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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Ludwigsburg: 13.02.2006 00:16

Landkreis Ludwigsburg

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Wappen Karte
Wappen des Landkreises Ludwigsburg Lage des Landkreises Ludwigsburg in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Region : Stuttgart
Verwaltungssitz : Ludwigsburg
Fläche : 686,82 km²
Einwohner : 512.870 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 747 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen : LB
Kreisschl√ľssel : 08 1 18
Kreisgliederung: 39 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Hindenburgstraße 40
71638 Ludwigsburg
Website : www.landkreis-ludwigsburg.de
E-Mail-Adresse: mail@landkreis-ludwigsburg.de
Politik
Landrat : Dr. Rainer Haas
Karte
Bild:Baden_wuerttemberg_lb.png
Der Landkreis Ludwigsburg ist ein Landkreis in Baden-W√ľrttemberg. Er geh√∂rt zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart. Sitz des Landkreises ist die ehemalige w√ľrttembergische Residenzstadt Ludwigsburg, die gr√∂√üte Stadt des Kreises. Er grenzt im Norden an den Landkreis Heilbronn, im Osten an den Rems-Murr-Kreis, im S√ľden an die kreisfreie Stadt Stuttgart und an den Landkreis B√∂blingen und im Westen an den Enzkreis.
Der Hohenasperg
Der Hohenasperg

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Ludwigsburg hat haupts√§chlich Anteil am Neckarbecken. Der Neckar kommt von Stuttgart her, durchquert das Kreisgebiet in vielen Schleifen und teilt es in einen etwas gr√∂√üeren Westteil und einen kleineren Ostteil. Das westliche Kreisgebiet wird durch die Fl√ľsse Enz und Glems gepr√§gt. N√∂rdlich der Enz erstreckt sich der Stromberg, zu beiden Seiten der Glems das Strohg√§u. Von Stuttgart nach Norden ausgehend bilden Kornwestheim, Ludwigsburg, Freiberg am Neckar und Bietigheim-Bissingen eine stark besiedelte Verdichtungsachse. Dieser Mittelteil des Kreisgebiets wird vom geschichtlich bedeutsamen Hohenasperg √ľberblickt. Der Ostteil des Landkreises umfasst das Murr - und Bottwartal und hat im Norden noch Anteil an den L√∂wensteiner Bergen.

Geschichte

√Ąltestes Zeugnis menschlicher Pr√§senz im Kreisgebiet ist der 250.000 Jahre alte Sch√§del des Homo steinheimensis, der 1933 bei Steinheim an der Murr gefunden wurde. Ab der Jungsteinzeit l√§sst sich durch zahlreiche arch√§ologische Funde eine kontinuierliche Besiedlung nachweisen. Der Hohenasperg war Sitz keltischer F√ľrsten, von deren Macht die reich ausgestatteten Gr√§ber am Kleinaspergle und in Hochdorf an der Enz k√ľnden.

Ab 85 nach Chr. eroberten die R√∂mer das Land und hinterlie√üen ihre Spuren u.a. mit den Kastellen von Walheim und Benningen. Im 3. Jahrhundert erfolgte die Landnahme der Alamannen . Nach deren Unterwerfung durch die Franken verlief die fr√§nkisch-schw√§bische Stammesgrenze durch das heutige Kreisgebiet, etwa entlang einer Linie von der Glems √ľber den Hohenasperg zum Lemberg bei Affalterbach.

Im 14. Jahrhundert begannen die Grafen von W√ľrttemberg, mehr und mehr Teile der Region an sich zu ziehen, zun√§chst im S√ľden und Osten. So erwarben sie 1302 Marbach, 1308 die Grafschaft Asperg mit dem Glemsgau, 1322 die Herrschaft Wolfs√∂lden und 1336 die vormalige Reichsstadt Markgr√∂ningen. Mit dem Erwerb der Herrschaft Lichtenberg 1357 setzten sie sich im Bottwartal fest, 1360 beerbten sie die Grafen von Vaihingen im Enzgau. Als die nunmehrigen Herz√∂ge 1595 den badischen Markgrafen die Herrschaft Besigheim abkauften, war mit Ausnahme B√∂nnigheims und einzelner ritterschaftlicher D√∂rfer das gesamte heutige Kreisgebiet in ihrer Hand.

