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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Ulm: 04.10.2005 19:25

Landkreis Ulm

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Wappen
Wappen des Landkreises Ulm und des heutigen Alb-Donau-Kreises
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Nordw├╝rttemberg
Verwaltungssitz : Ulm
Fl├Ąche : 840 km┬▓
Einwohner : 95.530 (27. Mai 1970)
Bev├Âlkerungsdichte : 114 Einwohner je km┬▓
Kfz-Kennzeichen : UL
Kreisgliederung: 82 Gemeinden
darunter 3 St├Ądte
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-UL.png

Der Landkreis Ulm war ein Landkreis in Baden-W├╝rttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Ulm lag im Osten Baden-W├╝rttembergs an der Grenze zu Bayern. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Osten G├╝nzburg, Neu-Ulm, Illertissen (alle in Bayern) sowie Biberach , Ehingen, M├╝nsingen, G├Âppingen und Heidenheim.

Geografisch hatte er Anteil an der Schw├Ąbischen Alb und dessen Vorland. Durch das Kreisgebiet floss die Donau von West nach Ost. Der Kreissitz Ulm lag im S├╝dosten des Kreises geh├Ârte selbst jedoch nicht dazu.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Ulm geh├Ârte vor 1800 ├╝berwiegend zur Reichsstadt Ulm. Nach dessen ├ťbergang an W├╝rttemberg wurde 1806 das Oberamt Ulm gebildet, das 1810 zur Landvogtei auf der Alb und ab 1818 zum Donaukreis geh├Ârte. 1924 wurde der Donaukreis aufgel├Âst und 1934 wurde das Oberamt Ulm in Kreis Ulm umbenannt. 1938 wurde der Kreis Ulm mit dem Gro├čteil des Kreises Blaubeuren und einigen Orten des Kreises Geislingen zum Landkreis Ulm vereinigt. Kreissitz wurde Ulm, das jedoch selbst kreisfreie Stadt wurde. 1945 kam der Landkreis Ulm zum neugebildeten Land W├╝rttemberg-Baden, das 1952 im Bundesland Baden-W├╝rttemberg aufging. Von da an geh├Ârte er zum Regierungsbezirk Nordw├╝rttemberg, der den w├╝rttembergischen Teil W├╝rttemberg-Badens umfasste.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Ulm mit dem Gro├čteil des Landkreises Ehingen sowie einigen Gemeinden der Landkreise Biberach und M├╝nsingen zum neuen Alb-Donau-Kreis vereinigt, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Ulm wurde. Die Gemeinden Waldhausen und T├╝rkheim waren bereits 1971 bzw. 1972 in die Stadt Geislingen an der Steige eingegliedert worden und geh├Ârten somit bereits zum Landkreis G├Âppingen. Weitere 9 Gemeinden des ehemaligen Kreises Ulm wurden zwischen 1971 und 1975 in den Stadtkreis Ulm eingegliedert.

Politik

Landrat

Die Oberamtm├Ąnner bzw. Landr├Ąte des Oberamts bzw. Landkreises Ulm 1810 - 1972 :

  • 1810 - 1811 : Ludwig Friedrich Fischer
  • 1811 - 1833 : Ludwig Muff
  • 1834 - 1836 : Carl Julius Wilhelm Ernst Schumm
  • 1836 - 1847 : Carl Friedrich Maximilian Haas
  • 1847 - 1852 : Johannes Friz
  • 1852 - 1855 : Karl Christian Meurer
  • 1855 - 1865 : Adolf Gr├╝zmann
  • 1866 - 1870 : Gustav Albert Kolb
  • 1871 - 1888 : Karl Rampacher
  • 1888 - 1900 : Karl Albrecht Schmidlin
  • 1900 - 1924 : Wilhelm Friedrich Maier
  • 1924 - 1929 : Anton Beutel
  • 1929 - 1933 : Gustav Mayer
  • 1933 - 1945 : Otto Barth
  • 1945 - 1953 : Ernst Sindlinger
  • 1953 - 1966 : Wilhelm Dambacher
  • 1967 - 1972 : Wilhelm B├╝hler

Wappen

Das Wappen des Landkreises Ulm zeigte in Silber einen doppelk├Âpfigen schwarzen Adler, belegt mit einem gespaltenen Brustschild: darin vorne in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen ├╝bereinander, hinten f├╝nfmal von Rot und Silber schr├Ąggeteilt. Das Wappen wurde dem Landkreis Ulm am 24. Mai 1954 vom Innenministerium Baden-W├╝rttemberg verliehen. Auch der neue Alb-Donau-Kreis ├╝bernahm dieses Wappen. Ihm wurde es am 5. November 1975 neu verliehen.

Der Reichsadler steht f├╝r die ehemals freie Reichsstadt Ulm, die w├╝rttembergischen Hirschstangen f├╝r die altw├╝rttembergischen Gemeinden bzw. die nach 1803 an W├╝rttemberg gelangten Gemeinden und die rot-silbernen Streifen f├╝r das Wappen der Markgrafen von Burgau bzw. ihrer Verwandten, der Grafen von Berg, von welchen die Wappen der St├Ądte Ehingen und Schelklingen abgeleitet sind bzw. das auch Bestandteil des alten Ehinger Kreiswappens war.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f├╝hrte die Bundesautobahn A 8 sowie die Bundesstra├čen B 10, B 28 und B 30, ferner mehrere Landes- und Kreisstra├čen.

