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Letzte Änderung für Artikel Rhein: 20.02.2006 08:35

Rhein

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Rhein
L├Ąnge: 1320 km
Quelle : Vorderrhein beim Oberalppass ( Surselva ), Hinterrhein am Rheinwaldhorn
Quellh├Âhe: m ├╝. NN
M├╝ndung : bei Hoek van Holland in die Nordsee
M├╝ndungsh├Âhe: 0 m ├╝. NN
H├Âhenunterschied: m
Einzugsgebiet : 185.000 km┬▓
Einwohner im Einzugsgebiet:
L├Ąnder : Schweiz , Liechtenstein , ├ľsterreich , Deutschland , Frankreich , Niederlande
Gro├čst├Ądte : Basel, Stra├čburg , Karlsruhe, Mannheim, Ludwigshafen, Wiesbaden, Mainz, Koblenz, Bonn, K├Âln, Leverkusen, D├╝sseldorf, Neuss, Krefeld, Duisburg, Nimwegen , Arnheim , Rotterdam
Mittlere St├Ądte : Konstanz, Schaffhausen, Speyer, Bingen , Neuwied, Andernach, Bad Honnef, K├Ânigswinter, Bornheim, Niederkassel, Wesseling, Dormagen, Monheim, Wesel, Xanten, Emmerich
Rechte Nebenfl├╝sse: s. Nebenfl├╝sse des Rheins
Linke Nebenfl├╝sse: s. Nebenfl├╝sse des Rheins
H├Ąfen : Duisport , D├╝sseldorf, Neuss, K├Âln, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Kehl
Bedeutende Br├╝cken: s. Br├╝cken ├╝ber den Rhein
Schiffbar: 833 km

Der Rhein (b├╝ndnerromanisch: Rein, franz├Âsisch : Rhin und niederl├Ąndisch : Rijn) ist eine der am st├Ąrksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstra├čen Europas . Er hat eine Gesamtl├Ąnge von ungef├Ąhr 1320 km von der Quelle bis zur M├╝ndung , davon sind 833 km schiffbar. Sein Einzugsgebiet betr├Ągt 185.000 km┬▓ .

Inhaltsverzeichnis

Name

Der Name Rhein (beziehungsweise Rhen oder roain) ist keltischen Ursprungs und bedeutet in etwa flie├čen bzw. gro├čes flie├čendes Wasser (vgl. altgriechisch rhein: ÔÇ×flie├čenÔÇť, spanisch r├şo: ÔÇ×FlussÔÇť). Die R├Âmer nannten den Fluss Rhenus.

Schifffahrt

Der Rhein bei Karlsruhe-Maxau
Der Rhein bei Karlsruhe- Maxau

Seit jener Zeit ist der Rhein bereits eine bedeutende Wasser - und Handelsstra├če in Europa und heute f├╝r Schwerg├╝tertransporte , zum Beispiel Containerschiffe , der bevorzugte Transportweg. Mit der Rheinschiffahrtsakte vom 31. M├Ąrz 1831 (Mainzer Akte) wurde die Schifffahrt vereinfacht und mit der Mannheimer Akte vom 17. Oktober 1868 unter anderem von Geb├╝hren und Abgaben freigestellt, die sich lediglich auf die Tatsache der Beschiffung gr├╝nden. Es wurde festgelegt, dass alle Signatarstaaten ÔÇô und dazu z├Ąhlten alle Rheinanrainer und Grossbritannien ÔÇô dieselben Gesetze und dieselben Zulassungskriterien f├╝r Transportmittel anwenden, und dass die Befahrbarkeit des Rheins von Basel flussabw├Ąrts sichergestellt werden muss. Wer beispielsweise ein neues Elektrizit├Ątswerk plant, muss eine kostenlose Umfahrungsm├Âglichkeit bereitstellen. Auf dem schwierigen Fahrwasser des Mittelrheins wurde bis in die 1980er Jahre jeweils ein ortskundiger Rheinlotse als Steuermann hinzugezogen. Der Rhein ist heute auf Grund der baulichen Ma├čnahmen von Rheinfelden bis Rotterdam durchg├Ąngig schiffbar.