Im 17. Jahrhundert hatte die Region schwer unter Kriegen zu leiden. Der Drei√üigj√§hrige Krieg dezimierte die Bev√∂lkerung. Wiederholte Einf√§lle franz√∂sischer Truppen zwischen 1688 und 1707 sorgten f√ľr weitere Verw√ľstungen und wirtschaftliche Sch√§den.

Ein bedeutender Einschnitt war die Errichtung von Schloss und Stadt Ludwigsburg ab 1704 . Ludwigsburg wuchs zum neuen Mittelpunkt der Region heran, auf Kosten von Markgr√∂ningen und Marbach, die ihre zentralen Funktionen einb√ľ√üten. Zur Keimzelle des heutigen Landkreises sollte das 1718 eingerichtete Oberamt Ludwigsburg werden. 1805 gewann W√ľrttemberg die Hoheit √ľber die letzten verbliebenen reichsritterschaftlichen Gebiete; von nun an geh√∂rte das gesamte heutige Kreisgebiet zu W√ľrttemberg und teilte dessen Geschicke.

Die Oberämter wurden 1806 und wieder 1810 neu eingeteilt. Im heutigen Kreisgebiet bestanden ganz oder teilweise die Oberämter Ludwigsburg, Besigheim, Marbach, Brackenheim, Waiblingen, Leonberg, Vaihingen und Maulbronn. 1938 wurde das Oberamt bzw. nunmehr der Kreis Ludwigsburg um den Großteil der Kreise Besigheim und Marbach sowie einzelne Gemeinden der Kreise Waiblingen und Vaihingen erweitert, während dem Kreis Vaihingen der Kreis Maulbronn sowie einige Gemeinden des Kreises Brackenheim eingegliedert wurden.

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Ludwigsburg neu gebildet, dabei um etwa die Hälfte des Landkreises Vaihingen (die andere Hälfte kam zum Enzkreis) sowie um einige Gemeinden der Landkreise Backnang, Heilbronn und Leonberg auf seinen heutigen Umfang vergrößert. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Ludwigsburg noch 39 Gemeinden, darunter 18 Städte und hiervon wiederum sechs Große Kreisstädte (Bietigheim-Bissingen, Ditzingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Remseck am Neckar und Vaihingen an der Enz). Größte Stadt des Kreises ist Ludwigsburg, kleinste Gemeinde ist Hessigheim.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-W√ľrttemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 426.897
31. Dezember 1975 423.805
31. Dezember 1980 435.649
31. Dezember 1985 434.254
27. Mai 1987 ¬Ļ 442.389
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 465.429
31. Dezember 1995 485.831
31. Dezember 2000 497.764
30. Juni 2005 512.870

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gew√§hlt. Dieses Gremium w√§hlt den Landrat f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repr√§sentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Aussch√ľsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet z√§hlen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Aussch√ľsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschl√ľsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht . Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Landräte

Die Landräte des Landkreises Vaihingen 1945-1972:

  • 1945 : Ludwig L√∂rcher (kommissarisch)
  • 1945 : Julius La Fontaine (kommissarisch)
  • 1945 - 1966 : Friedrich Kuhnle
  • 1966 - 1972 : Erich Fuchslocher

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Landkreises Ludwigsburg ab 1806 :

  • 1806 - 1813 : Karl August Friedrich Glocker
  • 1813 - 1822 : Johann Friedrich Ludwig Mieg
  • 1822 - 1832 : Immanuel Ferdinand Weihenmaier
  • 1832 - 1837 : Gottlieb Friedrich Stump
  • 1838 - 1846 : Friedrich Ludwig H√∂rner
  • 1846 - 1882 : Carl Theodor Friedring Lang
  • 1882 - 1889 : Gustav Ludwig Klaiber
  • 1889 - 1903 : Gregor M√ľnst
  • 1904 - 1919 : Martin Bertsch
  • 1920 - 1928 : Wilhelm Ekert
  • 1928 - 1933 : Friedrich Schl√∂r
  • 1933 - 1938 : August Feurer
  • 1938 - 1945 : Hermann Thierfelder
  • 1945 - 1947 : Hellmuth Jaeger
  • 1948 - 1960 : Hermann Ebner
  • 1961 - 1967 : Karl Stolz
  • 1967 - 1996 : Ulrich Hartmann
  • 1996 - 2006 : Dr. Rainer Haas

