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Letzte Änderung für Artikel Baden-Württemberg: 19.02.2006 23:17

Baden-Württemberg

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Baden-Württemberg
Landesflagge Landeswappen
Landesflagge Großes Landeswappen
( Details ) (Details)
Basisdaten
Hauptstadt : Stuttgart
Fläche : 35.751,65 km² (3.)
Einwohner : 10.718.327 (3.) ( 31. März 2005 )
Bevölkerungsdichte : 300 Einwohner je km² (6.)
Staatsform : republikanischer, demokratischer und
sozialer Rechtsstaat
Schulden: 3.504 € pro Einwohner (2004)
Schulden gesamt: 37,55 Mrd. € (2004)
ISO 3166-2 : DE-BW
Offizielle Website: www.baden-wuerttemberg.de
Politik
Ministerpräsident : Günther Oettinger ( CDU )
Regierende Parteien: CDU - FDP / DVP -Koalition
Sitzverteilung im Landtag
(128 Sitze):
CDU 64
SPD 45
FDP / DVP 10
B90/Grüne 9
letzte Wahl: 25. März 2001
nächste Wahl: 26. März 2006
Parlamentarische Vertretung
Stimmen im Bundesrat : 6
Karte
Baden-Württemberg in Deutschland

Baden-Württemberg ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland . Es umfasst den südwestdeutschen Raum zwischen dem Bodensee im Süden und dem Main im Norden, dem Rhein im Westen sowie der bayerischen Grenze im Osten. Benachbarte Bundesländer sind Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern, im Süden sind Nachbarn die Schweizer Kantone Basel-Stadt , Basel-Land , Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Zürich. Im Westen liegt jenseits des Rheins das Elsass in Frankreich .

Innerhalb der deutschen Bundesländer steht Baden-Württemberg an dritter Stelle, sowohl was die Einwohnerzahl betrifft (nach Nordrhein-Westfalen und Bayern) als auch der Fläche nach (nach Bayern und Niedersachsen). Im wirtschaftlichen Bereich liegt Baden-Württemberg (zusammen mit Bayern) an der Spitze der deutschen Bundesländer.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte

Zwischen 70 und 150 nach Christus eroberten die Römer den größten Teil des Gebiets, auf dem heute Baden-Württemberg liegt. Die Römer wurden ab 260 nach Christus von den Alemannen vertrieben. Nach deren Unterwerfung durch das Fränkische Reich zwischen 496 und 746 bestanden im heutigen Landesgebiet die Herzogtümer Franken und Schwaben . Der Zerfall beider Herzogtümer bis zum 13. Jahrhundert führte zur extremen territorialen Zersplitterung in Hunderte von kleinen Grafschaften, Reichsstädten, geistlichen Gebieten oder gar einzelnen ritterschaftlichen Dörfern. Die Mediatisierung infolge der Napoleonischen Kriege setzte einen Prozess in Gang, an dessen Ende nur noch drei Territorien standen: Württemberg, Baden und Hohenzollern; zudem war die Stadt Wimpfen eine hessische Exklave . 1806 wurde Württemberg Königreich (von Napoleons Gnaden) und Baden Großherzogtum, allerdings nur bis 1918 , als beide Territorien republikanische Bundesstaaten innerhalb des Deutschen Reiches (Weimarer Republik) wurden. 1933 wurden die selbständigen Landesregierungen durch nationalsozialistische Gauleiter und Reichsstatthalter ersetzt.

