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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Villingen: 04.02.2006 23:44

Landkreis Villingen

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Wappen
Wappenabbildung auf ngw.nl
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : S√ľdbaden
Verwaltungssitz : Villingen im Schwarzwald heute Villingen-Schwenningen
Fläche : 451 km²
Einwohner : 98.620 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte : 219 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen : VL
Kreisgliederung: 37 Gemeinden
darunter 3 Städte
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-VL.png

Der Landkreis Villingen war ein Landkreis in Baden-W√ľrttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel√∂st wurde. Im letzten Jahr seines Bestehens hie√ü er Landkreis Villingen-Schwenningen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Landkreis Villingen lag im S√ľdwesten Baden-W√ľrttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Norden Wolfach, Rottweil, Donaueschingen und Emmendingen.

Geografisch hatte der Landkreis Villingen fast ausschlie√ülich Anteil am Schwarzwald. Das s√ľdliche Kreisgebiet z√§hlte zur Landschaft Baar. Die Kreisstadt Villingen im Schwarzwald (heute Villingen-Schwenningen) lag im S√ľden des Kreisgebiets.

Geschichte

Das Gebiet des sp√§teren Landkreises Villingen geh√∂rte vor 1800 zu verschiedenen Herrschaften, darunter zu Vorder√∂sterreich und zum F√ľrstentum F√ľrstenberg. 1803 kam das Gebiet an Baden, das zun√§chst mehrere √Ąmter , darunter die √Ąmter bzw. Bezirks√§mter Villingen und Triberg bildete, die sich im Laufe der Geschichte mehrmals ver√§nderten. 1832 geh√∂rte das Amt Triberg zum Oberrheinkreis, das Amt Villingen zum Seekreis. Ab 1864 geh√∂rten beide Bezirks√§mter zum Landeskommiss√§rbezirk Konstanz . 1924 wurde das Bezirksamt Triberg aufgel√∂st und einige Gemeinden kamen zum Bezirksamt Villingen. 1936 kamen weitere Gemeinden zum Bezirksamt Villingen und 1939 erhielt dieses die Bezeichnung Landkreis Villingen.

Nach der Bildung des Landes Baden-W√ľrttemberg 1952 geh√∂rte der Landkreis Villingen zum Regierungsbezirk S√ľdbaden. Durch die Gemeindereform ver√§nderte sich das Kreisgebiet ab 1970 mehrmals: Am 1. September 1971 wurden die Gemeinden Biesingen, Oberbaldingen und √Ėfingen, am 1. Januar 1972 die Gemeinden Hochemmingen und Sunthausen und am 1. April 1972 die Gemeinde Unterbaldingen in die Stadt Bad D√ľrrheim eingegliedert und wechselten damit vom Landkreis Donaueschingen in den Landkreis Villingen. Am 1. Januar 1972 wurde die Kreisstadt Villingen mit der Stadt Schwenningen am Neckar, die dem Landkreis Rottweil angeh√∂rt hatte, zur neuen Stadt Villingen-Schwenningen vereinigt. Zu diesem Anla√ü wurde der Kreis in Landkreis Villingen-Schwenningen umbenannt. Am 1. April 1972 wurde in die neue Stadt noch die Gemeinde Tannheim, Landkreis Donaueschingen, eingegliedert.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Villingen-Schwenningen aufgel√∂st. Seine Gemeinden gingen √ľberwiegend im neu gebildeten Schwarzwald-Baar-Kreis auf, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Villingen wurde. Eine Gemeinde (Tennenbronn) wurde dem vergr√∂√üerten Landkreis Rottweil angegliedert.

Politik

Landrat

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Bezirksamts bzw. Landkreises Villingen 1807 - 1972 :

