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Letzte Änderung für Artikel Emmendingen: 12.02.2006 18:41

Emmendingen

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Luftbild Karte
Wappen Emmedningens Deutschlandkarte, Position von Emmendingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : S├╝dlicher Oberrhein
Landkreis : Emmendingen
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 07' N, 07┬░ 51' O
48┬░ 07' N, 07┬░ 51' O
H├Âhe : 201 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 33,79 km┬▓
Einwohner : 26.108 (31. M├Ąrz 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 770 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 79301-79312 (alt 7830)
Vorwahl : 07641
Kfz-Kennzeichen : EM
Gemeindeschl├╝ssel : 08 3 16 011
Stadtgliederung: Kernstadt und
5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Landvogtei 10
79312 Emmendingen
Website: www.emmendingen.de
E-Mail-Adresse: stadt@emmendingen.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Stefan Schlatterer ( CDU )

Emmendingen ist eine Stadt im S├╝dwesten Baden-W├╝rttembergs, etwa 14 km n├Ârdlich von Freiburg im Breisgau. Sie ist die Kreisstadt und gr├Â├čte Stadt des Landkreises Emmendingen sowie eines der Mittelzentren im Bereich des Oberzentrums Freiburg.

Die Einwohnerzahl der Stadt Emmendingen ├╝berschritt 1972 im Rahmen der Gemeindereform die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt , was die Landesregierung von Baden-W├╝rttemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Mit den Gemeinden Freiamt, Malterdingen, Sexau und Teningen hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Luftbild von Emmendingen aufgenommen bei einer Ballonfahrt
Luftbild von Emmendingen aufgenommen bei einer Ballonfahrt

Die Stadt liegt im Breisgau zwischen der Vorbergzone des Schwarzwaldes und dem Kaiserstuhl in der Rheinebene im Norden der so genannten Freiburger Bucht in 189 bis 368 Meter H├Âhe. Am Westrand von Emmendingen flie├čt die Elz, die bei Kappel-Grafenhausen in den Rhein m├╝ndet.

Nachbarst├Ądte

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Emmendingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Malterdingen, Kenzingen, Freiamt (Schwarzwald), Sexau, Denzlingen, Reute (Breisgau) und Teningen.

Stadtgliederung

Die Stadt Emmendingen besteht aus der Kernstadt , die wiederum aus den Stadtbezirken Unterstadt, ├ťber der Elz, Mittelstadt, Oberstadt, B├╝rkle und Bleiche besteht, und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden und heutigen Stadtteile Kollmarsreute, Maleck, Mundingen, Wasser und Windenreute.

Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung, das hei├čt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu w├Ąhlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzendem. Jede Ortschaft hat eine Ortschaftsverwaltung, quasi ein Rathaus vor Ort.

Zu einigen Stadtteilen geh├Âren teilweise weitere separat gelegene Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen, die meist nur sehr weinige Einwohner haben, inzwischen aber teilweise auch schon mit dem Hauptort zusammengewachsen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen geh├Âren folgende Wohnpl├Ątze bzw. Siedlungen zu den Stadtteilen:

  • zur Kernstadt: Hochburg;
  • zu Kollmarsreute: Altdorf, Siedlung an der Landstra├če;
  • zu Maleck: Am Laberberg, Auf dem Buch, Brandel, Hintere Zeismatte, Vordere Zeismatte;
  • zu Mundingen: Amsenhof, Huttenhof, Mundinger M├╝hle, Bahnstation Teningen-Mundingen und W├Âpplinsberg.

Geschichte

Markgrafenschlo├č
Markgrafenschlo├č

Die erste urkundliche Erw├Ąhnung des Namens Emmendingen geht auf das Jahr 1091 zur├╝ck. Wenige Jahre sp├Ąter wurde Emmendigen ausdr├╝cklich als Ortschaft erw├Ąhnt. Die erste Quelle, die von der Burg Hochburg (Hachberg) spricht, stammt aus dem Jahr 1127 . Ebenfalls auf das 12. Jahrhundert geht das Kloster Tennenbach, eine Zisterziensergr├╝ndung zur├╝ck.

