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Letzte Änderung für Artikel Oberderdingen: 01.02.2006 20:25

Oberderdingen

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Wappen Karte
Wappen Oberderdingens Deutschlandkarte, Position von Oberderdingen
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Karlsruhe
Landkreis : Karlsruhe
Geografische Lage :
Koordinaten: 49┬░ 04' N, 08┬░ 48' O
49┬░ 04' N, 08┬░ 48' O
H├Âhe : 190 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 33,57 km┬▓
Einwohner : 10.518 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 313 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 23,2 %
Postleitzahlen : 75032-75038, alt: 7519
Vorwahl : 07045 (Oberderdingen, Gro├čvillars)
07258 (Flehingen)
Kfz-Kennzeichen : KA (bis 1973: VAI)
Gemeindeschl├╝ssel : 08 2 15 059
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amthof 13
75038 Oberderdingen
Website: www.oberderdingen.de
E-Mail-Adresse: gemeindeverwaltung
@oberderdingen.net
Politik
B├╝rgermeister : Thomas Nowitzki

Oberderdingen (bis 1964 und heute noch umgangssprachlich meist nur Derdingen genannt) ist eine Gemeinde im Kraichgau, im Nordosten des Landkreises Karlsruhe.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Oberderdingen liegt an der Grenze zwischen Stromberg und Kraichgau, wobei ein wesentlicher Teil der Gemarkung zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg geh├Ârt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen 154 und 337 Meter H├Âhe. Bretten, Knittlingen und Eppingen sind die n├Ąchstgelegenen St├Ądte. Die Gemeinde liegt etwa 35 km nord├Âstlich von Karlsruhe und ca. 40 km westlich von Heilbronn.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Oberderdingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im S├╝dosten genannt: Sternenfels, Knittlingen, (beide Enzkreis) sowie Bretten (Stadtteil Bauerbach), Kraichtal (Stadtteil Gochsheim), Zaisenhausen und K├╝rnbach (alle Landkreis Karlsruhe).

Stadtgliederung

Das Gemeindegebiet besteht aus dem Kernort Oberderdingen (mit dem in ihm aufgegangenen ehemaligen Dorf Unterderdingen), der 1973 eingegliederten Gemeinde Flehingen (mit dem am 1. April 1936 eingegliederten inzwischen vollst├Ąndig aufgegangenen Sickingen) und dem Dorf Gro├čvillars, das bis 1972 teilweise auch zur Nachbarstadt Knittlingen geh├Ârte. Flehingen und Gro├čvillars sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung, das hei├čt, sie haben jeweils einen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.

Ferner unterscheidet man teilweise noch Wohngebiete oder Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen, so etwa den Luisenhof in Flehingen und die Gebiete Obere M├╝hle, ├ľlm├╝hle, Untere M├╝hle und Wilfenberg in Oberderdingen.

Geschichte

Derdingen wurde 839 erstmals als Tardingen erw├Ąhnt, seit 1247 wurde zwischen Ober- und Unterderdingen unterschieden. Beide Orte nahmen wohl den gleichen Lauf in der Geschichte und geh├Ârten zu verschiedenen Herrschaften, bevor sie ab 1247 ├╝ber das Kloster Herrenalb 1344 an W├╝rttemberg kamen. Die W├╝rttemberger f├╝hrten als Schirmherren des Klosters Herrenalb 1556 die Reformation ein. In Oberderdingen existierte ein Pflegamt des Klosters Herrenalb, das erst 1807 aufgel├Âst wurde. Seither geh├Ârten beide Orte zum Oberamt Maulbronn. 1835 wurde der Gemeindename in Derdingen (Ober-) umbenannt. Nach Aufl├Âsung der erst 1826 von Kleinvillars getrennten Gemeinde Gro├čvillars im Jahre 1866 kam 1/6 des Ortes zu Oberderdingen, der andere Teil zur Stadt Knittlingen. 1936 wurde der Gemeindename ÔÇ×Derdingen (Ober-)ÔÇ× in Derdingen vereinfacht. Bei der Aufl├Âsung des Oberamts Maulbronn 1938 kam Oberderdingen (mit Unterderdingen und dem zu ihm geh├Ârigen Teil Gro├čvillars) zum Landkreis Vaihingen. Am 2. Juni 1964 wurde die Gemeinde wieder in Oberderdingen r├╝ckbenannt. Das fr├╝here Unterderdingen war zwischenzeitlich ganz in Oberderdingen aufgegangen, wurde jedoch bis 1971 noch als separater Wohnplatz gef├╝hrt.