Kreistag

CDU FW SPD GR√úNE FDP REP GRAUE Gesamt
2004 36 25 19 10 6 3 1 100

Wappen

Das Wappen des Landkreises Ludwigsburg zeigt in Gold unter einer liegenden schwarzen Hirschstange einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Adler. Das Wappen wurde am 28. Januar 1939 angenommen und nach der Kreisreform 1973 am 30. August 1974 neu verliehen.

Die Hirschstange steht f√ľr das Herzogtum W√ľrttemberg, dessen Herz√∂ge die Stadt Ludwigsburg gr√ľndeten und nahezu das ganze heutige Kreisgebiet schon sehr fr√ľh beherrschten. Der Adler steht f√ľr die ehemalige freie Reichsstadt Markgr√∂ningen, welche H√ľterin der Reichssturmfahne war, jedoch bereits 1336 an W√ľrttemberg fiel. Die Reichssturmfahne mit dem Adler bildet auch das Wappen der Kreisstadt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis Ludwigsburg bietet rund 170 000 Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit ist mit rund 5 % gerade mal halb so groß wie im Bundesgebiet und geringer als im Landesdurchschnitt. Rund 40 % sind im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt, gefolgt von Handel (15 %) und Dienstleistungen (12 %). In Landwirtschaft und Forstwirtschaft arbeitet nur noch 1% aller Beschäftigten, wobei in zwei Dritteln der Gemeinden Weinbau betrieben wird. Die Schwerpunktindustrie in LB ist der Fahrzeugbau , die Metallverarbeitung und die Kunststoffverarbeitung . Der Dienstleistungssektor ist ein schon seit Jahren wachsender Bereich. Der Landkreis Ludwigsburg gehört zu den erfolgreichsten Wirtschaftsstandorten in Deutschland .

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f√ľhrt die A 81 Stuttgart - W√ľrzburg. Ferner wird es durch Bundes-, Landes- und Kreisstra√üen erschlossen. Die wichtigsten sind die B 10 Stuttgart - Pforzheim und die B 27 Stuttgart - Heilbronn.

Bahnstrecken , die das Kreisgebiet durchqueren, sind die Frankenbahn (Stuttgart - Heilbronn), von der am Eisenbahnknotenpunkt Bietigheim-Bissingen die Westbahn Richtung M√ľhlacker abzweigt; des Weiteren ein Zweig der Murrbahn und die Strohg√§ubahn. Teile der Bahnlinien werden vom Netz der S-Bahn Stuttgart benutzt. Die Linie S4 f√ľhrt von Stuttgart √ľber Kornwestheim und Ludwigsburg nach Marbach am Neckar. Die Linie S5 f√ľhrt ebenfalls √ľber Kornwestheim und Ludwigsburg nach Bietigheim-Bissingen. Das s√ľdwestliche Kreisgebiet wird von der Linie S6 Stuttgart - Weil der Stadt ber√ľhrt. Ferner sind die St√§dte Gerlingen durch die Stadtbahnlinie U6 und Remseck am Neckar durch die Linie U14 mit Stuttgart-Mitte verbunden. Die sogenannte Schusterbahn (R11) verbindet Kornwestheim mit Untert√ľrkheim.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Ludwigsburg ist Schultr√§ger folgender Beruflichen Schulen : Gewerbliche und Kaufm√§nnische Schule Bietigheim-Bissingen, Oscar-Walcker-Schule (Gewerbliche Schule) Ludwigsburg, Carl-Schaefer-Schule (Gewerbliche Schule) Ludwigsburg, Robert-Franck-Schule (Kaufm√§nnische Schule) Ludwigsburg, Mathilde-Planck-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Ludwigsburg sowie Erich-Bracher-Schule (Kaufm√§nnische Schule) Kornwestheim-Pattonville, ferner der Schulen f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten in Ludwigsburg (Schule am Favoritepark) und Steinheim an der Murr (Stadtteil Kleinbottwar - Paul-Aldinger-Schule), der Schule f√ľr Sprachbehinderte und Kranke in l√§ngerer Krankenhausbehandlung mit Schulkindergarten f√ľr Sprachbehinderte in Ludwigsburg (Fr√∂belschule) und des Schulkindergartens f√ľr K√∂rperbehinderte Ludwigsburg-Hoheneck.

