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Letzte Änderung für Artikel Heidenheim an der Brenz: 11.02.2006 18:37

Heidenheim an der Brenz

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Wappen Karte
Wappen, Heidenheim an der Brenz Deutschlandkarte mit der Lage von Heidenheim an der Brenz
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Region : Ostw√ľrttemberg
Landkreis : Heidenheim
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 41' N, 10¬į 09' O
48¬į 41' N, 10¬į 09' O
H√∂he : 478-645 m √ľ. NN
Fläche : 107,1 km²
Einwohner : 49.784 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 465 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 13,6 %
Postleitzahlen : 89501-89522 (alt: 7920)
Vorwahl : 07321
Kfz-Kennzeichen : HDH
Gemeindeschl√ľssel : 08 1 35 019
Stadtgliederung: Kernstadt und 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Grabenstraße 15
89522 Heidenheim
Website: www.heidenheim.de
E-Mail-Adresse: rathaus@heidenheim.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Bernhard Ilg ( CDU )
Heidenheim 1902
Heidenheim 1902

Heidenheim an der Brenz ist eine Stadt im Osten Baden-W√ľrttembergs an der Grenze zu Bayern etwa 17 km s√ľdlich von Aalen und 33 km n√∂rdlich von Ulm. Sie ist die Kreisstadt und gr√∂√üte Stadt des Landkreises Heidenheim und nach Aalen und Schw√§bisch Gm√ľnd die drittgr√∂√üte Stadt der Region Ostw√ľrttemberg. Heidenheim bildet ein eigenes Mittelzentrum , zu dessen Mittelbereich alle Gemeinden des Landkreises Heidenheim geh√∂ren. Die Einwohnerzahl der Stadt Heidenheim √ľberschritt 1925 die 20.000-Einwohner-Grenze. 1935 wurde Heidenheim nach der Deutschen Gemeindeordnung zum Stadtkreis und 1948 zur unmittelbaren Kreisstadt erkl√§rt. Am 1. April 1956 wurde sie mit Inkrafttreten der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung zur Gro√üen Kreisstadt erkl√§rt. Mit der Gemeinde Nattheim hat die Stadt Heidenheim eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Heidenheim liegt zwischen Albuch und H√§rtsfeld am nord√∂stlichen Ende der Schw√§bischen Alb in einer Talweitung der Brenz bei der Einm√ľndung des Stubentals am Fu√ü des Hellensteins. Die Brenz betritt von K√∂nigsbronn kommend, wo sie entspringt, im Nordwesten das Stadtgebiet und durchflie√üt es in Nord-S√ľd-Richtung zun√§chst durch die Stadtteile Aufhausen und Schnaitheim, anschlie√üend durch die Kernstadt und schlie√ülich durch den Stadtteil Mergelstetten, um es im S√ľden in Richtung Herbrechtingen wieder zu verlassen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Heidenheim an der Brenz. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Aalen und Neresheim (Ostalbkreis), Nattheim (Landkreis Heidenheim), Syrgenstein ( Landkreis Dillingen , Bayern) sowie Herbrechtingen, Steinheim am Albuch und Königsbronn (alle Landkreis Heidenheim).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Heidenheim an der Brenz besteht aus der Kernstadt und den zwischen 1910 und 1974 eingegliederten Gemeinden Schnaitheim, Mergelstetten, Oggenhausen und Großkuchen. Zu allen vier Stadtteilen gehören weitere räumlich getrennte Wohnplätze oder Ortsteile, die entweder eine lange eigenständige Geschichte haben oder als neue Baugebiete angelegt wurden. Letztere gibt es auch in der Kernstadt. Deren Bezeichnungen haben sich im Zuge der Bebauung ergeben, die Grenzen sind jedoch meist nicht festgelegt. Hierunter gehören zum Beispiel Reute, Heckental oder Galgenberg. Zum Stadtteil Großkuchen gehören die Siedlungen Kleinkuchen, Nietheim und Rotensohl, zu Mergelstetten gehört Reutenen, zu Oggenhausen gehört der Heuhof und zu Schnaitheim gehört Aufhausen.

