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Letzte Änderung für Artikel Schwieberdingen: 20.02.2006 13:41

Schwieberdingen

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Wappen Karte
Bild:WappenSchwieberdingen.png Deutschlandkarte, Position von Schwieberdingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Landkreis : Ludwigsburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 53' N, 09┬░ 04' O
48┬░ 53' N, 09┬░ 04' O
H├Âhe : 274 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 14,87 km┬▓
Einwohner : 10.692 (31. M├Ąrz 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 719 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 13,9 %
Postleitzahl : 71701
Vorwahl : 07150
Kfz-Kennzeichen : LB
Gemeindeschl├╝ssel : 08 1 18 067
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlosshof 1
71701 Schwieberdingen
Offizielle Website: www.schwieberdingen.de
E-Mail-Adresse: rathaus@schwieberdingen.de
Politik
B├╝rgermeister : Gerd Spiegel (parteilos)

Schwieberdingen ist eine Gemeinde mit rund 10.700 Einwohnern im Landkreis Ludwigsburg. Sie liegt etwa 5 km von der Kreisstadt Ludwigsburg und 10 km von der baden-w├╝rttembergischen Landeshauptstadt Stuttgart entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Bild:Schwieberdingen Lage.png

Gemarkung der Gemeinde Schwieberdingen
Gemarkung der Gemeinde Schwieberdingen

Schwieberdingen liegt im s├╝dwestlichen Neckarbecken, einer l├Â├čbedeckten und durch Flusst├Ąler eingeschnittenen Hochfl├Ąche im Zentrum Baden-W├╝rttembergs. Der zum Landkreis Ludwigsburg geh├Ârende Ort befindet sich rund 5 km s├╝dwestlich der Kreisstadt Ludwigsburg, und etwa 10 km nordwestlich der baden-w├╝rttembergischen Landeshauptstadt Stuttgart, etwas s├╝dlich des 49. Breitengrades.

Die Landschaft um Schwieberdingen zeigt eine gro├če Verschiedenartigkeit an Bodenformen, die sich auch an den Flurnamen mit den Endungen Berg, Grund oder Tal erkennen l├Ąsst. Durch den Ort flie├čt der kleine, nicht schiffbare Fluss Glems, der sich hier in den Muschelkalk des sonst nur leicht welligen Gel├Ąndes des Langen Feldes und des Strohg├Ąus eingegraben hat. Im Glemstal selbst finden sich gr├Â├čere zusammenh├Ąngende Auenbereiche , die periodisch ├╝berflutet werden.

Etwa 35% der Schwieberdinger Bodenfl├Ąche besteht aus Siedlungs- und Verkehrsfl├Ąche, rund 62% aus landwirtschaftlichen Nutzfl├Ąchen . Die verbleibende Rest bestehet aus Wald und Wasserfl├Ąchen .

Der h├Âchste Punkt der Gemarkung, die Katharinenlinde, liegt bei 351 m ├╝. NN, der tiefste an der Gemarkungsgrenze im unteren Glemstal bei 238 m ├╝. NN.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Schwieberdingen. Im Uhrzeigersinn beginnend im Norden sind dies Markgr├Âningen, M├Âglingen, Korntal-M├╝nchingen, Hemmingen und Eberdingen.

