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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Freudenstadt: 13.02.2006 01:13

Landkreis Freudenstadt

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Wappen Karte
Wappen des Landkreises Freudenstadt Lage des Landkreises Freudenstadt in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Karlsruhe
Region : Nordschwarzwald
Verwaltungssitz : Freudenstadt
Fläche : 870,68 km²
Einwohner : 122.675 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 141 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen : FDS
Kreisschl√ľssel : 08 2 37
Kreisgliederung: 17 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Herrenfelder Straße 14
72250 Freudenstadt
Website : www.landkreis-freudenstadt.de
E-Mail-Adresse: post@landkreis-freudenstadt.de
Politik
Landrat : Peter Dombrowsky
Karte
Bild:Baden_wuerttemberg_fds.png

Der Landkreis Freudenstadt ist gemessen an der Einwohnerzahl der zweitkleinste Landkreis in Baden-W√ľrttemberg (kleiner ist lediglich der Hohenlohekreis). Er geh√∂rt zur Region Nordschwarzwald im Regierungsbezirk Karlsruhe. Der Landkreis Freudenstadt grenzt im Westen an den Ortenaukreis, im Nordwesten an den Landkreis Rastatt, im Norden an den Landkreis Calw, im Osten an den Landkreis T√ľbingen und an den Zollernalbkreis und im S√ľden an den Landkreis Rottweil.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Freudenstadt hat fast ausschlie√ülich Anteil am Mittleren Schwarzwald. Lediglich im Osten geh√∂ren einige Orte zum G√§u und im S√ľdosten einige zum Albvorland. Hier wird das Kreisgebiet kurz vom Neckar durchflossen.

Geschichte

Der Landkreis Freudenstadt geht zur√ľck auf das ehemalige w√ľrttembergische Oberamt Freudenstadt , welches 1806 / 07 anstelle der alten Ober√§mter Dornstetten und Freudenstadt bzw. der Kloster√§mter Alpirsbach und Reichenbach geschaffen wurde. Ab 1810 geh√∂rte es zur Landvogtei Schwarzwald und ab 1818 zum Schwarzwaldkreis. Im √∂stlichen Kreisgebiet wurde 1806 das Oberamt Horb aus fr√ľher haupts√§chlich zu Vorder√∂sterreich geh√∂rigen Gebieten gebildet. Im S√ľdosten gab es das Oberamt Sulz . Beide Ober√§mter geh√∂rten ab 1810 zur Landvogtei am mittleren Neckar und ab 1818 ebenfalls zum Schwarzwaldkreis, der 1924 aufgel√∂st wurde. Auch in der Zwischenzeit wechselten einzelne Orte ihre Oberamtszugeh√∂rigkeit. 1934 wurden die drei Ober√§mter in Kreise umbenannt und 1938 wurde der Kreis Sulz aufgel√∂st. Der gr√∂√üte Teil kam zum Landkreis Horb, der bedingt durch Gebietsteile des preu√üischen Landkreises Hechingen fortan aus zwei getrennten Gebietsteilen (Nordteil mit der Kreisstadt Horb am Neckar und S√ľdteil um Sulz am Neckar) bestand. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen beide Landkreise zum neuen Bundesland W√ľrttemberg-Hohenzollern und nach der L√§nderneugliederung 1952 im S√ľdwesten zu Baden-W√ľrttemberg. Danach geh√∂rten sie zum Regierungsbezirk S√ľdw√ľrttemberg-Hohenzollern.

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Horb aufgel√∂st. Sein n√∂rdliches Gebiet kam zum vergr√∂√üerten Landkreis Freudenstadt, der auch noch 6 Gemeinden des aufgel√∂sten Landkreises Hechingen, 3 Gemeinden des Landkreises Rottweil und 2 Gemeinden des ebenfalls aufgel√∂sten Landkreises Wolfach erhielt. Sp√§ter gab er noch 2 Gemeinden ( Garrweiler und F√ľnfbronn ) an den Landkreis Calw und eine Gemeinde ( Busenweiler ) an den Landkreis Rottweil ab. Der s√ľdliche Teil des Landkreises Horb kam seinerzeit zum Landkreis Rottweil. Der neue Landkreis Freudenstadt umfasst nach Abschluss der Gemeindereform noch 17 Gemeinden, darunter 4 St√§dte und hiervon wiederum 2 " Gro√üe Kreisst√§dte " (Freudenstadt und Horb am Neckar). Gr√∂√üte Stadt ist Horb am Neckar, kleinste Gemeinde ist W√∂rnersberg.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-W√ľrttemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 98.294
31. Dezember 1975 97.682
31. Dezember 1980 99.697
31. Dezember 1985 101.572
27. Mai 1987 ¬Ļ 101.957
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 109.960
31. Dezember 1995 119.166
31. Dezember 2000 120.848
30. Juni 2005 122.675

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Kreistag

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gew√§hlt. Der Kreistag w√§hlt den Landrat f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren. Die Kreistagswahl am 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:

  1. CDU 35,8% (-4,3) - 15 Sitze (-2)
  2. FWG 23,8% (-1,4) - 11 Sitze (-1)
  3. SPD 16,7% (-0,4) 7 Sitze (=)
  4. FDP / DVP 12,2% (+3,6) - 4 Sitze (+1)
  5. GR√úNE 8,4% (+2,0) - 3 Sitze (+1)
  6. REP 3,1% (+0,6) - 1 Sitz (+1)

Landrat

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repr√§sentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Aussch√ľsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.

