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Letzte Änderung für Artikel Lemberg (Berg): 19.01.2006 13:41

Lemberg (Berg)

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Lemberg 1899
Lemberg 1899

Der Lemberg ist mit 1015 Meter ├╝. NN der h├Âchste Berg der Schw├Ąbischen Alb.

Der Lemberg (sprich: Lemm-berg) liegt in Baden-W├╝rttemberg, ├Âstlich von Rottweil im Landkreis Tuttlingen bei der Gemeinde Gosheim. Auf der Spitze des Bergs befindet sich ein 30 Meter hoher Turm (Plattformh├Âhe) aus einem Stahlger├╝st, der ├╝ber die umstehenden B├Ąume hinweg eine sch├Âne Aussicht (bei klarem Wetter bis zu den Alpen) bietet.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Wie viele Berge der Region ist der Lemberg ein Zeugenberg . Sein Name ist keltischen Ursprungs. Die keltische Vorsilbe "lem" bedeutet soviel wie Morast oder Sumpf. Wahrscheinlich ergab sich dieser Name, da sich am Fu├če des Bergs die B├Ąra-Quelle befindet, welche m├Âglicherweise in vorgeschichtlicher Zeit deutlich mehr Wasser f├Ârderte und das umliegende Gebiet versumpfte.

Zur Hallstattzeit (8.-5. Jhd. v.Chr.) gab es eine keltische Siedlung auf dem Lemberg. Noch heute sind auf dem Gipfel bei genauem Hinsehen Mauern und Gr├Ąben einer Befestigung zu erkennen. Im Osten und Westen wurde das Gipfel-Plateau terrassiert. Weitere Reste keltischen Ursprungs finden sich auch auf den benachbarten Bergen, sowie auf dem ganzen Gro├čen Heuberg.

Lembergturm

Bereits 1890 gab es Pl├Ąne zum Bau eines Holzturmes auf dem Lemberg oder seinem Nachbarn, dem Oberhohenberg. Die geschichtliche Bedeutung und der bequeme Aufstieg sprachen f├╝r den Oberhohenberg, die Entscheidung zum Bau fiel aber letztendlich - vor allem wegen seiner Stellung als h├Âchster Berg der Schw├Ąbischen Alb - zugunsten des Lembergs. 1894 fand die erste Terrain-Besichtigung durch einen Ingenieur und zwei Handwerksmeister statt. Insbesondere wegen knapper Geldmittel z├Âgerte sich der Bau aber weiter hinaus. 1897 wurden die bisherigen Pl├Ąne fallengelassen; eine Diskussion ├╝ber den Bau eines Turmes aus Stein oder aus Eisen begann. Da der Steinbau auf 24.000 Mark veranschlagt war, legte man sich auf den wesentlich billigeren Eisenbau fest. Beauftragt war die Firma Ant. Fauler aus Freiburg. Die Geldmittel kamen ├╝berwiegend aus einer gro├č angelegten Spendensammlung.

Die Fundamente wurden in der Osterwoche 1899 gelegt. Am Pfingstmontag begannen zw├Âlf Arbeiter mit dem Turmaufbau. Gutes Wetter beg├╝nstigte die Arbeiten, so dass schon am 17. Juni 1899 der Bau fertiggestellt war. Der Turmaufstieg geht ├╝ber 152 Treppenstufen, verteilt auf zw├Âlf offene Stockwerke. 23 Tonnen Eisen wurden verbaut. Der Kostenvoranschlag von 10.000 Mark wurde nicht ├╝berschritten.

Ca. alle 25 Jahre steht seitdem eine gr├Â├čere Sanierung an, welche immer wieder eine gr├Â├čere L├╝cke in die Finanzlage rei├čt. Vor allem nach dem 1. Weltkrieg spielte man mit dem Gedanken, den Turm abzubrechen, um sich die n├Âtige Sanierung zu sparen. Der Vorschlag fand jedoch nicht gen├╝gend Bef├╝rworter. Zuletzt wurde der Turm 1973 und 1999 (?) f├╝r eine l├Ąngere Zeit gesperrt, in der er von Freiwilligen und Gosheimer Handwerkern saniert wurde.

Aussicht

Die Sicht reicht an klaren Tagen im S├╝den bis zu den Alpen, deren Nordrand man von der Zugspitze bis zu den Berner Alpen verfolgen kann. Im Westen erstreckt sich der Schwarzwald, dessen h├Âchste Punkte Feldberg im S├╝dwesten und Hornisgrinde im Nordwesten gut zu erkennen sind. In der n├Ąheren Umgebung ist der Nordrand der Schw├Ąbischen Alb bis zur Burg Hohenzollern zu sehen, im Norden das Gebiet des oberen Neckars bis zu den Keuperh├Âhen des Sch├Ânbuchs, bei sehr guter Fernsicht sogar der Stuttgarter Fernsehturm. Tage mit guter Fernsicht sind im Herbst und Winter h├Ąufiger als im Fr├╝hjahr und Sommer.

Besteigung

Der Lemberg kann auf bezeichneten Wanderwegen bestiegen werden. Der Hauptwanderweg 1 des Schw├Ąbischen Albvereins, der "Schw├Ąbische Alb Nordrand Weg", f├╝hrt ├╝ber den Gipfel. Vom n├Ąchstgelegenen Wanderparkplatz aus ist der Gipfel in einer dreiviertel Stunde zu erreichen. Dabei sind etwa 180 H├Âhenmeter zu ├╝berwinden.

Von Wilflingen aus ist der Gipfel in ca. eineinhalb Stunden zu erreichen. Dabei m├╝ssen knapp 400 H├Âhenmeter ├╝berwunden werden. ├ťber gut ausgebaute geschotterte Waldwege f├╝hrt es zun├Ąchst ├╝ber Felder in den Wald hinein. Nach ca. 1 Stunde und 270 H├Âhenmetern verl├Ąsst man die Waldwege und der Weg f├╝hrt die letzte halbe Stunde ├╝ber einen schmalen steil bergauf f├╝hrenden Wanderweg. Bei erfolgreichem Abschlie├čen der Wanderung wartet auf dem Gipfel eine Albvereinsh├╝tte in der an bestimmten Tagen etwas getrunken oder eine Kleinigkeit gegessen werden kann. Ein Zeichen daf├╝r, dass die H├╝tte ge├Âffnet hat, befindet sich auf dem 33m hohen Lembergturm, der von Gosheim oder auch von Wilflingen sichtbar ist. Wenn auf diesem eine Deutschlandfahne zu sehen ist lohnt sich die Bewanderung des Berges auf jeden Fall denn dann hat die H├╝tte ge├Âffnet. Auf Anfrage ├Âffnet der H├╝ttenwirt auch an beliebigen Tagen.

Schutzh├╝tte

Die erste Schutzh├╝tte wurde am 21. Juni 1901 eingeweiht. Sie war als Blockhaus aus Rundh├Âlzern gebaut und ruhte auf einem Betonfundament und einem Mauersockel. Sie hatte eine 6 x 3,5m gro├č Grundfl├Ąche und verschlang 800 Mark Baukosten.

In der heutigen Schutzh├╝tte ist eine kleine Gaststube untergebracht. (Anm. d. Verfassers: Ob die heutige H├╝tte noch der damaligen entspricht, ergibt sich nicht aus der Quelle; die Schutzh├╝tte scheint aber - subjektiv - gr├Â├čer als 6x3,5m zu sein.)


Koordinaten: 48┬░ 9,11' N, 8┬░ 45,04' O

Wikipedia

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