Rheinstrom-Kilometrierung

Die Rheinstrom- Kilometrierung , nach der sich die Schifffahrt sowie alle Beh├Ârden richten, beginnt mit einem Nullpunkt auf der Mitte der Rheinbr├╝cke in Konstanz, an der der Rhein den Bodensee verl├Ąsst (Bei seiner Passage durch die Stadt Konstanz wird der kurze Rheinabschnitt zwischen dem Bodensee und Untersee der Seerhein genannt). Bis zu seiner M├╝ndung in die Nordsee bei Hoek van Holland (NL) betr├Ągt die L├Ąnge des Rheins 1320,8 km.
An beiden Ufern sind auf gro├čen Tafeln die Rheinstrom-Kilometer angeschlagen.

Auch in den nachfolgenden Abschnitts├╝berschriften sind die Rheinstrom-Kilometer angegeben.

Flusslauf

Rheinschlucht zwischen Ilanz/Glion und Chur
Rheinschlucht zwischen Ilanz/Glion und Chur
Der Hinterrhein ÔÇô s├╝dlich von Spl├╝gen
Der Hinterrhein ÔÇô s├╝dlich von Spl├╝gen
Der Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein (links) bei Reichenau in der Schweiz
Der Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein (links) bei Reichenau in der Schweiz

Seine beiden Hauptquellfl├╝sse, der Vorderrhein und der Hinterrhein entspringen im Westen des Kantons Graub├╝nden in den zentralen Schweizer Alpen, der Vorderrhein beim Oberalppass ( Surselva ), der Hinterrhein am Rheinwaldhorn . Insgesamt tragen 13 Quellfl├╝sse den Namen Rhein in ihrem Namen. Nach der Vereinigung bei Reichenau flie├čt er nordw├Ąrts als Alpenrhein und m├╝ndet westlich von Hard in den Bodensee. Die Rheinstrecke bei Konstanz, die die Bodenseeteile Obersee und Untersee verbindet, wird als Seerhein bezeichnet. Vom Ausgang des Untersees bei Stein am Rhein bis Basel tr├Ągt er die Bezeichnung Hochrhein, weiter bis Bingen Oberrhein. Danach geht er in den Mittelrhein und ab Bonn in den Niederrhein ├╝ber. Kurz hinter der deutsch - niederl├Ąndischen Grenze beginnt das gro├če Rheindelta . Hier gabelt sich der Rhein in zwei Hauptflussarme, die sich vor Rotterdam wieder vereinigen, um nach Durchflie├čen des Hafens von Rotterdam bei Hoek van Holland in die Nordsee zu m├╝nden.

Bis zum Terti├Ąr floss der Rhein ab Basel im Bett der Sa├┤ne und Rh├┤ne ins Mittelmeer, da ihm durch den Isteiner Klotz der Weg in Richtung Norden versperrt war.

Der Vorderrhein entspringt als Tomarhein (r├Ątoromanisch Rein da Tuma) dem Tomasee (Lai da Tuma) auf einem unscheinbaren Hochkar unterhalb des Badus Six Madun. Dort weist eine Orientierungstafel auf die Gesamtl├Ąnge des Stroms hin: 1320 km bis zur M├╝ndung. Nach dem Lai da Tuma ist auch ein kleines Frachtschiff benannt.

Vorder-, Hinter- und Alpenrhein

Von der Quelle bis zum Bodensee

Vorderrhein zwischen Sedrun und dem Oberalppass
Vorderrhein zwischen Sedrun und dem Oberalppass
Rheinfall bei Schaffhausen
Rheinfall bei Schaffhausen
Der Rhein und der Grand Canal d'Alsace bei Breisach
Der Rhein und der Grand Canal d'Alsace bei Breisach

Der Vorderrhein entsteht aus mehreren Quellfl├╝ssen nahe dem Oberalppass im Gotthard-Massiv . Der Lag da Toma ist die Quelle des Vorderrheins und gilt unter den verschiedenen Quellfl├╝ssen als offizielle Rheinquelle. Erste Stadt am Vorderrhein ist Ilanz. Der Hinterrhein entspringt dem Paradiesgletscher am Rheinwaldhorn in der N├Ąhe des San Bernardino-Passes . Bei Reichenau vereinigen sie sich zum Alpenrhein. Dieser beschreibt bei Chur einen markanten Knick nach Norden und bildet dort auf ca. 25 Kilometern die Grenze zu Liechtenstein . Seit der Kanalisierung und Begradigung seines Wasserlaufs m├╝ndet er als ÔÇ×Neuer RheinÔÇť bei Hard in ├ľsterreich in den Bodensee.

