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Letzte Änderung für Artikel Hochwasserrückhaltebecken Buch: 02.02.2006 00:12

Hochwasserrückhaltebecken Buch

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Daten
Bauzeit: 1975 - 1981
Höhe über Talsohle: 9,8 m
Höhe über Gründungssohle: 15 m
Höhe der Dammkrone: ... m ü. NN
Speicherraum: 1,07 Mio. m³
Dauerstauraum (im Sommer): 0,68 Mio. m³
Gesamtstauraum: 1,15 (oder 1,36) Mio. m³
Stauziel: 449,70 m ü. NN
Wasseroberfläche bei Vollstau: 28 ha
Wasseroberfläche bei Dauerstau: 25,8 ha
Dammvolumen: 61.000 m³
Kronenlänge: 200 (oder 240) m
Kronenbreite: 7 m
Böschungsneigung luftseitig: 1:...
Böschungsneigung wasserseitig: 1:...
Einzugsgebiet: 81 (oder 84) km²
Bemessungshochwasser: 86,6 m³/s

Das Hochwasserrückhaltebecken Buch (auch "Bucher Stausee" oder "Stausee Rainau-Buch") bei Rainau-Buch ist ein 1982 in Betrieb genommenes Hochwasserrückhaltebecken des Wasserverbandes Obere Jagst; der Stausee dient aber auch als Erholungsgebiet. Er liegt ca. 3 km von Ellwangen entfernt in Baden-Württemberg im Ostalbkreis und ist der größte See der Ellwanger Seenplatte.

Gestaut wird die Jagst, ein Nebenfluss des Neckar. Der Stausee dient auch der Wasseregulierung bei Niedrigwasser. Wenn die Jagst weniger als 20 Liter pro Sekunde führt, wird sie durch Wasser aus dem Stausee aufgehöht.

Der Staudamm ist ein Erddamm mit einem Lehmkern. Seine Wasserseite ist mit Betonplatten abgedeckt. Im Sommer wird das Becken höher eingestaut als im Winter, da man im Sommer die Wasserfläche nutzen will und im Winter einen größeren Hochwasserstauraum benötigt.

(Unterschiedliche Angaben zu den Daten in der Tabelle haben ihren Ursprung in verschiedenen Quellen.)

Inhaltsverzeichnis

Freizeitraum

Im Sommer sind vielfältige Freizeitnutzungen möglich: Es gibt einen Tretboot- und Ruderbootverleih, Liegeplätze für Segelboote, man kann surfen und segeln, baden und am Sandstrand liegen, und es kann auch geangelt werden. Es gibt einen Rundwanderweg, auf dem man in etwa 45 Minuten den See umrunden kann.

Energiegewinnung

Vom Förderverein Wind- und Wasserkraft Ostalb (Bahnhofstraße 15, D-73444 Lauchheim) 1994 ins Leben gerufen, wurde 1995 mit dem Bau eines kleinen Wasserkraftwerks begonnen.

  • Ende 1995: Im Rahmen einer Staubeckenentleerung wurden Einlaufstück und Absperrklappe installiert.
  • April 1996: Verlegung der Rohrleitungen.
  • Sept. 1996: Fertigstellung nach Erstellung des Maschinenhäuschens und Einbau der Turbine, sowie Antriebs- und Elektrotechnik.

Technische Daten der Anlage:

Durchströmturbine mit folgenden technischen Daten:

  • Gefälle Hbrutto Sommer: 7 m
  • Gefälle Hbrutto Winter: 4 m
  • Schluckvermögen Q: 700 l/s bzw 500 l/s
  • Nenndrehzahl: 241 U/min bzw. 181 U/min
  • Durchgangsdrehzahl: ca. 1,8-fach
  • Wirkungsgrad: ca. 80%
  • Nennleistung mechanisch: 30 kW bzw. 12 kW
  • Elektrische Leistung: 25 kW bzw 10,5 kW

Generator

  • Asynchrongenerator: 6/8-polig
  • Nennleistung: 17/23 kW
  • Wirkungsgrad: ca. 88 % bei Nennleistung

Schaltanlage und Turbinenverstelleinrichtung

Asynchronsteuersystem für eine zweiklappige Durchströmturbine, mit programmierbarer Steuerung entsprechend den Parallellaufvorschriften der EVU´s,

Mit Netzüberwachung, zweistufiger Drehzahlüberwachung, Überwachung der Generatortemperatur und des Hydraulikaggregates.

Turbinenverstelleinrichtung bestehend aus: Mikro-Hydraulikaggregat mit 10 Liter Tankvolumen, 0,5 kW, mit getrennten Steuerblöcken zur Ansteuerung von drei einfachwirkenden Zylindern.

Naturraum

Das im suedoestlichen Teil gelegene Vorhaltebecken (auch: Rückhaltebecken, Vorbecken) sowie dessen Uferzonen und Jagsteinlauf sind seit 1990 Naturschutzgebiet . Durch den Erwerb von umliegenden Wiesenstücken konnte das NSG sukzesive erweitert werden, was 1999 durch Ausheben von Tümpeln und periodisch wasserführenden Wiesen unterschiedlicher Tiefe seinen Höhepunkt fand.

Das Gebiet sollte hauptsächlich als Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsquartier für Vögel dienen, was, mehr als 15 Jahre nach seiner Gründung, eindrucksvoll angenommen wird. Zuvor hier nicht nachgewiesene Arten können nun in schöner Regelmäßigkeit beobachtet werden.

Auch die Anzahl und Vielfalt an Brutvögel ( Brutvogel ) ist von überregionaler Bedeutung. So gehört seit Jahren Kiebitz (Vanellus vanellus), Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), Zwergtaucher (Mergellus albellus) zum festen Bestand an Brutvögeln.

Seit der Verschlickung wird das Gebiet auch während der Herbst- und Frühjahrszeit von Zugvögeln ( Zugvögel ), darunter speziell Limikolen ( Watvögel ) häufig und stark frequentiert. Mehr als 20 verschiedene Limikolenarten wurden bereits nachgewiesen, darunter seltene Arten wie der Temminckstrandläufer (Calidris temminckii), das Thorshühnchen (Phalaropus lobatus) oder der Teichwasserläufer (Tringa stagnatilis).

Auch als Überwinterungsgebiet ist der Bucher Stausee ein wichtiger Pfeiler in der Region: Gänsesäger (Mergus merganser), Reiherente (Aythya fuligula), Tafelente (Aythya ferina), Krickente (Anas crecca), Löffelente (Anas clypeata), Spießente (Anas acuta), Pfeifente (Anas penelope), Schnatterente (Anas strepera), Stockente (Anas plathyrynchos) sowie Schellente (Bucephala clangula) sind regelmässig vertreten.

Literatur

Wolfgang Maier: Die Becken Schwabsberg und Buch des Wasserverbandes Obere Jagst. In: Wasserwirtschaft 90, 9/2000

Siehe auch:

  • Liste von Talsperren in Deutschland

Weblinks

Wikipedia

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