Die beiden erst bei der j√ľngsten Gebietsreform eingegliederten Gemeinden Gro√ükuchen und Oggenhausen sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung , das hei√üt sie haben jeweils einen von der Bev√∂lkerung bei jeder Kommunalwahl neu zu w√§hlenden Ortschaftsrat , dessen Vorsitzender der Ortsvorsteher ist.

Geschichte

Erste menschliche Anwesenheit hat es auf dem Stadtgebiet Heidenheims schon vor etwa 8000 Jahren gegeben, eine dauerhafte Besiedelung gab es aber erst ab etwa 1300 v. Chr. Umfangreiche Siedlungsreste sind vor allem aus der Zeit zwischen 1200 und 800 v. Chr. erhalten geblieben.

In r√∂mischer Zeit ab etwa 85 n. Chr. befand sich in Heidenheim das Kastell Aquileia mit √ľber 1000 berittenen Soldaten. Die dort stationierte Einheit, die ala II flavia milliaria wurde sp√§ter, vermutlich im Jahre 159 n. Chr., weiter n√∂rdlich nach Aalen verlegt. Das Kastell Aquileia bildete zun√§chst den √∂stlichen Endpunkt des so genannten Alblimes. Doch schon bald entstand an diesem strategisch wichtigen Ort und Schnittpunkt von f√ľnf R√∂merstra√üen auch eine Zivilsiedlung, eine der gr√∂√üten r√∂mischen St√§dte im heutigen Baden-W√ľrttemberg. Funde belegen eine besiedelte Fl√§che von mindestens 15, wenn nicht 20 Hektar. Au√üerdem wurden unl√§ngst bei Ausgrabungen die Reste eines repr√§sentativen r√∂mischen Verwaltungsgeb√§udes gefunden, dessen genaue Funktion noch nicht voll gekl√§rt ist (Stand Mai 2005). Aufgrund ihrer Gr√∂√üe, ihrer Lage und weiterer Hinweise war Aquileia vermutlich Hauptort eines r√∂mischen Verwaltungsbezirks (vgl. Civitas ). Seit 233 griffen Alamannen wiederholt die r√∂mischen Grenzbefestigungen (Obergermanisch-Raetischer Limes) an. Die Aufgabe des Limes durch die R√∂mer 260 brachte das Ende des r√∂mischen Heidenheim. In welchem Umfang r√∂mische Bev√∂lkerungsteile unter der neuen, alemannischen Herrschaft weiterexistierten, ist unklar, dass dies der Fall war, ist sehr wahrscheinlich.

√úber das Aquileia/Heidenheim der V√∂lkerwanderungszeit wissen wir nichts. Doch schon im 8. Jahrhundert wird Heidenheim dann erstmals (wieder) urkundlich erw√§hnt. Die Gr√ľndung der mittelalterlichen Stadt geht mit dem Bau der Schloss Hellenstein einher. Stadtmauern wurden abschnittsweise 1190 und 1420 errichtet. Das Marktrecht wurde der Stadt 1356 von Kaiser Karl IV verliehen bzw. best√§tigt. √úber die Herrschaft derer von Helfenstein kam die Stadt 1448 an W√ľrttemberg. 1462 bis 1504 geh√∂rte die Stadt vor√ľbergehend zu Bayern. Sp√§ter geh√∂rte sie f√ľr kurze Zeit zu Ulm. Sie war in w√ľrttembergischer Zeit stets Sitz eines Amtes, das bis 1803 eine Exklave des Herzogtums W√ľrttemberg darstellte. Die damaligen territoriale Zugewinne W√ľrttembergs stellten dann die direkte Verbindung zum Hauptteil des Landes her. 1807 wurde das Amt Heidenheim zum Oberamt erhoben, aus dem 1938 der Landkreis Heidenheim hervorging, der bei der Kreisreform 1973 kaum ver√§ndert wurde.

