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Letzte Änderung für Artikel Weil Der Stadt: 04.02.2006 13:54

Weil Der Stadt

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Wappen Karte
Wappen Lage von Weil der Stadt in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Kreis : Böblingen
Geografische Lage :


Koordinaten: 48¬į 45' N, 08¬į 52' O
48¬į 45' N, 08¬į 52' O

H√∂he : 406 m √ľ. NN
Fläche : 43,17 km²
Einwohner : 19.090 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 446 Einwohner/km²
Ausländeranteil : 13,3%
Postleitzahlen : 71255-71263
Vorwahl : 07033
Kfz-Kennzeichen : BB
Gemeindekennzahl : 08 1 15 050
Gliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 4
71263 Weil der Stadt
Offizielle Webseite: www.weil-der-stadt.de
E-Mail Adresse: stadt@weil-der-stadt.de
Politik
B√ľrgermeister : Hans-Josef Straub

Weil der Stadt liegt in Baden-W√ľrttemberg in der Region Stuttgart (Landkreis B√∂blingen). Die Stadt ist bekannt als Geburtsort von Johannes Kepler .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Weil der Stadt liegt ‚Äď 25 km westlich von Stuttgart ‚Äď im Heckeng√§u, einer √úbergangslandschaft zwischen Neckarraum und n√∂rdlichem Schwarzwald. Die Stadtgemarkung wird von S√ľdosten nach Nordwesten von der W√ľrm durchflossen, an deren Ufer vier der f√ľnf Teilorte der Stadt (alle bis auf M√ľnklingen) liegen. Der h√∂chste Punkt befindet sich im S√ľdwesten bei 557 m √ľ. NN (H√∂nig), der tiefste Punkt im Norden bei 368 m √ľ. NN (Frohnm√ľhle).

Geologie und Flora

Die Flurb√∂den bestehen aus Muschelkalk und Lehm und sind zumeist steinig. Charakteristisch ist der Bewuchs der h√ľgeligen Landschaft mit Schlehenhecken , ansonsten herrschen Kieferngeh√∂lze und -w√§lder sowie Felder vor, vereinzelt gibt es Streuobstwiesen . Im W√ľrmtal finden sich naturgesch√ľtzte Sumpfauen. Am Westrand der Gemarkung beginnt bereits der f√ľr den Schwarzwald typische Tannen- und Fichtenbestand .

Gliederung der Stadt

Weil der Stadt (9.000 Einwohner), Merklingen (5.600 Einwohner), M√ľnklingen (1.500 Einwohner), Hausen (930 Einwohner), Schafhausen (2.200 Einwohner)

Nachbargemeinden

Bad Liebenzell, Neuhausen, Tiefenbronn, Heimsheim, Renningen, Magstadt, Grafenau, Ostelsheim, Simmozheim