1415 verkaufte der Markgraf Otto II. von Hachberg Burg und Herrschaft Hachberg an den Markgrafen Bernhard I. von Baden. Die Markgrafschaft Baden-Hachberg fiel zur├╝ck in das badische Stammhaus . Im Jahr 1418 erhielt die Ortschaft Emmendingen auf Betreiben dieses Markgrafen von K├Ânig Sigismund das Marktrecht . Nur sechs Jahre sp├Ąter wurde der Marktflecken im M├╝hlburger Krieg eingenommen und fast v├Âllig zerst├Ârt. Im Bauernkrieg von 1525 beteiligten sich zahlreiche Emmendinger an der erfolglosen Belagerung der Hochburg und der Zerst├Ârung des Klosters Tennenbach. In der Nachfolge von Markgraf Karl II. wurde 1584 die Markgrafschaft Baden erneut geteilt. Der Marktflecken Emmendingen wurde Residenz der Markgrafschaft Baden-Hachberg unter Jakob III. , dem dieser jedoch am 1. Januar 1590 das Stadtrecht verlieh. Im selben Jahr konvertierte Jakob nach dem von ihm einberufenen Emmendinger Religionsgespr├Ąch zum Katholizismus . Wenig sp├Ąter starb er im Alter von 28 Jahren. Nach dem erhaltenen Sektionsbericht wurde er mit Arsenik vergiftet. Die Herrschaft fiel zur├╝ck an seinen protestantischen Bruder Ernst Friedrich .

Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wurde Emmendingen fast v├Âllig zerst├Ârt. 1648 waren von den vormals 800 Einwohnern nurmehr knapp 100 ├╝briggeblieben. 1809 wird Emmendingen Sitz des gleichnamigen Bezirksamtes , das 1939 zum Landkreis Emmendingen wird. Bei der Kreisreform 1973 bleibt der Landkreis Emmendingen im Wesentlichen unver├Ąndert.

Auch die Stadtteile Emmendingen haben eine lange Geschichte. Sie teilten die Geschicke der Stadt und waren Teil der Markgrafschaft Baden-Hachberg. 1803 geh├Ârten sie zum Oberamt Hochberg, aus dem 1809 das Bezirksamt Emmendingen hervorging.

Kollmarsreute wurde 1385 als ÔÇ×zu Kolmers Ruti in BrisgoweÔÇť erstmals erw├Ąhnt. Der Ort lag urspr├╝nglich an der Elz, wurde dann aber wegen Hochwassergefahr 1784 an die heutige Stelle verlegt. Maleck wurde 1317 als villa Malnegge, Mundingen 1147 , Wasser 1419 als ÔÇ×uff dem WasserÔÇť und Windenreute 1094 als Winedoriuti erstmals erw├Ąhnt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Emmendingen eingemeindet:

  • 1883 : Niederemmendingen
  • 1. August 1971 : Kollmansreute, Maleck und Windenreute
  • 1. Januar 1974 : Mundingen
  • 1. Januar 1975 : Wasser

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1812 1.399
1830 1.849
1852 2.033
1. Dezember 1871 3.391
1. Dezember 1880 ┬╣ 3.598
1. Dezember 1900 ┬╣ 4.317
1. Dezember 1910 ┬╣ 8.430
16. Juni 1925 ┬╣ 8.890
16. Juni 1933 ┬╣ 9.514
17. Mai 1939 ┬╣ 9.893
1946 8.917
Jahr Einwohner
13. September 1950 ┬╣ 10.317
6. Juni 1961 ┬╣ 13.256
27. Mai 1970 ┬╣ 16.028
31. Dezember 1975 24.722
31. Dezember 1980 24.740
27. Mai 1987 ┬╣ 22.819
31. Dezember 1990 23.590
31. Dezember 1995 24.796
31. Dezember 2000 25.240
31. M├Ąrz 2005 26.108