Die Entwicklung von Dorf und Stadt in wirtschaftlicher Hinsicht ist vor allem auf Abbau und Verh√ľttung von Bohnerzvorkommen zur√ľckzuf√ľhren, die bereits in der R√∂merzeit ausgebeutet wurden. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs schwand jedoch Anfang des 19. Jahrhunderts durch die gro√üe Konkurrenz zun√§chst aus Wasseralfingen und dann dem Rheinland.

Auch in der Herstellung von Stoffen erlangte Heidenheim Bedeutung. Der auf der Ostalb angebaute Flachs wurde zu Leinwand verarbeitet. Mit dem Import von Baumwolle Anfang des 19. Jahrhunderts nahm die Textilindustrie ihren Anfang, die jedoch durch die internationale Konkurrenz nach dem 2. Weltkrieg an Bedeutung verloren hat.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs , 1945 , wurde in Heidenheim ein DP-Lager eingerichtet f√ľr j√ľdische so genannte " Displaced Persons ". Das Lager, in dem zeitweise bis zu 2300 Personen lebten, wurde im August 1949 aufgel√∂st.

Durch die Gebietsreform der 1970er Jahre erreichte Heidenheim seine heutige Gebietsausdehnung.

1984 fanden in Heidenheim die Heimattage Baden-W√ľrttemberg statt.

Bundesweit traurige Bekanntheit erlangte Heidenheim im Dezember 2003, als vor einer Diskothek in der Innenstadt drei jugendliche Sp√§taussiedler erstochen wurden. Als Reaktion darauf initiierten Jugendliche mit Hilfe der Stadt das Projekt Bekennt Farbe, das verschiedene Aktionen gegen Gewalt durchf√ľhrt.

Religionen

Die Bev√∂lkerung von Heidenheim geh√∂rte urspr√ľnglich zum Bistum Augsburg und war dem Kapitel Heidenheim unterstellt. Schon ab 1524 drang durch Ulm die Reformation in die Stadt. Da die Stadt damals zu W√ľrttemberg geh√∂rte, wurde die Reformation ab 1535 durch Herzog Ulrich weiterbetrieben, so dass Heidenheim √ľber Jahrhunderte eine √ľberwiegend protestantische Stadt war. In jener Zeit wurde die Stadt Sitz eines Dekanats , dessen Dekanatskirche heute die Pauluskirche (erbaut 1897 ) ist. Die erste Pfarrkirche Heidenheims war jedoch die Peterskirche auf dem Totenberg, eine urspr√ľnglich romanische Kirche, die mehrfach umgebaut wurde und heute als Friedhofskirche dient. Im 16. Jahrhundert wurde die Michaelskirche Pfarrkirche der Stadt. Diese Kirche wurde um 1200 erbaut, 1578 neu ausgestattet und 1621 durch einen Anbau erweitert. Der Turm wurde 1687 erneuert, der Anbau 1767 nochmals vergr√∂√üert. Mit dem Bau der Pauluskirche 1897 wechselte der Sitz des Dekans. Die Michaelskirche blieb jedoch bis heute weiterhin Predigstelle der Paulusgemeinde. Im 20. Jahrhundert nahm die Zahl der Bev√∂lkerung Heidenheims zu, so dass weitere Gemeinden gegr√ľndet wurden. Es entstand 1958 die Christusgemeinde (Kirche von 1956 ), die Johannesgemeinde (Kirche mit Gemeindezentrum von 1963 ), 1972 die Waldkirchengemeinde (Kirche von 1975 , doch hatte die Gemeinde bereits seit 1926 ein Holzkirchlein), die Vers√∂hnungskirchengemeinde und die Zinzendorfgemeinde. Diese sechs Gemeinden der Kernstadt bilden die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Heidenheim. Auch in den Stadtteilen Mergelstetten und Schnaitheim wurde infolge der fr√ľhen Zugeh√∂rigkeit zu W√ľrttemberg die Reformation eingef√ľhrt. Daher gibt es in diesen beiden Stadtteilen jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine eigene Kirche. Mergelstetten war zun√§chst Filiale von Bolheim, wurde aber 1700 eine eigene Pfarrei. Die heutige Kirche wurde 1843 anstelle der zwei Jahre zuvor abgebrannten Kirche errichtet. Die Schnaitheimer Kirche wurde im 17. Jahrhundert neu gebaut, doch hatte der Ort bereits vorher eine Kirche, die 1344 erstmals erw√§hnt wurde. Oggenhausen geh√∂rte kirchlich zun√§chst zu Z√∂schingen und blieb zun√§chst katholisch. Im 17. Jahrhundert setzte sich aber auch hier der Protestantismus durch. Danach wurde der Ort von Nattheim aus versorgt, bis er 1834 eine eigene Pfarrei bekam. Die Dorfkirche wurde 1702 anstelle einer Kapelle erbaut. Gro√ükuchen blieb infolge der Zugeh√∂rigkeit zur Herrschaft √Ėttingen katholisch. Das Kloster Neresheim hatte die Nutznie√üung der Dorfkirche. Die heute nach Gro√ükuchen zugewanderten Protestanten werden von Schnaitheim aus versorgt. Alle evangelischen Gemeinden im Heidenheimer Stadtgebiet geh√∂ren zum Dekanat Heidenheim innerhalb der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg . Ferner gibt es in Heidenheim Altpietistische Gemeinschaften .

