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Letzte Änderung für Artikel Burg Hohenzollern: 28.01.2006 22:36

Burg Hohenzollern

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Burg Hohenzollern
Burg Hohenzollern

Die Burg Hohenzollern, zwischen den Gemeinden Hechingen und Bisingen am Rande der schw├Ąbischen Alb auf dem 855 m hohen isolierten, prominenten Bergkegel Zoller gelegen, war die Stammburg des F├╝rstengeschlechts Hohenzollern.

Blick in die Christuskapelle auf der Burg
Blick in die Christuskapelle auf der Burg

Die mittelalterliche, im Jahre 1267 zum ersten Mal erw├Ąhnte, aber vermutlich auf das 11. Jahrhundert zur├╝ckgehende Burg wurde im Jahre 1423 nach fast einj├Ąhriger Belagerung durch den Bund der schw├Ąbischen Reichsst├Ądte erobert und vollst├Ąndig zerst├Ârt. Von ihr berichten nur noch schriftliche Quellen.

Im Jahre 1454 wurde ein Neubau in Angriff genommen. Diese Burg wurde im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg , obwohl zur starken Festung ausgebaut, 1634 vor├╝bergehend von den W├╝rttembergern erobert. Nach dem Drei├čigj├Ąhrigen Krieg war die Burg ├╝berwiegend in habsburgischem Besitz, w├Ąhrend des ├ľsterreichischen Erbfolgekriegs im Winter 1744/45 von franz├Âsischen Truppen besetzt. Nach dem Abzug der letzten ├Âsterreichischen Besatzung im Jahre 1798 verfiel die Burg vollends.

Blick in den Innenhof
Blick in den Innenhof

Die Burg in ihrer heutigen Form ist ein Bauwerk des 19. Jahrhunderts . Zum einen ist sie Ausdruck des romantischen Zeitgeistes und verk├Ârpert die damalige Idealvorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg. Insofern ist der Baugedanke mit dem von Schloss Neuschwanstein in Bayern vergleichbar, jedoch ohne dessen phantastisch-theatralische ├ťbersteigerung. Zum anderen ist die Burg das Ergebnis politischen Repr├Ąsentationswillens der Herrscher von Preu├čen , die die Stammburg ihrer Ahnen in prunkvoller Form wiederaufgebaut sehen wollten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Burg Ruine; als einziger nennenswerter Teil war die St. Michaelskapelle erhalten geblieben. Der Plan zum Wiederaufbau wurde 1819 vom damaligen Kronprinzen und sp├Ąteren K├Ânig Friedrich Wilhelm IV. gefasst. 1850 fand die Grundsteinlegung statt. Finanziert wurde der Bau gemeinsam von der brandenburgisch-preu├čischen und den f├╝rstlich-schw├Ąbischen Linien der Hohenzollern, der Entwurf f├╝r den Wiederaufbau stammt von August St├╝ler . 1867 wurde der Bau unter Wilhelm I. vollendet.

Die Burg war nach dem Wiederaufbau niemals f├╝r l├Ąngere Zeit bewohnt, sondern hatte ausschlie├člich repr├Ąsentative Funktion. Nur der letzte preu├čische Kronprinz Wilhelm lebte nach seiner Flucht aus Potsdam Ende 1945 einige Monate auf der Burg. Wilhelm und seine Frau, Kronprinzessin Cecilie , sind auf der Burg bestattet.

Burg Hohenzollern ist heute eine touristische Attraktion ersten Ranges und gilt als bedeutendes Baudenkmal der Neugotik . Dazu tr├Ągt auch die hervorragend erhaltene neugotische Innenaustattung bei. Seit 1952 wurde die Burg zus├Ątzlich mit Kunstgegenst├Ąnden und Erinnerungsst├╝cken zur preu├čischen Geschichte aus dem Besitz der Familie und dem ehemaligen Hohenzollernmuseum in Schloss Monbijou museal ausgestattet. Zwischen 1952 und 1991 befanden sich die S├Ąrge der K├Ânige Friedrich Wilhelm I. und Friedrichs des Gro├čen auf der Burg. Nach der Wiedervereinigung wurden sie 1991 wieder nach Potsdam ├╝berf├╝hrt.

Die Burg Hohenzollern ist nach wie vor Privateigentum. Sie geh├Ârt zu zwei Dritteln der brandenburgisch-preu├čischen Linie des Hauses Hohenzollern, zu einem Drittel der schw├Ąbisch-katholischen Linie. Seit 1954 wird die Burg auch von der Prinzessin Kira von Preu├čen-Stiftung f├╝r Ferienaufenthalte bed├╝rftiger Berliner Kinder genutzt.

Literatur

  • Rolf Bothe: Burg Hohenzollern. Von der mittelalterlichen Burg zum nationaldynastischen Denkmal im 19. Jahrhundert. Berlin 1979 ISBN 3786111480
  • Patrick Gl├╝ckler: Burg Hohenzollern. Kronjuwel der Schw├Ąbischen Alb. Hechingen 2002; 127 Seiten; ISBN 3925012346

Weblinks


Koordinaten: 48┬░ 19' 25" N, 08┬░ 58' 08" O

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