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Religionen

Emmendingen geh├Ârte zun├Ąchst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Breisgau unterstellt. Im Jahr 1556 f├╝hrte Markgraf Karl II. in Emmendingen die Reformation ein. 1590 kehrte die Markgrafschaft Baden-Hachberg und damit auch Emmendingen unter Jakob III. kurzzeitig zum Katholizismus zur├╝ck. Nach seinem gewaltsamen Tod wurde wieder der evangelische Glaube eingef├╝hrt. Danach war Emmendingen eine ├╝berwiegend protestantische Stadt. Die Gemeinde Emmendingen geh├Ârte zum Spezialat Hochberg und war Sitz des Superintendenten. Im 19. Jahrhundert wurde Emmendingen Sitz eines Dekans der Evangelischen Landeskirche in Baden . Die evangelische Stadtkirche (erbaut 1430 -34 mit sp├Ąteren Umbauten) ist die Pfarrkirche f├╝r die Christuspfarrei, die auch den Stadtteil Wasser (der jedoch eine eigene Kirche aus dem 18. Jahrhundert besitzt) betreut, und die 1904 errichtete Lutherpfarrei, die f├╝r die Oberstadt zust├Ąndig ist. 1937 wurde die Johannespfarrei errichtet, deren Sitz seit 1964 in Windenreute ist. Diese Gemeinde betreut auch die Stadtteile Kollmarsreute (die jedoch seit 1913 eine eigene Kirche hat) und Maleck. Die vierte evangelische Pfarrei ist die 1969 errichtete Pauluspfarrei f├╝r das Neubaugebiet B├╝rkle-Bleiche. Im Stadtteil Mundingen gibt es auch eine evangelische Gemeinde, die sich in der 1727 erbauten Kirche versammelt. Alle evangelischen Gemeinden geh├Âren zum Dekanat Emmendingen.

Im 19. Jahrhundert zogen wieder nach Katholiken nach Emmendingen. 1863 wurde die Kirche St. Bonifatius errichtet, die 1864 zur Pfarrei erhoben wurde. Da die Zahl der katholischen Einwohner rasch zunahm, wurde in zwei Bauabschnitten (1894-1896 und 1911-1913) die heutige Bonifatiuskirche im neugotischen Stil erbaut. Das Vorg├Ąngerkirchlein trug man ab und baute es in Denzlingen als Josefskirche wieder auf. Zur Gemeinde geh├Âren auch die Stadtteile Maleck, Mundingen und Windenreute sowie die Nachbargemeinde Freiamt. Eine zweite katholische Pfarrei (St. Johannes) wurde 1975 errichtet. Diese betreut auch die Katholiken in Kollmarsreute und Wasser sowie in der Nachbargemeinde Sexau. Beide katholischen Gemeinden geh├Âren zum Dekanat Waldkirch des Erzbistums Freiburg.

1716 wurde mit der Aufnahme von f├╝nf Familien eine j├╝dische Gemeinde gegr├╝ndet, deren Synagoge am 10. November 1938 in der Reichspogromnacht zerst├Ârt wurde. Am 17. Oktober 1940 wurden die letzten Emmendinger Juden deportiert. 1995 wurde von Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion eine neue j├╝dische Gemeinde gegr├╝ndet, die derzeit ca. 300 Mitglieder hat.

Heute sind etwa 40,46 % der Bev├Âlkerung evangelisch und 32,19 % katholisch .

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Emmendingen auch Gemeinden, die zu Freikirchen geh├Âren, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ), eine Freie evangelische Gemeinde und die Gemeinde Gottes . Auch die Neuapostolische Kirche ist in Emmendingen vertreten.

Politik

Gemeinsam mit den Gemeinden Freiamt, Malterdingen, Teningen und Sexau bildet die Stadt Emmendingen seit dem 1. Januar 1975 die Verwaltungsgemeinschaft Emmendingen, deren Aufgabe im Wesentlichen die Aufstellung des Fl├Ąchennutzungsplanes f├╝r die Gemarkungen der beteiligten Gemeinden ist.