Geschichte

Weil der Stadt 1925
Weil der Stadt 1925

Geschichtlicher √úberblick

Die sp√§tere Stadt Weil der Stadt entstand als d√∂rfliche Siedlung wahrscheinlich im 6. Jahrhundert n. Chr. -- vermutlich auf dem Gel√§nde eines r√∂mischen Landsitzes -- und gab sich den Namen Wila, der dann sp√§ter zu Weil wurde. Die erste urkundliche Erw√§hnung erfolgte im Jahre 1075 in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. Zwischen 1223 und 1242 wurden dem Dorf Weil, das sich bis dahin im Besitz der Grafen von Calw und des Klosters Hirsau befunden hatte, die Stadtrechte durch Kaiser Friedrich II. verliehen. Bereits um 1275 stieg Weil zur freien Reichsstadt auf, die genaue Jahreszahl ist unbekannt. In den folgenden f√ľnf Jahrhunderten stellte die Stadt eine politische und konfessionelle Enklave im w√ľrttembergischen Umland dar. Anfangs wurde Weil der Stadt noch grammatisch korrekt als ‚ÄěWeil, die Stadt‚Äú bezeichnet und hob sich dadurch von anderen Weil in der Umgebung ab (beispielsweise von Weil im Dorf oder Weil im Sch√∂nbuch). Da Urkunden aber h√§ufig mit der Ortsangabe ‚Äěgegeben zu Weil, der Stadt‚Äú ausgestellt wurden, etablierte sich im Verlauf der Zeit (Mitte des 19. Jahrhunderts endg√ľltig) die Dativform als offizieller Stadtname unter allen grammatischen F√§llen. 1373 erhielt Weil der Stadt von Kaiser Karl IV. die Gerichtsbarkeit und das Zollrecht verliehen, 1489 erlangte die Stadt einen st√§ndigen Sitz im Reichstag , der Vertretung der Reichsst√§nde . W√§hrend der zweiten H√§lfte des 15. Jahrhunderts befand sie sich unter badischem Einfluss. Kurz vor Ende des Drei√üigj√§hrigen Krieges 1648 wurde Weil der Stadt ‚Äď obgleich ein Zentrum der Gegenreformation ‚Äď durch franz√∂sische Truppen gepl√ľndert und in Brand gesetzt, wodurch gro√üe Teile der Altstadt zerst√∂rt wurden. Der Stadtbrand von 1648 gilt neben der Schlacht bei D√∂ffingen 1388 als unheilvollstes Ereignis der Stadtgeschichte.

1803 verlor Weil der Stadt im Rahmen der Mediatisierung seine Reichsfreiheit und fiel an W√ľrttemberg. 1869 erhielt die Stadt durch die Schwarzwaldbahn (Stuttgart--Calw) Anschluss an das √ľberregionale Eisenbahnnetz. 1972 - 1975 wurden die umliegenden Nachbarorte Merklingen, M√ľnklingen, Hausen und Schafhausen eingemeindet. 1996 fanden in Weil der Stadt die Heimattage Baden-W√ľrttemberg statt.

Stadtwappen

Der schwarze Adler im oberen Wappenfeld ist das Zeichen der deutschen Kaiser und wurde der freien Reichsstadt als Best√§tigung ihrer Reichsunmittelbarkeit verliehen. Der lateinische Schriftzug SPQR im linken unteren Wappenfeld deutet die Urspr√ľnge Weil der Stadts aus einem r√∂mischen Landsitz (Villa) an, bezieht sich jedoch vor allem auf seine reichsst√§dtisch-republikanische, am r√∂mischen Recht ausgerichtete Verfassung. Die beiden gekreuzten Schl√ľssel im rechten unteren Feld schlie√ülich stehen f√ľr den Apostel Petrus , den Patron der Stadtkirche St. Peter und Paul.

Eingemeindungen

  • 1972: Merklingen (mit dem 1971 eingemeindeten Hausen)
  • 1973: Schafhausen
  • 1975: M√ľnklingen

Religionen

In der Stadt und ihren Teilorten sind diverse Kirchen vertreten. Aus der reichsst√§dtischen Vergangenheit ergibt sich die bis heute fortdauernd starke Stellung der r√∂misch-katholischen Kirche in Weil der Stadt. Merklingen, M√ľnklingen, Hausen und Schafhausen sind hingegen seit der Reformation durchweg protestantisch gepr√§gt. Das √∂kumenische Zusammenleben der beiden gro√üen Kirchen ist traditionell freundschaftlich.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 32,0 % +1,0 9 Sitze +1
CDU 29,0 % -3,0 9 Sitze ±0
SPD 17,3 % -3,2 5 Sitze ±0
Die Gr√ľnen 15,0 % +4,9 4 Sitze +2
FDP / DVP 6,7 % +0,3 2 Sitze +1

Städtepartnerschaften

  • Riquewihr (Frankreich)
  • Bra (Italien)
  • Kreis Temesch im Banat/Rum√§nien

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Weil der Stadt ist √ľber die Strecke der Schwarzwaldbahn mit der S-Bahn-Linie S6 an das Liniennetz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen. Der √Ėffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gew√§hrleistet. Von Weil der Stadt aus verkehren Busse nach B√∂blingen, Calw, Bad Liebenzell und Pforzheim.