Klima

Schwieberdingen ist gekennzeichnet durch sein mildes Klima, das durch seine Lage im s├╝dwestlichen Neckarbecken, abgeschirmt durch den Schwarzwald im Westen, die Schw├Ąbische Alb im S├╝den, den Schurwald im Osten und das Strom- und Heuchelberggebiet im Nordwesten gepr├Ągt ist. Neben dem Oberrheintal ist der Gro├čraum Stuttgart - zu dem Schwieberdingen geh├Ârt - eines der w├Ąrmsten Gebiete Deutschlands. Der w├Ąrmste Monat ist der Juli mit einer mittleren monatlichen Temperatur von 18,8 Grad Celsius, w├Ąhrend der Januar als k├Ąltester Monat durchschnittlich 1,3 Grad Celsius aufweist. Neben den milden Temperaturen sind die lange Sonnenscheindauer, die geringen Niederschl├Ąge und niedrige Windgeschwindigkeiten bei gro├čer H├Ąufigkeit von Windstillen charakteristisch. Die mittlere j├Ąhrliche Niederschlagsmenge in Schwieberdingen liegt bei 679 mm. Die Hauptniederschl├Ąge fallen, wie in S├╝ddeutschland ├╝blich, im Sommer, wobei der Juni und August die h├Âchsten Niederschlagsmengen aufweisen. Die Niederschlagsarmut in der Region hat dazu gef├╝hrt, dass schon bald eine Fremdwasserversorgung notwendig wurde, woraufhin die Bodenseewasserversorgung ab 1954 aufgebaut wurde.

Geschichte

Die ersten nachweisbaren Spuren einer Besiedelung auf der heutigen Gemarkung Schwieberdingen sind seit der Jungsteinzeit vorhanden. Der ├Ąu├čerst fruchtbare Boden und die Furt ├╝ber die Glems zogen bereits ab 5000 v. Chr. Erste Siedler an. Funde des Landesdenkmalamtes belegen zwei Siedlungen. Die ├Ąltere ÔÇô in Fachkreisen als Schwieberdinger Gruppe bezeichnet ÔÇô ist zeitlich etwa im Jahre 4200 bis 4000 v. Chr. einzuordnen. Zu ihr geh├Ârt auch das in einem Hockergrab entdeckte Skelett einer jungen Frau, genannt Mathilde, die etwa 4000 v. Chr. gelebt hat. Die zweite Siedlung datiert in die Michelsberger Kultur und ist etwa 700 bis 800 Jahre j├╝nger als die Schwieberdinger Gruppe.

Ab 85 n. Chr. eroberten die R├Âmer das Land von den Kelten und hinterlie├čen ihre Spuren unter anderem aufgrund des Baus der durch den sp├Ąteren Ort und ├╝ber die Furt an der Glems f├╝hrenden R├Âmerstra├če . Die alte R├Âmerstra├če, die auch das sp├Ątere Schwieberdingen ├╝ber Jahrhunderte pr├Ągte, stellte in dieser Zeit die wichtigste Stra├če des Landes und eine Hauptverbindung zwischen Rhein und Donau dar. Genutzt wurde sie vor allem milit├Ąrisch. So durchzogen beispielsweise der r├Âmische Kaiser Hadrian und seinen Legionen zwischen den Jahren 117 und 138 das Gebiet. Neben der R├Âmerstra├če zeigen Reste r├Âmischer Gutsh├Âfe ÔÇô die an die intensive landwirtschaftliche Nutzung erinnern ÔÇô und andere arch├Ąologische Funde weitere Spuren der r├Âmischen Besiedlung in den ersten beiden Jahrhunderten unserer Zeitrechnung.

Im 3. Jahrhundert eroberten die Alamannen das r├Âmische Gebiet bis zum Rhein. W├Ąhrend dieser Zeit wurde um 260 n. Chr. der heutige Ort unter dem Namen Suidbert-ingen, der auf den alamnnischen Sippenf├╝hrer Suidbert zur├╝ckzuf├╝hren ist, gegr├╝ndet. Nach dem Sieg der Franken ├╝ber die Alamannen um 500 lag das Gebiet der sp├Ąteren Markung Schwieberdingen an der Stammesgrenze zwischen den Alamannen im S├╝dosten und den Franken im Nordwesten. Diese Grenze wurde nach der Christianisierung zugleich Bistumsgrenze zwischen dem fr├Ąnkischen Bistum Speyer und dem alamannischen Bistum Konstanz. Die Lage Schwieberdingens am Schnittpunkt von Stammesgrenze und der Fernstra├če, sowie die Bedeutung der Furt f├╝r diesen von Flandern bis zum Schwarzen Meer und Italien so wichtigen Verkehrsweg lassen vermuten, dass das Dorf aus milit├Ąrischen Erw├Ągungen - zum Schutz der Furt - gegr├╝ndet worden ist.

