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Letzte Änderung für Artikel Staufen im Breisgau: 15.02.2006 18:20

Staufen im Breisgau

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Wappen Karte
fehlt noch Deutschlandkarte, Position von Staufen im Breisgau hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-WĂŒrttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Landkreis : Breisgau-Hochschwarzwald
Geografische Lage :
Koordinaten: 47° 53' N, 07° 44' O
47° 53' N, 07° 44' O
Höhe : 288 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 23.26 kmÂČ
Einwohner : 7769 (31. MĂ€rz 2005)
Bevölkerungsdichte : 334 Einwohner je kmÂČ
AuslÀnderanteil : 9,4 %
Postleitzahl : 79219
Vorwahl : 07633
Kfz-Kennzeichen : FR
Gemeindekennzahl : 08 3 15 108
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 53
79219 Staufen im Breisgau
Website: www.staufen.de
E-Mail-Adresse: info@staufen.de
Politik
BĂŒrgermeister : Michael Benitz

Staufen im Breisgau liegt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-WĂŒrttemberg. Die Stadt Staufen hat rund 7750 Einwohner und bildet zusammen mit der Gemeinde MĂŒnstertal einen Gemeindeverwaltungsverband und mit der Gemeinde Bad Krozingen ein Mittelzentrum sĂŒdlich von Freiburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Luftbild von Staufen
Luftbild von Staufen

Geografische Lage

Staufen liegt am Fuß des Schwarzwalds am Ausgang des MĂŒnstertals . Das Schwarzwaldtal des Neumagen geht hier direkt in die Rheinebene ĂŒber, die Vorbergzone des Schwarzwalds ist weniger ausgeprĂ€gt. Nördlich des Talausgangs dominiert der sich steil erhebende Schlossberg, sĂŒdwestlich beginnt die HĂŒgellandschaft des MarkgrĂ€flerlandes. Staufen liegt somit auf der Grenze zweier Natur- und WirtschaftsrĂ€ume; zum einen der Rheinebene bzw. der Vorbergzone mit dem Anbau von Getreide , Wein und Obst , zum anderen dem durch Viehhaltung und Forstwirtschaft und in frĂŒheren Zeiten durch Bergbau geprĂ€gten Schwarzwald.

Geologie

Dem entspricht die Lage auf der Schwarzwaldrand verwerfung als tektonische Grenze zwischen kristallinem Grundgebirge , das glazial ĂŒberformt ist, und dem Oberrheingraben . Die zum Schwarzwaldkamm ansteigenden HöhenzĂŒge bestehen vornehmlich aus Gneisen mit eingeschlossenen Porphyren , die Talebene aus vom Neumagen angelagerten SchotterflĂ€chen. Der wegen seiner Form manchmal fĂ€lschlich als Vulkankegel bezeichnete Schloßberg besteht als Teil der Vorbergzone hauptsĂ€chlich aus Muschelkalkschollen ; in der Vorbergzone treten weiterhin Buntsandstein , Keuper , Dogger und Lias sowie angelagerter Löss auf.

Stadtgebiet, Nachbargemeinden und Stadtgliederung

Das Gebiet der Stadt Staufen erstreckt sich von 260 m ĂŒ. NN im Norden bis auf 810 m ĂŒ. NN im SĂŒdosten und grenzt an die Gemeinden Ehrenkirchen, MĂŒnstertal , Sulzburg, Ballrechten-Dottingen, Heitersheim und Bad Krozingen. Staufen besteht neben der vom Neumagen durchflossenen Kernstadt aus den Teilorten Wettelbrunn im Westen und Grunern im SĂŒden sowie aus den an der Grenze zur Gemeinde MĂŒnstertal gelegenen Weilern Kropbach und Etzenbach.

