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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Horb: 07.10.2005 20:33

Landkreis Horb

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Wappen
Wappen des Landkreises Horb
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : S├╝dw├╝rttemberg-Hohenzollern
Verwaltungssitz : Horb am Neckar
Fl├Ąche : 358 km┬▓
Einwohner : 48.340 (27. Mai 1970)
Bev├Âlkerungsdichte : 135 Einwohner je km┬▓
Kfz-Kennzeichen : HOR
Kreisgliederung: 49 Gemeinden
darunter 3 St├Ądte
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-HOR.png

Der Landkreis Horb war ein Landkreis in Baden-W├╝rttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Horb lag in der s├╝dlichen Mitte Baden-W├╝rttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Norden Calw, B├Âblingen, T├╝bingen, Hechingen, Balingen, Rottweil und Freudenstadt, wobei der westliche Teil des Landkreises Hechingen den Landkreis Horb in etwa zwei gleich gro├če Teile unterteilte. Im n├Ârdlichen Teil lag die Kreisstadt Horb am Neckar, im s├╝dlichen Teil die Stadt Sulz am Neckar.

Geografisch hatte er haupts├Ąchlich Anteil an den Ausl├Ąufern des Schwarzwaldes.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Horb geh├Ârte vor 1800 ├╝berwiegend zu Vorder├Âsterreich und zum Herzogtum W├╝rttemberg sowie zu einigen kleineren Herrschaften. Daher gab es schon vor 1800 ein Oberamt Sulz. 1806 wurde das Oberamt Horb gebildet. Zwischen den Ober├Ąmtern Horb und Sulz lag ein hohenzollerischer Gebietsstreifen.

Beide Ober├Ąmter geh├Ârten ab 1810 zur Landvogtei am mittleren Neckar und ab 1818 zum Schwarzwaldkreis, der 1924 aufgel├Âst wurde. In der Zwischenzeit wechselten einzelne Orte ihre Oberamtszugeh├Ârigkeit. 1934 wurden die beiden Ober├Ąmter in Kreise umbenannt, und 1938 wurde der Kreis Sulz aufgel├Âst. Der gr├Â├čte Teil kam zum Landkreis Horb, der somit fortan aus zwei getrennten Gebietsteilen bestand. Nach dem zweiten Weltkrieg kam der Landkreis zum neuen Bundesland W├╝rttemberg-Hohenzollern und nach der L├Ąnderneugliederung 1952 im S├╝dwesten zu Baden-W├╝rttemberg. Danach geh├Ârte er zum Regierungsbezirk S├╝dw├╝rttemberg-Hohenzollern.

Durch die Gemeindereform der 1970er Jahre ver├Ąnderte sich das Kreisgebiet mehrmals. Am 1. Dezember 1971 wurden die Gemeinden G├╝ndringen, Schietingen und Vollmaringen in die Stadt Nagold eingegliedert und kamen dadurch zum Landkreis Calw. Gleichzeitig wurde Wiesenstetten in die Gemeinde Empfingen eingegliedert und kam dadurch zum Landkreis Hechingen (sp├Ąter jedoch insgesamt zum Landkreis Freudenstadt). Am 1. April 1972 wurde die Gemeinde Bieringen in die Stadt Rottenburg am Neckar eingegliedert und kam dadurch zum Landkreis T├╝bingen.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Horb aufgel├Âst. Sein n├Ârdliches Gebiet (20 Gemeinden) kam zum vergr├Â├čerten Landkreis Freudenstadt. Der s├╝dliche Teil (16 Gemeinden) kam zum Landkreis Rottweil. Acht Gemeinden kamen zum vergr├Â├čerten Landkreis T├╝bingen, zu dem seit April 1972 bereits Bieringen geh├Ârte und eine weitere Gemeinde kam zum ebenfalls vergr├Â├čerten Landkreis Calw, zu dem drei Gemeinden bereits seit 1971 geh├Ârten. Rechtsnachfolger des Landkreises Horb wurde der Landkreis Freudenstadt.

Politik

Landrat

Die Oberamtm├Ąnner bzw. Landr├Ąte des Oberamts bzw. Landkreises Horb 1807 - 1972 :

  • 1807 - 1833 : Joseph Bollinger
  • 1833 - 1835 : Bernhard Ovelog
  • 1835 - 1840 : Gustav Adolf Dillenius
  • 1841 - 1845 : Friedrich Wilhelm Wiebkekink
  • 1845 - 1870 : Christian Heinrich Lindenmayer
  • 1870 - 1873 : Karl Bellino
  • 1874 - 1877 : Heinrich Stahl
  • 1877 - 1899 : Hermann Wendelstein
  • 1899 - 1902 : Hugo Stiefenhofer
  • 1902 - 1924 : Hermann Rieger
  • 1924 - 1938 : Paul Bushart
  • 1938 - 1942 : Albert Eitel
  • 1943 - 1945 : Karl Knapp (Amtsverweser)
  • 1945 - 1946 : Albert Eitel (kommissarisch)
  • 1946 : Wilhelm Trautmann (Amtsverweser )
  • 1946 : Friedrich Wilhelm Haugg (kommissarisch)
  • 1946 - 1947 : Alfons Maria R├Âhrle (Amtsverweser)
  • 1947 - 1957 : Hugo Schneider
  • 1958 - 1965 : Johann Georg Frank
  • 1966 - 1972 : Karl Georg Kruspe