Verschiedene Bodenfunde auf der heutigen Markung Schwieberdingens zeigen, dass einst mehrere alemannische Siedlungen bestanden haben. So wurde zwischen 750 und 802 das im ├Âstlichen Teil der Gemarkung liegende und im 14. Jahrhundert abgegangene Dorf V├Âhingen erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Die W├╝stung ist inzwischen im Jahre 2005 arch├Ąologisch gr├╝ndlich untersucht worden.

Schwieberdingen um 1684
Schwieberdingen um 1684

Die bisher erste schriftliche Erw├Ąhnung Schwieberdingens erfolgte im Esslinger Urbar von 1304 , in der zwei Morgen Ackerland versus Swiebertingen beschrieben werden. Im 14. Jahrhundert begannen die Grafen von W├╝rttemberg, ihre Herrschaft in der Region auszuweiten. So verkaufte am 18. Oktober 1321 auch Graf B├╝rgin der J├╝ngere von Hohenberg-Nagold den Kirchensatz zu Schwieberdingen an Graf Eberhard den Erlauchten von W├╝rttemberg. Neben den Grafen von W├╝rttemberg hatten unter anderem die Herren von Nippenburg, deren gleichnamiger Sitz etwas s├╝dlich des Ortes liegt und 1160 erstmals urkundlich genannt wurde Besitz im Dorf.

Im 16. und 17. Jahrhundert hatte Schwieberdingen schwer unter Kriegen und Krankheiten zu leiden. Dreimal kam die Pest ├╝ber den Ort. Allein im August 1584 starben 88 Menschen an der Seuche. Schon bald darauf wurde die stark dezimierte Bev├Âlkerung von neuen Schrecken heimgesucht. So wie sich Friedenszeiten durch den Durchzug von Handels- und Kaufleuten g├╝nstig auf den sich an der der sp├Ąteren Reichs-, Handels- und Heerstra├če entlang ausbreiteten Ort auswirkten, so brachten die in Kriegszeiten durchziehenden Heere auch Not und Elend. Der Drei├čigj├Ąhrige Krieg lichtete die Bev├Âlkerung nochmals. Schwieberdingen wurde von Pl├╝nderungen und Brandschatzungen heimgesucht. W├Ąhrend dieser Zeit ist f├╝r neun Jahre kein einziger Eintrag im Kirchenbuch zu finden. Laut einer Inschrift in der Sakristei soll der Ort v├Âllig verlassen gewesen sein. Wiederholte Einf├Ąlle franz├Âsischer Truppen zwischen 1688 und 1707 sorgten f├╝r weitere Verw├╝stungen und wirtschaftliche Sch├Ąden. Im Jahr 1707 , als es den Franzosen unter ihrem Anf├╝hrer Marschall Villars erneut gelang ├╝ber den Rhein zu kommen, bezogen die franz├Âsischen Truppen am 4. Juni 1707 in Schwieberdingen quartier. Nach zwei Tagen der Verhandlung erkauft sich die w├╝rttembergische Regierung f├╝r eine Million Gulden die Schonung des Landes, was in dem im Ort abgeschlossenen Schwieberdinger Vertrag dokumentiert wurde.

Kurz vor Ende des 18. Jahrhunderts ziehen wieder Truppen durch den Ort. Das Grbmal des gefallenen ├Âsterreichischen Offiziers Heinrich von Parzer auf dem Friedhof bezeugt die K├Ąmpfe zwischen ├Âstrreichischen und franz├Âsischen Truppen. Vermutlich sollte die ├Âsterreichische Nachhut die Stra├če und den Glems├╝bergang sichern.