Geschichte

Blick auf die Burgruine Staufen
Blick auf die Burgruine Staufen

Vorgeschichte bis FrĂŒhmittelalter

Nur wenige Funde belegen eine vorgeschichtliche Begehung bzw. Besiedlung: Einige Feuersteinartefakte datieren in die Mittel- bzw. Jungsteinzeit , fĂŒr die Bronzezeit wird aufgrund von GelĂ€ndemerkmalen und KeramikbruchstĂŒcken eine Höhensiedlung der Urnenfelderkultur angenommen, dies gilt auch fĂŒr eine eisenzeitliche Siedlung der Hallstattkultur .

ArchĂ€ologisch direkt nachgewiesene Ansiedlungen setzen erst mit der römischen Kaiserzeit ein. Durch moderne archĂ€ologische Methoden wie die LuftbildarchĂ€ologie und geophysikalische Prospektion ist ein als villa rustica angesprochener GebĂ€udekomplex zwischen Staufen, Grunern und Kropbach gut dokumentiert, wenn auch nicht vollstĂ€ndig erfasst. Weitere römische Funde liegen auf dem Gebiet der mittelalterlichen Stadt bzw. am Schloßberg vor, deren Ausdehnung und genaue Zeitstellung bleibt jedoch aufgrund der mittelalterlichen Überbauung unklar.

In die Zeit der Völkerwanderung datieren alamannische Einzelfunde am Schlossberg wie beispielsweise ein sax (ein einseitiges Hiebschwert); GrÀberfelder oberhalb von Wettelbrunn werden in die Merowingerzeit datiert.

Urkundlich wird Staufen erstmals im Lorscher Codex mit der am 16. April 770 erfolgten Schenkung von GĂŒtern in der villa Staufen in pago Brisigawo an das Kloster Lorsch genannt. Weitere Schenkungen sind bereits fĂŒr die Jahre 772 bzw. 773 belegt; so ist auch aufgrund des St. Martin - Patrozinium der spĂ€teren Stadtkirche von einer grĂ¶ĂŸeren Ansiedlung um einen frĂ€nkischen Herrenhof auszugehen.

Hochmittelalter

Sehr frĂŒh ist die Bedeutung des Bergbaus urkundlich belegt: Im Jahr 1028 verlieh Kaiser Konrad II. Bergbaurechte bei Kropbach an den Bischof von Basel.

Die weitere Geschichte des Ortes ist eng mit den Herren von Staufen verbunden. Diese sind nicht verwandt mit dem Hochadelsgeschlecht der Hohenstaufen und hatten die Herrschaft Staufen fast 500 Jahre kontinuierlich zum Lehen (fĂŒr ein teilweise angenommenes Allodialgut finden sich keine Belege). Die KontinuitĂ€t der Herrschaft ĂŒber ein halbes Jahrtausend hinweg ist auch deswegen bemerkenswert, weil die Herren von Staufen ĂŒblicherweise das Erbe unter den Gliedern der Familie aufteilten.

FĂŒr das Jahr 1111 wird im Rotulus Sanpetrinus, dem Schenkungsverzeichnis des Klosters St. Peter, erstmals ein Adelbert von Staufen erwĂ€hnt, der EigengĂŒter im Nachbarort Ballrechten an das Kloster ĂŒbertrĂ€gt. Die gleiche Quelle belegt die Herren von Staufen als Ministeriale der Herzöge von ZĂ€hringen , ebenso eine Urkunde des Klosters Cluny von 1115 . Adalbert dĂŒrfte bereits eine Burg in oder bei Staufen besessen haben, ob es sich dabei bereits um die noch heute sichtbare Burg Staufen handelte ist fraglich. Deren Entstehung wird jedoch im Lauf des 12. Jahrhunderts angenommen.

Die Herren von Staufen entstammen einer Nebenlinie derer von Blankenberg, die ihren Sitz vermutlich auf einem kleinen Berg bei Opfingen hatten und im Dreisamtal ĂŒber Besitz verfĂŒgten. Wie auch bei deren Verwandten, den Herren von Weiler/Falkenstein, handelt es sich wahrscheinlich um alten Adel , der mit dem Vordringen der ZĂ€hringer in die MinisterialitĂ€t eintrat, und somit nicht um ursprĂŒnglich unfreie DienstmĂ€nner der ZĂ€hringer. Eine besondere Stellung der Herren von Staufen unter den ZĂ€hringern ist durch die Übernahme des Hofamts des Marschalls belegt.