Der Weg zum Südweststaat

Situation bis 1945
Situation bis 1945
Situation 1945-1952
Situation 1945-1952

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die nördlichen Teile von Baden und Württemberg mit Bad Wimpfen zur amerikanischen Besatzungszone, die südlichen Teile sowie Hohenzollern zur französischen . Die Aufteilung erfolgte entlang der Kreisgrenzen, wobei zur amerikanischen Zone bewusst alle die Kreise geschlagen wurden, durch die die Autobahn Karlsruhe-München (heutige A 8) verlief. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945 / 46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden (so genannt, obwohl es nur den südlichen Teil des Landes umfasste) in der französischen Zone. Diese Länder wurden im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 zu Bundesländern.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hielt in Artikel 118 die drei Länder dazu an, eine Vereinbarung über die Neugliederung ihrer Gebiete zu treffen. Für den Fall, dass eine solche Regelung nicht zustande kam, wurde eine Regelung durch ein Bundesgesetz vorgeschrieben. Als Alternativen kamen entweder eine Vereinigung zu einem Südweststaat oder die Wiederherstellung Badens und Württembergs (einschließlich Hohenzollerns) in Frage, wobei die Regierungen Württemberg-Badens und Württemberg-Hohenzollerns für ersteres, die Badens für letzteres eintraten. Eine Übereinkunft der Regierungen über eine Volksabstimmung scheiterte an der Frage des Abstimmungsmodus. Das daraufhin am 4. Mai 1951 verabschiedete Bundesgesetz sah eine Einteilung des Abstimmungsgebiets in vier Zonen vor (Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg-Hohenzollern, Südbaden). Die Vereinigung der Länder sollte als akzeptiert gelten, wenn sich eine Mehrheit im gesamten Abstimmungsgebiet sowie in drei der vier Zonen ergab. Da eine Mehrheit in den beiden württembergischen Zonen sowie in Nordbaden bereits abzusehen war (man hatte hierzu - ein einmaliger Vorgang - Probeabstimmungen durchgeführt), favorisierte diese Regelung die Vereinigungsbefürworter. Die (süd-)badische Regierung strengte eine Verfassungsklage gegen das Gesetz an, die jedoch erfolglos blieb.

Vor der Volksabstimmung, die am 9. Dezember 1951 stattfand, wurde ein erbitterter Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern des geplanten „Südweststaates“ geführt. Die führenden Vertreter der Pro-Seite waren der Stuttgarter Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier und der Tübinger Staatspräsident Dr. Gebhard Müller, Anführer der Südweststaat-Gegner war der Freiburger Staatspräsident Leo Wohleb. Die sogenannten "Altbadener" beschworen emotionale Ängste vor der württembergischen Übermacht. Die schwäbische Annektionsgelüste, die von der Seite östlich des Schwarzwaldes drohten, wurden herausgestellt und darauf hingewiesen, dass ein selbständiges Baden im Konzert der Bundesländer sehr wohl mithalten könnte. Dagegen hatte es eine eher technokratische Argumentation, die vor allem von Seiten Gebhard Müllers vertreten wurde, ziemlich schwer.

Bei der Abstimmung votierten die Wähler in beiden Teilen Württembergs mit 93% für die Fusion, in Nordbaden mit 57%, während in Südbaden nur 38% dafür waren. Damit war die Vereinigung beschlossene Sache. Hätte man das Ergebnis in Gesamtbaden gezählt, so hätte sich eine Mehrheit von 52% dagegen ergeben, was die badischen Vereinigungsgegner zusätzlich erbitterte.

Gründung des Landes

Das Bundesland Baden-Württemberg wurde infolge der Volksabstimmung am 25. April 1952 gegründet. Dabei wurden die Befürchtungen der Altbadener dadurch bestätigt, dass Dr. Reinhold Maier (FDP/DVP) in einer Art Überrumpelungsmanöver die erste vorläufige Regierung des neuen Bundeslandes bildete. Er hatte eine Koalition aus SPD, FDP/DVP und BHE gegen die stärkste Fraktion, die CDU, geschmiedet. Das war insofern unklug, als die CDU die weitaus führende Partei in Südbaden und auch in Südwürttemberg-Hohenzollern war, und sich die beiden südlichen Landesteile in der neuen Regierung nicht oder nur unzureichend vertreten sahen. Es war auch ein persönlicher Affront gegen den bisherigen Tübinger Staatspräsidenten Dr. Gebhard Müller, den neuen CDU-Fraktionsvorsitzenden, ohne den das neue Bundesland nicht zustande gekommen wäre. Die Regierungsbildung hatte also viel Porzellan zerschlagen.

Allerdings hatte diese erste Landesregierung nur eine kurze Lebensdauer von eineinhalb Jahren. Die Bundestagswahl vom 6. September 1953 , die von Reinhold Maier zu einer Art Plebiszit über seine Politik erklärt worden war, brachte der CDU im Land die absolute Mehrheit. Reinhold Maier zog die Konsequenzen und trat als Ministerpräsident zurück. Sein Nachfolger wurde Gebhard Müller, der eine Allparteienregierung aus CDU, SPD, FDP/DVP und BHE bildete, die das neue Bundesland zunehmend stabilisierte und auch noch Bestand hatte, als 1958 Kurt Georg Kiesinger dritter Ministerpräsident des Landes wurde.