Wappen

Das Wappen des Landkreises Horb zeigte in von Rot und Gold gespaltenem Schild vorne einen silbernen Balken, hinten ├╝bereinander drei liegende schwarze Hirschstangen. Das Wappen wurde vom Innenministerium Baden-W├╝rttemberg am 11. Juli 1961 verliehen.

Der silberne Balken symbolisiert ├ľsterreich, die Hirschstangen W├╝rttemberg, die beiden ehemaligen Herren ├╝ber das Kreisgebiet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f├╝hrte keine Bundesautobahn (Die A 81 gab es damals noch nicht). Daher wurde er nur durch die Bundesstra├čen B 14 und B 32 sowie durch mehrere Landes- und Kreisstra├čen erschlossen.

St├Ądte und Gemeinden

Zum Landkreis Horb geh├Ârten ab 1938 zun├Ąchst 3 St├Ądte und 46 Gemeinden.

Am 7. M├Ąrz 1968 stellte der Landtag von Baden-W├╝rttemberg die Weichen f├╝r eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St├Ąrkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m├Âglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr├Â├čeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Horb machten am 1. Juli 1971 mehrere Gemeinden, darunter Orte, die sich mit der Stadt Horb am Neckar vereinigten. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Horb schlie├člich 1973 aufgel├Âst wurde.

Gr├Â├čte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Horb am Neckar, kleinste Gemeinde war Ihlingen.

Die Gemeinden des Landkreises Horb vor der Gemeindereform.

fr├╝here Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis Einwohner am 6. Juni 1961
Ahldorf Horb am Neckar Freudenstadt 515
Altheim Horb am Neckar Freudenstadt 1.066
Baisingen Rottenburg am Neckar T├╝bingen 776
Bergfelden Sulz am Neckar Rottweil 1.027
Bettenhausen Dornhan Rottweil 264
Bieringen Rottenburg am Neckar T├╝bingen 574
Bierlingen Starzach T├╝bingen 779
Bildechingen Horb am Neckar Freudenstadt 602
Bittelbronn Horb am Neckar Freudenstadt 410
B├Ârstingen Starzach T├╝bingen 510
Dornhan, Stadt Dornhan Rottweil 1.929
D├╝rrenmettstetten Sulz am Neckar Rottweil 489
Eckenweiler Rottenburg am Neckar T├╝bingen 239
Ergenzingen Rottenburg am Neckar T├╝bingen 1.763
Eutingen im G├Ąu Eutingen im G├Ąu Freudenstadt 1.177
Felldorf Starzach T├╝bingen 402
F├╝rnsal Dornhan Rottweil 328
G├Âttelfingen Eutingen im G├Ąu Freudenstadt 403
Gr├╝nmettstetten Horb am Neckar Freudenstadt 590
G├╝ndringen Nagold Calw 751
Hochdorf bei Freudenstadt Nagold Calw 1.165
Holzhausen Sulz am Neckar Rottweil 517
Hopfau Sulz am Neckar Rottweil 633
Horb am Neckar, Stadt Horb am Neckar Freudenstadt 4.266
Ihlingen Horb am Neckar Freudenstadt 116
Isenburg Horb am Neckar Freudenstadt 309
Leinstetten Dornhan Rottweil 557
Marschalkenzimmern Dornhan Rottweil 860
M├╝hlen am Neckar Horb am Neckar Freudenstadt 773
M├╝hlheim am Bach Sulz am Neckar Rottweil 720
M├╝hringen Horb am Neckar Freudenstadt 833
Nordstetten Horb am Neckar Freudenstadt 1.155
Obertalheim Horb am Neckar Freudenstadt 720
Renfrizhausen Sulz am Neckar Rottweil 482
Rexingen Horb am Neckar Freudenstadt 1.053
Rohrdorf Eutingen im G├Ąu Freudenstadt 440
Salzstetten Waldachtal Freudenstadt 1.018
Schietingen Nagold Calw 296
Sigmarswangen Sulz am Neckar Rottweil 580
Sulz am Neckar, Stadt Sulz am Neckar Rottweil 4.247
Sulzau Starzach T├╝bingen 277
Untertalheim Horb am Neckar Freudenstadt 753
V├Âhringen V├Âhringen Rottweil 1.881
Vollmaringen Nagold Calw 666
Wachendorf Starzach T├╝bingen 671
Weiden Dornhan Rottweil 619
Weitingen Eutingen im G├Ąu Freudenstadt 906
Wiesenstetten Empfingen Freudenstadt 373
Wittershausen V├Âhringen Rottweil 688

Wikipedia

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