Fraglich ist, wer die Herren von Staufen neben Staufen selbst mit ihren Haupteinnahmequellen, der Vogtei ĂŒber das Kloster St. Trudpert und dem Bergregal im MĂŒnstertal, belehnte. Als Vögte sind sie erstmalig 1211 nachgewiesen, jedoch können aufgrund der Stiftung eines silbernen Vortragekreuzes aus dem Jahr 1175 mit den Bildern der Stifter Anna und Gottfried von Staufen Ă€ltere Rechte postuliert werden. Aufgrund des MinisterialenverhĂ€ltnisses zu den ZĂ€hringern wurde lange Zeit von einem zĂ€hringerischen Lehen ausgegangen, obwohl sich dafĂŒr keine Schriftquellen finden.

Möglich erscheint ein durch die im Kaiserstuhl beheimateten Herren von Üsenberg erhaltenes Afterlehen des Bistums Basel. Neben anderen Lehen ist dies ist fĂŒr den Teilort Grunern belegt; weiterhin bezieht sich auch die erste ErwĂ€hnung der Burg Staufen 1248 auf die Anwesenheit zweier Üsenberger, die auf der Burg einen Vertrag mit dem Kloster Tennenbach abschließen.

Dem wird entgegengehalten, dass die Herren von Staufen als Zeugen des Vertrages wie die anderen Zeugen auch dem Gefolge der Erben der ZÀhringer zuzuordnen sind. Die Wahl der Burg Staufen als Beurkundungsort belegt zumindest, dass die Stellung der Herren von Staufen durch Beziehungen zu verschiedenen HerrschaftstrÀgern gekennzeichnet war.

Interessanterweise werden weder die Üsenberger noch die ZĂ€hringer oder ihre Erben im Zusammenhang mit den Rechten der Herren von Staufen im MĂŒnstertal genannt (die Quellenlage ist allerdings aufgrund spĂ€terer FĂ€lschungen des Klosters St. Trudpert dĂŒrftig, das benachbarte Möhlintal bei St. Ulrich wie das Tal des Neumagens sind zumindest in davon unabhĂ€ngigen VertrĂ€gen ĂŒber Rechte der Erben der ZĂ€hringer ausgenommen).

Da spĂ€tere Streitigkeiten mit Kloster ĂŒber Bergwerksrechte im MĂŒnstertal vor dem Bischof von Straßburg ausgetragen wurden, erscheint auch eine Belehnung durch deren RechtsvorgĂ€nger, den Anfang des 13. Jahrhunderts ausgestorbenen Grafen von Nimburg , möglich. Herzog Berthold IV. erkennt zumindest fĂŒr das Möhlintal 1214 die Obervogtei der Straßburger Bischöfe an. Letztlich bleibt die hochmittelalterliche Geschichte Staufens und die Herrschaftsbildung der Herren von Staufen ungeklĂ€rt.

SpÀtmittelalter

Nach dem Aussterben der ZĂ€hringerherzöge 1218 versuchten ihre Erben im Breisgau, die Grafen von Urach (die sich spĂ€ter aufgrund des Verlustes des namensgebenden Stammsitzes Grafen von Freiburg nannten), die Lehenshoheit ĂŒber Staufen in Anspruch zu nehmen, was aber von den Herren von Staufen fĂŒr Staufen selbst, nicht jedoch fĂŒr andere Lehen, bestritten wurde. Weiterhin scheinen die Herren von Staufen auch unter den Grafen von Freiburg das Amt des Marschalls innegehabt zu haben, in einem Vertrag der Grafen aus dem Jahr 1239 wurden sie als deren Ministeriale bezeichnet, nannten sich jedoch selbst in einem Vertrag mit dem Bischof von Basel 1258 nobilis vir.

