahl : 07042
Kfz-Kennzeichen : LB
Gemeindeschl├╝ssel : 08 1 18 068
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlo├čstra├če 21
74372 Sersheim
Offizielle Website: www.sersheim.de
E-Mail-Adresse: info@sersheim.de
Politik
B├╝rgermeister : J├╝rgen Scholz
Dorfbrunnen am B├╝rgerhaus
Dorfbrunnen am B├╝rgerhaus

Sersheim ist eine Gemeinde mit ca. 5.000 Einwohnern im Nordwesten des Landkreises Ludwigsburg. Sie liegt etwa 25 km n├Ârdwestlich von Stuttgart und 5 km nord├Âstlich von Vaihingen an der Enz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sersheim liegt am s├╝dlichen Rand des Strombergs an der Metter, die von Nordwesten kommend hier ihre Richtung ├Ąndert und nach Osten weiterflie├čt. Der von Westen kommende, im Ort kanalisierte Aischbach m├╝ndet bei Sersheim in die Metter. Das Gemeindegebiet steigt nach Norden auf den Stromberg und nach S├╝den auf den H├Âhenr├╝cken zwischen Metter und Enz an, ist aber ├╝berwiegend eben. Das Mettertal oberhalb des Orts sowie der H├Âhenr├╝cken im S├╝den werden landwirtschaftlich genutzt, w├Ąhrend die Gebiete im Norden und Osten der Gemeinde von Wald bedeckt sind.

Nachbargemeinden

Nachbarorte sind die Vaihinger Ortsteile Kleinglattbach (westlich) und Horrheim (nordwestlich), die Sachsenheimer Ortsteile Hohenhaslach (n├Ârdlich) und Gro├čsachsenheim (├Âstlich) sowie Oberriexingen (s├╝dlich).

Geschichte

Reste eines Guthofs und einer Stra├če deuten darauf hin, dass das Gemeindegebiet schon in r├Âmischer Zeit bewohnt war. Die heutige Siedlung, deren Name "Heim des Saro" bedeutet, wurde erstmals 792 n. Chr. in einem Schenkungsbuch des Klosters Lorsch als Saresheim erw├Ąhnt. Der Besitz des Ortes wechselte mehrfach, um 1100 geh├Ârte der Ort dem Kloster Hirsau , worauf noch heute die Kugeln im Ortswappen hindeuten.

Im Mittelalter hatten zun├Ąchst die Grafen von Vaihingen die hohe Obrigkeit inne, nach deren Aussterben ab 1360 die Grafen von W├╝rttemberg inne, die Ortsherrschaft wurde durch deren Lehensleute, die Herren von Sachsenheim ausge├╝bt. Auch andere Adelsfamilien und Kl├Âster hatten in dem Dorf Besitzungen. 1436 unterstellte sich ein Zehntel des Dorfs der w├╝rttembergischen Herrschaft. Nach dem Aussterben derer von Sachsenheim und dem Erwerb weiterer Besitzungen geh├Ârte das Dorf ab 1589 vollst├Ąndig zu W├╝rttemberg und war dem Amt Sachsenheim unterstellt.

Das mittelalterliche Dorf lag im Dreieck zwischen Metter und Aischbach, die etwas weiter ├Âstlich zusammenflie├čen, und war ummauert. Drei Tore, das M├╝hltor (zur Metter hin), das Obere oder Vaihinger Tor sowie das Gr├Âninger Tor am s├╝dlichen Ende der Schlo├čstra├če, f├╝hrten nach au├čen.

Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wurde Sersheim fast vollst├Ąndig entv├Âlkert; von 800 Einwohnern blieben nur 50 ├╝brig. Erst ein Jahrhundert sp├Ąter war wieder die alte Einwohnerst├Ąrke erreicht. Bei der Reorganisation der w├╝rttembergischen Verwaltung um 1806 kam das Dorf zun├Ąchst zum Oberamt Bietigheim , kurze Zeit sp├Ąter zum Oberamt und sp├Ąteren Landkreis Vaihingen.

1853 kam mit dem Bau der Westbahn das Industriezeitalter nach Sersheim und brachte den Einwohnern neue Erwerbsm├Âglichkeiten durch Arbeit in au├čerhalb gelegenen Betrieben. Sersheim selbst blieb haupts├Ąchlich eine Wohngemeinde. Der Bahnhof war am Hang etwas s├╝dlich des Ortskerns angelegt worden; durch die Anlage neuer Wohngebiete um den Bahnhof herum hat sich der Schwerpunkt der Siedlung seither etwas verschoben.

Im Ersten Weltkrieg fielen 49 Sersheimer, im Zweiten Weltkrieg 119. Nach Ende des Krieges stellten Heimatvertriebene etwa ein Viertel der Bev├Âlkerung.

Bei der Kreisreform 1973 wurde der Ort in den Landkreis Ludwigsburg eingegliedert. Bei der gleichzeitig ablaufenden Gemeindereform war die Eigenst├Ąndigkeit der Gemeinde durch eine m├Âgliche Eingemeindung nach Vaihingen an der Enz bedroht. Um diesem Schicksal zu entgehen, bem├╝hte sich Sersheim seinerseits, die etwas kleinere Nachbarstadt Oberriexingen einzugemeinden. Diese Bem├╝hungen schlugen fehl, die Eigenst├Ąndigkeit blieb jedoch im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft mit Vaihingen bestehen. Zwischen 1970 und 1990 stieg die Einwohnerzahl um gut ein Drittel.

