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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Pforzheim: 04.02.2006 23:41

Landkreis Pforzheim

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Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Nordbaden
Verwaltungssitz : Pforzheim
Fl├Ąche : 279 km┬▓
Einwohner : 75.850 (27. Juli 1970)
Bev├Âlkerungsdichte : 271 Einwohner je km┬▓
Kfz-Kennzeichen : PF
Kreisgliederung: 34 Gemeinden
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-PF.png

Der Landkreis Pforzheim war ein Landkreis in Baden-W├╝rttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Pforzheim lag im Westen Baden-W├╝rttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Westen Karlsruhe, Vaihingen, Leonberg und Calw. Kreissitz war die kreisfreie Stadt Pforzheim, die somit nicht zum Kreisgebiet geh├Ârte. Sie teilte das Kreisgebiet in einen gr├Â├čeren Teil im Nordwesten Pforzheims und einen kleineren Teil im S├╝dosten der Stadt.

Geografisch hatte er Anteil am Kraichgau im Norden und an den Ausl├Ąufern der n├Ârdlichen Schwarzwalds.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Pforzheim geh├Ârt zu den ├Ąltesten Gebietsteilen des Landes Baden, das 1806 zum Gro├čherzogtum erhoben wurde. Aus dem alten Amt Pforzheim wurde unter Einbeziehung einer Gemeinden zun├Ąchst ein Stadt und Erstes Landamt sowie ein Zweites Landamt gebildet, das 1813 unter Ausschluss der Stadt Pforzheim wieder vereinigt wurde. 1819 wurden auch die Stadt Pforzheim wieder eingegliedert und dadurch das Oberamt Pforzheim gebildet. Im Norden des Kreisgebiets gab es ferner das Amt Stein, das jedoch bereits 1821 aufgel├Âst wurde. Seine Gemeinden wurden auf die ├ämter Pforzheim, Bretten und Durlach aufgeteilt. Das somit noch bestehende Oberamt Pforzheim (ab 1864 Bezirksamt), das zum Landeskommiss├Ąrbezirk Karlsruhe geh├Ârte, bestand in seinen Grenzen bis 1920 unver├Ąndert. Dann wurde die Gemeinde Stein vom Amt Bretten eingegliedert und bei der Aufl├Âsung des Amtes Bretten 1936 erhielt es noch die Gemeinde Nu├čbaum. Wie alle badischen Bezirks├Ąmter erhielt das Bezirksamt Pforzheim 1939 aufgrund des "Gesetzes ├╝ber die Landkreisselbstverwaltung" die Bezeichnung Landkreis Pforzheim.

Nach der Bildung des Landes Baden-W├╝rttemberg 1952 geh├Ârte der Landkreis Pforzheim zum Regierungsbezirk Nordbaden. Durch die Gemeindereform ab 1970 ver├Ąnderte sich das Kreisgebiet in drei F├Ąllen. Am 1. September 1971 wurde die Gemeinde Ittersbach dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet, weil sie am gleichen Tag Teil der neu gebildeten Gemeinde Karlsbad wurde. Gleichzeitig wurde die Gemeinde W├╝rm in den Stadtkreis Pforzheim eingegliedert. Ebenso erging es der Gemeinde Hohenwart am 1. April 1972 .

Mit Wirkung vom am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Pforzheim aufgel├Âst und seine Gemeinden wurden Teil des neu gebildeten Enzkreises, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Pforzheim wurde. Doch gab dieser am 1. Januar 1974 noch die Gemeinde B├╝chenbronn, am 1. Januar 1975 die Gemeinde Huchenfeld und am 20. September 1975 die Gemeinde Eutingen an der Enz, die alle zum Landkreis Pforzheim geh├Ârten, an den Stadtkreis Pforzheim ab.