  • 1807 - 1809 : Philipp von Jagemann
  • 1810 - 1819 : Georg G√§ssler
  • 1820 - 1826 : Seraphin Magon
  • 1826 - 1834 : Franz Teufel
  • 1834 : Sebastian Pezold (Vertreter)
  • 1835 - 1849 : Karl Blattmann
  • 1849 - 1853 : Dominik Herterich
  • 1853 - 1865 : Xaver Weiss
  • 1865 - 1866 : Wilhelm Heinrich Lang
  • 1866 - 1871 : Karl Heinrich Baader
  • 1871 - 1872 : Adolf Fuchs
  • 1872 - 1876 : Karl Siegel
  • 1876 : Alexander Pfisterer
  • 1876 - 1882 : Berthold Hatz
  • 1882 - 1890 : Wilhelm Haape
  • 1890 - 1895 : Julius Otto
  • 1895 - 1899 : Ernst Behr
  • 1899 - 1902 : Emil Bitzel
  • 1902 - 1905 : Heinrich Kron
  • 1905 - 1908 : Gustav Arnold
  • 1908 - 1924 : Adolf Bauer
  • 1924 - 1932 : Friedrich Wenz
  • 1932 - 1945 : Hellmut M√ľller
  • 1945 - 1947 : Karl Paul Bienzeisler
  • 1947 - 1948 : Othmar Diele (kommissarisch)
  • 1948 - 1972 : Josef Astf√§ller

Wappen

Das Wappen des Landkreises Villingen zeigte in von Silber und Blau gespaltenem Schild vorne ein rotes Johanniterkreuz, hinten einen schmalen silbernen Balken. Das Wappen wurde vom Innenministerium Baden-W√ľrttemberg am 16. Juni 1958 verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f√ľhrte keine Bundesautobahn . Daher wurde der Kreis nur durch die Bundesstra√üe B 33 und Kreisstra√üen erschlossen.

Städte und Gemeinden

Zum Landkreis Villingen gehörten ab 1936 zunächst 34 Gemeinden und 3 Städte, darunter die Kreisstadt Villingen im Schwarzwald, die seit 1. April 1956 Große Kreisstadt war.

Am 7. M√§rz 1968 stellte der Landtag von Baden-W√ľrttemberg die Weichen f√ľr eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St√§rkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m√∂glich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr√∂√üeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Villingen machte am 1. Januar 1971 die Gemeinde Rohrhardsberg, die sich mit der Gemeinde Schonach im Schwarzwald vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Villingen schlie√ülich 1973 aufgel√∂st wurde.

Größte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Villingen im Schwarzwald, kleinste Gemeinde war Herzogenweiler.

Die Gemeinden des Landkreises Villingen vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden, mit Ausnahme von Tennenbronn, das dem Landkreis Rottweil zugeordnet wurde, gehören heute zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

fr√ľhere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Bad D√ľrrheim Bad D√ľrrheim 3.469
Brigach St. Georgen im Schwarzwald 541
Buchenberg Königsfeld im Schwarzwald 895
Burgberg Königsfeld im Schwarzwald 447
Dauchingen Dauchingen 1.178
Erdmannsweiler Königsfeld im Schwarzwald 458
Fischbach Niedereschach 584
Gremmelsbach Triberg im Schwarzwald 622
Herzogenweiler Villingen-Schwenningen 109
Kappel Niedereschach 423
Kirchdorf Brigachtal 454
Klengen Brigachtal 968
Königsfeld im Schwarzwald Königsfeld im Schwarzwald 2.134
Langenschiltach St. Georgen im Schwarzwald 640
Marbach Villingen-Schwenningen 766
Mönchweiler Mönchweiler 1.863
Neuhausen Königsfeld im Schwarzwald 639
Niedereschach Niedereschach 1.235
Nußbach Triberg im Schwarzwald 1.205
Obereschach Villingen-Schwenningen 856
Oberkirnach St. Georgen im Schwarzwald 272
Peterzell St. Georgen im Schwarzwald 884
Pfaffenweiler Villingen-Schwenningen 811
Rietheim Villingen-Schwenningen 369
Rohrhardsberg Schonach im Schwarzwald 180
St. Georgen, Stadt St. Georgen im Schwarzwald 10.961
Schabenhausen Niedereschach 323
Schönwald im Schwarzwald Schönwald im Schwarzwald 1.859
Schonach im Schwarzwald Schonach im Schwarzwald 4.089
Stockburg St. Georgen im Schwarzwald 145
Tennenbronn Tennenbronn 3.318
Triberg, Stadt Triberg im Schwarzwald 5.991
√úberauchen Brigachtal 417
Unterkirnach Unterkirnach 1.287
Villingen im Schwarzwald, Große Kreisstadt Villingen-Schwenningen 31.889
Weiler Königsfeld im Schwarzwald 401
Weilersbach Villingen-Schwenningen 630

Wikipedia

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