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Letzte Änderung für Artikel Gruibingen: 31.01.2006 12:34

Gruibingen

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Wappen Gruibingen
Deutschlandkarte, Position von Gruibingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Landkreis : G├Âppingen
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 36ÔÇ▓ N, 09┬░ 39ÔÇ▓ O
48┬░ 36ÔÇ▓ N, 09┬░ 39ÔÇ▓ O
H├Âhe : 565 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 23,05 km┬▓
Einwohner : 2245 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 97 Einwohner je km┬▓
Ausl├Ąnderanteil : 6,7 %
Postleitzahl : 73344
Vorwahl : 07335
Kfz-Kennzeichen : GP
Gemeindeschl├╝ssel : 08 1 17 028
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstra├če 18
73344 Gruibingen
Offizielle Website: www.gruibingen.de
E-Mail-Adresse: info@gruibingen.de
Politik
B├╝rgermeister : Roland Schweikert

Gruibingen ist eine Gemeinde im Landkreis G├Âppingen in Baden-W├╝rttemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Gruibingen liegt zwischen Stuttgart und Ulm vor der Schw├Ąbischen Alb.

Geschichte

Blick vom Rufstein auf Gruibingen
Blick vom Rufstein auf Gruibingen

Arch├Ąologische Grabungen in der St. Martinskirche belegen, dass die Besiedlung des Gruibinger Tals bis in das Fr├╝hmittelalter zur├╝ckreicht. Grabfunde belegen die Anwesenheit reicher Personen vor Ort: Unter anderem wurde ein goldener Ohrring gefunden, der auf ein ehemals sehr reich ausgestattetes Adelsgrab hinweist. Daneben gibt es Hinweise auf die Bestattung eines Klerikers, dessen Grabausstattung Bez├╝ge in den romanischen, vielleicht burgundischen Raum verr├Ąt. Spuren der Merowingerzeitlichen und karolingerzeitlichen Siedlung liegen direkt n├Ârdlich der Martinskirche sowie am n├Ârdlichen Ortsausgang vor, was auf eine urspr├╝nglich polyzentrische Siedlungsstruktur verweist.

Erstmals urkundlich wurde der Ort 861 festgehalten. In einem Stiftungsbrief wurde unter anderem das Kloster von Wiesensteig als in griubingaro marco liegend bezeichnet. Verschiedene Hinweise in Zusammenhang mit der Klosterstiftung deuten darauf hin, dass Gruibingen damals immer noch ein wichtiger Herrschaftspunkt war und die Klosterstiftung m├Âglicherweise von Gruibingen ausgegangen sein k├Ânnte.

Dennoch gelang es keiner dieser Grundherrschaften, eine Ortsherrschaft aufzubauen. Gruibingen verf├╝gte weiterhin ├╝ber die hohe Gerichtsbarkeit, ein eigenes Ma├č und ein uraltes Marktrecht. Im 15. Jahrhundert wurde es sogar als Freidorf bezeichnet, was die Bedeutung nochmals unterstreicht.

Erst zwischen 1418 und 1533 wurde Gruibingen der Status eines Freidorfes von der Herrschaft W├╝rttemberg aberkannt und es wurden die alten Freiheiten und Rechte eingeschr├Ąnkt. W├Ąhrend der Reformation wurde der Ort an der Seite W├╝rttembergs evangelisch. Von nun an lag Gruibingen nicht nur an der Herrschaftsgrenze zwischen dem Herzogtum W├╝rttemberg und der Grafschaft Helfenstein, sondern auch an einer Glaubensgrenze zwischen der evangelischen und der katholischen Konfession, was die weitere Entwicklung beeinflussen sollte.

W├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges (1618-1648) gab es Not und Elend; es starben durch Kriegseinwirkungen, Seuchen und Krankheiten 131 M├Ąnner. Gegen Ende des Krieges 1647 wurde das Dorf gepl├╝ndert und in Brand gesteckt. 130 H├Ąuser und Scheunen brannten nieder.

Bereits 21 Jahre sp├Ąter gab es eine weiter Brandkatastrophe, die durch einen Dorfschmied ausgel├Âst wurde und welcher der ganze Ort, mit Ausnahme von Kirche, Pfarrhaus, Fruchtkasten, Zehntscheuer und einem einzigen Bauernhaus zum Opfer fiel. Sieben Menschen kamen in den Flammen um.

Der Ort konnte nicht wieder zu seiner urspr├╝nglichen Gr├Â├če heranwachsen und 1712 hei├čt es sogar, dass ÔÇ×durch den Flecken keine Strass durchgehetÔÇť. Die wirtschaftlichen Verh├Ąltnisse beschr├Ąnkten sich weitgehend auf eine kleinb├Ąuerliche Landwirtschaft und wenige Handwerker.