St├Ądte und Gemeinden

Zum Landkreis Ulm geh├Ârten ab 1938 zun├Ąchst 3 St├Ądte und 79 Gemeinden. Seit 1905 waren bereits zwei Gemeinden des Oberamts Ulm, n├Ąmlich S├Âflingen (1905) und Grimmelfingen (1926) nach Ulm eingemeindet worden.

Am 7. M├Ąrz 1968 stellte der Landtag von Baden-W├╝rttemberg die Weichen f├╝r eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St├Ąrkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m├Âglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr├Â├čeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Ulm machte am 1. Januar 1971 die Gemeinde Dorndorf, die in die Gemeinde Illerrieden eingegliedert wurde. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Ulm schlie├člich 1973 aufgel├Âst wurde.

Gr├Â├čte Gemeinde des Landkreises war die Stadt Langenau , kleinste Gemeinde war Radelstetten.

Die Gemeinden des Landkreises Ulm vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden geh├Âren heute zum Alb-Donau-Kreis bzw. zum Stadtkreis Ulm. Lediglich T├╝rkheim und Waldhausen geh├Âren heute zum Landkreis G├Âppingen.

fr├╝here Gemeinde heutige Gemeinde Einwohner am 6. Juni 1961
Albeck Langenau (W├╝rttemberg) 592
Altheim (Alb) Altheim (Alb) 1.337
Altheim ob Weihung Staig 619
Amstetten Amstetten (W├╝rttemberg) 1.396
Arnegg Blaustein 1.299
Asch Blaubeuren 738
Asselfingen Asselfingen 717
Ballendorf Ballendorf 509
Beimerstetten Beimerstetten 1.217
Beiningen Blaubeuren 228
Bergh├╝len Bergh├╝len 981
Bermaringen Blaustein 922
Bernstadt Bernstadt (Alb) 1.129
Blaubeuren, Stadt Blaubeuren 7.840
B├Ârslingen B├Ârslingen 167
Bollingen Dornstadt 434
Br├Ąunisheim Amstetten (W├╝rttemberg) 213
Breitingen Breitingen 190
B├╝hlenhausen Bergh├╝len 378
Dellmensingen Erbach (Donau) 1.564
Dietenheim, Stadt Dietenheim 3.068
Donaustetten Ulm 626
Dorndorf Illerrieden 348
Dornstadt Dornstadt 2.049
Eggingen Ulm 669
Ehrenstein Blaustein 2.235
Einsingen Ulm 1.446
Erbach Erbach (Donau) 3.973
Ermingen Ulm 445
Ettlenschie├č Lonsee 360
G├Âgglingen Ulm 747
G├Âttingen Langenau (W├╝rttemberg) 594
Halzhausen Lonsee 417
Herrlingen Blaustein 2.542
H├Ârvelsingen Langenau (W├╝rttemberg) 359
Hofstett-Emerbuch Amstetten (W├╝rttemberg) 197
Holzkirch Holzkirch 298
H├╝ttisheim H├╝ttisheim 866
Illerrieden Illerrieden 1.007
Jungingen Ulm 1.714
Klingenstein Blaustein 2.433
Langenau, Stadt Langenau (W├╝rttemberg) 7.974
Lehr Ulm 829
Lonsee Lonsee 1.016
Luizhausen Lonsee 193
Machtolsheim Laichingen 938
M├Ąhringen Ulm 643
Markbronn Blaustein 467
Merklingen Merklingen 1.298
Neenstetten Neenstetten 604
Nellingen Nellingen (Alb) 1.277
Nerenstetten Nerenstetten 298
Oberkirchberg Illerkirchberg 1.512
├ľllingen ├ľllingen 321
Oppingen Nellingen (Alb) 181
Pappelau Blaubeuren 477
Radelstetten Lonsee 129
Rammingen Rammingen (W├╝rttemberg) 835
Regglisweiler Dietenheim 1.187
Reutti Amstetten (W├╝rttemberg) 198
Schalkstetten Amstetten (W├╝rttemberg) 308
Scharenstetten Dornstadt 550
Schn├╝rpflingen Schn├╝rpflingen 829
Sei├čen Blaubeuren 874
Setzingen Setzingen 382
Sonderbuch Blaubeuren 370
Steinberg Staig 495
Stubersheim Amstetten (W├╝rttemberg) 361
Suppingen Laichingen 629
Temmenhausen Dornstadt 455
Tomerdingen Dornstadt 1.104
T├╝rkheim Geislingen an der Steige 553
Unterkirchberg Illerkirchberg 1.496
Unterweiler Ulm 413
Urspring Lonsee 522
Waldhausen Geislingen an der Steige 195
Wangen Illerrieden 315
Weidenstetten Weidenstetten 922
Weiler Blaubeuren 464
Weinstetten Staig 461
Westerstetten Westerstetten 1.337
Wippingen Blaustein 647

Wikipedia

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