fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Landkreis Emmendingen: 12.02.2006 13:04

Landkreis Emmendingen

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen des Landkreises Emmendingen Lage des Landkreises Emmendingen in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : S√ľdlicher Oberrhein
Verwaltungssitz : Emmendingen
Fläche : 679,90 km²
Einwohner : 156.420 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 230 Einwohner/km²
Kfz-Kennzeichen : EM
Kreisgliederung: 24 Gemeinden
Kreisschl√ľssel : 08 3 16
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 2-4
79312 Emmendingen
Website : www.landkreis-emmendingen.de
Landrat : Hanno Hurth
Karte
Bild:Baden_wuerttemberg_em.png

Der Landkreis Emmendingen ist ein Landkreis in Baden-W√ľrttemberg. Er geh√∂rt zur Region S√ľdlicher Oberrhein im Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Norden an den Ortenaukreis, im Osten an den Schwarzwald-Baar-Kreis, im S√ľden an den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie an die kreisfreie Stadt Freiburg im Breisgau. Im Westen bildet der Rhein die nat√ľrliche Grenze zu Frankreich mit dem dortigen Arrondissement S√©lestat-Erstein innerhalb des D√©partement Bas Rhin .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Emmendingen hat Anteil an der Oberrheinischen Tiefebene und am Schwarzwald. Hier gehört vor allem das Tal der Elz, welche ein rechter Nebenfluss des Rheins ist, zum Kreisgebiet.

Geschichte

Der Landkreis Emmendingen geht zur√ľck auf das alte Bezirksamt Emmendingen, das nach dem √úbergang an Baden nach 1803 errichtet wurde. Im Laufe seiner Geschichte wurde es mehrmals ver√§ndert (u.a. 1872 Aufhebung des Amtes Kenzingen und 1924 Aufhebung des Amtes Breisach) und 1936 in den Landkreis Emmendingen √ľberf√ľhrt. Gleichzeitig wurden die meisten Orte des aufgel√∂sten Amtes Waldkirch zugeordnet. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis zun√§chst nicht ver√§ndert. Lediglich durch die Gemeindereform erfuhr er in den Folgejahren einen geringen Zuwachs. Die urspr√ľnglich Absicht, den Landkreis Emmendingen mit dem Landkreis Lahr zu vereinigen, wurde nicht realisiert.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Emmendingen 24 Gemeinden, darunter 6 St√§dte und hiervon wiederum 1 " Gro√üe Kreisstadt " (Emmendingen; die Stadt Waldkirch hat 2003 die Grenze von 20.000 Einwohner √ľberschritten und k√∂nnte somit die 2. Gro√üe Kreisstadt werden). Gr√∂√üte Stadt ist Emmendingen, kleinste Gemeinde ist Forchheim/Kaiserstuhl.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-W√ľrttemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 128.241
31. Dezember 1975 129.402
31. Dezember 1980 131.893
31. Dezember 1985 134.793
27. Mai 1987 ¬Ļ 132.508
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 139.248
31. Dezember 1995 146.418
31. Dezember 2000 151.414
30. Juni 2005 156.420

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Kreistag

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gew√§hlt. Dieses Gremium w√§hlt den Landrat f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren. Die Kreistagswahl am 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:
(52 statt 49 Sitze)

  1. CDU 34,5% (-3,0) - 19 Sitze (=)
  2. FWG 25,2% (+1,3) - 13 Sitze (+1)
  3. SPD 21,5% (-3,3) - 11 Sitze (-1)
  4. GR√úNE 12,8% (+3,6) - 6 Sitze (+2)
  5. FDP / DVP 6,0% (+1,4) - 3 Sitze (+1)

Landrat

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repr√§sentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Aussch√ľsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.

Zu seinem Aufgabengebiet z√§hlen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Aussch√ľsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschl√ľsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht . Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Bezirksamts bzw. Landkreises Emmendingen seit 1810 :

  • 1810 - 1816 : Friedrich August Roth
  • 1816 - 1818 : Karl Ludwig Barck
  • 1819 - 1823 : Carl Deimling
  • 1823 - 1834 : Karl August Friedrich St√∂√üer
  • 1834 - 1842 : Conrad Ludwig Rettig
  • 1842 - 1847 : Philipp Pfeiffer
  • 1847 - 1849 : Iganz Fr√§nzinger
  • 1849 : Georg Wolf (provisorisch)
  • 1850 - 1874 : Gustav Adolph Fingado
  • 1874 - 1884 : Leopold Otto
  • 1884 - 1890 : Ludwig von Theobald
  • 1890 - 1908 : Ludwig Salzer
  • 1908 - 1913 : Hermann Kiefer
  • 1913 - 1926 : Karl Baur
  • 1926 : Alexander Schaible
  • 1927 - 1930 : Ernst Frech
  • 1931 - 1945 : Alfred Hagenunger
  • 1945 : Wolfgang Bechtold (kurzzeitig kommissarisach)
  • 1945 - 1946 : Hubert Schnekenburger
  • 1946 : Ludwig Seiterich (kommissarisch)
  • 1946 - 1948 : Viktor Freiherr Huber von Gleichenstein
  • 1948 : Walter F√ľrst (Amtsverweser)
  • 1949 - 1953 : Alfons Oswald
  • 1953 - 1970 : Kurt Wehrle
  • 1970 - 1983 : Lothar Mayer
  • 1983 - 2003 : Dr. Volker Watzka
  • 2003 - 2006 : Hanno Hurth