Die Kriege des 19. Jahrhunderts und die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert forderten ebenfalls hohen Tribut von den Einwohnern der seit 1718 zum Oberamt Ludwigsburg geh├Ârenden Gemeinde. Dazu kamen Zeiten von Missernten, Hungersn├Âten und Arbeitslosigkeit, was besonders im 19. Jahrhundert viele Einwohner zur Auswanderung nach Polen , Ungarn und Amerika trieb.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zogen eine gro├če Anzahl von Heimatvertriebenen und Fl├╝chtlingen nach Schwieberdingen. Der Ort ver├Ąnderte sich erheblich. Aus dem vormals l├Ąndlich-b├Ąuerlichen Dorf wurde eine moderne, gewerblich orientierte Gemeinde. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung, siedeln sich immer mehr Firmen in Schwieberdingen an. Das gr├Â├čte und finanziell bedeuteste Unternehmen ist seit 1963 die Robert Bosch GmbH. Die Einwohnerzahl entwickelte sich sprunghaft, so dass sich die Wohngebiete langsam den Gemarkungsgrenzen ann├Ąhern. Im Jahr 2004 wurde die 10.000 Einwohnergrenze ├╝berschritten. Heute hat die Gemeinde rund 10.700 Einwohner.

Religion

Die Gemeinde Schwieberdingen lag urspr├╝nglich an der Grenze der Bist├╝mer Konstanz und Speyer , die durch den Fluss Glems gebildet wurde. Der Ort selbst geh├Ârte dem Bistum Speyer an. Wie in ganz W├╝rttemberg wurde auch in Schwieberdingen ab 1534 die Reformation eingef├╝hrt, infolgedessen der Ort ├╝ber viele Jahrhunderte ├╝berwiegend protestantisch war, und die in 14. Jahrhundert erbaute Schwieberdinger Georgskirche zur evangelischen Kirche des Ortes wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen durch die vielen Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten die ersten Katholiken nach Schwieberdingen. Nachdem 1945 gerade einmal 2% der Einwohner katholisch getauft waren, erh├Âhte sich die Zahl der katholischen Gemeindemitglieder bis 1950 auf 369, was ca. 17% der Bev├Âlkerung entsprach. Sie nahmen zun├Ąchst das Angebot der evangelischen Gemeinde an ihre Gottesdienste in der Georgskirche zu feiern, bevor am 4. April 1964 die katholische Kirche St. Petrus und Paulus geweiht wurde.

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Schwieberdingen auch die Neuapostolische Kirche .

Ortsteile

Der im Nordwesten der Schwieberdinger Gemarkung liegende Hardthof bildet zusammen mit dem Sch├Ânb├╝hlhof einen Weiler . Die Gr├╝ndung des damaligen Hart Hof durch eine Schwieberdinger Leineweberfamilie im Jahr 1760 ist in Stein gehauen ├╝berliefert. Etwas j├╝nger ist der angrenzende Sch├Ânb├╝hlhof, der 1793 durch einen Landwirt aus Heimerdingen ger├╝ndet wurde.

Eine Besonderheit ist die gemeinsame Verwaltung des Hardt- und Sch├Ânb├╝hlhofes, da mitten durch den Ort mit etwa 300 Einwohnern, teilweise sogar mitten durch einige H├Ąuser, die Gemarkungsgrenze zwischen Schwieberdingen und Markgr├Âningen verl├Ąuft.