Bodensee und Seerhein

Da das fliessende Wasser schwerer als das stehende ist, geht die Str├Âmung im See weiter. Kurz nach der M├╝ndung folgt der sogenannte Rheinbrech, ein unterirdischer Wasserfall. Dann verteilt sich die Str├Âmung und erreicht teils auch den ├ťberlingersee. Der urspr├╝ngliche ÔÇ×Alte RheinÔÇť m├╝ndet auch heute noch an der schweiz-├Âsterreichischen Grenze bei Altenrhein. Dieser alte Rhein ist aus Richtung Bodensee etwa zwei Kilometer schiffbar bis etwa in H├Âhe des Schweizer Ortes Rheineck.

Das St├╝ck Land zwischen den beiden Rheinm├╝ndungen, das die ├Âsterreichischen Ortschaften Gai├čau, H├Âchst und Fu├čach umfasst, wird als Rheindelta bezeichnet und ist ein Naturschutz - und Vogelschutzgebiet .

Die Rheinregulierung mit dem oberen Rheindurchstich bei Diepoldsau und dem unteren Rheindurchstich bei Fu├čach wurde durchgef├╝hrt, um die fortw├Ąhrenden ├ťberschwemmungen in Kombination mit starken Sedimentierungen im westlichen Rheindelta zu verringern. Inzwischen steht fest, dass der Rhein trotzdem sehr gro├če Mengen an Ablagerungen in den Bodensee hineintr├Ągt und in Folge dessen ein permanenter Kiesabbau in der M├╝ndung mit Schwimmbaggern n├Âtig ist.

Rheinm├╝ndung in den Bodensee
Rheinm├╝ndung in den Bodensee

Im Bodensee selbst vermischt sich das kalte, meist graue Gebirgswasser des Neuen Rheins nur wenig mit dem eher warmen, gr├╝nlichen Wasser des Sees. Der Strom flie├čt also ein gewisses St├╝ck oberfl├Ąchlich im freien Wasser, bevor er abrupt in die Tiefen des Sees abtaucht, um dann vor der Insel Lindau entlang des n├Ârdlichen Seeufers bis etwa Hagnau am Bodensee und weiter nach Konstanz abzubiegen.

Hochrhein

Vom Bodensee bis Basel, km 0ÔÇô150

Nach dem Verlassen des Bodensee-Obersees an der Engstelle der Rheinbr├╝cke in Konstanz flie├čt er zun├Ąchst mit 30 cm H├Âhenunterschied als Seerhein in den Untersee , bis er bei Stein am Rhein wieder zu einem Fluss wird und einige Kilometer weiter westlich von Schaffhausen in Neuhausen den Rheinfall hinabst├╝rzt. Hier st├Â├čt er auf sein altes, voreiszeitliches Flussbett. Ab dem Verlassen des Bodensees wird er ÔÇô etwa seit dem fr├╝hen 20. Jahrhundert ÔÇô Hochrhein genannt.

Der ├ťberlinger See wird vom Rhein nicht durchflossen.

Von Schaffhausen flie├čt er als Hochrhein weiter zuerst noch Richtung S├╝den, mit einer malerischen Schlinge am St├Ądtchen und Kloster Rheinau vorbei, bis er am T├Âsseck (Einm├╝ndung der T├Âss ) in Richtung Westen dreht und bald darauf zum Grenzfluss zwischen der Schweiz und Deutschland wird. Bei Koblenz (Schweiz), nahe Waldshut , m├╝ndet von S├╝den her die Aare als erster gr├Â├čerer Nebenfluss in den Rhein. Erw├Ąhnenswert ist dabei, dass die Aare mit einem durchschnittlichen Abfluss von 557 m┬│/s der wasserreichere Fluss von beiden ist (Rhein: 439 m┬│/s).

Oberrhein

Von Basel bis Bingen, km 150ÔÇô530

Im sogenannten Rheinknie in Basel ├Ąndert der Rhein seine Richtung von Ost-West nach Norden. Als Oberrhein wird er Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich . Seit dem Terti├Ąr flie├čt der Rhein von hier aus den Oberrheingraben entlang. Zwischen Basel und Iffezheim ist der Rhein kanalisiert und mit 10 Schleusen aufgestaut. Speziell zwischen Basel und Breisach f├╝hrt das alte Flussbett des Rheins kaum Wasser. Die Wassermassen werden parallel dazu im Rheinseitenkanal (Grand Canal d'Alsace) gef├╝hrt und dort zur Energiegewinnung in Wasserkraftwerken und f├╝r den Schiffsverkehr verwendet. Die Kanalisation hat jedoch auch ├Âkologische Folgen und Nachteile, da der Grundwasserspiegel, in Abh├Ąngigkeit zum Fluss, sinkt. Weiterhin kommt es zu einer Verlandung des Flussbettes, was wiederum Folgen f├╝r die Flora und Fauna der Flussaue hat.

