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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Tauberbischofsheim: 04.02.2006 23:44

Landkreis Tauberbischofsheim

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Wappen
Wappen des Landkreises Tauberbischofsheim
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Nordbaden
Verwaltungssitz : Tauberbischofsheim
Fl├Ąche : 777 km┬▓
Einwohner : 82.260 (27. Mai 1970)
Bev├Âlkerungsdichte : 106 Einwohner je km┬▓
Kfz-Kennzeichen : TBB
Kreisgliederung: 84 Gemeinden
darunter 7 St├Ądte
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-TBB.png

Der Landkreis Tauberbischofsheim war ein Landkreis in Baden-W├╝rttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Tauberbischofsheim lag im Nordosten Baden-W├╝rttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten Miltenberg, W├╝rzburg, Ochsenfurt (alle in Bayern), Mergentheim, K├╝nzelsau und Buchen.

Geografisch hatte er Anteil am Bauland und an den Ausl├Ąufern des Spessart . Die Kreisstadt Tauberbischofsheim lag etwa in der Mitte des Landkreises.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Tauberbischofsheim geh├Ârte vor 1803 haupts├Ąchlich zu den Hochstiften Mainz und W├╝rzburg sowie zur Grafschaft Wertheim und zur Kurpfalz. 1806 kam das Land an Baden, das 1806 zum Gro├čherzogtum erhoben wurde. Es entstanden zun├Ąchst eine Vielzahl von ├ämtern , deren Gebiete sich in den folgenden Jahren mehrmals ├Ąnderten. Erst 1813 entstanden die ├ämter bzw. Bezirks├Ąmter Boxberg, Gerlachsheim, Tauberbischofsheim und Wertheim, wobei das Wertheimer Amt zun├Ąchst noch in ein Stadt- und Erstes Landamt sowie ein Zweites Landamt aufgeteilt war, bis es 1819 vereinigt wurde. 1857 wurde das Amt Boxberg aufgel├Âst und seine Gemeinden dem Amt Krautheim zugeordnet. Sitz des vergr├Â├čerten Amtes wurde zun├Ąchst Krautheim, doch ab 1863 wieder Boxberg. 1864 wurde das Amt Gerlachsheim aufgel├Âst und seine Gemeinden dem Amt Tauberbischofsheim zugeordnet. 1872 wurde das Amt Boxberg wieder aufgel├Âst, 1898 erneut gebildet und 1924 endg├╝ltig aufgel├Âst. Seine Gemeinden kamen ├╝berwiegend zum Bezirksamt Tauberbischofsheim, einige auch zum Amt Adelsheim, das seinerseits 1936 aufgel├Âst wurde. Aus dem beiden zum Landeskommiss├Ąrbezirk Mannheim geh├Ârigen Bezirks├Ąmter Tauberbischofsheim und Wertheim wurde dann 1938 durch das "Gesetz ├╝ber die Landkreisselbstverwaltung" der Landkreis Tauberbischofsheim gebildet.

Nach der Bildung des Landes Baden-W├╝rttemberg 1952 geh├Ârte der Landkreis Tauberbischofsheim zum Regierungsbezirk Nordbaden. Mit Wirkung vom am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Tauberbischofsheim aufgel├Âst und seine Gemeinden gingen ganz im neu gebildeten Tauberkreis auf, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Tauberbischofsheim wurde. 1974 erhielt der neue Landkreis seinen heutigen Namen "Main-Tauber-Kreis".