In das gleiche Jahr datiert ein MĂŒnzvertrag zwischen Marschall Gottfried von Staufen und der Stadt Freiburg zum Schutz des Breisgauer Pfennigs. Möglicherweise war er weniger Ausdruck der Einigkeit der beteiligten Parteien, sondern eher Vorbote der spĂ€ter offen ausgebrochenen Konflikte. Die Entwicklung von Staufen zur Stadt stand in engem Zusammenhang mit diesen Auseinandersetzungen. Staufen wurde 1269 noch als villa bezeichnet, die Kirche ist 1275 als eigenstĂ€ndige Pfarrei belegt.

Von einer ersten Fehde zwischen den Herren von Staufen und der Stadt Freiburg wird aus den Jahren 1280 / 1281 berichtet. Eine Urfehde mit Freiburg ab dem Jahr 1306 endete mit einer Niederlage der Herren von Staufen, die als SĂŒhneleistung ab 1309 der Stadt Freiburg fĂŒr zehn Jahre Kriegsfolge leisten mussten. 1313 brach eine nicht nĂ€her beschriebene Seuche im Breisgau aus, die auch Staufen traf. In der Folge trat 1315 - 1317 eine Hungersnot ein; zwischen 1321 und 1325 mussten Glieder der Familie der Herren von Staufen sogar ihre Anteile an der Burg Staufen verpfĂ€nden.

Staufen selbst wird 1323 in einer Urkunde des Heiligen-Geist-Spitals in Freiburg erstmals als Stadt bezeichnet (fĂŒr das oft genannte GrĂŒndungsdatum 1280 finden sich keine Belege). Möglicherweise lag kein eigentlicher GrĂŒndungsakt vor sondern vielmehr ein stetiges Wachstum von einem Marktort hin zur aufgrund der Konflikte mit einer Stadtmauer umgebenen Stadt.

Im Stadtbild zeichnet sich neben dem Komplex um die Kirche und dem anschließenden kleingliedrigen dörflichen Siedlungskern eine ehemals breite Marktstraße ab. Die GrĂŒndung von Staufen als Markt fĂŒr und zur Kontrolle ĂŒber die Ă€ltere, spĂ€ter abgegangene, reine Bergwerksstadt MĂŒnster im MĂŒnstertal scheint wahrscheinlich. Möglicherweise wollten die Herren von Staufen auch ihren wirtschaftlichen Einfluss auf die nördlich liegenden Bergbaureviere im Möhlintal und die sĂŒdlich gelegene Bergwerksstadt Sulzburg, deren einstiger Markt sich aufgrund der engen Tallage weit in der Rheinebene befand, ausweiten.

1325 - 1326 befanden sich die Herren von Staufen in einem Kleinkrieg mit Freiburg um den Bergbau im MĂŒnstertal und widerstanden dabei angeblich einer Belagerung . Der Konflikt wurde zu Ungunsten der Herren von Staufen im April 1326 beigelegt, möglicherweise aufgrund des spĂ€tetstens 1327 erfolgten Erwerbs von pfandschaftlichen Anteilen an der Burg Staufen durch die Stadt Freiburg.

1350 grassierte der Schwarze Tod auch in Staufen; weiterhin wird von Zerstörungen durch das Basler Erdbeben von 1356 berichtet. 1369 wurden die EinkĂŒnfte der Stadt Staufen an Freiburger Kaufleute verpfĂ€ndet; die Freiherren von Staufen mussten 1370 die Oberlehenshoheit der Grafen von Freiburg akzeptieren.

Die Herren von Staufen nÀherten sich jedoch den seit 1368 im Breisgau erstarkten Habsburgern an; unter den Gefallenen der Schlacht bei Sempach von 1386 befanden sich auch Gottfried und Hans-Ullrich von Staufen. Weiterhin beruhigten sich die Konflikte der Freiherren mit dem Kloster St. Trudpert und der Stadt Freiburg, seitdem sich alle Beteiligten an die Habsburger gebunden hatten.