Politik

Landrat

Die Oberamtm├Ąnner bzw. Landr├Ąte des Bezirksamts bzw. Landkreises Bruchsal 1807 - 1972 :

  • 1803 - 1823 : Benjamin Roth (1809-1813 Stadt- und Erstes Landamt, dann beim Stadtamt und ab 1819 beim Oberamt Pforzheim)
  • 1810 : Franz Xaver Bossi (Zweites Landamts)
  • 1813 : August H├╝ber (Zweites Landamt)
  • 1814 - 1819 : Karl Autenrieth (Landamt)
  • 1823 - 1842 : Carl Deimling
  • 1843 : Joseph Lang (trat Dienst aber nicht an)
  • 1843 - 1844 : Karl Ludwig B├Âhme
  • 1844 - 1846 : Carl Freiherr von Neubronn
  • 1847 - 1849 : Philipp Flad
  • 1849 - 1861 : Ludwig Wilhelm Fecht
  • 1861 - 1864 : Camill Winter
  • 1864 - 1868 : Otto Sachs
  • 1868 - 1872 : Franz Sales Hebting
  • 1872 - 1874 : August Joos
  • 1874 - 1878 : Otto von Scherer
  • 1878 - 1883 : Karl Siege
  • 1883 - 1891 : Heinrich Pfister
  • 1891 - 1896 : Alexander Pfisterer
  • 1896 - 1899 : Wilhelm Holtzmann
  • 1999 - 1903 : Hermann Nebe
  • 1903 - 1908 : Philipp Jolly
  • 1909 - 1920 : Franz Keim
  • 1920 - 1931 : Julius Holderer
  • 1932 - 1945 : Friedrich Wenz
  • 1945 : Adolf Katz
  • 1945 - 1959 : Richard Dissinger
  • 1959 - 1972 : Werner Lutz

Wappen

Der Landkreis Pforzheim besa├č kein eigenes Wappen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f├╝hrte von West nach Ost die Bundesautobahn A8 Karlsruhe-Stuttgart. Ferner f├╝hrten die Bundesstra├čen B 10, B 264 und B 463 .

St├Ądte und Gemeinden

Zum Landkreis Pforzheim geh├Ârten ab 1938 zun├Ąchst 34 Gemeinden. St├Ądte gab es im Kreisgebiet nicht.

Am 7. M├Ąrz 1968 stellte der Landtag von Baden-W├╝rttemberg die Weichen f├╝r eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St├Ąrkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m├Âglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr├Â├čeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Pforzheim machte die Gemeinde Schmie, die sich mit Wirkung vom 1. Januar 1970 mit der Stadt Maulbronn vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Pforzheim schlie├člich 1973 im Enzkreis aufging.

Gr├Â├čte Gemeinde des Landkreises war Eutingen an der Enz, kleinste Gemeinde war Dietenhausen.

Die Gemeinden des Landkreises Pforzheim vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden - mit Ausnahme von Ittersbach - geh├Âren heute zum Enzkreis bzw. zum Stadtkreis Pforzheim ┬╣); Ittersbach geh├Ârt als Teil der Gemeinde Karlsbad zum Landkreis Karlsruhe:

fr├╝here Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Bauschlott Neulingen 987
Bilfingen K├Ąmpfelbach 1.561
B├╝chenbronn ┬╣ Pforzheim 3.231
Dietenhausen Keltern (Baden) 201
Dietlingen Keltern (Baden) 2.876
D├╝rrn ├ľlbronn-D├╝rrn 1.046
Eisingen Eisingen (Baden) 1.425
Ellmendingen Keltern (Baden) 1.836
Ersingen K├Ąmpfelbach 3.039
Eutingen an der Enz ┬╣ Pforzheim 6.129
G├Âbrichen Neulingen 1.197
Hamberg Neuhausen (Enzkreis) 699
Hohenwart ┬╣ Pforzheim 745
Huchenfeld ┬╣ Pforzheim 2.354
Ispringen Ispringen 4.111
Ittersbach Karlsbad 1.941
Kieselbronn Kieselbronn 1.731
K├Ânigsbach K├Ânigsbach-Stein 3.765
Langenalb Straubenhardt 880
Lehningen Tiefenbronn 346
M├╝hlhausen Tiefenbronn 734
Neuhausen Neuhausen (Enzkreis) 940
Niefern Niefern-├ľschelbronn 5.644
N├Âttingen Remchingen 1.351
Nu├čbaum Neulingen 729
├ľschelbronn Niefern-├ľschelbronn 1.892
Schellbronn Neuhausen (Enzkreis) 623
Singen Remchingen 1.819
Stein K├Ânigsbach-Stein 2.395
Steinegg Neuhausen (Enzkreis) 392
Tiefenbronn Tiefenbronn 1.293
Weiler Keltern (Baden) 962
Wilferdingen Remchingen 2.885
W├╝rm ┬╣ Pforzheim 1.321

Wikipedia

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