Politik

Landrat

Die Oberamtm├Ąnner bzw. Landr├Ąte des Bezirksamts bzw. Landkreises Tauberbischofsheim 1813 - 1972 :

  • 1813 - 1827 : Carl Valentin D├Âlling
  • 1828 - 1830 : Joseph Maximilian
  • 1830 - 1833 : Johannes Bach
  • 1833 - 1841 : Ludwig Frobenius von D├╝rrheimb
  • 1841 - 1848 : Anton Schneider
  • 1848 - 1855 : Maximilian Ruth
  • 1855 - 1860 : Leopold Rieder
  • 1860 - 1877 : Matthias Schmieder
  • 1877 : Adolf Fuchs
  • 1877 - 1882 : Otto Frey
  • 1882 - 1886 : Anton Rasina
  • 1886 - 1893 : Albert Jung
  • 1893 - 1898 : Edmund Lang
  • 1898 - 1902 : Konrad Kretzdorn
  • 1902 - 1918 : Emil Bitzel
  • 1919 - 1921 : Ernst Klotz
  • 1921 - 1933 : Ludwig Vesenbeckh
  • 1933 - 1935 : Friedrich Denzel
  • 1935 - 1937 : Hans Goll
  • 1937 - 1945 : Klaus Tellenbach
  • 1945 : Carl Roth
  • 1945 - 1946 : Richard Reile
  • 1946 - 1948 : Hermann G├Âtz
  • 1948 - 1964 : Anton Schwan
  • 1964 - 1972 : Bruno R├╝hl

Wappen

Das Wappen des Landkreises Tauberbischofsheim zeigte in geviertem Schild: 1 in Gold ein sechsspeichiges rotes Rad mit goldener Nabe, 2 in Schwarz ein rot gekr├Ânter und rot bewehrter goldener L├Âwe, 3 in Schwarz eine schr├Ągliegende, eingekerbte, von Rot und Silber gevierte Fahne an goldener Stange; 4 in Gold eine blaue heraldische Rose. Das Wappen wurde am 19. M├Ąrz 1959 durch das Innenministerium Baden-W├╝rttemberg verliehen.

Das Wappen symbolisiert die ehemaligen Herrschaftsgebiete, die sich das Kreisgebiet bis 1803 teilten. Das Rad steht f├╝r die Gemeinden, die zum Erzstift Mainz geh├Ârten, der L├Âwe f├╝r die ehemals kurpf├Ąlzischen Gemeinden, die Fahne f├╝r die Orte des Hochstifts W├╝rzburg und die Rose ist das Wappen der Grafen von Wertheim.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Das Kreisgebiet wurde im S├╝dosten von der Bundesautobahn A6 Stuttgart-W├╝rzburg ber├╝hrt. Ferner f├╝hren die Bundesstra├čen B 27 und B 290 durch das Kreisgebiet.

St├Ądte und Gemeinden

Zum Landkreis Tauberbischofsheim geh├Ârten ab 1938 zun├Ąchst 7 St├Ądte und 77 Gemeinden. 1939 wurde Niklashausen mit der Gemeinde H├Âhefeld zusammen geschlossen, dann aber 1960 wieder als eigenst├Ąndige Gemeinde errichtet.

Am 7. M├Ąrz 1968 stellte der Landtag von Baden-W├╝rttemberg die Weichen f├╝r eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St├Ąrkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m├Âglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr├Â├čeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang machten im Landkreis Tauberbischofsheim gleich f├╝nf Gemeinden, als sich diese am 1. Juli 1971 mit ihren Nachbargemeinden zusammenschlossen, und zwar Kupprichhausen und Untersch├╝pf mit Boxberg , Hundheim mit K├╝lsheim sowie Hochhausen und Impfingen mit Tauberbischofsheim. Auch danach reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Tauberbischofsheim schlie├člich am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Gr├Â├čte Gemeinde des Landkreises war die Stadt Wertheim , kleinste Gemeinde war Brunntal.