In der Folge wurde die Stadt Staufen ein Teil Vorderösterreichs; die Freiherren bekleideten ab dem 15. Jahrhundert verschiedene habsburgische Amtsposten in Vorderösterreich. In dieser Phase kam es möglicherweise auch zu einer Erweiterung der Stadt (im Stadtbild ist im Anschluss an die damals noch breite Marktstraße eine Verschiebung der Straßenachse mit Ausrichtung auf die Burg erkennbar, die zu dieser Zeit einen neuen Palas mit reprĂ€sentativer Front zur Stadt hin erhielt); weiterhin wurde 1487 die Stadtkirche St. Martin in ihrer heutigen Form errichtet.

Neuzeit

1602 erlosch das Geschlecht derer von Staufen durch den Tod des letzten Freiherren. Schwedische Truppen besetzten im DreißigjĂ€hrigen Krieg die Stadt und brannten 1632 die Burg nieder.

Staufen im Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg wurde Staufen Opfer eines Fliegerangriffs. Zeitzeugen sagen, das in Staufen zum Zeitpunkt des Angriffs viele deutsche Truppen stationiert waren, die aus Frankreich abgezogen wurden. Es heißt dass französischen Piloten, die britische Flugzeuge flogen, die EisenbahnbrĂŒcke zerstören wollten, da diese fĂŒr den RĂŒckzug der deutschen Truppen wichtig war. siehe Links

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 35,1 % +0,5 8 Sitze ±0
CDU 34,8 % -0,4 8 Sitze ±0
Umweltliste 16,8 % +1,0 4 Sitze ±0
SPD 13,4 % -0,9 3 Sitze ±0

Wappen

Das Wappen der Stadt beruht auf dem Wappen der Freiherren von Staufen. Diese fĂŒhrten 3 goldene mit Patenen gedeckte Kelche (2:1) in rot; das Stadtwappen zeigt 3 goldene Kelche in rotem Schild, erweitert um fĂŒnf die Kelche flankierende goldene Sterne.

Die Wappen beziehen sich auf die beherrschende Stellung des Schlossbergs ĂŒber der Rheinebene und gehen auf die Doppelbedeutung des germanischen Substantivs stauf zurĂŒck, das sowohl fĂŒr Becher als auch fĂŒr kegelförmiger Berg stehen kann und in alamannischer Zeit namensgebend fĂŒr die Siedlung wurde.

StÀdtepartnerschaften

  • Kazimierz Dolny ( Polen )
  • Bonneville ( Frankreich )

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Staufen liegt an der MĂŒnstertalbahn, die von Bad Krozingen nach MĂŒnstertal/Schwarzwald fĂŒhrt. Der Ort ist damit an die Rheintalstrecke von Karlsruhe nach Basel angeschlossen. Die MĂŒnstertalbahn ist eine Nebenbahn, die von der SĂŒdwestdeutschen Verkehrs AG (SWEG) betrieben wird. Der Nahverkehr kann nach dem Tarif des Regio-Verkehrsverbund Freiburg benutzt werden.

Gerichte

Staufen verfĂŒgt ĂŒber ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG -Bezirk Karlsruhe gehört.

Freizeit- und Sportanlagen

Das Alemannenbad ist ein unbeheiztes Freibad mit großer Liegewiese und denkmalgeschĂŒtzten Bauten.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Über die Region hinaus bekannt ist Auerbachs Kellertheater (Auf dem Rempart 7, 79219 Staufen). Das Privattheater befindet sich in einem Gewölbekeller und bietet Platz fĂŒr 99 Besucher. Leiter ist Eberhard Busch.

