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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Heidelberg: 04.02.2006 23:37

Landkreis Heidelberg

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Wappen
Wappen des Landkreises Heidelberg
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Nordbaden
Verwaltungssitz : Heidelberg
Fl├Ąche : 487 km┬▓
Einwohner : 182.030 (27. Mai 1970)
Bev├Âlkerungsdichte : 374 Einwohner je km┬▓
Kfz-Kennzeichen : HD
Kreisgliederung: 52 Gemeinden
darunter 5 St├Ądte
Karte
Bild:BW-AlteLandkreise-HD.png

Der Landkreis Heidelberg war ein Landkreis in Baden-W├╝rttemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgel├Âst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis Heidelberg lag im Nordwesten Baden-W├╝rttembergs. Seine Nachbarkreise waren im Uhrzeigersinn beginnend im Westen Mannheim, die Kreise Bergstra├če und Erbach in Hessen sowie Mosbach, Sinsheim und Bruchsal.

Geografisch hatte er Anteil am n├Ârdlichen Kraichgau, am Odenwald und an der Oberrheinischen Tiefebene. Heidelberg als Kreissitz selbst geh├Ârte nicht zum Landkreis Heidelberg sondern war bereits seit 1939 Stadtkreis . Der Kreissitz lag somit am nordwestlichen Rand des Landkreises.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Heidelberg geh├Ârte vor 1803 ├╝berwiegend zur Kurpfalz. Dann kam es an das Land Baden, das 1806 zum Gro├čherzogtum erhoben wurde. Es entstanden im sp├Ąteren Kreisgebiet Heidelberg das Stadtamt Heidelberg sowie die ├ämter bzw. Bezirks├Ąmter Oberheidelberg, Unterheidelberg und Neckargem├╝nd. Die ├ämter Ober- und Unterheidelberg wurden 1813 zum Landamt Heidelberg und dieses 1826 mit dem Stadtamt Heidelberg zum Oberamt Heidelberg vereinigt. 1813 entstand auch das Amt Eberbach, das von 1840 bis 1849 ebenso wie das benachbarte Amt Sinsheim Gro├čherzoglich-Badisch-F├╝rstlich-Leiningisches Bezirksamt war. 1857 wurde das Bezirksamt Neckargem├╝nd aufgel├Âst und sein Gebiet dem Bezirksamt Eberbach zugeordnet, doch 1863 wurde der Westteil dem Oberamt Heidelberg angeschlossen. Es bestanden somit nur noch die Bezirks├Ąmter Heidelberg und Eberbach, die zum Landeskommiss├Ąrbezirk Mannheim geh├Ârten. 1924 wurde auch das Bezirksamt Eberbach aufgel├Âst und seine Gemeinden dem Bezirksamt Heidelberg zugeordnet. 1938 entstand dann der Landkreis Heidelberg durch das "Gesetz ├╝ber die Landkreisselbstverwaltung", in dem die bisherigen Bezirks├Ąmter Heidelberg und Wiesloch aufgingen.

Nach der Bildung des Landes Baden-W├╝rttemberg 1952 geh├Ârte der Landkreis Heidelberg zum Regierungsbezirk Nordbaden. Durch die Gemeindereform ab 1970 ver├Ąnderte sich das Kreisgebiet in einem Fall. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Altneudorf in die Gemeinde Schriesheim eingegliedert und geh├Ârte somit zum Landkreis Mannheim.

Mit Wirkung vom am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Heidelberg aufgel├Âst. Sein Gebiet ging vollst├Ąndig im neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis auf, der damit Rechtsnachfolger wurde und der am 1. Januar 1975 schlie├člich noch die Gemeinde Ziegelhausen des ehemaligen Landkreises Heidelberg an die Stadt Heidelberg abgab.

Politik

Landrat

Die Oberamtm├Ąnner bzw. Landr├Ąte des Bezirksamts bzw. Landkreises Heidelberg 1826 - 1972 :

  • 1826 - 1828 : Ludwig Wild
  • 1828 - 1830 : August Siegfried Freiherr von Fischer
  • 1831 - 1836 : Ludwig Friedrich Eichrodt
  • 1836 - 1844 : Wilhelm Deurer
  • 1844 : Georg von Vogel
  • 1844 - 1846 : Karl Ludwig B├Âhme
  • 1847 - 1849 : Carl Freiherr von Neubronn
  • 1849 - 1851 : Alois Lang
  • 1851 - 1852 : August Eichrodt
  • 1852 - 1853 : Marianno Freiherr von Uria-Sarachaga
  • 1853 - 1861 : Ludwig Adolph Wilhelmi
  • 1861 - 1864 : Ludwig Wilhelm Feucht
  • 1864 - 1866 : Ludwig Renk
  • 1866 - 1869 : Franz Ludwig St├Âsser
  • 1869 - 1876 : Albert Frech
  • 1876 - 1878 : Otto Flad
  • 1878 - 1891 : Otto von Scherer
  • 1891 - 1902 : Heinrich Pfister
  • 1902 - 1908 : Julius Becker
  • 1908 - 1922 : Philipp Jolly
  • 1923 - 1933 : Hermann Kiefer
  • 1933 - 1945 : Otto Naumann
  • 1945 - 1946 : Hermann Specht (provisorisch)
  • 1946 - 1947 : Erich Reimann
  • 1947 - 1954 : Herbert Klotz
  • 1954 - 1972 : Georg Steinbrenner

Wappen

Das Wappen des Landkreises Heidelberg zeigte in gespaltenem Schild vorne in Schwarz einen rot bewehrten und gekr├Ânten goldenen Adler, hinten in Silber ein blaues geschliffenes Kreuz. Das Wappen wurde dem Landkreis Heidelberg am 18. April 1966 durch das Innenministerium Baden-W├╝rttemberg verliehen.