B├╝rgermeister

An der Spitze der Stadt standen ab 1590 ein B├╝rgermeister und zw├Âlf R├Ąte. Die laufenden Gesch├Ąfte besorgte der Stadtschreiber. Die R├Ąte waren zugleich Richter, die mehrmals j├Ąhrlich unter einem vom Markgraf eingesetzten Schulthei├čen tagten. Im 18. Jahrhundert gab es neben dem Rat und den B├╝rgermeistern noch Beigeordnete. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es nur noch den B├╝rgermeister und den Gemeinderat. Seit der Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt 1973 tr├Ągt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb├╝rgermeister . Dieser wird heute von den Wahlberechtigten f├╝r eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gew├Ąhlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung " B├╝rgermeister ".

Die B├╝rgermeister und Oberb├╝rgermeister seit 1833 (noch l├╝ckenhaft):

  • 1833 - 1835 : Carl Helbing
  • 1876 - 1877 : Gustav Wagner
  • 1878 - 1891 : Andreas Roll
  • 1891 - 1897 : Wilhelm Schneider
  • 1897 - 1921 : Albert Rehm
  • 1921 - 1945 : Franz Hirt
  • 1945 - 1981 : Karl Faller, CDU
  • 1981 - 1988 : Hans-Peter Schlatterer, parteilos
  • 1988 - 2004 : Ulrich Niemann, SPD
  • 2004 -heute: Stefan Schlatterer, CDU

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

CDU 27,8% -5,6 8 Sitze -5
SPD 25,4% -3,4 7 Sitze -4
GR├ťNE 20,5% +8,1 5 Sitze +1
FWG 17,0% +0,4 4 Sitze -2
FDP / DVP 9,4% +0,5 2 Sitze -1

Wappen

Das Wappen der Stadt Emmendingen zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold einen roten Schr├Ągbalken (das ist das alte badische Wappen), hinten in Blau einen silbernen ger├╝steten Ritter, einen silbernen Stab in der Rechten haltend und die Linke auf das umgeh├Ąngte silberne Schwert st├╝tzend. Die Stadtflagge ist wei├č-blau. Das Wappen wurde bei der Stadterhebung angenommen. Es zeigt das Wappensymbol der Ortsherren (den Schr├Ągbalken) und den Ritter, der die Wehrhaftigkeit symbolisieren sollte. Zuvor war statt des Ritters ein Pflugschar in den Siegeln abgedruckt. Anfangs stand der Ritter auf einem Dreiberg. Die heutige Darstellung wurde 1960 offiziell festgelegt.

St├Ądtepartnerschaften

Emmendingen unterh├Ąlt mit folgenden St├Ądten eine St├Ądtepartnerschaft :

  • Six-Fours-les-Plages im Departement Var in S├╝dfrankreich seit 1978
  • Newark-on-Trent in der Grafschaft Nottinghamshire in England ( Vereinigtes K├Ânigreich ) seit 1983
  • Sandomierz in Polen seit 1990

Wirtschaft und Infrastruktur

  • versicherungspflichtig Besch├Ąftigte: 9.936 (Stand: 30. Juni 2000 ),
    hiervon entfallen auf die einzelnen Bereiche:
    • produzierendes Gewerbe: 2.828
    • Handel, Verkehr, Dienstleistung 6.349

Verkehr

Emmendingen hat einen Autobahnanschluss an der Bundesautobahn A 5 Karlsruhe-Basel. Durch die Stadt verl├Ąuft die Bundesstra├če B 3 (Offenburg-Freiburg im Breisgau). Emmendingen liegt an der Badischen Hauptbahn von Mannheim nach Basel. Neben dem zentral gelegenen Bahnhof gibt es Haltestellen in den Ortsteilen Kollmarsreute und (Teningen-)Mundingen, ein weiterer Bahnhaltepunkt im Ortsteil B├╝rkle-Bleiche befindet sich in der Planung. Die Stadt geh├Ârt dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an.