Der Landkreis Ludwigsburg ist mit 75 % Gesellschafter (25 % liegen bei der Stadt Bietigheim-Bissingen) der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH, welche die Krankenh√§user in Ludwigsburg, Bietigheim-Bissingen, Marbach am Neckar und Vaihingen an der Enz sowie die Klinik f√ľr geriatrische Rehabilitation Ludwigsburg betreibt. Die Kliniken in Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen sind akademische Lehrkrankenh√§user der Universit√§t Heidelberg.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Städte

  1. Asperg (12.842)
  2. Besigheim (11.797)
  3. Bietigheim-Bissingen (42.022)
  4. Bönnigheim (7.454)
  5. Ditzingen (24.215)
  6. Freiberg am Neckar (15.470)
  7. Gerlingen (18.996)
  8. Großbottwar (8.381)
  9. Korntal-M√ľnchingen (18.080)
  10. Kornwestheim (30.689)
  11. Ludwigsburg (87.703)
  12. Marbach am Neckar (15.527)
  13. Markgröningen (14.483)
  14. Oberriexingen (3.015)
  15. Remseck am Neckar (22.437)
  16. Sachsenheim (17.211)
  17. Steinheim an der Murr (11.595)
  18. Vaihingen an der Enz (28.898)

Gemeinden

  1. Affalterbach (4.651)
  2. Benningen am Neckar (5.427)
  3. Eberdingen (6.499)
  4. Erdmannhausen (4.891)
  5. Erligheim (2.732)
  6. Freudental (2.388)
  7. Gemmrigheim (4.059)
  8. Hemmingen (7.631)
  9. Hessigheim (2.225)
  10. Ingersheim (6.025)
  11. Kirchheim am Neckar (5.195)
  12. Löchgau (5.350)
  13. Möglingen (10.428)
  14. Mundelsheim (3.188)
  15. Murr (6.047)
  16. Oberstenfeld (8.056)
  17. Pleidelsheim (6.259)
  18. Schwieberdingen (10.720)
  19. Sersheim (5.134)
  20. Tamm (12.112)
  21. Walheim (3.038)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband "Besigheim" mit Sitz in Besigheim; Mitgliedsgemeinden: Stadt Besigheim und Gemeinden Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Löchgau, Mundelsheim und Walheim
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bietigheim-Bissingen mit den Gemeinden Ingersheim und Tamm
  3. Gemeindeverwaltungsverband "Bönnigheim" mit Sitz in Bönnigheim; Mitgliedsgemeinden: Stadt Bönnigheim und Gemeinden Erligheim und Kirchheim am Neckar
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Freiberg am Neckar mit der Gemeinde Pleidelsheim
  5. Gemeindeverwaltungsverband "Marbach am Neckar" mit Sitz in Marbach am Neckar; Mitgliedsgemeinden: Stadt Marbach am Neckar und Gemeinden Affalterbach, Benningen am Neckar und Erdmannhausen
  6. Gemeindeverwaltungsverband "Schwieberdingen-Hemmingen" mit Sitz in Schwieberdingen; Mitgliedsgemeinden: Schwieberdingen und Hemmingen
  7. Gemeindeverwaltungsverband "Steinheim-Murr" mit Sitz in Steinheim an der Murr; Mitgliedsgemeinden: Stadt Steinheim an der Murr und Gemeinde Murr
  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Vaihingen an der Enz mit der Stadt Oberriexingen und den Gemeinden Eberdingen und Sersheim

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Ludwigsburg seit 1938 insgesamt 49 Gemeinden , darunter 11 Städte .