Der Gro├čteil des Kreises (41 Gemeinden) geh├Ârte zur Kurpfalz. Daher ist der kurpf├Ąlzisch-bayerische L├Âwe abgebildet. Das Kreuz steht f├╝r das ehemalige F├╝rstbistum Speyer , zu dem 10 Gemeinden bis 1803 geh├Ârten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet f├╝hrte von Nord nach S├╝d die Bundesautobahn A5 Frankfurt-Karlsruhe und im S├╝den streifte die A 6 das Kreisgebiet. Ferner f├╝hren die Bundesstra├čen B 3, B 45 und B 37 durch das Kreisgebiet.

St├Ądte und Gemeinden

Zum Landkreis Heidelberg geh├Ârten ab 1938 zun├Ąchst 5 St├Ądte und 47 Gemeinden.

Am 7. M├Ąrz 1968 stellte der Landtag von Baden-W├╝rttemberg die Weichen f├╝r eine Gemeindereform . Mit dem Gesetz zur St├Ąrkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es m├Âglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu gr├Â├čeren Gemeinden vereinigen konnten. So schlossen sich am 1. Januar 1972 mehrere Gemeinden im Landkreis Heidelberg zusammen, so dass sich die Zahl der Gemeinden reduzierte.

Gr├Â├čte Gemeinde des Landkreises war die Stadt Eberbach , kleinste Gemeinde war Moosbrunn.

Die Gemeinden des Landkreises Heidelberg vor der Gemeindereform (alle heutigen Gemeinden geh├Âren zum Rhein-Neckar-Kreis):

fr├╝here Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl am 6. Juni 1961
Altenbach Schriesheim 1.089
Altneudorf Sch├Ânau (Odenwald) 807
Baiertal Wiesloch 2.860
Bammental Bammental 3.671
Brombach Eberbach (Baden) 317
Dielheim Dielheim 3.494
Dilsberg Neckargem├╝nd 1.269
Dossenheim Dossenheim 6.661
Eberbach, Stadt Eberbach (Baden) 12.492
Eppelheim Eppelheim 7.367
Friedrichsdorf Eberbach (Baden) 291
Gaiberg Gaiberg 1.328
Gauangelloch Leimen (Baden) 945
Haag Sch├Ânbrunn (Baden) 364
Heddesbach Heddesbach 417
Heiligkreuzsteinach Heiligkreuzsteinach 1.166
Horrenberg Dielheim 1.665
Lampenhain Heiligkreuzsteinach 441
Leimen Leimen (Baden) 7.261
Lobenfeld Lobbach 498
Malsch Malsch 2.254
Malschenberg Rauenberg 1.346
Mauer Mauer (Baden) 1.888
Meckesheim Meckesheim 2.779
M├Ânchzell Meckesheim 814
Moosbrunn Sch├Ânbrunn (Baden) 272
M├╝ckenloch Neckargem├╝nd 939
M├╝hlhausen M├╝hlhausen (Kraichgau) 2.826
Neckargem├╝nd Neckargem├╝nd 7.139
Nu├čloch Nu├čloch 6.207
Pleutersbach Eberbach (Baden) 412
Rauenberg Rauenberg (Kraichgau) 3.013
Rettigheim M├╝hlhausen (Kraichgau) 1.264
Rockenau Eberbach (Baden) 723
Rot St. Leon-Rot 3.608
Rotenberg, Stadt Rauenberg (Kraichgau) 551
Sandhausen Sandhausen (Baden) 7.871
St. Ilgen Leimen (Baden) 2.895
St. Leon St. Leon-Rot 3.900
Schatthausen Wiesloch 1.058
Sch├Ânau, Stadt Sch├Ânau (Odenwald) 3.271
Sch├Ânbrunn Sch├Ânbrunn (Baden) 591
Schwanheim Sch├Ânbrunn (Baden) 365
Spechbach Spechbach 1.025
Tairnbach M├╝hlhausen (Kraichgau) 886
Waldhilsbach Neckargem├╝nd 681
Waldwimmersbach Lobbach 944
Walldorf, Stadt Walldorf (Baden) 7.714
Wiesenbach Wiesenbach (Baden) 1.222
Wiesloch, Stadt Wiesloch 13.651
Wilhelmsfeld Wilhelmsfeld 2.002
Ziegelhausen Heidelberg 8.302

Wikipedia

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