Die Elz teilt sich kurz nach dem Zusammenfluss mit Dreisam und Glotter bei Riegel in die Alte Elz und den Leopoldskanal , die beide in den Rhein m├╝nden. Der Leopoldskanal wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zur Hochwasserentlastung gebaut.

Die n├Ąchst gelegenen Flugh├Ąfen sind Freiburg und Basel .

Beh├Ârden und Gerichte

Als Kreisstadt ist Emmendingen Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Landkreises. Au├čerdem gibt es ein Finanzamt und eine Arbeitsagentur sowie ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG -Bezirk Karlsruhe geh├Ârt.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Emmendingen der Evangelischen Landeskirche in Baden .

Die Post wird 1745 erstmals als Posthalterei erw├Ąhnt. 1811 gab es eine Postexpedition und seit 1876 ein Postamt 3. Klasse. In Emmendingen befindet sich auch ein Kreiskrankenhaus und ein Zentrum f├╝r Psychiatrie Emmendingen.

Medien

├ťber das Lokalgeschehen in Emmendingen berichtet als Tageszeitung die Badische Zeitung aus Freiburg im Breisgau. Und ebenfalls die Wochenzeitung Emmendinger Tor.

Bildungseinrichtungen

Bereits zwei Jahre nach Einf├╝hrung der Reformation ( 1556 ) gab es in Emmendingen eine erste Volksschule. Heute bestehen neben dem Goethe-Gymnasium, das aus der 1667 gegr├╝ndeten Lateinschule hervorging, die Markgrafen- Realschule , die Fritz-Boehle-Hauptschule mit Werkrealschule , die Markgrafen Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie die C.-F. Meerwein-Schule und die Fritz-Boehle-Grundschule als Grundschulen in der Kernstadt und weitere Grundschulen in Kollmarsreute, Mundingen, Wasser und Windenreute. Die Stadt ist ferner Tr├Ąger der Karl-Friedrich-F├Ârderschule .

Der Landkreis Emmendingen ist Tr├Ąger der Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schule und der Kaufm├Ąnnischen Schule sowie der Eduard-Spranger-Schule f├╝r Sprachbehinderte mit Schulkindergarten f├╝r sprachbehinderte Kinder und des Schulkindergartens f├╝r Geistigbehinderte.

Ferner gibt es noch die Staatliche Schule f├╝r K├Ârperbehinderte mit Heim und die Staatliche Fachschule f├╝r Landwirtschaft Hochburg.

Die Abendrealschule Volkshochschule Emmendingen, die Freie Waldorfschule Emmendingen und die Schule f├╝r Gesundheits- und Krankenpflege im Landkreis Emmendingen runden das schulische Angebot Emmendingens ab.

Freizeit- und Sportanlagen

Emmendingen hat ein Freibad und einen Skateplatz mit recht bedeutsamer, giftgr├╝ner (Beton-)Funbox, mehrere Sport- und Veranstaltungshallen (Goethe Halle, Hermann-G├╝nth Halle, Steinhalle und Fritz-Boehle Halle), die Sportanlagen des Turnerbundes und mehrere Fu├čballpl├Ątze (darunter den Rasen- und Hallenplatz des ZPEs und den Goethe Bolzplatz).

Es gibt in der n├Ąheren Umgebung von Emmendingen vier Fu├čballvereine (FC Emmendingen, FV Windenreute, SV Wasser, SV Kollmasreute). Diese Vereine haben jeweils einen vereinseigenen Fu├čballplatz. Der FC Emmendingen hat auch noch ein Stadion (Elzstadion). Das Elzstadion hat ├╝ber 1000 Pl├Ątze.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Emmendinger Tor
Emmendinger Tor

Mit seiner sch├Ânen Altstadt (unter anderem dem Stadttor, das Wahrzeichen der Stadt und dem Markgrafenschlo├č mit Stadtmuseum), der mittelalterlichen Ruine Hochburg, dem Weinanbau im Ortsteil Mundingen und anderen Sehensw├╝rdigkeiten ist Emmendingen ein attraktiver Urlaubsort.