Die Gemeinden des Landkreises Tauberbischofsheim vor der Gemeindereform (alle heutigen Gemeinden geh├Âren zum Main-Tauber-Kreis):

fr├╝here Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Angelt├╝rn Boxberg (Baden) 172
Assamstadt Assamstadt 1.486
Beckstein Lauda-K├Ânigshofen 378
Bettingen Wertheim am Main 491
Bobstadt Boxberg (Baden) 558
Boxberg, Stadt Boxberg (Baden) 1.021
Boxtal Freudenberg am Main 521
Brehmen K├Ânigheim 373
Brunntal Werbach 141
Dainbach Bad Mergentheim 380
Dertingen Wertheim am Main 875
Dienstadt Tauberbischofsheim 243
Dietenhan Wertheim am Main 223
Distelhausen Tauberbischofsheim 716
Dittigheim Tauberbischofsheim 806
Dittwar Tauberbischofsheim 745
D├Ârlesberg Wertheim am Main 646
Ebenheid Freudenberg am Main 307
Eiersheim K├╝lsheim 480
Epplingen Boxberg (Baden) 237
Freudenberg, Stadt Freudenberg am Main 1.943
Gamburg Werbach 758
Gerchsheim Gro├črinderfeld 984
Gerlachsheim Lauda-K├Ânigshofen 1.552
Gissigheim K├Ânigheim 845
Gro├črinderfeld Gro├črinderfeld 1.147
Gr├╝nenw├Ârt Wertheim am Main 432
Gr├╝nsfeld, Stadt Gr├╝nsfeld 1.920
Gr├╝nsfeldhausen Gr├╝nsfeld 209
Heckfeld Lauda-K├Ânigshofen 469
Hochhausen Tauberbischofsheim 662
H├Âhefeld Wertheim am Main 600
Hundheim K├╝lsheim 809
Ilmspan Gro├črinderfeld 372
Impfingen Tauberbischofsheim 645
Kembach Wertheim am Main 458
K├Ânigheim K├Ânigheim 1.800
K├Ânigshofen, Stadt Lauda-K├Ânigshofen 1.777
Krensheim Gr├╝nsfeld 354
K├╝lsheim, Stadt K├╝lsheim 2.041
K├╝tzbrunn Gr├╝nsfeld 238
Kupprichhausen Boxberg (Baden) 376
Lauda, Stadt Lauda-K├Ânigshofen 4.797
Lengenrieden Boxberg (Baden) 234
Lindelbach Wertheim am Main 340
Marbach Lauda-K├Ânigshofen 205
Messelhausen Lauda-K├Ânigshofen 506
Mondfeld Wertheim am Main 590
Nassig Wertheim am Main 1.124
Niklashausen ┬╣ Werbach 482
Oberbalbach Lauda-K├Ânigshofen 568
Oberlauda Lauda-K├Ânigshofen 835
Obersch├╝pf Boxberg (Baden) 409
Oberwittighausen Wittighausen 394
Paimar Gr├╝nsfeld 268
Poppenhausen Wittighausen 183
P├╝lfringen K├Ânigheim 568
Rauenberg Freudenberg am Main 629
Reicholzheim Wertheim am Main 1.507
Sachsenflur Lauda-K├Ânigshofen 382
Sachsenhausen Wertheim am Main 523
Sch├Ânfeld Gro├črinderfeld 542
Schwabhausen Boxberg (Baden) 514
Schweigern Boxberg (Baden) 906
Sonderriet Wertheim am Main 506
Steinbach K├╝lsheim 580
Steinfurt K├╝lsheim 152
Tauberbischofsheim, Stadt Tauberbischofsheim 6.996
Uiffingen Boxberg (Baden) 507
Uissigheim K├╝lsheim 716
Unterbalbach Lauda-K├Ânigshofen 1.160
Untersch├╝pf Boxberg (Baden) 777
Unterwittighausen Wittighausen 1.051
Urphar Wertheim am Main 470
Vilchband Wittighausen 355
Waldenhausen Wertheim am Main 351
Wenkheim Werbach 798
Werbach Werbach 1.006
Werbachhausen Werbach 311
Wertheim, Stadt Wertheim am Main 11.329
Wessental Freudenberg am Main 160
Windischbuch Boxberg (Baden) 386
W├Âlchingen Boxberg (Baden) 609
Zimmern Gr├╝nsfeld 520

┬╣ zwischen 1939 und 1960 mit der Gemeinde H├Âhefeld vereinigt

Wikipedia

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