√úber die Bundesstra√üe B 295 (Stuttgart‚ÄďCalw) ist Weil der Stadt an das √ľberregionale Stra√üen- und Autobahnnetz angebunden.

Ansässige Unternehmen

  • Gottlob St√§bler GmbH+Co.KG (Bauunternehmung)
  • Nussbaum Medien
  • K2 Systems

Bildung

Die Stadt verf√ľgt mit drei Grundschulen, zwei Grund- und Hauptschulen, einer F√∂rderschule, der Realschule und dem Johannes-Kepler-Gymnasium √ľber Bildungseinrichtungen, auf denen alle Schulabschl√ľsse erworben werden k√∂nnen. √úberdies wirken die st√§dtische Musikschule, eine Zweigstelle der Volkshochschule Leonberg und die in Weil der Stadt ans√§ssige Landesakademie f√ľr Jugendbildung e.V. (in Tr√§gerschaft des Landes Baden-W√ľrttemberg, des Landkreises B√∂blingen und zahlreicher Jugendverb√§nde) am lokalen Bildungsangebot mit.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

  • Stadtmuseum
  • Keplermuseum
  • Narrenmuseum

Sehensw√ľrdigkeiten

Stadtkirche St. Peter und Paul, Weil der Stadt
Stadtkirche St. Peter und Paul, Weil der Stadt

In allen f√ľnf Teilorten der Stadt gibt es historische Bauwerke, Brunnen und Skulpturen.

Die Altstadt von Weil der Stadt besteht aus drei Teilbereichen. Im unteren Bereich am linken W√ľrmufer, der auf das 14. Jahrhundert zur√ľckgehenden Renninger Vorstadt, haben sich mittelalterliche und fr√ľhneuzeitliche Handwerkerh√§user und -l√§den sowie das Spital ( 1358 ) mit der sehenswerten Spitalkapelle und ihrem sp√§tgotischen Figurenaltar der Heiligen Sippe Mariens (um 1480 ), dem barocken Apostel - und dem Nothelferaltar (beide um 1750 ) sowie dem Arma-Christi-Fresko ( 14. Jhd. , wiederentdeckt 1977 ) erhalten. Die teilweise begehbare Stadtmauer mit vier Wehrt√ľrmen -- besonders sch√∂n ist der Storchenturm -- und dem K√∂nigstor umschlie√üt die 1648 vom Stadtbrand weitgehend verschont gebliebene Renninger Vorstadt fast vollst√§ndig. Mittelpunkt ist der Viehmarkt mit Brunnen und Kinocenter (Badtorstra√üe). Am rechten W√ľrmufer befindet sich der Stadtfriedhof mit der Kapelle St. Michael (√§ltester erhaltener Grabstein von 1506 ).