F├╝r die n├Ąchsten 200 bis 300 Kilometer erstreckt sich das Rheinbett in der oberrheinischen Tiefebene, einem rund 40 Kilometer breiten Tal zwischen Schwarzwald und Vogesen beziehungsweise Pf├Ąlzerwald und Kraichgau/Odenwald. Dieser Teil wurde ab 1817 durch Johann Gottfried Tulla im Zuge der Rheinbegradigung von einem immer wieder in der Rheinniederung m├Ąandrierenden Schlingenfluss in ein gerades, von D├Ąmmen flankiertes Flussbett gezwungen. Bei Stra├čburg m├╝nden die Ill sowie der Rhein-Marne-Kanal und der Rhein-Rh├┤ne-Kanal in den Rhein. Von Lauterbourg bis Mannheim bildet der Rhein die Grenze zwischen Baden-W├╝rttemberg (rechtsrheinisch) und Rheinland-Pfalz (linksrheinisch). Bei Mannheim m├╝ndet der von S├╝dosten kommende Neckar als zweiter gro├čer Nebenfluss , und Hessen folgt Baden-W├╝rttemberg auf der rechten Rheinseite.

Gegen├╝ber von Mainz m├╝ndet der Main in den Rhein, der von dort f├╝r einen kurzen Abschnitt, ebenfalls Rheinknie genannt, seine Richtung nach Westen ├Ąndert und anschlie├čend bei Bingen an der Nahem├╝ndung nach Nordwesten dreht.

Mittelrhein

Von Bingen bis Bonn, km 530ÔÇô660

Von dort durchflie├čt der Mittelrhein in einem steilen, engen Tal den s├╝dlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Linksrheinisch erstreckt sich der Hunsr├╝ck, rechtsrheinisch der Taunus.

Zusammenfluss von Rhein und Mosel am Deutschen Eck in Koblenz
Zusammenfluss von Rhein und Mosel am Deutschen Eck in Koblenz

Dieser Abschnitt ist der touristisch bekannteste Teil des Rheins, der von Bingen/R├╝desheim bis Koblenz Weltkulturerbe ist.
Die bekanntesten touristischen Veranstaltungen in den Monaten Mai, Juli, August und September sind die Feuerwerke Rhein in Flammen.

Der Rhein in Bonn. Foto: Raphael Schuster.
Der Rhein in Bonn. Foto: Raphael Schuster.

Bei Kaub liegt malerisch mitten im Rhein die Burg Pfalzgrafenstein. Einige Kilometer weiter flussabw├Ąrts umflie├čt der Rhein den sagenumwobenen Loreley-Felsen, bis er sich bei Boppard durch den Bopparder Hamm, eine imposante Rheinschleife windet. Von Osten nimmt er nun die Lahn und am Deutschen Eck in Koblenz von S├╝dwesten die Mosel auf. Linksrheinisch erstreckt sich die Eifel, aus der bei Sinzig die Ahr, und rechtsrheinisch der Westerwald, aus dem unterhalb von Neuwied die Wied in den Rhein m├╝ndet. Zu den bekanntesten Burgen des Mittelrheins geh├Âren Burg Lahneck, die Marksburg und die feindlichen Br├╝der Liebenstein und Sterrenberg .

Niederrhein

Beginn des Niederrheins bei Bonn
Beginn des Niederrheins bei Bonn

Von Bonn bis Hoek van Holland, km 660ÔÇô1.033

An der s├╝dlichen Stadtgrenze von Bonn und der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen weitet sich das enge Mittelrheintal zur K├Âlner oder Niederrheinischen Bucht, die bereits zur norddeutschen Tiefebene z├Ąhlt. N├Ârdlich von Bonn m├╝ndet die Sieg in den Rhein, der von hier ab wie die ihn umgebende Region Niederrhein genannt wird.