Bei der baden-w├╝rttembergischen Kreisreform zum 1. Januar 1973 kam Oberderdingen vom Landkreis Vaihingen zum Landkreis Karlsruhe, die Nachbargemeinde Knittlingen zum neu gebildeten Enzkreis. Der Ort Gro├čvillars h├Ątte folglich nicht nur zu verschiedenen Gemeinden (Oberderdingen und Knittlingen), sondern auch zu unterschiedlichen Landkreisen (Karlsruhe und Enzkreis) geh├Ârt. Daher wurde auch der bislang zu Knittlingen geh├Ârige Teil des Ortes Gro├čvillars der Gemeinde Oberderdingen angegliedert. Ferner wurde am 1. Januar 1973 die Gemeinde Flehingen in die Gemeinde Oberderdingen eingegliedert. Damit wurden zwei ehemals w├╝rttembergische Orte (Oberderdingen und Gro├čvillars) mit der badischen Gemeinde Flehingen zur einer neuen Gemeinde vereinigt.

Flehingen wurde 778 /79 als Flancheim erstmals erw├Ąhnt. Das Kloster Lorsch hatte gro├čen Besitz im Ort. Die Herren von Strahlenberg und ab 1368 die Kurpfalz gaben den Ort zu Lehen an einen ├Ârtlichen Adel, dessen Erben 1638 die Wolf-Metternich waren. 1805 kam Flehingen an Baden und wurde 1810 dem Amt Bretten zugeteilt. Bei dessen Aufl├Âsung 1936 kam Flehingen zum Bezirksamt (ab 1938 Landkreis) Karlsruhe. Das 1936 eingemeindete Sickingen wurde 784 als Sicchenheim erstmals erw├Ąhnt und war von der Kurpfalz ebenfalls als Lehen an den Ortsadel (Herren von Sickingen) gegeben worden. Dessen ber├╝hmtester Spross war Franz von Sickingen. 1831 erlosch dieses Geschlecht. Die Gemeinde geh├Ârte ebenfalls zum Bezirksamt Bretten.

Gro├čvillars wurde 1698 von gefl├╝chteten Waldensern gegr├╝ndet. Der Name leitet sich vom piemontischen " Villaret " ab. Zun├Ąchst bildete der Ort mit dem benachbarten Kleinvillars eine Gemeinde, die 1826 getrennt wurde. 1866 wurde die kleine Gemarkung auf die Nachbargemeinden Oberderdingen und Knittlingen aufgeteilt. Diese Situation blieb bis 1973 erhalten, als der Ort ganz der Gemeinde Oberderdingen zugeteilt wurde.

Religionen

In Oberderdingen wurde infolge der Zugeh├Ârigkeit zu W├╝rttemberg ab 1556 die Reformation eingef├╝hrt. Daher war Oberderdingen ├╝ber lange Zeit eine protestantische Gemeinde. Die Kirche ist schon seit 1227 bezeugt. In Unterderdingen wurde 1769 eine Filialkirche erbaut, die einen romanisch-gotischen Chorturm hat. Es wird angenommen, dass der Vorg├Ąngerbau die alte Pfarrkirche von Oberderdingen war. Die Kirchengemeinde geh├Ârte zum Dekanat Maulbronn und heute zum Dekanat M├╝hlacker der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg , zu der auch die Kirchengemeinde Grovillars geh├Ârt. Diese Gemeinde entstand mit der Gemeindegr├╝ndung ab 1698 und war zun├Ąchst eine reformierte Gemeinde . Im 19. Jahrhundert wurde sie in die Evangelische Landeskirche in W├╝rttemberg integriert.