Als Interessensvertreter und F├╝rsprecher w├Ąhlen alle vollj├Ąhrigen Einwohner des Ortes alle 8 Jahre aus ihrer Mitte einen "Anwalt". Dieser Anwalt, der bis 1991 auf Lebenszeit gew├Ąhlt wurde, vertritt die Interessen des Weilers gegen├╝ber seinen beiden Muttergemeinden. Im seit 1797 existierenden "Protokollbuch" schreiben die amtierenden Anw├Ąlte die Beschl├╝sse, Vereinbarungen und Probleme des Ortes nieder. In der fr├╝heren Gemeindeordnung hatten die Anw├Ąlte zudem einen kommunalrechtlichen Status. Sie wurden gew├Ąhlt, mussten Versammlungen abhalten und waren im Gemeinderat vertreten. In der jetzt g├╝ltigen Gemeindeordnung gibt es offiziell keine Anw├Ąlte mehr. Auf dem Hardt- und Sch├Ânb├╝hlhof wurde die Funktion jedoch au├čerhalb der Rechtsgrundlage weiterhin beibehalten.

Einwohnerentwicklung

Die beschriebenen Einwohnerzahlen basieren entweder auf Sch├Ątzungen, Volksz├Ąhlungsergebnissen oder amtlichen Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Bev├Âlkerungsentwicklung
Bev├Âlkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahlen
1550 480
1634 165
1657 29
1661 252
1763 633
1820 1.265
1835 1.335
1845 1.383
1860 1.577
1866 1.381
1877 1.361
1889 1.416
Jahr Einwohnerzahlen
1900 1.367
1912 1.281
1930 1.480
1935 1.480
1946 1.650
1950 2.184
1955 2.571
1960 3.382
1970 6.065
1985 9.300
1995 9.413
2005 10.692

Politik

Gemeinderat

Sitzverteilung des Gemeinderates Schwieberdingen
Sitzverteilung des Gemeinderates Schwieberdingen

Der Gemeinderat als oberstes Gremium der Gemeinde umfasst 18 Sitze. Die Mitglieder des Gemeinderates werden alle f├╝nf Jahre von den wahlberechtigten B├╝rgern gew├Ąhlt. Die letzte Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab hierbei: CDU 27,6%, SPD 22,7%, FDP 11,7% und FWV 38,0%. Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CDU = 5, SPD = 4, FDP = 2 und FWV = 7 Sitze.

Vorsitzender des Gemeinderates ist der von den B├╝rgern alle acht Jahre direkt gew├Ąhlte B├╝rgermeister .

B├╝rgermeister seit 1875

  • 1875 bis 1892 : Konrad V├Âllm ( Schulthei├č )
  • 1893 bis 1915 : Karl Zoller ( B├╝rgermeister )
  • 1919 bis 1941 : Eugen Herrmann ( B├╝rgermeister )
  • 1941 bis 1945 : Otto Surber ( kommissarischer B├╝rgermeister )
  • 1945 bis 1948 : Friedrich Rothacker ( kommissarischer B├╝rgermeister )
  • 1948 bis 1981 : Hermann Butzer ( B├╝rgermeister )
  • seit 1981 : Gerd Spiegel ( B├╝rgermeister )

Wappen

In der Oberamtsbeschreibung aus dem Jahr 1859 wird beschrieben: ÔÇ×Das Ortswappen besteht aus zwei von einander stehenden Halbmonden, zwischen welchen sich ein Stern befindet.ÔÇť

Diese Deutung wurde fast ein Jahrhundert ├╝bernommen. Aufgrund geschichtlicher Unterlagen ist heute jedoch bekannt, dass es sich nicht um Halbmonde, sondern um Wolfsangeln handelt, die fr├╝her zur Ausr├╝stung eines J├Ągers als Fangger├Ąt geh├Ârten. Wie andere Jagd- und Fangger├Ąte wurden im Mittelalter auch die Wolfsangeln als Wappensymbole verwendet.

Die Farben des Wappens sind gold (Halbmonde bzw. Wolfsangeln und Stern) auf blauem Grund.