Katholiken gibt es in Heidenheim erst wieder seit dem 19. Jahrhundert . F√ľr sie wurde 1882 eine eigene Kirche St. Maria gebaut. 1886 wurde eine eigene Pfarrei gegr√ľndet. Eine zweite Kirche, die Dreifaltigkeitskirche, wurde 1961 erbaut und 1962 zur Pfarrei erhoben. In Mergelstetten wurde 1957 die Christk√∂nigkirche erbaut und 1961 zur Pfarrei erhoben. Alle drei Gemeinden bilden heute die Seelsorgeeinheit 3 innerhalb des Dekanats Heidenheim des Bistums Rottenburg-Stuttgart. In Schnaitheim wurde 1951 die St. Bonifatiuskirche erbaut und 1961 zur Pfarrei erhoben. Die Kirche St. Petrus und Paulus in Gro√ükuchen wurde bereits 1736 auf den Grundmauern einer √§ltere Kirche erbaut. Zur Pfarrei geh√∂rt auch Kleinkuchen, doch gibt es dort eine Kirche St. Ulrich, die 1517 und 1746 neu erbaut wurde. Beide Pfarreien (St. Bonifatius und St. Peter und Paulus) bilden zusammen mit der Nachbargemeinde Mari√§ Himmelfahrt K√∂nigsbronn die Seelsorgeeinheit 2. Die Katholiken aus Oggenhausen geh√∂ren zur Kirchengemeinde Zum heiligsten Herzen Jesu Nattheim (Seelsorgeeinheit 1), die ebenfalls zum Dekanat Heidenheim geh√∂rt.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Heidenheim auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche , die Evangelische Immanuel Gemeinde, die Evangelische Chrischona-Gemeinde und die Volksmission entschiedener Christen e.V.. Auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft sind in Heidenheim vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Sch√§tzungen, Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1600 ca. 800
1700 1.055
1764 1.576
1803 1.711
1843 2.941
1861 3.762
1. Dezember 1871 5.167
1. Dezember 1880 ¬Ļ 6.229
1. Dezember 1890 ¬Ļ 8.001
1. Dezember 1900 ¬Ļ 10.510
1. Dezember 1910 ¬Ļ 17.780
16. Juni 1925 ¬Ļ 19.363
16. Juni 1933 ¬Ļ 21.903
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 ¬Ļ 27.178
1946 34.694
13. September 1950 ¬Ļ 40.142
6. Juni 1961 ¬Ļ 48.792
27. Mai 1970 ¬Ļ 50.292
31. Dezember 1975 49.943
31. Dezember 1980 48.585
27. Mai 1987 ¬Ļ 47.753
31. Dezember 1990 50.532
31. Dezember 1995 52.527
31. Dezember 2000 51.181
31. März 2005 49.885