Nach dem 2. Weltkrieg zogen auch Katholiken nach Oberderdingen. Sie erhielten 1963 eine eigene Kirche Mari├Ą Heimsuchung und St. Laurentius. 1968 wurde die Gemeinde zur Pfarrei erhoben. Die Gemeinde geh├Ârt zum Dekanat M├╝hlacker des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

In Flehingen wurde ab 1522 lutherischer Gottesdienst gehalten. Dennoch gab es auch sp├Ąter noch Katholiken, so dass die Kirche ab 1698 simultan genutzt wurde. Die heutige Kirche wurde 1825 gebaut und dient seit dem Neubau der katholischen Kirche 1910 der evangelischen Kirchengemeinde. Diese geh├Ârt zum Kirchenbezirk Bretten der Evangelischen Landeskirche in Baden . Die katholische Kirchengemeinde geh├Ârt zum Dekanat Bretten des Erzbistums Freiburg. Auch die katholische Nachbargemeinde Sickingen geh├Ârt zum Dekanat Bretten. Beide Gemeinden bilden mit drei weiteren Nachbargemeinden (K├╝rnbach, Sulzfeld und Zaisenhausen) eine Seelsorgeeinheit.

Politik

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Oberderdingen zeigt in von Schwarz und Silber gespaltenem Schild oben einen rechtshin liegenden Rebast mit drei Bl├Ąttern und zwei Trauben in verwechselten Farben. Vorn f├╝nf (2:1:2) silberne Kugeln, hinten ein blauer Rost. Die Gemeindeflagge ist wei├č-schwarz. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 7. Juni 1982 vom Landratsamt Karlsruhe verliehen.

Das Wappen ist eine Kombination der Wappensymbole der fr├╝heren Gemeinden. Oberderdingen f├╝hrte den Rost, das Attribut des Hl. Laurentius, der als ehemaliger Schutzpatron der Kirche den M├Ąrtyrertod erlitt, in seinem Wappen. Die Kugeln wurden aus dem Flehinger Wappen entnommen und sind die Symbole der fr├╝heren Ortsherren. Die Weintrauben symbolisieren vor allem den Ortsteil Gro├čvillars, in dem schon lange Weinbau betrieben wird. Ein eigenes Wappen hatte Gro├čvillars nicht.

St├Ądtepartnerschaften

Oberderdingen unterh├Ąlt seit 1991 mit Heinfels in ├ľsterreich eine freundschaftliche St├Ądtepartnerschaft .

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

Aschingerhaus 
(Oberderdingen) Die st├Ąndige Ausstellung zeigt die Lebensgeschichte der drei Ehrenb├╝rger Oberderdingens
August Aschinger, Karl Fischer und Heinrich Blanc so wie die Entwicklung und Geschichte der Aschinger AG,
der Firma E.G.O. und der Firma BLANCO. In der ehemaligen Scheune des Aschingerhauses wird in einer
Wechselausstellung ein breites und hochwertiges Spektrum an Kunst pr├Ąsentiert.
Waldenserh├Ąusle 
(Gro├čvillars) Das Museum zeigt die Herkunft der Waldenser und die Entwicklung des Ortes Gro├čvillars

Bauwerke

Der historische Ortskern Oberderdingens mit dem Amthof und der Zehntscheuer ist besonders sehenswert. Ferner die Vinothek mit Schafscheuer.

Im Ortsteil Flehingen gibt es ein Wasserschloss und die St.Magdalenakirche Sickingen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Oberderdingen ist seit Jahrhunderten als Weinbauort bekannt. Siehe auch: W├╝rttemberg (Weinanbaugebiet) und W├╝rttemberger Weinstra├če.

Verkehr

Oberderdingen ist durch die Anbindung des Ortsteils Flehingen an die Kraichgaubahn angeschlossen und kann hier ├╝ber Karlsruhe oder Heilbronn gut erreicht werden. Auf der Strecke verkehren S-Bahnen innerhalb des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV).

Medien

├ťber das ├Ârtliche Geschehen in der Tageszeitung berichten die Brettener Nachrichten, eine Lokalausgabe der Badischen Neueste Nachrichten (BNN).

Bildung

Die Gemeinde Oberderdingen hat eine Realschule (Leopold-Feigenbutz-Realschule), eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (Strombergschule) sowie je eine Grundschule in den Ortsteilen Flehingen (Samuel-Friedrich-Sauter-Grundschule) und Gro├čvillars (Heinrich-Blanc-Grundschule.