Am 7. M√§rz 1968 stellte der Landtag von Baden-W√ľrttemberg die Weichen f√ľr eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St√§rkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m√∂glich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr√∂√üeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Ludwigsburg machte am 1. September 1971 die Gemeinde Ottmarsheim, die sich mit der Stadt Besigheim vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Gronau in die Gemeinde Oberstenfeld eingegliedert und kam dadurch zum Landkreis Ludwigsburg. Alle verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Ludwigsburg gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergr√∂√üerten Landkreis Ludwigsburg auf.

Größte Gemeinde des alten Landkreises Ludwigsburg war die Kreisstadt Ludwigsburg, die seit 1. April 1956 Große Kreisstadt war, kleinste Gemeinde war Hohenstein.

Der alte Landkreis Ludwigsburg umfasste zuletzt eine Fläche von 424 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 303.160 Einwohner.

Die Gemeinden des alten Landkreises Ludwigburg vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden gehören auch heute noch zum Landkreis Ludwigsburg.

Landkreis Ludwigsburg vor der Kreisreform
Landkreis Ludwigsburg vor der Kreisreform
fr√ľhere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Aldingen Remseck am Neckar 3.362
Asperg, Stadt Asperg 8.565
Beihingen am Neckar Freiberg am Neckar 3.030
Benningen am Neckar Benningen am Neckar 2.821
Besigheim, Stadt Besigheim 6.774
Bietigheim, Große Kreisstadt Bietigheim-Bissingen 16.649
Bissingen an der Enz Bietigheim-Bissingen 7.396
Bönnigheim, Stadt Bönnigheim 4.348
Erdmannhausen Erdmannhausen 2.744
Erligheim Erligheim 1.121
Freudental Freudental 955
Geisingen am Neckar Freiberg am Neckar 1.378
Gemmrigheim Gemmrigheim 2.562
Großbottwar, Stadt Großbottwar 3.391
Großingersheim Ingersheim 2.304
Großsachsenheim, Stadt Sachsenheim 4.358
Hessigheim Hessigheim 1.381
Heutingsheim Freiberg am Neckar 2.626
Hochberg Remseck am Neckar 1.506
Hochdorf Remseck am Neckar 857
Höpfigheim Steinheim an der Murr 862
Hofen Bönnigheim 419
Hof und Lembach Großbottwar 441
Hohenstein Bönnigheim 448
Kirchheim am Neckar Kirchheim am Neckar 3.639
Kleinbottwar Steinheim an der Murr 986
Kleiningersheim Ingersheim 631
Kleinsachsenheim Sachsenheim 1.820
Kornwestheim, Große Kreisstadt Kornwestheim 26.296
Löchgau Löchgau 2.754
Ludwigsburg, Große Kreisstadt Ludwigsburg 73.512
Marbach am Neckar, Stadt Marbach am Neckar 9.492
Markgröningen, Stadt Markgröningen 7.002
Möglingen Möglingen 3.753
Mundelsheim Mundelsheim 2.135
Murr Murr 2.199
Neckargröningen Remseck am Neckar 1.350
Neckarrems Remseck am Neckar 1.804
Neckarweihingen Ludwigsburg 3.658
Oberstenfeld Oberstenfeld 2.205
Ottmarsheim Besigheim 641
Pleidelsheim Pleidelsheim 2.282
Poppenweiler Ludwigsburg 2.217
Schwieberdingen Schwieberdingen 3.511
Steinheim an der Murr, Stadt Steinheim an der Murr 3.496
Tamm Tamm 3.935
Unterriexingen Markgröningen 1.385
Walheim Walheim 1.987
Winzerhausen Großbottwar 871

Literatur

  • Das Land Baden-W√ľrttemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B√§nden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg; Band III: Regierungsbezirk Stuttgart - Regionalverband Mittlerer Neckar, Stuttgart, 1978, ISBN 3-17-004758-2
  • Der Kreis Ludwigsburg, hrsg. von Ulrich Hartmann. 2. Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, 1994.

Weblinks

Portal Portal:Region Stuttgart


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