Gruibingen war von der Industrialisierung im 19. Jahrhundert weitestgehend abgeschnitten, die Bewohner lebten weiterhin von der Landwirtschaft und den kleinen Nebengewerben.

Erst im 20. Jahrhundert boten sich Erwerbsm├Âglichkeiten auch au├čerhalb der Landwirtschaft. Seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Gruibingen zu einem stattlichen Dorf mit guter Infrastruktur, mehreren Handwerksbetrieben und mittelst├Ąndischen Unternehmen.

Religionen

Seit der Reformation ist Gruibingen evangelisch gepr├Ągt. Dennoch herrscht in Gruibingen zurzeit ein Gleichgewicht zwischen den Protestanten und den Katholiken(Kursiver Textdie im Text versehentlich als Papstanh├Ąnger bezeichnet wurden), die mit der benachbarten Gemeinde M├╝hlhausen i.T. eine eigene Kirchengemeinde bildet und die zusammen mit den Kirchengemeinden Hohenstadt und Wiesensteig eine Seelsorgeeinheit ist. Der in Wiesensteig, die die Hauptgemeinde ist, sesshafte Priester versorgt alle vier Gemeinden, u.a. Gruibiungen. Heute gibt es lediglich eine evangelische Kirchengemeinde im Ort.

Von " http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Gruibingen "

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1837 und 2004.

Datum Einwohner
1837 933
1907 926
17. Mai 1939 945
13. September 1950 1.248
27. Mai 1970 1.467
31. Dezember 1983 1.709
31. M├Ąrz 2004 2.270

Politik

Gruibingen hat sich mit Drackenstein, Hohenstadt, M├╝hlhausen im T├Ąle und Wiesensteig zum Gemeindeverwaltungsverband Oberes Filstal zusammengeschlossen.

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 80,6 % -2,1 8 Sitze ±0
Frauenliste 19,4 % +2,1 2 Sitze ±0

Wappen

Das Gemeindewappen besteht aus einem wei├čen, Widderhorn in Form einer Schnecke auf gr├╝nem Schild. Das Widderhorn, eine Figur des einstigen Ortsadels, ist seit 1930 im Dienstsigel der Gemeinde vorhanden. Auf Anregung der Archivdirektion in Stuttgart, wurde das Widderhorn 1958 nach dem Vorbild eines von Albrecht von Gruibingen gef├╝hrten Sigels. Die Flagge des Ortes ist wei├č-gr├╝n. Wappen und Flagge wurden am 18. Februar 1959 vom Innenministerium verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Gruibingen ist durch die Bundesautobahn A 8 ( Perl - Bad Reichenhall) an das ├╝berregionale Stra├čennetz angeschlossen.

Bildungseinrichtungen

In Gruibingen gibt es lediglich eine Grundschule . Weiterf├╝hrende Schulen m├╝ssen in den Nachbarorten besucht werden. F├╝r die Kleinsten gibt es einen gemeindeeigenen Kindergarten .

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

Gruibingen verf├╝gt ├╝ber ein Heimatmuseum.

Rasthaus Gruibingen
Rasthaus Gruibingen

Geb├Ąude

Rasthaus Gruibingen: 2003 wurde an der A 8 das erste nach den Prinzipien des Feng Shui erbaute und ausgestattete Autobahnrasthaus Europas er├Âffnet.
Der Franzosenschluchtviadukt ist eine Br├╝cke im Zuge der A 8 ├╝ber die Franzosenschlucht.

Sonstiges

Kulinarisches

Gruibingen ist bekannt f├╝r sein Bier . 1728 wurde die Lammbrauerei Hilsenbeck erstmalig offiziell erw├Ąhnt, damals allerdings noch unter dem Namen Allmendinger. Hilsenbeck's Brunnenbier ÔÇ×naturtr├╝bÔÇť ist das wohl bekannteste Bier aus Gruibingen: Es wurde 1988 zum erstenmal aus dem Gruibinger Dorfbrunnen gezapft. Das naturtr├╝be Bier hat einen Stammw├╝rzegehalt von 12,5 % und wird direkt vom Lagerkeller abgef├╝llt und wird nicht vorher filtriert.

Literatur

  • D. Quast: Merowingerzeitliche Funde aus der Martinskirche in Pfullingen, Kreis Reutlingen. Fundbericht Baden-W├╝rttemberg 19/1, 1994, S. 591-660
  • W. Lang, R. Schreg: Merowingerzeitliche Siedlungsspuren bei der Martinskirche in Gruibingen. Hohenstaufen/Helfenstein. Historisches Jahrbuch Kreis G├Âppingen 9, 1999, S. 51-70

Weblinks

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