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden nach Heidenheim an der Brenz eingegliedert:

  • 1910 Schnaitheim (mit Aufhausen)
  • 1937 Mergelstetten
  • 1. Januar 1971 Oggenhausen
  • 1. Juli 1974 Gro√ükuchen (mit Kleinkuchen, Nietheim und Rotensohl)

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 aus 36 (vorher 35) Mitgliedern, deren Amtszeit f√ľnf Jahre betr√§gt. Das Wahlergebnis lautete wie folgt:

  1. CDU 34,7% (+1,4) - 13 Sitze (=)
  2. SPD 25,2% (-5,7) - 9 Sitze (-3)
  3. FW 18,9% (+4,4) - 7 Sitze (+2)
  4. GR√úNE 15,5% (+5,6) - 5 Sitze (+2)
  5. DKP 5,7% (+1,9) - 2 Sitze (+1)
  6. Andere 0,0% (-7,5) - 0 Sitze (-1)

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt Heidenheim an der Brenz stand in w√ľrttembergischer Zeit der herzogliche Vogt als Vorsitzender des Gerichts. Sp√§ter leitete ein Obervogt, dann ein Oberamtmann oder Schulthei√ü als Vertreter des Herzogs das Gericht. Ab 1802 gab es 2 B√ľrgermeister und 12 Beisitzer. 1819 leitete ein Stadtschulthei√ü die Stadt. Ihm stand seit 1822 ein Gemeinderat zur Seite. Seit 1907 tr√§gt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister . Dieser wird heute von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung B√ľrgermeister.

Oberb√ľrgermeister Ilg bei einer Rede auf dem Rathausplatz
Oberb√ľrgermeister Ilg bei einer Rede auf dem Rathausplatz

Stadtoberhäupter in Heidenheim an der Brenz seit 1819

  • 1819 - 1833 : Georg Jakob Heinrich Mack
  • 1833 - 1859 : Gottfried V√∂lter
  • 1859 - 1866 : Friedrich Winter
  • 1866 - 1867 : Friedrich Wehrle
  • 1867 - 1877 : Carl Greiner
  • 1877 : Carl Bunz, Amtsverweser
  • 1877 - 1878 : Louis Junginger
  • 1878 - 1902 : Christian Friedrich Schlagentweith
  • 1902 - 1903 : Wilhelm L√∂sch
  • 1903 - 1935 : Eugen Jaekle
  • 1935 : Gustav M√ľller
  • 1935 - 1945 : Dr. Rudolf Meier
  • 1945 : Paul Schwaderer
  • 1945 - 1946 : Dr. Werner Plappert
  • 1946 - 1948 : Prof. Dr. Werner Kliefoth
  • 1948 - 1956 : Dr. Karl Rau
  • 1956 - 1957 : Ernst Langensee, Amtsverweser
  • 1957 - 1969 : Dr. Elmar Doch
  • 1969 - 1993 : Martin Hornung
  • 1993 - 2000 : Helmut Himmelsbach
  • 2000 -heute: Bernhard Ilg

Wappen

Das Wappen der Stadt Heidenheim an der Brenz zeigt in Gold ein b√§rtiger, naturfarbener Heidenkopf mit roter, blau aufgeschlagener Heidenm√ľtze und rotem, blau aufgeschlagenem Gewand. Die Stadt flagge ist blau-rot.

Das fr√ľheste bekannte Stadtsiegel aus dem 15. Jahrhundert zeigt bereits den ‚Äěredenden‚Äú Heidenkopf. Die farbige Darstellung ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.