Rheinhochwasser D├╝sseldorf Bilk
Rheinhochwasser D├╝sseldorf Bilk
Niederrhein bei Arnheim
Niederrhein bei Arnheim

Wichtigste Hafenst├Ądte in diesem Stromabschnitt sind K├Âln, D├╝sseldorf, Neuss und Duisburg mit Duisport, Europas gr├Â├čtem Binnenhafen und international bedeutendem Logistikstandort an der M├╝ndung der Ruhr und des Rhein-Herne-Kanals. 30 km flussabw├Ąrts m├╝ndet in Wesel die zweite Ost-West-Schifffahrtsverbindung, der parallel zur Lippe verlaufende Wesel-Datteln-Kanal in den Rhein, und nach 40 km spannt sich in Emmerich die l├Ąngste H├Ąngebr├╝cke Deutschlands ├╝ber den an dieser Stelle mehr als 700 Meter breiten Strom.

Rheindelta

Nach weiteren 15 Kilometern, drei Kilometer hinter der deutsch - niederl├Ąndischen Grenze bei Millingen aan de Rijn , beginnt das gro├če Delta des Rheins. Hier teilt sich der Rhein in zwei Hauptarme, die sich vor Rotterdam wieder vereinigen.

M├╝ndung des Rheins in die Nordsee
M├╝ndung des Rheins in die Nordsee

Der n├Ârdliche Rheinarm ist der Pannerdens Kanaal (dt. Pannerdenscher Kanal), von dem kurz vor Arnhem die ─▓ssel abzweigt. Sie flie├čt ├╝ber Deventer und Zwolle nach Norden und m├╝ndet bei Kampen ins ─▓sselmeer . Von der Abzweigung der ─▓ssel an hei├čt der n├Ârdliche Rheinarm Nederrijn und im weiteren Verlauf Lek .
Bis etwa 900 n. Chr., als der Lek zum Hauptstrom wurde, bildeten der Kromme Rijn und der Oude Rijn den eigentlichen Flusslauf.

Der s├╝dliche Rheinarm ist der Bijlands Kanaal, der in die Waal ├╝bergeht, die im Unterlauf die Namen Boven Merwede , Beneden Merwede und Noord tr├Ągt, bis er sich wenige Kilometer vor Rotterdam in Krimpen aan de Lek mit dem n├Ârdlichen Arm vereinigt.

Gemeinsam durchflie├čen sie als Nieuwe Maas und danach als Scheur den Hafen Rotterdam und m├╝nden ├╝ber den Nieuwe Waterweg bei Hoek van Holland in die Nordsee .

Dort str├Âmen 2330 m┬│ Wasser pro Sekunde ins Meer.

Nebenfl├╝sse des Rheins

Der gr├Â├čte Nebenfluss des Rheins ist die Aare, die bei Koblenz (Schweiz), bzw. Waldshut-Tiengen, m├╝ndet. Sie entw├Ąssert die Zentralschweiz und bringt mit einem mittleren Jahresabfluss von 590 m┬│/s deutlich mehr Wasser ein, als der Rhein am Zusammenfluss selbst mitf├╝hrt (470 m┬│/s). Erst mit gro├čem Abstand folgen die bekannten deutschen Nebenfl├╝sse Mosel (290 m┬│/s), Main (190 m┬│/s) und Neckar (140 m┬│/s).

Das Rheinorange markiert die Ruhrm├╝ndung bei Rheinkilometer 780
Das Rheinorange markiert die Ruhrm├╝ndung bei Rheinkilometer 780
Linksrheinische Nebenfl├╝sse Rechtsrheinische Nebenfl├╝sse

Br├╝cken ├╝ber den Rhein

Die Hohenzollernbr├╝cke in K├Âln
Die Hohenzollernbr├╝cke in K├Âln

Der Rhein wird zwischen Basel und seiner M├╝ndung von etwa 100 Br├╝cken ├╝berquert. Eine (unvollst├Ąndige) Liste findet sich unter Liste der Rheinbr├╝cken . Zu folgenden Br├╝cken existieren eigene Artikel:

Bestehende Br├╝cken Zerst├Ârte Br├╝cken

├ľkologie

Schadstoffbelastung des Rheins 1985 und 1992 (Angaben in t )
Schadstoff 1985 1992
Ammonium -N2    37.000 16.800
AOX     4.675 890
Blei     550 330
Cadmium     9 5,9
Chrom     500 220
Phosphor (total)    32.000 13.000
Quecksilber     6 3,2
Zink     3.600 1.900