Kino

In Emmendingen gibt es auch ein Kino (Fuchsenlichtspiele). Dieses befindet sich beim Stadttor.

Museen

In der ehemaligen Mikwe ist seit 1997 das Museum f├╝r j├╝dische Geschichte und Kultur Emmendingen untergebracht, das die Geschichte der Israelitischen Gemeinde der Stadt von der Gr├╝ndung 1716 bis zur Vernichtung 1940 darstellt.

Im Zentrum f├╝r Psychiatrie gibt es ein Psychiatrie-Museum, das die Geschichte der Emmendinger Heil- und Pflegeanstalt darstellt.

In Emmendingen ist das Deutsche Tagebucharchiv zu Hause. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht Tageb├╝cher, Lebenserinnerungen und Briefwechsel, die oft im Keller oder auf dem M├╝ll verschwinden, zu erhalten. Die sehr pers├Ânlichen Aufzeichnungen sind von gro├čer Aussage f├╝r die ├ľffentlichkeit, da sie historische Ereignisse und Zeitl├Ąufe nachvollziehbar machen. Die Dokumente werden zu wissenschaftlichen Forschungszwecken zur Verf├╝gung gestellt. F├╝r Schulklassen, Gruppen und Privatpersonen werden auf Anfrage aber auch F├╝hrungen durchgef├╝hrt.

Im Stadtteil B├╝rkle-Bleiche gibt es einen Skulpturenweg, auf dem Bildhauerarbeiten angeschaut werden k├Ânnen.

Galerien

  • Galerie im Tor
  • Sammlung Geyer-zu-Lauf
  • Galerie im Fotomuseum Hirsm├╝ller (Markgrafenschlo├č)

Bauwerke

Das Markgrafenschloss ist ein Renaissance-Bau mit achteckigen Treppenturm an der Nordseite. Das Geb├Ąude war urspr├╝nglich ein Hof des Klosters Tennenbach und wurde 1588 von Jakob III. von Baden-Hachberg (1577-1590) erworben, der es zu einem Schloss umgestaltete. 1590 fand in einem daneben liegenden Geb├Ąude, dem Kapitelsaal, das ber├╝hmte Emmendinger Religionsgespr├Ąch statt. Zun├Ąchst als Residenzzeit genutzt, diente das Schloss als Amtssitz f├╝r die Landv├Âgte der Markgrafschaft Hachberg, sp├Ąter als Burgvogtei. 1833 wurde die Stadt Besitzerin des Schlosses und richtete darin ein Spital ein. Heute ist hier im Markgrafenschloss ein st├Ądtisches Museum untergebracht.

Im ehemaligen Wohnhaus von Johann Georg und Cornelia Schlosser ist heute die Stadtb├╝cherei untergebracht.
Im ehemaligen Wohnhaus von Johann Georg und Cornelia Schlosser ist heute die Stadtb├╝cherei untergebracht.

Das Schlosserhaus kam 1588 als Gremppischer Hof in den Besitz der Markgrafen von Baden und war seit dieser Zeit Wohnsitz des obersten Beamten der Markgrafschaft Hachberg . Das Geb├Ąude wurde mehrfach umgebaut, zeigt heute noch deutlich den barocken Stil jedoch auch die starken baulichen Eingriffe, die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden. Johann Georg Schlosser , Goethes Schwager, erwarb das Geb├Ąude 1774 als Privathaus und bewohnte es bis 1787 . Auf einer Gedenktafel am Geb├Ąude wird an seine damals ber├╝hmten G├Ąste in diesem Haus erinnert, so unter anderem an Herzog Karl August von Weimar, Jakob Michael Reinhold Lenz , Johann Georg Jacobi und Johann Caspar Lavater. Goethe, dessen Schwester Cornelia mit Schlosser verheiratet war, weilte hier in den Jahren 1775 und 1779 .