Seit 1984 unterh├Ąlt Sersheim eine Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Canale. 1989 errichtete die Gemeinde dort als Geschenk ein Feuchtbiotop im Valle delle Rocche, wof├╝r Sersheim die Ehrenfahne des Europarats verliehen wurde.

Politik

B├╝rgermeister der Gemeinde Sersheim ist J├╝rgen Scholz. Im Gemeinderat sind die CDU , die SPD und die Freien W├Ąhler mit je vier, die Unabh├Ąngigen B├╝rger Sersheim mit zwei Sitzen vertreten.

Wappen und Flagge

Das Sersheimer Wappen zeigt in Gold ein rotes B├╝ffelgeh├Ârn mit Grind, zwischen den H├Ârnern drei (1:2) rote Kugeln. Das B├╝ffelgeh├Ârn weist auf die Herren von Sachsenheim hin, die bis 1561 die Ortsherrschaft innehatten. Die Bedeutung der drei Kugeln ist nicht sicher; m├Âglicherweise weisen sie - als Attribut des Hl. Nikolaus auf das Kloster Hirsau hin, das seit dem fr├╝hen 12. Jahrhundert in Sersheim beg├╝tert war. Der Entstehungszeitpunkt des Wappens ist ungekl├Ąrt, es wird vermutlich mindestens seit dem fr├╝hen 19. Jahrhundert verwendet. Die heutige Form des Wappens wurde durch Beschluss des Gemeinderats vom 2. Dezember 1955 festgelegt.

Am 9. Oktober 1980 wurde der Gemeinde durch das Landratsamt Ludwigsburg eine Flagge in den Farben Rot-Gelb verliehen.

Kultur, Sehensw├╝rdigkeiten, Tourismus

Der Ortskern wird durch Vaihinger Stra├če, Sedanstra├če und den Metterweg begrenzt und gruppiert sich um die Schlo├čstra├če, in der sich auch die wichtigsten Geb├Ąude befinden. Der Name der Stra├če erinnert an das Untere Schl├Âssle, das ab 1479 erbaut wurde, von dem aber nach wechselvoller Geschichte nur noch Mauerreste vorhanden sind. 1988 und 1992 wurde auf dem Schlossgel├Ąnde das neue Rathaus und das B├╝rgerhaus errichtet. Ebenfalls in der Schlo├čstra├če findet sich die Pfarrkiche St. Peter aus dem 13. Jahrhundert, die 1753 grundlegend umgebaut wurde. Das 1568 errichtete Obere Schl├Âssle befindet sich in der Backgasse.

Von Interesse sind ferner das Gemeindearchiv, Strich-Chapell-Zimmer und Schmiedemuseum im B├╝rgerhaus sowie das M├╝hlen- und Heimatmuseum in der au├čerhalb des Ortskerns gelegenen Fesslerm├╝hle.

Durch Sersheim f├╝hrt der Stromberg-Enztal-Radweg , ein Landesfernradweg .

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Jedes zweite Jahr (in ungeraden Jahren) Ende Juni richten Gemeinde und Vereine zusammen das Luggeles-Feschd aus, dessen Name sich auf den Spitznamen der Sersheimer (Luggele = K├╝ken) bezieht. Dieser ist angeblich durch die beengte Lage des Orts entstanden, in dem sich die H├Ąuser "wie K├╝ken um die Henne" (die Kirche) anschmiegten.

Weitere regelm├Ą├čige Veranstaltungen sind das Trecker Treck (eine Traktor-Pull-Show) und das Schwarzpulverschiessen mit Indianerlager j├Ąhrlich am ersten Wochenende im Mai.

Sport

Im Ort besteht eine Freiluft-Tennisanlage, eine Tennishalle, eine Mehrzwecksporthalle, eine Gymnastikhalle, ein Sandsportplatz mit 400m-Bahn sowie ein Rasenfussballplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

1853 bekam der Ort durch den Bau der W├╝rttembergischen Westbahn zwischen Bietigheim und Bruchsal einen Eisenbahnanschluss. Auf der heutigen Kursbuchstrecke 770 besteht eine Regionalexpress -Verbindung im Stundentakt in Richtung Stuttgart, zweist├╝ndlich abwechselnd nach Heidelberg bzw. Karlsruhe. Ferner liegt Sersheim an der Linie S5 der AVG, die den Ort im Stundentakt bedient.

Zu den Nachbarorten Kleinglattbach, Horrheim und Gro├čsachsenheim bestehen Landesstra├čen , nach Hohenhaslach und Oberriexingen f├╝hren Kreisstra├čen .

Ans├Ąssige Unternehmen

In den bestehenden Gewerbegebieten Aischbach und Hof├Ącker befinden sich u.a. die Unternehmen Fontanis Mineralbrunnen GmbH und ALWA Mineralbrunnen GmbH (Mineralwasserabf├╝llung), Fr├╝we Fruchtsaft GmbH (Fruchtsaftproduktion), RCC & Weha GmbH (Blech- und Edelstahlverarbeitung) und REVEN (Geb├Ąudetechnik).

Seit 2005 wird auf dem neu entstehenden Gewerbegebiet Eichwald, einem gemeinsam mit Sachsenheim und Bietigheim-Bissingen ausgewiesenen Gebiet einer ehemaligen Radarstation der US-Armee, gebaut. Die Winkels Getr├Ąnke Logistik GmbH, errichtet hier eine neue Abf├╝llanlage.

Medien

W├Âchentlich erscheint die Gemeindezeitung s' Bl├Ąttle.

Bildung

In Sersheim gibt es eine Grund-, eine Haupt- und eine Werkrealschule.

Literatur

  • Der Kreis Ludwigsburg, hrsg. von Ulrich Hartmann. 2. Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, 1994.

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