Partnerschaften

Schwieberdingen unterh├Ąlt freundschaftliche Beziehungen zu:

  • Belvidere in Illinois , USA
  • Gro├čharthau in Sachsen
  • Vaux-le-P├ęnil in Frankreich

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

Das im Alten Pfarrhaus aus dem 16. Jahrhundert untergebrachte Heimatmuseum zeigt nach umfangreichen Sanierungsma├čnahmen auf drei Stockwerken seine Best├Ąnde zur b├Ąuerlichen und b├╝rgerlichen Alltagskultur von 1870 bis 1920, weiter Exponate zum Thema "Spielen und Lernen" und schlie├člich zum alten Handwerk (Schreiner, Schneider, Schuster).

Musik

  • Als ├Ąltester Schwieberdinger Verein wurde 1840 der Liederkranz gegr├╝ndet, der sich 1848 den noch heute g├╝ltigen Namen S├Ąngerbund Schwieberdingen gab.
  • Der Musikverein Schwieberdingen, in dem heute rund 110 aktive Musiker in drei unterschiedlichen Kapellen musizieren wurde 1925 gegr├╝ndet. In den 1970er Jahre rief der Musikverein eine vereinseigene Musikschule ins Leben, die 1989 in die heutige Musikschule Schwieberdingen ├╝berf├╝hrt wurde.
  • Das in Schwieberdingen beheimatete Strohg├Ąu Sinfonieorchester besteht seit 1950 . Das Orchester besteht aus einer festen Gemeinschaft von Laienmusikern, und wird von einem nicht-professionellen Dirigenten geleitet. Traditionell spielt das Orchester zwei Serenadenkonzerte im Fr├╝hjahr und drei Sinfoniekonzerte im Herbst. Zudem gibt es jedoch auch verschiedene Sonderkonzerteim In- und Ausland. Unter anderem gab das Strohg├Ąu Sinfonieorchester bereits Konzerte in Caen (Frankreich), Pamplona (Spanien) oder Coventry (England).

Bauwerke

Pfarrkirche St. Georg
Pfarrkirche St. Georg
Fr├╝hme├čhaus und Aufgang zur Kirche
Fr├╝hme├čhaus und Aufgang zur Kirche
  • etwas au├čerhalb im S├╝den steht die Burgruine Nippenburg. Die auf einem von der Glems umflossenen Bergsporn errichtete Burg wurde von den Herren von Nippenburg gebaut, und im Jahr 1160 erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Die mit allen Grundmauern erhaltene Burganlage ist die einzige Burgruine aus dieser Zeit im Gro├čraum Stuttgart.
  • am Rande des Ortskerns befindet sich die Georgskirche . Die sehr gut erhaltene, mit einer m├Ąchtigen Ringmauer umgebene Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert erhielt ihre heutige Gestalt in den Jahren 1495 bis 1498 , als Ludwig von Nippenburg die Kirche durch den herzoglichen Baumeister Peter von Koblenz im sp├Ątgotischen Stil erweitern lies. Der 43m hohe Kirchturm wurde um 1515 zun├Ąchst mit einem spitzen Turmdach erbaut. Durch einen schweren Blitzeinschlag wurde der obere Teil des Turmes im Jahr 1795 zerst├Ârt. Beim Wiederaufbau erhielt die Kirche ihren heutigen Turmhelm.
  • Das Schwieberdinger Schl├Â├čle gegen├╝ber der Georgskirche ist ein alter Nippenburg-Wallbrunnscher Herrensitz. Im Jahr 1773 ├╝bernahm die herzoglich w├╝rttembergische Kammerschreiberei das Geb├Ąude, das K├Ânig Friedrich I. als Prinz und zeitweise auch w├Ąhrend seiner Regierungszeit bewohnte. Heute ist das Schl├Â├čle im Besitz der Gemeinde.
  • Im Ortszentrum steht das Wasserschloss . Nach mehreren Umbauten, dem Umwandeln ehemaliger Behausungen in Scheunen und Stallungen, und dem Zusch├╝tten des Wassergrabens hat das Geb├Ąude inzwischen nicht mehr das Aussehen einer Wasserburg . Heute ist das Schwieberdinger Rathaus im ehemaligen Wasserschloss untergebracht.
  • am Rande der bebauten Fl├Ąche ├╝berquert die B10 die Glems auf einem monumentalen Viadukt . Die 1962 erbaute Glemstalbr├╝cke ├╝berspannt das Tal in 38 Metern H├Âhe und 280 Metern L├Ąnge.
  • 2004 wurde die neu errichtete Felsenberg-Arena eingeweiht, in welcher die Fu├čballer des TSV Schwieberdingen seither ihre Heimspiele austragen.