Etwas au├čerhalb der Stadt (zwischen den Ortsteilen Windenreute und Malek ) gibt es noch eine guterhaltene Burg Burg Hochburg (Hachberg), die zu den gr├Â├čten Burgruinen in Deutschland z├Ąhlt.

Die Klosterkapelle Tennenbach ist neben dem fr├╝heren Wirtschaftsgeb├Ąude (heute Gasthaus Engel) das letzte erhaltene Geb├Ąude des ehemals ausgedehnten Areals des Zisterzienseklosters Tennenbach. Sie diente vor der Aufl├Âsung des Klosters 1806 als Spitalkapelle. Das gotische Kleinod aus der Mitte des 13. Jahrhunderts liegt in einem Seitental des Brettentals in landschaftlich reizvoller Umgebung.

Der Eichbergturm ist ein Aussichtsturm auf dem 369 m hohen Eichberg oberhalb der Stadt. Der Turm ├╝berragt den ├╝ber 30 m hohen Eichenwald mit seiner Kanzel um 10 Meter und mit der Spitze um 17 Meter. Er ist der h├Âchste Aussichtsturm des Landkreises Emmendingen. Von der Turmkanzel aus bietet sich ein gro├čartiger Rundblick ├╝ber die n├Ąhere Umgebung, den gesamten Schwarzwaldkamm bis zum Isteiner Klotz, den Schweizer Jura , die Vogesenkette und den Kaiserstuhl. Die Aussichtskanzel wurde aus Eichenholz gefertigt und sitzt auf den sechs Douglasienst├Ąmmen, die zusammen mit einem oberen Plattformrahmen einen Pyramidenstumpf bilden. Das Treppenhaus ist ein filigraner Zylinder aus Profilstahl und Baustahlgewebe, mit 240 Stufen aus Eichenholz. Der Turm, von einem 1999 gegr├╝ndeten Verein errichtet, wurde am 17. September 2005 der Stadt Emmmendingen ├╝bergeben und ist nun der ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich.

Die evangelische Stadtkirche - in vorreformatorischer Zeit eine Martinskirche mit dem Patrozinium am 11. November - wurde nach der Zerst├Ârung 1424 zwischen 1430 und 1434 wiederaufgebaut. Erhalten blieb hiervon der Chor. 1813 -15 wurde die Kirche umgebaut und 1858 /59 wurde der Turm angebaut. Nochmalige Erweiterungen gab es 1903 -05. Die katholische Kirche St. Bonifatius wurde 1863 erbaut und 1894 -96 sowie 1911 -13 erweitert. Sie hat einen gemalten sp├Ątgotischen Fl├╝gelaltar 1473 von Friedrich Herlin .

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:
Evangelische Kirche Kollmarsreute (erbaut 1913 ), evangelische Kirche Mundingen (im Mittelalter St. Mauritius geweiht, 1727 mit dem Material der abgetragenenen Pfarrkirche auf dem W├Âpplinsberg zur heutigen Gr├Â├če erweitert) und evangelische Kirche Wasser (erbaut im 18. Jahrhundert ). Auf dem W├Âpplinsberg stand bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Pfarrkirche f├╝r Mundingen, Niederemmendingen [bis 1806], Keppenbach [bis 1660], und verschiedene Geh├Âfte zwischen dem heutigen Freiamt und Mundingen. Die Pfarrkirche auf dem W├Âpplinsberg wurde zum ersten Mal 1136 urkundlich erw├Ąhnt, als der damalige Konstanzer Bischof dem Kloster Schuttern Besitzungen in der Ortenau, dem Breisgau und Elsa├č best├Ątigte. Ihr Patrozinium ist umstritten: es wird sowohl ein St. Peter- wie auch St. Barbara-Weihe vermutet. In der Zeit nach den Kreuzz├╝gen setzte in Westeuropa die Verehrung der aus Kleinasien stammenden Nothelferin St. Barbara ein. Auch ihrer gedachte man auf dem W├Âplinsberg. Die gotische St. Barbara-Statue der alten Kirche in Reute befand sich bis zur Konfessions├Ąnderung von 1556 sehr wahrscheinlich auf dem W├Âplinsberg. Im 30j├Ąhrigen Krieg erlitt die Kirche jedoch gro├če Sch├Ąden. 1693 verlie├č der Pfarrer den Ort und zog nach Mundingen. Danach verfiel die Kirche. Im Sommer 2005 konnten ihre im Boden erhaltenen Fundamentteile wieder lokalisiert werden.

