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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Heidenheim: 13.02.2006 00:48

Landkreis Heidenheim

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Wappen Karte
Landkreiswappen des Landkreises Heidenheim Lage des Landkreises Heidenheim in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Region : Ostw√ľrttemberg
Verwaltungssitz : Heidenheim an der Brenz
Fläche : 627,12 km²
Einwohner : 135.479 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 216 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen : HDH
Kreisschl√ľssel : 08 1 35
Kreisgliederung: 11 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Felsenstraße 36
89518 Heidenheim an der Brenz
Website : www.landkreis-heidenheim.de
E-Mail-Adresse : post@landkreis-heidenheim.de
Politik
Landrat : Herrmann Mader
Karte
Lage des Landkreises Heidenheim in Baden-W√ľrttemberg

Der Landkreis Heidenheim ist einer der kleinsten Landkreise in Baden-W√ľrttemberg. Er bildet zusammen mit dem Ostalbkreis die Region Ostw√ľrttemberg im Regierungsbezirk Stuttgart. Der Landkreis Heidenheim grenzt im Norden an den Ostalbkreis, im Osten an die bayerischen Landkreise Donau-Ries, Dillingen an der Donau und G√ľnzburg, im S√ľden an den Alb-Donau-Kreis und im Westen an den Landkreis G√∂ppingen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Heidenheim hat haupts√§chlich Anteil an der √∂stlichen Hochfl√§che der Schw√§bischen Alb, im S√ľden reicht er noch in die Donauniederung (Donauried). Durch den Kreis flie√üt von Nord nach S√ľd die Brenz, ein linker Nebenfluss der Donau, die bei Lauingen in Bayern m√ľndet.

Geschichte

Der Landkreis Heidenheim geht zur√ľck auf das gleichnamige w√ľrttembergische Oberamt Heidenheim , das schon zu Zeiten des Herzogtums W√ľrttemberg eingerichtet und 1808 um das nur kurz bestehende Oberamt Giengen erweitert wurde. Ab 1810 geh√∂rte das Oberamt Heidenheim zur Landvogtei am Kocher und ab 1818 zum Jagstkreis, der 1924 aufgel√∂st wurde. 1934 wurde es in Kreis Heidenheim umbenannt und 1938 wurden dem Landkreis Heidenheim einige Gemeinden des aufgel√∂sten Kreises Neresheim sowie einige Orte aus dem Kreis Ulm eingegliedert. 1945 kam der Landkreis Heidenheim zum neugebildeten Land W√ľrttemberg-Baden, das 1952 im Bundesland Baden-W√ľrttemberg aufging. Von da an geh√∂rte er zum Regierungsbezirk Nordw√ľrttemberg, der den w√ľrttembergischen Teil W√ľrttemberg-Badens umfasste.

Die Kreisreform zum 1. Januar 1973 √ľberdauerte der Landkreis nahezu unver√§ndert, lediglich ein kleiner Weiler wurde vom Landkreis Ulm in den Kreis eingegliedert und in die Gemeinde Gerstetten eingemeindet. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Heidenheim noch 11 Gemeinden, darunter 4 St√§dte und hiervon wiederum 2 Gro√üe Kreisst√§dte (Giengen an der Brenz und Heidenheim an der Brenz). Der Landkreis Heidenheim ist damit der Landkreis mit den wenigsten Gemeinden in Baden-W√ľrttemberg. Gr√∂√üte Stadt ist Heidenheim an der Brenz, kleinste Gemeinde ist Hermaringen.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-W√ľrttemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 126.999
31. Dezember 1975 125.375
31. Dezember 1980 124.296
31. Dezember 1985 123.500
27. Mai 1987 ¬Ļ 125.340
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 131.058
31. Dezember 1995 137.315
31. Dezember 2000 136.976
30. Juni 2005 135.479

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gew√§hlt. Dieses Gremium w√§hlt den Landrat f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repr√§sentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Aussch√ľsse, hat aber kein Stimmrecht in den Gremien. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet z√§hlen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Aussch√ľsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschl√ľsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Landkreises Heidenheim ab 1803 :