Wappen

Das Wappen des Landkreises Emmendingen zeigt in gespaltenem und halb geteiltem Schild vorn in Gold einen roten Schr√§gbalken; hinten oben in Silber einen schwarzen Sechsberg, unten in Blau einen silbernen Flug. Das Wappen wurde am 5. November 1956 vom Innenministerium Baden-W√ľrttemberg verliehen.

Das Wappen symbolisiert die Herrschaften, die sich das Kreisgebiet in fr√ľheren Jahrhunderten teilten, das Land Baden (Schr√§gbalken), die Herren von Schwarzenberg ("Schwarzer Berg") und die Herren von √úsenberg (Flug).

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis Emmendingen ist im Wesentlichen landwirtschaftlich geprägt und weist nur eine geringe Industriedichte auf. Diese befindet sich vor allem im Elztal (Textilindustrie, Elektrotechnik)sowie rund um Emmendingen und Herbolzheim (Maschinenbau).

Der Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Tätigkeit ist der Weinanbau (bekannteste Weinorte: Endingen, Malterdingen, Kenzingen, Sasbach).

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f√ľhrt die Bundesautobahn A 5 Basel - Karlsruhe und mehrere Bundesstra√üen, darunter die B 3 Basel - Karlsruhe und die B 294 Freiburg - Haslach im Kinzigtal. Ferner erschlie√üen mehrere Landes- und Kreisstra√üen den Landkreis. Der √ĖPNV wird durch den Regio-Verkehrsverbund Freiburg gew√§hrleistet.

Medien

Im Kreisgebiet erscheint die Badische Zeitung mit den Lokalausgaben Emmendingen und Waldkirch.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Emmendingen ist Träger folgender Beruflichen Schulen : Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-sozialpflegerische Schulen Emmendingen, Kaufmännische Schulen Emmendingen und Berufliches Schulzentrum (Gewerbliche und Kaufmännische Schulen) Waldkirch.

Der Landkreis Emmendingen ist Tr√§ger des Kreiskrankenhauses Emmendingen sowie des Kreisseniorenzentrums mit betreuter Seniorenwohnanlage St. Maximilian Kolbe in Kenzingen. Beide Einrichtungen werden als Eigenbetrieb des Landkreises gef√ľhrt.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Durch den Landkreis f√ľhrt die Deutsche Uhrenstra√üe. Neben verschiedenen Heimatmuseen ist insbesondere das J√ľdische Museum in Emmendingen von Bedeutung. Der Naturpark S√ľdschwarzwald liegt teilweise auf Kreisgebiet.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Städte

  1. Elzach (7.157)
  2. Emmendingen (26.110)
  3. Endingen am Kaiserstuhl (9.048)
  4. Herbolzheim (9.772)
  5. Kenzingen (9.098)
  6. Waldkirch (20.275)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband "Denzlingen-Vörstetten-Reute" mit Sitz in Denzlingen; Mitgliedsgemeinden: Denzlingen, Reute und Vörstetten
  2. Gemeindeverwaltungsverband "Elzach" mit Sitz in Elzach; Mitgliedsgemeinden: Stadt Elzach und Gemeinden Biederbach und Winden im Elztal
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Emmendingen mit den Gemeinden Freiamt, Malterdingen, Sexau und Teningen
  4. Gemeindeverwaltungsverband "Kenzingen-Herbolzheim" mit Sitz in Kenzingen; Mitgliedsgemeinden: Städte Herbolzheim und Kenzingen sowie Gemeinden Rheinhausen und Weisweil
  5. Gemeindeverwaltungsverband "Nördlicher Kaiserstuhl" mit Sitz in Endingen; Mitgliedsgemeinden: Stadt Endingen und Gemeinden Bahlingen, Forchheim/Kaiserstuhl, Riegel, Sasbach/Kaiserstuhl und Wyhl am Kaiserstuhl
  6. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Waldkirch mit den Gemeinden Gutach im Breisgau und Simonswald

Gemeinden

  1. Bahlingen am Kaiserstuhl (3.796)
  2. Biederbach (1.755)
  3. Denzlingen (13.318)
  4. Forchheim (1.269)
  5. Freiamt (4.272)
  6. Gutach im Breisgau (4.476)
  7. Malterdingen (2.921)
  8. Reute (3.155)
  9. Rheinhausen (3.348)
  10. Riegel am Kaiserstuhl (3.530)
  11. Sasbach am Kaiserstuhl (3.344)
  12. Sexau (3.178)
  13. Simonswald (3.101)
  14. Teningen (11.923)
  15. Vörstetten (2.843)
  16. Weisweil (2.128)
  17. Winden im Elztal (2.874)
  18. Wyhl am Kaiserstuhl (3.729)

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum Landkreis Emmendingen seit 1939 zunächst insgesamt 57 Gemeinden , darunter sechs Städte . Am 1. Januar 1964 wurde aus 9 Wohnplätzen der Gemeinde Prechtal die selbständige Gemeinden Oberprechtal gebildet. Somit hatte der Landkreis insgesamt 58 Gemeinden.