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • Fritz Boehle - Maler Zeichner und Bildhauer
  • Harriet Straub - ├ärztin und Schriftstellerin
  • Rolf Schweizer - Kirchenmusiker

Weitere Pers├Ânlichkeiten

  • Alfred D├Âblin - Schriftsteller und Arzt; ÔÇá in EM
  • Hans Friedrich Karl G├╝nther - Anthropologe; lebte in EM
  • Jakob Michael Reinhold Lenz - Schriftsteller; lebte in EM
  • Carl Friedrich Meerwein - Baumeister und Flugpionier; lebte in EM
  • Michael Rich - Radsportler; wohnhaft in EM
  • Cornelia Schlosser - (Schwester von Johann Wolfgang von Goethe); lebte in EM
  • Johann Georg Schlosser - Jurist, Staatsmann und ├ťbersetzer; lebte in EM
  Andreas Waltersberger  

Literatur

  • Badisches St├Ądtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • G├╝nther, Hans-J├╝rgen, Markgraf Jacob III. von Baden und Hachberg (1562-1590). Das Lebensbild des Stadtbegr├╝nders von Emmendingen im Wandel der Jahrhunderte, Sonderdruck aus Badische Heimat 4/1990, Karlsruhe
  • G├╝nther, Hans-J├╝rgen, Die Sektion des badischen Markgrafen Jacob III. - Der fr├╝heste rechtsmedizinische Fall der Universit├Ąt Freiburg aus dem Jahr 1590, in: Beitr├Ąge zur gerichtlichen Medizin, Bd. IL, S. 297-305 Wien 1991

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Rebstock-Stube 79211 Denzlingen http://www.rebstock-stube.de/  07666 / 900990
Felsenkeller 79183 Waldkirch http://www.hotelfelsenkeller.de/  07681 / 40250
Hotel Schwarzwaldstuben 79183 Waldkirch http://www.schwarzwaldstuben.com/  07681 / 47 92 40
Hirschenstube mit G├Ąsthaus Gehri 79183 Waldkirch http://www.hirschenstube.de/  07681 / 477770
Kohlenbacher Hof 79183 Waldkirch http://www.kohlenbacherhof.de/  07681 / 8828
Suggenbad 79183 Waldkirch http://www.suggenbad.de/  07681 / 80 91
Altersbach 79183 Waldkirch http://www.altersbach.de/  07681 / 72 00
Scheffelhof 79183 Waldkirch http://www.scheffelhof.de  07681 / 4 70 40
Bl├Ąsist├╝ble 79183 Waldkirch http://www.blaesistueble.de/  07681 / 7554
Imhof 79183 Waldkirch   07681 / 66 63
Landgasthof L├Âwen 79183 Waldkirch http://www.loewen-buchholz.de/  07681 / 98 68
Gr├╝ner Baum mit G├Ąstehaus 79194 Heuweiler http://www.gasthof-gruener-baum.de  0 76 66) / 9 40 60
Hotel-Restaurant La Romantica 79194 Gundelfingen http://www.laromantica-gundelfingen.de  0761 / 581247
Hotel Zur Laube 79194 Heuweiler http://www.hotel-laube.de  07666 / 94080

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