Naturdenkm├Ąler

Katharinenlinde
Katharinenlinde

Neben den Naturschutzgebieten im Glemstal, M├╝nchinger Tal sowie rund um die Nippenburg gibt es auf der Gemarkung zahlreiche Naturdenkm├Ąler . Hierzu geh├Âren beispielsweise die Katharinenlinde, das Feuchtgebiet Markt oder die Pappelgruppe am V├Âhinger Kirchle.

Sport

Der gr├Â├čte Sportverein der Gemeinde ist der TSV Schwieberdingen. Die erfolgreichsten und bekanntesten Mannschaften des TSV sind die in der Bundesliga spielenden Faustballer , sowie die in der Verbandsliga W├╝rttemberg spielenden Fu├čballer .

Der Glemsm├╝hlenradweg durchquert auf seinem 40km langen Weg vom Glemseck bis zur M├╝ndung der Glems in die Enz bei Unterriexingen genauso durch Schwieberdingen wie der 30 km lange vom Hohenasperg nach Ditzingen an verschiedenen Zeugnissen keltischer Kultur vorbeif├╝hrende Keltenradweg.

Etwas au├čerhalb befindet sich der Golfplatz "Schloss Nippenburg", der Austragungsort der German Open 1995 - 1997 .

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • Fasching: Allj├Ąhrlich st├╝rmen die Gagerbach-Hexen am 'Schmotzigen Donnerstag' das Schwieberdinger Rathaus, und ├╝bernehmen die Regierungsgesch├Ąfte bis zum Aschermittwoch.
  • Pfingstwochenende: Kawa-Fest
  • Juli: Musikfest des Musikvereins
  • Oktober: Jedes Jahr wird zum Erntedankfest in der Georgskirche ein Mosaik aus Samen, Bl├╝ten und Fr├╝chten gelegt und bleibt bis zum Kirbesonntag zu besichtigen.
  • November: Kirbesonntag und 'Kirbemeedich'
  • 2. Adventssonntag: Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die durch Schwieberdingen verlaufende B10, die schon zur R├Âmerzeit eine Hauptverbindung zwischen Rhein und Donau darstellte, verl├Ąuft heute nach dem Bau der Umgehungsstra├če im Jahr 1962 nicht mehr durch die Ortsmitte, sondern n├Ârdlich ihrer urspr├╝nglichen Lage. Dabei trennt sie Industrie- und Wohngebiet voneinander. Die n├Ąchste Autobahnanschluss-Stelle auf die A81 ist Stuttgart-Zuffenhausen etwa 3 km s├╝d-├Âstlich von Schwieberdingen.

Die Strohg├Ąubahn verkehrt regelm├Ą├čig zwischen Weissach und Stuttgart-Feuerbach ├╝ber Schwieberdingen Bf im S├╝den des Ortes. Ferner verl├Ąuft die Schnellbahntrasse StuttgartMannheim (├╝ber Vaihingen/Enz ) nord├Âstlich von Schwieberdingen, jedoch ohne Haltepunkt. Dar├╝ber hinaus verf├╝gt Schwieberdingen ├╝ber einige lokale und regionale Busverbindungen , die dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart angeh├Âren.

Der internationale Flughafen Stuttgart befindet sich im etwa 25 km entfernten Leinfelden-Echterdingen.