Am 7. M√§rz 1968 stellte der Landtag von Baden-W√ľrttemberg die Weichen f√ľr eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St√§rkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m√∂glich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr√∂√üeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Emmendingen machte die Gemeinden Altsimonswald, Haslachsimonswald und Untersimonswald, die sich am 1. April 1970 zur Gemeinde Simonswald vereinigten. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Nach der Kreisreform zum 1. Januar 1973 , aus welcher der Landkreis Emmendingen zun√§chst ohne Grenz√§nderungen hervorging, kamen infolge von Eingliederungen in Gemeinden des Kreisgebietes noch drei Gemeinden des bisherigen Landkreises Freiburg (Kiechlinsbergen, Jechtingen und Leiselheim) zum Landkreis Emmendingen.

Größte Gemeinde des Landkreises Emmendingen vor der Gemeindereform war die Kreisstadt Emmendingen, kleinste Gemeinde war Wildgutach.

Der alte Landkreis Emmendingen umfasste zuletzt eine Fläche von 666 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 118.680 Einwohner.

Die Gemeinden des Landkreises Emmendingen vor der Gemeindereform:

Landkreis Emmendingen vor der Kreisreform
Landkreis Emmendingen vor der Kreisreform
fr√ľhere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Altsimonswald Simonswald 902
Amoltern Endingen am Kaiserstuhl 333
Bahlingen am Kaiserstuhl Bahlingen am Kaiserstuhl 2.664
Biederbach Biederbach 1.432
Bleibach Gutach im Breisgau 1.203
Bleichheim Herbolzheim 666
Bombach Kenzingen 417
Broggingen Herbolzheim 586
Buchholz Waldkirch 1.279
Denzlingen Denzlingen 4.099
Elzach, Stadt Elzach 2.379
Emmendingen, Stadt Emmendingen 13.256
Endingen am Kaiserstuhl, Stadt Endingen am Kaiserstuhl 3.700
Forchheim (Kaiserstuhl) Forchheim 1.094
Freiamt Freiamt 2.287
Gutach im Breisgau Gutach im Breisgau 1.597
Haslachsimonswald Simonswald 297
Hecklingen Kenzingen 725
Heimbach Teningen 808
Herbolzheim, Stadt Herbolzheim 4.715
Katzenmoos Elzach 322
Kenzingen, Stadt Kenzingen 4.715
Köndringen Teningen 2.017
Königschaffhausen Endingen am Kaiserstuhl 1.050
Kollmarsreute Emmendingen 826
Kollnau Waldkirch 4.496
Maleck Emmendingen 246
Malteringen Malterdingen 2.006
Mundingen Emmendingen 1.342
Niederhausen Rheinhausen 989
Niederwinden Winden im Elztal 875
Nimburg Teningen 1.220
Nordweil Kenzingen 660
Oberhausen Rheinhausen 1.791
Oberprechtal ¬Ļ Elzach 807
Obersimonswald Simonswald 677
Oberwinden Winden im Elztal 1.268
Ottoschwanden Freiamt 1.581
Prechtal Elzach 1.310
Reute Reute 1.346
Riegel am Kaiserstuhl Riegel am Kaiserstuhl 2.137
Sasbach am Kaiserstuhl Sasbach am Kaiserstuhl 1.270
Sexau Sexau 1.915
Siegelau Gutach im Breisgau 634
Siensbach Waldkirch 461
Suggental Waldkirch 281
Teningen Teningen 3.656
Tutschfelden Herbolzheim 441
Untersimonswald Simonswald 653
Vörstetten Vörstetten 1.160
Wagenstadt Herbolzheim 698
Waldkirch, Stadt Waldkirch 8.630
Wasser Emmendingen 743
Weisweil Weisweil 1.504
Wildgutach Simonswald 106
Windenreute Emmendingen 876
Wyhl am Kaiserstuhl Wyhl am Kaiserstuhl 2.406
Yach Elzach 794

¬Ļ am 1. Januar 1964 neu gebildet

Literatur

  • Das Land Baden-W√ľrttemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B√§nden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg; Band VI: Regierungsbezirk Freiburg; Stuttgart, 1982, ISBN 3-17-007174-2

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Landkreis Emmendingen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Landkreis Emmendingen verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de