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Letzte Änderung für Artikel Aachtopf: 30.11.2005 20:12

Aachtopf

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Der Aachtopf bei Aach in Baden-W√ľrttemberg ist die wasserreichste Karstquelle Deutschlands. Hier entspringt die Radolfzeller Aach (auch Radolfzer- und Hegauer Aach genannt), die nach 32 Kilometern bei Radolfzell in den Bodensee m√ľndet.

Bild:Obere donau.png

Aachtopf 1910
Aachtopf 1910
Das Wasser der Karstquelle stammt aus der bei Tuttlingen, genauer bei Immendingen und bei Fridingen an der Donau versickernden Donau. Das Wasser steigt aus einer 18 m tiefen unterirdischen Quellhöhle auf und bildet einen kleinen See.

Das Wasser der Donauversickerung flie√üt unterirdisch etwa 11,7 km bei einer Geschwindigkeit von 195 m/h durch Hohlr√§ume bis zum Aachtopf. Die Quelle hat eine durchschnittliche Sch√ľttung von 8590 l/s, ist jedoch, wie bei Karstquellen √ľblich, stark jahreszeitlich abh√§ngig und schwankt zwischen 1300 und 24000 l/s.

An den etwa 130 Vollversickerungstagen wird damit die obere Donau zu einem Nebenfluss des Rheins. Damit wird sich in einigen hundert Jahren, wenn noch mehr Kalkstein aufgel√∂st wird und die H√∂hlen einst√ľrzen, der Vorgang bei der Bildung der Wutach wiederholen: Der Oberlauf der Donau wird von einem Nebenfluss des Rheins von der Seite angenagt und umgeleitet.

Im Uferbereich der Aach und unterhalb des Aachtopfes liegen weitere kleine Quellen. Der Aachtopf ist ein beliebtes romantisches Wochenend-Ausflugsziel.

Seit dem Mittelalter bis etwa 1950 wurde die Wasserkraft durch zahlreiche M√ľhlen genutzt. Seit 1935/36 wird das Wasser in einem Kanal zu einem Elektrizit√§tswerk gef√ľhrt. Auf Grund der Wassernutzung sowohl an der w√ľrttembergischen Donau als auch an der badischen Aach kam es immer wieder zu Streitigkeiten um das Wasser: an der Donau wurden die Versickerungsl√∂cher immer wieder verstopft. Erst im Bundesland Baden-W√ľrttemberg konnte eine gemeinsame L√∂sung gefunden werden.

Erforschung

1719 wurde zum ersten Mal die Vermutung, das Wasser stamme aus der Donauversickerung, im Buch von F.W. Breuninger ge√§u√üert. Ein Nachweis gelang jedoch erst 1877 , als 10 Tonnen Salz in der Donauversickerung aufgel√∂st wurden. Nach 60 Stunden konnte das Salz im Quelltopf nachgewiesen werden. 1886 gab es den ersten Tauchversuch bis 12 m Tiefe, einer der weltweit ersten H√∂hlentauchversuche . Dort befindet sich die schwer √ľberwindbare D√ľse, eine Engstelle, in der das Wasser eine sehr starke Str√∂mung hat.

Die Quellh√∂hle wurde ab den 1960er Jahren von Jochen Hasenmayer erforscht. Dabei entdeckte man eine Halle mit Sinterbecken und Tropfsteinresten, woraus hervorgeht, dass diese Halle einst eine lufterf√ľllte Bachh√∂hle war. In den Jahren ab 1980 wurde die Aachh√∂hle sehr intensiv von Harald Schetter erforscht. Ab 2001 wird die Aachh√∂hle von J√ľrgen Bohnert, Frank Liedtke, Stephan Liedtke und Tobias Schmidt neu vermessen. Durch die schlechten Sichtverh√§ltnisse behindert, dauern diese Arbeiten bis heute an. Nach 500 m n√∂rdlich endet die H√∂hle in einem gro√üen Versturz, der auch an der Oberfl√§che als gro√üe Doline im Wald zu sehen ist. Am Nordrand der Doline wurde nach 14j√§hriger Grabung die Fortsetzung der Aachh√∂hle entdeckt. Da die chemische Zusammensetzung des Wassers hier nicht dem der Aachh√∂hle √ľbereinstimmt, wird angenommen, dass es sich um einen von mehreren Zubringern handeln muss. Daher hei√üt die H√∂hle ab hier Donauh√∂hle.


Siehe auch: Naturpark Obere Donau

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aachtopf aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Aachtopf verfügbar.

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