Industrie und Wirtschaft

Durch die Lage Schwieberdingens - ehemals das Dorf an der Strasse genannt - an der rege befahrene Reichs- und Handelsstra├če und den damit verbundenen durchziehenden Heeren, Kauf- und Handelsleuten hatten Gasth├Ąuser und Handwerksbetriebe wie Schmiede , Wagner und Sattler in fr├╝heren Zeiten eine wichtige Bedeutung. Daneben war Schwieberdingen bis in die 1950er Jahre von der Landwirtschaft gepr├Ągt.

Mit der Ansiedlung der Lammbrauerei im Jahr 1812 entstand der erste Industriebetrieb in Schwieberdingen. Das hergestellte Schwieberdinger Lamm-Br├Ąu war weit ├╝ber die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Bis in die 1970er Jahre stieg die Besch├Ąftigtenzahl auf rund 60 Mitarbeiter, bei 16.000 abgef├╝llten Flaschen in der Stunde. 1981 wurde das mittelst├Ąndische Brauereiunternehmen an die Gro├čbrauerei Stuttgarter Hofbr├Ąu verkauft und musste den Betrieb einstellen.

Seit den 1960er Jahren hat sich die Industrie und damit auch die Zahl der Arbeitspl├Ątze in Schwieberdingen rasant entwickelt. Die in der Gemeinde ans├Ąssigen Unternehmen ÔÇô vor allem aus der Automobilzulieferindustrie und dem Speditionsgewerbe ÔÇô besch├Ąftigen heute insgesamt 7.740 Personen, darunter 4.158 Besch├Ąftigte die auch im Ort wohnen. Die Arbeitslosenquote betrugt im Jahr 2005 rund 5%. Bekannte am Ort ans├Ąssige Unternehmen sind:

  • Robert Bosch GmbH
  • Knorr-Bremse Systeme f├╝r Nutzfahrzeuge GmbH
  • Gro├če Vehne Speditions GmbH Stuttgart
  • Erwin STEINLE Internationale Spedition GmbH & Co. KG
  • Alfred Winkler GmbH

Bildung

Das Schulwesen in Schwieberdingen geht bis ins 16. Jahrhundert zur├╝ck. 1559 wurde das alte Schulhaus, als zweite Volksschule im heutigen Kreis Ludwigsburg errichtet. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war das Geb├Ąude zu klein geworden, sodass man 1914 ein neues Schulhaus erbaute, das heute die Grundschule am Berg beherbergt. Neben den beiden Grundschulen verf├╝gt Schwieberdingen ├╝ber eine Hauptschule und eine Realschule. Die n├Ąchsten Gymnasien sind in Markgr├Âningen und Korntal-M├╝nchingen.

Literatur

  • M├╝ller, Willi: Schwieberdingen, das Dorf an der Stra├če; Grundri├č einer Ortsgeschichte; 1961
  • S├Ąnze, Erwin: Schwieberdingen: Eine lebendige Gemeinde; Geiger-Verlag 1999; ISBN 3-895706-15-9
  • Arnold, Susanne: Dorfsterben.... V├Âhingen und was davon blieb; Landesdenkmalamt Baden-W├╝rttemberg 1998; ISBN 3-927714-35-6

Weblinks

   
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Nestor 71638 Ludwigsburg http://www.nestor-hotels.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40 71 41 / 96 70
Ascot 71254 Ditzingen http://www.ascothotels.de/deutsch/ditzingen.htm  07156 / 9 62-0
Zum Kranz 71735 Eberdingen   07042 / 77980
Schlosshof 71701 Schwieberdingen http://www.hotel-schlosshof.de/  07150 / 3965-0
Enjoy Hotel 70825 Korntal-M├╝nchingen http://www.enjoyhotelkorntal.de/  0711 / 837019
Landschlo├čhotel 70825 Korntal-M├╝nchingen http://www.landschloss-korntal.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30711 / 83 88 80-0
Adler 71735 Eberdingen http://www.adler-hochdorf-enz.de/ Kategorie: 2Kategorie: 207042 / Tel: 07042/7

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