Nach den Angaben des Umweltbundesamts nimmt die Schadstoffbelastung des Rheins seit 1960 kontinuierlich ab. Dies ist einerseits auf die systematische Abwasserreinigung durch den Bau von Kl├Ąranlagen zur├╝ckzuf├╝hren und andererseits auf die Tatsache, dass die Industrie immer weniger mit Chemikalien und Schwermetallen belastete Abw├Ąsser in den Rhein einleitet. Heute leben wieder etwa 40 Fischarten im Rhein. Trotz der deutlichen Reduzierung der Gew├Ąsserbelastung durch Haushalts- und Industrieabw├Ąsser transportiert der Rhein j├Ąhrlich noch immer betr├Ąchtliche Mengen an Schwermetallen und Chemikalien wie Pestizide in Richtung Nordsee.

So brannte am 1. November 1986 eine Lagerhalle der Firma Sandoz an der Schweizerhalle bei Basel am Rhein. Die mit dem L├Âschwasser in den Rhein gelangten Chemikalien vernichteten praktisch das gesamte tierische und pflanzliche Leben im Rhein. Es ben├Âtigte eines jahrelangen Prozesses, bis der Rhein sich wieder erholt hatte.

Viele andere den Rhein belastende Giftstoffe, zum Beispiel Pestizide und R├╝ckst├Ąnde von Medikamenten , sind in der Tabelle noch nicht ber├╝cksichtigt.

Hochwassermarken am alten Kranhaus in Koblenz
Hochwassermarken am alten Kranhaus in Koblenz

Rhein-Hochwasser

  • Mai 1999 (Hochrhein/Oberrhein)
  • Januar 1995 (Mittelrhein/Niederrhein)
  • Mai 1994 (Hochrhein/Oberrhein)
  • Dezember 1993 (Mittelrhein/Niederrhein)
  • Dezember 1991 (Oberrhein)
  • Februar 1990 (Oberrhein)
  • M├Ąrz 1988 (Rhein gesamt)
  • Juni 1987
  • Mai 1983
  • April 1983
  • Februar 1980 (Oberrhein)
  • Mai 1978 (Oberrhein)
  • Februar 1970
  • Dezember 1882

Kurioses

  • Der Rhein entw├Ąssert auch einen kleinen Teil Italiens: Der Reno di Lei leitet Wasser aus dem Lago di Lei in der italienischen Provinz Sondrio in den Hinterrhein.
  • Der Rhein f├╝hrt auch einen Teil des Wassers der oberen Donau ab, an mehreren Stellen wird die Wasserscheide unterirdisch umgangen, siehe Donauversickerung .
  • Eigentlich k├Ânnte der Rhein auch Aare hei├čen, denn die Aare ist beim Zusammenfluss mit dem Rhein derjenige Fluss mit der gr├Â├čeren Wassermenge (s. oben), und gew├Âhnlich ist die Gr├Â├če eines Flusses namensbestimmend.
  • Etwa 1% des Alpenrheinwassers umgeht Basel bzw. den Hochrhein, indem es dem Bodensee bei Sipplingen entnommen und als Trinkwasser in viele St├Ądte in Baden-W├╝rttemberg bis hinauf nach Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim gef├╝hrt wird. Von Stuttgart aus zum Beispiel flie├čt das Wasser via Neckar wieder in den Rhein.

Siehe auch

  • Die Rheinf├Ąhren
  • Rheinlotse und Wahrschauer- und Lotsenmuseum in St. Goar
  • Rheinbegradigung
  • Pegel K├Âln
  • Rheinland
  • Fl├╝sse in Deutschland
  • Europ├Ąische Fl├╝sse
  • Die l├Ąngsten Fl├╝sse der Erde
  • Liste der Nebenfl├╝sse des Rheins

Literatur

  • Herausgeber Gertrude Cepl-Kaufmann, Antje Johanning: Mythos Rhein. Kulturgeschichte eines Stromes. ISBN 3-896-78465-X
  • Herausgeber Hans Chr. Hoffmann, Dietmar Keller, Karin Thomas: Der Rhein ÔÇô Unser Weltkulturerbe. ISBN 3-832-17323-4
  • Manfred Fenzl: Der Rhein. Schaffhausen - Nordsee und zum IJsselmeer. Delius Klasing ISBN 3-89225-466-4

Weblinks

Wiktionary: Rhein ÔÇô Wortherkunft, Synonyme und ├ťbersetzungen
Commons: Rhein ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien
Wikiquote: Rhein ÔÇô Zitate

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