Der Name des Landes war Gegenstand eines längeren Streites. Der im Überleitungsgesetz vom 15. Mai 1952 genannte Name Baden-Württemberg war zunächst nur übergangsweise vorgesehen, setzte sich jedoch letztlich durch, da kein anderer Name von allen Seiten akzeptiert wurde. Die am 19. November 1953 in Kraft getretene Landesverfassung wurde von der Verfassungsgebenden Landesversammlung beschlossen und nicht durch eine Volksabstimmung bestätigt.

1956 kam das Bundesverfassungsgericht doch zu der Auffassung, dass der Abstimmungsmodus 1951 das badische Votum nicht hinreichend berücksichtigt habe, und verfügte eine Neuauflage der Volksabstimmung im Landesteil Baden. Es hat dabei festgestellt, dass durch den Abstimmungsmodus der badische Volkswille "überspielt" worden sei und die zahlenmäßig stärkere Bevölkerung die zahlenmäßig schwächere habe überstimmen können. Danach wurde die erforderliche Abstimmung immer wieder verschleppt. Es bedurfte einer weiteren Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im Jahre 1969, wo dieses die Abstimmung für spätestens 30. Juni 1970 anordnete. Diese wurde am 7. Juni 1970 durchgeführt, ergab dann jedoch eine Zustimmung von 81,9% zum neuen Bundesland. Zur nachträglichen Zustimmung hatte sicherlich nicht unerheblich die normative Kraft des Faktischen beigetragen.

Wappen und Flagge

Hauptartikel: Wappen Baden-Württembergs, Flagge Baden-Württembergs

Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben . Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder aus deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (weiß-schwarz geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs etwas größer dargestellt. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch . Auf dem kleinen Landeswappen ruht stattdessen eine Blattkrone.

Die drei Löwen aus dem Landeswappen tauchen in abgewandelter Form auch im sogenannten Baden-Württemberg-Signet auf, das von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden kann. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur den Behörden gestattet.

Die Landesflagge ist schwarz-gold; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das kleine Landeswappen.

Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Baden-Württemberg-Signet Landesflagge Landesdienstflagge
Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Baden-Württemberg-Signet Landesflagge Landesdienstflagge

Geografie

Physische Landkarte von Baden-Württemberg

Baden-Württemberg liegt im Südwesten Deutschlands . Im Osten grenzt es an Bayern, im Norden an Bayern und Hessen. Seine Süd- und Westgrenze werden durch Rhein und Bodensee gebildet (mit kleinen Ausnahmen wie Schaffhausen), wobei die Schweiz der südliche, Frankreich und Rheinland-Pfalz die westlichen Nachbarn sind. Nach Fläche und Einwohnerzahl steht das Land an dritter Stelle unter den deutschen Bundesländern.

Mit Ausnahme des etwa 20 km breiten Streifens der Rheinebene ist das Land hügelig bis bergig. Der Südwesten des Landes wird vom 160 km langen und bis zu 60 km breiten Schwarzwald dominiert, dessen Feldberg mit 1.493 m der höchste Berg in den deutschen Mittelgebirgen ist. Die Schwäbische Alb streckt sich vom Süden des Landes in nordöstlicher Richtung bis etwa an die bayerische Grenze bei Nördlingen. Weitere größere Landschaftsformen sind der Odenwald im Norden, der Kraichgau im Nordwesten, Hohenloher Ebene und Schwäbisch-Fränkischer Wald im Nordosten, das Neckarbecken um Stuttgart sowie Oberschwaben im Südosten.

Aufgrund der bergigen Topographie spielten und spielen die Flüsse und ihre Täler eine erhebliche Rolle für Besiedlung, Verkehrswesen und Geschichte des Landes. Neben dem Rhein sind an erster Stelle Neckar und Donau zu nennen. Der Neckar entspringt am Rande des Schwarzwaldes bei Villingen-Schwenningen und durchfließt das Zentrum des Landes, bis er im Nordwesten bei Mannheim in den Rhein mündet. Der dortige Rheinpegel ist mit 85 m über NN der niedrigste Punkt des Landes. Der Rhein bildet komplett die westliche Landesgrenze - zugleich auch in seiner ganzen Länge die Westgrenze Badens - von Mannheim bis Karlsruhe zu Rheinland-Pfalz, südlich davon zu Frankreich und zur Schweiz. Die Donau nährt sich aus zwei Schwarzwald-Quellflüssen und fließt in etwa ostnordöstlich, wobei sie die Schwäbische Alb nach Süden und Oberschwaben nach Norden begrenzt und hinter Ulm ins Bayerische wechselt. Unter den übrigen Flüssen sind die längsten die "Zwillingsflüsse" Kocher und Jagst, die den Nordosten des Landes durchfließen. Ganz im Nordosten grenzt das Landesgebiet an den Main.