Museen

Stubenhaus Museum

Das historisches Stadtmuseum am Marktplatz ist in einem der Àltesten erhaltenen HÀuser Staufens eingerichtet. Schwerpunktthemen sind: die Mittelalterliche Stadt, der Silberbergbau, Sixt von Staufen, die Geschichte von Dr. Johann Georg Faust und die Badische Revolution 1848 . Das Museum ist Samstag und Sonntag, jweweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Keramikmuseum Staufen

Das Keramikmuseum ist eine Außenstelle des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe.Gezeigt wird eine original erhaltene Hafnerwerkstatt mit Tongrube, Scheibe, GlasurmĂŒhle und denkmalgeschĂŒtzten Holzbrennöfen.

Bauwerke

Burgruine Staufen

Von weitem ist die sich ĂŒber die Rheinebene erhebende Burguine sichtbar. Die Burg stammt wahrscheinlich aus dem frĂŒhen 12. Jahrhundert und wurde von den Herren von Staufen errichtet und in einer Urkunde des Jahres 1248 erstmals ausdrĂŒcklich genannt. Geldknappheit und erfolglose Fehden der Herren von Staufen gegen die nahe Stadt Freiburg fĂŒhrten im 14. Jahrhundert dazu, dass sich Freiburg Einfluss auf der Burg Staufen verschaffen konnte. In den Jahren 1327 und 1337 konnte die Stadt Anteile an der Burg erwerben und ein so genanntes Öffnungsrecht durchsetzen. Damit war es den ĂŒbrigen Burgbesitzern verboten, von der Burg aus etwas gegen die Stadt Freiburg zu unternehmen. Im Gegenzug mussten Aktionen der Stadt unterstĂŒtzt werden und die Burg ihren Truppen stets offen stehen.

Die Burg Staufen wurde im 30-jÀhrigen Krieg von schwedischen Truppen zerstört, welche die Burg 1632 niederbrannten.Die Burg kann heute noch besichtigt werden. Die Ruine ist heute im Besitz der Stadt Staufen.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

MarkgrÀfler Weinfest

Im August findet das MarkgrĂ€fler Weinfest in Staufen statt. In den Lauben bewirten Winzergenossenschaften und WeingĂŒter aus dem gesamten Weinbaubereich MarkgrĂ€flerland. AnlĂ€sslich des Festes wird auch die MarkgrĂ€fler Weinprinzessin gekĂŒrt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1495 , Michael Sattler , † 21. Mai 1527 in Rottenburg am Neckar (hingerichtet), Benediktinerprior und spĂ€terer TĂ€uferfĂŒhrer und MĂ€rtyrer .

Dr. Johann Georg Faust

Inschrift am Gasthaus Löwen in Staufen
Inschrift am Gasthaus Löwen in Staufen

In der Fauststadt Staufen im Breisgau soll der von Johann Wolfgang von Goethe im Drama Faust, der Tragödie erster Teil beschriebene, sagenumwobene Alchemist , Astrologe und SchwarzkĂŒnstler , wĂ€hrend der Renaissance gelebt haben und verstorben sein.

Dr. Johann Georg Faustus soll vom verschuldeten Burgherren Anton von Staufen als Goldmacher angestellt worden sein. Im Jahr 1539 soll Faust in seinem Zimmer im Gasthaus Löwen (am Marktplatz) bei einer Explosion , wahrscheinlich bei einem alchemistischen Experiment , ums Leben gekommen sein. Davon berichtet eine Inschrift an der Fassade des Gasthauses.

Inschrift

Anno 1539 ist im Leuen zu Staufen Doctor Faustus
so ein wunderbarlicher Nigromanta (SchwarzkĂŒnstler) gewesen
elendiglich gestorben und es geht die Sage
der obersten Teufel einer der Mephistopheles ,
den er in seinen Lebzeiten lang nur seinen
Schwager genannt, habe ihm, nachdem der
Pakt von 24 Jahren abgelaufen das
Genick abgebrochen und seine arme
Seele der ewigen Verdammnis ĂŒberantwortet

Weblinks

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