Zu seinem Aufgabengebiet z√§hlen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Aussch√ľsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschl√ľsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht . Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Horb 1945 - 1972 :

  • 1945 - 1946 : Albert Eitel (kommissarisch)
  • 1946 : Wilhelm Trautmann (Amtsverweser )
  • 1946 : Friedrich Wilhelm Haugg (kommissarisch)
  • 1946 - 1947 : Alfons Maria R√∂hrle (Amtsverweser)
  • 1947 - 1957 : Hugo Schneider
  • 1958 - 1965 : Johann Georg Frank
  • 1966 - 1972 : Karl Georg Kruspe

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Landkreises Freudenstadt ab 1807 :

  • 1807 - 1808 : Friedrich Wendelin Hummel
  • 1808 - 1810 : Christian Friedrich Siegel
  • 1810 - 1814 : Christoph Friedrich Schmidlin
  • 1814 - 1815 : Ferdinand August Weckherlin
  • 1815 - 1817 : Johann Friedrich Bauer
  • 1819 - 1826 : Christian Gottlieb Martz
  • 1826 : Karl Friedrich Bardili
  • 1828 - 1832 : Carl Christian Heinrich Hettler
  • 1832 - 1840 : Johannes Friz
  • 1840 - 1841 : Heinrich Fleischhauer (Amtsverweser)
  • 1842 - 1848 : Hermann S√ľskind
  • 1848 - 1851 : Johann Conrad Sigmundt
  • 1852 - 1859 : Ludwig Rominger
  • 1859 - 1870 : Gustav Wilhelm Sandberger
  • 1870 - 1873 : Maximilian Michael H√∂lldampf
  • 1873 - 1900 : Carl Friedrich Bames
  • 1900 - 1904 : Hermann Schwaderer
  • 1904 - 1920 : Ferdinand Frauer
  • 1920 - 1922 : Eugen Lutz
  • 1922 - 1935 : Karl Knapp
  • 1935 - 1939 : Hans Freiherr von Watter
  • 1939 - 1940 : Fritz B√ľttner (Amtsverweser)
  • 1940 - 1945 : Ernst Lauffer
  • 1945 - 1960 : Herbert Hesselbarth
  • 1960 - 1971 : Helmut Weihenmaier
  • 1971 - 2000 : Gerhard Mauer
  • 2000 - 2006 : Peter Dombrowsky

Wappen

Das Wappen des Landkreises Freudenstadt zeigt in Gold einen linksgewendeten, balzenden, rot bewehrten schwarzen Auerhahn auf schwarzem Ast. Das Wappen wurde vom damaligen Oberamt Freudenstadt am 28. August 1926 angenommen und dem durch die Kreisreform neugebildeten Landkreis am 3. September 1973 neu verliehen.

Der Auerhahn symbolisiert den Schwarzwald, in welchem der Auerhahn beheimatet ist, und die einstigen f√ľrstlichen Jagdreviere im Kreisgebiet. Das 1926 angenommene Oberamtswappen war das erste seiner Art in W√ľrttemberg.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Das Kreisgebiet wird nur an der S√ľdostecke von der Bundesautobahn A 81 Stuttgart-Singen (Hohentwiel) ber√ľhrt. Ansonsten ist es durch Bundes-, Landes- und Kreisstra√üen erschlossen. Eine wichtige Bundesstra√üe ist die B 500 ("Schwarzwaldhochstra√üe"), die von Baden-Baden kommend an der westlichen Kreisgrenze Richtung S√ľden vorbeif√ľhrt.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Freudenstadt ist Tr√§ger folgender Beruflichen Schulen : Heinrich-Schickhardt-Schule (Gewerbliche Schule, unter anderem mit Technischem Gymnasium) Freudenstadt, Eduard-Spranger-Schule (Kaufm√§nnische Schule, unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium) Freudenstadt, Luise-B√ľchner-Schule (Hauswirtschaftliche Schule, unter anderem mit Ern√§hrungswissenschaftlichem Gymnasium) und dem Beruflichem Schulzentrum Horb am Neckar (Gewerbliche und Hauswirtschaftliche Schule), ferner folgender Sonderschulen : Christophorus-Schule ( F√∂rderschule ) Freudenstadt, Ro√übergschule (F√∂rderschule) Horb am Neckar, Wilhelm-Hofmann-Schule f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Dornstetten und Pestalozzischule f√ľr Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Horb am Neckar.