Der geographische Mittelpunkt Baden-Württembergs liegt in der Stadt Tübingen, in dem kleinen Wald Elysium, in dessen Nähe auch Botanische Gärten sind. Ein 3 Tonnen schwerer kegelförmiger Stein aus dem Frankenjura symbolisiert diesen Punkt. Er hat eine Neigung von 11,5°, dies soll die Erdneigung darstellen.

Verwaltungsgliederung

Baden-Württemberg ist seit 1. Januar 1973 eingeteilt in 4 Regierungsbezirke , 12 Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und 9 Stadtkreise .

Zur Verwaltungsgliederung vor der Kreisreform 1973 siehe die beiden Artikel Verwaltungsgliederung Badens und Verwaltungsgliederung Württembergs. Zu den dort zuletzt genannten Landkreisen gehörten ferner noch die beiden ehemaligen preußischen Landkreise Hechingen und Sigmaringen.

Regierungsbezirke und Regionen

Die Region Donau-Iller umfasst auch angrenzende Gebiete in Bayern.

Stadt- und Landkreise

Im Land bestehen die folgenden neun Stadtkreise:
BAD Baden-Baden
FR Freiburg im Breisgau
HD Heidelberg
HN Heilbronn
KA Karlsruhe
MA Mannheim
PF Pforzheim
S Stuttgart
UL Ulm

Die 35 Landkreise sind:

UL Alb-Donau-Kreis
BC Biberach
FN Bodenseekreis
BB Böblingen
FR Breisgau-Hochschwarzwald
CW Calw
EM Emmendingen
PF Enzkreis
ES Esslingen
FDS Freudenstadt
GP Göppingen
HDH Heidenheim
HN Heilbronn
KÜN Hohenlohekreis
KA Karlsruhe
KN Konstanz
Lörrach
LB Ludwigsburg
TBB Main-Tauber-Kreis
MOS Neckar-Odenwald-Kreis
OG Ortenaukreis
AA Ostalbkreis
RA Rastatt
RV Ravensburg
WN Rems-Murr-Kreis
RT Reutlingen
HD Rhein-Neckar-Kreis
RW Rottweil
SHA Schwäbisch Hall
VS Schwarzwald-Baar-Kreis
SIG Sigmaringen
Tübingen
TUT Tuttlingen
WT Waldshut
BL Zollernalbkreis
Landkreiskarte: Baden-Württemberg

Zum Landkreis Konstanz gehört auch die Exklave Büsingen am Hochrhein (BÜS), die völlig vom Schweizer Kanton Schaffhausen umschlossen ist.

Die Landkreise haben sich 1956 zum Landkreistag Baden-Württemberg zusammengeschlossen.

Städte und Gemeinden

Die 35 Landkreise unterteilen sich in insgesamt 1.110 Städte und Gemeinden (darunter 89 Große Kreisstädte und 213 sonstige kreisangehörige Städte), ein bewohntes gemeindefreies Gebiet (Gutsbezirk Münsingen) und ein unbewohntes gemeindefreies Gebiet ( Rhinau (gemeindefreies Gebiet) ) (Stand: 1. September 2005 ).

Die 10 größten Städte Baden-Württembergs sind Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Heilbronn, Ulm, Pforzheim, Reutlingen und Esslingen am Neckar. Alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern sind im besonderen Artikel Liste der größten Städte Baden-Württembergs zu finden. (Siehe auch Liste der Orte in Baden-Württemberg.)

Politik

Siehe auch: Politik Baden-Württembergs, Verfassung des Landes Baden-Württemberg , Portal:Baden-Württemberg

Der Ministerpräsident ist Chef der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsräten besteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952:

Das Landtagsgebäude in Stuttgart
Das Landtagsgebäude in Stuttgart

Baden-Württemberg ist traditionell konservativ geprägt, aber auch die FDP (hier FDP / DVP ) ist in Baden-Württemberg traditionell stark. Seit Anfang der 1980er Jahre ist Baden-Württemberg auch eine Hochburg der Grünen , die in Karlsruhe gegründet wurden und deren Ergebnisse im Land stets über dem Bundesdurchschnitt lagen. Während der Ministerpräsident bis auf 1952/1953 immer von der CDU gestellt wurde, waren an der Regierung teilweise auch die FDP/DVP beziehungsweise die SPD (Große Koalition) beteiligt. Während der 1990er Jahre waren die Republikaner im Landtag vertreten, zuvor zwischen 1968 und 1972 auch die NPD . Aufgrund des Austrittes des Landtagsabgeordneten Ulrich Maurer aus der SPD am 27. Juni 2005 und seinem Eintritt in die WASG am 1. Juli war auch diese im Landtag vertreten, bis Maurer sein Mandat am 17. Oktober 2005 niederlegte, um für die Linkspartei.PDS in den Bundestag einzuziehen.

