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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Kehl: 04.02.2006 23:47

Landkreis Kehl

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Wappen
Wappen des Landkreises Kehl
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : S├╝dbaden
ehem. Verwaltungssitz: Kehl
Fl├Ąche: 310,13 km┬▓
Einwohner: 61.130 (27. Mai 1970)
Bev├Âlkerungsdichte : 197 Einw./km┬▓
Kfz-Kennzeichen : KEL
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-KEL.png

Der Landkreis Kehl war ein Landkreis in Baden-W├╝rttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Kehl lag im Westen Baden-W├╝rttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Norden die Landkreise B├╝hl (BH), im S├╝dosten Offenburg und im S├╝den Lahr (LR). Im Westen bildete der Rhein die nat├╝rliche Grenze zu Frankreich . Jenseits des Rheins befindet sich das franz├Âsische Departement Haut-Rhin . Bei Kehl m├╝ndet die von Osten her kommende Kinzig. Der gesamte Landkreis liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Schwarzwald im Osten und Vogesen im Westen. Die Kreisstadt Kehl lag im Westen des Landkreises an der Grenze zu Frankreich.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Kehl umfasste ├╝berwiegend das rechtsrheinische historische Hanauerland mit einigen hinzugef├╝gten Gemeinden. 1803 kam das Gebiet an Baden. 1807 entstand das Bezirksamt Kehl mit Sitz in Kork , das 1857 um die Gemeinden des aufgel├Âsten Bezirskamtes Rheinbischofsheim erweitert wurde. 1881 wurde der Amtssitz von Kork nach Kehl verlegt. Das zum Landeskommiss├Ąrbezirk Freiburg geh├Ârige Bezirksamt Kehl wurde 1924 in den Landkreis Kehl ├╝berf├╝hrt, der 1936 bei Aufhebung des Landkreises Oberkirch noch einige Gemeinden dazu bekam

Nach der Bildung des Landes Baden-W├╝rttemberg 1952 geh├Ârte der Landkreis Kehl zum Regierungsbezirk S├╝dbaden. Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Kehl aufgel├Âst. Der gr├Â├čte Teil und mit ihm die Kreisstadt Kehl wurde zusammen mit den Landkreisen Offenburg, Lahr und Wolfach sowie Teilen des Landkreises B├╝hl zum heutigen Ortenaukreis vereinigt, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Kehl wurde. Ein kleiner n├Ârdlicher Teil wurde dem vergr├Â├čerten Landkreis Rastatt zugeordnet.

Politik

Landrat

Die Oberamtm├Ąnner bzw. Landr├Ąte des Bezirksamts bzw. Landkreises Kehl 1807 - 1972 :

  • 1807 - 1809 : Friedrich Rettig
  • 1810 - 1822 : Conrad Ludwig Rettig
  • 1822 - 1829 : Karl August Wilhelm Kiefer
  • 1829 - 1840 : August Eichrodt
  • 1841 - 1843 : Carl Freiherr von Neubronn
  • 1843 - 1847 : Wilhelm Exter
  • 1847 - 1849 : Maximilian Johann Adam von Bodman
  • 1849 - 1861 : Carl Alexander von Hunoltstein
  • 1861 - 1869 : Albert Frech
  • 1869 - 1870 : Otto Flad
  • 1871 - 1877 : Leopold Sonntag
  • 1877 - 1890 : Richard Reinhard
  • 1890 - 1899 : Richard Teubner
  • 1899 - 1906 : Heinrich Belzer
  • 1906 - 1920 : Julius Holderer
  • 1920 - 1945 : Wilhelm Schindele
  • 1945 : Friedrich Stephan
  • 1945 - 1947 : Karl Ludwig Schecher
  • 1947 - 1951 : Peter Mayer
  • 1951 - 1955 : Wolfgang Bechtold
  • 1955 - 1972 : Walter Sch├Ąfer

Wappen

Das Wappen des ehemaligen Landkreises Kehl zeigte in geviertem Schild mit silbernem Herzschild, darin ein schr├Ąglinks liegender, von zwei roten heraldischen Rosen mit goldenem Butzen beseiteter schwarzer Anker, in den Feldern 1 und 4 in Gold drei rote Sparren, im Feld 2 in Silber ein rotes Kleeblattkreuz und im Feld 3 in Silber eine rote Zinnenmauer mit spitzbedachtem schwarzem Schwanenrumpf als Zier. Das Wappen wurde am 26. Mai 1959 durch das Innenministerium Baden-W├╝rttemberg verliehen.

Die Sparren deuten auf das Wappen des Herzogs von Hanau-Lichtenberg hin. Der Herzschild tr├Ągt eine modifizierte Version des Stadtwappens von Kehl. Das Kreuz ist das Wappen der Stadt Renchen, und die Mauer ist dem Wappen der Stadt Lichtenau entnommen.

Verkehr

Eisenbahn

Die 1844 erbaute badische Hauptbahnlinie Karlsruhe-Freiburg im Breisgau schnitt den Kreis im Osten, mit Bahnh├Âfen in Renchen und Appenweier. In Appenweier zweigt die Renchtalbahn nach Oberkirch bis Bad Peterstal-Griesbach ab, au├čerdem befindet sich dort der Anschluss an das franz├Âsische Schienenetz (seit 1861) ├╝ber eine Querverbindung nach Stra├čburg . Bahnh├Âfe befinden sich in Legelshurst, Kork und Kehl.