  • 1803 - 1807 : Christian Friedrich Bolley
  • 1807 - 1809 : Johann Karl Pistorius
  • 1809 - 1810 : Johann Friedrich Ludwig Mieg
  • 1810 - 1830 : Johann Christian Friedrich M√∂gling
  • 1831 - 1841 : Friedrich Ernst Koch
  • 1841 - 1853 : Johann Friedrich Ludwig Kausler
  • 1854 - 1858 : Christoph Anton Wolff
  • 1858 - 1864 : August Maier
  • 1864 - 1869 : Oswald Bockmayer
  • 1870 - 1874 : Karl Luz
  • 1874 - 1879 : Friedrich Karl Boller
  • 1879 - 1888 : Karl Albrecht Schmidlin
  • 1888 - 1894 : Josef Filser
  • 1894 - 1896 : Hermann Immanuel Wendel
  • 1896 - 1900 : Jakob Ott
  • 1901 - 1910 : Albert Friedrich Reichert
  • 1911 - 1920 : Eduard Springer
  • 1920 - 1921 : Eduard Quintenz (Amtsverweser)
  • 1921 - 1926 : Max Pfleiderer
  • 1927 - 1932 : Eduard Roller (kommissarisch)
  • 1945 : Max Fetzer (kommissarisch)
  • 1945 - 1950 : Max von Zabern
  • 1951 - 1973 : Albert Wild
  • 1973 - 2004 : Dr. Roland W√ľrz
  • 2004 - 2006 : Herrmann Mader

Kreistag

Bei den Wahlen zum Kreistag am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
(43 statt 46 Sitze)

  1. CDU 34,6% (-1,7) - 16 Sitze (-3)
  2. SPD 26,4% (-3,1) - 11 Sitze (-3)
  3. FWG 21,1% (+5,7) - 10 Sitze (+2)
  4. GR√úNE 13,1% (+4,3) - 5 Sitze (+2)
  5. √ĖDP 2,4% (-0,1) - 1 Sitz (=)
  6. Andere 2,3% (-5,2) - 0 Sitze (-1)

Wappen

Das Wappen des Landkreises Heidenheim zeigt in gespaltenem Schild vorne in Gold einen roten Balken, hinten in Schwarz einen goldenen Zinnenturm mit schwarzem Tor und zwei schwarzen Fenstern nebeneinander. Das Wappen wurde am 12. September 1955 verliehen.

Der rote Balken symbolisiert die Herren von Hellenstein , die bis in das 15. Jahrhundert im Kreisgebiet herrschten, der Zinnenturm versinnbildlicht die zahlreichen Burgen und Schl√∂sser der anderen Herrschaften im Kreisgebiet, die Anfang des 19. Jahrhundert ebenfalls an W√ľrttemberg kamen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das √∂stliche Kreisgebiet f√ľhrt die Bundesautobahn A 7 Ulm - W√ľrzburg. Ferner erschlie√üen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstra√üen den Landkreis, darunter die B 19 Ulm - Schw√§bisch Hall.

Seit 1864 f√ľhrt die eingleisige Brenzbahn von Aalen nach Heidenheim. Die Linie wurde 12 Jahre sp√§ter (1876) bis nach Ulm fortgef√ľhrt. Die Strecke hat die Kursbuchnummer 757 und erschlie√üt in Nord-S√ľd-Richtung den zentralen Bereich des Kreises mit den St√§dten Heidenheim, Herbrechtingen und Giengen. Ebenfalls teilweise im Landkreis Heidenheim befindet sich die Strecke 758, der sogenannte Albexpress Amstetten-Gerstetten. Sie ist eine Nebenbahn, die nur noch von Eisenbahnfreunden betrieben wird.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Heidenheim ist Schultr√§ger folgender Beruflichen Schulen : Gewerbliche Schule Heidenheim, Kaufm√§nnische Schule Heidenheim und Maria-von-Linden-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) Heidenheim, ferner folgender Sonderschulen : Pistorius-Schule (Schule f√ľr Geistig- und K√∂rperbehinderte mit Schulkindergarten) Herbrechtingen und Arthur-Hartmann-Schule f√ľr Sprachbehinderte mit Schulkinderg√§rten in Heidenheim.