Der auf einem H√ľgelausl√§ufer gelegene Stadtkern -- Keimzelle der ehemaligen freien Reichsstadt und seit dem 6. Jahrhundert besiedelt -- schlie√üt sich unmittelbar westlich an. Sehenswert sind insbesondere die malerische Stuttgarter Stra√üe und der Marktplatz mit dem Rathaus aus der Zeit der Renaissance ( 1582 ), dem Alten Rathaus, dem Speidelschen Haus, dem Stadtmuseum, dem Keplermuseum und dem Keplerdenkmal ( 1870 ), das an zentraler Stelle an den gr√∂√üten Sohn der Stadt, den Astronomen und Mathematiker Johannes Kepler erinnert. Auf die Fastnachtstradition verweist der Narrenbrunnen am Speidelsberg, √ľberdies lohnen das ehemalige Augustinerkloster ( 1294 - 1803 ) mit dem Marienbrunnen sowie der Delphinbrunnen einen Besuch. √úber dem Stadtkern erhebt sich das bedeutendste Baudenkmal Weil der Stadts, die ab dem 15. Jahrhundert als Nachfolgerin einer romanischen Basilika errichtete Stadtkirche St. Peter und Paul, ein sp√§tgotischer Hallenbau aus regionaltypischem Buntsandstein mit drei T√ľrmen, manieristischem Sakramentshaus ( 1611 ), barockem Hochaltar ( 1700 ), prunkvoller Kanzel ( 1742 ) sowie bemerkenswerter Sakralkunst des 20. Jahrhunderts . Den nordwestlichen Abschluss der Altstadt bildet die Heilig-Kreuz-Kapelle ( 1739 ), den westlichen ein weiteres Teilst√ľck der Stadtmauer mit dem Judentor ( 1534 ). Au√üerhalb der historischen Stadtbefestigung steht die neugotische evangelische Brenzkirche ( 1889 ), benannt nach dem in Weil der Stadt geborenen w√ľrttembergischen Reformator Johannes Brenz .

S√ľdlich schlie√üt sich der kleinste und j√ľngste Teilbereich der Altstadt an, die Furter Vorstadt am Talackerbach, mit der als Galerie und Veranstaltungsort genutzten Wendelinskapelle ( 15. Jhd. ) und dem Floriansbrunnen.

Auch in den Teilorten finden sich sehenswerte Baudenkm√§ler. In Merklingen stehen die Remigiuskirche und das fr√ľhgotische Steinhaus inmitten einer von Gr√§ben und einem Br√ľckentor eingefassten Kirchenburganlage. Die Cyriakuskirche in Schafhausen besitzt eine wertvolle Rokokokanzel, im h√∂chstgelegenen Teilort M√ľnklingen hat sich der Jakobsbrunnen, ein historischer Rastort am Pilgerweg nach Santiago de Compostela erhalten. In Hausen kann die alte f√ľnfb√∂gige Buntsandsteinbr√ľcke √ľber die W√ľrm besichtigt werden.

  • Stadtkirche St. Peter und Paul
  • Spitalkapelle und Spital
  • Marktplatz und Stuttgarter Stra√üe
  • Keplerdenkmal
  • Augustinerkloster
  • Stadtmauer, Storchenturm und Judentor
  • Kirchenburg (Merklingen)
  • W√ľrmbr√ľcke (Hausen)

Veranstaltungen

Weil der Stadt ist traditionelle Hochburg der schw√§bisch-alemannischen Fastnacht . An dem allj√§hrlich stattfindenden Fastnachtsumzug nehmen √ľber 1000 Maskentr√§ger teil. Es werden Besucherzahlen zwischen 10.000 und 40.000 gez√§hlt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1412 Heinrich Steinh√∂wel , † 1482 oder 1483 in Ulm; deutscher Humanist und √úbersetzer.
  • 1499 Johannes Brenz , † 1570 in Stuttgart; w√ľrttembergischer Reformator.
  • 1571 Johannes Kepler , † 1630 in Regensburg; deutscher Astronom und Mathematiker.
  • 1748 Joseph Anton Gall , † 1807 in Linz; kath. Theologe, P√§dagoge und Bischof von Linz.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Walker 71272 Renningen http://www.hotel-walker.de/  07159 / 25 85-0
Krone-Post 71263 Weil der Stadt http://www.hotelami.de/11296/hotel-krone-post-in-weil-der-stadt-b.-leonberg.htm  07033 / 52 72-0
Gasthof zur S√§ge 71263 Weil der Stadt   07033 / 52 88-0
Gasthof Hirsch 71296 Heimsheim http://www.hirsch-heimsheim.de/  07033 / 53 99-0
Zur Eisenbahn 71272 Renningen http://www.hoteleisenbahn.de/  07159 / 80430
Stern 71263 Weil der Stadt http://www.stern-weilderstadt.de/  07033 / 78 69

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Wikipedia

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