Partnerstädte

Heidenheim unterhält Städtepartnerschaften , Patenschaften und Freundschaften mit folgenden Städten:

  • Clichy ( Frankreich ) seit 1958
  • St. P√∂lten ( √Ėsterreich ) seit 1968
  • Newport ( Vereinigtes K√∂nigreich ) seit 1981
  • Sisak ( Kroatien ) seit 1988
  • D√∂beln (Sachsen) seit 1991
  • Iglau ( Tschechien ) seit 2002
  • Iglauer Sprachinsel (Tschechien) seit 1957 (Patenschaft)
  • Quinjiang ( Volksrepublik China ) seit 1994 (Freundschaftsvertrag)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt liegt an der Brenzbahn Aalen ‚Äď Heidenheim ‚Äď Ulm und geh√∂rt dem Heidenheimer Tarifverbund an. Im Stadtgebiet versorgen mehrere Buslinien den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ).

Durch die nahegelegene A 7 mit eigener Ausfahrt sowie die durch Heidenheim f√ľhrenden B 19 und B 466 besteht eine gute Anbindung an das deutsche Fernstra√üennetz.

Gerichte, Behörden und Einrichtungen

Heidenheim an der Brenz verf√ľgt √ľber ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Ellwangen und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh√∂rt sowie √ľber ein Finanzamt und ein Notariat . Ferner ist die Stadt Sitz des Landratsamts Heidenheim.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Heidenheim der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg und des Dekanats Heidenheim des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Ansässige Unternehmen

Größter regionaler Arbeitgeber ist die Voith AG ( Maschinenbau ) mit ca. 4.200 Arbeitsplätzen. Weitere Industrien sind Verbandsstoffe (Paul Hartmann AG), Verpackungsmittel (Carl Edelmann GmbH), Textilherstellung (C.F. Ploucquet), Elektronik (Epcos AG) und mittelständische Unternehmen. Ferner hat die Carl-Zeiss-Stiftung hier ihren Sitz.

Medien

In Heidenheim erscheinen als Tageszeitungen die Heidenheimer Zeitung und die Heidenheimer Neue Presse. Wöchentlich erscheint das Anzeigenblatt Neue Woche.

Auf Schloss Hellenstein betreibt der SWR eine Sendeanlage f√ľr vier seiner UKW -H√∂rfunkprogramme und das Fernsehprogramm Das Erste (10¬į08'59" √∂stliche L√§nge, 48¬į40'33" n√∂rdliche Breite). Vom Funkturm am Schmittenberg werden die H√∂rfunkprogramme Radio Ton und DeutschlandRadio Berlin abgestrahlt (10¬į09'39" √∂stliche L√§nge, 48¬į41'01" n√∂rdliche Breite).

Bildung

In Heidenheim gibt es eine Berufsakademie , vier Gymnasien (Hellenstein-, Max-Planck-, Schiller- und Werkgymnasium), zwei Realschulen (Adalbert-Stifter- und Eugen-Gaus-Realschule), eine F√∂rderschule (Christophorusschule), f√ľnf Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Friedrich-Voith-Schule, Hirscheckschule Schnaitheim, Ostschule, Silcherschule Mergelstetten und Westschule) sowie sechs selbst√§ndige Grundschulen (Bergschule, Grundschule Gro√ükuchen, Grundschule Oggenhausen, Grundschule Reutenen, Mittelrainschule Schnaitheim und Rauhbuchschule).

Der Landkreis Heidenheim ist Schultr√§ger der Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule, Kaufm√§nnische Schule und Maria-von-Linden-Schule - Hauswirtschaftliche Schule) sowie der Arthur-Hartmann-Schule f√ľr Sprachbehinderte mit Schulkindergarten.

Die privaten Schulen Abendrealschule Heidenheim e.V., Freie Evangelische Schule Heidenheim e.V. (Grund- und Realschule), Freie Waldorfschule Heidenheim, Karl-D√∂ttinger-Schule (Sonderberufs- und Berufsfachschule), K√∂nigin-Olga-Schule (Heimsonderschule der Nikolauspflege Stuttgart), Private Berufsfachschule Dr. Engel und Schulkindergarten f√ľr Geistigbehinderte des Rehabilitationszentrum S√ľdwest Karlsruhe runden das schulische Angebot in Heidenheim ab.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

In Heidenheim finden j√§hrlich die Opernfestspiele im Schloss Hellenstein statt. Sie entstanden aus den fr√ľheren Schlossserenaden. Ferner gibt es j√§hrlich Freilichtspiele im Naturtheater Heidenheim. Das Sassetheater in Heidenheim-Schnaitheim ist eine Dauereinrichtung.