Der Landkreis Heidenheim ist Tr√§ger des Klinikums Heidenheim, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universit√§t Ulm und der Geriatrischen Rehabilitationsklinik Giengen an der Brenz. Beide Kliniken werden seit 1994 als Eigenbetrieb des Landkreises gef√ľhrt.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Städte

  1. Giengen an der Brenz (20.260)
  2. Heidenheim an der Brenz (49.784)
  3. Herbrechtingen (13.128)
  4. Niederstotzingen (4.943)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Giengen an der Brenz mit der Gemeinde Hermaringen
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Heidenheim an der Brenz mit der Gemeinde Nattheim
  3. Gemeindeverwaltungsverband "Sontheim-Niederstotzingen" mit Sitz in Sontheim an der Brenz; Mitgliedsgemeinden: Stadt Niederstotzingen und Gemeinde Sontheim an der Brenz

Gemeinden

  1. Dischingen (4.589)
  2. Gerstetten (12.110)
  3. Hermaringen (2.283)
  4. Königsbronn (7.411)
  5. Nattheim (6.362)
  6. Sontheim an der Brenz (5.674)
  7. Steinheim am Albuch (8.935)

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum Landkreis Heidenheim seit 1938 insgesamt 40 Gemeinden , darunter 3 Städte . Bereits 1937 war die Gemeinde Mergelstetten in die Stadt Heidenheim an der Brenz eingegliedert worden.

Am 7. M√§rz 1968 stellte der Landtag von Baden-W√ľrttemberg die Weichen f√ľr eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St√§rkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m√∂glich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr√∂√üeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Heidenheim machten am 1. Januar 1971 gleich mehrere Gemeinden. Die Gemeinde Oggenhausen wurde in die Stadt Heidenheim an der Brenz, die Gemeinde Itzelberg in die Gemeinde K√∂nigsbronn und die Gemeinde S√∂hnstetten in die Gemeinde Steinheim am Albuch eingegliedert. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Alle verbliebenen Gemeinden des Landkreises Heidenheim wurden am 1. Januar 1973 in den neuen Landkreis Heidenheim √ľbernommen, doch reduzierte sich auch in der Folgezeit die Zahl der Gemeinden weiter.

Größte Gemeinde des Landkreises Heidenheim vor der Kreisreform war die Kreisstadt Heidenheim an der Brenz, die seit 1. April 1956 Große Kreisstadt war, kleinste Gemeinde war Hausen ob Lontal.

Der Landkreis Heidenheim umfasste vor der Kreisreform eine Fläche von 624 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 127.110 Einwohner. Nach der Kreisreform wurden noch Herbrechtingen (1974) zur Stadt erhoben.

Die Gemeinden des Landkreises Heidenheim vor der Gemeinde- bzw. Kreisreform:

Landkreis Heidenheim vor der Kreisreform (bis heute nahezu unverändert)
Landkreis Heidenheim vor der Kreisreform (bis heute nahezu unverändert)
fr√ľhere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Auernheim Nattheim 594
Ballmertshofen Dischingen 431
Bergenweiler Sontheim an der Brenz 275
Bissingen ob Lontal Herbrechtingen 465
Bolheim Herbrechtingen 2.896
Brenz Sontheim an der Brenz 1.174
Burgberg Giengen an der Brenz 1.805
Demmingen Dischingen 501
Dettingen am Albuch Gerstetten 1.411
Dischingen Dischingen 1.423
Dunstelkingen Dischingen 431
Eglingen Dischingen 635
Fleinheim Nattheim 374
Frickingen Dischingen 479
Gerstetten Gerstetten 4.655
Giengen an der Brenz, Stadt Giengen an der Brenz 10.825
Großkuchen Heidenheim an der Brenz 961
Gussenstadt Gerstetten 1.173
Hausen ob Lontal Herbrechtingen 165
Heidenheim an der Brenz, Große Kreisstadt Heidenheim an der Brenz 48.792
Heldenfingen Gerstetten 970
Herbrechtingen Herbrechtingen 6.454
Hermaringen Hermaringen 1.940
Heuchlingen Gerstetten 759
Hohenmemmingen Giengen an der Brenz 1.209
H√ľrben Giengen an der Brenz 907
Itzelberg Königsbronn 606
Königsbronn Königsbronn 4.258
Nattheim Nattheim 2.346
Niederstotzingen, Stadt Niederstotzingen 2.138
Oberstotzingen Niederstotzingen 842
Ochsenberg Königsbronn 451
Oggenhausen Heidenheim an der Brenz 918
Sachsenhausen Giengen an der Brenz 232
Söhnstetten Steinheim am Albuch 1.369
Sontheim an der Brenz Sontheim an der Brenz 2.964
Steinheim am Albuch Steinheim am Albuch 4.358
Stetten ob Lontal Niederstotzingen 427
Trugenhofen Dischingen 320
Zang Königsbronn 520

Literatur

Das Land Baden-W√ľrttemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B√§nden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg; Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart - Regionalverb√§nde Franken und Ostw√ľrttemberg, Stuttgart, 1980, ISBN 3-17-005708-1

Weblinks


Wikipedia

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