Der Landkreis Freudenstadt ist auch Träger des Krankenhauses Freudenstadt und der Klinik Hospital zum Heiligen Geist in Horb am Neckar.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Städte

  1. Alpirsbach (6.937)
  2. Dornstetten (8.119)
  3. Freudenstadt (23.888)
  4. Horb am Neckar (26.116)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband "Dornstetten" mit Sitz in Dornstetten; Mitgliedsgemeinden: Stadt Dornstetten und Gemeinden Glatten, Schopfloch und Waldachtal
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Freudenstadt mit den Gemeinden Bad Rippoldsau-Schapbach und Seewald
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Horb am Neckar mit den Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Loßburg mit der Gemeinde Betzweiler-Wälde
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Pfalzgrafenweiler mit den Gemeinden Grömbach und Wörnersberg

Gemeinden

  1. Bad Rippoldsau-Schapbach (2.352)
  2. Baiersbronn (16.306)
  3. Betzweiler-Wälde (1.439)
  4. Empfingen (4.182)
  5. Eutingen im Gäu (5.487)
  6. Glatten (2.434)
  7. Grömbach (677)
  8. Loßburg (6.513)
  9. Pfalzgrafenweiler (7.031)
  10. Schopfloch (2.551)
  11. Seewald (2.401)
  12. Waldachtal (5.998)
  13. Wörnersberg (244)

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Freudenstadt seit 1938 insgesamt 50 Gemeinden , darunter 3 Städte .

Am 7. M√§rz 1968 stellte der Landtag von Baden-W√ľrttemberg die Weichen f√ľr eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St√§rkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m√∂glich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr√∂√üeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Freudenstadt machten am 1. Januar 1971 die Gemeinde Reutin, die sich mit der Stadt Alpirsbach vereinigte sowie die Gemeinden Betzweiler und W√§lde, die sich zur neuen Gemeinde Betzweiler-W√§lde vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig.

Die verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Freudenstadt gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Freudenstadt auf. Dieser gab 1974 / 75 im Rahmen der Gemeindereform noch zwei Gemeinden an den Landkreis Calw und eine Gemeinde an den Landkreis Rottweil ab.

Größte Gemeinde des alten Landkreises Freudenstadt war die Kreisstadt Freudenstadt, kleinste Gemeinde war Kälberbronn.

Der alte Landkreis Freudenstadt umfasste zuletzt eine Fläche von 617 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 65.970 Einwohner.

Es folgt eine Liste der Gemeinden des alten Landkreises Freudenstadt vor der Gemeindereform. Nahezu alle Gemeinden geh√∂ren auch heute noch zum Landkreis Freudenstadt. Lediglich Busenweiler geh√∂rt zum Landkreis Rottweil, und F√ľnfbronn und Garrweiler geh√∂ren zum Landkreis Calw.

Landkreis Freudenstadt vor der Kreisreform
Landkreis Freudenstadt vor der Kreisreform
fr√ľhere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Aach Dornstetten 784
Alpirsbach, Stadt Alpirsbach 4.125
Baiersbronn Baiersbronn 9.217
Besenfeld Seewald 661
Betzweiler Betzweiler-Wälde 696
Böffingen Glatten 241
Bösingen Pfalzgrafenweiler 511
Busenweiler Dornhan 207
Cresbach Waldachtal 506
Dietersweiler Freudenstadt 1.346
Dornstetten, Stadt Dornstetten 2.358
Durrweiler Pfalzgrafenweiler 320
Edelweiler Pfalzgrafenweiler 185
Ehlenbogen Alpirsbach 356
Erzgrube Seewald 134
Freudenstadt, Stadt Freudenstadt 14.213
F√ľnfbronn Simmersfeld 245
Garrweiler Altensteig 155
Glatten Glatten 1.385
Göttelfingen Seewald 583
Grömbach Grömbach 459
Gr√ľntal Freudenstadt 541
Hallwangen Dornstetten 923
Herzogsweiler Pfalzgrafenweiler 334
Hochdorf Seewald 368
Hörschweiler Waldachtal 280
Huzenbach Baiersbronn 586
Igelsberg Freudenstadt 287
Kälbersbronn Pfalzgrafenweiler 167
Klosterreichenbach Baiersbronn 1.668
Lombach Loßburg 529
Loßburg Loßburg 2.070
L√ľtzenhardt Waldachtal 1.339
Neuneck Glatten 272
Oberiflingen Schopfloch 403
Pfalzgrafenweiler Pfalzgrafenweiler 2.365
Reinerzau Alpirsbach 396
Röt Baiersbronn 623
Schömberg Loßburg 338
Schopfloch Schopfloch 779
Schwarzenberg Baiersbronn 868
Sterneck Loßburg 293
Tumlingen Waldachtal 570
Unteriflingen Schopfloch 280
Untermusbach Freudenstadt 503
Vierundzwanzig Höfe Loßburg 346
Wälde Betzweiler-Wälde 444
Wittendorf Loßburg 723
Wittlensweiler Freudenstadt 1.244
Wörnersberg Wörnersberg 183

Literatur

Das Land Baden-W√ľrttemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B√§nden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg; Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe; Stuttgart, 1976, ISBN 3-17-002542-2

Weblinks

Wikipedia

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