2006 wird Heidenheim die Landesgartenschau Baden-W√ľrttemberg veranstalten.

Museen

Im Schloss Hellenstein befindet sich das Kutschen - und Chaisenmuseum , eine Au√üenstelle des W√ľrttembergischen Landesmuseums. Im Museum im R√∂merbad werden Funde aus r√∂mischer Zeit ausgestellt. Das Kunstmuseum in einem ehemaligen √∂ffentlichen Bad im Jugendstil veranstaltet Wechselausstellungen und zeigt als Dauerausstellung die weltweit gr√∂√üte und umfassendste Sammlung von Picasso -Plakaten.

Bauwerke

Das bedeutendste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Hellenstein.

In der Innenstadt sind zu erw√§hnen: Die evangelische Michaelskirche (alte Pfarrkirche der Stadt), das Elmar-Doch-Haus, den Gasthof zur Krone, das Untere Tor, die Villa Waldenmaier, der B√ľrgerturm T√ľrmle, die Schlossapotheke, die Webersiedlung, die Heidenschmiede, das Alte Eichamt und die alte Peterskirche (heute Friedhofskirche).

An weiteren evangelischen Kirchen in der Kernstadt gibt es die Pauluskirche (erbaut 1897 , heutige Haupt- und Dekanatskirche), die Christuskirche ( 1956 /57), die Waldkirche ( 1972 ) sowie die Johannes- und die Versöhnungskirche. Die katholische Pfarrkirche St. Maria wurde 1882 /83 erbaut. 1961 folgte der Bau der katholischen Dreifaltigkeitskirche.

Ein bedeutendes Industriedenkmal ist die Großturbinenhalle der Fa. Voith von 1924 .

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

  • Mergelstetten: Evangelische Kirche von 1843 , katholische Christk√∂nigkirche von 1957
  • Schnaitheim: Evangelische Kirche aus dem 17. Jahrhundert , katholische Kirche St. Bonifatiuskirche von 1951
  • Oggenhausen: Evangelische Kirche von 1702
  • Gro√ükuchen: Katholische Kirche St. Petrus und Paulus, 1736 auf den Grundmauern einer √§lteren Kirche erbaut
  • Kleinkuchen: Katholische Kirche St. Ulrich, 1517 und 1746 neu erbaut

Regelmäßige Veranstaltungen

Im zweij√§hrigen Rhythmus (das n√§chste Mal im Mai 2006 ) findet der Heidenheimer Sch√§ferlauf statt. Er wurde 1723 vom w√ľrttembergischen Herzog Eberhard Ludwig gestiftet. Es handelte sich um die allj√§hrliche Zusammenkunft der Sch√§fer aus Heidenheim und Umgebung. Dabei gab es jeweils ein Fest mit Festlauf und Kr√∂nung eines Sch√§ferk√∂nigspaares. Bis 1828 wurde der Sch√§ferlauf abgehalten, dann folgte eine Pause bis 1922 . Dann wurde er bis 1952 f√ľnfmal abgehalten und seit 1972 geh√∂rt er wieder zum regelm√§√üigen Kulturprogramm der Stadt.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Heidenheim an der Brenz hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • 1907 : Josef Weiss , Fabrikdirektor
  • 1908 : Dr. Ing h.c. Friedrich von Voith, Geheimer Kommerzienrat
  • 1915 : Hermann Poppe, Geheimer Kommerzienrat
  • 1919 : Friedrich Pfenning, Fabrikant
  • 1922 : Prof. Eugen Gaus
  • 1928 : Eugen Jaeckle, Oberb√ľrgermeister
  • 1955 : Dr. Ing E.h. Dr. rer.pol. h.c. Hanns Voith
  • 1967 : Prof. Dr. Dr. h.c. Kurt Bittel
  • 1983 : Prof. Dr.rer.soc. h.c. Hugo Rupf, Senator
  • 1984 : Eugen Loderer , ehemaliger Vorsitzender der IG Metall
  • 1993 : Martin Hornung , Oberb√ľrgermeister
  • 2004 : Michael Rogowski , ehemaliger Vorsitzender des BDI