F├╝r den ganzen Kreis bedeutend war die 1892 bis 1898 erbaute Schmalspurbahn Rastatt-Kehl- Lahr , die in Nord-S├╝d-Richtung etwa parallel zum Rhein verlief und so die D├Ârfer untereinander und mit den St├Ądten verband. Liebevoll wurde sie im Volksmund "Entenk├Âpfer" genannt. Diese Dampfkleinbahn wurde nach dem zweiten Weltkrieg leider wegrationalisiert und durch Busverbindungen ersetzt. Wie heute die Busslinien verlief die Trasse des "Entenk├Âpfer" mitten durch die Ortschaften hindurch, oft auf der Hauptstra├če, und jedes angeschlossene Dorf besa├č eine eigene Haltestation. Au├čerhalb der Ortschaften folgte sie meisst den Hauptverbindungsstra├čen.

Au├čerdem besa├č Kehl bis zum Ende des ersten Weltkrieges einen Anschluss an das Stra├čburger Stra├čenbahnnetz.

Stra├čennetz

Die Bundesstra├če B 36 durchlief den Kreis von Norden nach S├╝den. In Kehl schneidet diese Stra├če die vom Schwarzwald kommende Bundesstra├če B 28, die bei Appenweier das Kreisgebiet betrat. Seit den 1960ern (??) vierspurig ausgebaut, diente sie als Autobahnzubringer der Stadt Kehl zur Anschlussstelle Appenweier der Bundesautobahn A 5, die ebenfalls in Nord-S├╝d-Richtung den Kreis schnitt. In Kehl befand sich bereits seit dem Mittelalter eine Rheinbr├╝cke nach Stra├čburg . Au├čerdem befindet sich ein Rhein├╝bergang beim Stauwehr Freistett-Gambsheim(F)

Wasserstra├čen

Der Rhein ist seit jeher eine der wichtigsten Wasserstra├čen Europas , und seit 1901 hat Kehl einen Rheinbinnenhafen mit drei Becken. Auf der nicht schiffbaren Kinzig , die von Willst├Ątt bis zur M├╝ndung bei Kehl im Kreisgebiet verl├Ąuft, fl├Â├čte man seit dem Mittelalter Schwarzwaldholz zum Rhein.

St├Ądte und Gemeinden

Zum Landkreis Kehl geh├Ârten ab 1936 zun├Ąchst 4 St├Ądte und 31 Gemeinden.

Am 7. M├Ąrz 1968 stellte der Landtag von Baden-W├╝rttemberg die Weichen f├╝r eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St├Ąrkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m├Âglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr├Â├čeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Kehl machten am 1. Juli 1971 die Gemeinden Neum├╝hl und Odelshofen, die sich mit der Stadt Kehl vereinigten. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Kehl schlie├člich 1973 aufgel├Âst wurde.

Gr├Â├čte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Kehl, kleinste Gemeinde war Hausgereut.

Die Gemeinden des Landkreises Kehl vor der Gemeindereform:

fr├╝here Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis Einwohnerzahl
am 6. Juni 1961
Altenheim Neuried (Baden) Ortenaukreis 2.455
Appenweier Appenweier Ortenaukreis 2.307
Auenheim Kehl Ortenaukreis 1.983
Bodersweier Kehl Ortenaukreis 1.357
Diersheim Rheinau Ortenaukreis 872
Eckartsweier Willst├Ątt Ortenaukreis 705
Freistett, Stadt Rheinau Ortenaukreis 2.840
Goldscheuer (mit Marlen und Kittersburg) Kehl Ortenaukreis 2.471
Grauelsbaum Lichtenau (Baden) Rastatt 352
Hausgereut Rheinau Ortenaukreis 110
Helmlingen Rheinau Ortenaukreis 849
Hesselhurst Willst├Ątt Ortenaukreis 568
Hohnhurst Kehl Ortenaukreis 172
Holzhausen Rheinau Ortenaukreis 350
Honau Rheinau Ortenaukreis 488
Kehl, Stadt Kehl Ortenaukreis 13.121
Kork Kehl Ortenaukreis 1.748
Legelshurst Willst├Ątt Ortenaukreis 1.558
Leutesheim Kehl Ortenaukreis 1.241
Lichtenau, Stadt Lichtenau (Baden) Rastatt 1.459
Linx (mit Hohb├╝hn) Rheinau Ortenaukreis 819
Memprechtshofen Rheinau Ortenaukreis 671
Muckenschopf Lichtenau (Baden) Rastatt 372
M├╝llen Neuried (Baden) Ortenaukreis 238
Neum├╝hl Kehl Ortenaukreis 996
Odelshofen Kehl Ortenaukreis 428
Querbach Kehl Ortenaukreis 283
Renchen, Stadt Renchen Ortenaukreis 3.438
Rheinbischofsheim Rheinau Ortenaukreis 1.473
Sand Willst├Ątt Ortenaukreis 843
Scherzheim Lichtenau (Baden) Rastatt 814
Urloffen Appenweier Ortenaukreis 3.146
Wagshurst Achern Ortenaukreis 1.063
Willst├Ątt Willst├Ątt Ortenaukreis 1.308
Zierolshofen Kehl Ortenaukreis 324

Wikipedia

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