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Letzte Änderung für Artikel Jagst: 07.02.2006 20:07

Jagst

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Die Jagst bei der Br├╝cke an der ehemaligen Heinzenm├╝hle zwischen Crailsheim und Kirchberg

Die Jagst bei der Br├╝cke an der ehemaligen
Heinzenm├╝hle zwischen Crailsheim und Kirchberg

Daten
Staat: Deutschland
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
L├Ąnge: 203 km
Quelle : Bei Unterschneidheim-Walxheim (519 m ├╝. NN )
M├╝ndung : Bei Bad Friedrichshall-Jagstfeld
in den Neckar (144 m ├╝. NN)
Gr├Â├čere St├Ądte
am Fluss:

Die 203 km lange Jagst ist ein stark gewundener, rechter Nebenfluss des Neckars im n├Ârdlichen Baden-W├╝rttemberg ( Deutschland ).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Flusslauf

Die Jagst entspringt etwa 30 km s├╝dlich des Birkenbergs, der h├Âchsten Erhebung der Frankenh├Âhe. Ihre Quelle befindet sich nur etwas s├╝dwestlich von Walxheim, ein Ortsteil von Unterschneidheim im Ostalbkreis.

Von dort durchflie├čt die Jagst Nordw├╝rttemberg: Anfangs flie├čt sie nach S├╝dwesten und beschreibt einen engen Halbkreis nach rechts, dessen Scheitelpunkt sich bei Lauchheim befindet, das am Nordost-Fu├č der Schw├Ąbischen Alb liegt. Bei Westhausen n├Ąhert sie sich auf nur 4,3 km Entfernung dem Lauf des parallel verlaufenden Kocher, um sich anschlie├čend wieder einige Kilometer von ihm zu entfernen. Drei Kilometer vor Ellwangen wird sie im Hochwasserr├╝ckhaltebecken Buch aufgestaut. Von dort flie├čt sie in nordwestlicher Richtung zur Hohenloher Ebene, von wo sie sich schlie├člich m├Ąandrierend in einem gro├čen Bogen nach Westen wendet. Zwischen Crailsheim und Hessenau ist das meist sehr enge Tal nicht durchg├Ąngig befahrbar; die M├Ąander schmiegen sich abwechselnd an die rechten und linken, sehr steilen Prallh├Ąnge . Diese sind oft wertvolle, kaum zug├Ąngliche Biotope seltener Pflanzen und Tiere. Ab D├Ârzbach bis Duttenberg werden die steilen S├╝dh├Ąnge teilweise weinbaulich genutzt. Die meisten Fl├Ąchen sind terrassiert und nicht flurbereinigt. Durch die Kleinparzellierung und Steilheit ist der Weinbau in den letzten Jahren sehr zur├╝ckgegangen, wodurch wertvolle Biotope entstanden sind. Bei Jagsthausen n├Ąhert sich die Jagst dem Kocher auf nur 1,6 km.

Sie m├╝ndet bei Bad Friedrichshall-Jagstfeld in den Neckar.

Flusslauf - Nachbarfluss

Nur wenige Kilometer neckaraufw├Ąrts (s├╝dlich) m├╝ndet bei Bad Friedrichshall-Kochendorf auch der Kocher in den Neckar, der die letzten 50 km fast parallel in 1,6 bis 10 km Abstand zur Jagst flie├čt, daher werden beide oft als "Zwillingsfl├╝sse" bezeichnet.

Landschaftsbild

Beide Flusst├Ąler sind landschaftlich sehr reizvoll, besonders f├╝r Liebhaber von Radtouren , und f├╝hren durch die geologisch interessante ├ťbergangszone von der Schw├Ąbischen Alb zu den Mittelgebirgen Spessart und Odenwald. In diesem Schw├Ąbisch-Fr├Ąnkischen Stufenland bestehen die Berge (bis etwa 400 Meter) gro├čteils aus dem Muschelkalk des Erdmittelalters ( Trias ).

Jagstquelle
Jagstquelle

Umwelt

Fauna

Entlang der Jagst finden sich in den W├Ąldern an den steilen Talh├Ąngen mehrere Brutkolonien des Graureihers . St├Ârungen durch den Mensch haben die V├Âgel immer wieder veranlasst, die Kolonien zu verlegen.

Dem Eisvogel bietet die Jagst stellenweise noch die f├╝r die Brut n├Âtigen Steilufer.

Ein Storchenpaar findet sich jedes Jahr zur Brut in D├Ârzbach ein.

Eines der beiden Vorkommen der ├ľstlichen Grille in Deutschland befindet sich an den H├Ąngen zwischen D├Ârzbach und Krautheim.

Verschiedene Fledermausarten sind im Jagsttal nachgewiesen worden und haben dort ihre Quartiere. Unter anderem sind dies Breitfl├╝gelfledermaus , Zwergfledermaus und Gro├čes Mausohr .

Flora

Im mittleren Jagsttal findet sich eine typische Flora, die an Trockenheit im Sommer angepasst ist. Die Silberdistel , der Kreuz-Enzian , das M├Ąnnliche Knabenkraut und die Gew├Âhnliche Kuhschelle sind selten. Nicht allzu selten ist der Acker-Wachtelweizen . Zahlreicher anzutreffen sind in den W├Ąldern und an Waldr├Ąndern der Aronstab , Gelbes Windr├Âschen , Buschwindr├Âschen und die Stinkende Nieswurz , deren ├Âstlicher Rand des Hauptverbreitungsgebiet hier liegt. Eine stattliche Kolonie der Orientalischen Nieswurz hat sich als Neophyt in einem Wald angesiedelt. Vermutlich nicht autochthon ist ein Vorkommen der Fr├╝hlings-Knotenblume . Eine Besonderheit ist das Pyren├Ąen-L├Âffelkraut . Es hat im Jagsttal die einzigen Standorte im Norden Baden-W├╝rttembergs. Ausgestorben sind im mittleren Jagsttal das Blasse Knabenkraut vermutlich bereits zu Beginn des 20. Jahrhundert und der Gelbe Frauenschuh sp├Ątestens Ende der 1980er Jahre. Das Blasse Knabenkraut hat in der N├Ąhe des Oberlaufs noch einen Standort. In der Jagst selbst w├Ąchst in langsam flie├čenden Abschnitten die Gelbe Teichmummel . An flachen Stellen w├Ąchst bis weit in den Fluss hinein die Gew├Âhnliche Teichbinse .

Sehensw├╝rdigkeiten und Bauwerke

Blick von Burg Krautheim. Hier ist die Jagst Grenze zwischen Baden und Schwaben
Blick von Burg Krautheim. Hier ist die Jagst Grenze zwischen Baden und Schwaben

Orte

Oberlauf :

Mittellauf :

Unterlauf :

Literatur

  • Hans Mattern: Das Jagsttal von Crailsheim bis D├Ârzbach, Verlag Robert Baier 1995, ISBN 3-929233-04-5
  • Bernhard H. Lott: Die Jagst - von der Quelle bis zur M├╝ndung, Swiridoff Verlag 2000, ISBN 3-934350-25-9
  • Hans Mattern: Das untere Jagsttal, Verlag Robert Baier 2005, ISBN 3-929233-27-4

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Jagst aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Jagst verfügbar.

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