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1371 , 4. M√§rz , Humbert Grobherz, Steuermann Klaus St√∂rtebekers , ‚Ć 20. Oktober 1401 (enthauptet)
  • 1863 , 29. September , Alfred Meebold , ‚Ć 6. Januar 1952, Botaniker, Schriftsteller, Anthroposoph
  • 1885 , 26. April , Hanns Voith , ‚Ć 7. Januar 1971, Unternehmer
  • 1891 , 15. November , Erwin Rommel , ‚Ć 14. Oktober 1944, Generalfeldmarschall, Mitwisser des Attentats vom 20. Juli 1944
  • 1906 , 10. Dezember , Helmuth Uhrig , ‚Ć 8. April 1979, Bildhauer, Maler, Holzschnitzer, Glasgestalter, gestaltete ca. 100 Kirchen in Deutschland, Kunstbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg
  • 1907 , 5. Juli , Kurt Bittel , ‚Ć 30. Januar 1991, Arch√§ologe und Vorsitzender des Deutschen Arch√§ologischen Instituts
  • 1911 , 5. April , Dieter Oesterlen , ‚Ć 6. April 1994, Architekt in Hannover
  • 1920 , 28. Mai , Eugen Loderer , ‚Ć 9. Februar 1995, IG Metall-Vorsitzender von 1972 bis 1983
  • 1933 , 5. M√§rz , Walter Kardinal Kasper , Kurienkardinal in Rom und Pr√§sident des P√§pstlichen Rates zur F√∂rderung der Einheit der Christen im Vatikan
  • 1941 , Christa von Thurn und Taxis
  • 1953 , 2. September , Gerhard Thiele , Astronaut
  • 1965 , 13. Juli , Arnd Schmidt , Fechter und Olympiasieger
  • 1971 , 15. M√§rz , Ralf Bi√üdorf , Fechter

Weitere Persönlichkeiten

  • Friedrich Christoph Oetinger (* 2. Mai 1702 in G√∂ppingen, ‚Ć 10. Februar 1782). Deutscher Theologe, Theosoph und Pietist, wirkte 1743 - 1746 in Heidenheim im evangelischen Pfarramt Schnaitheim.
  • Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, ‚Ć 9. April 1945, liquidiert in Dachau). Lebte und arbeitete mehrere Jahre in Heidenheim. Ver√ľbte 1939 das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler im M√ľnchner B√ľrgerbr√§ukeller.
  • Helmut Bornefeld (* 14. Dezember 1906 in Stuttgart-Untert√ľrkheim; ‚Ć 11. Februar 1990 in Heidenheim an der Brenz) war Kirchenmusiker, Komponist, Orgelsachverst√§ndiger, Grafiker und Autor.
  • Michael Rogowski (* 13. M√§rz 1939 in Stuttgart), BDI - Pr√§sident von 2001 bis 2004

Literatur

  • W√ľrttembergisches St√§dtebuch; Band IV Teilband Baden-W√ľrttemberg Band 2 aus Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
  • √úber Aquileia, das r√∂mische Heidenheim:
    • G. Balle, Neues zum Reiterkastell Heidenheim. Arch√§ologische Ausgrabungen in Baden-W√ľrttemberg 2000, S. 90-94.
    • R. S√∂lch, Die Topographie des r√∂mischen Heidenheim. Forsch. u. Berichte Vor- und Fr√ľhgeschichte Baden-W√ľrttemberg 76, Stuttgart 2001

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