Wirtschaft

Baden-Württemberg ist Zentrum der Automobilindustrie (DaimlerChrysler, Porsche, Robert Bosch GmbH, Audi) mit Standorten in Stuttgart, Sindelfingen, Neckarsulm, Mannheim, Rastatt, Gaggenau und Ulm. Auch die Maschinenbauindustrie ist mit vielen Unternehmen in Baden-Württemberg ansässig (z.B. Trumpf, Heidelberger Druckmaschinen, Festo, Voith, Liebherr). Im Schwarzwald war früher die Feinmechanik, insbesondere die Uhrenindustrie sowie später die Unterhaltungselektronik, sehr bedeutend (Junghans, Kienzle, SABA, Dual), ebenso die Textilindustrie, welche hauptsächlich auf der Schwäbischen Alb beheimatet war und auch heute noch ist (Hugo Boss, Trigema, Steiff). Der zweitgrößte Binnenhafen Europas befindet sich in Mannheim. Die zwei Teile der Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe bilden zusammen die größte Mineralölraffinerie in Deutschland. In Walldorf ist das größte europäische Software-Unternehmen (SAP AG) beheimatet.

In Baden-Württemberg gibt es zwei Kernkraftwerke , das Kernkraftwerk Philippsburg und das Kernkraftwerk Neckarwestheim . Ein drittes Kernkraftwerk in Obrigheim wurde 2005 stillgelegt.

Medien

Baden-Württemberg verfügt über eine relativ vielfältige Medienlandschaft. Im Zeitungsbereich gibt es große Regionalzeitungen wie Stuttgarter Zeitung, Badische Zeitung, Badische Neueste Nachrichten und Südwest-Presse sowie kleinere Zeitungen, von denen viele jedoch den Mantel von einer überregionalen Zeitung beziehen. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk wird vom SWR betrieben, BW Family ist ein privates Landesprogramm. Darüber hinaus gibt es mehrere regionale TV-Sender: Rhein-Neckar-Fernsehen , R.TV , TV Südbaden, RTF.1 Neckar-Alb, Euro 3.

Kultur

In Baden-Württemberg werden seit 1978 die Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet.

Religion

In der Mitte von Baden-Württemberg, dem nördlichen Teil des ehemaligen Herzogtums Württemberg, ist die Bevölkerung überwiegend evangelisch, ebenso in der Kurpfalz. Die restlichen Gebiete sind mehrheitlich römisch-katholisch.

Für Baden-Württemberg insgesamt ergibt sich (Stand 2004):

  • röm.-katholisch 38,1%
  • evangelisch 34,1%
  • andere Konfessionen und Konfessionslose 20%
  • muslimisch ca. 6%
  • neuapostolisch ca. 1%
  • buddhistisch ca. 0,3%
  • hinduistisch ca. 0,2%
  • israelitisch ca. 0,1%

siehe auch: Erzbistum Freiburg und Bistum Rottenburg-Stuttgart, Evangelische Landeskirche in Baden und in Württemberg

Sprache

In Baden-Württemberg werden zahlreiche Dialekte gesprochen. In Nordbaden und den fränkischen Teilen Nordwürttembergs ( Hohenlohe ) herrscht der fränkische Dialekt vor, in Nordbaden auch "Brigantendeutsch" genannt. Im übrigen Württemberg spricht man verschiedene Färbungen des Schwäbischen , in Südbaden des Niederalemannischen .

Im ganzen „Ländle“ herrscht eine sehr selbstbewusste Mundartkultur: selbst in den großen Städten wird der jeweilige Dialekt von allem Gesellschaftsschichten und Altersgruppen gesprochen - blieben ja schon Hegel und Heidegger ihren sprachlichen Wurzeln treu. Die meisten populären Musiksender haben Mundartkomiker im Programm, und Werke wie die von Thaddäus Troll oder Harald Hurst sowie Fernsehsendungen wie Hannes und der Bürgermeister erfreuen sich großer Beliebtheit.

Weblinks

Wikinews: Baden-Württemberg – aktuelle Nachrichten
Commons: Baden-Württemberg – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wiktionary: Baden-Württemberg – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Wikipedia

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