Die Fachschule f├╝r Sozialp├Ądagogik des Landeswohlfahrtsverband Baden-W├╝rttemberg im Schloss Flehingen rundet das schulische Angebot in Oberderdingen ab.

Die Volkshochschule im Landkreis Karlsruhe e.V. hat in Oberderdingen eine Au├čenstelle.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Leopold Feigenbutz (15.08.1827 ÔÇô 15.08.1904) 
Chronist des Kraichgaus, er schrieb das Buch ÔÇ×Der Kraichgau und seine OrteÔÇť. Zudem setzte er sich f├╝r eine verbesserte Lehrerausbildung und f├╝r die Aufwertung des Lehrerstandes ein.
August Aschinger (08.04.1862 ÔÇô 31.01.1911) 
August und Carl Aschinger gr├╝ndeten in der Reichshauptstadt Berlin ab 1892 sogenannte "Bierquellen", Stehbierhallen und sp├Ąter auch Restaurants, in denen man schnell, gut und billig essen konnte. Im Jahre 1910 waren es schon 40 Lokale.
Karl Fischer (02.03.1893 ÔÇô 03.07.1985) 
gr├╝ndete 1925 in seiner Heimatgemeinde Badenweiler-Oberweiler eine Werkst├Ątte f├╝r elektrische Ger├Ąte. Zusammen mit Heinrich Blanc gr├╝ndete Karl Fischer am 10. September 1931 die E.G.O. Elektro-Ger├Ątebau GmbH in Oberderdingen.
Heinrich Blanc (11.12.1896 ÔÇô 08.04.1960) 
gr├╝ndete 1925 die Metallwarenfabrik Blanc und Co. und fertigte Kupfer-Bettflaschen und Herdwasserschiffen. In den F├╝nfziger Jahren kam mit der Produktion von Edelstahlsp├╝len der Durchbruch. Noch heute ist das Unternehmen unter dem Namen Blanco in Oberderdingen ans├Ąssig.
Heinz Treffinger (geb. 31.01.1923) 
Direktor in der E.G.O. Firmengruppe, Vorsitz in der Gesch├Ąftsf├╝hrung der E.G.O-Verwaltungs-GmbH, Verwaltungsvorsitzender der Firma Blanco. Zusammen mit Karl Fischer organisierte er eines der ersten deutsch-jugoslawischen Joint Venture Unternehmen.
Eugen G├╝ltlinger (geb. 09.09.1920) 
Lehrer, Konrektor, Rektor der Grund- und Hauptschule Oberderdingen bis 1985, viele Jahre Mitglied des Gemeinderates Oberderdingen und des Ortschaftsrates, Kreisrat, Ortsvorsteher

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Franz von Sickingen (1481-1523) 
hatte sein Stammschloss in Sickingen. Er k├Ąmpfte f├╝r die Reformation und die Reichsritterschaft und starb im Kampf um seine Burg Nanstein bei Landstuhl in der Pfalz.
Samuel Friedrich Sauter (1766-1846) 
Schulmeister, Dorfpoet und Urbild des ÔÇ×BiedermeierÔÇť. Bekannteste Gedichte: ÔÇ×WachtelschlagÔÇť und ÔÇ×Das arme DorfschulmeisterleinÔÇť.
Karl Kern (1877-1981) 
Weingutbesitzer, Weinbau-Pionier in Oberderdingen, Mitbegr├╝nder der Weing├Ąrtner-Genossenschaft.

Informationen aus der Umgebung

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Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Hotel Krone 75015 Bretten http://www.krone-bretten.de  07252 / 9789-0
Klosterpost 75433 Maulbronn http://www.hotel-klosterpost.de/  07043 / 10 80
Birkenhof 75433 Maulbronn http://www.maulbronn-birkenhof.de/  07043 / 6763
Lindner 75038 Oberderdingen http://www.hotel-lindner.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 307045 / 96 33-0
Hotel & Restaurant Gr├╝ner Hof 75015 Bretten http://www.gruener-hof.de  07252 / 93 51 0
Bistro Eulenspiegel 75015 Bretten http://www.hotel-eulenspiegel.de/ Kategorie: 2Kategorie: 207252 / 94980

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